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Dokumentenidentifikation EP1368141 14.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001368141
Titel VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG VON FLACH-METALL
Anmelder W.E.T. Automotive Systems AG, 85235 Odelzhausen, DE
Erfinder VON LÖBBECKE, Bernd, 82237 Wörthsee, DE;
MÖDL, Michael, 91781 Weissenburg, DE
DE-Aktenzeichen 50202420
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 11.10.2002
EP-Aktenzeichen 027791482
WO-Anmeldetag 11.10.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/DE02/03829
WO-Veröffentlichungsnummer 0003033182
WO-Veröffentlichungsdatum 24.04.2003
EP-Offenlegungsdatum 10.12.2003
EP date of grant 09.03.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.04.2005
IPC-Hauptklasse B21B 13/02
IPC-Nebenklasse B21B 45/00   B21B 1/22   B21B 1/40   B21C 47/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Herstellung von Flach-Metall nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. 5.

Aus der JP-A-11197708 ist eine Vorrichtung bekannt bei der eine Folie mit einer Dicke von zunächst 100µm von einer Spule abgewickelt und dann horizontal durch einen ersten Walzensatz mit vertikal angeordneten Walzenpaaren geführt wird. Anschließend wird die auf annähernd 10µm verdünnte Folie vertikal durch einen zweiten Walzensatz geführt, dessen Walzenpaare horizontal angeordnet geführt, damit außer der Schwerkraft keine weitere Zugkraft aufgebracht wird. Dann wird die Folie horizontal umgelenkt und auf eine Spule aufgewickelt.

Die DE-C-918021 beschreibt ein Verfahren zum Walzen von Blechen aus einem Gussstrang, bei dem der Gussstrang durch ein erstes horizontales Walzenpaar gewalzt und dann der verdichtete Strang durch einen Glühraum geführt wird. Dann wird der Strang von unten in ein weiteres horizontales Walzpaar eingeführt und weiter verdichtet. Jetzt wird der Strang horizontal umgelenkt und in eine Heizgrube abgeführt, an der er sich aushängen kann.

In der DE-C-714111 ist ein Walzwerk offenbart, bei dem zwei Gruppen von senkrecht übereinander angeordneten Walzensätzen mit waagrecht nebeneinander liegenden Walzen derart in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind, dass das Walzband die beiden nebeneinander liegenden Walzensatzgruppen nacheinander durchläuft. Hierdurch soll die Größe der Anlage klein gehalten und eine gute Übersicht der Walzvorgänge erreicht werden.

Die DE-C-730405 beschreibt ein kontinuierliches Walzwerk mit gemeinsamer Anstellung von mehreren der aufeinanderfolgenden Walzengerüste, bei dem bei nebeneinander angeordneten Gerüstgruppen, die aus liegenden und übereinander angeordneten Walzgerüsten bestehen, die Anstellvorrichtungen einander zugekehrt sind, so dass die Anstellvorrichtungen in raumsparender Weise gemeinsam bedient werden können und das Walzwerk wenig Raum beansprucht.

In der JP-A-09047801 ist eine Vorrichtung zum Kaltwalzen offenbart, bei der ein von einer Spule abgewickeltes Blech in eine vertikale Richtung umgelenkt und dann durch ein horizontales Walzenpaar gewalzt wird. Hierdurch soll erreicht werden, dass sich auf die Vorderseite und die Rückseite des Bleches aufgetragenes Walzöl gleichmäßig verteilt. Anschließend wird das Blech wieder nach oben umgelenkt und aufgewickelt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Verfahren und die gattungsgemäße Vorrichtung so auszubilden, dass das eine genau definierte Festigkeitsklasse des Flachmetalls erhalten wird.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Flach-Metall mit einer Dicke von 20µm bis 400µm umfasst mindestens zwei Walzen, die im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und deren Drehachsen in einer Ebene liegen, die in etwa senkrecht zur Schwerkraft-Wirkungsrichtung verläuft, wobei mindestens eine Einrichtung vorgesehen ist, die das Metall frei von Zugspannungen zwischen die Walzen einspeist, und mindestens eine Einrichtung vorgesehen ist, die das Metall frei von Zugspannungen zwischen den Walzen entnimmt.

