Warning: fopen(111data/log202004021904.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
VERFAHREN UND GERÄT ZUR SPANNUNGSPRÜFUNG - Dokument DE69632325T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69632325T2 02.06.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000842403
Titel VERFAHREN UND GERÄT ZUR SPANNUNGSPRÜFUNG
Anmelder Jury, Brent Felix, Waitara, NZ
Erfinder Jury, Brent Felix, Waitara, NZ
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69632325
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.07.1996
EP-Aktenzeichen 969251875
WO-Anmeldetag 15.07.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/NZ96/00075
WO-Veröffentlichungsnummer 0097004291
WO-Veröffentlichungsdatum 06.02.1997
EP-Offenlegungsdatum 20.05.1998
EP date of grant 28.04.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.2005
IPC-Hauptklasse G01H 13/00
IPC-Nebenklasse G01N 3/00   G01N 3/32   G01N 33/20   G01M 7/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät und ein Verfahren zur Bestimmung der Resonanzfrequenz eines Bauteils aus Metall und zur Benutzung dieser Information als Indiz für das Vorhandensein von Spannungen in dem Metallbauteil. Die Erfindung betrifft auch ein Gerät und ein Verfahren zur Verringerung der Restspannung, die sich in einem Metallbauteil aufgebaut hat.

Alle Metallbauteile leiden in einem gewissen Grad unter der aufgebauten Restspannung, die z.B. durch mechanische oder thermische Belastung verursacht wird. Diese Belastung kann eine sich von Natur aus wiederholende Belastung sein, wie sie z.B. bei Eisenbahnstrecken, Ventilfedern und Motorblöcken auftritt, oder sie kann ein einmaliger Vorgang sein, wie die thermische Belastung, die während des Schweißens auftritt. Das Vorhandensein von Spannung beeinträchtigt die physikalischen Eigenschaften eines Metallbauteils und kann zu einer Spannungsermüdung und zum Ausfall des Bauteils führen.

Verfahren zur Verringerung der aufgebauten Restspannung sind bekannt. Die bekannten Verfahren erfordern ein Erwärmen des Bauteils über seine Rekristallisationstemperatur hinaus und ermöglichen dadurch die Wiederherstellung der kristallinen Struktur bei einem niedrigeren Energieniveau. Solche Verfahren sind kostenaufwendig, und der Prozeß kann bis zu seiner Fertigstellung Tage in Anspruch nehmen, da üblicherweise eine lange Abkühlungsperiode erforderlich ist. Dies bedeutet, daß ein Bauteil zumindest für einige Tage und möglicherweise für Wochen außer Betrieb ist. Für größere Bauteile ist das Problem besonders schwierig zu lösen, da es schwierig sein kann, einen genügend großen Ofen zur Verfügung zu haben.

Die Anwendung von Verfahren, die für die Messung der aufgebauten Restspannung zur Verfügung stehen, ist nicht weit verbreitet. Es ist laufende Praxis, ein Metallbauteil unabhängig von der tatsächlichen Notwendigkeit einem Verfahren zum Abbau der thermischen Spannung zu unterziehen. Es tritt deshalb eine erhebliche Vergeudung an Ressourcen auf, wenn Metallbauteile behandelt werden, bei denen ein Spannungsabbau nicht erforderlich ist.

Ein bekanntes Verfahren zum Spannungsabbau in Werkstücken durch Vibration ist in dem US-Patent 5 242 512 beschrieben. Das in diesem Dokument beschriebene Verfahren befaßt sich mit dem Abbau von Spannungen in Werkstücken, die durch Metallverarbeitung, wie Schmieden, Gießen, Schweißen und maschinelles Bearbeiten erzeugt wurden. Dabei wird berücksichtigt, daß Werkstücke, in denen die Restspannungen nicht abgebaut wurden, eine erhöhte Tendenz zum Verwinden und zur Korrosion aufweisen sowie eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines vorzeitigen Ausfalls. Die beschriebenen Verfahren sind verbunden mit einem Spannungsabbau nach der anfänglichen Herstellung oder Erzeugung eines Werkstücks, wie einer Druckgußform oder einem Bauteil in einem Fahrzeug.

Ein ähnliches Problem tritt bei langgestreckten Bauteilen, wie Eisenbahnstrecken und Pipelines auf. Eine Eisenbahnstrecke wird im allgemeinen so verlegt, daß sie sich bei einer bestimmten Temperatur in einem neutralen Belastungszustand befindet. Wenn die Temperatur des Schienenwegs über der neutralen Temperatur liegt, wird die Eisenbahnstrecke als Ganzes unter Druck gesetzt, da sich die Abschnitte ausdehnen. Bei exzessiv großen Werten kann dies zu einem Verwinden der Schiene führen. Bei Temperaturen, die unterhalb der neutralen Temperatur liegen, tritt in den Schienenabschnitten eine Zugspannung auf. Bei einem bestimmten Punkt, wenn die Zugkräfte groß genug sind, d.h. die Temperatur niedrig genug ist, können die Schienenabschnitte abreißen.

Da die Folge des Abreißens von Schienenabschnitten ein weniger großes Sicherheitsrisiko darstellt als das Verwinden der Schiene, wird die neutrale Temperatur üblicherweise über die durchschnittliche Sommertemperatur gelegt. In Neuseeland wird die neutrale Temperatur auf etwa 30°C festgelegt.

