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Dokumentenidentifikation DE60009872T2 21.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001157852
Titel Tintenempfangsblatt bzw. sein Anwendungsverfahren
Anmelder Du Pont de Nemours (Deutschland) GmbH, 61352 Bad Homburg, DE
Erfinder Sondergeld, Dr., Manfred, 63165 Mühlheim, DE;
Strüwe, Volker, 63128 Dietzenbach, DE
DE-Aktenzeichen 60009872
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.05.2000
EP-Aktenzeichen 001105501
EP-Offenlegungsdatum 28.11.2001
EP date of grant 14.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.04.2005
IPC-Hauptklasse B41M 7/00
IPC-Nebenklasse B41M 5/00   

Beschreibung[de]
Erfindungsgegenstand

Die Erfindung betrifft ein Tintenempfangsmaterial, ein Drucksystem umfassend solch ein Tintenempfangsmaterial und ein Übertragungselement, ein Verfahren zur Herstellung eines Bildes auf einem permanenten Trägermaterial durch Bildung eines Tintenbildes und einen durch ein solches Verfahren hergestellten bebilderten Artikel.

Stand der Technik

Der Tintenstrahldruck ist ein gängiges Verfahren des Standes der Technik zur Herstellung von Mehrfarbenbildern. Es handelt sich um eine Non-Impact-Methode zur Speicherung von Informationen in Abhängigkeit von einem elektrischen Signal, wie das von einem Computer generierte Signal. In diesem Verfahren werden zur Herstellung eines Bildes Tintentröpfchen von einer Düse versprüht und auf ein Trägermaterial aufgebracht, hauptsächlich Papier oder Polymerfilme. Um beim Tintenstrahldrucken Bilder mit hoher Qualität zu erzielen ist das Trägermaterial üblicherweise mit wenigstens einer Schicht überzogen, die die Tinte schnell aufnimmt. Da die Tinten hauptsächlich aus Wasser und Färbemittel bestehen, sind solche Beschichtungsformulierungen hydrophil und enthalten geeignete absorbierende Materialen.

Es ist auch möglich, das auf der Tintenempfangsschicht des Tintenempfangsmaterials, welches einen temporären Schichtträger und eine Tintenempfangsschicht enthält, vorhandene Tintenbild auf ein permanentes Trägermaterial zu übertragen. Nach dem Abziehen des temporären Schichtträgers wird das Bild auf das permanentes Trägermaterial übertragen.

Alternativ kann das bebilderte Tintenempfangsmaterials zuerst auf ein Übertragungselement laminiert werden. Dann wird der temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials abgezogen, die bebilderte Tintenempfangsschicht auf dem Übertragungselement wird dann auf das gewünschte permanente Trägermaterial übertragen und schließlich wird das Übertragungselement abgezogen.

Tintenstrahldruckmaterialien und Übertragungsverfahren sind aus US 5,023,129, US 5,141,797 und US 5,984,467 bekannt. Tintenempfangsmaterialien, die Tintenbilder mit verbesserter Haltbarkeit liefern, sind aus US 5,429,860 und US 5,537,137 bekannt. Diese Materialien enthalten spezielle Verbindungen in der Tintenempfangsschicht, die durch Hitze, Bestrahlung mit aktinischer Strahlung oder chemische Behandlung nach dem Tintenstrahldrucken vernetzt werden. Eine andere Methode zur Herstellung haltbarer Tintenstrahlbilder ist in US 5,766,398 und dem äquivalenten WO 9506564 beschrieben. Diese Methode liefert Bilder mit einer Schutzschicht auf dem Tintenbild mittels Verwendung eines Tintenempfangsmaterials umfassend einen temporären Schichtträger, einen Polymerfilm, z.B. einen Polyesterfilm, und einer Tintenempfangsschicht. Nach dem Aufbringen eines Bildes durch Tintenstrahldruck auf die Tintenempfangsschicht wird ein Trägermaterial, das eine Adhäsionsschicht umfasst, auf das bebilderte Tintenempfangsmaterial laminiert und der temporäre Schichtträger des Tintenempfangsmaterials wird entfernt, wobei der Polymerfilm als Schutzschicht des Tintenbildes freigelegt wird.

Die Tintenstrahldruckmaterialien und verfahren des Standes der Technik zeigen immer noch Probleme. Sie haben oft einen geringen Verarbeitungsspielraum während der erforderlichen Laminier- und Abziehschritte. Um die gewünschten Endresultate zu erzielen, sind entweder hohe Laminiertemperaturen und langsame Laminiergeschwindigkeiten erforderlich oder es ist schwierig die richtigen Schichten in den Abziehschritten zu trennen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, den Verarbeitungsspielraum während der erforderlichen Laminier- und Abziehschritte in Tintenstrahldruckverfahren zu erhöhen und/oder haltbare und strapazierfähigere Bilder mittels solcher Tintenstrahldruckverfahren herzustellen.

Diese Aufgabe wird erstens durch ein Tintenempfangsmaterial gelöst enthaltend einen ersten temporären Schichtträger und eine Tintenempfangsschicht, dadurch gekennzeichnet, dass es außerdem zwischen dem ersten temporären Schichtträger und der Tintenempfangsschicht eine photopolymerisierbare Schicht enthält, die mindestens ein polymeres Bindemittel, mindestens ein photopolymerisierbares, ethylenisch ungesättigtes Monomer und mindestens einen Photoinitiator oder ein Photoinitiatorsystem enthält.

Zweitens bezieht sich die Erfindung auf ein Tintenstrahldrucksystem enthaltend die Kombination eines Tintenempfangsmaterials und eines Übertragungselements umfassend einen zweiten temporären Schichtträger und eine Adhäsionsschicht.

Drittens bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung eines Bildes auf einem permanenten Trägermaterial umfassend die Schritte:

  • (a) bildmäßiges Aufbringen mindestens eines Tintenbildes auf ein Tintenempfangsmaterial, wobei das Tintenempfangsmaterial in dieser Reihenfolge umfasst:

    (1) einen ersten temporären Schichtträger,

    (2) eine photopolymerisierbare Schicht enthaltend mindestens ein polymeres Bindemittel, mindestens ein photopolymerisierbares, ethylenisch ungesättigtes Monomer und mindestens einen Photoinitiator oder ein Photoinitiatorsystem,

    (3) und eine Tintenempfangsschicht, wobei das Tintenbild an die Tintenempfangsschicht angrenzt,
  • (b) Inkontaktbringen, üblicherweise Laminieren, des bebilderten Tintenempfangsmaterials mit einem Übertragungselement umfassend:

    (I) einen zweiten temporären Schichtträger, und

    (II) eine Adhäsionschicht, wobei das Tintenbild an die Adhäsionsschicht angrenzt,
  • (c) Entfernen des zweiten temporären Schichtträger um die Adhäsionsschicht auf dem bebilderten Tintenempfangsmaterial freizulegen,
  • (d) Inkontaktbringen, üblicherweise Laminieren, des bebilderten Tintenempfangsmaterials mit einem permanenten Trägermaterial, wobei die Adhäsionsschicht an das permanente Trägermaterial angrenzt,
  • (e) vollflächiges Belichten der Kombination aus permanentem Trägermaterial und bebildertem Tintenempfangsmaterial mit aktinischer Strahlung durch den ersten temporären Schichtträger, und
  • (f) Entfernen des ersten temporären Schichtträgers um das endgültige Bild auf dem permanenten Trägermaterial freizulegen, wobei das Bild zwischen der Tintenempfangsschicht und der Adhäsionschicht eingeschlossen ist.

