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VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM STEUERN DER BEWEGUNG EINES FLUIDEN MEDIUMS - Dokument DE69632339T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69632339T2 25.05.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000871582
Titel VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM STEUERN DER BEWEGUNG EINES FLUIDEN MEDIUMS
Anmelder Ramot at Tel- Aviv University Ltd., Tel Aviv, IL
Erfinder SEIFERT, Avi, 69499 Tel Aviv, IL;
WYGNANSKI, Israel, 69379 Tel Aviv, IL
Vertreter v. Bezold & Sozien, 80799 München
DE-Aktenzeichen 69632339
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 29.12.1996
EP-Aktenzeichen 969418029
WO-Anmeldetag 29.12.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/IL96/00194
WO-Veröffentlichungsnummer 0097025623
WO-Veröffentlichungsdatum 17.07.1997
EP-Offenlegungsdatum 21.10.1998
EP date of grant 28.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.05.2005
IPC-Hauptklasse B64B 1/36
IPC-Nebenklasse B64C 15/02   B63H 11/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und auch ein Verfahren zum Steuern der Bewegung eines flüssigen Mediums. Wie genauer. im Folgenden beschrieben wird, können die Vorrichtung und das Verfahren der Erfindung verwendet werden, um Kräfte und Momente auf das sich bewegende Medium zu erzeugen, um die Bewegungsbahn zu verändern. Die Erfindung kann auch verwendet werden, um eine Schubsteuerung eines selbstangetriebenen festen Körpers auszuüben, z. B. Schub zu verstärken.

Die US-Patentschrift 4,257,224, in welcher ein Miterfinder auch ein Miterfinder in der vorliegenden Anmeldung ist, offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Verbesserung des Mischverhaltens zweier Fluids durch Bereitstellen von Flussverwirbelungen nahe dem Ursprung des Mischbereichs um eine Achse normal zur vorherrschenden Flussrichtung. Beispiele von möglichen Einsatzgebieten der Technik, die in jenem Patent beschrieben ist, umfassen die Förderung der Verbrennung in Düsenantrieben, die Unterdrückung hörbaren Düsenantriebslärms und die Verbesserung des Ausstoßes von Treibmittelpumpen.

Die US-Patentschrift 5,209,438, in welcher ein Miterfinder auch ein Miterfinder in der vorliegenden Anmeldung ist, offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Ausnutzung der Technik des Patents 4,257,224, um die Trennung einer Grenzschicht eines Fluids, welches über eine feste Oberfläche fließt, zu verzögern. Offenbarte Anwendungen der Technik, welche in Patent 5,209,438 beschrieben ist, umfassen die Steigerung des Auftriebs eines Flügels bei gleichzeitiger Verringerung seines Luftwiderstands und auch die Steigerung des Streuungswinkels eines Diffusors.

Die vorliegende Anmeldung richtet sich auf noch andere Verfahren und Vorrichtungen zur Ausnutzung der Mischtechnik, wie beschrieben in Patent 4,257,224, insbesondere für die Steuerung der Bewegung eines Festkörpers oder eines Fluidstroms.

Gemäß eines Aspekts der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum Steuern der Bewegung eines Fluidmediums bereit gestellt, umfassend: eine Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen, die an ausgewählten Stellen um die Achse einer Flüssigkeitsstrahlaustrittsdüse gemäß Anspruch 1 angeordnet sind.

Die Erfindung stellt auch ein Verfahren zur Steuerung der Bewegung eines Fluidmediums in Übereinstimmung mit der vorangehenden Vorrichtung bereit.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung offensichtlich.

Die Erfindung wird hierin etwas schematisch und bloß beispielhaft mit Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, wobei:

1 ein Blockdiagramm ist, welches schematisch einen selbstangetriebenen Körper darstellt, welcher gemäß der vorliegenden Erfindung gebaut ist;

2 eine Ansicht des Körpers aus 1 von hinten ist;

3a eine vergrößerte Teilansicht eines Abschnitts des Körpers aus 1 ist, aber mit einer kreisförmigen Gruppierung von Verwirbelungen erzeugenden Elementen, wie sie in 7 gezeigt sind;

3b, 3c und 3d drei Beispiele einer experimentell erzielten Strahlströmungssteuerung darstellen, die an die Verwirbelung erzeugenden Elemente, gezeigt in 3a, angelegt werden kann;

