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Dokumentenidentifikation DE202005001311U1 04.05.2005
Titel Meißelhaltersystem
Anmelder Wirtgen GmbH, 53578 Windhagen, DE
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Aktenzeichen 202005001311
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 04.05.2005
Registration date 31.03.2005
Application date from patent application 26.01.2005
IPC-Hauptklasse E01C 23/088
IPC-Nebenklasse E21C 35/19   E02F 9/28   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Meißelhaltersystem mit einem Basisteil und einem Meißelhalter, wobei das Basisteil eine Steckaufnahme aufweist, in die der Meißelhalter mit einem Steckansatz eingesetzt ist, wobei der Meißelhalter mit einer Anlagefläche an einer Stützfläche des Basisteils abgestützt ist, wobei das Basisteil an die Stützfläche, anschließend einen Absatz aufweist, und wobei zwischen dem Absatz und einer zugekehrten Abschlussfläche des Meißelhalters ein Nachsetzraum gebildet ist.

Ein derartiges Meißelhaltersystem ist aus der DE 43 22 401 A1 bekannt. Dieses Wechselhaltersystem weist ein Basisteil auf, das beispielweise auf der Mantelfläche eines Fräswalzenrohres einer Straßenfräsmaschine aufgeschweißt werden kann. Es besitzt eine Steckaufnahme, in die ein Meißelhalter mit seinem schaftförmigen Steckansatz einsetzbar ist. Um die Steckaufnahme des Basisteils herum weist das Basisteil einen Absatz auf. Zur Bildung eines Nachsetzraumes ist der Meißelhalter gegenüber dem Absatz beabstandet angeordnet. Damit stützt sich der Meißelhalter alleine an der Stützfläche des Basisteils zur Übertragung der Kräfte im Betriebseinsatz ab. Bei diesem Meißelhaltersystem stellt der Meißelhalter ein Verschleißteil dar, der bei Erreichen der Verschleißgrenze ausgetauscht wird. Das Basisteil hingegen muss vor Verschleißeinwirkung möglichst geschützt werden, da es das teure und nur mit hohem Montageaufwand zu ersetzende Teil des Meißelhaltersystems ist.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Meißelhaltersystem der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei dem für das Basisteil hohe Standzeiten verwirklicht werden können.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Stützfläche im Übergangsbereich zu dem Absatz mittels wenigstens einer Vertiefung derart von dem Absatz abgesetzt ist, dass im Bereich der Vertiefung die flächenförmige Verbindung zwischen der Stützfläche und dem Absatz unterbrochen ist.

Mit der Vertiefung wird die Stützfläche abgegrenzt und ein definierter Stützbereich geschaffen. Sollte sich im Betriebseinsatz Verschleiß an den Teilen des Meißelhaltersystems einstellen, so verhindert die Vertiefung eine Gratbildung am Basisteil, da der Meißelhalter an der Vertiefung mit seiner Auflagefläche über die Stützfläche ragt und sich die Auflagefläche hier nicht in die Stützfläche einarbeiten kann. Damit behält die Stützfläche ihre Form und Lage. Sobald der Meißelhalter verschlissen ist, kann er gegen einen neuen getauscht und dieser definiert an der Stützfläche wieder abgestützt werden.

Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Vertiefung nutartig ausgebildet ist und einen sich in Richtung vertikal zur Stützfläche erstreckenden Rücksprung bildet.

Die Vertiefung lässt sich einfach fertigen. Bevorzugt ist die Vertiefung im Nutgrund abgerundet , so dass die in das Basisteil eingebrachten Kerbspannungen minimiert werden.

Wenn vorgesehen ist, dass die Anlagefläche des Meißelhalters die Stützfläche des Basisteils im Bereich der Vertiefung überragt und dort endet, dann ist sichergestellt, dass die Anlagefläche des Meißelhalters stets die Stützfläche im Bereich der Vertiefung überragt. Damit ist eine Gradbildung am Basisteil auf einfache Weise zuverlässig verhindert.

In Weiterbildung dieser Maßnahme kann es vorgesehen sein, dass die Anlagefläche des Meißelhalters die Stützfläche des Basisteils allseitig überragt. Auf diese Weise wird der Umriss der Kontaktfläche des Basisteils gegenüber der Anlagefläche des Meißelhalters nach innen versetzt. Sollte Verschleiß auftreten, wird sich dabei die Stützfläche in den Meißelhalter einarbeiten und bleibt selbst erhalten. Diese Ausgestaltung schützt darüber hinaus die Stützfläche vor Abraummaterial, das am Meißelhalter abfließt. Damit sind Auswaschungen an der Stützfläche sicher und auf einfache Weise verhindert.

