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Dokumentenidentifikation DE202004019746U1 07.04.2005
Titel Geldkassette
Anmelder Paulsen, Carsten, 23701 Süsel, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 24105 Kiel
DE-Aktenzeichen 202004019746
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 07.04.2005
Registration date 03.03.2005
Application date from patent application 22.12.2004
IPC-Hauptklasse A45C 1/00
IPC-Nebenklasse E05G 1/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Geldkassette mit einem Kassettenkörper mit einem Geldeinwurfschlitz.

Zum Entgegennehmen und Verwahren von Geld werden regelmäßig verschließbare Geldkassetten verwendet. Dieses trifft insbesondere auf Geschäfte zu, die unter freiem Himmel, beispielsweise auf Märkten, getätigt werden. Ebenso werden bei einigen dieser Geschäfte lediglich geöffnete Geldkassetten bereitgestellt, in die man nach Erhalt der Ware oder der Dienstleistung Geld hineinlegen kann. Ein derartiges Vorgehen findet man häufig bei an Landstraßen gelegenen Obst- und Gemüseverkaufsständen, aber auch in Toiletten von Kaufhäusern oder von an Autobahnen gelegenen Raststätten, wie auch in Unternehmen, in denen die Belegschaft von den Kunden gespendetes Geld in einer gemeinsamen Kaffeekasse sammelt. Dabei wird oftmals statt einer Geldkassette auch eine einfache Schale oder ein schlichter Teller vorgefunden, von dem eine leicht zu verstehende Signalwirkung zur Bezahlung oder als Aufruf zur Spende ausgeht.

Der Nachteil der zuletzt genannten, nach Art einer Geldkassette verwendeten Vorrichtungen oder einer geöffneten Geldkassette selbst, liegt darin, dass die Gefahr besteht, dass das in die Geldkassette abgelegte Geld gestohlen wird und daher einer regelmäßigen Kontrolle unterliegen muss, wobei das eingenommene Geld am besten in regelmäßigen Abständen von einer berechtigten Person entnommen werden muss.

Handelt es sich um bei der Bereitstellung der Geldkassette um einen Spendenaufruf, sind die Geldkassetten, wie die in der GM 78 08 691 vorgeschlagenen Geldkassette nach Art eines Opferstocks, oftmals auch verschlossen, mit einem Geldeinwurfschlitz versehen und aus einem undurchsichtigen Material gefertigt, damit nicht erkannt werden kann, wie viel Geld sich in der Kassette befindet. Ist nämlich zu erkennen, dass viel Geld in der Kassette ist, fühlen sich die potenziellen Spender nicht aufgefordert zu spenden, da bereits hohe Einnahmen erzielt worden sind. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass die Kassette von Unbefugten aufgebrochen und geleert wird. Ist die Kassette hingegen aus einem undurchsichtigen Material gefertigt, werden einige Spender dazu verleitet, lediglich Ihr im Portemonnaie angefallenes Kleingeld mit kleinem Betrag zu spenden, da für die Umstehenden nicht ersichtlich ist, welche Summe gespendet worden ist.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine geschlossene Geldkassette zu schaffen, bei der zwar der über einen kurzen Zeitraum gespendete Betrag, nicht aber der insgesamt gespendete Betrag sichtbar ist und von der eine Signalwirkung als Aufforderung zum Spenden ausgeht.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Geldkassette mit einem Kassettenkörper mit einem Geldeinwurfschlitz, wobei der Kassettenkörper aus einem oberen, aus einem durchsichtigen Material gefertigten Bereich und einem unteren, aus einem undurchsichtigen Material gefertigten Bereich besteht, wobei im oberen Bereich eine zur Aufnahme des durch den Geldeinwurfschlitz eingeworfenen Geldes eingerichtete, um eine sich horizontal erstreckende Achse kippbar gelagerte Schale vorgesehen ist.

Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung wieder.

Die erfindungsgemäße Geldkassette nutzt die Signalwirkung einer Schale oder eines Tellers als Aufruf zum Spenden aus, wobei die Schale selbst sichtbar in einer Geldkassette angeordnet und so vor dem unbefugten Zugriff Dritter gesichert ist. Außerdem ist für Dritte nicht ersichtlich, wieviel Geld in die Geldkassette insgesamt eingeworfen wurde, da die Schale kippbar gelagert ist und bei Kippen, das Geld in den unteren, undurchsichtigen Bereich abgibt. Weiterhin ist der Spender dadurch, dass die Umgebung das eingeworfene von der Schale aufgenommene Geld sehen kann, dazu angehalten, wenigstens einen angemessenen Betrag in die Geldkassette einzuwerfen, um sich nicht vor seinen Mitmenschen für nur niedrige Spendenbeiträge rechtfertigen zu müssen.

Die Erfindung wird anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 eine schematische Seitenansicht der Geldkassette nach der Erfindung und

2 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Geldkassette.

1 zeigt die Geldkassette nach der Erfindung in einer schematischen Seitenansicht. Die Geldkassette 10 mit einem Kassettenkörper 20, der aus einem oberen Bereich 20a und einem unteren Bereich 20b besteht. Der obere Bereich 20a ist dabei aus einem durchsichtigen Material gefertigt. Hingegen ist der untere Bereich 20b aus einem undurchsichtigen Material gefertigt.

