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Dokumentenidentifikation DE60103095T2 12.05.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001136279
Titel Polyamidimidharzrückseitenbeschichtung enthaltendes thermisches Übertragungsblatt
Anmelder Dai Nippon Printing Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Suzuki, Taro, 1-chome, Tokyo-to 162-8001, JP;
Fukui, Daisuke, 1-chome, Tokyo-to 162-8001, JP;
Ieshige, Munenori, 1-chome, Tokyo-to 162-8001, JP
Vertreter Kohler Schmid Möbus Patentanwälte, 70565 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 60103095
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.03.2001
EP-Aktenzeichen 013026927
EP-Offenlegungsdatum 26.09.2001
EP date of grant 06.05.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.05.2005
IPC-Hauptklasse B41M 5/40

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Thermotransfer-Flachmaterial, das in einem Thermotransferdrucker unter Einsatz von Aufheizvorrichtungen, wie zum Beispiel einem Aufheizkopf, Verwendung findet, wobei sie insbesondere ein Thermotransfer-Flachmaterial betrifft, bei dem die Tintenschicht für den Transfer dazu befähigt ist, unter Wärme zu schmelzen und zu sublimieren; diese ist auf 1 Seite eines Substratfilms aufgebracht, wobei eine Rückseitenschicht auf der anderen Seite des Substratfilms aus einem speziellen Material strukturiert ist; diese andere Seite wird dabei mit einem Aufheizkopf in Kontakt gebracht, um zu verhindern, dass Ablagerungen durch Verkleben an dem Aufheizkopf auftreten, so dass eine hohe Stabilität beim Drucken und Betriebsablauf vorliegt.

Wenn ein Kunststofffilm, der nicht wärmebeständig ist, als Substrat für ein Thermotransfer-Flachmaterial verwendet wird, stellt sich dadurch das Problem, dass ein Film am Aufheizkopf festklebt und dass sich Ablagerungen am Aufheizkopf während des Druckvorganges absetzen, wodurch die Befähigung zum Ablösen und die Rutscheigenschaften verschlechtert werden, so dass der Substratfilm abreißt. Aus diesem Grunde wird ein Verfahren vorgeschlagen, bei dem eine wärmebeständige Schicht gebildet wird, welche aus einem in der Wärme härtbaren Harz gefertigt ist, das eine hohe Hitze- bzw. Wärmebeständigkeit aufweist. Dieses Verfahren verbessert zwar die Wärmebeständigkeit, ist aber nicht in der Weise hilfreich, die Rutscheigenschaften zu verbessern. Somit besteht auch ein Erfordernis dahin gehend, bei diesem Verfahren einen Härter, wie zum Beispiel ein Vernetzungsmittel einzusetzen, wobei im Endergebnis die Lösung zum Beschichten in Form einer Zweikomponentenlösung vorliegt. Weiterhin ist es im Hinblick darauf, dass das Substrat einen Dünnfilm aus Kunststoff darstellt, der sich nicht bei einer hohen Temperatur aushärten lässt, erforderlich, dass eine Wärmebehandlung (das Altern) bei relativ niedrigen Temperaturen während einer langen Zeit über mehrere "tense" Stunden nach dem Auftrag des Films durchgeführt wird, um eine ausreichende Härtung des Films zu erzielen. Dies gibt eine Veranlassung zu einem Problem, wonach vom Gesichtspunkt der Verarbeitung aus betrachtet, der Alterungsprozess nicht nur kompliziert ist, sondern auch noch während der Wärmebehandlung Knicke auftreten und die Beschichtungsfläche an der Rückseite festklebt; somit tritt eine Blockade ein, sofern keine strikte Temperaturkontrolle vorgenommen wird.

Es ist der Vorschlag gemacht worden, ein Gleitmittel mit einem relativ niedrigen Schmelzpunkt, wie zum Beispiel Silikonöl, sowie ein Wachs mit einem niedrigen Schmelzpunkt und ein Tensid hinzuzufügen. Allerdings treten aufgrund der Tatsache, dass diese Gleitmittel einen niedrigen Schmelzpunkt aufweisen, wiederum Probleme in der Weise auf, dass diese Gleitmittel auf die Rückseite transportiert werden, wenn das Thermotransfer-Flachmaterial über die Walze läuft, und der Aufheizkopf mit diesen Gleitmitteln während des Druckvorganges kontaminiert wird. Es gibt auch Verfahren dahin gehend, einen Füllstoff zum Entfernen dieser adsorbierten Materialien hinzuzufügen. In dem Falle, dass dafür ein ungeeignetes Material eingesetzt wird, tritt das Problem auf, dass der Reibungskoeffizient am Thermokopf (Aufheizkopf) erhöht wird und so Knitterstellen während des Druckvorganges entstehen, wobei der Thermokopf durch jenes Material abgenutzt wird.

So wird in den Publikationen der offen gelegten japanischen Patentanmeldungen (JP – A) 61 – 184 717 sowie JP – A – 62 – 220 385 zur Lösung dieser Probleme eine rückseitige Schicht aus einem Silikonpolyurethan vorgeschlagen, wobei in der Veröffentlichung der JP – A 5 – 229 271 der Vorschlag einer wärmebeständigen Schutzschicht gemacht wird, welche aus einen Blockcopolymer vom Typ Polysiloxan und Polyamid gefertigt ist und schließlich in der Veröffentlichung der JP – A 5 – 229 272 eine wärmebeständige Schutzschicht vorgeschlagen wird, welche ein Polyimidharz umfasst, das mit Silikon modifiziert wurde. Jede einzelne dieser Harztypen weist jedoch eine nur geringe Wärmebeständigkeit auf, so dass damit der Nachteil verbunden ist, dass beim Hochleistungsdrucken und bei höchster Produktivität ein Verkleben verursacht wird, wobei die Umweltverträglichkeit auf Grund des Einsatzes eines speziellen Lösungsmittels verschlechtert wird. In den Veröffentlichungen der JP – A 8 – 113 647 sowie der JP – A 8 – 244 369 wird auch eine Harzzusammensetzung aus Polyamid-imid vorgeschlagen, wobei in der Veröffentlichung der JP – A 10 – 297 124 der Vorschlag einer wärmebeständigen Schutzschicht gemacht wird, die aus einem Harz aus Polyamid-imid hergestellt ist und ein Gleitmittel enthält. Alle diese Materialien weisen eine nur unzureichende Wärmebeständigkeit auf und geben zu dem Problem Anlass, wonach Materialverschmutzungen am Kopf fest haften bleiben und so auf die gedruckte Abbildung einigen Einfluss ausüben.

