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Dokumentenidentifikation DE10146014B4 12.05.2005
Titel Mähmaschine mit einer Grassammelvorrichtung
Anmelder Kubota Corp., Osaka, JP
Erfinder Yamashita, Nobuyuki, Sakai, Osaka, JP;
Kawabata, Hiroshi, Sakai, Osaka, JP;
Tomiyama, Yoshio, Sakai, Osaka, JP;
Yuki, Mikio, Sakai, Osaka, JP;
Fujii, Takashi, Sakai, Osaka, JP
Vertreter Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn, 48147 Münster
DE-Anmeldedatum 18.09.2001
DE-Aktenzeichen 10146014
Offenlegungstag 16.05.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.05.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.05.2005
IPC-Hauptklasse A01D 43/063

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Mähmaschine mit Karosserie, umfassend

eine Grasschneideeinrichtung,

einen am hinteren Ende einer Karosserie angebrachten Grasfangbehälter, der an seiner Vorderseite eine Graseinlassöffnung aufweist, und

einen Tragemechanismus zum Halten und Anheben des Grasfangbehälters von einer unteren in eine obere Entleerungsstellung, der an der Karosserie über einen Tragrahmen befestigt ist, und

der Tragrahmen einen Träger umfasst, der das Vorderende des Grasfangbehälters trägt, wenn dieser sich in seiner unteren Position befindet.

Eine Vorrichtung der vorgenannten Art ist aus der Schrift EP 0 876 749 A1 bekannt. Bei der bekannten Mähmaschine mit Grasfangbehälter-Tragemechanismus ist ein aufrechter Hauptrahmen am rückwärtigen Abschnitt der Mähmaschine befestigt. Auf den Hauptrahmen ist eine vertikal bewegliche Gleitschiene aufgesetzt. Mit Seilzügen wird eine vertikale Bewegung der Gleitschiene und des Grasfangbehälters bewirkt. Bei dieser bekannten Mähmaschine sind die Seilzüge relativ kompliziert zu montieren und zu justieren. Auch ist die Entnahme und Entleerung des Grasfangbehälters relativ umständlich zu bewerkstelligen.

Insbesondere kann der Tragemechanismus die Form eines Parallelogramm-Verbindungsmechanismus haben, der den Grasfangbehälter schräg nach hinten und nach oben bewegen kann, so das eine im Wesentlichen parallele Ausrichtung zur Grassammelstellung aufrecht erhalten bleibt. Die Graseinlassöffnung weist dabei nach vorne zur Karosserie. In diesem Fall unterliegt der Vorgang des Anbringens und Abnehmens des Grasfangbehälters verschiedenen Einschränkungen. Eine Konstruktion zur Vereinfachung des Anbringungs- und Abnahmevorgangs bringt erhebliche Vorteile.

Es stellt sich die Aufgabe, einen weniger kompliziert arbeitenden und einfacher zu demontierenden und zu entleerenden Grasfangbehälter in Zusammenhang mit einer Mähmaschine anzugeben.

Diese Aufgabe wird gelöst bei einer Mähmaschine der eingangs genannten Art, bei der auf beiden Seiten des Grasfangbehälters eine Gleitführung angeordnet ist, die eine Gleitfläche umfasst, die sich am Grasfangbehälter oder am Tragemechanismus befindet, und einen Führungszapfen, der am Tragemechanismus oder am Grasfangbehälter zum Gleiten entlang der Gleitfläche angeordnet ist und die in einer angehobenen Position des Grasfangbehälters auseinanderfahrbar ist, in der der Grasfangbehälter in eine Entleerungsstellung verschwenkbar ist.

Bei dieser Konstruktion kann ein Ende des Grasfangbehälters während der Anbringung des Grasfangbehälters auf dem Träger abgelegt werden. Dies ermöglicht der Bedienungsperson den gesamten Grasfangbehälter einfach anzuheben. Danach kann aus dieser Position der gesamte Grasfangbehälter von der Bedienungsperson in eine Position gebracht werden, in der er mit Hilfe des Führungsmechanismus mit dem Tragemechanismus mit Hilfe eines Spannwerkzeugs verbunden wird.

