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Dokumentenidentifikation DE202005001919U1 19.05.2005
Titel Werbeträger für einen Ein- und/oder Ausgangssperrbügel
Anmelder KOLBE-COLOCO Spezialdruck GmbH & Co. KG, 33775 Versmold, DE
Vertreter Loesenbeck und Kollegen, 33613 Bielefeld
DE-Aktenzeichen 202005001919
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.05.2005
Registration date 14.04.2005
Application date from patent application 04.02.2005
IPC-Hauptklasse G09F 23/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Werbeträger für einen Ein- und/oder Ausgangssperrbügel, der zwei beabstandete, horizontale Bügelholme und wenigstens einen die im Abstand zueinander stehenden Bügelholme verbindenden Bügelholm aufweist, der um eine vertikale Achse schwenkbar ist, und an dem ein flächiger Werbeträger angesetzt ist.

In Einkaufsstätten, beispielsweise Supermärkten, ist vor Betreten des die Ware enthaltenen Marktes ein Eingangssperrbügel installiert, der um die vertikale Achse in Richtung zum Inneren des Marktes schwenkbar ist. Der Eingangssperrbügel kann mittels eines Antriebes in die Durchgangsstellung geschwenkt werden, wenn mittels einer Lichtschranke erkannt wird, dass sich eine Person dem Eingangssperrbügel nähert. Es sind jedoch auch einfache Ausführungen bekannt, die von der Person selbst geschwenkt werden müssen. Sobald man den Bereich durchlaufen hat, schwenkt der Eingangssperrbügel wieder in die Ausgangsstellung zurück. Damit keine Personen durch diesen Eingang den Markt verlassen können, ist er in der entgegengesetzten Richtung gesperrt, wobei jedoch das Personal eines Supermarktes die Berechtigung hat, den Markt durch diesen Eingang hindurch zu verlassen. An der Kasse sind die Ausgangssperrbügel ebenfalls angeordnet, so dass sie den Ausgang versperren, wenn die Kasse nicht besetzt ist. Wird die Kasse besetzt, wird durch die Kassiererin oder den Kassier der Ausgangssperrbügel in die Offenstellung geschwenkt.

An diesem Ein- und Ausgangssperrbügel werden Werbeträger in Form von Werbeschildern und dergleichen angebracht. Diese werden bislang angeklebt, angeschraubt oder auch in Wechselrahmen gesteckt. Alle bisher bekannten Werbeträger bzw. Werbeschilder sind mit dem Nachteil behaftet, dass sie nur unter schwierigen Umständen an die beispielsweise in Supermärkten vorhandenen, kleinen sich automatisch öffnenden Sperrbügeln angebracht werden können. Die Rahmen dieser Sperrbügel sind üblicherweise aus Metallrohren gefertigt, wobei zumindest die horizontalen Bügelholme in unterschiedlichen Abständen zueinander angeordnet sind. Außerdem sind in den von den Bügelholmen begrenzten Feld beispielsweise Warnschilder fest verschraubt oder sogar mit den Holmen verschweißt. Die einzelnen Werbeträger sind deshalb an die Abmessungen eines Ein- und/oder Ausgangssperrbügels anzupassen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Werbeträger für einen Ein- und/oder Ausgangssperrbügel der eingangs näher beschriebenen Art so zu gestalten, dass er an die unterschiedlichen Abstände der horizontalen Bügelholme und an die Verarbeitungsformen dieser Ein- und/oder Ausgangssperrbügel angepasst ist, und dass der Werbeträger aus einem Material besteht, welches in den bekannten Druckverfahren, wie zum Beispiel Siebdruck, Offsetdruck oder Digitaldruck verarbeitet werden kann. Darüber hinaus soll der Werbeträger einfach und ohne zu Hilfenahme von Werkzeugen an den Ein- und/oder Ausgangssperrbügel angebracht werden können, wobei nach der Entfernung die Ein- und/oder Ausgangssperrbügel rückstandsfrei und unbeschädigt sind.

Die gestellte Aufgabe wird gelöst, indem der Werbeträger als Formkörper ausgebildet ist, der aus einem entsprechend den Abständen der horizontalen Bügelholme vorgefertigten Zuschnitt gebildet ist, wobei der Zuschnitt mit entsprechend den Abständen der horizontalen Bügelholme eingebrachten Faltlinien versehen ist, und dass der Formkörper einen den unteren horizontalen Bügelholm aufnehmende Tasche aufweist.

