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Dokumentenidentifikation EP1274619 19.05.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001274619
Titel FORMULAR MIT HERAUS- ODER ABTRENNBARER KARTE SOWIE VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM AUFSPENDEN VON FOLIEN UND PAPIEREN
Anmelder Fofitec AG, Dottikon, CH
Erfinder FISCHER, Jules, CH-8967 Widen, CH
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 50010064
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 07.08.2000
EP-Aktenzeichen 009490384
WO-Anmeldetag 07.08.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/CH00/00418
WO-Veröffentlichungsnummer 0001010701
WO-Veröffentlichungsdatum 15.02.2001
EP-Offenlegungsdatum 15.01.2003
EP date of grant 13.04.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.05.2005
IPC-Hauptklasse B62C 3/00

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Formularherstellung. Sie betrifft ein Formular mit heraustrennbarer Karte gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Daneben betrifft die Erfindung auch Verfahren zur Herstellung solcher Formulare gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5.

STAND DER TECHNIK

Formulare der genannten Art sind bekannt aus WO 98/13213.

In der Folien- und Druckträgerverarbeitung werden häufig Folien oder Papiere, in unterschiedlichster Form und Ausgestaltung auf Endlosbahnen oder auch in Löcher in diesen eingespendet. Insbesondere im Etikettierbereich, im Bereich des Formulardrucks und in der Herstellung von integrierten Karten gewinnen solche Prozesse zunehmend an Wichtigkeit. Dies unter anderem deswegen, weil die Nachfrage nach unterschiedlichen Druckträgerqualitäten und Eigenschaften auf einem Formularbogen unter optimaler Ausnutzung von verschiedensten hochwertigen Materialien in Kundenkreisen zunimmt.

Zur Aufspendung von Folien oder Papieren auf eine Endlosbahn oder auf Druckträgerbogen finden in der Regel Verfahren, wie sie beispielsweise in der WO 97/16370 (Hunkeler AG) beschrieben sind, Anwendung. Dabei wird das Spendematerial in Form einer Bahn zugeführt und zwischen dem Spendezylinder und einem mit Querschneidmesser ausgestatteten Gegenzylinder abgelängt. Die auf dem Spendezylinder aufliegenden Teile werden anschliessend infolge der Rotation des Spendezylinders auf den Druckträger übertragen und bleiben an diesem über eine Klebeschicht haften. Um die Teile an den Spendezylindern während der Rotation festhalten zu können, werden diese meist als Saugzylinder gestaltet. Die WO 97/16370 erwähnt als Alternative hierzu auch das Halten der aufzuspendenden Teile auf dem Spendezylinder durch elektrostatische Kräfte.

Häufig müssen die Druckträger nach der Aufspendung zugeschnittener Teile eines Spendematerials zusätzlich noch im Bereich der Aufspendung angestanzt werden, so beispielsweise bei der Herstellung von integrierten Karten. Dies erfolgt meist unmittelbar nach der Aufspendung in einem nachgeschalteten Arbeitsgang, wobei sich der Abgleich (Registerführung) zwischen diesen zwei Arbeitsgängen insbesondere bei schnellen Produktionen schwierig gestalten kann. So wird in der Regel die Fläche des aufgespendeten Materials grosszügig die Karte überlappend ausgelegt, um sicherzustellen, dass auch bei relativen Verschiebungen der Arbeitsschritte die Karte immer als ganzes von der Aufspendung bedeckt ist.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Der Erfindung liegt unter anderem die Aufgabe zugrunde, ein Formular mit herausrennbarer Karte zur Verfügung zu stellen, welches insbesondere hinsichtlich des optischen Erscheinungsbildes der Karte verbessert ist. Diese Aufgabe wird bei einem Formular der eingangs genannten Art gelöst durch die im Kennzeichen des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale.

Das Schichtmaterial wird daher zumindest annähernd von der Stanzlinie der Karte begrenzt und es wird auf ein Überlappen der Aufspendung über den gestanzten Kartenrand hinaus ganz oder im wesentlichen verzichtet. Die Karte erscheint dadurch dem Betrachter im Formular randfrei und bietet optisch gegenüber den Ausführungen nach dem Stand der Technik ein wesentlich verbessertes Erscheinungsbild.

Eine andere Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, welches die Herstellung von Formularen nach der vorliegenden Erfindung erlaubt. Diese weitere Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs gennanten Art gelöst durch die im Kennzeichen des Patentanspruchs 5 angegebenen Merkmale.

Werden insbesondere die Stanzgrate direkt auf der Zylindermantelfläche (sog. Rotationsstanzen, Zylinder, deren Zylindermantel unter Belassung der Stanzgrate etwas heruntergefräst ist, d.h. die Stanzgrate sind integraler Teil des Zylinders und unverstellbar in Höhe und Positionierung) oder bevorzugt auf einem, auf der Zylindermantelfläche insbesondere, magnetisch haftenden dünnen Stanzblech ausgebildet, so kann der Spendeprozess bei hohen Geschwindigkeiten gefahren werden, ohne dass die Stanzhöhe oder Stanzposition häufig nachreguliert werden müssen. Entsprechend reduzieren sich dadurch auch die Registrierungsprobleme. Weiterhin können die Stanzgrate, da sie nicht als Querschneidmesser ausgebildet sind, gekrümmt verlaufend, und insbesondere bevorzugt wenigstens annähernd in sich geschlossene Linien bildend gestaltet werden. Diese Gestaltung erlaubt beispielsweise das Ausstanzen und Spenden von Teilen, deren Aussenkanten beliebige Form haben.

Eine bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Spendematerial resp. die Teile zwischen dem Spendezylinder und einem Gegenzylinder gestanzt und/oder ausgestanzt werden und dass anschliessend die Teile durch Rotation des Spendezylinders auf das Formular befördert werden. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Formular zwischen dem Spendezylinder und einem weiteren Gegenzylinder geführt und dort unter Einsatz mindestens einer auf dem weiteren Gegenzylinder ausgebildeten Schneide von unten gestanzt wird. Schneiden können somit auf mehreren Zylindern vorhanden sein, so dass die Teile und/oder das Formular von verschiedenen Seiten entlang verschiedener Umrisse an- und/oder ausgestanzt werden können. Eine solche Anordnung ist enorm flexibel und erlaubt die Aufbringung von äusserst vielseitig geformten und gestanzten Aufspendungen.

Sind Schneiden auf dem Spendezylinder vorgesehen und sind weiter sowohl ein Gegenzylinder als auch ein weiterer Gegenzylinder der genannten Art vorhanden, so ergibt sich der besondere Vorteil, dass mit diesen Schneiden sowohl im Spalt zwischen dem Spendezylinder und dem Gegenzylinder als auch im Spalt zwischen dem Spendezlinder und dem weiteren Gegenzylinder gestanzt werden kann. Es kann mit diesen Schneiden daher im Spalt zwischen dem Spendezylinder und dem Gegenzylinder z.B. von einem Spendematerial ein Teil ab- oder ausgestanzt, dieses nachfolgend gemäss der Erfindung durch die Rotation des Spendezylinders und in den Schneiden quasi eingebettet auf das Formular befördert und das Formular im Spalt zwischen dem Spendezylinder und dem weiteren Gegenzylinder gleich auch noch sowie konturgleich mit diesem Teil von der Spendeseite gestanzt werden. Auf diese Weise können die Arbeitsschritte des Aufspendes eines Spendematerialstücks auf das Formular und das Stanzen des Formulars in einem kombinierten Schritt zusammenzufasst werden. Das derart kombinierte Bespenden und Stanzen des Formulars wird im folgenden auch als "Spendestanzen" bezeichnet. Das gemäss der Erfindung auf der Drückseite des Formulars befindliche Trägermaterial wird bei diesem Vorgang ebenfalls gestanzt.

Hieraus ergibt sich mit Vorteil auch eine wesentliche maschinentechnische Vereinfachung dadurch, dass anstelle zweier, im Stand der Technik bisher stets separat und meist auch noch auf separaten Maschinengestellen realisierter Module, nämlich eines Spendemoduls einerseits und eines Stanzmoduls andererseits, lediglich noch ein einzelnes Modul benötigt wird, das als "Spendestanzmodul" bezeichnet werden kann. Zusätzlich entfallen dadurch auch Führungselemente für die Endlosbahn (wie z.B. ein Wendemodul), wie sie zwischen dem Spende- und dem Stanzmodul bisher stets eingesetzt wurden. Durch die Zusammenfassung der Funktionen Spenden und Stanzen in einem Modul gewinnt man natürlich auch Platz und Aufstellungsfläche; die Platzeinsparung kann in Laufrichtung der Endlosbahn mehrere Meter betragen.

Eine weitere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer, insbesondere bevorzugt aber alle der Zylinder Magnetzylinder sind, dass die Stanzgrate als Stanzbleche ausgebildet sind, welche Stanzbleche ein auf der Zylinderoberfläche des Zylinders aufliegendes Basisblech und wenigstens eine sich im wesentlichen senkrecht zum Basisblech und bezüglich der Achse des Spendezylinders radial nach aussen erstreckende Schneidlinie umfassen, und dass die Stanzbleche durch magnetische Wechselwirkung an den Magnetzylindern haftend angebracht sind. Derartige Stanzgrate erlauben ein schnelles und ausserst flexibles Zuschneiden der Teile bei gleichzeitig geringem Einstellaufwand der Maschine. Ausserdem erlauben sie eine einfache Verwendung von umlaufenden Schneidlinien, was sich beispielsweise beim Aufspenden von in der Fläche an die Dimensionen einer integrierten Karte angepassten Aufspendungen als günstig erweist. Werden weiterhin die den zuzuschneidenden Teilen zugewandten Seitenkanten der Stanzgrate im wesentlichen senkrecht zur Zylinderebene ausgebildet, so dass die beim Zuschneiden entstehenden Schnittkanten der Teile im wesentlichen senkrecht zur Oberfläche der Teile ausgerichtet sind, so kann ein manchmal auftretendes "Ausbluten" von für die Haftung des Spendematerials auf dem Druckträger verwendetem Selbstkleber vermieden werden: Es entstehen so keine lästigen kleberrückstäde im Randbereich der Aufspendung.