4 eine Teilansicht ist, welche eine andere Form eines Verwirbelung erzeugenden Elements darstellt, welches zur Steuerung der Richtung des Körpers eingesetzt werden kann;

5 einen anderen Typ von Verwirbelung erzeugendem Element darstellt, welches eingesetzt werden kann;

6 eine vergrößerte Teilansicht ist, welche insbesondere den Aufbau und die Bewegung von Verwirbelung erzeugenden Elementen aus 5 darstellt;

7 und 8 Ansichten von hinten ähnlich jener aus 2 sind, aber kreisförmige beziehungsweise rechteckige Gruppierungen von Verwirbelung erzeugenden Elementen anstelle der ovalen Gruppierung in 2 darstellen;

9 eine Ansicht von hinten ist, welche schematisch ein mit Flügeln versehenes System darstellt, welches gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist und mehr als ein einzelnes Triebwerk umfasst;

10 ein Diagramm ist, welches eine andere Form des mit Flügeln versehenen Systems darstellt, das gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist; und

11 schematisch die Erfindung darstellt, wie sie in ein System zum Steuern eines Fluidstroms, z. B. für Verbrennungs- oder Kühlungszwecke, in einem Untersystem, zum Beispiel einem Motor, eingebaut ist.

Zuerst mit Bezugnahme auf 13, wird ein selbstangetriebener Körper (z. B. ein Unterseeboot, eine Rakete, usw.), allgemein bezeichnet mit 2, dargestellt, welcher durch einen Strahl, der von einer unter Druck stehenden Kammer 3 über eine Ausstoßdüse 4 austritt, angetrieben wird. Die Richtungssteuerung des Körpers wird durch Ablenken oder Drehen des Strahls, der aus der Ausstoßdüse 4 austritt, bewirkt und verursacht vollständiges oder teilweises erneutes Anlenken des Flusses an die Düsenwand, um die erforderlichen Kräfte und Momente zu erzeugen.

Um die Richtungssteuerung zu erzielen, wird eine Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen 5, wie in den oben zitierten US-Patentschriften 4,257,224 und 5,209,438 beschrieben, um den Einlass zur Ausstoßdüse 4 angeordnet und werden ausgewählt durch einen Antrieb, der allgemein als 6 bezeichnet ist, aktiviert, um die Ausstoßrichtung des Strahls von der Düse 4 zu steuern und dadurch die Bewegungsrichtung des Körpers. Wie insbesondere in 3a gezeigt, gehen die Wände der Ausstoßdüse 4 in Richtung der Strömung auseinander, wie als 4a gezeigt. Die Mehrzahl der Verwirbelung erzeugenden Elemente 5 ist in einer oder mehreren Umfangsgruppierungen angeordnet, wie in 2 gezeigt. In den meisten Fällen würde nur eine Umfangsgruppierung benötigt, die am Eingang zur auseinander gehenden Düse angeordnet ist.

Jedes Verwirbelung erzeugende Element, wie in 3a gezeigt, liegt in der Form einer kleinen Klappe vor, welche zyklisch durch den Antrieb 6 aktiviert wird, um hinzu und weg von der Symmetrieachse 7 des Systems zu schwingen, so dass jede zyklische Fluidverwirbelungen oder Schwingungen erzeugt, die von der festen Grenze der Ausstoßdüse 4 und in den Strahl, welcher von der Düse ausgestoßen wird, ausströmen. Diese Verwirbelungen liegen in der Form von Spiralen 8 vor, welche sich azimuthal entlang des Umfangs erstrecken und sich in Strömungsrichtung entlang der auseinander gehenden Wand 4a der Düse 4 ausbreiten. Das azimuthale Ausmaß dieser Spiralen hängt von der Anzahl von Elementen, die gleichzeitig aktiviert sind, und von der Stärke und Frequenz der Verwirbelungen, die durch sie erzeugt werden, ab. Der Fluss bindet sich an dem Teil der Oberfläche an, in welchem die Spiralen ausreichend Stärke (in Intensität und Größe) erworben haben, aber er wird sich nur teilweise in Richtung der Oberfläche ablenken, wann immer die Stärke der Spiralen nicht ausreicht, um vollständige erneute Bindung zu verursachen. Sehr schwache Verwirbelungen oder Verwirbelungen von unzureichender Frequenz beeinflussen den Fluss nicht. Daher kann durch ausgewähltes Steuern der Verwirbelungen erzeugenden Elemente 5 eine breite Vielzahl von Steuerungen ausgeübt werden.

