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Dokumentenidentifikation DE69916234T2 14.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001038689
Titel VORRICHTUNG ZUM DEKORIEREN VON KERAMISCHEN FLIESEN
Anmelder Tomas Claramonte, Jose Vicente, Villarreal, ES
Erfinder Tomas Claramonte, Jose Vicente, 12540 Villarreal, ES
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69916234
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, PT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.10.1999
EP-Aktenzeichen 999490204
WO-Anmeldetag 11.10.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/ES99/00322
WO-Veröffentlichungsnummer 0000021760
WO-Veröffentlichungsdatum 20.04.2000
EP-Offenlegungsdatum 27.09.2000
EP date of grant 07.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.04.2005
IPC-Hauptklasse B41M 1/34
IPC-Nebenklasse C04B 41/85   

Beschreibung[de]
GEGENSTAND DER ERFINDUNG

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Dekorieren von Fliesen auf der Grundlage der Projektion von Druckfarbe auf die zu bedruckende Oberfläche mit dem Ziel der Bereitstellung einer höheren Druckgeschwindigkeit.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, den Druckkopf vollständig in Modulbauweise bereitzustellen, so dass der Druckkopf aus wenigstens zwei voneinander unabhängigen Druckmodulen besteht, die problemlos ausgewechselt werden können, so dass im Falle eines Ausfalls lediglich das fehlerhafte Druckmodul ausgebaut und durch ein neues Druckmodul ersetzt werden muss.

Wie bereits der Titel dieser Patentschrift zum Ausdruck bringt, kann die Erfindung beim Dekorieren von Fliesen angewandt werden, sie kann jedoch analog in anderen Industriezweigen angewandt werden, in denen Druckfarbe auf eine Fläche aufgedruckt werden muss.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die Verwendung von Vorrichtungen zum Drucken von Druckfarbe auf eine Fläche, die von einem Förderband transportiert wird oder die stationär ist, wofür sie mit einem Steuerschaltkreis versehen ist, um den Betrieb eines Druckkopfes zu steuern, der Tintentropfen projiziert, um das gewünschte Motiv zu drucken, ist nach dem Stand der Technik hinreichend bekannt.

Diese Art von Vorrichtungen hat den Nachteil, dass der Druckkopf aus einem einzigen Druckelement besteht, so dass nicht die gesamte Breite der Fliese abgedeckt wird und es notwendig ist, mehrere Durchläufe der Fläche oder des Druckkopfes durchzuführen, um das dekorative Motiv vollständig zu drucken, wodurch die Druckgeschwindigkeit beachtlich reduziert wird.

Die Verwendung mehrerer Druckköpfe zum Drucken verschiedener Farben von Druckfarbe, die ebenfalls den Nachteil hat, dass ein einzelner Druckkopf für jede Farbe der Druckfarbe verwendet wird, ist nach dem Stand der Technik ebenfalls bekannt. Die Verwendung eines einzelnen Druckkopfes für jede Farbe der Druckfarbe macht es ebenfalls erforderlich, mehrere Durchläufe durchzuführen, um das gewünschte Motiv fertig zu stellen, wodurch die Druckgeschwindigkeit ebenfalls beachtlich reduziert wird.

Es sei weiterhin darauf verwiesen, dass herkömmliche Druckköpfe den Nachteil haben, dass sie nicht von modularer Bauweise sind und dass daher die Instandsetzung bei einem Ausfall zeitaufwendiger ist.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Um die oben genannten Nachteile zu überwinden, hat die Erfindung eine neue Vorrichtung zum Dekorieren einer Oberfläche mittels Druckfarbe entiwickelt, wozu diese über Mittel zum Projizieren der Druckfarbe auf die Fliese verfügt, um das gewünschte Motiv zu drucken. Diese Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens einen Druckkopf hat, der aus wenigstens zwei voneinander unabhängigen Druckmodulen besteht, die mit einer Steuereinheit verbunden sind, die den Betrieb jedes Druckmoduls unabhängig voneinander steuert, um das gewünschte Motiv zu drucken.