Eine andere Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Spendezylinder als Saugzylinder ausgebildet sind, und dass so die Haftung der Teile während der Rotation des Spendezylinders bewirkt wird. Ebenfalls möglich ist die elektrostatische Fixierung der Teile am Spendezylinder. Bevorzugt wird dabei die Zylinderfläche des Spendezylinders in Rotationsrichtung des Spendezylinders im wesentlichen unmittelbar vor dem Erfassen der Teile von einer ersten Schwertelektrode elektrostatisch polarisiert. Auch kann es sich als vorteilhaft erweisen, wenn eine erste Schwertelektrode das zugeführte Spendematerial unmittelbar vor dem Zuschneiden durch die Schneidmittel elektrostatisch von der Seite der Selbstklebeschicht polarisiert wird. Oder aber es kann die Zylinderfläche des Spendezylinders und die darauf liegenden Teile in Rotationsrichtung des Spendezylinders im wesentlichen unmittelbar nach dem Erfassen der Teile von einer zweiten Schwertelektrode elektrostatisch polarisiert werden.

Eine zusätzliche Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das Stanzblech Bohrungen aufweist, welche wenigstens teilweise über Sauglöchern eines Saugzylinders angeordnet sind und welche die Ausbildung eines Unterdruckes ermöglichen, wobei die Bohrungen insbesondere bevorzugt im wesentlichen unmittelbar in Rotationsrichtung des Spendezylinders hinter einer vorderen Schneidlinie angeordnet sind und welche weiterhin bevorzugt einen Abstand der Bohrungszentren aufweisen, welcher mehr als zwei Mal so gross ist wie der Durchmesser der Bohrung. So wird das Spendeteil unmittelbar bei Beginn des Stanzvorgangs vom Spendezylinder erfasst, und die genannte Beabstandung erlaubt ausserdem einen beliebigen Abstand zwischen seitlichen Schneidlinien, ohne dass Saugbohrungen des Saugzylinders unter die seitlichen Schnittlinien zu liegen kommen und dadurch diese deformieren. Wird das Blech wie weiterhin bevorzugt magnetisch am Spendezylinder fixiert und wird die saugende Eigenschaft des gewissermassen als magnetischer Saugzylinder ausgelegten Spendezylinders nur zum Halten der Spendeteile verwendet, so ergibt sich der weitere Vorteil, dass das Blech bei Abschalten der Saugpumpe nicht von der Rolle fällt.

Erfindungsgemäss ist das Spendematerial auf der unteren, dem Spendezylinder abgewandten Seite wenigstens teilweise mit einer Selbstklebeschicht beschichtet, so dass die Teile infolge der Haftwirkung der Selbstklebeschicht auf dem Formular haften bleiben. Weiterhin kann das als Bahn zugeführte Spendematerial auf seiner mit der Selbstklebeschicht versehenen Seite mit einern Abdeckmaterial bedeckt sein, dieses Abdeckmaterial auf seiner der Selbstklebeschicht zugewandten Seite fest verbunden mit einer Trennschicht versehen sein, und das Abdeckmaterial zusammen mit der Trennschicht vor oder im wesentlichen während oder aber auch nach dem Zuschneiden von der Selbstklebeschicht der Spendematerialbahn abgelöst und abgeführt werden. So kann in einfacher Weise Spendematerial in Rollenform zugeführt und ohne grossen technischen Aufwand, d.h. ohne in-line Beleimung oder ähnlicher Prozesse aufgespendet werden. Die Zuführung des Spendematerials kann in den meisten Fällen auch intermittierend erfolgen, wobei das Spendematerial im wesentlichen nur dann transportiert wird, wenn die ersten Mittel im Begriff sind, ein Teil zuzuschneiden und das Teil vom Spendezylinder erfasst wird. Falls nötig kann zusätzlich ein Rückschritt eingebaut werden, bei welchem die Spendematerialbahn in der Zeitspanne, in der nicht gestanzt wird, etwas rückwärts transportiert wird. So kann die Bildung von unnötig viel Abfall bei gleichzeitig einfachem Aufspenden vermieden werden. Das Rückschrittverfahren kann mit Vorteil auch zur Erhöhung der Positioniergenauigkeit des Spendegutes ganz allgemein verwendet werden.

Weitere Ausführungsformen des Formulars und des Verfahrens ergeben sich aus den abhängigen Formular- und Verfahrensansprüchen.

Das Formular nach der Erfindung zeichnet sich, wie oben ausgeführt, dadurch aus, dass das Schichtmaterial im wesentlichen ausschliesslich die Fläche der Karte überdeckend und bezüglich seines äusseren Randes im wesentlichen konturgleich mit der Stanzlinie der Karte angeordnet ist, d.h. dass auf ein Überlappen der Aufspendung über den gestanzten Kartenrand hinaus ganz oder zumindest im wesentlichen verzichtet wird. Technisch lässt sich ein solches Formular besonders einfach mit einer der oben beschriebenen Vorrichtungen bzw. einem oben beschriebenen Verfahren herstellen, da bei diesen die passgenaue Stanzung und Aufspendung einfach realisiert werden können. Ausserdem lassen sich damit bereits vorgängig auf dem Formular aufgebrachte, gegebenenfalls ebenfalls kantendeckungsgleich gestaltete, Drucke relativ leicht und ohne grosse Registrierungsprobleme kombinieren, was die optische Wirkung weiter verstärkt.

KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN

Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden.

  • Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung eines Walzenmechanismus zur Spendung eines zugeführten Spendematerials wobei die gespendeten Teile von einem als Saugzylinder ausgebildeten Spendezylinder sowohl zugeschnitten als auch transportiert werden und wobei der Spendezylinder auch die Endlosbahn anstanzt.
  • Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung gemäss Fig. 1, bei welcher die Teile durch elektrostatische Haftung auf dem Spendezylinder fixiert werden.
  • Fig. 5 zeigt schematische Darstellungen des Spendens bei welchen das Abdecken des Abdeckmaterials von der Spendematerialbahn erst nach dem Zuschneiden der Teile erfolgt.
  • Fig. 6 und 9 zeigen detaillierte Darstellungen der Spaltverhältnisse zwischen Spendezylinder und Gegenzylinder beim Schneiden der Teile (a) und zwischen Spendezylinder und Gegenzylinder beim Spenden auf bzw. in die Endlosbahn (b).
  • Fig. 10 zeigt das Aufspenden und anschliessende Stanzen von bereits vorgeschnittenen Teilen, welche über eine Trennlippe von einem Trägermaterial abgetrennt werden.
  • Fig. 11 zeigt ein Formular mit integrierter Karte, wie es in einfacher Weise mit dem beschriebenen Verfahren hergestellt werden kann.
  • Fig. 13 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Stanzbleches.
  • Fig. 14 zeigt eine Vorrichtung, bei welcher im Bereich der Spendematerialzuführung ein Rückschritt mittels eines Rückzugsrollenpaares gesteuert ausführbar ist.
  • Fig. 15 zeigt das Rückzugsrollenpaar der Vorrichtung von Fig. 14.

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Figur 1 zeigt eine einfache schematische Darstellung eines Aufspendmechanismus, bei welchem Teile 12 von einem Spendezylinder 13, hier als Saugzylinder ausgebildet, erfasst, von am oder im Spendezylinder 13 fixierten Schneidlinien 25b abgelängt, und anschliessend auf eine Endlosbahn 15 aufgespendet werden.

Ein Spendematerial-Laminat 20 wird von einer Rolle eingeführt, welches ein mit einer Selbstklebeschicht 22 versehenes Spendematerial 23 und ein auf der Selbstklebeschicht 22 aufgebrachtes Abdeckmaterial 24 mit Trennschicht 21 umfasst. Das Spendematerial 23 kann dabei Folie, Papier, oder auch selbst wieder ein mehrschichtiges Laminat aus den verschiedensten Materialien sein. Es ist selbstverständlich auch möglich, das Spendematerial in unbeleimter Form zuzuführen und gewissermassen eine in-line Beleimung vorzunehmen. Es erweist sich aber für eine Vielzahl von Produzenten als wesentlich einfacher, das Spendematerial einfach nur ab Rolle als beleimte Spendematerialbahn zuzuführen und die Rollen von einem für Beschichtungen mit Selbstkleber spezialisierten Unternehmen zuliefem zu lassen.

