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Dokumentenidentifikation DE69632600T2 21.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001167255
Titel Selbsteinstellender Sensor
Anmelder DIEBOLD SELF-SERVICE SYSTEMS, North Canton, Ohio, US
Erfinder Laskowski, Edward L., Seven Hills, US
Vertreter Flaccus, R., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 50389 Wesseling
DE-Aktenzeichen 69632600
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 02.04.1996
EP-Aktenzeichen 012030490
EP-Offenlegungsdatum 02.01.2002
EP date of grant 26.05.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.04.2005
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse G01B 5/06   G01B 7/06   G01D 3/02   

Beschreibung[de]
Erfindungsgebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen Erfassungsvorrichtungen bzw. Messwertgeber und im Besonderen einen selbsteinstellenden Sensor für die Ermittlung der Dicke von Blatt- bzw. Folienmedien. Die vorliegende Erfindung ist insbesondere auf Sensoren anwendbar, die zur Ermittlung der Dicke von Geldscheinen in einer Geldausgabevorrichtung eingesetzt werden, und wird im Folgenden insbesondere mit Bezug hierauf beschrieben. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung auch in anderen Anwendungen der Dickenerfassung vorteilhaft zum Einsatz kommen kann, ebenso wie in Anwendungen, die eine Kompensierung der Abstandsmessung erfordern, um Variierungen aufgrund des Verschleißes mechanischer Bauteile auszugleichen.

Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sensorgerät des in der US-Patentschrift Nr. 4,664,369, an Graef et al., offenbarten Typs zur Ermittlung der Dicke von Papiergeld, das sich in einer Geldausgabevorrichtung entlang einer Bahn bewegt. Grob gesagt, umfasst ein solches Gerät ein Y-förmiges bzw. Gabelbein-förmiges Element, dass schwenkbar auf einem Stift oder einem Pfosten montiert ist. Das Y-förmige Element weist an einem Ende Finger auf und an dem anderen Ende einen Streifen und ist derart auf dem Stift installiert, dass die Finger gegen eine Platte drücken, über welche sich das Geld bewegen muss. Das Streifen-Ende des Y-förmigen Elementes enthält ein Metallziel oder -Target, das einem Annäherungssensor benachbart angeordnet ist. Eine Stellschraube wird verwendet, um die Position des Y-förmigen Elementes auf dem Stift einzustellen, um so einen vorbestimmten Abstand zwischen dem Target und dem Annäherungssensor zu erzielen. Der Annäherungssensor fungiert als signalerzeugende Vorrichtung und ist vorzugsweise von der Art, die ein Spannungssignal erzeugt, dass zu dem Abstand zwischen dem Metall-Target und dem Sensor proportional ist.

Wenn das Papiergeld zwischen den Fingern des Y-förmigen Elementes und der Platte hindurch verläuft, schwingt das Y-förmige Element geringfügig um den Stift, wodurch es das Metall-Target relativ zum Annäherungssensor verlagert. Die Bewegung des Targets relativ zum Annäherungssensor erzeugt ein Signal, dass den Abstand des Sensors zu dem Target anzeigt. Das von dem Annäherungssensor erzeugte Signal ist kennzeichnend für die Dicke der Banknote, die zwischen der Platte und den Fingern hindurch verläuft.

Die in der erwähnten US-Patentschrift Nr. 4,664,369 gezeigte Anordnung hat sich als eine extrem erfolgreiche Vorrichtung für die Ermittlung der Dicke von Papiergeld erwiesen. Ein mit einer solchen Vorrichtung verbundenes Problem besteht jedoch darin, dass eine periodische manuelle Neueinstellung des Y-förmigen Elementes erforderlich ist, um das Target relativ zum Annäherungssensor neu zu positionieren, d.h. das Target innerhalb des Betriebsbereichs des Sensors zu zentrieren. Diese Einstellung ist erforderlich, da mechanische Teile, insbesondere die Finger des Y-förmigen Elementes, das vorzugsweise aus Kunststoff besteht, durch die vorbeilaufenden Blätter verschlissen werden, wodurch sich der Spalt zwischen dem Annäherungssensor und dem Target mit der Zeit langsam verändert. In dieser Hinsicht sind die Annäherungssensoren sehr empfindlich, da hier eine Änderung der Ausgangsspannung um 0,4 Volt pro 0,001 Zoll der Änderung des Spaltes erfolgt. Folglich wird auch durch den geringfügigsten Verschleiß mechanischer Teile eine merkliche Veränderung der Ausgangsspannung hervorgerufen. Aufgrund dieses Verschleißes ist während der Lebensdauer der Teile eine zweimalige oder dreimalige Einstellung erforderlich. Zusätzlich zu den Kosten, die für den Servicetechniker, der die Einstellungen am System vor Ort vornimmt, aufgebracht werden müssen, ist zu berücksichtigen, dass die Geldausgabevorrichtung – welche typischerweise in Bankautomaten (ATM-Maschinen) vorkommt – solange außer Betrieb ist, bis die Neueinstellung durchgeführt ist. Mit anderen Worten, der Bankautomat oder dergleichen Vorrichtung ist betriebsunfähig bis zur Durchführung der Neueinstellung.