Die unabhängigen Druckmodule befinden sich in dem Druckkopf schiefwinkelig in Bezug auf die Bewegungsbahn der Fliese, und jeder Druckkopf muss eine ausreichende Anzahl von Druckmodulen umfassen, die es ermöglichen, wenigstens die gesamte Breite der Fliese abzudecken, so dass das vollständige Bedrucken des gewünschten Motivs mit einem einzigen Durchlauf der Fliese entlang des Förderbandes so erfolgt, dass die Druckgeschwindigkeit erhöht wird.

Breitere Druckmodule können ebenfalls so verwendet werden, dass diese rechtwinklig zu der Druckachse platziert werden können.

Die Verteilung der Druckmodule erfolgt so, dass sie nacheinander und/oder parallel mit einer gewissen Unflucht angeordnet sind, dass der Druckbereich eines jeden Druckmoduls aneinanderliegend an den Druckbereichen der anderen Druckmodule befindlich ist, so dass die gesamte Breite der Fliese abgedeckt wird.

Jedes unabhängige Druckmodul besteht aus einem Mikroprozessor und dem entsprechenden Speicher, um unabhängig unter der Kontrolle der Steuereinheit arbeiten zu können.

Wenngleich angegeben worden ist, dass wenigstens zwei Druckmodule verwendet werden, ist offensichtlich, dass ein einzelnes Druckmodul verwendet werden kann, insofern dieses Druckmodul entsprechende Abmessungen hat, um die gesamte Breite der Fliese abzudecken.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung berücksichtigt weiterhin die Möglichkeit, wenigstens so viele parallele Druckköpfe zu haben, wie Druckfarben zum Drucken des gewünschten Motivs erforderlich sind, so dass jedes Druckmodul eines jeden in Reihe geschalteten Druckkopfes mit demselben Farbbehälter verbunden ist, um die gesamte Breite der Fliesen abzudecken, so dass Mehrfarbendrucken in einem einzigen Durchlauf erfolgt, wobei die Druckgeschwindigkeit beachtlich erhöht wird.

Die beschriebene Konstruktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht es, eine bessere Druckqualität als 200 dpi (Punkte pro Zoll) zu erreichen.

Die Steuereinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung verfügt über Kommunikationsmittel zur Ausführung ihrer Verbindung mit anderen Steuerungsrechnern anderer Vorrichtungen oder mit anderen Computern durch Netzwerk, Speicherkarten und andere Kommunikations- und Datenspeichersysteme auf eine solche Weise, dass Fernsteuerung und Fernprüfung der Druckvorrichtungen ausgeführt werden kann.

Offensichtlich kann die erfindungsgemäße Vorrichtung in Kombination mit anderen, herkömmlichen Dekorationsvorrichtungen, wie zum Beispiel mit Flachsiebdruck-Vorrichtungen oder Rotationssiebdruck-Vorrichtungen, mit Dekoration mit Rolle oder anderen am Markt vorhandenen Vorrichtungen betrieben werden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auf Belägen und Decken und Verkleidungen angewandt werden, die durch Einfachbrennen und Doppelbrennen, einschließlich Schnelldoppelbrennen und poröses Einfachbrennen, hergestellt werden, ebenso wie auf durch Einfachbrennen hergestellten Steinguterzeugnissen und Porzellansteingut. Analog dazu kann die erfindungsgemäße Vorrichtung auf allen Belägen und Decken angewandt werden, die durch Pressen oder durch Strangpressen hergestellt werden.

Weiterhin ist offensichtlich, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung vor dem ersten Brennen oder auch zwischen aufeinanderfolgenden Brennvorgängen angewandt werden kann.

Um ein besseres Verständnis der vorliegenden Patentschrift bereitzustellen, werden mehrere Figuren, die wesentlicher Bestandteil der Patentschrift sind und die Aufgabe der Erfindung veranschaulichen, nichtbeschränkend angehangen.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

1 zeigt eine schematische Ansicht eines möglichen Ausführungsbeispiels der Erfindung, bei dem vier parallele Druckköpfe verwendet werden, wobei jeder Druckkopf an einen Behälter mit Druckfarbe in verschiedenen Farben verbunden ist, um Markierung in verschiedenen Farben durchzuführen.

2 zeigt eine Bodenansicht eines möglichen Ausführungsbeispieles der Verteilung von zwei verschiedenen Druckmodulen in einem Druckkopf.

3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines der in 2 beinhalteten Druckmodule.

4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines möglichen Ausführungsbeispieles der vollständigen erfindungsgemäßen Vorrichtung.