In einem ersten Schritt, wird das Abdeckmaterial 24 über geeignete Rollen 19 abgetrennt und abgeführt. Das verbleibende Spendematerial 23 wird anschliessend mit seiner unbeleimten Seite dem Spendezylinder 13 zugewandt in den Spalt zwischen dem Spendezylinder 13 und einem Gegenzylinder 10 geführt. Der Gegenzylinder 10 kann bereichsweise in den Zonen, gegen welche die am Spendezylinder 13 angebrachten Schneidlinien 25b bei Rotation der beiden Zylinder zu liegen kommen, mit Gegenblechen 11 versehen werden. Die Teile 12 werden derart zwischen Gegenzylinder 10 und Spendezylinder 13 von den Schneidlinien 25b, welche umlaufend oder als Querschneider ausgelegt sein können, vereinzelt. Ein gegebenenfalls entstehendes Stanzgitter 26 kann hinter dem Spalt einfach abgeführt werden. Die Zuführung der Spendematerialbahn 23 kann dabei auch intermittierend gestaltet werden, beispielsweise indem nur vorgeschoben wird, wenn die Schneidlinien 25b im Begriff sind, zuzuschneiden. So kann die Beabstandung der aufgespendeten Teile 12 optimal eingestellt und der Abfall an Spendematerial 23 reduziert werden. Es könnte zusätzlich sogar ein Rückschritt zwischen jeweils zwei Vorschubbewegungen ausgeführt werden.

Der mit der zugeführten Endlosbahn 15 wenigstens im Moment des Spendens gleichlaufend mitrotierende Saugzylinder 13 transportiert die Teile 12 durch seine Rotation auf die Endlosbahn, wobei die Teile 12 während der Rotation durch den saugenden Unterdruck am Zylinder 13 haften bleiben. Vorteilhafterweise sollte der Saugzylinder 13 derart eingestellt werden, dass die Saugwirkung im Bereich des Spendens kurz unterbrochen wird, um sicherzustellen, dass die Teile 12 nach dem Kontakt mit der Endlosbahn 15 nicht am Zylinder 13 haften bleiben. Während des Spendens wird gleichzeitig mit der Stanzlinie 25b auch noch die Endlosbahn 15 an- oder ausgestanzt. Dies erfolgt im Gegendruck gegen eine Anpresswalze 16. Es ergibt sich so die Möglichkeit, in jenen Konturabschnitten des aufgespendeten Materials, in welchen dies erwünscht ist, den Zuschnitt der Teile 12 und die Stanzung der Endlosbahn 15 in von der Prozessführung gewissermassen natürlich vorgegebener Präzision aufeinander abzustimmen. In dieser Weise können beispielsweise ohne grosse Registereinstellungen aus der Endlosbahn 15 neuartige Formulare mit integrierten Karten hergestellt werden, bei welchen das aufgespendete Material wenigstens bereichsweise praktisch exakt konturengleich mit der Stanzung der Karte ausgeführt ist und auf eine optisch unschöne Überlappung des Spendematerials über die Stanzlinien hinaus kann verzichtet werden. Es entstehen derart nicht nur ansprechendere Produkte, sondern es kann zusätzlich Spendematerial 23 gespart werden.

Meist werden für das Ablängen von Teilen nach dem Stand der Technik Schneidzylinder verwendet, in welchen Messer in Messernuten eingelassen sind. Als Schneidzylinder wirkt nach dem Stand der Technik dabei nicht der Spendezylinder, sondern der obenliegende Gegenzylinder, d.h. die Anbringung der Schneidmittel ist vertauscht. Die u.U. unterschiedlichen Geschwindigkeiten von Spendezylinder und Schneidzylinder, welcher selber zusätzlich noch eine von der Fördergeschwindigkeit des Spendematerials 23 verschiedene Geschwindigkeit haben kann, um die Länge der Teile 12 einzustellen, haben bisher an dieser Technik festhalten lassen. Derartige Schneidzylinder haben aber für die in diesem Ausführungsbeispiel beschriebene Aufgabe, in welcher die Schneidzylinder auch gleichzeitig Spendezylinder sein sollen, eine Reihe von Nachteilen: Die in ihrer Höhe verstellbaren Messer müssen häufig nachjustiert werden. So ist z.B. ein Nachjustieren der Messer in den Nuten nötig, wenn die Geschwindigkeit des Ablaufs verändert wird, aber auch wenn das Spendematerial 23 in seiner Dicke oder Zusammensetzung ändert. Ausserdem können selbstverständlich nur dort Messer angeordnet werden, wo in den Schneidzylindem auch Nuten dafür vorgesehen sind, was die Einstellung des Ablängens einschränkt.

Zusätzlich zeigt es sich, dass die Durchlaufgeschwindigkeit von solchen Schneidzylindern ziemlich begrenzt ist, was sich im Zusammenhang mit dem in Figur 2 skizzierten Ausführungsbeispiel insbesondere deshalb als limitierend auswirkt, weil mit elektrostatischer Haftung der Teile 12 auf dem Spendezylinder eigentlich höhere Durchlaufgeschwindigkeiten möglich wären.

Es zeigt sich, dass die obigen Probleme in effektiver Weise behoben werden können, indem als Spendezylinder 13 ein Magnetzylinder verwendet wird, auf welchen Stanzbleche 25, in Figur 1 z.B. in Querschneidelinie, oder aber auch in umlaufender Schneidlinie, magnetisch haftend aufgebracht sind. Die Stanzbleche 25 bestehen dabei aus einem Basisblech 25a, welches sich der Zylinderfläche in seiner Rundung anpasst, und welches auf der Zylinderfläche aufliegt, so dass eine gute magnetische Haftung des Stanzblechs 25 auf dem Magnetzylinder 13 möglich ist, und einer darauf verlaufenden Schneidlinie 25b. Meist wird so ein Stanzblech 25 hergestellt, indem ein Blech von beispielsweise ca. 0.5 mm Dicke unter Auslassung der Schneidlinie 25b auf eine Dicke von beispielsweise ca. 0.1 mm hinuntergeätzt wird. So hat das resultierende Basisblech 25a anschliessend eine Dicke von ca. 0.1 mm, und die Schneidlinie 25b steht um 0.4mm über das Basisblech 25a hinaus. Die Schneidlinie 25b wird nach dem Ätzen zur Schärfung auch noch geschliffen. Solche Stanzbleche werden in der Etikettentechnik für die Anstanzung von Etiketten eingesetzt, dort aber auch nur unter Bedingungen, bei welchen das zu schneidende Gut und der Magnetzylinder mit gleicher Geschwindigkeit rotieren, somit ein Verrücken der Stanzbleche 25 auf dem Magnetzylinder kaum auftreten kann. Ausserdem wird in der Etikettentechnik bei der Vorbearbeitung und anschliessenden Aufspendung grundsätzlich anders vorgegangen. In einem ersten Arbeitsgang wird ein Spendemateriallaminat, sozusagen off-line, jeweils bedruckt und ausgestanzt, wobei nur die Etiketten auf dem Abdeckmaterial verbleiben, das Stanzgitter dagegen entfernt wird. In einem nächsten Arbeitsgang werden die auf dem Abdeckmaterial haftenden Etiketten über ein Schwert geführt, vom Abdeckmaterial abgetrennt und aufgespendet.

Die Verwendung der Schneidtechnik mit Magnetzylinder 13 und Stanzblechen 25 zum Ablängen oder Ausstanzen und Spenden von Teilen 12 und Endlosbahn 15 bzw. Druckträgerbogen erweist sich als überraschend problemlos. Um ein Klebenbleiben der Teile 12 an Stanzblechrändern zu vermeiden, kann ausserdem bevorzugt eine Walze aus porösem Schaumstoff vorgesehen werden. Diese Walze wird mit Silikonöl getränkt und läuft mit dem Magnetzylinder 13 an einer freiliegenden Stelle derart mit, dass die Stanzbleche 25 beim Umlauf des Magnetzylinders 13 jeweils mit Silikonöl benetzt werden. Es ist dabei wichtig, dass nur die Schneidlinien 25b, nicht aber die Basisbleche 25a in Kontakt mit der Schaumstoffwalze kommen, da ansonsten die Teile 12 u.U. mit Silikonöl versehen werden, was die nachfolgende Verarbeitung stören kann. Die Verwendung von Magnetzylindern 13 ist geschwindigkeits- und materialunabhängig stabil und es ist kein Nachjustieren nötig. Sie lassen sich in dieser Anwendung sowohl als Saugzylinder als auch in elektrostatischer Fixiertechnik einsetzen. Zusätzlich können mit Magnetzylindern problemlos hohe Geschwindigkeiten gefahren werden, der Ablängungsprozess ist also nicht mehr geschwindigkeitsbestimmend. Während Querschneidemesser nach dem Stand der Technik meist nicht in der Lage sind, dicke Materialien von mehr als 0.1 mm bei hohen Geschwindigkeiten zu zerschneiden (ein Problem, das insbesondere bei Polyesterfolien auftritt), können Stanzbleche 25 auch problemlos bei Dicken von bis zu 0.2 mm eingesetzt werden. Magnetzylinder 13 mit Stanzblechen 25, beide in der Genauigkeit von wenigen Tausendstel mm als Stand der Technik erhätlich, gestatten somit in der Anwendung des Ablängens von zugeführtem Laminat höhere Präzision, Stabilität und längere Standzeit der Maschine und damit auch höhere Wirtschaftlichkeit des Prozesses.

Ein weiterer besonderer Vorteil der Verwendung von Stanzblechen 25 der beschriebenen Art liegt darin, dass in einfacher Weise beliebige Stanzformen realisiert werden können, weil die Linienführung der Schneidlinien auf den Stanzblechen natürlich frei wählbar ist.

Sofern es auf Flexibilität hinsichtlich der Stanzform und ihrer Lage im konkreten Anwendungsfall nicht ankommt, könnten für den Spendezylinder natürlich auch solche Zylinder verwendet werden, bei denen die gewünschten Schneidlinien nach Art der Stanzbleche, jedoch direkt in ihre Oberfläche eingearbeitet sind (z.B. CNC-gefräste Rotationsstanzen).