2 stellt für Beispielszwecke acht Verwirbelungen erzeugende Elemente 5a5h dar, welche in einer ovalen Gruppierung um die Längsachse 7 der Austrittsdüse 4 angeordnet sind. Wenn all diese Verwirbelungen erzeugenden Elemente aktiviert sind, verstärkt dies sowohl die Ausbreitung als auch das Mischen des austretenden Strahls. Wenn ein Umgebungsfluid vorhanden ist und der Körper, gezeigt in 1, einen "grundlegenden Stirnwiderstand" erzeugt, wird das verbesserte Mischen den Druckwiederaufbau und den Schubwirkungsgrad des Strahls verstärken, wodurch der Schub, welcher durch den ausgestoßenen Strahl erzeugt wird, verstärkt und auch der grundlegende Stirnwiderstand verringert wird.

Richtungssteuerung kann durch ausgewählte Aktivierung der Verwirbelungen erzeugenden Elemente 5a5h aus 2 wie folgt bewirkt werden: Aktivierung der Elemente 5b und 5c lenkt den Strahl nach oben; Aktivierung der Elemente 5f und 5g lenkt den Strahl nach unten; Aktivierung der Elemente 5a und 5h lenkt den Strahl nach links; und Aktivierung der gegenüber liegenden Elemente 5d und 5e lenkt den Strahl nach rechts. Gleichzeitige Aktivierung bestimmter Elemente wie die Elemente 5c und 5g oder 5b und 5f erzeugen ein Moment um die Längsachse 7, um eine Rolle zu erzeugen und wirbeln auch den Strahl herum.

Die obigen Kräfte und Momente sind proportional zur Größe und Frequenz der Verwirbelungen. Daher können die Verwirbelungen erzeugenden Elemente 5a5h in einer Ein/Aus-Weise gesteuert werden, sie können auch ununterbrochen durch Verändern der Eingabefrequenz und/oder der Amplitude der Schwingungen gesteuert werden. Verringern der Amplitude einer beliebigen Kombination von Elementen, wie oben beschrieben, lenkt den Strahl ab oder dreht ihn in die entgegen gesetzte Richtung. Die Schwingungsfrequenz sollte sich in einem solchen Bereich befinden, dass die dimensionslose Frequenz F = f*L/Uj = 0,5 bis 3 beträgt, wobei f die Druckfrequenz, L die Länge des auseinander gehenden Teils der Düse und Uj ungefähr die mittlere Flussgeschwindigkeit in der Düse ist.

3b3d zeigt, wie der Strahl, welcher aus der Düse 4 ausgestoßen wird, gesteuert wird. 3b stellt den Strahlfluss dar, wenn keines der Verwirbelungen erzeugenden Elemente 5a5h aktiviert ist, was der Grundzustand ohne Verwirbelungen ist. 3c stellt den Strahlfluss dar, wenn die unteren Verwirbelungen erzeugenden Elemente (z. B. 5e5h) aktiviert sind, wodurch sie einen Vektor erzeugen, was zu einer Strahlablenkung von ungefähr 25° im dargestellten Beispiel führt; der Strahlfluss, der in 3c dargestellt ist, erzeugt auch etwas an zusätzlicher Ausbreitung des Ausstoßstrahls, wodurch eine teilweise Schubvermehrung erzeugt wird. 3d stellt den Strahlfluss dar, wenn alle Verwirbelungen erzeugenden Elemente, z. B. 5a5h, aktiviert sind, wodurch eine maximale Ausbreitung erzeugt wird, welche zu maximaler Schubvermehrung führt.

