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Dokumentenidentifikation DE69824192T2 02.06.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001018717
Titel Verfahren und System zur Durchführung von fernüberwachten und geschützten Prüfungen
Anmelder Prometric, a division of Thomson Learning, Inc., Wilmington, Delaware, US
Erfinder Hoehn-Saric, Rudolph Christopher, Gibson Island, US;
Nguyen, Christopher L., Baltimore, US;
Stevens, Patrick D., Baltimore, US
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Sonnenberg & Fortmann, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69824192
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.03.1998
EP-Aktenzeichen 001018662
EP-Offenlegungsdatum 12.07.2000
EP date of grant 26.05.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.06.2005
IPC-Hauptklasse G09B 3/00
IPC-Nebenklasse G09B 7/02   G09B 5/14   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System für die Steuerung der Durchführung von fern überwachten, geschützten Prüfungen an einer entfernt liegenden Teststation, sowie ein Verfahren für die Verwendung des Systems, um fernüberwachte geschützte Prüfungen durchzuführen.

Bei der Durchführung von geschützten, überwachten Prüfungen, wie beispielsweise SAT, GRE, GMAT, MCAT, LSAT, professionellen Qualifikationsprüfungen und anderen solchen Prüfungen wird viel Zeit und Aufwand darin investiert, die Integrität der Prüfung sicher zu stellen. Zuerst muss der Prüfling richtig registriert werden. Es ist essentiell, dass nur jene Personen, die qualifiziert sind, registriert werden, um die Prüfung abzulegen. Zweitens ist es wichtig, sicher zu stellen, dass es nur Personen, die registriert sind, erlaubt ist, die Prüfung abzulegen. Die Integrität jedes beliebigen Tests ist natürlich beeinträchtigt, wenn Tests von anderen Personen abgelegt werden, als jenen, welche richtig registriert sind. Es ist auch wichtig, dass der Test richtig überwacht wird, um sicher zu stellen, dass kein Betrug stattfindet. Zuletzt muss die Testfrageninformation sicher vor Diebstahl, unautorisiertem Zugriff und Änderung sein. Alle der obigen Sicherheitsmaßstäbe erfordern einen signifikanten Aufwand und Arbeitskraft.

Das Sicherstellen der Integrität einer Prüfung wird um so dringlicher, wenn die Prüfung an einer Anzahl von entfernten Stellen gegeben ist. Es wurde folglich lange gewünscht, die obigen Sicherheitsmaßstäbe zu automatisieren, um die effiziente, kosteneffektive und sichere Durchführung von Tests an entfernten Stellen zu erlauben.

Es wurden Versuche unternommen, manche dieser Ziele zu erreichen, in verwandten Bereichen der Technologie. Das US-Patent Nr. 4,486,180 von Riley offenbart ein System für die Durchführung von Fahrertests. Dieses Patent offenbart eine automatisierte Kabine für das Ablegen von Fahrertests, jedoch ist das System auf Fahrertests beschränkt und nicht ausreichend umfassend und sicher, um eine große Anzahl von verschiedenen standardisierten Tests bei einer großen Anzahl von entfernten Teststellen handzuhaben.

Die US-Patente Nr. 5,195,033 und 5,204,813, beide von Samph et al., offenbaren Testsysteme, in welchen ein Zentralcomputer mit einer Anzahl von Assessment-Centern für die Durchführung von Tests verbunden ist. Die in diesen Patenten offenbarten Systeme sind jedoch nicht ausreichend, um die Verifizierung der Prüflinge und die Sicherheit der Testfragendaten sicher zu stellen.

Das US-Patent Nr. 4,764,120 von Griffin et al. offenbart ein Studenten-Antwortsystem, welches Studenten-Antwortdaten von einer Anzahl von Klassenzimmern zentral verarbeitet. Das offenbarte System kann jedoch die strikten Validierungs-, Überwachungs- und Sicherheitsanforderungen der meisten standardisierten Tests nicht erfüllen. Das US-Patent Nr. 5,218,528 von Wise et al. offenbart ein automatisiertes Wählsystem, in welchem Wähler registriert und zertifiziert werden, es stellt jedoch kein System mit einer ausreichenden Sicherheit für die Testfragendaten bereit.

Das Dokument US 5,565,316 offenbart ein System gemäß der Präambel von Anspruch 1.

Die jetzigen Erfinder haben das Computernetzwerk des gegenwärtigen Standes der Technik entwickelt, das verwendet wird, um computerisierte standardisierte Prüfungen zu übermitteln. Jahre der Entwicklungszeit und Millionen von Testvorgängen haben bewiesen, dass das existierende System ein gutes und robustes Testverfahren ist. Das gegenwärtige System bezieht eine Software-Plattform ein, welche eine Prüfung auf lokalen Netzwerken übermittelt, welche weltweit durch ein zentralisiertes Hauptnetzwerk getragen werden. Das Hauptnetzwerk lädt die Prüfungen an die Testcenter herunter und nimmt die vervollständigten Testdateien auf, nachdem der Test vom Kandidaten vervollständigt worden ist.