Unter Flach-Metall werden hier insbesondere Bänder von Metall-Blech und Metall-Folien verstanden, insbesondere auf Rollen gewickeltes Material.

Vorzugsweise ist der Abstand der Walzen voneinander verstellbar, insbesondere durch Verfahren mindestens einer der Walzen, insbesondere über Präzisionsvorschub.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind mindestens zwei Walzen mit einem Antriebs-Drehmoment beaufschlagbar sind, insbesondere unabhängig von einer Drehmoment-Übertragung zwischen den Walzen über deren Oberflächen.

Vorzugsweise ist eine der Walzen nicht verstellbar.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Flach-Metall mit einer Dicke von 20µm bis 400µm, wird Metall im wesentlichen parallel zur Schwerkraft-Wirkungsrichtung zwischen zwei Walzen gewalzt, wobei es frei von Zugspannungen zwischen die Walzen eingespeist und frei von Zugspannungen zwischen den Walzen entnommen wird.

Vorzugsweise wird das Metall durch die Fertigungsvorrichtung hindurch transportiert.

Die nachfolgende Beschreibung behandelt Möglichkeiten zur Ausgestaltung der Erfindung. Diese Ausführung sind nur beispielhaft zu verstehen und erfolgen unter Bezug auf:

  • Fig. 1 eine Ansicht der Herstellvorrichtung mit den drei Einheiten Walzen, Wärmebehandlung und Aufwickeln

Beschreibung der Erfindung

Figur 1 zeigt die Herstellvorrichtung für Flach-Metall mit den drei Einheiten: Walzen 1, Wärmebehandlung 13 und Aufwickeln 16.

Unter Flach-Metall 10 werden hier insbesondere Bänder von Metall-Blech und Metall-Folien mit einer Dicken von 20 µm bis 400 µm verstanden, insbesondere auf Rollen gewickeltes Material.

Das Flach-Metall 10 wird in der Walzvorrichtung 1 durch mindestens zwei parallel zu einander angeordnete Walzen 2, 3 auf die eingestellte Dicke gewalzt. Die Drehachsen 4 der Walzen liegen in einer Ebene, die Walzen selbst sind waagrecht angeordnet.

Die Zustellung, Einstellung der gewünschten Dicke erfolgt durch Präzisionsgewindetriebe 8 über eine genaue Führung.

Über diese Präzisionsgewindetriebe 8 wird die Zustellung im 100stel mm Bereich gewährleistet.

Die in der Wanne 20 unter den Walzen befindliche Kühlflüssigkeit, gegebenenfalls in Verbindung mit Emulsion, sorgt dafür, dass die Walzen 2, 3 ständig auf konstanter Temperatur gehalten werden können damit keine Wärmeausdehnung erfolgt, die die Genauigkeit des Walzprozesses ungünstig beeinflusst.

Eine der Walzen 2 ist durch vorhergehenden Präzisions-Vorschub 8 verstellbar, die andere Walze 3 hat einen Festlagersitz.

Die Walzen 2, 3 der Walzenpaare müssen immer beide angetrieben werden.

Das Flach-Metall 10 wird zugspannungsfrei eingespeist 11 und entnommen 12.

Nach dem Walzen läuft das Flach-Metall über zwei Rollen 12, 14 die mit elektrisch leitfähiger Oberfläche ausgebildet sind.

Das Flach-Metall 10 wird über diese mit Strom und Spannung beaufschlagt.

Durch dieses Anlegen von Strom und Spannung wird das Flach-Metall 10 aufgeheizt und verändert seine Festigkeit.

Die Strommenge wird in Abhängigkeit der Anlagengeschwindigkeit so geregelt, dass das Flach-Metall 10 eine konstante Festigkeit entsprechend der gewünschten Festigkeitsklasse erhält.

Nach der Wärmebehandlung wird das Flach-Metall auf eine Spule 17 aufgewickelt.

Die Drehachse 18 der Spule steht etwa senkrecht zur Ein/aufrichtung des Flach-Metalls.