Üblicherweise wird ein Tintenstrahldrucker für die bildmäßige Aufbringung des Bildes verwendet.

Viertens bezieht sich die Erfindung auf einen bebilderter Artikel umfassend ein permanentes Trägermaterial, eine Adhäsionsschicht, ein Bild, üblicherweise ein Tintenstrahldruckbild, eine Tintenempfangsschicht und eine Schutzschicht hergestellt aus einer photopolymerisierbaren Schicht enthaltend mindestens ein polymeres Bindemittel, mindestens ein photopolymerisierbares, ethylenisch ungesättigtes Monomer und mindestens einen Photoinitiator oder ein Photoinitiatorsystem.

Ausführliche Beschreibung der Erfindung Die vorliegende Erfindung liefert ein Tintenempfangsmaterial , welches den Verarbeitungsspielraum während der erforderlichen Kontaktier-, üblicherweise Laminier- und Abziehschritte von Tintenstrahldruckübertragungsverfahren erhöht. Es ist nicht notwendig, speziell beschichtete oder behandelte synthetische Filme als temporäre Schichtträger für die Tintenempfangsmaterialien zu verwenden. Adhäsionsfehler treten während der Abziehverfahren der temporären Schichtträger nicht auf, selbst mit nicht vorbehandelten temporären Schichtträgern. Daher beschädigt kein Kantenabheben der Schichten oder teilweises Ablösen der Schichtoberflächen die endgültigen Bilder. Desweiteren liefert die vorliegende Erfindung haltbarere und strapazierfähigere Bilder, hergestellt mittels solcher Tintenstrahldruckverfahren, und gleichzeitig lieferte sie eine Schutzschicht für die endgültigen Bilder.

Tintenempfangsmaterial

Das Tintenempfangsmaterial umfasst einen temporären Schichtträger, eine photopolymerisierbare Schicht und eine Tintenempfangsschicht.

Temporärer Schichtträger

Geeignete Schichtträger sind z.B. synthetische Film aus Polyethylen, Polypropylen, Polyamiden oder Polyestern. Polyethylenterephthalatfilme sind besonders bevorzugt. Schichtträger mit glatten oder rauhen Oberflächen können verwendet werden. Schichtträger mit Releaseschichten oder mittels elektrischer Entladungen behandelter Oberflächen sind auch geeignet. Die Dicke des Schichtträgers beträgt üblicherweise wenigstens ungefähr 12 &mgr;m, üblicherweise ungefähr 20 – 200 &mgr;m, noch eher ungefähr 75 – 150 &mgr;m.

Photopolymerisierbare Schicht

Bevorzugt zeigt die photopolymerisierbare Schicht im unpolymerisierten Zustand eine hohe Adhäsion zu der Tintenempfangsschicht und dem ersten temporären Schichtträger, wohingegen sie im photopolymerisierten Zustand hohe Adhäsion zu der Tintenempfangsschicht und geringe Adhäsion zu dem ersten temporären Schichtträger zeigt.

Die photopolymerisierbare Schicht enthält wenigstens ein polymeres Bindemittel, mindestens ein photopolymerisierbares, ethylenisch ungesättigtes Monomer und mindestens einen Photoinitiator oder ein Photoinitiatorsystem.

Insbesondere enthält die photopolymerisierbare Schicht mindestens ein Polymer aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylformal, Polyvinylbutyral, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyurethanester, Polyacrylate enthaltend Carboxylgruppen, Polymethacrylat, und Copolymere aus (Meth)acrylsäure acid mit (Meth)acrylsäureestern, (Meth)acrylamiden, Vinylverbindungen, Styrol und Butadien. Bevorzugt sind Polyvinylalkohole und Copolymere aus Alkylmethacrylaten, z.B. Methylmethacrylat, Ethylmethacrylat, Butylmethacrylat und Alkylacrylaten, z.B. Methylacrylat, Ethylacrylat, Butylacrylat. Insbesondere Mischungen solcher Polymere sind geeignet. Für wäßrige Gießlösungen werden Polymerlatices verwendet. Außerdem sind die in US 4,892,802 beschriebenen vernetzten Polymere geeignet.

Gängige photopolymerisierbare, ethylenisch ungesättigte Monomere können in den Tintenempfangsmaterialien der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Insbesondere die in US 4,892,802 beschriebenen sind typisch. Üblicherweise werden Acryl- und Methacrylsäureester von Polyolen verwendet, wie z.B. Diethylenglycoldiacrylat, 1,3-Propandioldimethacrylat, 1,5-Pentandioldimethacrylat, Trimethylolpropantrimethacrylat, Bisacrylate oder -methacrylate von Bisphenol A oder seiner alkoxylierten Derivate und Pentaerythritoltetraacrylat oder -methacrylate. Noch typischer enthält die photopolymerisierbare Schicht mindestens ein Monomer aus der Gruppe bestehend aus Trimethylolpropantrimethacrylat, Bisacrylat oder -methacrylat von Bisphenol A und Pentaerythritoltetraacrylat oder -methacrylat.

Als Photoinitiator oder Photoinitiatorsystem können praktisch alle für diesen Zweck bekannte Verbindungen verwendet werden. Gängige Verbindungen und Systeme sind in US 4,892,802 beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind Diacetyl, Benzil, Benzildimethylketal, Benzoin, Benzoinmethyl- oder -ethylether, eine Kombination aus Michlers Keton und Benzophenon und Systeme aus substituierten Thioxanthonen und tertiären Aminen.

Zusätzlich zu den im Vorhergehenden beschriebenen Hauptkomponenten kann die photopolymerisierbare Schicht der vorliegenden Erfindung übliche Additive enthalten wie z.B. UV-Absorber, thermische Stabilisatoren, Weichmacher und Füllstoffe.

