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Dokumentenidentifikation DE19703074B4 14.04.2005
Titel Erntemaschinen mit Überwachungseinrichtung des Erntegutentladevorganges
Anmelder Ebert, Reinhard, 97332 Volkach, DE
Erfinder Ebert, Reinhard, 97332 Volkach, DE
Vertreter Dr. Pöhner und Kollegen, 97070 Würzburg
DE-Anmeldedatum 29.01.1997
DE-Aktenzeichen 19703074
Offenlegungstag 30.07.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.04.2005
IPC-Hauptklasse A01D 46/28
IPC-Nebenklasse A01D 90/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Erntemaschine gemäß dem Oberbegriff des Ansprüchs 1.

Die Vorrichtung ermöglicht dem Fahrer oder Bedienpersonal von Erntemaschinen den Überladevorgang von Erntegut genauer überwachen zu können.

Aus der DE 4022990 A1 ist ein Zuckerrübenvollernter mit einem Container zur Aufnahme des Ernteguts bekannt. Das Erntegut wird durch eine vom Vollernter ausgehende und etwa mittig über dem Container endende Fördereinheit übertragen. Am Ende der Fördereinrichtung ist ein optisches Beobachtungssystem installiert. Das Beobachtungssystem erlaubt es dem Fahrzeugführer, das Beladen des Containers zu beobachten und zu steuern.

In der DE 4403893 A1 werden Möglichkeiten zur Steuerung einer Erntegutför dereinrichtung beschrieben, wie sie an einem Feldhäcksler oder einem Mähdrescher zur Übertragung des Erntegutes auf Transportwagen vorgesehen ist.

Die als Förderschnecke oder als Auswurfrohr gestaltete Fördereinrichtung wird zur optimalen Befüllung eines unabhängigen Ladebehälters durch einen optischen oder akustischen Entfernungsmesser, welcher der Vermessung des Ladebehälters sowie der Messung von Füllstandhöhen im Ladebehälter dient, gesteuert.

Die DE 1555360 A offenbart die Überwachung von anhäng- oder anbaubaren Arbeitsgeräten durch eine Fernsehkamera, deren Aufnahmen auf einen oder mehrere am Antriebsfahrzeug befestigte Bildschirme übertragen werden. Zusätzlich wird dem Bildschirm ein Messgerät zugeordnet, durch das bei Unterbrechung des Arbeitsganges und/oder bei Abweichung vom normalen Arbeitsgang am Arbeitsgerät ein für den Fahrer wahrnehmbares Signal ausgelöst wird. Es ist vorgesehen, dass das Signal automatisch eine Steuerfunktion zur Korrektur des Fahrzeuges oder des Arbeitsgerätes auslöst.

Es ist bekannt, daß bei Erntemaschinen, insbesondere Traubenerntemaschinen, bestimmte Arbeitsläufe, wie das Entleeren der Vorratsbehälter in Transportbehältnisse oder Transportfahrzeuge, oft nur mühevoll erledigt werden können, da von der Fahrzeugkabine aus für den Fahrer nur begrenzte Sichtverhältnisse vorhanden sind. Dies erschwert und verzögert den Arbeitsablauf. Vor allem bereitet das Entleeren der Vorratsbehälter, die zur Fahrzeugseite oder nach hinten hin überleert werden müssen und vom Fahrzeugführer schlecht oder nur über Spiegel eingesehen werden können, verstärkt Probleme. Häufig ist ein sicheres Überladen des Erntegutes ohne die Mithilfe von Begleitpersonal nicht möglich.

Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, erstmals eine Überwachungseinrichtung für Erntemaschinen zu schaffen, die dem Fahrer oder Bedienpersonal der Erntemaschine die Kontrolle des Überladevorganges des Erntegutes erleichtert.

In einer möglichen Abwandlung der Erfindung wird bei einer Traubenerntemaschine eine Videokamera so installiert, daß sie sowohl die zu entleerenden Vorratsbehälter als auch das mit Erntegut zu beladende Transportfahrzeug optisch erfaßt. Die so ermittelten Bilder werden über eine Verbindungsleitung an einen in der Fahrzeugkabine angebrachten Monitor (Bildschirm) übertragen. Durch eine in möglichst hoher Position (Vogelperspektive) angebrachte Videokamere kann der Fahrer der Erntemaschine den gesamten Überladevorgang mühelos auf den Monitor überwachen.

An der Traubenerntemaschine sind jeweils auf der dem Transportfahrzeug während des Überladevorganges zugewandten Seite Ultraschallsensoren angebracht. Diese messen den Abstand von der Traubenerntemaschine zum Transportfahrzeug. Über ein Verbindungskabel werden die gemessenen Werte an die in der Fahrzeugkabine angebrachte Anzeige (Digitalanzeige) übermittelt, welche zweckmäßigerweise in der Nähe des Überwachungsmonitors montiert ist oder auf dem Monitor mitintegriert ist.

Durch diese Information weiß der Fahrer der Erntemaschine schon zu Beginn des Überladevorganges, ob er die Erntemaschine im optimalen Abstand zum Transportfahrzeug positioniert hat. Der Fahrer kann so die spätere Platzierung des Erntegutes auf dem Transportfahrzeug genau berechnen.

An den Erntegutvorratsbehältern werden Tastschalter oder Sensoren angebracht, durch welche das Ernteaggregat und die Erntegutfördereinrichtungen der Erntemaschine bei angehobenem Erntegutvorratsbehälter aus der Ruhestellung (Nullstellung) heraus automatisch abgeschalten bleiben. Ein Zuschalten des Ernteaggregates und der Fördereinrichtungen ist erst nach einem vollstänigen Absenken der Vorratsbehälter wieder möglich. Dadurch wird ein Erntegutverlust durch nicht vollständig abgesenkte Erntegutvorratsbehälter ausgeschlossen.


Anspruch[de]
  1. Erntemaschine zum Ernten von Trauben, Beeren oder Früchten mit einem oder mehreren kippbaren Vorratsbehältern zur temporären Aufnahme des Ernteguts und einer oder mehreren optischen Überwachungseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass

    – die Erntemaschine seitliche oder nach hinten gerichtete Ultraschallsensoren zur Messung des Abstands zwischen der Erntemaschine und einem unabhängigen Transportbehältnis oder Transportfahrzeug, und

    – optische Überwachungseinrichtungen zur Überwachung des Überladevorgangs von dem Vorratsbehälter der Erntemaschine auf das Transportbehältnis oder das Transportfahrzeug aufweist.
  2. Erntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Überwachungseinrichtung eine Videokamera ist, die mit einem in der Fahrzeugkabine installierten Bildschirm verbunden ist.
  3. Erntemaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bildschirm (Monitor) an welchen die Bildinformation der optischen Überwachungseinrichtung übertragen wird und die Anzeige für die Abstandsmessung in der Fahrzeugkabine im Blickfeld des Fahrers nebeneinander angeordnet sind oder ineinander integriert sind.
  4. Erntemaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei angehobenem Erntegutvorratsbehälter das Ernteaggregat der Erntemaschine automatisch abschaltbar ist.
  5. Erntemaschine, nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei angehobenem Erntegutvorratsbehälter die Transporteinrichtung für das Erntegut automatisch abschaltbar ist.
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