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Dokumentenidentifikation DE69916605T2 28.04.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001089868
Titel SCHLITZEINHEIT FÜR DIE HERSTELLUNG VON KARTONZUSCHNITTEN
Anmelder Berg Industries AB, Stockholm, SE
Erfinder ANDR ASSON, Jan, S-703 75 Örebro, SE;
ASBERG, Bengt, S-705 91 Örebro, SE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69916605
Vertragsstaaten BE, DE, ES, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 28.04.1999
EP-Aktenzeichen 999503337
WO-Anmeldetag 28.04.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/SE99/00697
WO-Veröffentlichungsnummer 0099058321
WO-Veröffentlichungsdatum 18.11.1999
EP-Offenlegungsdatum 11.04.2001
EP date of grant 21.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.04.2005
IPC-Hauptklasse B31B 1/14
IPC-Nebenklasse B31F 1/10   B31F 1/07   B31F 1/22   B26D 7/26   B65H 5/02   B65H 20/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schneideinheit, die ein Teil einer Maschine zum Herstellen von Kartonrohlingen, insbesondere Rohlingen, die aus Pappe oder Wellpappe bestehen, ist, wobei die Einheit Bearbeitungsräder, die einander paarweise gegenüberliegen, und ein Rad in wenigstens einem Paar mit wenigstens einem Schneidmesser, das sich über einen Teil des Umfangs des Rades erstreckt, während der Umfang des anderen Rades in dem Paar mit einem Schlitz ausgeführt ist, der das Messer aufnimmt, sowie Elemente umfasst, um plane Kartonrohlinge zwischen die Räder zu transportieren.

Schneideinheiten dieses Typs werden für die Erzeugung von Kartonrohlingen mit Schlitzen, welche Faltklappen definieren, welche für das anschliessende Aufrichten des Rohlings zum Erzeugen eines Kartons erforderlich sind, definieren. In diesem Zusammenhang weist die Einheit üblicherweise eine Anzahl von Schneidradpaaren auf, welche nacheinander und nebeneinander angeordnet sind, um sowohl Schlitze zu erzeugen, welche zu den vorderen, bzw. hinteren Rändern der Rohlinge hin offen sind, als auch Schlitze, welche in der seitlichen Richtung getrennt sind.

In herkömmlichen Schneideinheiten werden die Rohlinge mittels der mit Messern versehenen Schneidräder und entsprechenden mit Polstern ausgebildeten Stützrädern versehen sind hergestellt, was es erfordert, dass die Rohlinge zwischen den Rädern eingeklemmt werden.

Um die notwendige Reibung gegenüber den Rohlingen zu erhalten, so dass diese genau geführt werden, werden die Rohlinge zusammengepresst und leicht von den Schneiderädern verformt. Ferner können Text und Bilder, welche auf den Rohling gedruckt wurden und noch nicht getrocknet sind, verschmiert werden. Trotz eines festen Kontaktes gegenüber den Rohlingen besteht immer noch ein Risiko, dass diese in einem Winkel durch die Einheit gezogen werden.

Um den gewünschten Druck gegen den Kartonrohling zu erhalten, müssen die Schneidräder in jedem Paar, abhängig von der Dicke des betreffenden Kartonrohlings in der Höhe eingestellt werden, was zeitaufwendig und mühsam ist. Wenn die Schneidräder als Transporträder verwendet werden, müssen deren Achsen entlang derselben vertikalen Linie zentriert sein, was bedeutet, dass der Punkt, wo das Messer den Karton durchschneidet, sich in der Luft und vor dem Punkt, dem Schneidepunkt befindet, an welchem das Messer das Stützrad trifft. Der Abstand zu dem Schneidepunkt nimmt zu, wenn die Rohlingsdicke abnimmt.