Eisenbahnstrecken durchlaufen einen erheblichen thermischen Zyklus. Sie sind auch einer beträchtlichen mechanischen Belastung ausgesetzt, wenn Züge über die Schienen fahren. Dies kann zu einer plastischen Verformung der Schienen führen, d.h. die Schienen dehnen sich aus. Wenn dies geschieht, wird die neutrale Temperatur der Schienen niedriger, so daß die Gefahr, daß die Schienen sich an heißen Tagen verwinden, größer wird. Man geht im allgemeinen davon aus, daß Eisenbahnstrecken etwa alle 10 Jahre nachgestellt oder nachgespannt werden müssen, d.h. unter Spannung neu verlegt werden müssen, um die neutrale Temperatur neu einzustellen und die Verwindungsgefahr zu minimieren. Es ist derzeit eine kosten- und zeitaufwendige Aufgabe, eine Eisenbahnstrecke zu heben und neu zu verlegen. Durch das Nachspannen von Streckenabschnitten, die eigentliche keinerlei Spannen erfordern, werden erhebliche Ressourcen vergeudet, weil bisher kein geeignetes Verfahren zur Verfügung steht, um eine Strecke zu testen und festzustellen, ob sie ein Nachspannen benötigt.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und ein Gerät zum Prüfen eines Metallbauteils zur Verfügung zu stellen, die zumindest einige der oben erwähnten Probleme lösen oder der Öffentlichkeit eine brauchbare Alternative zur Verfügung stellen.

Nach einem ersten Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren für die In-Situ-Prüfung des Spannungsniveaus in einem Eisenbahnstreckenabschnitt vorgesehen, wobei der Eisenbahnstreckentestabschnitt mit anschließenden Eisenbahnstreckenabschnitten angeordnet und konfiguriert ist, wobei das Verfahren die Verfahrensschritten aufweist:

  • a) Anbringen einer Schwingungseinrichtung (28) an dem Eisenbahnstreckentestabschnitt um eine im wesentlichen direkte Schwingungskopplung zwischen der Schwingungseinrichtung (28) und dem Eisenbahnstreckentestabschnitt herzustellen, und Anbringen einer Schwingungsmeßeinrichtung (31) und einer Temperaturmeßeinrichtung (36) an dem Eisenbahnstreckentestabschnitt in einem vorbestimmten Abstand von der Schwingungseinrichtung (28),
  • b) Betreiben der Schwingungseinrichtung (28) durch einen vorbestimmten Bereich von Schwingungsfrequenzen mit einer vorbestimmten Rate und einer konstanten Eingangsamplitude zum Lokalisieren und Messen einer Resonanzfrequenz des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts, wobei der Eisenbahnstreckentestabschnitt bei einer spezifischen Temperatur geprüft wird, wie sie von der Temperaturmeßeinrichtung (36) gemessen wird, und
  • c) Vergleichen des Resonanzfrequenzprofils des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts mit einem bei der von der Temperaturmeßeinrichtung (36) gemessenen Temperatur erwarteten Referenz-Resonanzfrequenzprofil für einen Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitt, um das Spannungsniveau in dem Eisenbahnstreckentestabschnitt zu bestimmen.

Es wird vorzugsweise ein vorbereitender Verfahrensschritt durchgeführt zum Einrichten eines Referenz-Resonanzfrequenzprofils für ein Bauteil eines Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitts bei bekanntem Spannungsniveau und einer speziellen Temperatur, wobei der vorbereitende Verfahrensschritt die Stufen umfaßt:

  • i) Ausführen der Schritte a) und b) des Verfahrens nach Anspruch 1 an dem Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitt,
  • ii) Messen der Temperatur des Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitts und
  • iii) Wiederholen der Schritte i) und ii) in jedem Temperaturbereich des Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitts, um für jede Temperatur eine Resonanzfrequenz zu gewinnen.

Das Resonanzfrequenzprofil des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts bei einer vorbestimmten neutralen Temperatur wird vorzugsweise mit einem Paar von Referenz-Resonanzfrequenzprofilen verglichen, wobei die beiden Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitte das gleiche Spannungsniveau jedoch bei verschiedenen Temperaturen haben, so daß dann, wenn das Resonanzfrequenzprofil des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts zwischen den beiden Referenz-Resonanzfrequenzprofilen liegt, keine Neuverlegung erforderlich ist.

Die beiden Referenz-Streckenabschnitte liegen vorzugsweise bei Temperaturen, die sich um 6°C unterscheiden, auf dem gleichen Spannungsniveau.

Die Schwingungseinrichtung wird vorzugsweise über einen Schwingungsfrequenzbereich von 0 bis 130 Hz betrieben.

Die Temperaturmeßeinrichtung ist vorteilhafterweise ein Pyrometer. Der Temperaturbereich, in dem die Referenz-Resonanzfrequenzen gemessen werden, reicht vorzugsweise von 0 bis 35°C.

Nach einem zweiten Aspekt der Erfindung ist ein Gerät für die In-Situ-Prüfung des Spannungsniveaus eines Eisenbahnstreckenabschnitts vorgesehen, wobei das Gerät eine Schwingungseinrichtung (28), eine Befestigungseinrichtung (30), eine Steuereinrichtung (2), eine Schwingungsmeßeinrichtung (31) und eine Temperaturmeßeinrichtung (36) aufweist, wobei die Befestigungseinrichtung (30) so ausgebildet und angeordnet ist, daß sie bei der Benutzung die Schwingungseinrichtung (28) in situ direkt mit dem Eisenbahnstreckentestabschnitt koppelt, und wobei die Steuereinrichtung (2) bei der Benutzung die Betätigung der Schwingungseinrichtung (28) steuert und die Schwingungsmeßeinrichtung (31) so steuert, daß diese die Schwingungsamplitude in dem Eisenbahnstreckentestabschnitt mißt, während die Temperaturmeßeinrichtung (36) die Temperatur des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts mißt.

Die Schwingungseinrichtung weist vorteilhafterweise einen Motor auf, der eine Welle antreiben kann, an der ein exzentrisches Gewicht montiert ist.

Die Schwingungssteuereinrichtung enthält vorzugsweise eine Geschwindigkeitsjustiereinrichtung zum Einstellen der Geschwindigkeit des Motors.

Die Schwingungssteuereinrichtung umfaßt ferner einen Wandler zum Umwandeln eines an der Welle gemessenen Rückkopplungs-Geschwindigkeitssignals in ein Frequenzsignal und ein Geschwindigkeitssteuersignal umfaßt, wobei das Frequenzsignal von einer Frequenzanzeigeeinrichtung angezeigt wird und das Geschwindigkeitssteuersignal bei der Benutzung von der Geschwindigkeitsjustiereinrichtung so justiert wird, daß die in den Eisenbahnstreckentestabschnitt induzierte Schwingungsfrequenz variiert wird.