Verwendet werden könnten auch solche Zylinder, die partiell nur mit Magnetflächen ausgerüstet sind, ansonsten aber mindestens noch eine unmagnetische Stahlfläche aufweisen. Diese Zylinder könnten je nach Aufgabenstellung zur magnetischen Befestigung von Stanzblechen und/oder (ohne Gegenbleche) direkt als Gegenzylinder eingesetzt werden.

Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Aufspendemechanismus mit elektrostatischer Haftung der Teile 12 auf einem Spendezylinder 29. Wie oben bei Figur 1 beschrieben wird ein Spendemateriallaminat 20 von einer Rolle eingeführt, welches ein mit einer Selbstklebeschicht 22 versehenes Spendematerial 23 und ein auf der Selbstklebeschicht 22 aufgebrachtes Abdeckmaterial 24 mit Trennschicht 21 umfasst. Das Spendematerial 23 kann dabei wieder Folie, Papier, oder auch selbst wieder ein mehrschichtiges Laminat aus den verschiedensten Materialien sein. Das Abdeckmaterial 24 wird zunächst entfernt und aufgerollt und das Spendematerial 23 mit freiliegender Selbstklebeschicht 22 wird von einer Zugwalze 17 und der Anpressrolle 18 erfasst und eingetaktet. Zur genauen Eintaktung der Spendematerialbahn 23 kann weiterhin ein erster Fotomarkenleser 27 vorgesehen werden, welcher auf dem Spendematerial 23 vorhandene Fotomarken abliest und diese mit entsprechenden Fotomarken, welche von einem zweiten, über der Endlosbahn 15 angeordneten Fotomarkenleser 31 abgelesen werden, koordiniert. Ausserdem kann im Fall der Abtrennung von Teilen 12 über die ganze Breite der Spendematerialbahn 23 so auch die Rotationsgeschwindigkeit des Spendezylinders 29 und damit die Abtrennlänge optimal eingestellt werden. Das Spendematerial 23 wird nach der Zugwalze 17 zwischen den Spendezylinder 29 und einen Gegenzylinder 28 geführt.

Der Spendezylinder 29 kann gegebenenfalls mit einer dielektrischen Schicht beschichtet sein. Diese Schicht kann aus einem nicht-metallischen Material wie Lack, Keramik, Kunstharz oder anderem Kunststoff sein. Besonders gute Haftwerte werden beispielsweise mit einer Polyesterfolie einer Dicke von 50 µm und einer Acrylatdispersionskleberschicht von 20 µm erreicht. Die dielektrische Schicht kann zusätzlich vor dem Aufnehmen der Teile 12 von einer zusätzlichen Schwertelektrode elektrostatisch polarisiert werden (Zu beachten ist hier aber, dass sich daraus die Gefahr einer Verletzung durch einen infolge des Potentialunterschiedes zwischen Erde und Zylinder 29 möglichen Funkensprung beim Berühren des Zylinders 28 nach Abschalten der Maschine ergeben kann). Vor dem Zuschneiden der Teile 12 wird die Spendematerialbahn 23 von der die Selbstklebeschicht aufweisenden Seite her von einer ersten Schwertelektrode 30 elektrostatisch polarisiert, und nach der Aufnahme der Teile 12 durch den Spendezylinder 29 nach einer partiellen Umdrehung des Spendezylinders 29 wird ein zweites Mal elektrostatisch fixiert, und zwar mit einer zweiten Schwertelektrode 32. Die erste und die zweite Schwertelektrode wirken dabei gleichgerichtet polarisierend, und die zweite Schwertelektrode wirkt somit haftungsverstärkend. Es werden dabei Spannungen von ca. 15 kV verwendet. Diese elektrostatische Polarisierung reicht aus, um die Teile 12 von der Aufnahme bis zur Abgabe auf die Endlosbahn 15 gut am Spendezylinder 29 haften zu lassen. Selbst leitfähig gemachte Papiere oder Laminate, welche zur besseren Printerfähigkeit eine stark verkürzte Abklingzeit der elektrostatischen Ladung aufweisen, können so problemlos aufgespendet werden. Insbesondere die Tatsache, dass nicht das aufzuspendende Material, sondern permanent der Spendezylinder 29 elektrostatisch polarisiert wird, ermöglicht ein besseres Transportieren von leitfähigen Spendematerialien.

Das Vorhandensein der Schwertelektroden 30 und 32 bietet keine bedienungstechnischen Nachteile, da alle Zurichtarbeiten entfallen. Die Anordnung der Elektroden 30 und 32 ist unkritisch, wenn der Magnetzylinder 29 elektrisch isoliert ist und somit im Augenblick der Messerannäherung keine Ableitung der Ladungen stattfinden kann (die Schneidlinien 25b sollten den Gegenzylinder 28 ohnehin nie berühren). Ebenso muss darauf geachtet werden, dass keine anderen geerdeten Maschinenteile so nah an den Spendezylinder 29 oder die Schwertelektroden 30 und 32 zu liegen kommen, dass eine Ableitung der Ladungen stattfinden kann. Wichtig ist natürlich, dass bei Ausschalten einer solchen Anlage die elektrostatischen Ladungen sofort abgeführt werden.

Die elektrostatische Haftung der Teile 12 auf dem Spendezylinder 29 kann selbstverständlich auf vielfältige Weise bewirkt werden. So ist beispielsweise bei gewissen Spendematerialien die beim Abziehen des Abdeckmaterials auftretende Polarisierung der Teile genügend. Andererseits ist es auch möglich, den Spendezylinder 29 zu isolieren und unter Spannung zu setzen, und die Schwertelektroden 30 und 31 durch erdende Kontakte zu ersetzen. Alternativ kann auch der Gegenzylinder 28 als Schwertelektrode oder als Erdung benutzt werden. Die Grösse des Spendezylinders 29 ist so zu wählen, dass die maximale Spendelänge mit Reserve zwischen Schnittlinie und Aufspendelinie auf dem Umfang des Spendezylinders 29 Platz findet.

Auf der Endlosbahn 15, bzw. den durchlaufend zugeführten Formularbogen können sich bereits vor dem hier betrachteten Spenden aufgebrachte weitere Auf- oder Einspendungen befinden. So kann, um das Beispiel der Formulare mit integrierten Karten weiter zu verfolgen, bereits vor dem hier betrachteten oberseitigen Aufspenden einer einfachen Folie 43 unterseitig ein Trägermaterial 44, den Bereich der Karte überdeckend, aufgebracht sein, und bei der Spendung der oberseitigen Folie die Endlosbahn 15 und das Trägermaterial 44 angestanzt werden. Stellt man das Zuschneiden und die Spendung der oberen Aufspendung 43 entsprechend ein, so können integrierte Karten hergestellt werden, welche in optisch äusserst ansprechender Weise oberseitig nur den Bereich der Karte überdeckend von einer Folie 43 abgedeckt sind. Derart neuartig, überraschend einfach, und für den Endabnehmer angenehm intuitiv gestaltete integrierte Karten mit nur gerade die Fläche der Karte überdeckenden Aufspendungen sind an sich auch mit sequentiellen Verfahren z.B. unter Einsatz modernster Lasertechnik für das Schneiden der Endlosbahn herstellbar. Das oben geschilderte Verfahren erweist sich aber gerade für diese neue Gestaltung der integrierten Karten wegen des Wegfalls des ansonsten insbesondere bei schnellen Durchläufen schwierigen relativen Abgleichs der einzelnen Spende- und Stanzschritte (Registerhaltigkeit) als besonders geeignet.

In den Beispielen von Fig. 1 und Fig. 2 wurde das Abdeckmaterial 24 von dem Spendematerial 23 jeweils schon vor dem Zuschneiden der Teile 12 abgezogen und abgeführt. Insbesondere wenn das Zuschneiden der Teile 12 ein Ausschneiden mit dem Verbleiben eines Stanzgitters 26 ist, ist dies von Vorteil, weil sich dann die entsprechenden Schichten sicher und sauber voneinander trennen lassen. Hierbei kommt allerdings die durch das Abziehen des Abdeckmaterials 24 freigelegte Selbstklebeschicht 22 zwangsläufig in Kontakt mit nachfolgenden Vorrichtungsteilen wie z. B. der Anpressrolle 18 sowie dem Gegenzylinder 10 in Fig. 1. Damit das Spendematerial nicht an diesen Elementen kleben bleibt, müssen diese mit dehäsiven Oberflächen ausgerüstet sein. Entsprechende Oberflächen sind im Stand der Technik bekannt und stehen grundsätzlich zur Verfügung.

Figur 5 zeigt Spendemechanismen, bei welchen das Abdeckmaterial 24 erst nach dem Zuschneiden der Teile 12 abgeführt und insofern das vorgenannte Problem sowie die Notwendigkeit, Vorrichtungselemente mit dehäsiven Oberflächen auszurüsten, von vornherein vermieden wird. Hierbei muss allerdings, ggf. durch zusätzliche Massnahmen, sichergestellt werden, dass sich die aufzuspendenden Teile 12 nach dem Zuschneiden sicher und leicht von dem Abdeckmaterial 24 sowie aus einem allfälligen Stanzgitter 26 lösen, um von dem Spendezylinder überhaupt übernommen werden zu können. Als eine solche zusätzlich Massnahme wird im Beispiel von Fig. 5 das Spendemateriallaminat zwecks Verringerung der Haftung zwischen seinen Schichten vor dem Zuschneiden vorübergehend vorgetrennt. In Figur 5a) wird das Spendemateriallaminat 23 entsprechend erst in einer Vorratsschlaufe 75 von einer Rolle 66 abgerollt, dann von zwei Vorschubrollen 72 ergriffen. Vor dem Zuschneiden wird nun die Abdeckmaterialbahn 24 von der Spendematerialbahn 23 abgetrennt und erst kurz vor oder im Spalt zwischen Gegenzylinder und Spendezylinder wieder unter Einfluss einer ersten Luftdüse 69 auf das Spendematerial zurückgeführt. Nach dem Zuschneiden durch die Schneidbleche 25 wird unmittelbar hinter dem Spalt die Abdeckmaterialbahn 24 unter dem Einfluss einer zweiten Luftdüse 70 abgezogen und das Teil 12 vom Spendezylinder auf die Bahn 15 transportiert. Die Haftung auf dem Spendezylinder wird in diesem Ausführungsbeispiel wiederum mittels elektrostatischer Haftung bewirkt. Zur besseren Haftung der Teile 12 in den Stanzblechen 25 während des Rotationstransports kann, wie in Figur 5b) angegeben, eine dielektrische Folie 76 zwischen die Schneidlinien 25b eingelassen werden.