Die JP – A – 08 239 473 betrifft ein mit Silikon copolymerisiertes Harz aus einem Polyamid-imidester sowie ein Thermo-Aufzeichnungsmaterial, welches dieses Harz enthält. Es wird dabei die Angabe gemacht, dass das Harz eine inhärente Viskosität (Eigenviskosität) von 0,1 dl pro Gramm oder darüber, eine Glasübergangstemperatur von 120 °C oder darüber sowie eine Oberflächenspannung eines trockenen Films von 35 dyn pro cm oder darunter aufweist und in einem alkoholischen Lösungsmittel löslich ist. Das Harz wird als Beschichtungsmittel für die Rückseite oder als oberstes Beschichtungsmittel auf einem Thermo-Aufzeichnungsmaterial verwendet, wobei eine Aussage dahin gehend getroffen wird, dass es eine gute Wärmebeständigkeit, gute Gleiteigenschaften, eine gute Haftfähigkeit sowie Löslichkeit aufweise.

In Einklang damit besteht ein Ziel der vorliegenden Erfindung darin, die vorstehend erwähnten Probleme der herkömmlichen Techniken zu lösen und ein Thermotransfer-Flachmaterial zu schaffen, das mit einer Rückseitenschicht ausgestattet ist, die eine hohe Wärmebeständigkeit und entsprechende Gleiteigenschaften aufweist, wobei diese Rückseitenschicht unter Verwendung einer Beschichtungslösung vom Typ einer einzigen Lösung gebildet wird und ein umweltverträgliches generelles Lösungsmittel zum Einsatz gelangt, ohne dass irgendeine Wärmebehandlung, wie zum Beispiel ein Alterungsprozess, notwendig wäre.

Die vorliegende Erfindung beruht auf einem Thermotransfer-Flachmaterial, das ausgestattet ist mit einer Tintenschicht für den Transfer, welche durch Erhitzen geschmolzen oder sublimiert wird, auf 1 Seite eines Substrats, sowie ausgerüstet ist mit einer Rückseitenschicht auf der anderen Oberfläche des Substratfilms, wobei diese Seite mit einem Aufheizkopf in Kontakt gebracht wird, und wobei die Rückseite ein Bindemittel enthält, das ein Harz aus Polyamid-imid und ein Harz aus Polyamid-imid plus Silikon umfasst, welches jeweils eine Glasübergangstemperatur von 200 °C oder höher aufweist, und zwar auf Basis der Differentialthermoanalyse (DTA) bei einem spezifizierten Mischungsverhältnis, sowie einen Gehalt an einem mehrwertigen Metallsalz eines Alkylphosphats in einem spezifizierten Mischungsverhältnis und einen Füllstoff in einem spezifizierten Mischungsverhältnis aufweist. Falls die Glasübergangstemperatur (Tg) der oben stehend erwähnten Harze aus Polyamid-imid und aus Polyamid-imid plus Silikon auf Basis der Differentialthermoanalyse weniger als 200 °C beträgt, weist das Thermotransfer-Flachmaterial eine verminderte Wärmebeständigkeit auf.

Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die oben stehend erwähnten Harze aus Polyamid-imid und aus Polyamid-imid plus Silikon denn auch in einem Mischungsverhältnis eingesetzt, das im Bereich von 1 : 5 bis 5 : 1, vorzugsweise im Bereich von 1 : 2 bis 2 : 1 liegt. Falls das Mischungsverhältnis des Harzes aus Polyamid-imid plus Silikon größer als 1 : 5 ist, lässt sich eine nur ungenügende Wärmebeständigkeit erzielen, was zur erleichterten Bildung von Verschmutzungen auf dem (Aufheiz)Kopf führt. Andererseits lässt sich in dem Falle, dass das Mischungsverhältnis des Harzes aus Polyamid-imid plus Silikon 5 : 1 oder weniger beträgt, eine nur unzureichende Gleitfähigkeit erzielen, was zum Verkleben führt.

Das Harz aus Polyamid-imid plus Silikon stellt ein Copolymer aus einem Harz aus Polyamid-imid und einer polyfunktionellen Silikonverbindung mit einem Molekulargewicht von 1000 bis 6000 dar, wobei das Copolymerisationsverhältnis in Bezug auf 1 Gew.-Teil Harz aus Polyamid-imid 0,01 bis 0,3 Gew.-Teile (Silikonverbindung) beträgt.

Das Harz aus Polyamid-imid und Silikon stellt ein modifiziertes Produkt aus einem Harz aus Polyamid-imid und einer polyfunktionellen Silikonverbindung mit einem Molekulargewicht von 1000 bis 6000 dar, wobei das Modifizierungsverhältnis in Bezug auf 1 Gew.-Teil Harz aus Polyamid-imid 0,01 bis 0,3 Gew.-Teile (Silikonverbindung) beträgt. Wenn die Menge an dem Copolymer oder dem modifizierten Produkt zu gering ist, lässt sich keine ausreichende Gleitfähigkeit in Bezug auf das vorstehend erwähnte Mischungsverhältnis erzielen, was zu einem erleichterten Auftreten von Verklebungen führt. Andererseits werden in dem Falle, dass die Menge an dem Copolymer oder dem modifizierten Produkt zu groß ist, die Wärmebeständigkeit und Festigkeit des Filmes herabgesetzt.

Das mehrwertige Metallsalz eines Alkylphosphats stellt vorzugsweise eine Verbindung dar, welche durch die Strukturformel 1 symbolisiert wird, worin R einen Alkylrest mit 12 oder mehr Kohlenstoffatomen bedeutet, M ein Erdalkalimetall, Zink oder Aluminium darstellt und n die Wertigkeit von M angibt.

Verbindung 1

Ein mehrwertiges Metallsalz einer Alkylcarbonsäure wird vorzugsweise in einer spezifizierten Menge mit dem mehrwertigen Metallsalz eines Alkylphosphats vermischt.

Das Mischungsverhältnis an dem mehrwertigen Metallsalz einer Alkylcarbonsäure zu dem mehrwertigen Metallsalz eines Alkylphosphats beträgt vorzugsweise 1 : 9 bis 9 : 1.

Das mehrwertige Metallsalz einer Alkylcarbonsäure stellt vorzugsweise eine Verbindung dar, die durch die Strukturformel 2 symbolisiert wird, worin R einen Alkylrest mit 11 oder mehr Kohlenstoffatomen bedeutet, M ein Erdalkalimetall, Zink, Aluminium oder Lithium darstellt und n die Wertigkeit von M bezeichnet.

Verbindung 2

Das Mengenverhältnis des mehrwertigen Metallsalzes eines Alkylphosphats beträgt 1 bis 100 Gewichtsteile und vorzugsweise 5 bis 20 Gew. – Teile pro 100 Gew. – Teile an dem Bindemittel. Falls die Menge des einzusetzenden mehrwertigen Metallsalzes eines Alkylphosphats unterhalb des oben stehenden Bereiches liegt, lässt sich lediglich eine nur unzureichende Ablösbarkeit während des Thermodrucks erzielen, so dass eine Neigung dahin gehend besteht, dass sich Materialverschmutzungen am Aufheizkopf ablagern. Andererseits wird dann, wenn die Menge des einzusetzenden mehrwertigen Metallsalzes eines Alkylphosphats den oben angegebenen Bereich übersteigt, die physikali-sche Stärke der rückseitigen Schicht vermindert, weshalb eine derartige Menge nicht erwünscht ist.