Im oberen, durchsichtigen Bereich 20a ist ein Geldeinwurfschlitz 30 vorgesehen, der oberhalb einer im oberen Bereich 20a angeordneten, um eine horizontale Achse 40 kippbar gelagerten Schale 50 in die Geldkassette 10 mündet. Die Schale 50 ist bevorzugt um ihren Schwerpunkt kippbar gelagert, wobei der Geldeinwurfschlitz in der nähe des Randes der Schale 50 mündet, wodurch die Schale bei Geldeinwurf in eine gekippte Lage überführt wird. Dabei kann die Schale mit der Kraft einer Feder beaufschlagt sein, die die Schale 50 in einer horizontalen Lage hält. Die Schale 50 kann aber auch mit Gewichten 100 zum Stabilisieren der horizontalen Lage der Schale 50 versehen sein.

Erreicht das Gewicht des in die Geldkassette 10 eingeworfenen Geldes einen Betrag, der die Kraft der Feder oder das Gewicht der Gewichte 100 übersteigt, wird die Schale 50 in eine gekippte Lage überführt, wodurch das von der Schale 50 aufgenommene Geld in den unteren Bereich 20b fällt. Die Schale 50 wird darauf wieder durch Federkraft oder die Kraft der Gewichte 100 in ihre ursprüngliche Lage überführt und steht erneut zur Aufnahme von Geld bereit.

Bevorzugt wird der Kippbereich der Schale 50 durch Begrenzungsmittel 60 begrenzt, sodass die Schale 50 einerseits in einer horizontalen Lage stabilisiert wird und andererseits nicht über einen bestimmten Punkt hinaus gekippt werden kann. Damit nicht durch den oberen sichtbaren Bereich 20a in den das eingeworfene Geld aufnehmenden unteren Bereich gesehen werden kann, ist wenigstens eine, sich wenigstens zur Hälfte in den Kassettenkörper 20 erstreckende schiefe Ebene 70 vorgesehen. Die wenigstens eine schiefe Ebene 70 verhindert zum einen den freien Blick auf das gesammelte Geld und ermöglicht zum anderen ein geräuschloses Überführen eingeworfenen Geldes von der Schale 50 in den unteren Bereich.

Im unteren Bereich 20b ist zusätzlich bevorzugt eine Aufnahme für Schublade 80 vorgesehen, die es einer berechtigten Person auf einfache Weise ermöglicht, das in die Geldkassette 10 eingeworfene Geld zu entnehmen. Besonders bevorzugt ist die Schublade mit einem Schloss 90 versehen, um einen Zugriff auf das Geld durch unberechtigte Personen zu verhindern.

2 zeigt die Geldkassette 10 nach der Erfindung in einer schematischen Draufsicht. In dem abgebildeten Ausführungsbeispiel, ist die Schale 50 mit Gewichten 100 versehen, die in Form von Geldstücken 100 auf der Oberseite der Schale 50 fixiert sein können. Dadurch wird einerseits ein bestimmtes Gewicht von eingeworfenem Geld definiert, dass die Schale 50 zum Kippen bringt. Zum anderen geht von dem auf der Schale 50 liegenden Geld 100 eine Signalwirkung als Aufforderung zum Spenden aus.


Anspruch[de]
  1. Geldkassette (10) mit einem Kassettenkörper (20) mit einem Geldeinwurfschlitz (30), dadurch gekennzeichnet, dass

    der Kassettenkörper (20) aus einem oberen, aus einem durchsichtigen Material gefertigten Bereich (20a) und einem unteren, aus einem undurchsichtigen Material gefertigten Bereich (20b) besteht,

    wobei im oberen Bereich (20a) eine zur Aufnahme des durch den Geldeinwurfschlitz (30) eingeworfenen Geldes eingerichtete, um eine sich horizontal erstreckende Achse (40) kippbar gelagerte Schale (50) vorgesehen ist.
  2. Geldkassette (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (50) um ihren Schwerpunkt kippbar gelagert ist.
  3. Geldkassette (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (50) mit der Kraft einer Feder beaufschlagt ist, die die Schale (50) in einer horizontalen Lage hält, wobei das eingeworfene, von der Schale (50) aufgenommene Geld gegen die Kraft der Feder wirkt und die Schale (50) in eine gekippte Lage versetzt.
  4. Geldkassette (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (50) mit wenigstens einem Gewicht (100) zum Stabilisieren der horizontalen Lage der Schale (50) versehen ist.
  5. Geldkassette (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Gewicht (100) eine auf der Oberseite der Schale (50) fixierte Geldmünze ist.
  6. Geldkassette (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Begrenzungsmittel (60) vorgesehen sind, die den Kippbereich der Schale (50) begrenzen.
  7. Geldkassette (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (50) nach Art einer Untertasse ausgebildet ist.
  8. Geldkassette (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Bereich (20b) wenigstens eine, sich wenigstens zur Hälfte in den Kassettenkörper (20) erstreckende schiefe Ebene (70) angeordnet ist.
  9. Geldkassette (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Bereich (20b) eine Aufnahme für eine Schublade (80) vorgesehen ist.
  10. Geldkassette (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schublade (80) abschließbar ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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