Eine bevorzugte Erfindungsausgestaltung ist derart, dass die Stützfläche des Basisteils von einem Absatz gebildet ist, dessen parallel zur Stützfläche verlaufende Querschnittsdimensionierung zumindest in dem an die Stützfläche anschließenden Bereich kleiner oder gleich der Anlagefläche ist, so dass die Anlagefläche den Absatz in diesen Bereich außenseitig überragt. Der Absatz bildet damit einen Verschleißbereich, innerhalb dem die Stützfläche abgearbeitet werden kann, sie jedoch stets funktionsgemäß den Meißelhalter abstützen kann. Auf diese Weise kann die Standzeit des Basisteils lange aufrecht erhalten werden.

Wenn sich die Steckaufnahme des Basisteils für den Steckansatz des Meißelhalters bis hin in den Bereich der Stützfläche erstreckt, dann kann es vorgesehen sein, dass die Steckaufnahme an ihrem, dem Meißelhalter zugekehrten Ende in einer Querschittserweiterung ausläuft, dass die Vertiefung im Bereich dieser Querschnittserweiterung ausläuft, und dass der Meißelhalter mit einem Übergangsabschnitt in die Querschnittserweiterung eingreift, wobei der Übergangsabschnitt den Steckansatz in die Auflagefläche überleitet. Auf diese Weise ist der Übergangsbereich zwischen der Vertiefung und der Querschittserweiterung an die Dimensionierung der Abmessungen der Auflagefläche im Bereich des Steckansatzes optimal angepasst.

Eine weitere Standzeitoptimierung lässt sich dann erreichen, wenn vorgesehen ist, dass der Meißelhalter im Bereich der Anlagefläche eine geringere Härte, als die Stützfläche des Basisteils aufweist.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

1: Ein Basisteil eines Meißelhaltersystems in Seitenansicht

2: das Basisteil gem. 1 in perspektivischer Vorderansicht,

3 in Seitenansicht einen Meißelhalter des Meißelhaltersystems,

4 den Meißelhalter gemäß 3 in perspektivischer Ansicht von hinten,

5 eine Zusammenbauzeichnung mit den in 1 bis 4 dargestellten Bauteilen und

6 einen in der 5 mit VI – VI gekennzeichneten Schnittverlauf.

Die 1 und 2 zeigen ein Basisteil 10, das mit einer gekrümmten Verbindungsfläche 11 an dem Außenumfang eines Fräswalzenrohres, beispielsweise einer Straßenfräsmaschine, befestigbar ist. Das Basisteil 10 weist eine Stützfläche 12 auf, an die im Winkel ein Absatz 13 angeschlossen ist. Im Übergangsbereich von Absatz 13 und Stützfläche 12 ist eine Steckaufnahme 14 als Ausnehmung in das Basisteil 10 eingebracht. Die Steckaufnahme 14 läuft mittels einer Querschnittserweiterung 14.1 in der Stützfläche 12 beziehungsweise in dem Absatz 13 aus.

Die Stützfläche 12 wird von einem Absatz 16.1 getragen. Dabei weist der Absatz 16.1 in Richtung vertikal zur Stützfläche 12 die gleiche Querschittsdimensionierung wie die Stützfläche 12 auf. Im Übergangsbereich von der Stützfläche 12 zum Absatz 13 ist die Stützfläche 12 mittels einer Vertiefung 15 abgeschlossen. Die Vertiefung 15 ist als Nut beidseitig der Steckaufnahme 14 angeordnet und schafft eine räumliche Verbindung zwischen der Querschnittserweiterung 14.1 und dem Absatz 16.1. Dabei ist die Nuttiefe so gewählt, dass sie als Verschleißmarkierung den Abtrag der Stützfläche 12 erkennen lässt.

Die 3 und 4 zeigen einen Meißelhalter 20, der einen Grundkörper 22 aufweist. Der Grundkörper 22 trägt eine nach unten gerichtete Anlagefläche 27. Frontseitig schließt sich an den Grundkörper 22 eine Schürze 28 an. Im Übergangsbereich zwischen Grundköper 22 und Schürze 28 steht ein Steckansatz 21 vor, dessen Querschnitt an den der Steckaufnahme 14 des Basisteils 10 angepasst ist. Wie die 4 erkennen lässt, geht der Steckansatz 21 mittels eines Übergangsabschitts 21.2 in die Anlagefläche 27 des Grundkörpers 22 und eine Abschlussfläche 28.1 der Schürze 28 über.