Dieses gegenwärtige Netzwerk verwendet Registrationszentren, welche Registratoren einsetzen, die Telefonanfragen von Kandidaten beantworten und manuell persönliche demografische Informationen, Testauswahl- und Bezahlungsinformationen eingeben. Diese Registratoren planen den Kandidaten in einen speziellen Testzentrumsort an einem speziellen Tag und zu einer speziellen Zeit ein.

Die Testzentren sind von lokalen Netzwerken einbezogen, auf welchen die Prüfung zum Kandidaten übermittelt wird. Systemadministratoren, die an den Testzentren beschäftigt sind, checken den eingeplanten Kandidaten ein und bestätigen die Identität des Kandidaten durch Verifizieren von offiziellen Formen bzw. Formularen der Identifikation. Sobald dies vollständig ist, wird der Kandidat an eine zugewiesene Teststation gesetzt, wo der Administrator das Prüfungsverfahren in Gang setzen wird. Die Administratoren überwachen den Prüfungsvorgang, um sicher zu stellen, dass der Kandidat nicht irgendwelche zusätzlichen Gegenstände verwendet, um in der Prüfung zu betrügen, und sind verfügbar, um auf irgendwelche Probleme, welche auftreten, zu reagieren.

Neben deinem Vorteilen erfordert der gegenwärtige Stand der Technik trotzdem eine signifikante Arbeitsleistung, um die Personen für die Prüfungen zu registrieren, um sicher zu stellen, dass lediglich registrierte Personen die Prüfungen ablegen, um die Prüfungen zu überwachen und um die Testfragendaten zu sichern.

Kurze Zusammenfassung der Erfindung

Es ist deshalb ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, das Testübermittlungssystem des gegenwärtigen Standes der Technik zu nehmen und das Verfahren auf das größtmögliche Ausmaß zu automatisieren, was folglich den Bedarf von Unterstützungspersonal am Testort eliminiert.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es, einen Selbsttest-Kiosk zu entwickeln, eine entfernt liegende Teststation, welche die notwendige Software und Hardware integriert, um eine vollständig unbemannte entfernt liegende Teststation bereitzustellen. Das gesamte Verfahren wird dann derart automatisiert, dass ein Kandidat, der eine Prüfung ablegen möchte, sich registrieren, einplanen und den Test vervollständigen kann, ohne dass irgendein Personal vor Ort benötigt wird. Ein Testzentrum dieses Typs wird verwendet, um praktisch jeden beliebigen Typ einer computerisierten Prüfung zu liefern.

Gemäß den obigen Aufgaben wird ein System, wie in Anspruch 1 definiert, bereitgestellt.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind die Überwachungsdaten Audio-/visuelle Daten der Testveranstaltung. Die Überwachungsdaten beinhalten vorzugsweise eine Audio-/visuelle Aufzeichnung der (a) Eingabe der Prüflingsbiometriedaten und (b) der Eingabe der Testantwortdaten. Die Überwachungsdaten beinhalten vorzugsweise ferner ein Standbild des Prüflings.

In noch einer weiteren Ausführungsform weist das System ferner eine Registrierstation zusätzlich zu der Zentralstation und der entfernt liegenden Teststation auf. Die Registrierstation umfasst (a) einen Datenprozessor zum Verarbeiten und Verifizieren von Registrantendaten, (b) Speichermittel für das Speichern von Daten, ausreichend, um Registrantendaten zu verifizieren und wirkungsmäßig mit dem Prozessor verbunden, (c) eine biometrische Messeinrichtung zum Eingeben der biometrischen Daten des Registranten; und (d) Kommunikationsmittel zum Kommunzieren von verifizierten Testregistrierdaten, einschließlich verifizierter biometrischer Daten an die Zentralstation.

Die Registrierstation und die Teststation können entweder entfernt voneinander oder einander naheliegend sein. In einer Ausführungsform können die Registrierstation und die Teststation in einer Station kombiniert sein.

In einem weiteren Aspekt stellt die Erfindung ein Verfahren zum Steuern bzw. Kontrollieren der Durchführung von fern überwachten, sicheren Prüfungen an einer entfernt liegenden Teststation bereit. Das Verfahren umfasst die Schritte (a) Speichern von verifizierten biometrischen Daten an einer Zentralstation; (b) Speichern von Testfragedaten an der Zentralstation; (c) Messen und Eingeben von Prüflingsbiometriedaten an der entfernt liegenden Teststation zum Beginnen eines Testvorgangs; (d) Kommunizieren der Prüflingsbiometriedaten an die Zentralstation und Vergleichen der Prüflingsbiometriedaten mit den verifizierten Biometriedaten, um dabei die Prüflingsdaten zu verifizieren; (e) Kommunizieren der Testfragendaten von der Zentralstation an die entfernt liegende Teststation; (f) Speichern von Testantwortdaten, die in Antwort auf die Testfragedaten eingegeben wurden; (g) Aufzeichnen und Speichern von Audio-/Videoüberwachungsdaten des Testvorgangs, zuweisen des Identifikators zu den Überwachungsdaten; (h) Beenden des Testvorgangs; und (i) Validieren des Testvorgangs mittels Prüfen der Überwachungsdaten auf ungültig machende Ereignisse. In einer Ausführungsform beinhaltet das Verfahren ferner einen Schritt des Zuweisens eines eindeutigen Identifikators zu dem Testvorgang.