Der Mechanismus in Figur 5c) verzichtet auf eine Vortrennung. Zur sicheren Trennung wird hier allerdings unmittelbar hinter dem Spalt eine Trennlippe 82 angeordnet, welche das Abdeckmaterial 24 um eine scharfe Kante führt, so dass die Teile 12 leichter ablösen. Die Trennlippe 82 weist dabei vorzugsweise bei ca. 130° Ablenkwinkel einen Knickradius von ca. R=1 mm auf und ist auf ihrer dem Spendezylinder 29 zugewandten Unterseite gekrümmt ausgebildet, so dass sich zwischen ihr und dem Spendezylinder ein gleichmässig breiter Spalt ergibt. Weiter ist diese Unterseite der Trennlippe noch mit einer weichen, bürsten- oder fellartigen Beschichtung versehen, durch welche die ausgestanzten Teile 12 in Kontakt mit dem Spendezylinder gehalten werden, welche Beschichtung andererseits aber dem Stanzblech 25 und dessen Schneidlinien ausweichen kann. Zur Unterstützung der Ablösung der Teile 12 kann eine sogenannte Luftbürste 81 Anwendung finden. Die Luftbürste 81 ist als Walze ausgebildet, deren Achse parallel zu den Achsen der Zylinder verläuft und sich wenigstens über die Breite der Teile 12 erstreckt. Die hochtourig betriebene (bis ca. 5000 U/min) Walze ist mit Borsten aus bevorzugt kleberabweisendem Material besetzt wie z.B. Nylon, Teflon oder beschichtetem Metall. Auf der dem Spalt abgewandten Seite ist ausserdem ein Bürstengehäuse 83 angeordnet. Die kanalisierende Wirkung dieses Bürstengehäuses 83 führt bei Rotation im Gleichsinn zur Rotation des Zylinders 28 zur Bildung eines Luftstrahls, welcher das Ablösen der Teile 12 vom Abdeckmaterial 24 unterstützt.

Anstelle einer Trennlippe kann an der entsprechenden Stelle auch eine Trennwalze eingesetzt werden, welche z.B. einen Durchmesser von 12 mm aufweist und z.B. aus einer Welle mit 10 mm Durchmesser mit aufgesetzten Gleitbüchsen von jeweils 1 mm Wandstärke aufgebaut ist. Diese Trennwalze wird dann so nahe wie möglich über dem Stanzblech justiert und vermeidet die Reibung eines Trennschwertes.

In diesem Ausführungsbeispiel wird ausserdem nicht eine Endlosbahn zugeführt, sondern es werden nach dem Stand der Technik durchlaufend Papierbogen von einem Bogenstapel 84 entnommen, bearbeitet, und anschliessend in einem anderen Bogenstapel 85 deponiert. Die Führung der Einzelbogen erfolgt zwischen den beiden Stapeln 84 und 85 durch zwei Traktoren 73.1 und 73. 2, wobei der erste Traktor 73.1 die Bogen nahtlos an den zweiten Traktor 73.2 übergibt, derart, dass die Bogen, wenn sie von dem zweiten Traktor 73.2. erfasst werden, noch für eine kurze Zeit auch von dem ersten Traktor gehalten werden, so dass sie stets eindeutig geführt und niemals lose sind. Dem Spendezylinder 29 und der Anpresswalze 16 kommt hierbei keine Führungs- oder Transportfunktion zu, die über das Mitnehmen der Bogen durch das Stanzblech insbesondere beim Vorhandensein von querverlaufenden Schneidlinien hinausgeht. Die Einzelbogen-Transportvorrichtung ist insofern auch funktionstüchtig und einsetzbar, wenn auf ein gleichzeitiges Stanzen zusammen mit einem Spendevorgang im Einzelfall einmal verzichtet werden sollte.

Eine alternative Unterstützung der Ablösung des Abdeckmaterials 24 ist in Figur 5d) dargestellt. Hier wird das Material nach dem Schneiden erst noch etwas am Zylinder 29 entlang geführt und dann um eine Trennlippe mit einem wesentlich höheren Ablenkwinkel (bis 180°) geführt. Diese Anordnung weist zwar eine ev. bessere Ablösungscharakteristik auf als die obige; infolge der anfänglichen Führung um den Spendezylinder ergeben sich selbst beim intermittierenden Zuführen der Spendematerialbahn jedoch ungenutzte Abschnitte zwischen jeweils zwei Teilen 12, die die Ausnutzung des Spendematerials beeinträchtigen und zu vermehrtem Abfall führen. Durch einen zwischen zwei Zuführungsschritten mit der Spendematerialbahn geeignet ausgeführten Rückschritt lässt sich dieser Nachteil allerdings beheben.

Figur 6 zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung der Schneidlinien 25b von Stanzblechen 25, welche in Lage ist, ein Ausfliessen von Selbstkleber 60 nach dem Auftragen des Laminates auf die Endlosbahn zu verhindern. Figur 6a) zeigt die Verhältnisse im Spalt zwischen Gegenzylinder 28 und Spendezylinder 29, Figur 6b) jene während des Aufspendens auf die Endlosbahn 15. Dies geschieht derart, dass die Innenkanten des Schneidblechs senkrecht zum Basisblech 25a ausgeführt sind, und nur die Aussenkanten abgeschrägt verlaufen. So werden auch die Seitenkanten des Teils 12 senkrecht und das bei schrägen Kanten auftretende oberflächliche Vorliegen von Selbstkleber wird so vermieden.

Figur 9 beschreibt die Spaltverhältnisse bei einer Spendung gemäss Figur 2. Von der unteren Seite ist hier vorgängig ein mehrschichtiges Trägermaterial 33 aufgetragen, gestanzt und gespendet wird nur von oben. Es kann sich beim Trägermaterial 33 zum Beispiel um ein Material handeln, wie es in der EP 836953 beschrieben ist und wie es bei der Herstellung von in Formularen integrierten Karten Anwendung findet.

Das beschriebene Verfahren kann auch Anwendung finden, wenn die Teile 12 nicht vom Spendezylinder 29 abgelängt oder zugeschnitten werden, sondern auch, wenn die Teile 12 beispielsweise in Etikettenform oder einer anderen bereits zugeschnittenen Form zugeführt werden. Die beispielsweise auf einer Abdeckmaterialbahn 24 in zugeschnittener Form zugeführten Teile 12 können dazu, wie in Figur 10 schematisch dargestellt, von der Abdeckbahn 24 über eine Trennlippe 82 abgeschält werden. Dabei werden die Teile 12 in das auf dem Spendezylinder 29 angeordnete Stanzblech 25 eingefügt, und anschliessend vom Zylinder 29 unter Stanzen der Endlosbahn 15 auf selbige aufgespendet. In Bezug auf den Abgleich zwischen Abschälen der Teile 12 und Rotation des Spendezylinders 29 erweist sich ein derartiges Verfahren als relativ unkompliziert, insbesondere wenn die Teile 12 bei einer umlaufenden Schneidlinie des Stanzblechs automatisch gewissermassen eingefangen und so justiert werden.

Zu erwähnen ist noch, dass bei allen Ausführungsformen der beschriebenen Vorrichtungen das sogenannte Spaltmass, d.h. der kürzeste Abstand zwischen den einzelnen Walzen vorzugsweise einstellbar sein sollte, um unterschiedliche Materialdicken bezüglich des Druckträgers und/oder des Spendematerials verarbeiten und um natürlich auch die jeweils gewünschten Stanztiefen einjustieren zu können. Wo drei Walzen zusammenwirken, wie z.B. in Fig. 1 der Spendezylinder 13, sein Gegenzylinder 10 und die Anpresswalze 16, wird bevorzugt die mittlere Walze (in Fig. 1 der Spendezylinder 13) ortsfest montiert und dieser gegenüber die beiden äusseren Walzen (in Fig. 1 der Gegenzylinder 10 und die Anpresswalze 16) exzentrisch verstellbar gelagert.

In Ergänzung zu den Figuren 2 und 9 zeigt Figur 11 eine perspektivische Ansicht eines Schnittes durch ein Formular mit integrierter Karte, bei dem die oberseitige Kartenaufspendung 12 konturgleich mit der Aussenlinie der Karte gestaltet ist. Auf der Unterseite ist ein Trägermaterial überlappend aufgespendet um die gestanzte Karte im Formular zu halten. Es ist einfach erkennbar, wie die konturgleiche Aufspendung zu einem optisch und taktil ansprechenden und intuitiveren Produkt führt, bei dem meist auf eine weitere Kennzeichnung der Kartenumrisslinie und auf Entnahmehilfen verzichtet werden kann.