Dem Steckansatz 21 abgekehrt ist an dem Grundkörper 22 ein Ansatz 23 angeformt, der einen zylindrischen Endabschnitt 24 aufweist. Der Endabschnitt 23 schließt mit einer ringförmigen Auflagefläche 25 ab, in die zentrisch eine Meißelaufnahme 26 eingebohrt ist.

Der Endabschnitt 24 ist zur Verschleißerkennung mit umlaufenden nutartigen Vertiefungen 24.1 versehen. Zur Stabilisierung des Ansatzes 23 und zum verbesserten Abfluss von Abraummaterial ist der Ansatz 23 mit der Schürze 28 über einen stegartigen Spanbrechner 29 verbunden.

Wie die 4 zeigt, ist der Steckansatz 21 mit einer Druckfläche 21.1 versehen.

Die 5 und 6 zeigen das Basisteil 10 und den Meißelhalter 20 in der Montagestellung. Dabei ist der Steckansatz 21 in die Steckaufnahme 14 eingesetzt. Mittels einer, in der Zeichnung nicht dargestellten, Befestigungsschraube, die auf die Druckfläche 21.1 des Steckansatzes 21 einwirkt und die in die Schraubaufnahme 17 des Basisteils 10 eingeschraubt ist, kann der Meißelhalter 20 am Basisteil 10 fixiert werden. Dabei stützt sich die Anlagefläche 27 an der Stützfläche 12 ab. Die Abschlussfläche 28.1 steht zur Bildung eines Nachsetzraumes im Abstand zum Absatz 13.

Der Meißelhalter 20 steht, wie dies die 6 deutlich erkennen lässt, umlaufend mit seiner Anlagefläche 27 über die Stützfläche 12 über. Insbesondere schließt die Anlagefläche 27 im Bereich über der Vertiefung 15 ab.


Anspruch[de]
  1. Meißelhaltersystem mit einem Basisteil (10) und einem Meißelhalter (20), wobei das Basisteil (10) eine Steckaufnahme (14) aufweist, in die der Meißelhalter (20) mit einem Steckansatz (21) eingesetzt ist, wobei der Meißelhalter (20) mit einer Anlagefläche (27) an einer Stützfläche (12) des Basisteils (10) abgestützt ist, wobei das Basisteil (10) an die Stützfläche (12), anschließend einen Absatz (13) aufweist, und wobei zwischen dem Absatz (13) und einer zugekehrten Abschlussfläche (28.1) des Meißelhalters (20) ein Nachsetzraum gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (12) im Übergangsbereich zu dem Absatz (13) mittels wenigstens einer Vertiefung (15) derart von dem Absatz (13) abgesetzt ist, dass im Bereich der Vertiefung (15) die flächenförmige Verbindung zwischen der Stützfläche (12) und dem Absatz (13) unterbrochen ist.
  2. Meißelhaltersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (15) nutartig ausgebildet ist und einen sich in Richtung vertikal zur Stützfläche 112) erstreckenden Rücksprung bildet.
  3. Meißelhaltersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (27) des Meißelhalters (20) die Stützfläche (12) des Basisteils (10) im Bereich der Vertiefung (15) überragt und dort endet.
  4. Meißelhaltersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (27) des Meißelhalters (20) die Stützfläche (12) des Basisteils (10) allseitig überragt.
  5. Meißelhaltersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (12) des Basisteils (10) von einem Absatz (16.1) gebildet ist, dessen parallel zur Stützfläche (12) verlaufende Querschnittsdimensionierung zumindest in dem an die Stützfläche (12) anschließenden Bereich kleiner oder gleich der Anlagefläche (27) ist, so dass die Anlagefläche (27) den Absatz (16.1) in diesem Bereich außenseitig überragt.
  6. Meißelhaltersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steckaufnahme (14) an ihrem, dem Meißelhalter (20) zugekehrten Ende in einer Querschittserweiterung (14.1) ausläuft, dass die Vertiefung (15) im Bereich dieser Querschnittserweiterung (14.1) ausläuft, und dass der Meißelhalter (20) mit einem Übergangsabschnitt (21.2) in die Querschnittserweiterung (14.1) eingreift, wobei der Übergangsabschnitt (21.2) den Steckansatz (21) in die Auflagefläche (27) überleitet.
  7. Meißelhaltersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Meißelhalter (20) im Bereich der Anlagefläche (27) eine geringere Härte, als die Stützfläche (12) des Basisteils (10) aufweist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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