Das Gerät umfaßt ferner vorzugsweise einen Timer, um bei der Benutzung die Zeitperiode einzustellen, in der die Steuereinrichtung zur variablen Geschwindigkeitsteuerung die Schwingungseinrichtung betätigt.

Die Schwingungsmeßeinrichtung weist vorzugsweise einen Meßwandler auf zum Umwandeln der in des Metallbauteils gemessenen Schwingung in ein elektrisches Schwingungsamplitudensignal für die Anzeige in einer Schwingungsamplitudensignal-Anzeigeeinrichtung.

Das Schwingungsamplitudensignal und das Schwingungsfrequenzsignal werden vorzugsweise in entsprechende äquivalente digitale Signale umgewandelt und durch ein geeignetes, in einem Computer ablaufendes Softwareprogramm verarbeitet, um ein Diagramm des zeitlichen Verlaufs der Schwingungsamplitude über der Schwingungsfrequenz auf einem Monitor und/oder einem Drucker anzuzeigen.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, die nur als Beispiel dienen, anhand der anliegenden Zeichnungen beschrieben.

1 zeigt ein Gerät nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung,

2 zeigt das Gerät von 1, das zum Prüfen eines Eisenbahnstreckenabschnitts nach dem Verfahren gemäß der Erfindung eingesetzt wird,

3 zeigt eine typische Graphik der Schwingungsfrequenz über der Schwingungsamplitude für ein Metallbauteil, das dem in 2 demonstrierten Prüfverfahren unterzogen wird.

In 1 ist ein Gerät nach einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das insgesamt mit 1 bezeichnet ist. Das Gerät 1 umfaßt einen Schwingungsgenerator 1a, eine Steuereinheit 2 für die Betriebssteuerung des Schwingungsgenerators 1a, Klemmen 30 zum Anbringen des Geräts 1 an einem zu testenden oder zu entspannenden Bauteil 29 und einen Schwingungswandler 31 zum Messen der Amplitude der in dem geprüften oder zu entspannenden Bauteil induzierten Schwingung.

Die Steuereinheit 2 steuert jeden Schritt der Verfahren nach dem zweiten Aspekt der Erfindung und ist für die analogen Signalverarbeitungsschaltungen des Geräts 1 zentral angeordnet. Die Steuereinheit 2 besitzt eine Stromversorgung 3, die z.B. eine Netzstromversorgung mit 230 V Wechselstrom, 50 Hz sein kann und über ein Kabel 4 mit einem geeigneten Dreiphasen-Transformator 5 verbunden ist, um den Eingangsstrom in einen Dreiphasen-Versorgungstrom zu transformieren. Der Dreiphasen-Ausgangsstrom 6 kann einem Treiber 7 für variable Geschwindigkeit zugeführt werden, um den über ein Kabel 8 zugeführten Strom für den Antrieb eines Motors 9 zu begrenzen, der Bestandteil des Schwingungsgenerators 1a ist. Der Motor 9 kann z.B. ein 750 W-Zweipol-Dreiphasenmotor sein.

Der Motor 9 ist über eine Kupplungsanordnung 10 angeschlossen und dreht exzentrische Gewichte 11 um eine Welle 12. Die Kupplungsanordnung 10 besteht vorzugsweise aus zwei Riemenscheiben und einem Riemen und kuppelt die Welle des Motors 9 mit der Welle 20, die die exzentrischen Gewichte 11 dreht. Die physikalische Anordnung ist in 2 dargestellt.

Auf der Welle 12 ist eine Meßvorrichtung zur Messung der Wellengeschwindigkeit, vorzugsweise ein Tachometer 13, montiert. Das Geschwindigkeitsausgangssignal liefert ein Rückkopplungssignal, das über die Leitung 14 einem Geschwindigkeitssignalprozessor 15 zugeführt wird. Der Geschwindigkeitssignalprozessor 15 wandelt das Signal in ein variables Geschwindigkeitssteuersignal um, das mit Hilfe eines Geschwindigkeitseinstellknopfes 16 nach Bedarf justiert und über die Leitung 17 dem Geschwindigkeitstreiber 7 zugeführt wird. Durch das Justieren des Geschwindigkeitseinstellknopfes 16 wird die Wellengeschwindigkeit des Motors 9 vergrößert oder verkleinert und damit die Schwingungsfrequenz gesteuert.

Der Geschwindigkeitssignalprozessor 15 liefert auch ein Frequenzsignal, das über die Leitung 18 für die Anzeige in einer Frequenzmeßeinrichtung 19 übertragen wird. Das Frequenzsignal wird außerdem von dem Prozessor 15 skaliert, und das ausgegebene Schwingungsfrequenzsignal wird über die Leitung 20 einem Analog-Digital-Wandler (ADC) zugeführt. Die digital ausgegebene Frequenz des Schwingungssignals wird über eine Leitung 22 einem Computer 23 zugeführt, der ein Diagramm liefert, wie es in 3 als Beispiel dargestellt ist.

Eine Abtastschaltung, bestehend aus einem Timer, Ablauf- und Abtastrampen-Steuerkomponenten 24 und einem Wählschalter 25 ermöglicht es, daß die exzentrischen Gewichte innerhalb des gewünschten Betriebsfrequenzbereichs rotieren. Bei dem Verfahren zum Prüfen von Eisenbahnstrecken liegt der bevorzugte Schwingungsfrequenzbereich im allgemeinen zwischen 0 und 130 Hz. Eine Schutzeinrichtung in Form eines Timers 26, der über die Leitung 27 mit dem Geschwindigkeitstreiber 7 verbunden ist, kann dazu benutzt werden, die Zeit zu begrenzen, in der die Prüf- oder Entspannungsverfahren arbeiten, um sicherzustellen, daß die in einem Metallbauteil induzierten Schwingungen nicht über eine gewünschte Zeitperiode hinaus andauern. Der Timer 26 zeigt vorzugsweise die Countdown-Zeit einer Operation an.