Durch ein Rollringgetriebe 19 wird die Spule längs ihrer Drehachse hin und her verfahren um eine Verlegung des Flach-Metalls auf der Spule zu gewährleisten.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zur Herstellung von Flach-Metall mit einer Dicke von 20µm bis 400µm, mit mindestens zwei Walzen (2, 3), die im wesentlichen parallel zueinander verlaufen und deren Drehachsen (4) in einer Ebene (5) liegen, die in etwa senkrecht zur Schwerkraft-Wirkungsrichtung (7) verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Einrichtung (11) vorgesehen ist, die das Metall (10) frei von Zugspannungen zwischen die Walzen (2, 3) einspeist, und mindestens eine Einrichtung (12) vorgesehen ist, die das Metall (10 ) frei von Zugspannungen aus den Walzen (2, 3) entnimmt.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Walzen (21) voneinander verstellbar ist, insbesondere durch Verfahren mindestens einer der Walzen (2), insbesondere über Präzisionsvorschub.
  3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Walzen (2, 3) mit einem Antriebs-Drehmoment beaufschlagbar sind, insbesondere unabhängig von einer. Drehmoment-Übertragung zwischen den Walzen über deren Oberflächen.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Walzen (3) nicht verstellbar ist.
  5. Verfahren zur Herstellung von Flach-Metall mit einer Dicke von 20µm bis 400µm, bei dem das Metall im wesentlichen parallel zur Schwerkraft-Wirkungsrichtung (7) zwischen zwei Walzen gewalzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall (10) frei von Zugspannungen zwischen die Walzen (2, 3) eingespeist und frei von Zugspannungen aus den Walzen (2, 3) entnommen wird.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Metall (10) durch die Fertigungsvorrichtung hindurch transportiert wird.
Anspruch[en]
  1. An apparatus for producing flat metal having a thickness of 20 µm to 400 µm, with at least two rollers (2,3) which extend substantially parallel to one another and the axes of rotation (4) of which lie in a plane (5) which extends approximately perpendicularly to the direction (7) in which gravity acts, characterised in that at least one device (11) is provided which feeds the metal (10), free of tensile stress, between the rollers (2,3), and at least one device (12) is provided which withdraws the metal (10), free of tensile stress, from the rollers (2,3).
  2. An apparatus according to Claim 1, characterised in that the distance (21) apart of the rollers is adjustable, in particular by translating at least one of the rollers (2), particularly by way of a precision feed.
  3. An apparatus according to either one of the preceding Claims, characterised in that a driving torque can act on at least two rollers (2,3), in particular independently of a torque transmission between the rollers via their surfaces.
  4. An apparatus according to any one of the preceding Claims, characterised in that one of the rollers (3) is not adjustable.
  5. A method for producing flat metal having a thickness of 20 µm to 400 µm, in which the metal is rolled between two rollers substantially parallel to the direction (7) in which gravity acts, characterised in that the metal (10) is fed, free of tensile stress, between the rollers (2,3) and is withdrawn, free of tensile stress, from the rollers (2,3).
  6. A method according to Claim 5, characterised in that the metal (10) is conveyed through the production apparatus.
Anspruch[fr]
  1. Dispositif de production de métal plat d'une épaisseur comprise entre 20 µm et 400 µm, comprenant au moins deux cylindres (2, 3) qui s'étendent de manière essentiellement parallèle l'un à l'autre et dont les axes de rotation (4) sont situés dans un plan (5) lequel s'étend de manière sensiblement perpendiculaire au sens d'action de la gravité (7),caractérisé en ce qu'il est prévu au moins un dispositif (11), qui amène le métal (10) sans contraintes de traction entre les cylindres (2, 3), et au moins un dispositif (12) qui retire le métal (10) sans contraintes de traction entre les cylindres (2, 3).
  2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écartement entre les cylindres (21) est réglable, notamment par déplacement d'au moins l'un des cylindres (2), en particulier par avance de précision.
  3. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins deux cylindres (2, 3) peuvent se voir appliquer un couple d'entraînement, en particulier indépendamment d'une transmission de couple entre les cylindres par l'intermédiaire de leurs surfaces.
  4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en que l'un des cylindres (3) n'est pas réglable.
  5. Procédé de production de métal plat d'une épaisseur comprise entre 20 µm à 400 µm, dans lequel le métal est laminé essentiellement parallèlement au sens d'action de la gravité (7) entre deux cylindres,caractérisé en ce que le métal (10) est amené sans contraintes de traction entre les cylindres (2, 3) et retiré sans contraintes de traction entre les cylindres (2, 3).
  6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le métal (10) est transporté à travers le dispositif de production.






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