Insbesondere die Zugabe von Füllstoffen ist vorteilhaft, wie z.B. Silicate, Aluminiumoxiden und Silicondioxiden. Pyrogene und gefällte Kieselsäuren werden bevorzugt. Der Füllstoffgehalt beträgt von ungefähr 0 bis ungefähr 15 Gewichtsprozent, üblicherweise 0 bis 10 % Gewichtsprozent bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht.

Die photopolymerisierbare Schicht der Erfindung enthält generell ungefähr 25 bis ungefähr 75 Gewichtsprozent, üblicherweise ungefähr 35 bis ungefähr 50 % Gewichtsprozent des polymeren Bindemittels; ungefähr 10 bis ungefähr 60 % Gewichtsprozent, üblicherweise ungefähr 15 bis ungefähr 50 % Gewichtsprozent des photopolymerisierbaren, ethylenisch ungesättigten Monomers; ungefähr 0.1 bis 10 % Gewichtsprozent, üblicherweise ungefähr 1 bis ungefähr 5 % Gewichtsprozent des Photoinitiators oder Photoinitiatorsystems und ungefähr 0 bis ungefähr 10 % Gewichtsprozent, üblicherweise ungefähr 1 bis about 10 % Gewichtsprozent an Zusätzen; bezogen auf das Gesamtgewicht der photopolymerisierbare Schicht.

Die photopolymerisierbare Schicht der Erfindung kann durch bekannte Beschichtungsverfahren hergestellt werden. Für diesen Zweck können sowohl wäßrige wie auch organische Beschichtungslösemittel verwendet werden, wie z.B. Methylenchlorid, Toluol/Methanol Mischungen oder andere Mischungen aromatischer Lösemittel und Alkohole, Ester oder Ketone. Bevorzugt wird die photopolymerisierbare Schicht mittels Emulsionsbeschichtung hergestellt. Anschließend wird die Schicht getrocknet. Das Auftragsgewicht der photopolymerisierbare Schicht beträgt ungefähr 25 bis ungefähr 80 mg/dm2, üblicherweise ungefähr 40 bis ungefähr 60 mg/dm2.

Tintenempfangsschicht

Generell können alle Tintenempfangszusammensetzungen des Standes der Technik, einschließlich solcher aus mindestens zwei Schichten, zur Herstellung der Tintenempfangsschicht der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Geeignete Tintenempfangszusammensetzungen sind in US 5,023,129, US 5,141,797, US 5,984,467, US 5,429,860 und US 5,537,137 beschrieben. Bevorzugt sind die Tintenempfangsschichten der vorliegenden Erfindung nicht klebrig. Die Tintenempfangsschicht der vorliegenden Erfindung enthält typischerweise mindestens ein hydrophiles Polymer. Noch typischer enthält die Tintenempfangsschicht mindestens ein Polymer aus der Gruppe bestehend aus Homo- und Copolymeren von Vinylalkohol und/oder Pyrrolidon; Homo- und Copolymeren von Acrylsäure, Methacrylsäure, und/oder Maleinsäure und/oder Maleinsäureanhydrid und/oder ihrer Metallsalze und/oder ihrer Aminsalze; Gelatine und Stärke. Insbesondere Mischungen von Polyvinylalkohol und/oder Copolymeren von Maleinsäure oder Maleinsäureanhydrid mit Comonomeren wie Methylvinylether werden verwendet. Das hydrophile Polymer ist generell wasserlöslich, damit es mittels konventioneller wäßriger Beschichtungstechniken angewandt werden kann.

Weitere Verbindungen der Tintenempfangsschicht können z.B. UV-Absorber, Beschichtungsadditive, Weichmacher und Füllstoffe sein. Wenn Polymere mit Salzgruppen verwendet werden, werden bevorzugt Verbindungen, die diese Salzgruppen neutralisieren, zugegeben, um den pH-Wert einzustellen. Üblicherweise werden Amine verwendet, insbesondere tertiäre Amine wie Triethanolamin. Insbesonders die Zugabe von Füllstoffen, wie z.B. Silikaten, Aluminiumoxiden und Siliciumdioxiden ist vorteilhaft. Pyrogene und gefällte Kieselsäure werden bevorzugt. Der Gehalt an Füllstoffen beträgt ungefähr 0 bis ungefähr 15 Gewichtsprozent, üblicherweise ungefähr 0 bis ungefähr 10 Gewichtsprozent, bezogen auf den Gesamtgewicht der Schicht.

Die Tintenempfangsschicht der vorliegenden Erfindung kann mittels üblicher Beschichtungsmethoden hergestellt werden. Anschließend wird die Schicht getrocknet. Das Auftragsgewicht der Tintenempfangsschicht beträgt ungefähr 50 bis ungefähr 150, üblicherweise ungefähr 60 bis ungefähr 100 mg/dm2.

Übertragungselement

Das Übertragungselement der vorliegenden Erfindung umfasst einen temporären Schichtträger und eine Adhäsionsschicht. Geeignete Schichtträger sind z.B. synthetische Filme von Polyethylen, Polypropylen, Polyamiden oder Polyestern. Polyethylenterephthalatfilme sind besonders bevorzugt. Schichtträger mit glatter oder rauher Oberfläche können verwendet werden. Trägerfilme mit Releaseschichten oder mittels elektrischer Entladung behandelter Oberflächen eignen sich auch. Die Dicke des Schichtträgers beträgt üblicherweise mindestens ungefähr 12 &mgr;m, typischerweise ungefähr 20 bis ungefähr 130 &mgr;m, noch typischer mindestens ungefähr 50 bis ungefähr 100 &mgr;m.

Die Adhäsionsschicht kann mindestens ein thermoplastisches Polymer enthalten, z.B. mindestens ein Polymer aus der Gruppe bestehend aus Acrylat- und Methacrylatcopolymeren, Vinylacetatcopolymeren und Polyamiden. Bevorzugt enthält die Adhäsionsschicht des Übertragungselements mindestens ein kristallines Polymer. Besonders bevorzugt sind Polycaprolactone. Die Adhäsionsschicht kann außerdem Additive enthalten wie z.B. Tenside und Füllstoffe. Insbesondere die Zugabe von Füllstoffe wie z.B. Silikaten, Aluminiumoxiden und Siliziumdioxiden ist vorteilhaft. Pyrogene und gefällte Kieselsäuren sind bevorzugt. Der Gehalt an Füllstoffen beträgt ungefähr 0 bis ungefähr 15 Gewichtsprozent, üblicherweise ungefähr 0 bis ungefähr Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht.