Des Weiteren ist in dem Dokument US-A-5,293,118 eine Erfassungsvorrichtung bzw. ein Messwertgeber gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 offenbart.

Mit der vorliegenden Erfindung werden diese und andere Probleme überwunden und ein selbsteinstellender Feedback-Steuerkreis für die automatische Korrektur der durch mechanischen Verschleiß verursachten Sensor-Drift bereitgestellt.

Zusammenfassung der Erfindung

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Erfassungsvorrichtung bzw. ein Messwertgeber, wie oben beschrieben, bereitgestellt, die bzw. der Spannungsveränderungen in einer spezifischen Richtung (d.h. positiv oder negativ) erfasst und kompensiert, jedoch Spannungsveränderungen in der entgegen gesetzten Richtung ignoriert.

Diese und andere Ziele und Vorteile sind aus der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in Kombination mit den beigefügten Zeichnungen ersichtlich.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung kann in bestimmten Bauteilen und der Anordnung von Bauteilen Gestalt annehmen; eine bevorzugte Ausführungsform dieser Teile bzw. Anordnung wird in der Beschreibung im Einzelnen beschrieben und in den beigefügten Zeichnungen dargestellt. Die Zeichnungen zeigen:

1 einen seitlichen Schnitt durch einen Papiergeld-Ausgabemechanismus, in dem eine einen Aspekt der vorliegenden Erfindung darstellende Gelddickenindikator-Anordnung gezeigt wird; und

2 eine schematische Darstellung des Steuerkreises für das in 1 dargestellte Gelddickengerät.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

Im Folgenden wird auf die Zeichnungen Bezug genommen; die Darstellungen in den Zeichnungen dienen dem Zweck der Erläuterung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung und nicht dem Zweck der Beschränkung derselben. 1 zeigt ein Geldausgabesystem 10 zur Ausgabe einzelner Medien-Blätter. Das Geldausgabesystem 10 umfasst einen Reibungsaufnehmer-Mechanismus 12 für die Entnahme einzelner Blätter eines Blatt- oder Folienmediums, insbesondere von Papiergeld, in der Zeichnung mit "C" gekennzeichnet, aus einem Stapel, welcher mit "S" bezeichnet ist. Der Stapel S ist in einem Kanister 14 enthalten, der in 1 teilweise dargestellt ist. Der Kanister 14 weist an einem Ende eine Öffnung 16 auf, durch welche der Stapel S für eine Aufnahmewalze 22 zugänglich wird, welche rotationsfähig auf einer welle 24 installiert ist. Die Aufnahmewalze 22 umfasst einen Umfangsteilbereich 26 mit hoher Reibung und einen Umfangsteilbereich 28 mit niedriger Reibung. Die Aufnahmewalze 22 ist so positioniert, dass sich der Umfang der Walze 22 geringfügig in die Öffnung 16 des Kanisters 14 erstreckt. Die Welle 24 ist in einem Rahmen oder Gehäuse 30 montiert, der/das den Geldkanister 14 und den Aufnahmemechanismus 12 enthält. Schaft 24 wird von einem Schrittmotor (nicht dargestellt) angetrieben und durch einen Computer gesteuert, welcher das Geldausgabesystem 10 und den Aufnahmemechanismus betreibt.