Die exzentrischen Gewichte 11 sind um die Welle 12 justierbar, um die Eingangsamplitude der Schwingung zu variieren. Die Eingangsamplitude der Schwingung ist justierbar, um sie an verschiedene Prüfbedingungen anzupassen. Zum Prüfen von Eisenbahnstreckenabschnitten, wie es anhand von 2 näher beschrieben wird, liegt die Schwingungsamplitude z.B. allgemein zwischen 4 mm/s und 12 mm/s, vorzugsweise jedoch bei etwa 8 mm/s. Je niedriger die für eine Eisenbahnstrecke aufgezeichnete Temperatur ist, desto höher ist im allgemeinen die Eingangsschwingungsamplitude in diesem Bereich, die benötigt wird, um verarbeitbare Daten für Vergleichszwecke zu gewinnen.

Die Klemmen 30 befestigen und sichern die Schwingungseinheit 28 an dem Metallbauteil 29 in der Weise, daß die Gewichte 11 in der Nähe des Metallbauteils 29 liegen, bevor eine Operation beginnt.

Ein geeigneter Schwingungswandler 31, vorzugsweise vom induktiven Typ, ist mit geeigneten Montagemitteln, vorzugsweise in einem vorbestimmten Abstand von der Schwingungseinheit 28, an dem Metall 29 montiert, um während des Betriebs die Schwingungsamplitude des Metallbauteils 29 in Millimetern pro Sekunde zu messen. Die gemessenen elektrischen Wandlersignale werden zum Zwecke der Signalaufbereitung über die Leitung 32 einem Schwingungssignalprozessor zugeführt. Die gemessene Schwingungsamplitude wird in einer Schwingungsmeßeinrichtung 39 angezeigt. Die Messungen der Schwingungsmeßeinrichtung 39 können während des Betriebs mit Hilfe eines (nicht dargestellten) Beschleunigungsmessers geprüft und kalibriert werden, der ein Präzisionsinstrument darstellt, das die Amplitude der Schwingung, die in einem von der Schwingungseinheit 28 in Schwingung versetztes Metallteil induziert werden, genau messen kann.

Die Ausgangsamplituden der Schwingungssignale werden über die Leitung 34 auch dem Analog-Digital-Wandler 21 zugeführt, der sie aus analogen in digitale Signale umwandelt, die die in dem Metall 29 gemessene Schwingungsamplitude repräsentieren. Die digitalen Ausgangssignale 35 werden dem Computer 23 zugeführt, der die Y-Koordinate in einem Anzeigediagramm liefert, wie es in 3 dargestellt ist.

Eine Meßvorrichtung zur Messung der Metalltemperatur, vorzugsweise ein Pyrometer 36, ist mit dem Metall 29 verbunden, um die Temperatur des Metalls 29 zu messen und anzuzeigen.

Der Computer 23 wird von einem Softwareprogramm zur Spektralanalyse gesteuert, das so ausgebildet ist, daß die ankommenden Daten, die über die Leitungen 22 und 35 empfangen werden, verarbeitet und die Ergebnisse in einer Graphik aufgetragen werden, um die Unversehrtheit der metallurgischen Struktur in dem Metall 29 anzuzeigen. Diese Graphiken liefern eine Anzeige für die dynamischen Änderungen, die in der metallurgischen Struktur in den verschiedenen Stadien auftreten, wenn ein Metallteil entspannt wird, oder liefern eine Anzeige der metallurgischen Struktur, wenn ein Metallteil einfach abgetastet oder geprüft wird.

In Verbindung mit dem Computer 23 wird vorzugsweise ein Computerdrucker 37 benutzt, um auf Wunsch die Ergebnisse der Prüfung und/oder des Entspannens auszudrucken, die in jedem Stadium einer Operation durchgeführt wird. 3 zeigt ein Muster eines Ausdrucks des Druckers 37. Aus der aufgetragenen Graphik der Schwingungsamplitude über dem Frequenzbereich ist erkennbar, daß die Schwingungsamplitude annähernd konstant bleibt, bis bei etwa 80 Hz die Resonanzfrequenz des Metallbauteils erreicht wird. Wenn die Schwingungsfrequenz von 80 Hz auf 85 Hz ansteigt, steigt die Schwingungsamplitude auf einen Spitzenwert an und nimmt dann wieder ab, bis die Schwingungseinheit bei etwa 90 Hz abgeschaltet wird. Der Resonanzfrequenzpegel wird für Vergleichszwecke notiert.

Als weiteres Überwachungsmittel können die verarbeiteten Daten auf einem Computermonitor 38 angezeigt werden. Dieser Monitor 38 kann für Aspekte zur Überwachung der in dem Metall auftretenden dynamischen Änderungen von Nutzen sein.

Es sei nun auf 1 Bezug genommen. Das Gerät 1 ist für die Durchführung der Verfahren zum Prüfen und Entspannen eines Metallbauteils nach weiteren Aspekten der Erfindung bestimmt, die nun beschrieben werden.

Ein Entspannen durch Schwingungen kann im allgemeinen in weniger als einer Stunde durchgeführt werden und erfordert keine Erwärmungs- oder Abkühlungsperiode, wie sie z.B. bei den Verfahren zum thermischen Entspannen erforderlich sind. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem thermischen Entspannen besteht darin, daß ein Bauteil innerhalb weniger Stunden entspannt werden kann, so daß das Metallbauteil nicht für Tage außer Betrieb gesetzt werden muß, wie dies normalerweise der Fall ist, wenn man auf thermische Entspannungsverfahren angewiesen ist.