Die Konstruktion des vorgeschlagenen Führungsmechanismus umfaßt eine am Grasfangbehälter vorgesehene Gleitfläche und einen am Tragemechanismus vorgesehenen Führungszapfen zum Gleiten entlang der Gleitfläche. Alternativ kann der Führungsmechanismus eine am Tragemechanismus vorgesehene Gleitfläche und einen am Grasfangbehälter vorgesehenen Führungszapfen zum Entlanggleiten an der Gleitfläche umfassen.

In einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung kann der Tragemechanismus die Form eines Parallelogramm-Verbindungsmechanismus haben, der den Grasfangbehälter schräg nach hinten/oben bewegen kann, so das eine im Wesentlichen parallele Ausrichtung zur Grassammelstellung aufrecht erhalten wird, bei der die Graseinlassöffnung nach vorne zur Karosserie weist und der Parallelogramm-Verbindungsmechanismus am Montagerahmen befestigt ist.

Insbesondere wenn der Tragemechanismus als relativ großer Verbindungsmechanismus angelegt ist, wirken der Träger und der Führungsmechanismus als Stütze beim Anbringungsvorgang des Grasfangbehälters. Beim Verbinden des Grasfangbehälters mit dem Parallelogramm-Verbindungsmechanismus der Grasfangbehälter durch den Träger und den Führungsmechanismus kann die Bedienungsperson sich auf den Vorgang des Verbindens des Grasfangbehälters mit dem Parallelogramm-Verbindungsmechanismus konzentrieren.

Um den Auswurf von Grasschnitt aus dem Grasfangbehälter zu. erleichtern, kann bei der Mähmaschine der Grasfangbehälter gegenüber der Einlassöffnung eine Auslassöffnung bilden und einen Deckel zum Öffnen und Schließen der Auslassöffnung umfassen. Der Tragemechanismus umfasst einen Kippmechanismus zum Umstellen des Grasfangbehälters in eine Entladestellung mit nach unten gerichteter Auslassöffnung, wobei der Grasfangbehälter an einem Verbindungspunkt zwischen einer senkrechten Verbindungsstrebe des Parallelogramm-Verbindungsmechanismus und dem Grasfangbehälter geschwenkt wird. Bei dieser Art der Mähmaschine befindet sich die Schwenkachse des Grasfangbehälters gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung an einem Verbindungspunkt zwischen einer oberen Verbindungsstrebe und einer senkrechten Verbindungsstrebe des Parallelogramm-Verbindungsmechanismus, wobei die Gleitfläche sich am Grasfangbehälter befindet und der Führungszapfen gleichzeitig als Verbindungszapfen zum Verbinden der senkrechten Verbindungsstreben mit den unteren Verbindungsstreben dient.

Eine Ausführungsform der Erfindung wird Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert.

1 zeigt eine Seitensicht einer Aufsitzmähmaschine gemäß dieser Erfindung;

2 zeigt eine Rückansicht, zum Teil im Schnitt, mit den Hinterrädern und den umliegenden Komponenten der Mähmaschine;

3 zeigt eine Seitenansicht einer Grassammelvorrichtung;

4 zeigt eine Draufsicht auf einen linken Abschnitt der Grassammelvorrichtung;

5 zeigt eine erläuternde Ansicht der Bewegung der Grassammelvorrichtung;

6 zeigt eine erläuternde Ansicht des Anbringungsvorgangs der Grassammelvorrichtung;

7 zeigt eine Vorderansicht einer Konstruktion für das automatische Öffnen und Schließen einer Einlassklappe; und

8 zeigt eine Draufsicht der Konstruktion für das automatische Öffnen und Schließen der Einlassklappe.

1 zeigt eine Aufsitzmähmaschine mit mittig angeordnetem Sitz.

Die Mähmaschine umfasst eine Karosserie A mit einem in ihrem vorderen Bereich angeordneten Motor 2, einen hinten angeordneten Fahrersitz 4 und ein vor dem Fahrersitz 4 angebrachtes Lenkrad 3. Ein nach dem Stand der Technik bekanntes Mähwerk B ist unter dem Karosserierahmen 1 als Grasschneidevorrichtung angebracht. Ein Rohr 10 befördert den durch das Mähwerk B geschnittenen Grasschnitt zur hinter der Karosserie A angeordneten Grassammelvorrichtung C.