Da die Schneidräder als Transporträder verwendet werden, ist die kleinstmögliche Rohlingsdicke durch den Durchmesser der Räder bestimmt. Da es oft erwünscht ist, Schneidräder mit Rillungsrädern zu kombinieren, liegt ein Problem vor. Für die Rillungsräder ist es erwünscht, einen so grossen Durchmesser wie möglich zu verwenden, um so die Geschwindigkeitskomponente in Bezug auf den Rohling für Punkte auf dem Umfang des Rillungsrades zu verringern, um somit das Risiko des Erzielens eines Schneideeffektes anstelle einer Rillung zu erhalten. Dieses führt dazu, dass die Maschine nicht in der Lage ist, kleine Rohlinge zu bearbeiten, da die Räder dann mit einem relativ grossen Abstand zwischen in der Transportrichtung der Rohlinge zu sehenden Achsen positioniert sein müssen.

Das Dokument EP-A-0 752 299 stellt eine Schneideinheit gemäss Definition in dem Oberbegriff von Anspruch 1 dar.

Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Erzeugung einer Schneideinheit, in welcher unter anderem die vorstehend erwähnten Nachteile beseitigt sind.

In Maschinen für die Produktion und die Bearbeitung von Kartonrohlingen ist es bereits bekannt, die Rohlinge in einigen Bearbeitungsstationen mittels Vakuummatten zu fixieren und zu transportieren. Dieses war bisher nicht in Schneideinheiten möglich, da unter anderem das Problem noch nicht gelöst war, wie Schneidmesser in der Lage sind, einen Rohling zu durchschneiden, wenn er sich auf einer Vakuummatte befindet.

Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass es möglich ist, die Vakuumtechnologie für die Fixierung und den Transport von Kartonrohlingen selbst in einer Schneideinheit zu verwenden, vorausgesetzt, dass die Vakuummatte in eine Anzahl getrennter Vakuumbänder unterteilt ist, welche jeweils von einer zugeordneten Gestelleinheit gelagert werden.

In diesem Zusammenhang ist eine Schneideinheit des in dem ersten Absatz angezeigten Typ gemäss der Erfindung, insbesondere dadurch gekennzeichnet, dass sie Vakuumbänder umfasst, welche nebeneinander zu jedem Schneideradpaar hinlaufen, um die Rohlinge zu halten und zu transportieren, dass die Räder in jedem Schneidradpaar in einer oberen, bzw. einer unteren Gestelleinheit angebracht sind, dadurch, dass wenigstens ein Abschnitt dieses Teils von einer Gestelleinheit, welcher der anderen zugewandt ist, in der Form eines Vakuumkastens ausgebildet ist, und dass das Vakuumband um eine Gestelleinheit und über den Vakuumkasten läuft, wobei es für die Rohlinge möglich ist, dass sie auf dem Band durch die Saugwirkung aus dem Vakuumkasten, während des Transportes durch das Schneidradpaar festgehalten werden.

In der Schneideinheit dieses Typs ist kein Festklemmen des Kartonrohlings zwischen den Schneidrädern erforderlich, was bedeutet, dass eine Anzahl der vorstehend erwähnten Probleme beseitigt ist. Ausserdem ist es nicht erforderlich, irgendeine Einstellung des wechselseitigen Abstandes der Schneidräder in der vertikalen Richtung, abhängig von der Dicke des betreffenden Kartonrohlings auszuführen. Ferner können die Schneidräder in jedem Paar, leicht in Bezug zueinander in der Transportrichtung der Rohlinge versetzt sein, was bedeutet, dass der Schneidpunkt so eingestellt werden kann, dass er sich, unabhängig von der Dicke des betreffenden Rohlings, im wesentlichen in der unteren Begrenzungsoberfläche der Rohlinge befindet.

Es wird bevorzugt, dass die Schneideinheit eine Anzahl von Gestelleinheiten umfasst, welche nebeneinander mit Schneidradpaaren und Vakuumbändern angeordnet sind, und dass alle Vakuumbänder synchron miteinander angetrieben werden, so dass sie ein gemeinsames Förderband für die Rohlinge bilden. Die Gestelleinheiten mit deren zugeordneten Schneidrädern sind in geeigneter Weise individuell in einer Richtung im rechten Winkel zu der Transportrichtung der Rohlinge verschiebbar, um die Einstellung der Positionen der Spitze, abhängig von der Grösse der Rohlinge zu ermöglichen.