Ein anderes bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Stanzbleches ist in Figur 13 skizziert. Das Stanzblech weist Bohrungen 100 auf, welche dazu vorgesehen sind, den Stanzling 12 am Spendezylinder 13 festzuhalten. Das Stanzblech 25 liegt auf einem Saugzylinder 13 auf, welcher Saugbohrungen 102 aufweist. Das Blech 25 kann entweder von weiteren, in der Figur vereinfachungshalber nicht dargestellten Saugbohrungen am Zylinder 13 gehalten werden, oder aber der Saugzylinder 13 kann gleichzeitig als Magnetzylinder ausgebildet sein. Magnetzylinder weisen meist einen Aufbau auf, der auch eine nachträgliche Anbringung von Saugbohrungen 102 ermöglicht: Die magnetischen Materialelemente werden nämlich meist segmentweise und in Reihen parallel zu Achse des Zylinders im Zylindermantel eines Vollzylinders eingelassen. Dabei bleiben parallel zur Achse des Zylinders auf der Zylindermantelfläche meist nichtmagnetische Streifen des Vollzylindermaterials, welche breit genug sind, um Saugbohrungen 102 anzubringen ohne das meist spröde magnetische Material anbohren zu müssen. Die Kombination von einem magnetischen Saugzylinder, dessen saugende Eigenschaft im wesentlichen nur zur Haftung des Stanzlings 12 verwendet wird, und dessen magnetische Eigenschaft zur Halterung des Blechs 25 auf der Zylindermantelfläche ausgenützt wird, weist u.a. den Vorteil auf, dass das Stanzblech 25 auch bei Ausschalten der Vakuumpumpe, welche den Unterdruck erzeugt, noch am Zylinder 13 haften bleibt.

Das Stanzblech 25 weist wie schon oben beschrieben ein Basisblech 25a auf, auf welchem eine Schneidlinie 25b angeordnet ist. In Rotationsrichtung 101 des Spendezylinders 13 betrachtet gibt es damit eine vordere Schneidkante 25b1, welche am Spendematerial 23 beim Stanzvorgang als erstes angreift, eine hintere, Schneidkante 25b2, welche erst am Ende, wenn der Stanzling beinahe schon ganz ausgeschnitten ist eingreift, und seitliche Schneidkanten 25b3 und 25b4. Es erweist sich als besonders vorteilhaft, die Bohrungen 100 in einer Reihe so nahe wie möglich unmittelbar hinter der vorderen Schneidkante 25b1 anzuordnen, da dann der Stanzling 12 sofort bei Beginn des Stanzvorgangs vom Unterdruck erfasst wird und sehr effizient von einem ggf. vorhandenen Abdeckmaterial abgelöst werden kann. Es erübrigt sich dann das aufwendige Vortrennen von Spendematerial und Abdeckmaterial vor dem Stanzen zwischen Spendezylinder 13 und Gegenzylinder 28.

Das Stanzblech 25 sollte selbstverständlich möglichst so auf dem Spendezylinder angeordnet werden, dass die Sauglöcher 102 und die Bohrungen 100 übereinander zu liegen kommen. Optimalerweise weisen die beiden Bohrungen 100 und 102 ausserdem bei gleicher Beabstandung D einen gleichen Durchmesser d auf, oder aber die Bohrungen 100 sind kleiner als die Saugbohrungen 102. Es ist auch denkbar, dass der Saugzylinder nicht einzelne Bohrungen aufweist, sondern parallel zur Zylinderachse angeordnete Saugschlitze. Kommt ein Saugloch 102 des Zylinder 13 unmittelbar unterhalb der Schneidlinie 25b3 oder 25b4 zu liegen, kann dies zu einer Unregelmässigkeit in der Schneidhöhe der Schnittlinie führen und das Stanzen negativ beeinflussen (ein typisches Blech weist eine Basisdicke von ca. 0.1 bis 0.14 mm, und eine Stanzhöhe über dem Basisblech von 0.4 bis 0.48 mm auf). Um dies zu verhindern, ist es vorteilhaft, die Reihe Bohrungen 100 mit einem Durchmesser d um den Abstand D zu beabstanden, und darauf zu achten, dass D wenigstens doppelt so gross ist wie d. So sind beliebige Abstände zwischen den beiden seitlichen Schneidkanten 25b3 und 25b4 möglich und ausserdem kann verhindert werden, dass die Saugbohrungen bei transversalem Verschieben des Bleches 25 aus Versehen direkt unter die Stanzlinien zu liegen kommen. Typischweise sind die Bohrungen 100 in einer Reihe ca. 1 mm hinter der vorderen Schnittkante 25bl angeordnet, weisen einen Durchmesser von d=4mm auf und sind um ca. D=13 mm voneinander beabstandet. Um eine möglichst effiziente und schnelle Ausbildung des Unterdruckes und damit der Saugwirkung zu fördern, kann es sich ausserdem als sinnvoll erweisen, nicht für die Haftung der Spendeteile 12 verwendete Saugbohrungen 102 zuzukleben oder anders zu verdichten.

Figur 14 zeigt eine Vorrichtung, bei welcher das Spendemateriallaminat 20 intermittierend transportiert und bei welcher weiter ein Rückzug bzw. Rückschritt des Spendemateriallaminats zwischen jeweils zwei Vorschubschritten gesteuert ausführbar ist. Der Rückzug bzw. Rückschritt dient einerseits dazu, den Abfall an der Spendematerialbahn 23 noch weiter zu minimieren, der durch die ungenutzten Bereiche (Stege) zwischen jeweils zwei Stanzlingen verursacht wird. Eine andere Funktion ist das Steuern eines Markeneinzugs. Hierbei geht es darum, ein mit Marken versehenes Spendegut möglichst genau auf einem Druckträger zu positionieren.

Das Spendemateriallaminat 20 wird bei der Vorrichtung von Fig. 14 von einer Rolle 66 von einem angetriebenen Führungsrollenpaar 105 erfasst und transportiert. Dahinter befindet sich eine Vorratsschlaufe 75 des Materials 23, welche von einem Paar stehender Bürstenwalzen 122 beendet wird. Die Bürstenwalzen 122 sind gegeneinander gepresst und bewirken eine leichte Bremsung des Spendemateriallaminats. Die Bremskraft ist so dimensioniert, dass sie gerade nur einen Weitertransport erlaubt, wenn ein Stanzvorgang abläuft. So ergibt sich eine intermittierende Zuführung. An die Bürstenwalzen 122 schliesst sich ein Paar von Rückzugswalzen 123a,b an, deren Ausbildung und Funktion noch speziell beschrieben wird. Anschliessend ist eine Leitrolle 107 vorhanden, welche die Bahn 23 in einem bestimmten Winkel α zwischen den Spendezylinder 13 und den Gegenzylinder 28 führt, wo sie gestanzt wird. Mit der Leitrolle 107 kann beeinflusst werden, wie lange z.B. bei Verwendung eines Stanzbleches gemäss Fig. 13 der Unterdruck durch die Bohrungen 100 aufgebaut werden kann. Wird der Winkel α klein eingestellt, so läuft die Bahn 20 etwas länger tangential mit dem Spendezylinder 13 mit und es ist mehr Zeit vorhanden, Unterdruck aufzubauen. Hinter dem Zylinderpaar 13 und 28 wird das gestanzte Laminat zur Abtrennung der aufzuspendenden Teile zunächst über eine Trennwalze 121 geführt, wie sie oben im Zusammenhang mit Fig. 5 bereits beschrieben wurde. Von dort läuft das verbleibende Abdeckmaterial, welches ggf. auch noch ein Stanzgitter trägt, über eine Umlenkrolle 108, wird dann von zwei Rollenpaaren 109 und 110 wiederum in eine Transportschlaufe 75 geführt, und anschliessend auf der Rolle 111 aufgerollt. Das erste Rollenpaar 109 ist dabei so eingestellt, dass es die Bahn nur dann transportiert, wenn der Stanzvorgang am ablaufen ist, in den sonstigen Zeitabschnitten aber nicht, d.h. die Bremskraft der Bürstenwalzen 122 ist gerade so gross, dass das Stanzgitter zwischen den Rollen 109 hindurchschleift oder aber die Rollen 109 gar nicht rotieren, solange der Transport der Bahn nicht auch vom Stanzvorgang zusätzlich unterstützt wird. Die beiden Transportschlaufen 75 sind dabei notwendig, damit die Abrollung von der Rolle 66 und die Aufrollung auf die Rolle 111 den intermittierenden Zuführungsvorgang nicht stören können. Mit Vorteil können auch noch Sensoren 120 vorgesehen sein, die die Länge der Transportschlaufen detektieren und mit deren Signal z.B. die Eingangsrollenpaare 105 bzw. die Ausgangsrollenpaare 110 gesteuert werden können. Anstelle der beiden Rollenpaare 109 und 110 sowie der sich zwischen ihnen ausbildenden Transportschlaufe 75 könnte auch ein hochempfindliches, sogenanntes Tänzersystem eingesetzt werden, wie es oberhalb der entsprechenden Transportschlaufe 75 oder etwa auch in Fig. 3 dargestellt und dort als Transportspeicher 36 bzw. 37 bezeichnet ist.