Der Zuschnitt kann nunmehr in einer dafür eingerichteten Fertigungsstätte entsprechend den Abmessungen des Ein- und/oder Ausgangssperrbügels gefertigt werden. Er kann dann platzsparend zu dem Anwender transportiert werden. In der Verkaufsstätte ist es nunmehr möglich, durch die bereits eingearbeiteten Faltlinien den Zuschnitt über den jeweiligen Bügel zu stülpen, wobei auch die untere Tasche gebildet wird. Dazu sind keine Werkzeuge notwendig. Sofern gewünscht, könnten die die Tasche bildenden Wandungen mit den angrenzenden Wandungen des Formkörpers verklebt oder in einer anderen geeigneten Weise verbunden werden. Dadurch wird verhindert, dass sich die seitlichen Wandungen des Formkörpers beim Öffnen und Schließen des Bügels bewegen. Der Zuschnitt kann auch zunächst zu dem Formkörper gefaltet werden und dann von der Seite her im geöffneten Zustand auf den Bügel geschoben werden. Ferner kann der Formkörper auch beim Hersteller des Zuschnittes fertiggestellt werden.

In bevorzugter Ausführung ist die Tasche nach unten offen und durch mindestens zwei Faltvorgänge gebildet, so dass ein Streifen innenseitig an der Wand des Formkörpers anliegt und der andere Streifen rechtwinklig zu den beiden beabstandeten Wandungen des Formkörpers steht. In einer bevorzugten Ausführung ist jedoch vorgesehen, dass die Tasche durch drei Faltvorgänge gebildet wird, so dass zwei Streifen innenseitig an den beiden Wandungen des Formkörpers anliegen und ein mittlerer Streifen rechtwinklig zu den beiden Wandungen steht. Die U-förmige Tasche erstreckt sich bei einer Ausführung über die gesamte Breite des Werbeträgers. Es ist jedoch demgegenüber auch möglich, dass sich die U-förmigen Taschen nur in den seitlichen Bereichen des Werbeträgers befinden. Die Faltlinien können in an sich bekannter Weise in den Zuschnitt eingebracht werden, beispielsweise durch Nuten, Rillen, Perforieren, Abkanten, Falzen und dergleichen. Es sei noch erwähnt, dass die U-förmige, nach unten offene Tasche so gewählt wird, dass für unterschiedliche Abstände der horizontalen Bügelholme des Sperrbügels der untere horizontale Holm immer noch in der Tasche liegt, das heißt, der Abstand zwischen der die beiden Seitenwandungen verbindenden Mittellage zu dem rechtwinklig zu den Seitenwandungen stehenden Mittelstreifen muss auf den geringsten Abstand zwischen den beiden horizontalen Holmen ausgelegt sein.

Der Werbeträger kann aus geeigneten, bedruckbaren Materialien hergestellt sein, vorzugsweise ist jedoch vorgesehen, dass er aus Karton, Kunststoff, Metall oder einem Verbundmaterial besteht.

Der Werbeträger kann verschiedenartig gestaltet sein, so ist vorgesehen, dass zumindest eine der beiden seitlichen Wandungen zur Bildung von Figuren gestanzte Öffnungen enthält. Darüber hinaus können Figuren bildende Fenster mit sogenannten Innenstanzungen in mindestens eine der seitlichen Wandungen vorgesehen sein. Darüber hinaus ist es möglich, dass die seitlichen Wandungen des Werbeträgers mit weiteren Werbeelementen ausgestattet sind, dies könnten beispielsweise Lenticularbilder sein. Ferner könnte der Werbeträger so gestaltet sein, dass mindestens eine seitliche Wand Haltelemente für auswechselbare Gegenstände aufweist. Diese könnten Klemmelemente, Schienen, Taschen oder sonstige Elemente sein.

Anhand der beiliegenden Zeichnungen wird die Erfindung noch näher beschrieben. Es zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Werbeträger in Form des Formkörpers in perspektivischer Darstellung, und

2 einen auf einen Ein- und/oder Ausgangssperrbügel aufgesetzten Werbeträger rein schematisch.

Der in der 1 dargestellte Werbeträger in Form des Formkörpers 10 ist durch einen mehrmaligen Faltvorgang eines Zuschnittes hergestellt. Er kann entweder direkt vor Ort, das heißt, in der Verkaufsstätte gefaltet werden oder aber auch beim Hersteller des Zuschnittes, beispielsweise einer Druckerei. Der Formkörper 10 besteht aus den beiden Seitenwänden 11, 12, die parallel und im Abstand zueinander verlaufen und durch einen oberen und mittleren Streifen 13 verbunden werden. Im unteren Bereich ist der Formkörper 10 mit einer nach unten offenen U-förmigen Tasche 14 versehen, die durch drei Faltvorgänge gebildet ist. Die die Tasche 14 begrenzenden seitlichen Streifen können in nicht dargestellter Weise mit den Innenflächen der Seitenwände 11, 12 verbunden sein, beispielsweise durch Klebung.