5 zeigt ein Funktionsblockschema eines möglichen Ausführungsbeispieles der Steuereinheiten der erfindungsgemäßen Vorrichtung, das unabhängige Steuerung eines jeden Druckmoduls ermöglicht.

BESCHREIBUNG DES BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELES

Nachfolgend wird die Erfindung anhand der oben genannten Figuren beschrieben.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung verfügt über ein Förderband (1), das den Transport der zu bedruckenden Fliesen (2) bewerkstelligt und in dessen Bewegungsbahn einige Druckköpfe (3) angeordnet sind, so dass Bedrucken des gewünschten dekorativen Motivs auf die Fliesen (2) erfolgt, wenn sich die Fliesen entlang des Unterteils der Druckköpfe bewegen.

Jeder Druckkopf (3) ist mit einem Farbbehälter (4), jeweils mit einer unterschiedlichen Farbe, so verbunden, dass jeder Druckkopf das Drucken entsprechend der Farbe, die der mit ihm verbundene Behälter enthält, erzeugt, wobei das Drucken des gewünschten dekorativen Motivs endet, wenn die Fliese unter dem letzten Druckkopf (3) durchläuft.

Jeder Druckkopf (3) besteht aus einer Vielzahl von Druckmodulen (5), die mit dem entsprechenden Schlitz (6) verbunden sind, um die projizierte Druckfarbe abzugeben. Daher projiziert jedes Druckmodul (5) eines Druckkopfes (3) die gleiche Farbe von Druckfarbe.

Ein sehr wichtiges Merkmal der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass jedes Druckmodul (5) unabhängig ist und dass auch seine Steuerung unabhängig erfolgt, wie später erläutert werden wird.

Die Druckmodule (5) sind schiefwinklig in Bezug auf den Druckkopf und zu der Bewegungsbahn der Fliesen und so angeordnet, dass sie die gesamte Breite der Fliesen abdecken, um mit einem einzigen Durchlauf der Fliese den gesamten Druck des dekorativen Motivs zu erreichen. Somit befindet sich der Druckbereich f eines jeden Moduls (5) aneinanderliegend, um die gesamte Breite der Fliese abzudecken.

In dem Ausführungsbeispiel wurde ein einzelner Druckkopf zum Drucken einer jeden Farbe verwendet, jedoch können offensichtlich mehrere Druckköpfe in Reihe angeordnet werden, wenn dies notwendig ist, um die gesamte Breite der Fliese abzudecken.

Jedes Druckmodul (5) umfasst einen Steuerschaltkreis (9), einen Mikroprozessor (10) und einen Speicher (11), um unabhängigen Betrieb des Mechanismus (12) für das Einspritzen von Druckfarbe, die durch den Schlitz (6) abgegeben wird, zu ermöglichen.

Um den unabhängigen Betrieb jedes der Druckmodule (5) zu erreichen, wird eine Steuereinheit (13) bereitgestellt, die den unabhängigen Betrieb einer jeden der Druckeinheiten (5) steuert, zu welchem Zweck die Steuereinheit (13) einen Steuerschaltkreis (14) aufweist, der mit einem Mikroprozessor (16), mit einem Bildschirm (19), mit einer Tastatur (18) und mit einem externen Kommunikationsmodul (15) verbunden ist, durch das die Verbindung mit anderen Computern (17) ermöglicht wird.

Der Mikroprozessor (16) umfasst den entsprechenden Speicher, in dem das Betriebsprogramm entsprechend dem gewünschten dekorativen Motiv beinhaltet ist.

Folglich werden mittels der Speicher (11) aus dem in dem Mikroprozessor (16) gespeicherten Programm verschiedene Befehle so an jeden Mikroprozessor (10) der Druckmodule (5) gesendet, dass jedes Druckmodul (5) vollständig unabhängig und somit problemlos auswechselbar ist, wofür die entsprechenden Steckverbinder, die den problemlosen Ausbau der Druckmodule und den nachfolgenden Einbau neuer Module ermöglichen, bereitgestellt werden, wodurch die Instandsetzung im Falle eines Ausfalls beachtlich erleichtert wird.