Das Übertragungselement der vorliegenden Erfindung kann durch bekannte Methoden hergestellt werden. Zu diesem Zweck werden Beschichtungslösungen zur Bildung der Adhäsionschicht aus gängigen Lösemitteln, bevorzugt organischen Lösemitteln, z.B. Methylenchlorid, Toluol/Methanol Mischungen oder anderen Mischungen aromatischer Lösemitteln und Alkoholen, Estern oder Ketonen auf Trägermaterialien aufgebracht und anschließend getrocknet. Das Auftragsgewicht der Adhäsionschicht beträgt ungefähr 30 bis ungefähr 100 mg/dm2, üblicherweise ungefähr 40 bis ungefähr 80 mg/dm2.

Tinten

Die im Tintenstrahldruckverfahren der vorliegenden Erfindung verwendeten Tinten sind Stand der Technik. Die Tintenzusammensetzungen enthalten üblicherweise ein Trägermedium, normalerweise Wasser, und ein Färbemittel, das ein Farbstoff oder eine Pigmentdispersion sein kann. Desweiteren können Additive wie Detergenzien, Verdickungsmittel, organische Lösemittel, etc. enthalten sein. Geeignete Tintenzusammensetzungen sind in US 5,984,467 und US 5,537,137 beschrieben.

Permanente Trägermaterialien

Das bebilderte Tintenempfangsmaterial der vorliegenden Erfindung kann durch die Verwendung der Adhäsionsschicht des Übertragungselements auf viele Arten von permanenten Trägermaterialien aufgebracht werden. Einige permanente Trägermaterialien umfassen Papier, Polymerfolien, Metall oder Pappe.

Anwendungen

Das Tintenempfangsmaterial der vorliegenden Erfindung kann Tinte aufnehmen, die mit konventionellen Tintenstrahldruckern gedruckt wird, wie z.B. thermische oder Bubble-jet Drucker, piezoelektrische Drucker, Continuous-flow Drucker, oder Valve-jet Drucker. Nachdem die Tinte auf die Tintenempfangsschicht des Tintenempfangsmaterial gedruckt ist, wird das bedruckte Material getrocknet.

Dann wird ein Übertragungselement mit dem bebilderten Tintenempfangsmaterial in Kontakt gebracht. Üblicherweise wird es mit einem konventionellen Laminator aufgebracht, wie z.B. einem EasySprint® Desktop Laminator (E.I du Pont de Nemours & Company, Wilmington, Del.). Die Temperatur der Laminatorwalzen beträgt üblicherweise mindestens ungefähr 80 °C, typisch sind ungefähr 90 bis ungefähr 130 °C.

Der temporäre Schichtträger des Übertragungselement wird manuell oder automatisch abgezogen, wobei die Adhäsionsschicht des Übertragungselement auf das bebilderte Tintenempfangsmaterial übertragen wird. Der temporäre Schichtträger wird bevorzugt nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur abgezogen. Noch typischer ist eine Haltezeit von 1 – 5 Minuten.

Das bebilderte Tintenempfangsmaterial plus die Adhäsionsschicht des Übertragungselements werden dann auf ein permanentes Trägermaterial aufgebracht, üblicherweise laminiert, wie in dem vorhergehenden Kontaktier-/Laminierschritt beschrieben. Nach diesem Inkontaktbringen, typischerweise Laminieren, wird der Sandwich aus photopolymerisierbare Schicht des Tintenempfangsmaterials und permanentem Trägermaterial durch den temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials vollflächig mit aktinischer Strahlung belichtet für ungefähr 10 bis ungefähr 30 sec. Einige geeignete Strahlungsquellen sind Xenonlampen, Quecksilberdampflampen und Kohlenstoffbogenlampen, Laserfluoreszenslampen mit fluoreszierendem Material, das UV-Strahlung aussendet und Elektronenblitzvorrichtungen.

Danach wird der temporäre Schichtträger des Tintenempfangsmaterials leicht abgezogen und das endgültige Tintenstrahlbild auf dem permanenten Trägermaterial freigelegt, eingeschlossen zwischen der Adhäsions- und der Tintenempfangsschicht, und geschützt durch die photopolymerisierbare Schicht. Der temporäre Schichtträger des Tintenempfangsmaterials wird manuell oder automatisch abgezogen, üblicherweise nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur. Noch typischer ist eine zusätzliche Haltezeit von ungefähr 1 bis ungefähr 5 min.

Die vollflächige Belichtung der photopolymerisierbaren Schicht des Tintenempfangsmaterials kann auch vor anstatt nach dem Inkontaktbringen, üblicherweise Laminieren, des bebilderten Tintenempfangsmaterials plus der Adhäsionsschicht von dem Übertragungselement auf das permanente Trägermaterial erfolgen.

Desweiteren ist es möglich eine photopolymerisierbare Schicht mit der bebilderten Tintenempfangsschicht des Tintenempfangsmaterials in Kontakt zu bringen, üblicherweise zu laminieren, bevor das Übertragungselement aufgebracht wird und unter den gleichen Prozessbedingungen wie im Vorhergehenden beschrieben wurde. Geeignete photoempfindliche Materialien sind positiv- und negativ-arbeitende Materialien, wie sie in US 3,649,268, US 4,174,216, US 4,892,802 und US 4,053,313 beschriebenen sind. Typische photoempfindliche Materialien sind die der US 4,892,802.

Die photoempfindliche Schicht wird bildmäßig mit aktinischer Strahlung bestrahlt, wobei Strahlungsquellen verwendet werden wie jene, die im vorhergehenden bei der Erzeugung klebriger und nicht klebriger Bereiche beschrieben wurden. Die photoempfindliche Schicht kann einen abziehbaren Schichtträger besitzten, der vor oder nach der bildmäßigen Belichtung abgezogen wird. Geeignete Materialien für solche Schichtträger sind synthetische Filme aus Polyethylen, Polypropylen, Polyamide, oder Polyester. Dann wird ein Toner auf die klebrigen Bereiche der bildmäßig belichteten photoempfindlichen Schicht aufgebracht. Tonerpulver und auch pigmentierte Folien können benutzt werden. Solche Tonermaterialien sind beschrieben in US 3,649,268; US 3,620,726; 3,909,282; und US 5,372,910 und US 5,427,894. Diese zusätzlichen Schritte zur Aufbringung einer photoempfindlichen Schicht, ihres bildmäßigen Belichtens, und Aufbringen eines Toners kann mindestens zweimal wiederholt werden. Dann werden die weiteren Schritte des Übertragungsverfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung durchgeführt wie oben beschrieben.