Weitere Merkmale einer Schneideinheit gemäss der Erfindung gehen aus den nachstehenden Patentansprüchen hervor.

Die Erfindung wird detaillierter unter Bezugnahme auf die im Rahmen eines Beispiels in den beigefügten Zeichnungen dargestellte Ausführungsformen beschrieben.

1 ist eine schematische, perspektivische Ansicht einer Schneideinheit gemäss der Erfindung.

2 ist eine Seitenansicht eines Paares von Gestelljochen mit zugeordneten Bearbeitungsrädern in der Einheit in 1.

3 und 4 stellen den Rohling vor bzw. nach der Bearbeitung in einer Schneideinheit gemäss der Erfindung dar.

5 bis 8 stellen verschiedene Räderpaare für die Bearbeitung der Ränder des Rohlings dar.

9 stellt den oberen Teil eines Saugkastens, teilweise im Querschnitt mit dem zugeordneten Vakuumband dar.

10 stellt ein Räderpaar für das Erzeugen von Schnitten in dem Rohling dar.

11 stellt ein Räderpaar für das Erzeugen von Rillen in dem Rohling dar, welche im wesentlichen in einer Linie mit den Schnitten angeordnet sind.

12 stellt eine Position des Schneidepunktes dar, wenn die vorliegende Erfindung implementiert ist.

13 stellt die Position des Schneidepunktes in dem Falle von herkömmlichen Schneidrädern dar.

In den 1 und 2 zeigt 1 einen Beförderungspfad eines optionalen Typs zum Transporten von flachen Rohlingen, welche beispielsweise aus Wellkarton bestehen, für deren Bearbeitung in einer Schneideinheit 2 gemäss der vorliegenden Erfindung dar. Die Schneideinheit umfasst eine Anzahl, vier in dem dargestellten Beispiel, Paare oberer und unterer Gestelljoche 3 bzw. 4, die nebeneinander angeordnet sind, wovon die oberen Joche nur mittels Punkt/Strich-Linien in 1 dargestellt sind. In jedem Joch ist eine Anzahl von Bearbeitungsrädern nacheinander befestigt, wobei die Räder der in dem unteren bzw. oberen Jochen angebrachten Räder paarweise zusammenwirken, um einen Rohling zu bearbeiten, welcher zwischen den Rädern hindurchtritt.

In der dargestellten Ausführungsform sind die unteren Joche 4 in der Form von Saugkasten mit einem internen Unterdruck ausgebildet. Zu diesem Zweck sind die Joche mit einem Unterdruckgebläse oder einer anderen Vakuumquelle über eine Leitung 5 verbunden. Jedes Joch 4 ist mit einem Förderband 6 versehen, welches um das Joch herum läuft und mit einer Anzahl von Durchtrittsöffnungen versehen ist. Wenigstens die oberen Randoberflächen der Joche 4, deren Oberflächen mit den Bändern 6 in Verbindung stehen, sind mit Öffnungen versehen, so dass der Unterdruck in dem Saugkasten über die Öffnungen in den Bändern 6 weitergegeben wird, um einen Saugeffekt auf einen Kartonrohling auszuüben, der von den Bändern getragen wird. Sowohl die Bänder 6, als auch die verschiedenen Bearbeitungsräder werden von externen Antriebsquellen mittels verstifteter Wellen 7 bzw. 8 angetrieben, welche von den Jochen oder den Bearbeitungsrädern so getrennt sein können, dass die Vakuumbänder 6 auf dem entsprechenden Joch von der Seite aus montiert werden können. Die Joche 4 dienen somit zwei Funktionen, einerseits als Gestelle für die Bearbeitungsräder und andererseits als Saugkästen für die Vakuumbänder 6.