Gegenläufige Walzen 34 sind auf einer Welle 36 installiert und der Aufnahmewalze 22 benachbart angeordnet. Die Außenflächen der Gegenwalzen 34 befinden sich in enger Nachbarschaft zu, jedoch nicht in Kontakt mit der Aufnahmewalze 22. Die Gegenwalzen 34 werden durch Antriebsmittel (nicht dargestellt) angetrieben. Während des normalen Betriebes rotiert die Aufnahmewalze 22 in Richtung von Pfeil A und die Gegenwalze 34 rotiert in Richtung des Pfeils B. Eine Platte 42 ist nahe der Aufnahmewalze 22 und der Gegenwalze 34 angebracht. Öffnungen in der Platte 42 erlauben es, dass die Gegenwalze 34 durch die Platte verläuft und dass ein Teil der Aufnahmewalze 22 die Platte 42 schneidet. Die Platte 42 definiert eine Bahn, in den Zeichnungen mit 44 gekennzeichnet, entlang der sich die Blätter C bewegen. Ein Ausgabekanal 46 ist in dem Gehäuse 30 für den Auswurf der Blätter S aus dem Gehäuse ausgebildet.

Der Aufnahmemechanismus 12 umfasst ein im Allgemeinen Y-förmiges bzw. Gabelbein-förmiges Element 50. Das Y-förmige Element 50 umfasst einen Bereich aus einem oberen Schenkel 52 und zwei Bereiche aus voneinander beabstandeten, unteren Schenkeln 54. Die unteren Schenkelbereiche 54 sind im Allgemeinen, wie in 1 gezeigt, hakenförmig und voneinander beabstandet, um an den gegenüberliegenden Seiten der Aufnahmewalze 22 angeordnet zu werden, wobei der hakenförmige Teil um die Welle 24 herum verläuft. Die freien Enden der unteren Schenkelbereiche 54 weisen eine konturierte Oberfläche 56 auf, die so ausgelegt ist, dass sie an die Platte 42 sowie die Blätter S, die sich entlang der Platte bewegen, angreifen. Im mittleren Abschnitt des Y-förmigen Elementes 50, d.h. an dem Übergang, an dem die unteren Schenkel 54 auf den oberen Schenkel 52 treffen, ist in dem Element ein Hohlraum 66 ausgebildet. Der Hohlraum 66 weist eine im Allgemeinen zylinderförmige Form und einen kugelförmigen Boden 68 auf. Der Hohlraum 66 ist für die Aufnahme eines verstellbaren Montagestifts 72 vorgesehen, der einen halbkugelförmigen Endbereich 74 aufweist. Der halbkugelförmige Endbereich 74 ist so dimensioniert, dass er in den kugelförmigen Boden 68 des Hohlraumes 66 passt, so dass das Y-förmige Element 50 auf dem Montagestift 72 frei schwingen kann. Der Stift 72 ist an einer Gewindestange 76 angebracht, die sich in eine Gewindebohrung 78 in einem Pfosten 82 hinein erstreckt; letzterer ist im Gehäuse 30 ausgeformt oder an diesem befestigt. Die Position des Montagestifts 72 ist somit entlang der Achse der Gewindestange 76 verstellbar. Über dem Montagestift 72 ist an dem oberen Schenkelbereich 52 und dem Gehäuse 32 eine Drehfeder 84 befestigt. Die Drehfeder 84 und die Druckfeder 62 arbeiten so, dass sie die konturierte Fläche 56 der unteren Schenkelbereiche 54 in Kontakt mit der Platte 42 bringen.

Das Target 86, das in der bevorzugten Ausführungsform eine Scheibe aus metallischem Material ist, ist an dem oberen Schenkelbereich 52 fest montiert, so dass es in diesen integriert und mit diesem beweglich ist.

Eine Sensor-Anordnung 90 ist am Gehäuse 30 installiert, und zwar gegenüber dem Target 86. Die Sensor-Anordnung 90 fungiert als signalerzeugendes Mittel und gehört vorzugsweise zu der Art, die ein Spannungssignal erzeugt, dass proportional ist zu dem Abstand zwischen der Ebene der Seite des metallischen Targets 86 und der Sensoranordnung 90.