Die Verwirbelungen erzeugenden Elemente 5 können andere Formen annehmen. Zum Beispiel stellt die oben zitierte US-Patentschrift 5,209,438 Verwirbelungen erzeugende Elemente dar, die umfassen: eine schwenkbare Klappe, welche durch eine Nocke oszilliert wird, die durch einen Antrieb gegen die Kraft einer Feder gedreht wird; eine Platte oder ein Band, welche(s) im Wesentlichen parallel zur Oberfläche eines Flügels, der solch ein Element trägt, angeordnet ist und sich zur Flügeloberfläche durch einen Antrieb hin und her bewegt; ein Hindernis, welches im Wesentlichen senkrecht zur oberen Oberfläche eines Flügels angeordnet ist und durch einen Antrieb in eine Vertiefung hinein und heraus bewegt wird; und ein sich drehendes Flügelblatt, welches leicht über der oberen Oberfläche eines Flügels vorragt und durch einen Antrieb gedreht wird.

46 stellen weitere Konstruktionen von Verwirbelungen erzeugenden Elementen dar, welche verwendet werden können.

Das Verwirbelungen erzeugende Element, gezeigt in 4, liegt in der Form einer Kammer 10 innerhalb des gesteuerten Körpers 11 (z. B. Flugzeug, Rakete, Wasserfahrzeug, usw.) vor, welche unter Druck steht z. B. durch einen Durchgangskanal 12, der zu einer Druckquelle führt, die an einem anderen Ort angeordnet ist, z. B. entweder innerhalb oder außerhalb der Verbrennungskammer 13. In diesem Fall ist das Eingangsende der ablenkenden Wand 14 der Ausstoßdüse 15 mit einer Öffnung 16 ausgebildet, welche mit der unter Druck stehenden Kammer 10 kommuniziert. Die Öffnung 16 wird zyklisch durch eine rotierende Stange 17 von nicht rundem Querschnitt (beispielhaft als im Wesentlichen quadratischen Querschnitt gezeigt) verkleinert und vergrößert, welche in der Öffnung 16 gedreht wird. Daher werden durch die rotierende Stange 17 innerhalb der Öffnung 16 die Räume auf gegenüberliegenden Seiten des Ventilelements zyklisch verkleinert und vergrößert, um die Verwirbelungen oder Hin- und Herbewegungen zu erzeugen, welche die oben beschriebenen Spiralen bilden, die sich entlang der Innenseite der ablenkenden Wand 14 der Ausstoßdüse 15 bilden, um den Fluss an der Düsenwand 14 wieder anzubinden und dadurch den Strahl abzulenken und die Bewegung des Körpers 11 zu steuern, wie oben mit Bezugnahme auf 13 beschrieben.

5 und 6 stellen eine andere Form des Verwirbelungen erzeugenden Systems, das eingesetzt werden kann, dar. In diesem Fall liegt das Verwirbelungen erzeugende Element auch in der Form einer Kammer 20 (die weiter in kleinere Kammern unterteilt werden kann, welche um den Umfang der Düse herum angeordnet sind und individuell auf unterschiedliche Niveaus unter Druck gesetzt werden können) im Körper 21 vor, wobei sie durch eine Durchgangsleitung 22 gesteuert und mit Druck versorgt wird, die mit einer Druckquelle (wie eine Verbrennungskammer 23 oder einem Verdichter) kommuniziert. Wie oben mit Bezugnahme auf 4 beschrieben, befinden sich die unter Druck stehenden Kammern 20 auch am Eingang der ablenkenden Wand 24 der Ausstoßdüse 25 und kommunizieren über die Öffnungen 26 mit der Düse. Diese Öffnung wird zyklisch vergrößert und verkleinert, um die erforderlichen Verwirbelungen zu erzeugen. In diesem Fall jedoch werden die Verwirbelungen durch vorübergehende Strahlströme erzeugt, die senkrecht zum feststehenden Element 27 ausgestoßen werden, welches mit einer Mehrzahl von Öffnungen 27a, und einem hin und her gehenden Element 28 ausgebildet ist, welches ebenfalls mit einer Mehrzahl von Öffnungen 28a ausgebildet ist. Die Annordnung ist der Gestalt, dass, wenn das Element 28 nach hin und zurück gleitet oder sich in eine Richtung um den Umfang der Düse bewegt, die Öffnungen 28a zyklisch in die Flucht mit den Öffnungen 27a im feststehenden Element 27 und aus dieser bewegt werden, um dadurch zyklisch Strahlströme von gesteuerter Stärke aus der unter Druck stehenden Kammer 20 zu erzeugen. Diese erzeugten Spiralen breiten sich in Strömungsrichtung entlang der inneren Oberfläche der ablenkenden Wand 24 der Ausstoßdüse 25 aus.