Die Joche 3 und 4 sind auf Querträgern 9 über Linearlager 35, siehe 2, aufgehängt, was es ermöglicht, dass die Joche in der seitlichen Richtung in Bezug auf die Transportrichtung der Rohlinge zur Einstellung der Positionen der Schlitze und der Rillen, abhängig unter anderem von der Grösse der Rohlinge verschiebbar sind. In diesem Zusammenhang kann jedes Jochpaar individuell in Bezug auf die anderen Jochpaare verschoben werden. Mittels der Linearlager 35 ist auch eine Feineinstellung der Positionen der Joche möglich, so dass beispielsweise Schlitze und Rillen in der gewünschten Weise verlaufen, beispielsweise in Bezug auf die Kanäle in einem Wellpappenrohling.

Die dargestellte Schneideinheit macht es somit möglich, das Kartonrohlinge durch die verschiedenen Radpaare durchgeführt werden, während sie gleichzeitig exakt und korrekt wegen ihrer Fixierung auf den Vakuumbändern 6 festgehalten werden. Dieses bedeutet unter anderem, dass die Räder keinerlei unerwünschte Kompression der Rohlinge oder eine Verschmierung von ungetrockneter Farbe mit sich bringen, was in herkömmlichen Schneideinheiten auftreten kann, in welchem die Bearbeitungsräder auch als Transporträder für die Rohlinge verwendet werden. Ausserdem müssen die Positionen der Räder in den entsprechenden Paaren nicht abhängig von der Dicke der Rohlinge eingestellt werden, und der Schneidepunkt kann so eingestellt werden, dass er in der unteren Ebene der Rohlinge liegt, wie es hierin nachstehend detaillierter beschrieben wird. Die beschriebene Schneideinheit kann auch sehr kleine Rohlinge bearbeiten, da diese auf den Vakuumbändern 6 transportiert werden und nicht den Durchmessern der Bearbeitungsräder unterliegen.

Die in den 1 und 2 dargestellte Schlitzeinheit soll die Rohlinge 10 des in 3 dargestellten Typs bearbeiten. In einer vorausgehenden Bearbeitungsstation wurden die Rohlinge bereits mit Querrillen 11 versehen, welche erforderlich sein können. Im Falle von Wellpappenkartonrohlingen werden die Randteile der Rohlinge zuerst mittels eines Paares sogenannter Quetschräder 12 bearbeitet, siehe auch 5. Wie es in Verbindung mit den oberem Quetschrad 12 in 3 dargestellt ist, ist dieses mit einer exzentrischen Anordnung 13 verbunden, welche dazu verwendet werden kann, die Enddicke der Randteile der Rohlinge einzustellen. Die Quetschräder werden von Zahnrädern innerhalb der Joche angetrieben.

9 stellt dar, dass das untere Joch 4 in der Form eines Saugkastens mit Öffnungen 13 in der Oberfläche seines oberen Randes ausgebildet ist. Diese Öffnungen wirken mit den Öffnungen des darüber laufenden Vakuumbandes zusammen, um den Rohling festzuhalten.

Der linke Rand des in 3 dargestellten Rohlings 10 wird dann durch die Schneidradpaare 14 bearbeitet, welche eine Klebeklappe 15 in dem Rohling ausschneiden, siehe 4.

Der rechte Rand des Rohlings in 3 wird mittels eines Radpaares 16 zugeschnitten, welchem ein Radpaar 17 vorausgeht, welches als ein sogenannter Zuschnittsquetscher dient, und den Streifen abschneidet, welcher von den Rädern 16 in kurze Stücke geschnitten wird. Die Räder 17 in dem Zuschnittsquetscher sind in 6 dargestellt, wobei 18 Quermesser und 19 ein Stützpolster anzeigt. Die Räder 16 mit zusammenwirkenden Zuschnittmessern 20/21 sind in 7 dargestellt.

Um die drei nach hinten gewandten offenen Schnitte 22, bzw. die drei nach vorne gewandten offenen Schnitte 23 in dem Rohling zu erzeugen, siehe 4, wird von den drei ersten 24 und drei zweiten 25 Paaren der Schneideräder Gebrauch gemacht. In diesem Zusammenhang ist jedes obere Rad in jedem Paar mit einem Messer 26 versehen, welches über eine Länge des Umfangs des Rades, welche der Länge des gewünschten Schlitzes in dem Rohling 10 entspricht, verläuft. Das untere Rad jedes Schneidradpaares ist mit einem entsprechenden Schlitz 34 für die Aufnahme des Messers 26, siehe 10 ausgestattet.