Für größere Bauteile aus Metall, wie z.B. ein Lastwagenchassis, kann die Schwingungseinheit 28 des Geräts 1 an dem Chassis in seiner Position festgeklemmt werden. Es ist entscheidend, daß eine im wesentlichen direkte Kopplung zwischen der Schwingungseinheit 28 und dem Lastwagenchassis hergestellt wird. Es wird eine Eingangsprüfung oder -abtastung durchgeführt, um festzustellen, wo die Resonanzfrequenz des Chassis liegt, indem der Geschwindigkeitseinstellknopf 16 benutzt wird, um die Geschwindigkeit und damit die Frequenz der Schwingungen zu erhöhen, die in das Chassis induziert werden, bis die Schwingungsmeßeinrichtung 39 eine Spitze anzeigt, die aufgezeichnet wird und einen ausgeprägten Anstieg in der Schwingungsamplitude anzeigt. Die Frequenz wird in der Frequenzmeßeinrichtung 19 notiert, und diese Frequenz ist die Einstellfrequenz, die während des Entspannens benutzt wird.

Die Eingangsschwingungsamplitude wird eingestellt, indem der relative Versatz zweier exzentrischer Gewichte um die Welle 12 justiert wird. Der während der anfänglichen Abtastung zur Ermittlung der Resonanzfrequenz notierte Schwingungspegel wird geprüft, um sicherzustellen, daß er innerhalb des sicheren, akzeptablen Schwingungsbereichs liegt, der während des Entspannens benutzt werden soll. Falls der Schwingungspegel eine Justierung erforderlich macht, werden die Gewichte 11 justiert, und der Schwingungspegel wird geprüft. Der akzeptable Bereich liegt im allgemeinen zwischen 4 mm/s und 12 mm/s und hängt von dem benutzten Metall und dem Typ des Metallbauteils ab.

Der Timer kann auf die für den Spannungsabbau gewünschte Zeitspanne eingestellt werden, die im allgemeinen unter 40 Minuten und vorzugsweise bei etwa 20 Minuten für die meisten Metallbauteile liegt. Der Schalter 25 wird ausgelöst, und der Geschwindigkeitseinstellknopf 16 wird justiert, um die Frequenz auf die gewünschte Einstellfrequenz hochzufahren. Der vorbestimmte Schwingungspegel wird ebenfalls geprüft.

Die Schwingungseinheit 28 wird beispielsweise 25 Minuten lang betrieben und dann gestoppt. Vor und nach der Durchführung der Arbeitsschritte des Verfahrens zum Spannungsabbau kann auf dem Computerdrucker 37 an Ausdruck in Diagrammform hergestellt werden, um den Unterschied zu sehen, den die Operation an dem Teil des Chassis bewirkt hat, an dem der Spannungsabbau durchgeführt wurde. Anschließend können die anderen Abschnitte des Chassis entspannt werden, indem die Schwingungseinheit 28 neu positioniert wird und das Verfahren zum Spannungsabbau wiederholt wird, wie es oben im Detail beschrieben wurde.

Das Gerät 1 von 1 kann auch zur Durchführung eines Verfahrens zur Unterstützung des Schweißprozesses und/oder zur Verbesserung von Schweißergebnissen benutzt werden.

Dieses Verfahren kann während oder nach dem Schweißprozeß angewendet werden. Das Verfahren umfaßt das Befestigen der Schwingungseinheit 28 an dem zu schweißenden Metallbauteil vorzugsweise mit Hilfe der Klemme 30 und das in Schwingung Versetzen des Metallbauteils, um das Betriebsfrequenzniveau einzurichten, das im allgemeinen unter der Resonanzfrequenz des Metalls liegt. Diese liegt im allgemeinen zwischen 85 und 120 Hz. Die Schwingungsamplitude wird ebenfalls geprüft.

Dann beginnt das Schweißen, während das Gerät 1 das Metallbauteil in Schwingung versetzt. Unmittelbar nachdem das Schweißen beendet wurde, setzt das Gerät 1 seinen Betrieb für etwa 30 Minuten bei der korrekten Frequenz und Schwingungsamplitude fort.

Als Ergebnis der Schwingungsbehandlung wurde herausgefunden, daß die hergestellte Schweißstelle eine verbesserte Nachbarzone besitzt und die Größe der Verformung minimiert ist. Die maschinelle Bearbeitung von Zylinderköpfen aus Legierung kann spürbar schneller durchgeführt werden, als dies anderweitig möglich wäre.

Kleinere Bauteile können an einem Rütteltisch festgeklemmt werden, dessen metallisches Oberteil auf Gummikissen montiert ist, wobei die Schwingungseinheit 28 ebenfalls an dem Oberteil montiert wird. Der wesentliche Aspekt dieser Variante besteht darin, daß alle drei Teile für die direkte Kopplung fest miteinander verbunden werden müssen, um sicherzustellen, daß die Schwingungen richtig in das zu testende und/oder zu entspannende Metallbauteil induziert werden.

Das Gerät gemäß der Erfindung eignet sich speziell für das Verfahren zur In-Situ-Prüfung eines Eisenbahnstreckenabschnitts 40. Dieses Verfahren wird durchgeführt, um festzustellen, ob ein Schienenabschnitt innerhalb vorbestimmter Sicherheitsbetriebsparameter bleibt. Es wurde bereits gesagt, daß ungünstige Effekte, wie Verwindungs- oder Fluchtungsprobleme auftreten können, wenn Abschnitte einer Eisenbahnstrecke aus diesen Parametern herausfallen.

Es wird allgemein angenommen, daß ein Metallstab sich um die Größe A verlängert, die sowohl zur Temperaturänderung dT als auch zur Länge L des Stabs proportional ist. Dies läßt sich darstellen durch A = *(dT)L worin * eine Materialkonstante ist, die als Wärmeausdehnungskoeffizient bezeichnet wird. Der Koeffizient * stellt eine Quantität pro Grad Celsius dar, wenn die Temperaturänderung dT in Grad Celsius ausgedrückt wird. Wenn diese Eigenschaft gegeben ist, dehnt sich der Stab aus, wenn die Temperatur ansteigt, und zieht sich zusammen, wenn die Temperatur abfällt. Diese Eigenschaft stellt kein Problem dar, wenn der Stab z.B. als Trägerbalken dient, wenn die Enden des Stabs jedoch zwischen zwei Trägern fixiert sind, üben die Träger gleiche und entgegengesetzte Kräfte auf den Stab aus, wenn die Temperatur ansteigt und erzeugen so einen Spannungszustand in dem Stab. Diese Spannung erzeugt im Laufe der Zeit eine dynamische Änderung in der metallurgischen Struktur des Stabs.