In 1 bezeichnet die Bezugsziffer 5 lenkbare Vorderräder. Bezugsziffer 6 bezeichnet die hinteren Antriebsräder und Bezugsziffer 7 einen anhebenden und senkenden Verbindungsmechanismus für das Mähwerk B. Die Grassammelvorrichtung C ist an einem Montagerahmen 9 angebracht, der fest mit den Karosserierahmen 1 verbunden ist.

Das Rohr 10 erstreckt sich längs der Karosserie A vom vor den Hinterrädern 6 angebrachten Mähwerk B zur hinter der Karosserie A angebrachten Grassammelvorrichtung C. Wie in 2 gezeigt, verläuft das Rohr 10 durch einen Bereich zwischen dem Fahrersitz 4 und der die Achsen 6A des linken und rechten Hinterrades 6 verbindenden Differentialwelle 6B, sowie zwischen dem rechten und linken Karosserierahmen 1.

Im Folgenden wird der Aufbau der Grassammelvorrichtung C beschrieben.

Wie 1 und 2 zeigen, umfaßt die Grassammelvorrichtung C einen Grasfangbehälter 8 und einen Tragemechanismus 50, der den Grasfangbehälter 8 trägt.

Das Rohr 10 besitzt einen sich nach unten öffnenden U-förmigen Abschnitt und erstreckt sich hinter der Karosserie A, wobei ein hinteres Ende des Rohrs entfernbar in eine Einlassöffnung 17 (siehe 3) eingeführt ist, die sich in der Vorderfläche 8a des Grasfangbehälters 8 befindet. Der vom Mähwerk B mit Messern gemähte Grasschnitt wird mit dem durch die Rotation der Messer erzeugten Luftstrom durch das Rohr 10 nach hinten befördert und im Grasfangbehälter 8 gesammelt. Zu diesem Zweck hat der Grasfangbehälter 8 eine Vielzahl von Belüftungslöchern für das Entweichen der grasbefördernden Luftströme aus dem Grasfangbehälter 8. Der Grasfangbehälter 8 besteht aus Blechen und hat im Wesentlichen die Form einer Kiste mit dünnen Metallwänden. Ein aus Blech geformter Deckel 14 ist schwenkbar am Grasfangbehälter 8 befestigt, um die Auslassöffnung 17a, wie nachfolgend detailliert beschrieben, zu schließen.

Der Grasfangbehälter 8 ist in seiner Stellung durch den Tragemechanismus 50 verstellbar. Wie 3 zeigt besitzt ein Tragemechanismus 50 eine rechte und eine linke obere Verbindungsstrebe 31 und eine rechte und eine linke untere Verbindungsstrebe 32. Die Verbindungsstreben 31 und 32 sind schwenkbar an Querachsen, die an einem an den hinteren Enden der Karosserierahmen 1 hinter der Karosserie A befestigten Montagerahmen 9 angebracht sind. Jeweils eine obere Verbindungsstrebe 31 und eine untere Verbindungsstrebe 32 sind an ihren hinteren Enden durch eine vertikale Verbindungsstrebe 33 schwenkbar verbunden. Der Tragemechanismus 50 umfasst damit einen Parallelogramm-Verbindungsmechanismus 30 für die parallele Bewegung des Grasfangbehälters 8 schräg nach hinten und nach oben, so das er eine im Wesentlichen parallele Ausrichtung zur Grassammelstellung beibehält, sowie einen Kippmechanismus 40, der nachfolgend beschrieben wird.

Der Parallelogramm-Verbindungsmechanismus 30 umfasst feststehende Teile, die von oberen Bereichen des Montagerahmens 9 gebildet werden und an denen die oberen Verbindungsstreben 31 und die unteren Verbindungsstreben 32 befestigt sind, antreibende Teile in Form der unteren Verbindungsstreben 32, die durch das Heben und Senken hydraulischer Zylinder 34 angetrieben werden, angetriebene Teile, die aus den oberen Verbindungsstreben 31 bestehen, und verbindende Teile, nämlich die senkrechten Verbindungsstreben 33.