Ebenso stellt der Füllstoff vorzugsweise einen Talk dar.

Ferner wird der Talk vorzugsweise in einem Mengenverhältnis von 2 bis ro 20 Gew. – Teilen pro 100 Gew. – Teile an dem Bindemittel vermischt. Ein Mengenverhältnis in dem oben stehenden Bereich führt die gute Ausgewogenheit zwischen den Gleiteigenschaften und der Wärmebeständigkeit der rückseitigen Schicht zu einem ordentlichen Ergebnis.

Die Haftfestigkeit der Rückseitenschicht lässt sich durch weiteres Verarbeiten verbessern, wobei ferner noch ein Polyester mit enthalten ist. Das Mengenverhältnis im Hinblick auf das Polyesterharz beträgt vorzugsweise 0,5 bis 10 Gew. – Teile pro 100 Gew. – Teile Bindemittel. In dem Falle, dass das Mengenverhältnis bezüglich des Polyesterharzes im Vergleich zu dem vorstehenden Mengenverhältnis niedriger ist, haftet auch die rückseitige Schicht schlechter am Substratfilm, so dass sich die Rückseite leicht abschält; im Gegensatz dazu ist die Wärmebeständigkeit dann herabgesetzt, wenn das Mengenverhältnis im Vergleich zu dem oben stehenden Mengenverhältnis größer ist.

Im Folgenden soll die vorliegende Erfindung vermittels der Ausgestaltungen näher erläutert werden.

Substratfilm

Als Substratfilm, der das Thermotransfer-Flachmaterial gemäß der vorliegenden Erfindung bildet, lässt sich jedes beliebige Material insoweit einsetzen, als es in herkömmlicher Weise bekannt ist und ein gewisses Ausmaß an Wärmebeständigkeit und Festigkeit aufweist. Beispiele für diese Materialien sind solche, die eine Dicke von etwa 0,5 bis zu 50 &mgr;m und vorzugsweise von etwa 3 bis 10 &mgr;m aufweisen; sie können dabei einen Film aus Polyethylenterephthalat, einen Film aus 1,4 – Polycyclohexylendimethylenterephthalat, einen Polyethylennaphthalatfilm, Polyphenylensulfidfilm, Polystyrolfilm, Polypropylenfilm, Polysulfonfilm, Alamidfilm, Polycarbonatfilm, einen Film aus Polyvinylalkohol, Cellophan, Cellulosederivate, wie zum Beispiel Celluloseacetat, einen Polyethylenfilm, einen Film aus Polyvinylchlorid oder Nylon, einen Polyimid- und Ionomerfilm sowie noch andere als die vorstehend genannten Materialien, Papiere, wie zum Beispiel Kondensator- und Paraffinpapier, nicht verwobenes Textil- oder zusammengesetzte Materialien aus Harz oder Nichttextilgewebe.

Rückseitige Schicht

Die vorliegende Erfindung beruht auf einem Thermotransfer-Flachmaterial, das mit einer Transfertintenschicht ausgestattet ist, die durch Erhitzen auf 1 Seite eines Substrats geschmolzen oder sublimiert wird, sowie einer rückseitigen Schicht auf der gegenüberliegenden Seite des Substratfilms, dessen Oberfläche mit einem Aufheizkopf in Kontakt gebracht wird; dabei umfasst die Rückseitenschicht ein Bindemittel, welches ein Polyamid-imidharz und ein Harz aus Polyamid-imid und Silikon aufweist und diese Harztypen jeweils eine Glasübergangstemperatur von 200 °C oder höher besitzen; diese Temperaturen beruhen auf der Differentialthermoanalyse bei einem spezifizierten Mischungsverhältnis, einem mehrwertigen Metallsalz eines Alkylphosphats und einem Füllstoff, ebenfalls bei einem spezifizierten Mischungsverhältnis.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung werden sodann beide oben stehend erwähnten Harze aus Polyamid-imid und aus Polyamid-imid plus Silikon bei deren Einsatz miteinander vermischt. Das Mischungsverhältnis liegt in einem Bereich von 1 : 5 bis 5 : 1 und vorzugsweise im Bereich von 1 : 2 bis 2 : 1. Falls das Verhältnis des Harzes aus Polyamid-imid und Silikon größer als 1 : 5 ist, wird eine nur unzureichende Wärmebeständigkeit erzielt, was zur begünstigten Erzeugung von Kopfverschmutzungen führt. Andererseits lassen sich dann, wenn das Verhältnis des Harzes aus Polyamid-imid und dem Silikon 5 : 1 oder kleiner ist, nur ungenügende Gleiteigenschaften erzielen, was zu Verklebungen führt.

Bei dem vorzunehmenden Einsatz der Harze aus Polyamid-imid und aus Polyamid-imid / Silikon kommen dieselben Materialien in Betracht, die in den Veröffentlichungen von JP – A 8 – 244 369 und JP – A – 8 – 113 647 beschrieben sind, wobei in bevorzugter Weise insbesondere solche Materialien verwendet werden, die eine Tg von 200 °C oder höher auf der Basis der Differentialthermoanalyse aufweisen. Im Hinblick auf das gemäß der vorliegenden Erfindung eingesetzte Harz aus Polyamid-imid und Silikon werden solche Typen verwendet, bei denen eine Verbindung mit einem Molekulargewicht von 1000 bis 6000 als die polyfunktionelle Silikonverbindung zum Einsatz gelangt, wobei die Menge an dem Copolymer oder modifizierten Produkt vorzugsweise 0,01 bis 0,3 pro 1 Polyamid-imid-harz beträgt.

Als das zum Einsatz gelangende Harz aus Polyamid-imid werden solche Sorten bevorzugt, die in einem Lösungsmittel vom Alkoholtyp löslich sind. Als die polyfunktionelle Silikonverbindung, die als Stoff zum Copolymerisieren oder Modifizieren dient, wird in bevorzugter Weise eine Silikonverbindung eingesetzt, die irgendeine Gruppe aus der Reihe der Hydroxyl-, Carboxyl-, Epoxy-, Amino-, Säuranhydrid- und einer ungesättigten Gruppe darstellt.