Es ist auch möglich ein bebildertes Tintenempfangsmaterial der vorliegenden Erfindung auf ein adhäsionsbeschichtetes permanentes Trägermaterial zu übertragen, ohne dass das bebilderte Tintenempfangsmaterial auf ein Übertragungsmaterial übertragen wurde. Alle weiteren Verfahrensschritte werden wir vorher beschrieben ausgeführt. Das adhäsionsbeschichtete permanente Trägermaterial umfasst bevorzugt eine Adhäsionschicht wie die des Übertragungselements. Ein Übertragungselement gemäß dieser Erfindung kann auf jedes Trägermaterial laminiert werden, um diese Adhäsionschicht zu bilden.

Industrielle Anwendung

Das Tintenempfangsmaterial, das Tintenstrahldrucksystem, umfassend das Tintenempfangsmaterial und ein Übertragungselement wie auch das Verfahren der vorliegenden Erfindung sind kommerziell anwendbar für Tintenstrahldrucktechnologien, insbesondere mit wäßrigen Tintendispersionen. Bild- genauso wie Textinformationen können gedruckt werden. Für Mehrfarbenbilder können gelbe, cyan, magenta und schwarze Tinten vorteilhaft genutzt werden. Anwendungen umfassen Desktop-Publishing, genauso wie großformatige Anwendungen wie z.B. das Drucken von Schildern, usw. Bilder mit hoher Qualität können auf viele verschiedene Trägermaterial gedruckt werden.

Beispiele

Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Erfindung, aber beschränken sie nicht. Teile und Prozente beziehen sich, wenn nichts anders angegeben ist, auf das Gewicht. Die mittleren Molekulargewichte der Polymere sind als Gewichtsmittel (Mw) angegeben. Hydrolyse ist als Molprozent Hydrolyse bezogen auf die Trockensubstanz angegeben.

Beispiel 1 Tintenempfangsmaterial Photopolymerisierbare Schicht

7 g Elvanol® 52-22 (E.I du Pont de Nemours & Company, Wilmington, Del.; Polyvinylalkohol, 87 – 89 % Hydrolyse, Viskosität der wäßrigen Lösung (4 % Feststoffgehalt) bei 20 °C mittels Hoeppler Fallballmethode: 21 – 26 mPa s) wurden in 96.4 g Wasser gelöst. 3.5 g Irgacure 651 (Benzildimethylketal) wurden in 25.9 g TMPTMA (Trimethylolpropanetrimethacrylat) gelöst. Diese Monomer/Initiator Lösung wurde zur Elvanol® Lösung gegeben und mit einem Hochgeschwindigkeitsmixer für 5 min emulgiert. Die Emulsion wurde mit 150 g Wasser verdünnt und 67.2 g Plextol® D540 (Polymer Latex, Marl, Deutschland; wäßrige Dispersion eines Acrylpolymer basierend auf Methylmethacrylat und n-Butylacrylat, Brookfield Viskosität 3 – 10 Pa s, 50 % of Feststoff) wurden zugegeben und unter mäßigem Rühren vermischt. Die Emulsion/Dispersion wurde mit einem Rakel auf einen 125 um dicken, unbehandelten Polyesterträger aufgebracht, der den temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials bildete, und dann bei Raumtemperatur getrocknet. Das resultierende Auftragsgewicht betrug 60 mg/dm2.

Tintenempfangsschicht

3.6g Gantrez® S97 (ISPEurope, Guildford, GB; freie Säure eines Methylvinylether/Maleinsäureanhydrid-Copolymeren, Mw ungefähr 2 200 00) wurden in 182.5g Wasser aufgelöst. 2.13g Ludox® LS (E.I du Pont de Nemours & Company, Wilmington, Del.; kolloidales Silica in Wasser, 30 % Feststoffgehalt) wurden zugegeben und vermischt. 2.8 g Triethanolamin wurden zugegeben und vermischt. 8.96 g Elvanol® 52-22 wurden zugegeben und gerührt bis sie aufgelöst waren. Die endgültige Lösung hatte einen pH-Wert von 5.3 und eine Viskosität von 660 cP. Die Lösung wurde mit einem Meyer Rakel auf die oben beschriebene photopolymerisierbare Schicht aufgebracht und bei Raumtemperatur getrocknet. Das Auftragsgewicht der Tintenempfangsschicht betrug 80 mg/dm2.

Übertragungselement

10.56 g Capa® 650 (Solvay Interox, Warrington, GB; Polycaprolacton Mw 50 000, Schmelzbereich Tm 58 – 60 °C, Glassübergangstemperaturbereich Tg -60 bis -70 °C) wurden in 80.1 g Toluol und 8.9 g Methanol aufgelöst. 0.44g Acematt® OK607 (Degussa Hüls; Deutschland; gefälltes Silica, 2 &mgr;m Partikel Größe) wurden zugegeben und unter starkem Rühren dispergiert. Die Lösung wurde mit einem Rakel auf einen 50 &mgr;m dicken, release behandelten Polyesterträger aufgebracht, der den temporären Schichtträger des Übertragungselements bildete, und dann bei Raumtemperatur getrocknet um eine Adhäsionsschicht zu bilden. Das Auftragsgewicht betrug 60 mg/dm2.

Verarbeitungsverfahren Ein seitenverkehrtes 4-Farbenbild wurde mittels eines AX-4 Digital Cromalin® Tintenstrahldruckers (E.I du Pont de Nemours & Company, Wilmington, Del.) auf das Tintenempfangsmaterial gedruckt. Ein sehr gleichmäßiger Druck mit kompletter Tintenaufnahme und ohne Bildstörungen oder „Perlen" wurde erhalten. Nur in Bereichen, in denen alle 4 Farben 100%ig übereinander gedruckt worden waren, wurde eine leichte Oberflächenklebrigkeit direkt nach dem Druck beobachtet . Nach 10 Minuten Trocknung bei Raumtemperatur war die gesamte Oberfläche nicht mehr klebrig.

Das Übertragungselement wurde mit einem EasySprint® Desktop Laminator (E.I du Pont de Nemours & Company, Wilmington, Del.) bei 115 °C Walzentemperatur auf das bebilderte Tintenempfangsmaterial laminiert, wobei die Adhäsionschicht des Übertragungselements an der bebilderten Tintenempfangsschicht haftete. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur und einer 1 minütigen Haltezeit wurde der the temporäre Schichtträger des Übertragungselements ohne jegliche Rückstände abgezogen. Die Adhäsionschicht des Übertragungselements war komplett auf das gedruckte Tintenempfangsmaterial übertragen worden ohne jegliche Adhäsionsfehler oder Kantenablösung an der Grenzschicht zwischen photopolymerisierbarer Schicht und temporärem Schichtträger des Tintenempfangsmaterials.