Wie in 3, 5 und 8 gezeigt, bewirkt der Parallelogramm-Verbindungsmechanismus 30, dass der Grasfangbehälter 8 durch den Antrieb der hydraulischen Zylinder 34 eine parallele Bewegung schräg nach hinten und nach oben durchführt, so dasd er eine im Wesentlichen parallele Ausrichtung zur Grassammelstellung beibehält.

Ein Kippmechanismus 40 bewirkt, dass der Grasfangbehälter 8 an einer Querachse P1 relativ zu den senkrechten Verbindungen 33 geschwenkt wird. Der Grasfangbehälter 8 wird dadurch von einer Position parallel zur Grassammelstellung in die erhöhte Entladestellung gebracht.

Der Kippmechanismus 40 umfaßt Schwenksteuerungselemente 41, die an seitlichen Positionen des Grasfangbehälters 8 befestigt sind, und einen hydraulischen Kippzylinder 42 zum Schwenken der Schwenksteuerungselemente 41 an einer Querachse P1 relativ zu den senkrechten Verbindungsstreben 33.

Relative Schwenkbewegungen zwischen den senkrechten Verbindungsstreben 33 und den Schwenksteuerungeselementen 41 werden folgendermaßen ausgeführt.

Wie in 3, 5 und 6 gezeigt, stellt jede senkrechte Verbindungsstrebe 33 eine in Kniehebelform gebogene Platte, die die obere Verbindungsstrebe 31 und die untere Verbindungsstrebe 32 trägt. Die Platte ist mit einem Schwenkzapfen 35 verbunden, der gleichzeitig als Zapfen für die Verbindung mit der oberen Verbindungsstrebe 31 dient, und mit einem Verbindungszapfen 36 für die Verbindung zur unteren Verbindungsstrebe 32.

Das am Grasfangbehälter 8 befestigte Schwenksteuerungselement 41 besitzt eine integrierte Tragwelle 43 zum Tragen des hydraulischen Kippzylinders 42, der sich zum oberen Ende der senkrechten Verbindungsstrebe 33 erstreckt.

Ein Kippvorgang gemäß 5 und 6 wird durchgeführt, nachdem der Grasfangbehälter 8 eine parallele Bewegung schräg nach hinten und oben durchgeführt hat, wobei er eine im Wesentlichen, parallele Ausrichtung zur unteren Grassammelstellung beibehält. Für den Kippvorgang des Grasfangbehälters 8 wird der schwenkbare hydraulische Zylinder 42 aus der in 1 und 3 gezeigten Position ausgefahren. Dann schwenkt der gesamte Grasfangbehälter 8, wie in 5 gezeigt, im Uhrzeigersinn um den Schwenkzapfen 35, wie durch den Pfeil X in 5 angedeutet. Der Grasfangbehälter 8 nimmt mit seiner nach unten zeigenden Auslassöffnung 17a seine Entladestellung ein, wie durch die strichpunktierte Linie in 5 angedeutet ist.

Ein Aufbau für das Öffnen und Schließen des Deckels 14 in der Entladestellung wird im Folgenden beschrieben. Der Öffnungs- und Schließvorgang nutzt keinen Betätigungsantrieb wie z. B. einen hydraulischen Zylinder, sondern nutzt das Ausfahren und Einfahren des Verbindungsmechanismus 7 in Verbindung mit der Kippbewegung des Grasfangbehälters 8. Wie in 3 und 5 gezeigt ist ein erster Arm 51 in einer mittleren Position jeder Verbindungsstrebe 33 befestigt. Eine Verbindungsstange 52 ist relativ schwenkbar mit einem freien Ende des ersten Arms 51 verbunden. Ein zweiter Arm 53 ist neben einem freien Ende der Verbindungsstange 52 am Grasfangbehälter 8 befestigt und ein nahegelegenes Ende eines dritten Arms 54 ist relativ schwenkbar mit dem freien Ende des zweiten Arms 53 verbunden. Der dritte Arm 54 gabelt sich an einer mittigen Position, wobei das abzweigende Ende fest verbunden ist, um den Deckel 14 zu öffnen oder zu schließen, wobei der Deckel 14 relativ zum dritten Arm 54 nicht schwenkbar ist. Darüber hinaus ist ein freies Ende der Verbindungsstange 52 relativ schwenkbar verbunden mit einer mittleren Position des dritten Arms 54.