7 stellt eine Abänderung dar, worin die Mehrzahl der Verwirbelungen erzeugenden Elemente, darin 35a35h bezeichnet, in einer kreisförmigen Gruppierung und nicht in einer ovalen Gruppierung (2) angeordnet sind, und 8 stellt eine Abänderung dar, worin die Mehrzahl der Verwirbelungen erzeugenden Elemente, darin 45a45h bezeichnet, in einer rechteckigen Gruppierung angeordnet sind. In beiden Fällen können die Verwirbelungen erzeugenden Elemente wie oben beschrieben gesteuert werden, um eine verbesserte Ausbreitung des Ausstoßstrahls zu erzeugen und/oder die Richtungs- und/oder Rotationssteuerung des Fluidstrahls und dadurch des festen Körpers bereit zu stellen, wie oben mit Bezugnahme auf 13 beschrieben.

9 stellt die Anwendung der Erfindung auf ein mehrstrahlig angetriebenes System, allgemein mit 50 bezeichnet, welches Strahluntersysteme (z. B. Triebwerke) 51, 52 an den zwei Flügeln auf gegenüberliegenden Seiten der Längsachse 53 des Systems umfasst, dar. Die zwei Strahluntersysteme 51, 52 können wie oben beschrieben aufgebaut und gesteuert werden, um eine unterschiedliche Strahlablenkung zum Steuern der Rolle 55 um die Längsachse des Systems 53 zu erzeugen. Verändern der gesamten Ausbreitungsrate der Düsenstrahlen von entweder Triebwerk 51 oder 52 erzeugt eine differentielle Veränderung des Schubs, welcher durch die Strahlen aus jenen Triebwerken erzeugt wird, und erzeugt eine verschwenkende Bewegung um die vertikale Achse 54.

10 zeigt die Erfindung ebenfalls in einer Anwendung mit einem mit Flügeln versehenen System, allgemein als 60 bezeichnet. Hier sind die Verwirbelungen erzeugenden Elemente an einem oder an beiden Flügeln angewendet, wie unter 61 beziehungsweise 62 gezeigt, und werden so gesteuert, um mehr oder weniger Auftrieb dCL (64) und mehr oder weniger Schub dCT (63) zu erzeugen und dadurch um die Achse 68 zu rollen und/oder um die Achse 67 zu schwenken.

Während in den oben beschriebenen Ausführungsformen die Verwirbelungen erzeugenden Elemente als an einem Körper, der sich in der Luft bewegt, angewendet dargestellt sind, wird man zu schätzen wissen, dass die Erfindung auch auf einen Körper, der sich im Wasser bewegt (wie ein Schiff, Unterseeboot, usw.), oder auf einen Körper, der sich im Raum bewegt (Raketen, Satelliten, die mit Steuerdüsen ausgestattet sind), angewendet werden könnte, um ihre Bewegung, translatorisch und/oder rotierend, auf die gleiche Weise wie oben beschrieben, zu steuern.

11 stellt eine weitere Anwendung der Erfindung zum Steuern der Richtung des Flusses eines Fluidmediums in Bezug auf einen festen Körper dar, wie dies bei einem Fluidstrom ist, der durch einen Hauptdurchgangskanal fließt, der durch einen festen Körper definiert wird. Daher stellt 11 die feste Grenze, allgemein als 70 bezeichnet dar, welche bündig angebrachte Einlassrohrsysteme 71, 72 zum Hereinlassen eines Fluids für Kühl- oder Verbrennungszwecke in einem Treibwerk 73 (oder inneren Untersystemen) aufweist. Durch Bereitstellen des Verwirbelungen erzeugenden Elements, allgemein mit 74 bezeichnet, am Einlassende einer oder beider Einlassrohrsysteme 71, 72 verringern die Verwirbelungen, die durch die zyklisch angetriebenen Elemente erzeugt werden, die Trennungsblasen, die normalerweise nahe der scharfen Ecken der Einlassrohrsysteme erzeugt werden, oder lassen sie verschwinden. Dies leitet mehr an Fluidstrom in die gesteuerten Rohrsyteme und erhöht daher die Flussrate in die gesteuerten Rohrsysteme hinein.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine oberflächliche Ähnlichkeit zwischen der vorliegenden Erfindung und den Lehren von GB 2 045 704 besteht. Darin wird die ununterbrochene, im Gegensatz zur zyklischen, Einleitung einer Verwirbelung senkrecht in einen Fluidstrom gelehrt, so wie es in einem Raketenmotor oder Strahltriebwerk gefunden werden kann, um Schockwellen im Fluid auszubilden. Die Schockwellen veranlassen das Fluid lokal zu Verwirbelung, um sich von der Raketendüse abzulösen, was die Richtung des Raketenschubs verändert, wenn dies auf ausgewählte Abschnitte der Düse angewendet wird.