Für die Aufrichtung des in 4 dargestellten Rohlings, um einen Karton zu erzeugen, muss der Rohling auch mit Längsrillen 27 zwischen den Schlitzen 22 und 23 versehen werden. Zu diesem Zweck ist die Schneideinheit in den 1 und 2 durch vier Paare von Rillungsrädern 28, siehe ebenfalls 11, ergänzt. Jedes von den oberen Rillungsrädern ist mit einer exzentrischen Anordnung 29 verbunden, die von einer Antriebswelle 30 über ein Zahnrad 31 angetrieben wird. Die exzentrische Anordnung 29 wird zum Einstellen des Kontaktdruckes der Rillungsräder gegen den dadurch hindurchlaufenden Rohling verwendet. Die Rillungsräder werden über Zahnräder innerhalb der Joche angetrieben.

Wie man aus 11 ersehen kann, ist das untere Rillungsrad 28 mit einem Umfangsrand 32 versehen, welcher die Rillung in dem Rohling 10 durch Zusammenwirken mit einem ebenen Polster 33 des oberen Rillungsrädes 28 erzeugt. Das untere Rillungsrad kann in einer solchen Weise angebracht sein, dass es in der seitlichen Richtung etwas in Bezug auf das Joch 4 verschoben werden kann, um die Position der Rille in Bezug auf die Schlitze in dem Rohling einzustellen.

Die vorstehende beschriebene Schneideinheit erzeugt somit einen Kartonrohling gemäss 4, welcher dann zu einer Bearbeitungsstation transportiert wird, in welcher notwendige Handgrifföffnungen aus dem Rohling ausgestanzt werden.

Ein weiterer Vorteil des Transports der Rohlinge mittels Vakuumbändern anstelle der Verwendung von Bearbeitungsrädern als Transporträdern ist in 12 dargestellt. Wie man aus dieser Figur ersehen kann, ist das obere Schneidrad 24 mit seinem Messer 26, um einen Abstand a in der Transportrichtung des Rohlings 10 in Bezug auf das untere Rad 24 versetzt, welches als eine Stütze dient. Dieses bedeutet, dass der Schneidepunkt b, d. h. der Punkt, an welchem das Messer 26 das Stützrad trifft, befindet sich im wesentlichen in der unteren begrenzenden Oberfläche des Rohlings. Der Rohling wird somit durch das Stützrad 24 unterstützt, wenn das Messer durch den Rohling schneidet. In diesem Zusammenhang hat, wie man sehen kann, der Umfang des oberen Schneidrades 24 keinen Kontakt mit dem Rohling 10 und der Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Schneidrad muss nicht in Abhängigkeit von der Dicke des Rohlings eingestellt werden.

In herkömmlichen Schneideinheiten, in welchen die Schneidräder auch für den Transport der Rohlinge verwendet werden, befindet sicht der Durchschneidepunkt c des Messers 26, siehe 13, in der Luft vor dem Stützrad. Da dem Rohling dann eine Stütze fehlt, wenn das Messer durch den Rohling schneidet, wird er leicht nach unten gebogen was unter anderem die Genauigkeit der Position des Schnittes beeinträchtigt. Je dünner der Rohling ist, desto weiter ist der Schnittdurchtrittspunkt des Messers von dem Stützrad 24 entfernt.

Die Erfindung wurde vorstehend in Verbindung mit der als Beispiel in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform beschrieben. Sie kann jedoch in vielerlei Hinsicht innerhalb des Schutzumfangs der nachstehenden Patentansprüche variiert werden. Beispielsweise kann die Anzahl und Ausführungsform der verschiedenen Bearbeitungsräder in der Schneideinheit nach Bedarf variiert werden. Die Form der in Form von Saugkästen ausgebildeten Joche kann ebenfalls verändert werden, wie auch die Antriebe und die wechselseitigen Verbindungen der Bearbeitungsräder.