Ein Öffnungs- oder Schließvorgang des Deckels 14 wird nun beschrieben. Wie in 5 gezeigt, schwenkt der Grasfangbehälter 8 um einen Schwenkzapfen 35, wenn der hydraulische Kippzylinder 42 ausgefahren wird. Zu diesem Zeitpunkt wird der an der senkrechten Verbindungsstrebe 33 befestigte erste Arm 51 nicht geschwenkt. Gleichzeitig wird die am Grasfangbehälter 8 befestigte Verbindungsstange 53 mit dem Grasfangbehälter 8 geschwenkt. Ein Abstand zwischen dem freien Ende des ersten Arms 51 und der mittleren Position des dritten Arms 54, die die Verbindungspunkte an den beiden Enden der Verbindungsstange 52 darstellen, müßte sich verringern, bevor der Grasfangbehälter 8 geschwenkt wird. Da die Verbindungsstange 52 aber eine feste Länge hat, schwenkt sie den dritten Arm 54. Die Schwenkbewegung des dritten Arms 54 öffnet den Deckel 14.

Nun wird ein Mechanismus für das manuelle Anbringen und Abnehmen des Grasfangbehälters 8 am/vom Tragemechanismus 50 beschrieben. Wie in 6 gezeigt, besitzt jeder Montagerahmen 9 einen Träger 9a, der sich nach hinten aus seinem unteren Ende erstreckt. An den seitlichen Flächen des Grasfangbehälters 8 ist jeweils eine winklige Gleitfläche 101 angebracht. Ein Verbindungszapfen 36 zum Verbinden der hinteren Enden jeder unteren Verbindungsstrebe 32 und des unteren Endes der senkrechten Verbindungsstrebe 33 ragt zum Grasfangbehälter 8 vor, wobei ein hervorragendes Ende in die Gleitfläche 101 eingreift. Der Verbindungszapfen 36 trägt die Gleitfläche 101 und, da die Gleitfläche 101 am Grasfangbehälter 8 angebracht ist, auch den Grasfangbehälter 8. Das bedeutet, dass der Verbindungszapfen 36 gleichzeitig als Führungszapfen 102 des Führungsmechanismus 100 dient.

Ein Verfahren zum Anbringen des Grasfangbehälters 8 wird nachfolgend beschrieben. Wie in 6 gezeigt ist das vordere Ende des Grasfangbehälters 8 auf dem Träger 9a gelagert, wie an der strich-doppelpunktierten Linie zu sehen ist, wenn der Parallelogramm-Verbindungsmechanismus 30 angebracht und jeder hebende und senkende hydraulische Zylinder 34 an der jeweiligen unteren Verbindungsstrebe 32 befestigt ist. In dieser vorübergehenden Plazierung wird der Grasfangbehälter 8, wie durch die doppelpunktierte Linie angezeigt, an dem Ende mit dem Deckel angehoben und leicht nach vorne geschoben, so dass der Führungszapfen 102 (Verbindungszapfen 36) in die Gleitfläche 101 eingreift. Wenn die Gleitfläche 101 den Führungszapfen 102 (Verbindungszapfen 36) greift und von ihm getragen wird, während das vordere Ende des Grasfangbehälters 8 auf dem Träger 9a lagert, wird der Grasfangbehälter 8 nach vorne in eine Position zur Verbindung mit dem Tragemechanismus 50 geschoben. Sobald der Grasfangbehälter 8 in die Verbindungsposition gebracht wurde, wird der vorübergehend die untere Verbindungsstrebe 31 und die senkrechte Verbindungsstrebe 33 verbindende Schwenkzapfen 35 tiefer geschoben und erreicht das nahegelegene Ende des am Grasfangbehälter 8 befestigten Schwenksteuerungselements 41, wodurch der Schwenkzapfen 35 den Grasfangbehälter 8 schwenkbar trägt. D.h., dass die Gleitfläche 101 und der Führungszapfen 102 (Verbindungszapfen 36) in dieser Ausführungsform den Führungsmechanismus 100 bilden.