Dadurch wird der Formkörper 10 in sich stabil. Der Abstand zwischen dem oberen und mittleren Streifen 13 und dem rechtwinklig zu den Seitenwänden 11, 12 stehenden, die Tasche 14 begrenzenden Streifen ist auf den geringsten Abstand der beiden horizontalen Bügelholme des Ein- und/oder Ausgangssperrbügels 16 ausgelegt, so dass bei größerem Abstand zwischen dem die Tasche 14 begrenzenden und rechtwinklig zu den Seitenwänden 11, 12 stehenden Streifen ein Abstand entsteht. Höhenmäßig ist die Tasche 14 so ausgelegt, dass auch bei dem größten Abstand der beiden horizontalen Holme des Ein- und/oder Ausgangssperrbügels 16 der untere Holm noch vollständig in der Tasche 14 liegt.

In nicht dargestellter Weise sind die Seitenwände 11, 12 an der Außenseite mit farblichen Werbemotiven bedruckt. Es können jedoch auch Ausstanzungen in den Seitenwänden 11, 12 vorgenommen werden. Darüber hinaus könnten in geeigneter Weise an den Seitenwände 11, 12 Elemente angeordnet sein, um weitere Gegenstände, beispielsweise Prospekte, Kataloge und dergleichen aufzunehmen.

Die 2 zeigt, dass der Formkörper 10 auf einen Ein- und/oder Ausgangssperrbügel 16 aufgesetzt bzw. aufgeschoben ist. Der Ein- und/oder Ausgangssperrbügel 16 ist an einem ortsfesten Pfosten 15 schwenkbar gelagert, wobei die Schwenkbewegung zur Erzielung der Freigabestellung nur in einer Richtung möglich ist. Über Lichtschranken kann ein Antrieb in Betrieb gesetzt werden, um den Ein- und/oder Ausgangssperrbügel 16 zu verschwenken.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Wesentlich ist, dass der aus einem Zuschnitt hergestellte Formkörper 10 so ausgelegt ist, dass er auf die Ein- und/oder Ausgangssperrbügel 16 mit unterschiedlichen Abständen der horizontalen Holme aufgesetzt werden kann, wobei die Höhe der nach unten offenen Tasche 14 so gewählt ist, dass auch noch bei dem größtmöglichen Abstand der horizontalen Holme der unter Holm innerhalb der Tasche 14 liegt.


Anspruch[de]
  1. Werbeträger für einen Ein- und/oder Ausgangssperrbügel (16), der zwei beabstandete, horizontale Bügelholme und wenigstens einen die im Abstand zueinander stehenden Bügelholme verbindenden Bügelholm aufweist, der um eine vertikale Achse schwenkbar ist und an dem ein flächiger Werbeträger (10) angesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Werbeträger als Formkörper (10) ausgebildet ist, der aus einem entsprechend den Abständen der horizontalen Bügelholme vorgefertigten Zuschnitt gebildet ist, dass der Zuschnitt mit entsprechend den Abständen der horizontalen Bügelholme eingebrachten Faltlinien versehen ist, und dass der Formkörper (10) eine den unteren horizontalen Bügelholm aufnehmende Tasche (14) aufweist.
  2. Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (14) nach unten offen und durch mindestens zwei Faltvorgänge gebildet ist.
  3. Werbeträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (14) durch drei Faltvorgänge gebildet ist, und dass die zwischen den Faltlinien liegenden Streifen umgekehrt U-förmig verlaufen.
  4. Werbeträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tasche (14) sich über die gesamte Breite des Formkörpers (10) erstreckt.
  5. Werbeträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Faltlinien durch Nuten, Rillen, Perforieren, Abkanten, Falzen oder dergleichen gebildet sind.
  6. Werbeträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Materiallagen des Formkörpers (10) aus Karton, Kunststoff, Metall, Verbundmaterial oder dergleichen bestehen.
  7. Werbeträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest in einer der parallel zueinander verlaufenden Seitenwände (11, 12) gestanzte Öffnungen, Fenster-Innenstanzungen und dergleichen vorgesehen sind.
  8. Werbeträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der beiden parallel zueinander verlaufenden Seitenwände (11, 12) weitere Werbeelemente, beispielsweise Lenticularbilder aller Art tragen.
  9. Werbeträger nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der beiden parallel und im Abstand zueinander verlaufenden Seitenwände (11, 12) Halterungen, wie Klemmvorrichtungen, Schienen, Taschen oder dergleichen aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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