Die Europäische Patentbeschreibung Nr. 0 149 947 offenbart einen Gaspropeller, welcher wenigstens ein Paar diametral gegenüber liegender seitlicher Düsen zur Zufuhr einer Schubkraft aufweist, welche in Richtung des hinteren Teils der Rakete oder des Projektils gerichtet ist, das einen Kuchen an festem Treibstoff umfasst, der nicht empfindlich auf Verbrennungsdruck ist, und Öffnungs-Verschlussventile für jede der Düsen aufweist. Diese Ventile weisen gleitende Elemente auf, welche mit pneumatischen Ein-Aus-Betätigungsgliedern ausgestattet sind, die durch Steuerschaltungen gesteuert werden, welche einen Logikplan umfassen, der das gleichzeitige Schließen der zwei Düsen eines gleichen Paares verhindert. Die Gleitelemente der Ventile werden mit mechanischen Sicherheitsmitteln bereit gestellt, um den relativen Versatz dieser Gleitelemente zu begrenzen.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Steuern einer Bewegung eines flüssigen Mediums, das von einem festen Medium durch eine Grenze (70) getrennt ist und wo das flüssige Medium sich relativ zu einem festen Medium bewegt, umfassend:

    a. eine Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5a5h; 74), die an ausgewählten Stellen um die Achse einer Flüssigkeitsstrahlaustrittsdüse (4, 15) regelmäßig angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung des Weiteren umfasst:

    b. eine Vorrichtung (6) zum kreisförmigen Antreiben wenigstens eines einer Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5a5h; 74), um so kreisförmige Flüssigkeitsverwirbelungen im flüssigen Medium zu erzeugen, die ausreichen, um die Bewegung des flüssigen Mediums relativ zum festen Medium zu verändern.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsstrahlaustrittsdüse (15) ein Eingangsende umfasst, das eine ablenkende Wand (14) aufweist, und dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5) an der ablenkenden Wand (14) angeordnet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das feste Medium ein Festkörper ist, welcher eine Verbrennungskammer oder Druckkammer umfasst, welche die Flüssigkeitsstrahlaustrittsdüse miteinschließt, durch welche ein flüssiger Strahl ausgestoßen wird, wobei die Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen durch die Vorrichtung (6) ausgewählt betätigbar ist, um die Richtung des Ausstoßes des Flüssigkeitsstrahls von der Austrittsdüse zu steuern und dadurch die Richtung der Bewegung des Festkörpers zu steuern.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, des Weiteren umfassend:

    c. einen Spalt (71, 72) in einem festen Medium, wobei der Spalt (71, 72) in Verbindung mit einem sekundären Flüssigkeitsflusspfad (73) steht;