Anspruch[de]
  1. Schneideinheit, die ein Teil einer Maschine zum Herstellen von Kartonrohlingen, insbesondere Rohlingen, die aus Pappe oder Wellpappe bestehen, ist, wobei die Einheit (2) Bearbeitungsräder (12, 24, 25, 28), die einander paarweise gegenüberliegen, und ein Rad in wenigstens einem Paar (24) mit wenigstens einem Schneidmesser (26) ausgebildet ist, das sich über einen Teil des Umfangs des Rades erstreckt, während der Umfang des anderen Rades in dem Paar mit einem Schlitz (34) ausgeführt ist, der das Messer aufnimmt, sowie Elemente (6) umfasst, die plane Kartonrohlinge (10) zwischen die Räder transportieren, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Vakuumband (6) umfasst, das an jedes Schneidrad-Paar (24, 25) angrenzend läuft, um die Rohlinge (10) zu halten und zu transportieren, dadurch, dass die Räder (24, 25) in jedem Schneidrad-Paar in einer oberen bzw. einer unteren Gestelleinheit (3, 4) angebracht sind, dadurch, dass wenigstens ein Abschnitt des Teils einer Gestelleinheit (4), der der anderen (3) zugewandt ist, in Form eines Vakuumkastens ausgeführt ist und dadurch, dass das Vakuumband (6) um die eine Gestelleinheit (4) und über den Vakuumkasten läuft, der einen Teil der Gestelleinheit bildet, wobei es möglich ist, dass die Rohlinge (10) durch die Wirkung des Sogs von dem Vakuumkasten während des Transports durch das Schneidrad-Paar (24, 25) fest auf dem Band gehalten werden.
  2. Schneideinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Anzahl nebeneinander angeordneter Gestelleinheiten mit Schneidrad-Paaren (24; 25) und Vakuumbändern (6) umfasst, und dadurch, dass alle Vakuumbänder synchron zueinander angetrieben werden, so dass sie eine gemeinsame Fördereinrichtung für die Rohlinge (10) bilden.
  3. Schneideinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidräder (24; 25) in den Gestelleinheiten (3, 4) so angebracht sind, dass die Vakuumbänder (6) von der Seite auf die entsprechende Gestelleinheit geschoben werden können.
  4. Schneideinheit nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestelleinheiten (3, 4) mit ihren dazugehörigen Schneidrädern (24; 25) einzeln in einer Richtung im rechten Winkel zu der Transportrichtung der Rohlinge (10) verschoben werden können.
  5. Schneideinheit nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Gestelleinheit (4) in Form eines Vakuumkastens ausgebildet ist, und dass der obere Abschnitt des Vakuumkastens, der der darüberliegenden Gestelleinheit (3) zugewandt ist, mit Saugöffnungen (13) versehen ist, die mit Öffnungen in dem Vakuumband (6) in Wechselwirkung sind.
  6. Schneideinheit nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass das Rad (24, 25), das mit dem Messer versehen ist, in einer solchen Höhe über den Rohlingen (10) angeordnet ist, dass die Umfangsfläche des Rades an der Seite des Messers nicht mit den Rohlingen in Kontakt kommt.
  7. Schneideinheit nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidräder (24; 25) in jedem Paar in der Richtung des Transports der Rohlinge (10) leicht zueinander verschoben sind, so dass der Schneidpunkt (b) im Wesentlichen in der unteren Grenzfläche der Rohlinge angeordnet ist.
  8. Schneideinheit nach einem der Ansprüche 1–7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gestelleinheiten (3, 4) zusätzlich zu Schneidrad-Paaren (24; 25) Rad-Paare (16, 14) zum Beschneiden der Kanten der Rohlinge (10) und zum Ausschneiden von Klebelaschen (15) tragen, wobei die Vakuumbänder (6) auch zum Transportieren der Rohlinge zwischen diesen Rad-Paaren verwendet werden.
Es folgen 6 Blatt Zeichnungen






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