Eine solche Situation tritt in Abschnitten einer Eisenbahnstrecke auf, die stumpf aneinandergefügt sind. Um diese in der Eisenbahnstrecke induzierten Spannungen zu bewältigen, die durch die normalen täglichen Temperaturschwankungen verursacht werden, sollten Eisenbahnstreckenabschnitte nach dem gleichen Standard in der Weise verlegt werden, daß jeder Streckenabschnitt bei wechselnden Temperaturen so ausgedehnt und zusammengezogen wird, daß in den angrenzenden Streckenabschnitten kein unakzeptables Spannungsniveau induziert wird. Ein akzeptabler Standard, nach dem alle Abschnitte einer Strecke in Neuseeland verlegt werden müssen, liegt bei einer neutralen Temperatur von 30°C. Bei diesem Temperaturniveau ist der Streckenabschnitt weder auf Zug noch auf Druck beansprucht. Dieses ist der Referenzstandard, gegen den alle Streckenabschnitte gemessen werden, um festzustellen, ob ein geprüfter Streckenabschnitt innerhalb akzeptabler Betriebsparameter betrieben wird. Die Toleranz, innerhalb derer der akzeptable Betriebsparameter liegt, ist eine Strecke, die sich auf einer neutralen Temperatur zwischen 27 und 33°C befindet. Wenn die Strecke außerhalb dieses Bereichs liegt, muß sie neu verlegt werden.

Um diesen erwünschten Zustand zu erreichen, wird jeder Abschnitt einer Eisenbahnstrecke periodisch gehoben und neu verlegt, um sicherzustellen, daß die Unversehrtheit der Eisenbahnstrecke beibehalten wird. Dieses Heben und Neuverlegen geschieht im allgemeinen etwa alle 10 Jahre. Diese Operation ist jedoch kosten- und zeitaufwendig und stellt eine Verschwendung dar, wenn die Strecke in Wirklichkeit noch innerhalb akzeptabler Betriebsparameter funktionierte.

Das Gerät nach einem Aspekt der Erfindung eignet sich gut für die Durchführung des Verfahrens für die In-Situ-Prüfung der Unversehrtheit eines Streckenbahnabschnitts in folgender Weise.

Wenn sich das Spannungsniveau innerhalb eines Eisenbahnstreckenabschnitts mit der Temperatur ändert, besteht bei diesem Verfahren ein vorbereitender Verfahrensschritt darin, Referenzdaten zu gewinnen, die als "Blaupause" oder Schablone benutzt werden, die die wünschenswerten Betriebsparameter eines Eisenbahnstreckenabschnitts repräsentieren. Dies wird durch das Prüfen eines Streckenabschnitts erreicht, der nach einem Standard verlegt wurde, der als innerhalb der sicheren Betriebsparameter liegend akzeptiert ist, wie sie von der Eisenbahnindustrie festgelegt wurden. Diese Blaupause wird dadurch erzeugt, daß das Gerät 1 an dem dem Industriestandard entsprechenden Streckenabschnitt befestigt wird, die Strecke bei jedem Temperaturgrad abgetastet und die Ergebnisse aufgezeichnet werden. Der Temperaturbereich, in dem Daten aufgezeichnet werden, liegt für die Bedingungen in Neuseeland im allgemeinen zwischen 0°C und 35°C. Der Bereich ändert sich in Abhängigkeit von den mittleren Temperaturen, denen die Strecke in der Landschaft ausgesetzt ist, in der die Prüfung stattfindet.

Jede Abtastung ist in 20 bis 30 Sekunden fertiggestellt. Die Ergebnisse zeigen die Amplitude oder den Pegel der Schwingungen, die auf der Strecke aufgezeichnet werden, in Millimetern pro Sekunde und das Frequenzniveau, bei dem diese Schwingungsniveaus aufgezeichnet werden. Die Ergebnisse werden für Vergleichszwecke vorzugsweise in einem Diagramm ausgedruckt. Die Ergebnisse werden während des Prüfens oder des Abtastens von Eisenbahnstrecken als "Blaupause" oder Referenzmaß benutzt, mit dem die Ergebnisse jeder Prüfung verglichen werden, um festzustellen, ob ein geprüfter Streckenabschnitt innerhalb der festgesetzten sicheren Betriebsparameter betrieben wird oder nicht.

Der Parameter für einen sicheren Betrieb eines Eisenbahnstreckenabschnitts ändert sich in Abhängigkeit von Faktoren, wie den atmosphärischen Bedingungen, unter denen eine Eisenbahnstrecke betrieben werden soll. Durch Tests mit Hilfe des Geräts 1 gemäß der Erfindung wurde festgestellt, daß eine Eisenbahnstrecke bei jedem Grad der Temperaturänderung in einem vorbestimmten Bereich der gewünschten Resonanzfrequenz liegen sollte.

Die bevorzugten Verfahrensschritte zum Prüfen eines Eisenbahnstreckenabschnitts sind die folgenden.

Die Schwingungseinheit 28 wird in situ mit Klemmen 30 an einem Abschnitt der zu prüfenden Strecke 40 festgeklemmt. Vorzugsweise wird die Schwingungseinheit 28 in der Nähe eines Endes der zu prüfenden Strecke 40 festgeklemmt. Der Wandler 31 wird an der Strecke 40 in einem vorbestimmten Abstand von der Schwingungseinheit 28 montiert. Dieser Abstand beträgt vorzugsweise etwa 200 mm von dem Kopf der Gewichte 11. Das Einstellen der Gewichte wird so justiert, daß man bei einer Frequenz von etwa 105 Hz einen Anzeigewert von etwa 8 mm/s erhält. Diese Einstellung wird als konstante Eingangsschwingungsamplitude für alle Prüfungen benutzt, die an Eisenbahnstreckenabschnitten durchgeführt werden.