Ausgehend von der bereitgestellten Beschreibung ist daher ohne weiteres erkennbar, dass das dekorative Motiv der Fliese von dem beinhalteten Programm abhängig ist, das wiederum durch jeden Mikroprozessor (10) durch teilweises Auslesen der in dem Speicher (11) beinhalteten Informationen geändert wird, so dass unterschiedliche dekorative Motive gedruckt werden, wie zum Beispiel bei der Dekoration von Marmor, wobei möglicherweise unterschiedliche Effekte gewünscht sind, die offensichtlich nicht für jede Fliese homogen sind.

Wie bereits ausgeführt wurde, ermöglicht die Steuereinheit (13) den Anschluss an andere Computer (17), um den Austausch von Informationen mit anderen Vorrichtungen und/oder die Fernsteuerung und Fernüberprüfung der Druckvorrichtungen zu ermöglichen.

Die Verweisziffer (7) aus 4 zeigt eine Brücke, in der verschiedene Druckköpfe (3) beinhaltet sind, und die Vorderseite der Maschine beinhaltet die Tastatur (18), mittels derer die Vorrichtung programmiert wird, und den entsprechenden Bildschirm (19), durch den die verschiedenen Daten, die den ordnungsgemäßen Betrieb der Maschine ermöglichen, angezeigt werden.


Anspruch[de]
  1. Eine Vorrichtung zum Dekorieren von keramischen Fliesen, die Vorrichtung umfassend Sprühmittel zum Sprühen von Tinte auf eine jede Fliese (2), um ein Motiv auf die Fliese zu drucken, wobei diese Fliese (2) auf einem Transportmittel (1) für den Transport gemäss einer Wegstrecke angeordnet ist, und mindestens einen Druckkopf (3),

    dadurch gekennzeichnet, dass

    der mindestens eine Druckkopf (3) mindestens zwei Druckmodule (5) umfast, die an eine Steuereinheit (13) angeschlossen sind, wobei ein jedes der Druckmodule (5) angeordnet ist, um Tinte auf die Fliese (2) entsprechend einem einem Teil einer Fliesenbreite entsprechenden Druckbereich (f) eines Druckmoduls (5) zu sprühen;

    wobei die Tätigkeit eines jeden Druckmoduls (5) von der Steuereinheit (13) unabhängig gesteuert wird,

    wobei ein jedes Druckmodul (5) einen unabhängigen Mikroprozessor (10) und einen unabhängigen Speicher (11) umfasst, und

    wobei eine jedes Druckmodul (5) ein ersetzbares Modul ist, das Anschlussmittel zum individuellen Anschliessen and den Druckkopf (3) umfasst,

    wobei die Druckmodule (5) parallel zueinander mit einem Versetzheitsgrad angeordnet und schräg bezüglich der Wegstrecke der Fliese (2) angeordnet sind, derart, dass der Druckbereich (f) eines jeden Druckmoduls (5) sich bis zum Druckbereich (f) zumindest eines benachbarten Druckmododuls (5) erstreckt.
  2. Eine Vorrichtung gemäss Anspruch 1, in welcher die Druckbereiche (f) der Druckmodule (5) zumindest die Fliesenbreite abdecken.
  3. Eine Vorrichtung gemäss Anspruch 1, in welcher der Mikroprozessor (10) und der Speicher (11), die in einem jeden der Druckmodule (5) enthalten sind, mittels eines im Druckmodul (5) angeordneten Steuerschaltkreises (9) an die Steuereinheit (13) angeschlossen sind.
  4. Eine Vorrichtung gemäss Anspruch 1, umfassend eine Mehrzahl von in Serie angeordneten Druckköpfen (3) und in welcher die Druckmodule (5) der Mehrzahl von Druckköpfen (3) derart angeordnet sind, dass deren Druckbereiche (f) mindestens die gesamte Fliesenbreite abdecken.
  5. Ein Vorrichting gemäs Anspruch 1, umfassend mindesten so viele parallel angeordnete Druckköpfe, wie Druckfarben, die zum Druck des Motivs erforderlich sind.
  6. Eine Vorrichtung gemäss Anspruch 1, in welcher die Steuereinheit (13) Kommunikationsmittel (15) zum Anschluss mit weiteren Computern (17) und Ermöglichen einer Fernbedienung und -überprüfung der Vorrichtung umfasst.
  7. Eine Vorrichtung gemäss Anspruch 1, das eine Druckqualität von mehr als 200 dpi hat.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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