Die erwähnten Rückzugswalzen 123a und 123b zeigt Fig. 15 in vergrösserter Darstellung. Sie drehen der Vorschubrichtung des Spendemateriallaminats 20 jeweils entgegen und weisen jeweils auf einem Kreissegment von ca. 45° (entsprechend einer Bogenlänge von z.B. ca. 50 mm) eine radiale Erhöhung 124a bzw. 124b auf, mit welcher sie mit dem Spendemateriallaminat 20 in Berühung kommen. Nur wenn und solange beide radialen Erhöhungen 124a und 124 b mit der Spendematerialbahn 23 gleichzeitig in Berühung sind, wird diese eingeklemmt (Klemmphase, Winkel β) und entgegen ihrer Vorschubrichtung eine gewisse Strecke zurückbewegt. Durch Veränderung der relativen Drehstellung der beiden Rückzugswalzen 123a und 123b lässt sich hierbei mit Vorteil die Länge dieses Rückschrittes verändern. So kann z.B. die untere Rückzugswalze 123b in gleichförmige Rotation synchron mit dem Spendezylinder 13 versetzt werden, während die obere Rückzugswalze 123a mit einem Servomotor zwischen jeweils zwei Klemmphasen demgegenüber etwas beschleunigt oder abgebremst wird. Als Steuersignal hierfür kann das Messsignal eines optischen Sensors 125 verwendet werden, welcher hinter dem Zylinderpaar 13, 28 angeordnet ist und die sich ergebenden Stegbreiten detektiert.

Ganz entsprechend, nämlich durch mindestens einen gesteuert ausgeführten Rückschritt funktioniert das Steuern eines Markeneinzugs, wobei allerdings hierbei das Steuersignal bevozugt mit einem optischen Sensor 126 gewonnen wird, welcher vor dem Zylinderpaar 13, 28 angeordnet ist, weil beim Stanzen die Marken zumeist mit ausgestanzt werden.

Im folgenden soll noch einmal auf Formulare mit randfreien, integrierten Karten eingegangen werden. Gemäss der vorstehenden Beschreibung lassen sich solche Formulare bzw. Karten insbesondere durch Spenden und Stanzen im gleichen Arbeitsgang (Spendestanzen) mit hoher Präzision herstellen. Wie bereits erwähnt, lassen sich solche Formulare grundsätzlich aber auch sequentiell bezüglich der Schritte Spenden und Stanzen herstellen, wenn nur die Registerhaltigkeit ausreichend gut beherrscht wird. Ein ähnliches Problem mit der Registerhaltigkeit tritt übrigens auf, wenn es darum geht, mit das Spendegut und/oder eine Stanzung relativ zu einen auf dem Druckträger bereits vorhandenen, strukturierten und ggf. sogar eine optisch wirksame Kontrastlinie bildenden Aufdruck möglichst exakt zu plazieren.

Die genannten Registerprobleme führten bislang dazu, dass stets mehr oder weniger breite Überlappungsränder von mindestens 3 mm und mehr zumindest bezüglich des Spendematerials vorgesehen wurden. Unter Einsatz insbesondere der vorbeschriebenen Vorrichtungen und Verfahren, auch soweit diese nicht unmittelbar das sog. Spendestanzen betreffen, hat sich jedoch gezeigt, dass sich diese Probleme sogar bei hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten und in wirtschaftlicher Weise zumindest soweit beherrschen lassen, dass für den normalen Benutzer der Formulare ein wesentlicher Unterschied zu einem mittels Spendestanzen hergestellten Formular Ohne weiteres nicht erkennbar ist. Auch beim Spendestanzen bleibt ja ggf. das Problem, einen vorgängigen, strukturierten Aufdruck möglichst genau zu treffen, wobei aber auch dieses Problem ggf. dadurch vermeidbar ist, dass ein vorbedrucktes Spendematerial verwendet wird. Die Toleranzgrenze, erst unterhalb von welcher man geneigt ist, von einer randfreien Karte zu sprechen, dürfte bei etwa 1 mm liegen. Im allgemeinen wird man jedoch bestrebt sein, die Toleranzen im Bereich unter einem halben Millimeter zu halten.

Soweit bei einem sequentiellen Spenden und Stanzen und ggf. auch sequentiellen Anbringen eines konturgleichen Aufdrucks mit Toleranzen (z.B. in der Grössenordnung eines halben Millimeters oder geringer) zu rechnen ist, sind folgende Ausbildungen bzw. Vorgehensweisen bevorzugt:

Aufbringen des Aufdrucks (sofern vorgesehen) auf den Druckträger im ersten Schritt. Sodann wird zunächst gestanzt und zwar so, dass die Stanzline etwas enger gezogen wird, als die aufgedruckte Kontrastlinie; dies, damit die herausgelöste Karte an ihrem Rand keine Streifen mit z.B. einer Kontrastfarbe erhält. Erst danach wird gespendet, wobei das aufgespendete Teil geringfügig kleiner oder grösser, vorzugsweise jedoch gleich gross wie der von der Stanzline umrahmte Bereich gewählt wird.

Sofern erst aufgespendet und dann gestanzt werden soll, ist es von Vorteil, das Spendegut geringfügig kleiner als die Stanzlinie zu wählen, um zu vermeiden, dass vom Rand des aufgespendeten Teils schmale Steifen (sogenannte Engelhaare) abgetrennt werden, die beim Gebrauch der Formulare beispielsweise in einem Drucker zu Problemen führen könnten. Sofern man aber beispielsweise die Karte (definiert durch die Stanzlinie) mit abgerundeten Ecken und das aufgespendete Teil mit scharfen, überstehenden Ecken ausführt, wäre auch dieses Problem tolerabel, sofern die randseitig abgetrennten Streifen mit den überstehenden Ecken in Verbindung bleiben.

Abschliessend soll noch angemerkt werden, dass soweit in der vorstehenden Beschreibung bestimmte Merkmale oder Ausgestaltungen im Zusammenhang mit und im Rahmen von spezifischen Ausführungsbeispielen beschrieben sind, das nicht bedeuten soll, dass sie lediglich so anwendbar sind. Der Fachmann wird vielmehr erkennen, dass sie ohne weiteres und ggf. mit Vorteil auch bei anderen der beschriebenen Beispiele einsetzbar bzw. mit diesen kombinierbar sind.

BEZEICHNUNGSLISTE

10
Gegenzylinder
11
Gegenblech
12
Aufspendeteil
13
Saugzylinder
14
Aufgespendete Folie
15
Endlosbahn
16
Anpresswalze
17
Zugwalze
18
Anpressrolle
19
Aufrollung des Abdeckmaterials
20
Laminat
21
Trennschicht
22
Selbstkleberschicht
23
Aufspendmaterial
24
Abdeckmaterialbahn
25
Stanzblech
25a
Basisblech
25b
Schneidlinie
26
Stanzgitter
27
erster Fotomarkenleser
28
Gegenzylinder
29
Magnetzylinder
30
erste Schwertelektrode
31
zweiter Fotomarkenleser
32
zweite Schwertelektrode
33
rückseitige Aufspendung
34
Schneidtiefen
36
erster Transportspeicher
37
zweiter Transportspeicher
38
fixierte Rolle
39
bewegliche Rolle von 36
40
bewegliche Rolle von 37
60
Selbstkleber
62
Folie
66
Rolle mit 23
67
Schmitzringrollen
68
Silikonwalzen
69
erste Luftdüse
70
zweite Luftdüse
71
Druckmarkenleser
72
Vorschub Spendegut
73
Traktoren
74
Anpressung
75
Vorratsschlaufe
76
dielektrische Folie
77
Unterlegefolie
79
Schälleimschicht
80
Trägermaterialschicht
81
Luftbürste
82
Trennlippe
83
Bürstengehäuse
84
unverarbeiteter Bogenstapel
85
verarbeiteter Bogenstapel
86
Unterseite der Trennlippe
87
Perforationsstanzung
88
Gefaltete Butterfly-Karte
90-92
Stanzungen
93
Silikonisierung auf 15
100
Bohrung in 25a
101
Laufrichtung von 13
102
Sauglöcher in 13
103
unverarbeiteter Druckträgerstapel
104
verarbeiteter Druckträgerstapel
105
Führungsrollenpaar
107
Leitrolle
108
Umlenkrolle
109,110
Führungsrollenpaare
111
Aufrollung von 23
120
Schlaufensensoren
121
Trennwalze
122
Bürstenwalzen
123a,b
Rückzugswalzen
124a,b
Erhöhungen an den Rückzugswalzen
125
optischer Sensor
126
optischer Sensor


