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Dokumentenidentifikation DE202005001554U1 25.05.2005
Titel Balkon zum Anbau an eine Gebäudewand
Anmelder Stahl Ehrenfriedersdorf GmbH & Co. KG, 09427 Ehrenfriedersdorf, DE
Vertreter Seerig & Hübner, 09111 Chemnitz
DE-Aktenzeichen 202005001554
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 25.05.2005
Registration date 21.04.2005
Application date from patent application 31.01.2005
IPC-Hauptklasse E04B 1/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft, Balkon zum Anbau an eine Gebäudewand, bestehend aus einem Rahmen zum Befestigen eines Geländers und zur Auflage von Bodenprofilen auf Querstegen zwischen dem Rahmen, wobei der Rahmen auf Konsolen an in parallelem Abstand zur Gebäudewand senkrecht auf dem Boden verankerten Stützen und mittels einer separaten Aufnahme an der Gebäudewand befestigt ist.

Aus der DE 297 16 050 U1 ist ein Balkon zur Anordnung vor der Fassade eines Bauwerkes bekannt, der aus einem Rahmen besteht. An diesem Rahmen ist ein Geländer befestigt. Der Rahmen nimmt Balkonprofile auf, die auf Querstegen zwischen den Rahmen eingelegt werden. Der Rahmen ist durch eine Halterung am Wandteil und auf Konsolen von am Boden verankerten Stützen gehalten. Die Halterung erfolgt durch eine längs am Wandteil in der Wand verankerten Aufnahme für den Rahmen. Die Verankerung ist in die Wand hineingeführt und zusätzlich innenwandig gehalten. Die Verankerung ist in der Tiefe einstellbar und kann damit verschiedene Wandabstände des an der Verankerung zu befestigenden Rahmens ausgleichen.

Die DE 333 14 34 A1 zeigt zwei nebeneinander auf Balkonlänge beabstandete Tragebalken für einen Balkonaufbau. Die Befestigung der Tragebalken erfolgt dadurch, dass ein Loch in die Wand eingebracht wird, dass eine obere bzw. untere Abstützplatte in dem Loch festgegossen wird, dass der Tragebalken gegen die Abstützplatten festgespannt wird, dass das Loch zugegossen wird und auf dem befestigten Tragebalken der Balkonaufbau erfolgen kann.

In der DE 87 00 850.5 U1weisen die Balkonaufnahmen Montageelemente in Form eines Montagezapfens auf, der mit einer an der Innenseite der Gebäudewand befestigten Konterplatte versehen ist.

Die Balkone zum Anbauen an eine Gebäudewand weisen den Nachteil auf, dass die tragende Verbindung zwischen dem Balkon und der Gebäudewand eine verhältnismäßig großen baulichen und technischen Aufwand erfordert.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Balkon zum Anbau an eine Gebäudewand, bestehend aus einem Rahmen zum Befestigen eines Geländers und zur Auflage von Bodenprofilen auf Querstegen zwischen dem Rahmen, wobei der Rahmen auf Konsolen an in parallelem Abstand zur Gebäudewand senkrecht auf dem Boden verankerten Stützen und mittels einer Aufnahme an der Gebäudewand befestigt ist, zu entwickeln, deren baulicher und technischer Aufwand für die tragende Verbindung zwischen dem Balkon und der Gebäudewand bedeutend verringert wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Aufnahme aus mindestens zwei Wandkonsolen besteht, wobei jede Wandkonsole durch einen rohrförmigen Anker, der in einer Sacköffnung der Gebäudewand befestigbar ist, durch eine Kontaktplatte, die am Anker befestigt und plan an die Gebäudewand schraubbar ist, und durch eine mit Langlöchern versehene Trägerplatte gebildet wird, die rechtwinklig an der Kontaktplatte des Ankers befestigt sowie durch einen Steg an der Kontaktplatte abgestützt ist.

Zweckmäßig ist es, dass die Befestigungen des Ankers mit der Kontaktplatte, der Kontaktplatte mit der Trägerplatte, der Trägerplatte mit dem Steg und des Steges mit der Kontaktplatte durch Schweißnähte erfolgt.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen:

1: eine Seitenansicht des an einem Gebäudeteil errichteten Balkons und

2: eine Wandkonsole als Einzelteil.