Das Tintenempfangsmaterial plus die Adhäsionschicht des Übertragungselements wurden bei 115 °C Walzentemperatur mit einem EasySprint® Desktop Laminator auf ein 120 g/m2 Ikonorex® Papier (Ikono Zanders, Deutschland) laminiert. Nach der Laminierung wurde die photopolymerisierbare Schicht durch den temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials für 15 sec in einem kommerziellen 1000 W UV Belichtungsrahmen vollflächig belichtet, um die photopolymerisierbare Schicht nicht klebrig zu machen. Nach der Belichtung konnte der temporäre Schichtträger des Tintenempfangsmaterials einfach abgezogen werden ohne jegliche Beschädigung der Oberfläche oder Adhäsionsfehler zwischen den Schichten oder zum Papiersubstrat.

Beispiel 2 Tintenempfangsmaterial Photopolymerisierbare Schicht

3.5 g Elvanol® 52-22 wurden in 46.8 g Wasser gelöst. 1.75 g Irgacure 651 wurden in 12.95 g TMPTMA gelöst. Die Monomer/Initiator Lösung wurde in der Elvanol® Lösung wie in Beispiel 1 beschrieben emulgiert. Die Emulsion wurde mit 40 g Wasser verdünnt und 35 g Primal® CS-4000 (Röhm & Haas, Deutschland; wäßrige Dispersion eines Acrylpolymeren, 48% Feststoffgehalt) wurden eingerührt. Die Emulsion/Dispersion wurde mit einem Rakel auf einen 125 &mgr;m dicken, unbehandelten Polyesterträger aufgebracht, der den temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials bildete, und dann bei Raumtemperatur getrocknet. Das Auftragsgewicht betrug 60 mg/dm2.

Tintenempfangsschicht

3.19 g Gantrez® AN119 (ISPEurope, Guildford, GB; Methylvinylether/Maleinsäureanhydride Copolymer, Mw ungefähr 216 000) wurden bei 80 °C in 133.5g Wasser gelöst. 9.9g Elvanol® 52-22 wurden zugegeben und bei 80 °C gelöst. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurden 3.05 g Triethanolamin zugegeben und vermischt. Die endgültige Lösung hatte einen pH-Wert von 5.8 und eine Viskosität von 380 cP. Die Lösung wurde auf die photopolymerisierbare Schicht aufgebracht und getrocknet wie in Beispiel 1 beschrieben. Das Auftragsgewicht betrug 60 mg/dm2.

Verarbeitungsprozess wie in Beispiel 1 beschrieben

Nach dem Drucken auf das Tintenempfangsmaterial war die Oberfläche nur leicht klebrig in Bereichen, in denen alle 4 Farben 100 %ig übereinander gedruckt worden waren. Nach dem Laminieren des Übertragungselements auf das bebilderte Tintenempfangsmaterial und Abziehen des temporären Schichtträgers des Übertragungselements wurde die photopolymerisierbare Schicht vollflächig belichtet. Das bebilderte und belichtete Tintenempfangsmaterial mit der Adhäsionsschicht oben auf wurde dann auf eine 100 &mgr;m dicke, Korona behandelte Polyethylenfolie laminiert. Der temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterial wurde leicht ohne jegliche Beschädigung der Oberfläche oder Adhäsionsfehler zwischen den Schichten oder zu der Polyethylenfolie abgezogen.

Beispiel 3 Tintenempfangsblatt Photopolymerisierbare Schicht

12 g Elvacite® 2044 (E.I du Pont de Nemours & Company, Wilmington, Del.; Butylmethacrylatecopolymer), 7 g TMPTA und 1 g Irgacure® 651 wurden in 80 g Toluol gelöst. Die Lösung wurde mit einem Rakel auf einen 125 &mgr;m dicken, unbehandelten Polyesterträger aufgebracht, der den temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials bildet, und bei Raumtemperatur getrocknet. Das Auftragsgewicht betrug 40 mg/dm2.

Tintenempfangsschicht

3.19 g Gantrez® AN119 wurden bei 80 °C in 133.5 g Wasser gelöst. 9.9 g Moviol® 4-88 (Clariant GmbH, Deutschland; Polyvinylalkohol, 88 % Hydrolyse, Viskosität 4 mPa s) wurden zugegeben und bei 80 °C gelöst. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurden 3.05 g Triethanolamin zugegeben und vermischt. Die endgültige Lösung hatte einen pH-Wert von 5.4 und eine Viskosität von 140 cP. Die Lösung wurde auf die photopolymerisierbare Schicht aufgebracht und getrocknet wie in Beispiel 1 beschrieben. Das Auftragsgewicht betrug 80 mg/dm2.

Verarbeitungsprozess wie in Beispiel 1 beschrieben

Nach dem Drucken auf das Tintenempfangsmaterial war die Oberfläche nur leicht klebrig in Bereichen, in denen alle 4 Farben 100 %ig übereinander gedruckt worden waren. Nach dem Laminieren des Übertragungselements auf das bedruckte Tintenempfangsmaterial und Abziehen des temporären Schichtträgers des Übertragungselements wurde das bebilderte Tintenempfangsmaterial mit der Adhäsionsschicht auf eine 200 &mgr; dicke Aluminiumfolie laminiert. Nach der vollfächigen Belichtung der photopolymerisierbaren Schicht wurde der temporäre Schichtträger des Tintenempfangsmaterial leicht abgezogen ohne jegliche Beschädigungen der Oberfläche oder Adhäsionsfehler zwischen den Schichten oder zu der Aluminiumfolie.

Beispiel 4

Ein seitenverkehrtes 4-Farbenbild wurde wie in Beispiel 1 beschrieben auf ein Tintenempfangsmaterial gemäß Beispiel 1 gedruckt. Dann wurde ein positives Cromalin® Material (E.I du Pont de Nemours & Company, Wilmington, Del.), nach dem Abziehen seiner Schutzschicht, mit einem EasySprint® Desktop laminator (E.I du Pont de Nemours & Company, Wilmington, Del.) bei 115 °C Walzentemperatur auf eine bebilderte Tintenempfangsschicht laminiert. Diese Schicht wurde durch ihren Schichtträger bildmäßig belichtet um klebrige und nicht klebrige Bereiche herzustellen. Der Schichtträger wurde abgezogen und ein weißes Tonerpulver wurde auf die klebrigen Bereiche aufgebracht, um ein Hintergrundbild für ein Tintenstrahldruckbild herzustellen. Das Übertragungselement wurde dann auf das bebilderte Tintenempfangsmaterial laminiert wie in Beispiel 1 beschrieben und der temporäre Schichtträger des Übertragungselements wurde ohne jegliche Rückstände abgezogen. Die Adhäsionsschicht des Übertragungselements wurde vollständig auf das bedruckte Tintenempfangsmaterial übertragen ohne jegliche Adhäsionsfehler oder Kantenablösung an der Grenzschicht zwischen photopolymerisierbarer Schicht und temporärem Schichtträger des Tintenempfangsmaterials.