An der Strecke 40 wird eine Temperaturmeßvorrichtung in Form eines Pyrometers 36 montiert, um während des Abtastens die Temperatur der Strecke 40 zu bestimmen. Die aufgezeichnete Temperatur legt fest, welche Blaupause mit gewünschten Resultaten zu den Resultaten der Untersuchung paßt.

Der Abtast-Timer 26 ist so eingestellt, daß die Abtastung oder Prüfung innerhalb einer vorbestimmten Zeitspanne beendet wird. Eine Abtastung nimmt im allgemeinen etwa 20 bis 30 Sekunden in Anspruch. Der Abtastschalter 25 wird aktiviert, und der Einstellknopf 16 wird so justiert, daß der Motor 9 bis zu einer vorbestimmten Geschwindigkeit hochgefahren wird und so die in die Strecke 40 induzierten Schwingungen allmählich bis zu einer voreingestellten Schwingungsfrequenz erhöht werden. Die maximale Schwingungsfrequenz beträgt im allgemeinen etwa 130 Hz, und der interessierende Frequenzbereich liegt zwischen 0 und 130 Hz für Eisenbahnstreckenabschnitte. Die maximale Frequenz der Abtast- oder Prüfzwecke sollte vorzugsweise geringfügig über der Resonanzfrequenz des Metalls liegen, beim Entspannen sollte sie jedoch geringfügig unter der Resonanzfrequenz liegen. Wenn die induzierten Schwingungen bei der Resonanzfrequenz der Eisenbahnstrecke oder -linie liegen, wird ein Hochfahren der Schwingungsamplitude induziert, und es besteht die Gefahr, daß die Strecke und das Gerät 1 Schaden erleiden.

Während die Strecke abgetastet wird, überwacht der Benutzer den Monitor 38, um sicherzustellen, daß die gewünschte Schwingungsamplitude in die Strecke 40 induziert wird. Während der Abtastung können Justierungen vorgenommen werden, indem der Geschwindigkeitseinstellknopf 16 justiert und das Frequenzniveau auf der Frequenzmeßeinrichtung 19 aufgezeichnet wird.

Der Wandler 31 mißt die tatsächliche Schwingungsamplitude in der Strecke 40 und liefert an den Computer 23 ein Schwingungsamplitudensignal. Die Amplitudenmessungen in Millimetern pro Sekunde werden von der Meßeinrichtung 39 überwacht und angezeigt und können auf Wunsch auf dem Computermonitor 38 betrachtet werden. Der Tachometer 13 mißt die Geschwindigkeit der Welle 12, die von dem Prozessor 15 in ein Frequenzsignal umgewandelt und ebenfalls von dem Computer 23 aufgenommen wird. Das Softwareprogramm verarbeitet beide Signale, um die Ergebnisse in einer Graphik anzuzeigen. Die Ergebnisse aller Messungen können von dem Drucker 37 ausgedruckt oder bloß auf dem Monitor 38 angezeigt werden oder beides.

Die Ergebnisse der Prüfung werden dann mit dem Blaupausen-Standard verglichen, der bei der von dem Pyrometer 36 gemessenen Temperatur zu erwarten ist. Wenn sich herausstellt, daß die Spitzenamplitude des Vibrationssignals, die zwischen etwa 100 Hz bis 1 10 Hz zu erwarten ist, kleiner ist als das vorbestimmte minimale Standard-Schwingungssignal auf der Blaupause, wird davon ausgegangen, daß die Strecke 40 unter Zug steht. Wenn die Spitzenamplitude des Schwingungssignals größer ist als das vorbestimmte maximale Standard-Schwingungssignal auf der Blaupause, wird davon ausgegangen, daß die Strecke 40 auf Druck beansprucht ist. Beide Ergebnisse bedeuten, daß die Strecke 40 nicht innerhalb der gewünschten Betriebsparameter arbeitet und von der Eisenbahntrasse abgehoben und neu verlegt werden sollte.

Falls das Ergebnis zeigt, daß der Spitzenwert des Schwingungssignals bei dem gemessenen Frequenzniveau innerhalb des vorbestimmten Bereichs von akzeptablen Standard-Schwingungsniveaus liegt, erkennt man daraus, daß der getestete Streckenabschnitt dem Industriestandard entspricht und daß dieser Eisenbahnstreckenabschnitt nicht von der Trasse abgehoben werden muß.

Soweit in den vorangehenden Ausführungen auf Einheiten oder Komponenten Bezug genommen wurde, zu denen Äquivalente bekannt sind, sind auch solche Äquivalente hier einbezogen, als ob sie individuell aufgeführt wären.

Dementsprechend können an den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung Änderungen vorgenommen werden, ohne daß damit von den darin erläuterten Prinzipien abgewichen wird.

Nach der Betrachtung der Prinzipien der Erfindung in der speziellen Form, in der sie hier diskutiert und dargestellt wurden, werden für den einschlägigen Fachmann weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung erkennbar. So ist die Erfindung selbstverständlich nicht auf die beschriebenen oder dargestellten speziellen Ausführungsbeispiele beschränkt, sie soll vielmehr alle Änderungen und Modifizierungen abdecken, die im Rahmen der anliegenden Ansprüche liegen.