1 zeigt einen an eine Gebäudewand 8 angebauten Balkon 14, der unter anderem aus einem Rahmen 11 besteht. Der Rahmen 11 verfügt über in der 1 nicht dargestellte Querstreben, die ein Bodenprofil 13 aufnehmen. Am Rahmen 11 ist ein Geländer 12 befestigt. Der Rahmen wird auf Konsolen an Stützen 9 und auf einer Aufnahme an der Gebäudewand 8, bestehend aus mindestens zwei Wandkonsolen 1, aufgesetzt und verschraubt. Um einen möglichst exakten Abstand für die Auflage des Rahmens 11 zwischen den Wandkonsolen 1 und den Konsolen an den Stützen 9, die nicht dargestellt sind, zur erreichen, werden die Stützen 9 nach der Befestigung der Wandkonsolen 1 an der Gebäudewand 8 eingemessen und arretiert. Langlöcher 4 in der Wandkonsole 1 dienen zum Ausgleich von Ungenauigkeiten beim Befestigen des Rahmens 11 , wobei unter anderem Abweichung in einer nicht lotrechten Gebäudewand 8 ausgeglichen werden können. Höhendifferenzen können durch Unterlagen zwischen Rahmen 11 und Konsolen ausgeglichen werden. Zusätzliche Futterbleche unter den Stützfüßen sorgen für einen Ablauf des Regenwasser. Der Rahmen 11 liegt mindestens mit seinen vier Ecken auf den Konsolen auf. Eine der Wandkonsolen 1 ist in der 2 dargestellt. Die Wandkonsole 1 wird durch einen rohrförmigen Anker 2, durch eine Kontaktplatte 3, durch eine Trägerplatte 5 und einen Steg 6 gebildet. Die Teile 2, 3 und 6 sind miteinander durch je eine Schweißnaht 7 fest verbunden. Die Wandkonsole 1 wird mit dem Anker 2 in eine herzustellende Sacköffnung in der Gebäudewand 8 eingebracht und aus wärmetechnischen Gründen ausgeschäumt. Nachfolgend wird die Wandkonsole 1 mit der Kontaktplatte 3 plan an der Gebäudewand 8 verschraubt und mittels eines 2 – Komponentenklebers befestigt. Dadurch ist die Wandkonsole 1 gegen horizontales Verschieben gesichert. Horizontal von der Kontaktplatte 3 steht die Trägerplatte 5 ab. Auf die Trägerplatte 5 wird der Rahmen 11 aufgeschraubt. Dazu werden der Rahmen 11 und die Trägerplatte 5 beispielsweise mittels LINDAPTER Hollo-Bolt-Schrauben verbunden. Die Trägerplatte 5 ist durch den Steg 6 gegen die Kontaktplatte 3 abgestützt und stabilisiert die Trägerplatte 5. Zum passgenauen Verbinden des Rahmens 11 mit der Wandkonsole 1 dienen die Langlöcher 4 in der Kontaktplatte 3.

Die Erfindung weist den besonderen Vorteil auf, dass die Kosten für Montagewerkzeuge deutlich verringert werden und sich die Montagezeiten bedeutend verkürzen.

1Wandkonsole 2Anker 3Kontaktplatter 4Langlöcher 5Trägerplatte 6Steg 7Schweißnaht 8Gebäudewand 9Stütze 10Boden 11Rahmen 12Geländer 13Bodenprofile

Anspruch[de]
  1. Balkon zum Anbau an eine Gebäudewand, bestehend aus einem Rahmen zum Befestigen eines Geländers und zur Auflage von Bodenprofilen auf Querstegen zwischen dem Rahmen, wobei der Rahmen auf Konsolen an in parallelem Abstand zur Gebäudewand senkrecht auf dem Boden verankerten Stützen und mittels einer separaten Aufnahme an der Gebäudewand befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme aus mindestens zwei Wandkonsolen (1) besteht, wobei jede Wandkonsole (1) durch einen rohrförmigen Anker (2), der in einer Sacköffnung der Gebäudewand befestigbar ist, durch eine Kontaktplatte (3), die am Anker (2) befestigt und plan an die Gebäudewand schraubbar ist, und durch eine mit Langlöchern (4) versehene Trägerplatte (5) gebildet wird, die rechtwinklig an der Kontaktplatte (3) des Ankers (2) befestigt sowie durch einen Steg (6) an der Kontaktplatte (3) abgestützt ist.
  2. Balkon nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungen des Ankers (2) mit der Kontaktplatte (3), der Kontaktplatte (3) mit der Trägerplatte (5), der Trägerplatte (5) mit dem Steg (6) und des Steges (6) mit der Kontaktplatte (3) durch Schweißnähte (7) erfolgt.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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