In dem Falle, dass die Tg der oben stehend erwähnten Harze aus Polyamid-imid und aus Polyamidimid / Silikon weniger als 200 °C beträgt, weist das Thermotransfer-Flachmaterial eine verschlechterte Wärmebeständigkeit auf. Falls die Menge an dem Copolymer oder modifizierten Polymer zu gering ist, wird bei dem vorstehend erwähnten Mischungsverhältnis keine ausreichende Gleitfähigkeit erzielt, was zu einem vermehrten Auftreten von Verklebungen führt, wogegen dann, wenn die Menge an dem Copolymer oder modifizierten Polymer zu groß ist, die Wärmebeständigkeit und die Filmfestigkeit vermindert werden.

Bei der vorliegenden Erfindung wird ferner noch ein mehrwertiges Metallsalz eines Alkylphosphats zu dem oben stehend genannten Bindemittelharz hinzugefügt. Das mehrwertige Metallsalz eines Alkylphosphats wird durch die Substitution eines Alkalimetallsalzes eines Alkylphosphats mit einem mehrwertigen Metall erhalten. Das mehrwertige Metallsalz eines Alkylphosphats selbst ist als Additiv für Kunststoffe bekannt, wobei als mehrwertiges Metallsalz eines Alkylphosphats ein solches in unterschiedlichen Reinheitsgraden erhältlich ist.

Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung stellt das mehrwertige Metallsalz eines Alkylphosphats vorzugsweise eine Verbindung dar, die durch die Strukturformel 1 symbolisiert wird (R bedeutet einen Alkylrest mit 12 oder mehr Kohlenstoffatomen, M ein Erdalkalimetall, Zink oder Aluminium, und n die Wertigkeit von M), worin R einen Alkylrest mit 12 oder mehr Kohlenstoffatomen, wie zum Beispiel eine Cetylgruppe, eine Laurylgruppe oder Stearylgruppe und insbesondere eine Stearylgruppe bedeutet und M ein Erdalkalimetall, wie zum Beispiel Barium, Calcium oder Magnesium, Zink oder Aluminium darstellt und n die Wertigkeit von M bezeichnet.

Verbindung 1

Das Mengenverhältnis des mehrwertigen Metallsalzes eines Alkylphosphats beträgt 1 bis 100 Gew.-Teile und vorzugsweise 5 bis 20 Gew. – Teile pro 100 Gew. – Teile an dem Bindemittel. Falls die Menge des einzusetzenden mehrwertigen Metallsalzes eines Alkylphosphats unterhalb des oben stehenden Bereiches zu liegen kommt, lässt sich lediglich eine nur unzureichende Ablösbarkeit während des Thermodrucks erzielen, so dass die Materialverschmutzungen dazu neigen, sich am Aufheizkopf festzusetzen. Andererseits wird dann, wenn die Menge des einzusetzenden mehrwertigen Metallsalzes eines Alkylphosphats den oben angegebenen Bereiches übersteigt, die physikalische Stärke der rückseitigen Schicht vermindert, weshalb eine derartige Menge nicht erstrebenswert ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung können auch noch ein in der Wärme wirksames Ablösemittel und ein Gleitmittel, wie zum Beispiel ein Wachs, Amide sowie Ester höherer Fettsäuren und Tenside mit eingeschlossen werden, falls die rückseitige Schicht aus den oben angegebenen Materialien in dem Grad gebildet wird, dass der Gegenstand der vorliegenden Erfindung (in seinen Eigenschaften) beeinträchtigt ist. Insbesondere wird in bevorzugter Weise ein mehrwertiges Metallsalz eines Phosphats oder einer Alkylcarbonsäure eingemischt. Ein derartiges mehrwertiges Metallsalz wird in einem Mischungsverhältnis vermengt, das sich im Bereich von 1 : 9 bis 9 : 1 bewegt und bevorzugt bei 2 : 8 bis 8 : 2 liegt, und zwar auf Basis des mehrwertigen Metallsalzes eines Alkylphosphats. In dem Falle, dass die hinzuzufügende Menge im Überschuss vorliegt, neigen die Verschmutzungen dazu, an einem Aufheizkopf fest zu haften, wogegen dann, wenn die Menge außerordentlich gering ist, der Zusatz keinen Effekt bewirkt. Ferner wird das zu verwendende mehrwertige Metallsalz der Alkylcarbonsäure durch die Strukturformel 2 symbolisiert (R bedeutet einen Alkylrest mit 11 oder mehr Kohlenstoffatomen, M ein Erdalkalimetall, Zink, Aluminium oder Lithium, und n die Wertigkeit von M), worin R einen Alkylrest mit 11 oder mehr Kohlenstoffatomen, wie zum Beispiel eine Hexadecyl-, Dodecyl- und Heptadecylgruppe und insbesondere eine Dodecyl- und Heptadecylgruppe bedeutet, wobei M ein Erdalkalimetall, wie zum Beispiel Barium, Calcium oder Magnesium, Zink, Aluminium oder Lithium darstellt und n die Wertigkeit von M angibt.

Bei einer nur geringen Anzahl von Kohlenstoffatomen bestehen bei einem industriellen Einsatz Schwierigkeiten bei der Beschaffung, was zu einer Steigerung der Produktionskosten führt. Darüber hinaus stellt sich bei der Herabsetzung des Molekulargewichts das Problem, wonach das Gleitmittel an der Rückseite austritt und damit andere Stellen kontaminiert werden. Aus diesem Grunde ist daher eine derartig kleine Anzahl von Kohlenstoffatomen (in den Verbindungen) nicht wünschenswert.

In Bezug auf den Begriff "M" lässt sich der Metalltyp je nach den Temperaturbedingungen auswählen. Der Schmelzpunkt jedes dieser Metalle wird unter der folgenden Bezugnahme aufgezeigt: Bariumtyp: 195 °C oder höher, Calciumtyp: 140 bis 180 °C, Magnesiumtyp: 110 bis 140 °C, Zinktyp: 110 bis 140, Aluminiumtyp: 110 bis 170 °C und Lithiumtyp: 200 °C oder höher.

Für den vorliegenden Einsatz ist ein Magnesium-, Zink- und Aluminiumtyp besonders bevorzugt. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird zur rückseitigen Schicht mit dem Ziel, die Wärmebeständigkeit zu erhöhen, ein Füllstoff hinzugegeben. Als Füllstoffe einzusetzende wärmebeständige Teilchen sind bekannt, wobei die Beispiele für diese wärmebeständigen Teilchen feinste Partikel mit einschließen, wie zum Beispiel Hydrotalcit DHT – 4A (hergestellt von der Kyowa Kagaku Kogyo), der Talk Microace L – 1 und P – 3 (hergestellt von der Nippon Talc), Teflon Rubron L – 2 (hergestellt von der Daikin Industries), Graphitfluorid SCP – 10 (hergestellt von der Sanpo Kagaku Kogyo), Graphit AT40S (hergestellt von der Oriental Sangyo) oder Silika / Calciumcarbonat, sedimentäres Bariumsulfat, Harnstoffharz quervernetzendes Pulver, Melaminharz quervernetzendes Pulver, Holzmehl, Molybdändisulfid und Bornitrid. Angesichts der Ausgewogenheit zwischen der Wärmebeständigkeit und den Gleiteigenschaften ist der Talk wünschenswert.

