PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004002386U1 04.05.2005
Titel Filtereinrichtung für einen Teich
Anmelder Rösch, Detlef, 33378 Rheda-Wiedenbrück, DE
Vertreter Patentanwälte Meldau - Strauß - Flötotto, 33330 Gütersloh
DE-Aktenzeichen 202004002386
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.05.2005
Registration date 31.03.2005
Application date from patent application 17.02.2004
IPC-Hauptklasse A01K 63/04
IPC-Nebenklasse B01D 29/50   B01D 35/26   B01D 35/30   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Filtereinrichtung für einen Teich, umfassend ein Filtergehäuse welches mit einem Filtermaterial zur mechanischen Reinigung des Teichwassers bestückt ist, das mittels einer Pumpe vom Teichbereich über einen gesondert angeordneten Filterbereich in einem Kreislauf strömt.

Aus dem Stand der Technik sind Teicheinrichtungen im Außen- oder auch im Innenbereich bekannt, die für die Haltung von Zierfischen oder auch anderen Fischen vorgehalten werden. Zur Reinigung des Teichwassers bedient man sich Filtereinrichtungen, die im Wesentlichen ein Filtergehäuse umfassen, welches mit einem Filtermaterial zur mechanischen Reinigung des Teichwassers bestückt sind. Diese Filtereinrichtungen können in einem gesonderten Bereich untergebracht sein, wobei mittels einer Pumpe das Teichwasser umgesetzt wird und in der Filtereinrichtung gereinigt wird.

Bei den bekannten Filtereinrichtungen ergibt sich das Problem, dass neben der mechanischen Reinigung auch eine biologische Reinigung des Teichwassers erfolgt, wobei die Hintereinanderschaltung der einzelnen Reinigungsstufen einen großen Platzbedarf im sogenannten gesonderten Bereich einnehmen. Zudem sind derartige Reinigungskomponenten äußerst kostenaufwendig.

Hieraus ergibt sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine Filtereinrichtung für einen Teich derart weiter zu bilden, die einerseits wesentlich kleinbauender ausgestaltet werden kann, wobei andererseits die Kosten für ein derartiges Filterreinigungssystem wesentlich günstiger ausfallen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Filtergehäuse im Wesentlichen aus einem Drainagerohrstutzen mit großem Querschnitt gebildet ist, welches von einem Filtermaterial zur mechanischen Reinigung umgeben ist, und im Drainagerohrstutzen ein biologisches Filtermedium eingefasst ist, wobei der Rohrstutzen beispielsweise mittels eines T-Stücks in einer Verrohrung eingefasst ist, die mit der Pumpe in Verbindung steht. Aufgrund dieser Ausbildung wird erreicht, dass ein kleinbauendes, kostengünstiges Filtersystem geschaffen wird. Durch den Einsatz eines handelsüblichen Drainagerohres mit großem Querschnitt, welches somit mit einem großen Filterstrumpf mit großer Oberfläche überzogen ist, wird der Einsatz beispielsweise auch von Niederdruckpumpen ermöglicht. Dadurch ergibt sich eine Energieeinsparung, wobei die kompakte Bauweise insbesondere aus der Kombination des mechanischen und des biologischen Reinigungsstufensystems in einem kompakten Bauteil dies zudem begünstigt.

Nach einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das Filtermaterial zur mechanischen Reinigung aus einer Schaumstoffmatte gebildet, die den Drainagerohrstutzen strumpfartig umgibt. Der Filterstrumpf schützt in besonders vorteilhafter Weise die biologischen Filtermedien vor Verschmutzung, so dass sich eine optimale Leistungsentfaltung der schadstoffabbauenden Bakterien ergibt. Dabei ist das biologische Filtermedium aus einem Trägermaterial für Bakterien gebildet, welches auf eingesetzten Gittern im Innenbereich des Rohrstutzens liegt. Zur Begünstigung der Bakterien ist in der Wandung des Rohrstutzens eine Öffnung vorgesehen, durch die ein Belüftungsschlauch für die Bakterienkulturen geführt ist. Dadurch ergibt sich eine optimale Leistungsentfaltung der Biostufe, weil ein direktes Einbringen von Luftwasser/Luftsauerstoff gegeben ist.