Nachdem der Grasfangbehälter 8 und der Tragemechanismus 50 miteinander verbunden wurden, wird der hydraulische Kippzylinder 42 und weitere Elemente angebracht, um den Zusammenbau zu vollenden.

Eine Klappe 18 für das Rohr 10 und die Einlassöffnung 17 des Grasfangbehälters 8 wird im Folgenden beschrieben. Wie in 7 und 8 gezeigt, ist die Klappe 18 an der Außenfläche des Grasfangbehälters 8 angebracht und schließt die Einlassöffnung 17. Die Klappe 18 umfaßt ein rechtes und ein linkes Klappenteil 18A und 18B. Die Klappenteile 18A und 18B sind spiegelsymmetrisch geformt und jedes besitzt eine breite untere Hälfte für die Abdeckung der unteren Hälfte der Einlassöffnung 17 in der geschlossenen Position. Jedes der Klappenteile 18A und 18B besitzt eine schmale obere Hälfte, die an ihrem oberen Ende an einer sich nach vorne und hinten erstreckenden Achse P2 nach rechts und links schwenkbar angebracht ist. Mit den Rückholfedern 18a werden das rechte und das linke Klappenteil 18A und 18B zueinander, d.h. in die Richtung zum Schließen der Einlassöffnung 17, gelenkt.

Auf der gegenüberliegenden Seite besitzt der Montagerahmen 9 Schrägstifte 11, die gegenüber der Einlassöffnung 17 rechts und links davon nach hinten herausragen, wenn der Grasfangbehälter 8 am Tragemechanismus 50 angebracht ist. Die Schrägstifte 11 und 11 erstrecken sich schräg, so dass ihre äußersten Enden nahe beieinander liegen und als Nocken zum Öffnen des rechten und des linken Klappenteils 18A und 18B dienen.

Das bedeutet, wenn der Grasfangbehälter 8 von der Entladestellung zurück zur Grassammelstellung gesenkt wird, bewegen sich die Schrägstifte 11 in die Einlassöffnung 17 hinein, während der Grasfangbehälter 8 sich auf den Montagerahmen 9 zu bewegt. Folglich kontaktieren die Schrägstifte 11 innenliegende Bereiche der schmalen Hälften der Klappenteile 18A und 18B und öffnen die Klappenteile 18A und 18B durch deren Auseinanderschieben.

Nachfolgend werden weitere Ausführungsformen dieser Erfindung aufgeführt.

  • (1) Die Mähmaschine kann mit Frontmähwerk ausgestattet sein.
  • (2) Als Führungsmechanismus 100 kann die Gleitfläche 101 an der senkrechten Verbindungsstrebe 33 angebracht werden, und der Führungszapfen 102 am Grasfangbehälter 8. Selbst wenn die Gleitfläche 101 am Grasfangbehälter 8 angebracht ist, kann ein Führungszapfen 102 an der senkrechten Verbindungsstrebe 33 oder Ähnlichem ausschließlich zum Zweck einer vom Verbindungszapfen 36 separaten Führung ausgeformt sein.
  • (3) Der Mechanismus zum Öffnen der Auslassöffnung 17a in der angehobenen Entladestellung des Grasfangbehälters 8 ist nicht auf die Verwendung des Antriebs begrenzt, der mit der Schwenkbewegung des Grasfangbehälters 8 auftritt. Unabhängig von der Schwenkbewegung, kann zum Öffnen der Auslassöffnung 17a ein manueller Verriegelungs- und Entriegelungsvorgang durchgeführt werden.
  • (4) Der Parallelogramm-Verbindungsmechanismus 30 muß nicht zwangsläufig ein perfektes Parallelogramm bilden. Es kann ein variierter Aufbau eingesetzt werden. So können z.B. die einzelnen Verbindungsstreben leicht in der Länge variieren, so das der angehobene Grasfangbehälter 8 eine nach hinten tiefer liegende Stellung einnehmen kann. In dieser Erfindung wird auf diese variierten Konstruktionen kollektiv als im Wesentlichen parallele Bewegungen erzeugend verwiesen.
  • (5) Für den Bewegungsmechanismus, der die im Wesentlichen parallele Bewegung schräg nach hinten und nach oben erzeugt, können Gleitschienen verwendet werden. In diesem Fall können die hydraulischen Zylinder durch einen Windenmechanismus oder Ähnliches ersetzt werden, der einen Motor für das Anheben und Senken des Grasfangbehälters und die Drehung des Grasfangbehälters in den Kippvorgang einsetzt.
  • (6) Der hebende und senkende hydraulische Zylinder 34 und der hydraulische Kippzylinder 42 müssen nicht separat gesteuert werden. Beispielsweise können die beiden Zylinder 34 und 42 elektromagnetische Regelventile besitzen, die in einer Folge von Vorgängen durch Folgeschaltung mit einem gemeinsamen Regler in Reaktion auf einen EIN/AUS-Vorgang eines einzelnen (nicht gezeigten) Betätigungsschalters bedient werden.