Die Menge an dem hinzuzufügenden Füllstoff ist von Bedeutung. Wenn das Vermischen des Talks in einem Mengenverhältnis von 2 bis 20 Gew. – Teilen auf Basis von 100 Gew. – Teilen Bindemittel erfolgt, sind eine gute Wärmebeständigkeit und Gleitfähigkeit, wie sie oben erwähnt wurden, gegeben. Insbesondere bewegt sich die Menge an Füllstoff vorzugsweise im Bereich von 5 bis 15. In dem Falle, dass die Menge niedriger ist als dem oben stehenden Bereich entspricht, lässt sich keine Verbesserung bei der Wärmebeständigkeit beobachten, wobei man an einem Aufheizkopf einen Schmelzvorgang vorfindet. Andererseits vermindert sich die Gleitfähigkeit der Rückseite dann, wenn die Menge den oben stehenden Bereich überschreitet, wobei auf einer gedruckten Fläche während des Druckvorganges Streifen erscheinen.

Es wird dabei in Betracht gezogen, dass dieses Phänomen von der Ursache herrührt, dass die rückseitige Schicht, die physikalisch brüchig gefertigt ist, durch einen Aufheizkopf gescheuert und abgeschält wird.

Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung lässt sich in die Rückseite ferner noch ein Polyesterharz einarbeiten, um die Haftung am Substratfilm zu verbessern. Im Falle des Einsatzes des Polyesterharzes beträgt eine zu bevorzugende Menge an dem einzumischenden Polyesterharz 0,5 bis zu 10 Gew. – Teile pro 100 Gew. – Teile Bindemittel. In dem Falle, dass die Menge niedriger ist als dem oben stehenden Bereich entspricht, ist die Haftung der Rückseite am Substratfilm nur unzureichend, was zu einer Abschälung führt. In dem Falle, dass die Menge höher ist als dem oben stehenden Bereich entspricht, ist die Wärmebeständigkeit herabgesetzt. Aus diesen Gründen ist eine Menge außerhalb des oben angegebenen Bereichs nicht erwünscht. Ein besonders zu bevorzugender Bereich bewegt sich von 1 bis zu 10 Gew. – Teilen.

Die Rückseite wird durch das Auflösen und Dispergieren von Materialien gebildet, wie sie oben stehend erwähnt wurden, und zwar in einem Lösungsmittel aus Toluol und Ethanol im Verhältnis 1 : 1, um eine Beschichtungslösung zuzubereiten, wobei diese Beschichtungslösung vermittels eines herkömmlichen Überzugsverfahrens unter Verwendung beispielsweise eines Gerätes zur Gravurbeschichtung, eines Walzenbeschichtungsgerätes oder eines Drahtbarrenbeschichtungsgerätes appliziert wird; danach erfolgt das Trocknen. In spezieller Weise ist auch die Beschichtungsmenge der Rückseite von Bedeutung. Gemäß der vorliegenden Erfindung lässt sich eine rückseitige Schicht mit einer hinreichenden Leistungsfähigkeit in einer Dicke ausbilden, die einer Beschichtungsmenge von 0,7 g pro m2 oder weniger und vorzugsweise von 0,1 bis 0,6 g pro m2 auf Basis des trockenen Feststoffes entspricht.

In dem Falle, dass die Dicke der rückseitigen Schicht zu groß ist, wird die Empfindlichkeit während des Druckvorganges herabgesetzt, so dass eine derartige Dicke nicht erwünscht ist.

Transfertintenschicht

Aufgrund der Tatsache, dass die Transfertintenschicht auf der anderen Seite des oben stehenden Substratfilms auszubilden ist, wird eine Schicht mit einem Gehalt an einem Sublimationsfarbstoff, in spezieller Weise jedoch eine Schicht mit einem Thermosublimationsfarbstoff im Falle eines Thermotransfer-Flachmaterials vom Sublimationstyp ausgeformt, wogegen im Falle eines Thermotransfer-Flachmaterials vom thermisch schmelzbaren Typ eine thermisch schmelzbare Tintenschicht ausgeformt wird, die unter Einsatz eines Pigments oder dergleichen eingefärbt wird.

Der Fall des Thermotransfer-Flachmaterials vom Sublimationstyp soll im Folgenden als ein typisches Beispiel erläutert werden; die vorliegende Erfindung ist allerdings nicht allein auf das Thermotransfer-Flachmaterial vom Sublimationstyp beschränkt. Als Farbstoff, der bei der Transfertintenschicht vom Sublimationstyp einzusetzen ist, lässt sich ein beliebiger Farbstoff verwenden, wie er in herkömmlicher Weise bei bekannten Thermotransfer-Flachmaterialien gemäß der vorliegenden Erfindung ohne jegliche besondere Einschränkung verwendet werden kann. Als verschiedene bevorzugte Beispiele für den Farbstoff seien MS RED G, Macro Red Violet R, Ceres Red 7B, Samaron Red HBSL und Resolin Red F3BS als rote Farbstoffe, das Phoron Brilliant Yellow 6 GL, PTY – 52 und Macrolex Yellow 6G als gelbe Farbstoffe und das Kayaset Blue 714, Waxorin Blue AP – FW, und das Phorone Brilliant Blue – S – R sowie das MS Blue 100 als blaue Farbstoffe angeführt.

Bevorzugte Beispiele für das Bindemittelharz als Träger für einen Farbstoff, wie oben stehend erwähnt, schließen die folgenden mit ein: Harze vom Typ Cellulose, wie zum Beispiel Ethyl-, Hydroxyethyl-, Ethylhydroxy-, Hydroxypropyl- oder Methylcellulose sowie Celluloseacetat und Celluloseacetatbutyrat, Harze vom Vinyltyp, wie zum Beispiel Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, Polyvinylbutyral, Polyvinylacetoacetal und Polyvinylpyrrolidon, Acrylharze, wie zum Beispiel Poly(meth)acrylat und Poly(meth)acrylamid, Harze vom Typ Polyurethan, Harze vom Typ Polyamid und vom Typ Polyester. Unter diesen Verbindungen sind die Harze vom jeweiligen Typ Cellulose, Vinyl, Acryl, Urethan und Polyester in Anbetracht der Wärmebeständigkeit und Beweglichkeit des Farbstoffs wünschenswert.