Das Folgende nimmt Bezug auf 2, in der ein schematisches Blockdiagramm der Sensor-Anordnung 90 dargestellt ist. Die Sensor-Anordnung 90 besteht im Allgemeinen aus einer magnetischen Annäherungssensor-Vorrichtung, in den Zeichnungen mit 92 gekennzeichnet, welche ihre Betriebsmerkmale verändert, wenn sich ihr ein Objekt, insbesondere ein metallisches Objekt, nähert; beispielsweise Modell Nr. 921H26Q, hergestellt von Micro Switch, einer Division der Honeywell Corporation, Illinois. Ein solcher Sensor erzeugt eine Ausgangsspannung, in der Zeichnung mit "Vo" gekennzeichnet, deren Veränderung proportional zu dem relativen Abstand zwischen dem Sensor und dem Target 86 ist. Ein Teil des Sensorschaltkreises 92 umfasst ein Potentiometer 94, das während der Kalibrierung des Sensors 92 verwendet wird, um den geeigneten Null-Wert oder Referenzwert einzustellen. In dieser Hinsicht ist die Steady-State-Ausgangsspannung Vo des Sensorkreises 92 mittels Potentiometer 94 einstellbar, d.h. variierbar; der Ausgang des Sensorschaltkreises 92 bleibt jedoch proportional zu dem relativen Abstand zwischen der Sensorschaltung 92 und dem Target 86 und wird dem Steady-State-Wert hinzugefügt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Feedback-Steuerkreis 96 dem vorhandenen Steuerkreis 92 hinzugefügt. Der Feedback-Steuerkreis 96 stellt den Steady-State-Spannungsausgang Vo des Sensorschaltkreises 92 automatisch neu ein, indem er einen Eingangs- oder Steuerwert, mit VI bezeichnet, erzeugt und zum Sensorschaltkreis 92 schickt. Im Einzelnen erzeugt der Steuerkreis 96 eine Eingangsspannung VI, welche die aus dem zentralen Abgriff des Spannungsteilerpotentiometers 94 stammende Spannung ersetzt. Die Eingangsspannung VI aus der Steuerschaltung 96 basiert auf dem Vergleich zwischen der tatsächlichen Steady-State-Ausgangs-Spannung Vo des Sensorschaltkreises 92 und der gewünschten Sollwert- oder Referenzspannung, bezeichnet mit VR. Der Steuerschaltkreis 96 vergleicht die tatsächliche Steady-State-Ausgangsspannung Vo mit der Referenzspannung VR und stellt die Eingangsspannung VI so ein, dass die Steady-State-Ausgangsspannung Vo mit der Referenzspannung VR übereinstimmt. Der Begriff Steady-State-Ausgangsspannung Vo bezieht sich in dieser Anmeldung auf die Ausgangsspannung, die vorliegt, wenn sich zwischen der konturierten Fläche 56 des Y-förmigen Elementes 50 und der Platte 42 kein Blattmedium oder Papiergeld C befindet. In dieser Hinsicht ist ersichtlich, dass sich der Spannungsausgang Vo, wenn sich das Geld C zwischen der Platte 42 und der konturierten Fläche 56 hindurch bewegt, erhöht, und so die Veränderung der Position des Targets 86 relativ zur Sensoranordnung 90 reflektiert. Der Steuerschaltkreis 96 ist somit so ausgelegt, dass er die Eingangsspannung VI, und damit die Steady-State-Ausgangsspannung Vo nur dann einstellt, wenn ein Absinken der Ausgangsspannung Vo unter die Steady-State-Ausgangsspannung festgestellt wird.

Der Steuerschaltkreis 96 weist Vergleichsmittel 102 für das Vergleichen von Ausgangsspannung Vo mit der Referenzspannung VR auf sowie weiterhin Einstellmittel 104 für die Einstellung der Eingangsspannung VI, bis die Ausgangsspannung Vo mit der Referenzspannung VR übereinstimmt. Es ist von Bedeutung, dass der Steuerschaltkreis 96 erfindungsgemäß die Eingangsspannung VI nur dann einstellt, wenn sich die Blind- oder Steady-State-Ausgangsspannung Vo mit der Zeit allmählich und dauerhaft in einer Richtung verändert. So kann der Steuerkreis 96 beispielsweise so programmiert oder konstruiert sein, dass er die Eingangsspannung VI dann einstellt, wenn die Steady-State-Ausgangsspannung Vo mit der Zeit allmählich und dauerhaft abnimmt. Zum Beispiel kann in der dargestellten Ausführungsform der Sensorschaltkreis 96 einen Betriebsbereich von 0 bis 10 Volt haben. Die Referenzspannung Vo kann auf 2 Volt gestellt werden, wodurch für die Ermittlung von dickeren Medien oder Vielfachen von Medien ein 8-Volt-Bereich zur Verfügung steht. Bei früheren Systemen musste die Steady-State-Ausgangsspannung Vo auf einen höheren Wert als 2 Volt, z.B. 5 Volt, eingestellt werden, um eine durch Verschleiß hervorgerufene Verschlechterung zu berücksichtigen. Hierdurch wird der dynamische Betriebsmessbereich auf eine Spanne von nur 5 bis 10 Volt reduziert, was eine Einschränkung der Messfähigkeit der maximalen Mediendicke bedeutet. Der Steuerkreis 96 kann so programmiert oder konstruiert werden, dass er die Eingangsspannung VI nur dann einstellt, wenn die Ausgangsspannung Vo unterhalb 1,95 Volt gefallen ist. Wenn die Ausgangsspannung unter 1,95 Volt fällt, stellt der Steuerschaltkreis 96 die Eingangsspannung VI so ein, dass die Steady-State-Ausgangsspannung Vo 2 Volt beträgt oder in einem Bereich nahe 2 Volt, z.B. 1,99 Volt bis 2,01 Volt, oder in einem anderen akzeptablen Fenster liegt.

Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Steuerkreis 76 so gestaltet, das er die Eingangsspannung VI dann einstellt, wenn die Ausgangsspannung Vo vom Sensorschaltkreis 92 allmählich abnimmt. Die Abnahme resultiert daraus, dass sich das Target 86 geringfügig näher zum Sensorschaltkreis 92 hin bewegt; diese Bewegung wird dadurch verursacht, dass die Fläche 56 des Y-förmigen Elementes 50 allmählich verschleißt, und zwar aufgrund der Tatsache, dass die Blätter S wiederholt auf dieser entlang gleiten. In dieser Hinsicht sind große Zunahmen der Ausgangsspannung Vo des Sensorschaltkreises 92 auf die Bewegung der Geldscheine zwischen der Platte 42 und der Fläche 56 des unteren Schenkelbereichs 54 zurückzuführen. Als Alternative hierzu kann der Steuerschaltkreis 96 so konstruiert oder programmiert sein, dass er die Eingangsspannung VI nur darin einstellt, wenn die Ausgangsspannung Vo mit der Zeit eine allmähliche, dauerhafte Spannungszunahme zeigt.

Steuereinheit 96 umfasst vorzugsweise Verarbeitungsmittel (nicht dargestellt) für die Ausführung der Vergleichsfunktion und der Spannungseinstellfunktion. Speichermittel 106 können ebenfalls vorgesehen sein, um die Einstellgeschwindigkeit zu überwachen und um festzustellen, wenn die Einstellung des Spannungseingangs VI einen vorbestimmten Maximalwert erreicht hat, wonach eine weitere Einstellung der Eingangsspannung VI verhindert wird und ein Signal bereitgestellt wird, das angibt, dass die maximale erlaubte Einstellung erreicht worden ist. In dieser Hinsicht gibt die Einstellgrenze an, wann eine exzessive Abnutzung der konturierten Fläche 56 des unteren Schenkelbereichs 54 aufgetreten ist, bei welcher die Verlagerung des Targets 86 relativ zum Sensorschaltkreis 92 außerhalb des Betriebsbereiches liegen kann.

Im Folgenden wird auf die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung Bezug genommen. Während die Blätter S vom Geldausgabesystem 10 durch die Wirkung der Aufnehmerwalze 22 ausgegeben werden, laufen die Blätter C zwischen der Platte 42 und der konturierten Oberfläche 56 des Y-förmigen Elementes 50 hindurch. Die Dicke des Blattes C bewirkt, dass das Y-förmige Element 50 auf dem Montagestift 72 schwingt, so dass sich das Target 86 relativ zur Sensorschaltung 92 bewegt. Die relative Bewegung erzeugt eine Spannungsveränderung in der Sensoranordnung 90, welche die Dicke des Blattes C anzeigt. Eine detaillierte Beschreibung der Funktionsweise einer solchen Anordnung findet sich in der US-Patentschrift Nr. 4,664,369 an Graef et al., deren Offenbarung hier in ihrer Gänze eingeschlossen ist. Häufige und wiederholte Ausgabe von Blättern C führt letztendlich zu Verschleiß oder Erosion der konturierten Fläche 56 des Y-förmigen Elementes 50, wodurch sich das Target 86 geringfügig näher zum Sensorschaltkreis 92 bewegt. Wie im Hintergrund-Teil der Beschreibung angegeben, bewirken sogar geringe Veränderungen der Position des Targets 86 merkliche Abweichungen im Spannungsausgang Vo des Sensorschaltkreises 92. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die allmähliche Verlagerung der neutralen Position des Targets 86 relativ zum Sensorkreis 92 durch den Steuerschaltkreis 96 ausgeglichen, welcher die Eingangsspannung VI zum Sensorschaltkreis 92 so einstellt, dass die Steady-State-Ausgangsspannung Vo des Sensors auf einem vorbestimmten Referenzwert VR bleibt. Somit wird der Verschleiß der konturierten Fläche 56 des unteren Schenkelbereichs 54 durch den Steuerschaltkreis 96 elektronisch ausgeglichen.