Anspruch[de]
  1. Verfahren für die In-Situ-Prüfung des Spannungsniveaus in einem Eisenbahnstreckenabschnitt, wobei der Eisenbahnstreckenprüfabschnitt mit anschließenden Eisenbahnstreckenabschnitten angeordnet und konfiguriert ist, mit den Verfahrensschritten:

    a) Anbringen einer Schwingungseinrichtung (28) an dem Eisenbahnstreckenprüfabschnitt, um eine im wesentlichen direkte Schwingungskopplung zwischen der Schwingungseinrichtung (28) und dem Eisenbahnstreckenprüfabschnitt herzustellen, und Anbringen einer Schwingungsmeßeinrichtung (31) und einer Temperaturmeßeinrichtung (36) an dem Eisenbahnstreckenprüfabschnitt in einem vorbestimmten Abstand von der Schwingungseinrichtung (28),

    b) Betreiben der Schwingungseinrichtung (28) durch einen vorbestimmten Bereich von Schwingungsfrequenzen mit einer vorbestimmten Rate und einer konstanten Eingangsamplitude zum Lokalisieren und Messen einer Resonanzfrequenz des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts, wobei der Eisenbahnstreckenprüfabschnitt bei einer spezifischen Temperatur geprüft wird, wie sie von der Temperaturmeßeinrichtung (36) gemessen wird, und

    c) Vergleichen des Resonanzfrequenzprofils des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts mit einem bei der von der Temperaturmeßeinrichtung (36) gemessenen Temperatur erwarteten Referenz-Resonanzfrequenzprofil für einen Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitt, um das Spannungsniveau in dem Eisenbahnstreckenprüfabschnitt zu bestimmen.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, mit einem vorbereitenden Verfahrensschritt zum Einrichten eines Referenz-Resonanzfrequenzprofils für eine Komponente eines Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitts bei bekanntem Spannungsniveau und einer speziellen Temperatur, wobei der vorbereitende Verfahrensschritt die Stufen umfaßt:

    i) Ausführen der Schritte a) und b) des Verfahrens nach Anspruch 1 an dem Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitt,

    ii) Messen der Temperatur des Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitts und

    iii) Wiederholen der Schritte i) und ii) in jedem Temperaturbereich des Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitts, um für jede Temperatur eine Resonanzfrequenz zu gewinnen.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem eine signifikante Differenz in dem Resonanzfrequenzprofil des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts gegenüber dem Resonanzfrequenzprofil des Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitts anzeigt, daß der Eisenbahnstreckenprüfabschnitt eine Neuverlegung erfordert.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem das Resonanzfrequenzprofil des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts mit einem Paar von Referenz-Resonanzfrequenzprofilen verglichen wird, wobei die beiden Referenz-Eisenbahnstreckenabschnitte das gleiche Spannungsniveau jedoch bei verschiedenen Temperaturen haben, so daß dann, wenn das Resonanzfrequenzprofil des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts zwischen den beiden Referenz-Resonanzfrequenzprofilen liegt, keine Neuverlegung erforderlich ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, bei dem die Schwingungseinrichtung über einen Schwingungsfrequenzbereich von 0 bis 130 Hz betrieben wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem die Temperaturmeßeinrichtung ein Pyrometer (36) ist.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem der Temperaturbereich, in dem die Referenz-Resonanzfrequenzen gemessen werden, der Bereich von 0 bis 35°C ist.
  8. Gerät für die In-Situ-Prüfung des Spannungsniveaus in einem Eisenbahnstreckenabschnitt, wobei das Gerät eine Schwingungseinrichtung (28), eine Befestigungseinrichtung (30), eine Steuereinrichtung (2), eine Schwingungsmeßeinrichtung (31) und eine Temperaturmeßeinrichtung (36) aufweist, wobei die Befestigungseinrichtung (30) so ausgebildet und angeordnet ist, daß sie bei der Benutzung die Schwingungseinrichtung (28) in situ direkt mit dem Eisenbahnstreckenprüfabschnitt koppelt, und wobei die Steuereinrichtung (2) bei der Benutzung die Betätigung der Schwingungseinrichtung (28) steuert und die Schwingungsmeßeinrichtung (31) so steuert, daß diese die Schwingungsamplitude in dem Eisenbahnstreckenprüfabschnitt mißt, während die Temperaturmeßeinrichtung (36) die Temperatur des Eisenbahnstreckenprüfabschnitts mißt.
  9. Gerät nach Anspruch 8, bei dem die Schwingungseinrichtung (28) einen Motor (9) aufweist, der eine Welle (12) antreiben kann, an der ein exzentrisches Gewicht (11) montiert ist.
  10. Gerät nach Anspruch 9, bei dem die Steuereinrichtung (2) eine Geschwindigkeitsjustiereinrichtung (16) zum Einstellen der Geschwindigkeit des Motors (9) umfaßt.
  11. Gerät nach Anspruch 10, bei dem die Steuereinrichtung (2) ferner einen Wandler (21) zum Umwandeln eines an der Welle (9) gemessenen Rückkopplungs-Geschwindigkeitssignals in ein Frequenzsignal und ein Geschwindigkeitssteuersignal umfaßt, wobei das Frequenzsignal von einer Frequenzanzeigeeinrichtung (19) angezeigt wird und das Geschwindigkeitssteuersignal bei der Benutzung von der Geschwindigkeitsjustiereinrichtung (16) so justiert wird, daß die in den Eisenbahnstreckenprüfabschnitt induzierte Schwingungsfrequenz variiert wird.
  12. Gerät nach Anspruch 11, das ferner eine Zeitsteuereinrichtung aufweist, um bei der Benutzung eine Zeitperiode festzusetzen, in der die Steuereinrichtung (2) zur variablen Geschwindigkeitssteuerung die Schwingungseinrichtung (28) betätigt.
  13. Gerät nach Anspruch 12, bei dem die Schwingungsmeßeinrichtung (31) einen Meßwandler (31) aufweist zum Umwandeln der in denn Eisenbahnstreckenprüfabschnitt gemessenen Schwingung in ein elektrisches Schwingungsamplitudensignal für die Anzeige in einer Schwingungsamplitudensignal-Anzeigeinrichtung (38).
  14. Gerät nach Anspruch 13, sofern dieser von Anspruch 11 abhängig ist, bei dem das Schwingungsamplitudensignal und das Schwingungsfrequenzsignal in entsprechende äquivalente digitale Signale umgewandelt und durch ein geeignetes, in einem Computer ablaufendes Softwareprogramm verarbeitet werden, um ein Diagramm des zeitlichen Verlaufs der Schwingungsamplitude über der Schwingungsfrequenz auf einem Monitor (38) und/oder einem Drucker (37) anzuzeigen.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com