Die Farbstoffschicht lässt sich durch das Applizieren einer Lösung oder Dispersion ausbilden, worin der oben stehende Farbstoff und obige Bindemittel, zu denen noch je nach Bedarf eine Zugabe an Additiven, wie zum Beispiel Ablösemittel und anorganische feinste Teilchen, aufgelöst werden, und zwar in einem passenden organischen Lösungsmittel, wie zum Beispiel Toluol, Methylethylketon, Ethanol, Isopropanol, Cyclohexanon oder DMF oder in einem organischen Lösungsmittel oder Wasser dispergiert werden, wobei diese Applikation auf 1 Seite des oben stehend erwähnten Substratfilms mittels eines Gravurstreich(beschichtungs)verfahrens, einer Siebdruckmethode oder eines Umkehrwalzenbeschichtungsverfahrens zum Bedrucken unter Einsatz einer Gravurtiefdruckplatte erfolgt; im Anschluss daran wird getrocknet. Die auf diese Art und Weise ausgebildete Farbstoffschicht weist eine Dicke von 0,2 bis zu 5,0 &mgr;m und vorzugsweise eine solche von 0,4 bis 2,0 &mgr;m auf. Ferner ist es auch angemessen, dass die in der Farbstoffschicht vorhandene Menge an Sublimationsfarbstoff 5 bis 90 Gew. – % und vorzugsweise 10 bis zu 70 Gew. – % in Bezug auf die Farbstoffschicht beträgt. Im Falle der Ausbildung der Farbstoffschicht wird 1 Farbe aus den vorstehend erwähnten Farbstoffen ausgewählt, und zwar dann, wenn die vorgesehene Abbildung monochrom ist, wobei als Farbstoffe jeweils passend das Cyan, Magenta und Gelb (ferner noch Schwarz, wo erforderlich) zur Erzeugung von Farbstoffschichten mit Cyan, Magenta und Gelb (ferner noch Schwarz, wo erforderlich) dann ausgewählt werden, wenn die angestrebte Abbildung ein Komplettfarbenbild sein soll.

Es wird ein Flachmaterial für eine Abbildung, welches ein über einen Transfer (eine Übertragung) aufnehmendes Material unter Verwendung des oben erwähnten Thermotransfer-Flachmaterials ist, zur Erzeugung einer Abbildung eingesetzt; es kann sich dabei um ein beliebiges Bild aufnehmendes Material handeln, insoweit die Aufzeichnungsseite die Fähigkeit besitzt, einen Farbstoff anzunehmen, wobei diese Fähigkeit ausreichen sollte, die obigen Farbstoffe aufzunehmen. Im Falle von Papier, Metall, Glas oder synthetischem Harz, welche Materialien keine Befähigung zur Aufnahme von Farbstoffen besitzen, lässt sich eine die Farbstoffe annehmende Schicht auf wenigstens 1 Seite eines derartigen Materials ausformen. Auch im Falle eines Thermotransfer-Flachmaterials vom Wärmeschmelztyp besteht keine besondere Beschränkung im Hinblick auf das Thermotransfer-Flachmaterial, wobei allgemeine Papiere und Kunststofffilme verwendet werden können. Als Drucker gelangt bei der Durchführung eines Thermotransfers unter Verwendung des oben stehend erwähnten Thermotransfer-Flachmaterials und des Bild aufnehmenden Flachmaterials ein bekannter Thermotransferdrucker in gewohnter Ausführung zum Einsatz, wobei mit dem Drucker keine besonderen Einschränkungen verbunden sind.

BEISPIELE

Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden in detaillierterer Form auf dem Weg von Beispielen näher erläutert, wobei die Beispiele jedoch keinerlei Beschränkung der Erfindung darstellen sollen.

In der unten stehenden Beschreibung sind alle Bezeichnungen von Anteilen und Prozenten auf der Basis von Gewicht gemeint, sofern nichts anderes angemerkt.

Beispiel

Harz aus Polyamid-imid (HR – 15 ET, hergestellt von Toyobo)

Harz aus Polyamid-imid plus Silikon (HR – 14 ET, hergestellt von Toyobo)

Zinkstearylphosphat (LBT 1830, hergestellt von der Sakei Chemikal Industry)

Talk (Microace P – 3, hergestellt von der Nippon Talc)

Polyesterharz (VYLON 220, (Warenzeichen), hergestellt von Toyobo) [Anmerkung des Übersetzers:

Das Druckexemplar zeigt eine Korrektur von ursprünglich "Byron 220" in "VYLON 220".].

Die obigen Materialien wurden unter Einsatz eines Lösungsmittels auf Basis von Ethanol zu Toluol im Verhältnis 1 zu 1 so eingestellt, dass der Gehalt an Feststoffen 10 % betrug. Die einzelnen Materialien wurden, wie in den Tabellen 1 und 2 aufgezeigt, miteinander vermischt. Nachdem die einzelnen Gemische verrührt waren, wurde die Dispergierbehandlung unter Verwendung einer Farbschüttelapparatur 3 Stunden lang durchgeführt, um Tinten für eine rückseitige Schicht zu gewinnen. Jede einzelne dieser Tinten wurde auf 1 Seite eines Polyesterfilms (Dicke 6 &mgr;m, Lumirror F 53, (Warenzeichen), hergestellt von Torray) unter Verwendung eines Beschichtungsgerätes auf Drahtbarrenbasis appliziert, und zwar in einer Beschichtungsmenge, die auf Basis des Trockengewichts spezifiziert war; danach wurde der Film bei 80 °C in einem Ofen 1 Minute zur Ausbildung der rückseitigen Schicht einer Trocknung unterzogen.

Es wurden die Tinten für die rückseitige Schicht, die ein jeweiliges Mischungsverhältnis aufweisen, wie es in den Tabellen 1 und 2 dargestellt ist, hergestellt. So wurden die Beispiele 1 bis 5, die Beispiele 6 bis 10, die Beispiele 14 bis 17, die Beispiele 18 bis 21, die Beispiele 22 bis 26 und die Vergleichsbeispiele 1 bis 9 zubereitet.

Tabelle 1
Tabelle 2

In Abwandlung des Materials innerhalb des Schutzumfanges gemäß der vorliegenden Erfindung wurde ein Flachmaterial gemäß dem Beispiel 13 durch die Erzeugung einer rückseitigen Schicht in derselben Art und Weise wie in obigem Verfahren hergestellt, jedoch mit der Ausnahme, dass unter den oben bezeichneten Materialien das Zinkstearylphosphat gegen das Aluminiumstearylphosphat (LBT 1813, hergestellt von der Sakai Chemical Industry), ausgetauscht wurde.

Als Beispiele, bei denen noch andere Gleitmittel zu den obigen Materialien hinzugefügt werden, dienen Flachmaterialien gemäß den Beispielen 11 und 12, welche durch die Ausbildung einer rückseitigen Schicht in derselben Weise wie oben angegeben unter Einsatz eines Materials hergestellt wurden, bei dem 5 oder 10 Teile eines Tensids vom Phosphattyp eine Rolle spielte (Prisurf A 208S, hergestellt von der Dai-Ichi Kogyo Seiyaku); das Einstellen des Materials erfolgte so, dass der Feststoffgehalt 10% betrug.