Der Filter als solches benötigt keine weitere Biostufe und ist daher kompakt. Die erfindungsgemäße Filtereinrichtung ist leicht zu montieren bzw. zu demontieren und kann nachträglich in bestehende Filtersysteme integriert werden.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachstehenden 1 und 2 näher erläutert; dabei zeigen:

1 Eine geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Filtereinrichtung, und

2 Eine um 90° gedrehte Filtereinrichtung gemäß der 1.

Die 1 und 2 zeigen in der geschnittenen Seitenansicht eine kartuschenartige Filtereinrichtung 1 für einen Teich. Die Filtereinrichtung 1 umfasst dabei ein Filtergehäuse 2, welches außen mit einem Filtermaterial 3 zur mechanischen Reinigung des Teichwassers bestückt ist. Die Filtereinrichtung 1 steht dabei mit einer Pumpe (nicht näher dargestellt) in Verbindung, die insbesondere das Teichwasser über das Filtermaterial 3 ansaugt und dem Teich wieder zuführt.

Wie aus den 1 und 2 zu erkennen ist, ist das Filtergehäuse 2 im Wesentlichen aus einem Drainagerohrstutzen 4 mit einem großen Querschnitt gebildet, der eine gewellte Oberfläche aufweist. Zwischen den einzelnen, gewellten Rippen 5 sind über den Umfang verteilt Schlitze vorgesehen. Dabei wird der Drainagerohrstutzen 4 von einem Filtermaterial 3 zur mechanischen Reinigung umgeben, wobei im Drainagerohrstutzen 4 ein biologisches Filtermedium 6 eingefasst ist. Endseitig am Drainagerohrstutzen 4, der eine normgemäße Nennweite hat, kann beispielsweise ein T-Stück angesetzt sein, welches die Filtereinrichtung 1 in ein Verrohrungssystem einfasst, das wiederum mit der nicht näher dargestellten Pumpe in Verbindung steht. Dabei besteht das Filtermaterial 3 zur mechanischen Reinigung aus einer Schaumstoffmatte 7, die zylinderförmig um den Drainagerohrstutzen 4 gelegt ist, wobei dessen Endkanten miteinander verklebt sind.

Auf den Drainagerohrstutzen 4 wird ein ringförmiger Deckel 8, ebenfalls aus einer Schaumstoffmatte 7 gebildet, aufgelegt und durch Klebstoff in dem Zylinder eingefasst. In dem Drainagerohrstutzen 4 ist das biologische Filtermedium 6 eingefasst, welches aus einem Trägermaterial für Bakterien gebildet ist. Das Trägermaterial für die Bakterien liegt dabei auf eingesetzten Gittern 9 im Innenbereich des Rohrstutzens 4 auf. Um insbesondere die Leistungseigenschaften der Bakterienkulturen zu begünstigen, ist in der Wandung des Rohrstutzens 4 eine Öffnung 10 vorgesehen, durch die ein Belüftungsschlauch 11 für die Bakterienkulturen geführt ist. Der Belüftungsschlauch 11 kann dabei auf einen Sauerstoffstein 12 gesteckt werden, so dass insbesondere eine begünstigende Sauerstoffzufuhr für die Bakterienkulturen gegeben ist.


Anspruch[de]
  1. Filtereinrichtung für einen Teich, umfassend ein Filtergehäuse welches mit einem Filtermaterial zur mechanischen Reinigung des Teichwassers bestückt ist, welches mittels einer Pumpe vom Teichbereich über einen gesondert angeordneten Filterbereich in einem Kreislauf strömt, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtergehäuse (2) im Wesentlichen aus einem Drainagerohrstutzen (4) mit großem Querschnitt gebildet ist, welches von einem Filtermaterial (3) zur mechanischen Reinigung umgeben ist, und im Drainagerohrstutzen (4) ein biologisches Filtermedium (6) eingefasst ist, wobei der Rohrstutzen (4) vorzugsweise mittels eines T-Stücks in einer Verrohrung eingefasst ist, die mit der Pumpe in Verbindung steht.
  2. Filtereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermaterial (3) zur mechanischen Reinigung aus einer Schaumstoffmatte (7) gebildet ist, die den Drainagerohrstutzen (4) strumpfartig umgibt.
  3. Filtereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das biologische Filtermedium (6) aus einem Trägermaterial für Bakterien gebildet ist, welches auf eingesetzten Gittern (9) im Innenbereich des Rohrstutzens (4) liegt.
  4. Filtereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wandung des Rohrstutzens (4) eine Öffnung (10) vorgesehen ist, durch die ein Belüftungsschlauch (11) für die Bakterienkulturen geführt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com