Anspruch[de]
  1. Mähmaschine mit Karosserie (A), umfassend

    eine Grasschneideeinrichtung,

    einen am hinteren Ende einer Karosserie (A) angebrachten Grasfangbehälter (8), der an seiner Vorderseite eine Graseinlassöffnung (17) aufweist, und

    einen Tragemechanismus (50) zum Halten und Anheben des Grasfangbehälters (8) von einer unteren in eine obere Entleerungsstellung, der an der Karosserie (A) über einen Tragrahmen (9) befestigt ist, und bei dem

    der Tragrahmen (9) einen Träger (9a) umfasst, der das Vorderende des Grasfangbehälters (8) trägt, wenn dieser sich in seiner unteren Position befindet,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    auf beiden Seiten des Grasfangbehälters (8) eine Gleitführung (100) angeordnet ist,

    die eine Gleitfläche (101) umfasst, die sich am Grasfangbehälter (8) oder am Tragemechanismus befindet, und einen Führungszapfen (102), der am Tragemechanismus (50) oder am Grasfangbehälter (8) zum Gleiten entlang der Gleitfläche (101) angeordnet ist und die in einer angehobenen Position des Grasfangbehälters (8) auseinanderfahrbar ist, in der der Grasfangbehälter in eine Entleerungsstellung verschwenkbar ist.
  2. Mähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Gleitführungen eine Gleitfläche (101) und einen Gleitzapfen (102) umfasst, wobei erstere mit dem Grasfangbehälter (8) oder mit einem Element des Tragemechanismus (50) und letzterer mit einem Element des Tragemechanismus (50) bzw. mit dem Grasfangbehälter (8) verbunden ist.
  3. Mähmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragemechanismus (50) eine Parallelogramm-Verbindung (30 oder 31, 32, 33) darstellt, die am Tragrahmen (9) befestigt ist.
  4. Mähmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Parallelogramm-Verbindung (30) der Grasfangbehälter (8) in ungekippter Position nach hinten und oben verstellbar ist, wobei die Einlassöffnung (17) in Richtung der Karosserie zeigt.
  5. Mähmaschine nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass je ein Gleitzapfen (102) an der Parallelogramm-Verbindung (30) befestigt ist, und dass der Gleitzapfen (102) mit der Gleitführung in Verbindung ist, wenn der Grasfangbehälter (8) sich in nicht verschwenkter, angehobener Position befindet.
  6. Mähmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkachse (P1) des Grasfangbehälters (8) an einem Verbindungspunkt zwischen einer oberen Verbindungsstrebe (31) und einer senkrechten Verbindungsstrebe (33) der Parallelogramm-Verbindung (30) festgelegt ist, wobei die Gleitfläche (101) am Grasfangbehälter (8) vorgesehen ist und der Gleitzapfen (102) gleichzeitig als Verbindungszapfen (36) zwischen der oberen Verbindungsstrebe (31) und der senkrechten Verbindungsstrebe (33) dient.
  7. Mähmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,

    – dass der Grasfangbehälter (8) eine Auslassöffnung (17a), die der Einlassöffnung (17) gegenüber liegt, sowie einen Deckel (14) zum Öffnen und Schließen der Auslassöffnung (17a), besitzt,

    – und dass der Tragemechanismus (50) einen Ablademechanismus (40) umfasst, mit dem der Grasfangbehälter (8) um die Schwenkachse (P1) in eine Entladeposition schwenkbar ist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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