Das Zinkcarboxylat (Zinkstearat GF – 200, hergestellt von der NOF Corporation), das eine Heptadecylgruppe aufwies, wurde so eingestellt, dass der Feststoffgehalt 10 % betrug; auf diese Weise wurde eine Tintenschicht für die Rückseite zubereitet, wobei die prozentuale Zusammensetzung in der Tabelle 1 aufgezeigt wird; dadurch kamen die Beispiele 12.1 bis 12.7 zustande.

Das Zinkcarboxylat (Zinklaurat GP, hergestellt von der NOF Corporation), das eine Dodecylgruppe aufwies, wurde so eingestellt, dass der Feststoffgehalt 10 % betrug; auf diese Weise wurde eine Tintenschicht für die Rückseite zubereitet, wobei die prozentuale Zusammensetzung in der Tabelle 1 aufgezeigt wird; dadurch kamen die Beispiele 12.8 bis 12.9 zustande.

Das Aluminiumcarboxylat (Aluminiumstearat #600, hergestellt von der NOF Corporation), das eine Heptadecylgruppe aufwies, wurde so eingestellt, dass der Feststoffgehalt 10 % betrug; auf diese Weise wurde eine Tintenschicht für die Rückseite zubereitet, wobei die prozentuale Zusammensetzung in der Tabelle 1 aufgezeigt wird; dadurch kam das Beispiel 12.9a zustande.

Das Aluminiumcarboxylat (Aluminiumlaurat), das eine Dodecylgruppe aufwies, wurde so eingestellt, dass der Feststoffgehalt 10 % betrug; auf diese Weise wurde eine Tintenschicht für die Rückseite zubereitet, wobei die prozentuale Zusammensetzung in der Tabelle 1 aufgezeigt ist; dadurch kam das Beispiel 12.9b zustande.

Das Magnesiumcarboxylat (Magnesiumstearat GF 200, hergestellt von der NOF Corporation), das eine Heptadecylgruppe aufwies, wurde so eingestellt, dass der Feststoffgehalt 10 % betrug; auf diese Weise wurde eine Tintenschicht für die Rückseite zubereitet, wobei die prozentuale Zusammensetzung in der Tabelle 1 aufgezeigt wird; dadurch kam das Beispiel 12.9c zustande.

Calciumcarboxylat (Calciumstearat GF 200, hergestellt von der NOF Corporation), das eine Heptadecylgruppe aufwies, wurde so eingestellt, dass der Feststoffgehalt 10 % betrug; auf diese Weise wurde eine Tintenschicht für die Rückseite zubereitet, wobei die prozentuale Zusammensetzung in der Tabelle 1 aufgezeigt wird; dadurch kam das Beispiel 12.9d zustande.

Das Lithiumcarboxylat (S 7000, hergestellt von der Sakai Chemical Industry), das eine Heptadecylgruppe aufwies, wurde so eingestellt, dass der Feststoffgehalt 10 % betrug; auf diese Weise wurde eine Tintenschicht für die Rückseite zubereitet, wobei die prozentuale Zusammensetzung in der Tabelle 1 dargestellt ist; dadurch kam das Beispiel 12.9e zustande.

Diese Beispiele wurden im Hinblick auf eine Druckabbildung bewertet, um die in den Tabellen 3 und 4 dargestellten Ergebnisse zu erhalten.

Auf 1 Seite eines Substratfilms wurde eine rückseitige Schicht in derselben Art und Weise ausgebildet wie in den Beispielen 1 bis 26 (einschließlich der Beispiele 12.1 bis 12.9 und der Beispiele 12.9a bis 12.9e), wobei auch im Hinblick auf die Vergleichsbeispiele 1 bis 9 in allen Beispielen eine Farbstoffschicht in Form einer Transfertintenschicht auf der anderen Seite des Substratfilms geformt wurde. Die Farbstoffschicht wurde in Einklang mit den Voraussetzungen für die Farbstoffschicht des Transfer-Flachmaterials ausgebildet, welches beim Sublimationsdrucker CP 770, der von der Mitsubishi Electric Corporation produziert wird, zum Einsatz gelangt. In der folgenden Bewertung wurde die Abbildungen aufzeichnendes Flachmaterial (Standardtype) für den Sublimationsdrucker CP 770, der von der Mitsubishi Electric Corporation produziert war, als das mittels Transfer aufzeichnende Flachmaterial eingesetzt.

Tabelle 3
Tabelle 4

Die Bewertung dieser Beispiele wurde an Hand des folgenden Verfahrens und der folgenden Kriterien vorgenommen.

Thermische Schmelzcharakteristika

Es wurde unter Einsatz eines Thermokopfs KST – 105 – 13FAN, der von der Kyocera Corporation hergestellt war, ein 50 %iges schräges Linienmuster von 100 m Länge bei einer Belastung von 4 KgW und einer Druckerenergie von 0,11 W pro Rasterpunkt ausgedruckt, um mittels eines Mikroskops die Materialmenge zu beobachten, die am Aufheizelement des Thermokopfes abgesetzt war.

Die Bewertungskriterien waren wie folgt: der Fall, dass die Dicke des abgesetzten Materials 5000 Ångström oder mehr betrug, wurde mit "X " bezeichnet, der Fall, dass die Dicke des abgesetzten Materials 5000 bis 3000 Ångström betrug, wurde mit "&Dgr; " bezeichnet und der Fall, dass die Dicke des abgesetzten Materials 3000 Ångström oder weniger betrug, wurde mit "O" bezeichnet.

Dynamischer Reibungskoeffizient

Unter Einsatz eines Thermokopfs KST – 105 – 13FAN, der von der Kyocera Corporation hergestellt war, wurde zur Messung eines dynamischen Reibungskoeffizienten zwischen dem Thermokopf und der rückseitigen Schicht eine Belastung von 4 KgW angelegt.

Die Bewertungskriterien waren wie folgt: der Fall, dass der dynamische Reibungskoeffizient 0,35 oder mehr betrug, wurde mit "X " bezeichnet, der Fall, dass der dynamische Reibungskoeffizient von 0,35 bis zu 0,30 betrug, wurde mit "&Dgr; " bezeichnet und der Fall, dass der dynamische Reibungskoeffizient 0,30 oder weniger betrug, wurde mit "O" bezeichnet.

Abtrennung der rückseitigen Schicht

Es wurde unter Einsatz eines Sublimationsdruckers CP 770, der von der Mitsubishi Electric Corporation hergestellt war, zur Beobachtung von Streifen, die auf der bedruckten Fläche erschienen, ein Volltonbild ausgedruckt.