Es ist von Bedeutung, dass ein System, wie es oben definiert ist, hochempfindliche Messungen differentieller Positionen ermöglicht, während die Fähigkeit eines großen dynamischen Messungsbereichs erhalten bleibt. Jede Steigerung der Ausgangsspannung Vo des Sensorschaltkreises 92 ist auf die Messung des Mediums zurückzuführen, jede allmähliche Abnahme des Spannungsausgangs Vo ist auf mechanischen Verschleiß zurückzuführen, und der Steuerschaltkreis stellt die Eingangsspannung VI des Sensorkreises 92 zurück auf die Referenzspannung VR. Mit der obigen Anordnung ist es möglich, den Wert des Sollwertes oder Referenzpunktes des Systems viel niedriger zu wählen als bei dem früheren System. Dies ermöglicht, dass dickere oder größere Vielfache von Medien in einem größeren Bereich erfasst werden können. In diesem Zusammenhang wird festgestellt, dass sich die Ausgangsspannung Vo des Sensorschaltkreises 92, da sie so gesteuert wird, dass sie mit der Referenz- oder Sollwertspannung VR übereinstimmt, nicht mit dem Verschleiß der mechanischen Komponenten verändert, was bedeutet, dass der dynamische Messungsbereich konstant bleibt. Des Weiteren ist der eigentliche Wert der "Einstellung" der Eingangsspannung VI eine direkte Messung der Distanz, über die sich das Target 86, infolge des Verschleißes, relativ zum Sensorschaltkreis 92 bewegt hat. In diesem Zusammenhang kann der "Einstellungs"-Wert als Anzeige des Verschleißes, sowie um einen ultimativen Ausfall des Systems vorherzusagen, verwendet werden. Es ist von Bedeutung, dass durch Erzeugung des Sollwerts oder Referenzpunktes mit einem niedrigeren Wert mit einem größeren dynamischen Bereich, ein erfindungsgemäßes System über längere Zeitspannen betriebsfähig ist, ohne dass mechanische Neueinstellungen des Montagestifts 72 erforderlich sind, um das System wieder in den betriebsfähigen Bereich zurückzuversetzen.

Alle Modifikationen und Änderungen sind hierin enthalten, soweit sie in den beanspruchten Schutzbereich des Patentes fallen.


Anspruch[de]
  1. Erfassungsvorrichtung bzw. Messwertgeber (90), umfassend:

    einen Erfassungskreis (92), der seine Betriebsmerkmale verändert, wenn sich ihm ein Objekt nähert, wobei der Erfassungskreis eine Ausgangsspannung Vo proportional zu der relativen Entfernung zwischen dem Erfassungskreis und dem Objekt erzeugt und die Ausgangsspannung Vo eine Funktion einer Eingangsspannung VI über einen Teil des Erfassungskreises ist; und

    einen Steuerkreis (96) für die Steuerung der Eingangsspannung VI, wobei der Steuerkreis ein Vergleichsmittel (102) umfasst, das die Ausgangsspannung Vo mit einer Referenzspannung VR vergleicht, und ein Einstellmittel (104) zum Einstellen der Eingangsspannung VI, um die Ausgangsspannung Vo so zu verändern, dass die Ausgangsspannung Vo mit der Referenzspannung VR übereinstimmt,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Eingangsspannung VI nur dann durch den Steuerkreis eingestellt wird, wenn sich die Ausgangsspannung Vo in einer Richtung von der Referenzspannung VR unterscheidet.
  2. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 7, bei welcher die Eingangsspannung dann durch den Steuerkreis eingestellt wird, wenn die Ausgangsspannung unter die Referenzspannung fällt.
  3. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 8, bei welcher der Steuerkreis weiterhin eine Speichervorrichtung für das Erfassen des Ausmaßes der Einstellung der Eingangspannung umfasst.
  4. Erfassungsvorrichtung nach Anspruch 9, bei welcher der Steuerkreis ein Mittel zur Begrenzung der Einstellung der Eingangsspannung umfasst.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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