    und wobei wenigstens eines der Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen so angeordnet ist, dass bei Betätigung durch die Vorrichtung (6) diese Veränderung der Bewegung wirksam einen Abschnitt des flüssigen Mediums durch den Spalt (71, 72) in den sekundären Flüssigkeitsflusspfad (73) umlenkt.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der sekundäre Flüssigkeitsflusspfad (73) von der Grenze (70) durch eine äußere Oberfläche des festen Mediums getrennt ist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5) eine kreisförmig schwingende Klappe umfasst.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5) eine abwechselnd kleiner und größer werdende Öffnung (16) im festen Medium umfasst, wobei die Öffnung (16) die Verbindung zwischen einer Kammer (10) und dem flüssigen Medium erlaubt.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (16) abwechselnd kleiner und größer gemacht wird durch die Drehung einer Stange (17) mit einem nicht kreisförmigen Querschnitt, die als ein Ventilelement in der Öffnung (16) wirkt, um eine kreisförmige Flüssigkeitsverwirbelung zu erzeugen.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (26) abwechselnd kleiner und größer durch ein Element (27, 28) gemacht wird, das mit einer Blende (27a, 28a) ausgebildet ist, wobei das Element (27, 28) kreisförmig angetrieben wird, um die Blende (27a, 28a) in Flucht und aus dieser Flucht mit der Öffnung (26) zu bringen, um eine kreisförmige Flüssigkeitsverwirbelung zu erzeugen.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 7, des Weiteren ein Mittel (13, 23) umfassend, um die Kammer (10, 20) unter Druck zu setzen.
  11. Verfahren zum Steuern der Bewegung eines flüssigen Mediums, das von einem festen Medium durch eine Grenze getrennt ist und wo das flüssige Medium sich relativ zu einem festen Medium bewegt, durch Einsetzen einer Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5), die an ausgewählten Stellen um die Achse einer Flüssigkeitsstrahlaustrittsdüse (4, 15) regelmäßig angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen eine kreisförmige Verwirbelung im flüssigen Medium erzeugt, wobei die Verwirbelung ausreicht, um die Bewegung des flüssigen Mediums relativ zum festen Medium zu verändern.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwirbelung kreisförmige Schubkräfte im flüssigen Medium erzeugt.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Verwirbelung kreisförmige Momente im flüssigen Medium erzeugt.
  14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das feste Medium ein Festkörper ist, welcher eine Verbrennungskammer oder Druckkammer umfasst, wobei die Flüssigkeitsstrahlaustrittsdüse miteingeschlossen ist, durch welche ein flüssiger Strahl ausgestoßen wird, wobei die Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen durch die Vorrichtung (6) ausgewählt betätigbar ist, um die Richtung des Ausstoßes des Flüssigkeitsstrahls von der Austrittsdüse zu steuern und dadurch die Richtung der Bewegung des Festkörpers zu steuern.
  15. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitsstrahlaustrittsdüse (15) ein Eingangsende umfasst, das eine ablenkende Wand (14) aufweist, und dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5a5h) an der ablenkenden Wand (14) angeordnet ist.
  16. Verfahren nach Anspruch 11, des Weiteren umfassend:

    d. Bereitstellung eines Spalts im festen Medium, wobei der Spalt in Verbindung mit einem sekundären Flüssigkeitsflusspfad steht;

    und wobei wenigstens eines der Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5) so angeordnet ist, dass bei Betätigung wenigstens eines Elements der Mehrzahl von kreisförmigen Verwirbelungen erzeugenden Elementen (5a5h) eine erzeugte Verwirbelung wirksam einen Abschnitt des flüssigen Mediums durch den Spalt in den sekundären Flüssigkeitsflusspfad umlenkt.
  17. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der sekundäre Flüssigkeitsflusspfad von der Grenze durch eine äußere Oberfläche des festen Mediums getrennt ist.
  18. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5a5h) eine kreisförmig schwingende Klappe umfasst.
  19. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Mehrzahl von Verwirbelung erzeugenden Elementen (5) eine abwechselnd kleiner und größer werdende Öffnung (16) im festen Medium umfasst, wobei die Öffnung die Verbindung zwischen einer Kammer (10) und dem flüssigen Medium erlaubt.
  20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (16) abwechselnd kleiner und größer gemacht wird durch die Drehung einer Stange (17) mit einem nicht kreisförmigen Querschnitt, die als ein Ventilelement in der Öffnung (16) wirkt, um die Verwirbelungen zu erzeugen.
  21. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (26) abwechselnd kleiner und größer durch ein Element (27, 28) gemacht wird, das mit einer Blende (27a, 28a) ausgebildet ist, wobei das Element (27, 28) kreisförmig angetrieben wird, um die Blende (27a, 28a) in Flucht aus dieser Flucht mit der Öffnung (26) zu bringen, um die Verwirbelungen zu erzeugen.
  22. Verfahren nach Anspruch 19, des Weiteren umfassend ein Mittel (13, 23), um die Kammer (10, 20) unter Druck zu setzen.
  23. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Verwirbelung erzeugenden Elemente (5) eine zyklisch unter Druck gesetzte Kammer (10) in Verbindung mit dem flüssigen Medium durch eine Öffnung (16) im festen Medium umfasst.
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