Die Bewertungskriterien waren wie folgt: der Fall, dass die Anzahl der Streifen 10 oder höher war, wurde mit "X " bezeichnet, der Fall, dass die Anzahl der Streifen von 10 bis zu 3 war, wurde mit "&Dgr; " bezeichnet und der Fall, dass die Anzahl der Streifen 3 oder niedriger war, wurde mit "O" bezeichnet.

Druckempfindlichkeit

Es wurde ein Muster in Schritten der Dichte unter Einsatz eines Sublimationsdruckers CP 770, der von der Mitsubishi Electric Corporation hergestellt war, zur Messung der Bedruckungsdichte unter Verwendung eines Densitometers Macbeth RD 918 auf Reflexionsbasis ausgedruckt.

Die Bewertungskriterien waren wie folgt: der Fall, wonach die Verringerung der Dichte in einem Schritt, bei dem die Reflexionsdichte 1,0 war, um 0,2 oder mehr größer war im Vergleich zu einem herkömmlichen Produkt, wurde mit "X" bezeichnet; der Fall, wonach die Verringerung um 0,10 bis zu 0,20 größer war im Vergleich zu einem herkömmlichen Produkt, wurde mit "&Dgr;" bezeichnet, und der Fall, wonach die Verringerung um 0,1 oder weniger größer war im Vergleich zu einem herkömmlichen Produkt, wurde mit "O" bezeichnet.

Wie bereits oben stehend erläutert, eröffnet die rückseitige Schicht gemäß der vorliegenden Erfindung die Applikation eines allgemeinen Lösungsmittels in der Phase einer einzigen Lösung. Das mit der rückseitigen Schicht gemäß der vorliegenden Erfindung ausgerüstete Thermotransfer-Flachmaterial umfasst eine Transfertintenschicht, die durch Erhitzen auf 1 Fläche eines Substrats geschmolzen oder sublimiert wird, sowie die rückseitige Schicht auf der anderen Seite des Substratfilms, wobei die rückseitige Schicht ein Bindemittel aufweist, das ein Polyamid-imidharz und ein Harz aus Polyamid-imid plus Silikon enthält, wobei jedes Harz eine jeweilige Glasübergangstemperatur von 200 °C oder höher besitzt; diese Temperatur basiert dabei in einem spezifizierten Mischungsverhältnis auf der Differentialthermoanalyse, einem mehrwertigen Metallsalz eines Alkylphosphats und einem Füllstoff in einem spezifizierten Mischungsverhältnis. Aus diesem Grunde verhindert das Thermotransfer-Flachmaterial das Schmelzen des Films, das durch die Wärme eines Aufheizkopfes verursacht wird; dieses Material weist eine hohes Gleitvermögen auf und hält einer hohen Energie stand, wodurch Ablagerungen auf Grund von Verklebungen vermieden werden; es ermöglicht weiterhin Druckvorgänge bei Höchstgeschwindigkeit, wobei das Thermotransfer-Flachmaterial auch eine hohe Stabilität beim Drucken und im Betrieb aufweist.


Anspruch[de]
  1. Thermotransfer-Flachmaterial, das ausgestattet ist mit einer Tintenschicht für den Transfer, welche durch Erhitzen geschmolzen oder sublimiert wird, auf 1 Seite eines Substrats, und mit einer Rückseitenschicht auf der anderen Seite des Substratfilms, wobei die Seite mit einem Aufheizkopf in Kontakt gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseitenschicht ein Bindemittel enthält, das ein Harz aus Polyamid-imid und ein Harz aus Polyamid-imid/Silikon umfasst, welches jeweils eine Glasübergangstemperatur von 200 °C oder höher aufweist, und zwar auf Basis der Differentialthermoanalyse (DTA) bei einem Mischungsverhältnis des genannten Harzes aus Polyamid-imid und eines Harzes aus Polyamid-imid/Silikon von 1 : 5 bis 5 : 1, wobei das Bindemittel noch ein mehrwertiges Metallsalz eines Alkylphosphats im Verhältnis von 1 bis 100 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des Bindemittels sowie entweder

    i) einen Füllstoff mit einem Gehalt an Talkum umfasst, wobei letzterer in einem Verhältnis von 2 bis 20 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des Bindemittels vermischt wird, oder

    ii) einen Füllstoff im Verhältnis von 5 bis 15 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteile des Bindemittels enthält.
  2. Thermotransfer-Flachmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Harz aus Polyamid-imid / Silikon ein Copolymer aus einem Polyamid-imidharz und einer polyfunktionellen Siliziumverbindung mit einem Molekulargewicht von 1000 bis 6000 bei einem Copolymerisationsverhältnis von 0,01 bis 0,3 auf 1 Gewichtsteil Polyamid-imidharz darstellt.
  3. Thermotransfer-Flachmaterial nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte Harz aus Polyamid-imid / Silikon ein modifiziertes Produkt eines Harzes aus Polyamid-imid mit einer polyfunktionellen Siliciumverbindung mit einem Molekulargewicht von 1000 bis 6000 bei einem Modifizerungsverhältnis von 0,01 bis 0,3 auf 1 Gewichtsteil Polyamid-imidharz darstellt.
  4. Thermotransfer-Flachmaterial nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das bezeichnete mehrwertige Metallsalz eines Alkylphosphats eine Verbindung umfasst, die durch die Strukturformel 1 symbolisiert wird:
    Verbindung 1
    worin R einen Alkylrest mit 12 oder mehr Kohlenstoffatomen bedeutet, M ein Erdalkalimetall, Zink oder Aluminium darstellt und n die Wertigkeit von M angibt.
  5. Thermotransfer-Flachmaterial nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseitenschicht ferner noch ein mehrwertiges Metallsalz einer Alkylcarbonsäure umfasst.
  6. Thermotransfer-Flachmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischungsverhältnis des mehrwertigen Metallsalzes der Alkylcarbonsäure zu dem mehrwertigen Metallsalz des Alkylphosphats 1 : 9 bis 9 : 1 beträgt.
  7. Thermotransfer-Flachmaterial nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte mehrwertige Metallsalz der Alkylcarbonsäure eine Verbindung darstellt, die durch die Strukturformel 2 symbolisiert wird:
    Verbindung 2
    worin R einen Alkylrest mit 11 oder mehr Kohlenstoffatomen bedeutet, M ein Erdalkalimetall, Zink, Aluminium oder Lithium darstellt und n die Wertigkeit von M angibt.
  8. Thermotransfer-Flachmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Füllstoff Talkum mit umfasst.
  9. Thermotransfer-Flachmaterial nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückseitenschicht ferner noch ein Polyesterharz mit umfasst.
  10. Thermotransfer-Flachmaterial nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil des genannten Polyesterharzes 0,5 bis 10 Gewichtsteile pro 100 Gewichtsteile des Bindemittels beträgt.
Es folgt kein Blatt Zeichnungen






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