Anspruch[de]
  1. Formular (15) mit heraustrennbarer Karte, auf dessen Vorderseite im Bereich der Karte ein Schichtmaterial (12) mit wenigstens einer Deckschicht (62) und einer Permanent-Haftkleberschicht (60) und auf dessen Rückseite ein den Bereich der Karte überragendes Trägermaterial (33) aufgeklebt ist, welches eine Trägermaterialschicht (80) umfasst, wobei die Karte ein im Formular erzeugter Stanzling ist und wobei die Stanzung zur Erzeugung der Karte von der Formular-Vorderseite her mit einer in sich geschlossenen Stanzlinie (34) bis zu der Trägermaterialschicht (80) ausgeführt ist, so dass die Karte durch die Trägermaterialschicht (80) im Formular gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Schichtmaterial (12) im wesentlichen ausschliesslich die Fläche der Karte überdeckend und bezüglich seines äusseren Randes im wesentlichen konturgleich mit der Stanzlinie (34) der Karte angeordnet und durch die genannte Stanzung nicht durchstanzt und bezüglich seines äusseren Randes mit maximal 1 mm Abstand von der Stanzlinie (34) der Karte angeordnet ist.
  2. Formular nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schichtmaterial (12) bezüglich seines äusseren Randes mit maximal 0.5 mm Abstand von der Stanzlinie (34) der Karte angeordnet ist.
  3. Formular nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schichtmaterial (12) bezüglich seines äusseren Randes konturgleich mit der Stanzlinie (34) der Karte angeordnet ist.
  4. Formular nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schichtmaterial (12) bezüglich seines äusseren Randes wenigstens abschnittsweise im wesentlichen konturgleich mit einer auf der Formular-Vorderseite drucktechnisch aufgebrachten, optisch wirksamen Kontrastgrenze angeordnet ist.
  5. Verfahren zur Herstellung von Formularen (15) mit heraustrennbarer Karte, wobei auf die Vorderseite der Formulare im Bereich der Karte ein Schichtmaterial (12) mit wenigstens einer Deckschicht (62) und einer Permanent-Haftkleberschicht (60) aufgeklebt wird, wobei auf der Formular-Rückseite ein den Bereich der Karte überdeckendes Trägermaterial (33) aufgeklebt wird, welches eine Trägermaterialschicht (80) umfasst, wobei die Karte durch eine Stanzung im Formular erzeugt wird und wobei die Stanzung von der Formular-Vorderseite her mit einer in sich geschlossenen Stanzlinie (34) bis zu der Trägermaterialschicht (80) ausgeführt wird, so dass die Karte durch die Trägermaterialschicht (80) im Formular gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass für das Aufkleben des Schichtmaterials (12) ein rotierender Spendezylinder (29) verwendet wird, auf welchem wenigstens ein in sich geschlossener schmaler Stanzgrat (25b) ausgebildet ist, dass das Schichtmaterial (12) eingebettet in diesen wenigstens einen Stanzgrat (25b) durch Rotation des Spendezylinders (29) auf die Vorderseite der bewegten Formulare (15) befördert wird, dass hierbei gleichzeitig die Stanzung ausgeführt wird und dass das Schichtmaterial (12) derart aufgeklebt wird, dass es bezüglich seines äusseren Randes mit maximal 1 mm Abstand von der Stanzlinie (34) der Karte angeordnet ist.
  6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schichtmaterial (12) derart aufgeklebt wird, dass es bezüglich seines äusseren Randes mit maximal 0.5 mm Abstand von der Stanzlinie (34) der Karte angeordnet ist.
  7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schichtmaterial (12) derart aufgeklebt wird, dass es bezüglich seines äusseren Randes konturgleich mit der Stanzlinie (34) der Karte angeordnet ist.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stanzung mit einem Zylinder (29) ausgeführt wird, auf welchem ein dünnes, mit einem Stanzgrat (25b) versehenes Stanzblech (25) insbesondere magnetisch und/oder infolge Unterdrucks gehalten ist.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Formular-Vorderseite eine optisch wirksame Kontrastgrenze drucktechnisch aufgebracht wird und dass nachfolgend das Schichtmaterial (12) bezüglich seines äusseren Randes wenigstens abschnittsweise im wesentlichen konturgleich mit dieser Kontrastgrenze angeordnet wird.
Anspruch[en]
  1. A form (15) with a detachable card, on the front of which form a layered material (12) having at least one covering film (62) and one pressure-sensitive adhesive film (60) is affixed in the area of the card, and on the back of which a carrier material (33) is affixed, which protrudes beyond the area of the card and encloses a carrier material layer (80), wherein the card is a blank created in the form and wherein the blank punch is configured with a self-contained blank cutting line (34) that extends from the front side of the form to the carrier material film (80) for creating the card, so that the card is retained in the form by the carrier material layer (80),

    characterised in that

    the layered material (12) essentially only covers the surface of the card and is arranged such that its outer edge essentially follows the contour of the blank cutting line (34) of the card, and is not perforated by the blank cutter, and its outer edge is arranged at distance no greater than 1 mm from the blank cutting line (34) of the card.
  2. The form as cited in Claim 1,characterised in that the layered material (12) is arranged such that its outer edge is at a distance no more than 0.5 mm from the blank cutting line (34) of the card.
  3. The form as cited in Claim 1,characterised in that the layered material (12) is arranged such that its outer edge follows the contour of the blank cutting line (34) of the card.
  4. The form as cited in any of Claims 1 to 3,characterised in that the layered material (12) is arranged such that its outer edge follows at least in sections essentially follows the contour of a visually effective contrast border applied by typographic means to the front side of the form.
  5. A method for producing forms (15) with a detachable card, wherein a layered material (12) having at least one covering film (62) and one pressure-sensitive adhesive film (60) is affixed in the area of the card on the front side of the forms, wherein a carrier material (33) enclosing a carrier material layer (80) is affixed to the back side of the form, wherein the card is created in the form by blank cutting, and wherein the blank cutting is created by a self-contained blank cutting line (34) extending from the front side of the form to the carrier material layer (80), such that the card is retained in the form by the carrier material film (80)characterised in that a rotating dispensing cylinder (29) is used, on which at least one self-contained narrow punching burr (25b) is conformed for affixing the layered material (12), that the layered material (12) embedded in this at least one punching burr (25b) is transported to the front of the moving form (15) by the rotation of the dispensing cylinder (29), that the blank cutting is performed at the same time, and that the layered material (12) is adhesively affixed in such manner that the outer edge thereof is arranged at a distance no more than 1 mm from the blank cutting line (34) of the card.
  6. The method as cited in Claim 5,characterised in that the layered material (12) is adhesively affixed in such manner that the outer edge thereof is arranged at a distance no more than 0.5 mm apart from the blank cutting line (34) of the card.
  7. The method as cited in Claim 5,characterised in that the layered material (12) is adhesively affixed in such manner that its outer edge follows the contour of the blank cutting line (34) of the card.
  8. The method as cited in any of Claims 5 to 7,characterised in that the blank cutting is performed with a cylinder (29) on which a thin blank punching panel (25) with a punching burr (25b) is retained, particularly by magnetism and/or as a result of negative pressure.
  9. The method as cited in any of Claims 5 to 8,characterised in that a visually effective contrast border is applied to the front side of the form by typographic, and that the layered material (12) is subsequently arranged such at least sections of the outer edge thereof essentially follow the contour of this contrast border.
Anspruch[fr]
  1. Formulaire (15) à carte détachable, sur le recto duquel, au niveau de la carte, est collé un matériau en couche (12) comportant au moins une couche de recouvrement (62) et une couche de colle contact permanente (60) et sur le verso duquel est collé un matériau support (33) dépassant de la zone de la carte et qui englobe une couche de matériau support (80), la carte étant une découpe pratiquée dans le formulaire et la découpe étant réalisée pour fabriquer la carte à partir du recto du formulaire par une ligne de découpe (34) refermée sur elle-même jusqu'à la couche de matériau support (80), de sorte que la carte est maintenue dans le formulaire par la couche de matériau support (80), caractérisé en ce que le matériau en couche (12) est disposé sensiblement de manière à recouvrir exclusivement la surface de la carte et, au niveau de son bord extérieur, sensiblement suivant le même contour que la ligne de découpe (34) de la carte, n'est pas traversé par la découpe mentionnée et est disposé, au niveau de son bord extérieur, à une distance maximale de 1 mm de la ligne de découpe (34) de la carte.
  2. Formulaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau en couche (12), au niveau de son bord extérieur, est disposé à une distance maximale de 0,5 mm de la ligne de découpe (34) de la carte.
  3. Formulaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que le matériau en couche (12), au niveau de son bord extérieur, est disposé suivant le même contour que la ligne de découpe (34) de la carte.
  4. Formulaire selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le matériau en couche (12), au niveau de son bord extérieur, est disposé au moins par sections sensiblement suivant le même contour qu'une limite de contraste à effet optique appliquée par technique d'impression sur le recto du formulaire.
  5. Procédé de fabrication de formulaires (15) à carte détachable, dans lequel, sur le recto des formulaires, au niveau de la carte, est collé un matériau en couche (12) comprenant au moins une couche de recouvrement (62) et une couche de colle contact permanente (60), dans lequel, sur le recto du formulaire, est collé un matériau support (33) recouvrant la zone de la carte et qui englobe une couche de matériau support (80), la carte étant fabriquée par découpe du formulaire, et dans lequel la découpe est pratiquée depuis le recto du formulaire par une ligne de découpe (34) refermée sur elle-même jusqu'à la couche de matériau support (80), de sorte que la carte est maintenue dans le formulaire par la couche de matériau support (80),caractérisé en ce que qu'on utilise pour coller le matériau en couche (12) un cylindre distributeur rotatif (29) sur lequel est réalisée au moins une arête de découpe étroite (25b) refermée sur elle-même, que le matériau en couche (12) inclus dans cette au moins une arête de découpe (25b) est amené, par rotation du cylindre distributeur (29), jusque sur le recto du formulaire déplacé (15), qu'alors, en même temps, la découpe est pratiquée et que le matériau en couche (12) est collé de manière à être disposé, au niveau de son bord extérieur, à une distance maximale de 1 mm de la ligne de découpe (34) de la carte.
  6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le matériau en couche (12) est collé de manière à être disposé, au niveau de son bord extérieur, à une distance maximale de 0,5 mm de la ligne de découpe (34) de la carte.
  7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que le matériau en couche (12) est collé de manière à être disposé, au niveau de son bord extérieur, suivant le même contour que la ligne de découpe (34) de la carte.
  8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la découpe est pratiquée à l'aide d'un cylindre (29) sur lequel est maintenue, notamment par magnétisme et/ou par dépression, une mince tôle perforée (25) pourvue d'une arête de découpe (25b).
  9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que, sur le recto du formulaire, une limite de contraste à effet optique est appliquée par technique d'impression et qu'ensuite le matériau en couche (12), au niveau de son bord extérieur, est disposé, du moins par sections, sensiblement suivant le même contour que cette limite de contraste.






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