Das bebilderte Tintenempfangsmaterial plus die getonte Cromalin® Schicht plus die Adhäsionsschicht des Übertragungselements wurden bei 115 °C Walzentemperatur mit einem EasySprint® Desktop Laminator auf einen klaren Polyesterträger laminiert. Nach der Laminierung wurde die photopolymerisierbare Schicht durch den temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials für 15 sec vollflächig belichtet in einem kommerziellen 1000 W UV Belichtungsrahmen, um die photopolymerisierbare Schicht nicht klebrig zu machen. Nach der Belichtung wurde der temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials leicht abgezogen ohne jegliche Beschädigung der Oberfläche oder Adhäsionsfehler zwischen den Schichten oder zu dem Papier.

Vergleichsbeispiel 1

Die Lösung für die Tintenempfangsschicht des Beispiels 1 wurde direkt auf einen 125 &mgr;m dicken, unbehandelten Polyesterträger aufgebracht, der den temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials bildete wie in Beispiel 1 beschrieben. Das Auftragsgewicht betrug 80 mg/dm2.

Ein seitenverkehrtes 4-Farbenbild wurde auf dieses Tintenempfangsmaterial gedruckt wie in Beispiel 1 beschrieben und im Wesentlichen wurden die gleichen Ergebnisse wie in Beispiel 1 beschrieben erhalten.

Das gleiche Übertragungselement wie in Example 1 wurde auf das bebilderte Tintenempfangsmaterial laminiert mit einem EasySprint® Desktop Laminator bei 115 °C Walzentemperatur. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur und einer 1 minütigen Haltezeit, wurde ein Versuch unternommen, den temporären Schichtträger des Übertragungselements abzuziehen. Aber wegen der ungenügenden Adhäsion der bebilderten Tintenempfangsschicht zu dem temporären Schichtträger wurde die Tintenempfangsschicht auf das Übertragungselement übertragen. Aufgrund dieses Adhäsionsfehlers konnte das gedruckte Bild nicht auf das permanente Trägermaterial übertragen werden.

Vergleichsbeispiel 2

Die Lösung für die Tintenempfangsschicht des Beispiels 1 wurde direkt auf einen 100 &mgr;m dicken, Korona behandelten Polyesterträger aufgebracht, der den temporären Schichtträger des Tintenempfangsmaterials bildete wie in Beispiel 1 beschrieben. Das Auftragsgewicht betrug 80 mg/dm2.

Ein seitenverkehrtes 4-Farbenbild wurde auf dieses Tintenempfangsmaterial gedruckt wie in Beispiel 1 beschrieben und grundsätzlich wurden die gleichen Ergebnisse wie in Beispiel 1 erhalten.

Das Übertragungselement wurde mit einem EasySprint® Desktop Laminator bei 115 °C Walzentemperatur auf das bebilderte Tintenempfangsmaterial laminiert. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur und einer 1 minütigen Haltezeit wurde der temporäre Schichtträger des Übertragungselements ohne jegliche Rückstände abgezogen. Die Adhäsionsschicht des Übertragungselements wurde vollständig auf das Tintenempfangsmaterial übertragen ohne jegliche Adhäsionsfehler oder Kantenablösung an der Grenzschicht zwischen photopolymerisierbarer Schicht und temporärem Schichtträger.

Das Tintenempfangsmaterial plus die Adhäsionsschicht des Übertragungselements wurden mit einem EasySprint® Desktop Laminator bei 115 °C Walzentemperatur auf ein 120g/m2 Ikonorex® Papier laminiert. Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur und einer 1 minütigen Haltezeit konnte der temporäre Schichtträger des Tintenempfangsmaterial kaum abgezogen werden. Die Oberfläche der Tintenempfangsschicht wurde beschädigt und einige Bereiche des gedruckten Bildes wurden mit dem temporäre Schichtträger abgezogen. Der endgültige Farbprüfdruck war unbrauchbar.

Zusammenfassung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Tintenempfangsmaterial für den Tintenstrahldruck, ein Tintenstrahldrucksystem umfassend solch ein Tintenempfangsmaterial und ein Übertragungselement, ein Verfahren zur Herstellung eines Bildes auf einem permanenten Trägermaterial durch Tintenstrahldruck und einen bebilderten Artikel hergestellt durch solch ein Verfahren. Der Verarbeitungsspielraum während der Laminier- und Abziehschritte des Tintenstrahldruckverfahrens wurde durch die Einarbeitung einer photopolymerisierbaren Schicht in ein Tintenempfangsmaterial erhöht, und/oder haltbarere und strapazierfähigere Bilder wurden durch solch ein Tintenstrahldruckverfahren hergestellt.


Anspruch[de]
  1. Tintenempfangsmaterial enthaltend in dieser Reihenfolge:

    (1) einen ersten temporären Schichtträger und

    (2) eine Tintenempfangsschicht,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    es außerdem zwischen dem ersten temporären Schichtträger und der Tintenempfangsschicht eine photopolymerisierbare Schicht enthält, die mindestens ein polymeres Bindemittel, mindestens ein photopolymerisierbares, ethylenisch ungesättigtes Monomer und mindestens einen Photoinitiator oder ein Photoinitiatorsystem enthält.
  2. Tintenempfangsmaterial gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die photopolymerisierbare Schicht mindestens ein polymeres Bindemittel enthält ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Polyvinylformal, Polyvinylbutyral, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyurethanestern, Carboxylgruppen enthaltenden Polyacrylaten, Polymethacrylaten und Copolymeren von (Meth)acrylsäure mit (Meth)acrylsäureestern, (Meth)acrylsäureamiden, Vinyl-Verbindungen, Styrol und Butadien.
  3. Tintenempfangsmaterial gemäß einem der Ansprüche 1–2, dadurch gekennzeichnet, dass die photopolymerisierbare Schicht mindestens ein Monomer enthält ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Trimethylolpropantrimethacrylat, Bisacrylaten oder -methacrylaten von Bisphenol A oder seinen alkoxylierten Derivaten und Pentaerythritoltetraacrylat oder -methacrylat.
  4. Tintenempfangsmaterial gemäß einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die Tintenempfangsschicht mindestens ein hydrophiles Polymer enthält.
  5. Tintenempfangsmaterial gemäß einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tintenempfangsschicht mindestens ein Polymer enthält ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Homo- und Copolymeren von Vinylalkohol und/oder Pyrrolidon, Homo- und Copolymeren von Acrylsäure, Methacrylsäure, und/oder Maleinsäure und/oder Maleinsäureanhydride, und/oder ihrer Metallsalze und/oder ihrer Aminosalze; Gelatine und Stärke.
  6. Tintenstrahldrucksystem umfassend die Kombination:

    (I) ein Tintenempfangsmaterial gemäß einem der Ansprüche 1–5 und

    (II) ein Übertragungselement umfassend:

    (1) einen zweiten temporären Schichtträger, und

    (2) eine Adhäsionschicht.
  7. Tintenstrahldrucksystem gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Adhäsionschicht des Übertragungselement mindestens ein thermoplastisches Polymer enthält.
  8. Tintenstrahldrucksystem gemäß einem der Ansprüche 6–7, dadurch gekennzeichnet, dass die Adhäsionschicht des Übertragungselement mindestens ein Polymer enthält ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Acrylat- und Methacrylatcopolymeren, Vinylacetatcopolymeren und Polyamiden.
  9. Tintenstrahldrucksystem gemäß einem der Ansprüche 6–8, dadurch gekennzeichnet, dass die Adhäsionschicht des Übertragungselements mindestens ein kristallines Polymer enthält.
  10. Tintenstrahldrucksystem gemäß einem der Ansprüche 6–9, dadurch gekennzeichnet, dass die Adhäsionschicht des Übertragungselements mindestens ein Polycaprolacton enthält.
  11. Verfahren zur Herstellung eines Bildes auf einem permanenten Trägermaterial umfassend die Schritte:

    (a) bildmäßiges Aufbringen mindestens eines Tintenbildes auf ein Tintenempfangsmaterial gemäß einem der Ansprüche 1–5, wobei das Tintenbild an die Tintenempfangsschicht angrenzt,

    (b) Inkontaktbringen des bebilderten Tintenempfangsmaterials mit einem Übertragungselement umfassend:

    (I) einen zweiten temporären Schichtträger, und

    (III) eine Adhäsionschicht, wobei das Tintenbild an die Adhäsionsschicht angrenzt,

    (d) Entfernen des zweiten temporären Schichtträger um die Adhäsionsschicht auf dem bebilderten Tintenempfangsmaterial freizulegen,

    (d) Inkontaktbringen des bebilderten Tintenempfangsmaterials mit einem permanenten Trägermaterial, wobei die Adhäsionsschicht an das permanente Trägermaterial angrenzt,

    (g) vollflächiges Belichten der Kombination aus permanentem Trägermaterial und bebildertem Tintenempfangsmaterial mit aktinischer Strahlung durch den ersten temporären Schichtträger, und

    (h) Entfernen des ersten temporären Schichtträgers um das endgültige Bild auf dem permanenten Trägermaterial freizulegen, wobei das Bild zwischen der Tintenempfangsschicht und der Adhäsionschicht eingeschlossen ist.
  12. Verfahren gemäß Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass Inkontaktbringen Laminieren umfasst.
  13. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 11–12, dadurch gekennzeichnet, dass die vollflächige Belichtung gemäß Schritt (e) vor anstatt nach Schritt (d) ausgeführt wird.
  14. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 11–13, dadurch gekennzeichnet, dass es außerdem zwischen den Schritten (a) und (b) die folgenden zusätzlichen Verfahrensschritte in dieser Reihenfolge umfasst:

    (g) Laminieren einer photoempfindlichen Schicht auf die bebilderte Tintenempfangsschicht des Tintenempfangsmaterials,

    (h) bildmäßiges Belichten der photoempfindlichen Schicht mit aktinischer Strahlung um klebrige und nicht klebrige Bereiche zu erzeugen und

    (i) Aufbringen eines Toners auf die klebrigen Bereiche.
  15. Verfahren gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihenfolge der Schritte (g) to (i) mindestens einmal zwischen den Schritten (a) und (b) wiederholt wird.
  16. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 14–15, dadurch gekennzeichnet, dass die photoempfindliche Schicht einen abziehbaren Träger hat.
  17. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 14–16, dadurch gekennzeichnet, dass der abziehbaren Träger vor oder nach Schritt (h) abgezogen wird.
  18. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 14–17, dadurch gekennzeichnet, dass die photoempfindliche Schicht eine photopolymerisierbare Schicht ist.
  19. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 14–18, dadurch gekennzeichnet, dass der Toner in Schritt (i) aus der Gruppe bestehend aus einem pigmentierten Tonerpulver und einer pigmentierten Folie ausgewählt wird.
  20. Verfahren zur Herstellung eines Bildes auf einem permanenten Trägermaterial umfassend die Schritte:

    (a') bildmäßiges Aufbringen mindestens eines Tintenbildes auf ein Tintenempfangsmaterial gemäß einem der Ansprüche 1–5,

    (b') Inkontaktbringen des bebilderten Tintenempfangsmaterials mit einem Element umfassend:

    (I) einen permanenten Schichtträger, und

    (II) eine Adhäsionschicht, wobei das Tintenbild an die Adhäsionsschicht angrenzt,

    (c') vollflächiges Belichten des bebilderten Tintenempfangsmaterials mit aktinischer Strahlung durch den ersten temporären Schichtträger und

    (d') Entfernen des ersten temporären Schichtträgers um das endgültige Bild auf dem permanenten Trägermaterial.
  21. Verfahren gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass es außerdem zwischen den Schritten (a') und (b') den folgenden Prozess in dieser Reihenfolge umfasst:

    (g') Laminieren einer photoempfindlichen Schicht auf die bebilderte Tintenempfangsschicht des Tintenempfangsmaterials,

    (h') bildmäßiges Belichten der photoempfindlichen Schicht mit aktinischer Strahlung um klebrige und nicht klebrige Bereiche zu erzeugen und

    (i') Aufbringen eines Toners auf die klebrigen Bereiche.
  22. Verfahren gemäß Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Reihenfolge der Schritte (g') nach (i') mindestens einmal zwischen den Schritten (a') und (b') wiederholt wird.
  23. Bebilderter Artikel umfassend in dieser Reihenfolge:

    (1) ein permanentes Trägermaterial,

    (2) eine Adhäsionsschicht,

    (3) ein Tintenbild,

    (4) eine Tintenempfangsschicht, und

    (5) eine Schutzschicht hergestellt aus einer photopolymerisierbaren Schicht enthaltend mindestens ein polymeres Bindemittel, mindestens ein photopolymerisierbares, ethylenisch ungesättigtes Monomer und mindestens einen Photoinitiator oder ein Photoinitiatorsystem.
  24. Bebilderter Artikel gemäß Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Tintenbild ein Tintenstrahlbild ist.
  25. Bebilderter Artikel gemäß einem der Ansprüche 23–24, dadurch gekennzeichnet, dass er mindestens eine getonte Schicht hergestellt gemäß einem der Ansprüche 14–19 enthält.
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