In einer alternativen Ausführungsform werden die Überwachungsdaten ausgewertet und der Testvorgang während des Vorgangs selbst validiert. Auf diese Weise kann ein Prüfling sich vom Vorgang entfernen, mit einer bestätigten Aufzeichnung der Testpunktzahl.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Teststation ein Kiosk oder eine eigenständige Einheit, zugänglich ohne die Eingabe von Testregistrierdaten. Zweite Kommunikationsmittel für das Zulassen, dass ein Prüfling mit der Zentralstation kommuniziert, können innerhalb des Kiosks bereitgestellt werden.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die entfernt liegende Teststation ein Kiosk sein, der in einer Einrichtung mit öffentlichem Zugang eingerichtet ist, was es einem Kandidaten ermöglicht, eine spezielle Prüfung ohne irgendeine Unterstützung von außen zu vervollständigen. In einer weiteren Ausführungsform kann der Kandidat im Kiosk sich auch registrieren und die Prüfung einplanen. Das Registrieren und Einplanen kann auch an einer separaten Registrierungsstelle durchgeführt werden. Essentiell für den Aspekt der Registrierung der vorliegenden Erfindung ist, dass die Registrierung im Speichern von verifizierten biometrischen Daten an einem zentralen Ort resultiert, um später sicher zu stellen, dass es nur richtig registrierten Personen erlaubt ist, irgendeinen vorgegebenen Test abzulegen.

Der Kiosk ist vorzugsweise eine frei stehende Einheit, welche in einem bestehenden Gebäude installiert ist und welche die HVAC-, Telefon- und elektrische Systeme des Gebäudes anzapft. Im Kiosk enthaltene Hardware erlaubt es einem Kandidaten, Registrierungsdaten, persönliche biometrische Daten einzugeben und dann die Testfrage zu empfangen und einen Test in einer privaten sicheren Teststation zu vervollständigen. Um irgendwelche Ablenkungen des Kandidaten zu minimieren, enthält jede Teststation vorzugsweise Geräusch isolierende Merkmale. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Zugang zu jeder individuellen Teststation elektronisch durch ein automatisiertes System kontrolliert bzw. gesteuert.

Jeder Kiosk ist fern unterstützt durch eine einzige Zentralstation. Das Netzwerk verwandelt Telekommunikationsverfahren des Standes der Technik, um die lokalen Testnetzwerke fern zu aktualisieren und zu pflegen. Technische Unterstützung für die Fernregistrierungs- und Teststationen wird durch die Zentralstation bereitgestellt. Die Zentralstation kann verwendet werden, um auf irgendwelche Probleme des Kandidaten während der Vervollständigung einer Prüfung zu antworten. Eignungsbasierende Tests, in welchen lediglich vorausgewählte Kandidaten das Recht haben, eine spezielle Prüfung abzulegen, können auch von der Zentralstation kontrolliert werden.

Die entfernt liegende Teststation des Systems bietet auch eine Vielzahl von Sicherheitsmaßnahmen, entworfen, um die Möglichkeit des Betrugs während des Testverfahrens auszuschließen. Zuerst existiert eine Biometriedatenmesseinrichtung. Einrichtungen, die in dem System gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden, beinhalten jene, welche ein Fingerabdruckbild, Retinalbild oder Handgeometriebild des Kandidaten aufzeichnen, sowie Stimmaufzeichnungs- und Analyseeinrichtungen. Das gegenwärtig beanspruchte System erlaubt es auch, dass Testpunktzahlen von der Zentralstation validiert werden. Beispielsweise können gedruckte Punktzahlergebnisse, welche das Fotobild des Kandidaten enthalten, auf nicht änderbares, nicht reproduzierbares Papier gedruckt werden, das von einem offiziellen Notar verifiziert ist. Eine eindeutige, anscheinend zufällige Nummer, die von einem Kodier-Algorithmus erzeugt wird, wird den Testantwortdaten und Überwachungsdaten zugewiesen, während der Test abgelegt wird, um den Testvorgang zu validieren. Die Verifizierung und Entwertung kann entweder während des Tests oder danach erreicht werden.

Zusammenfassend automatisiert die vorliegende Erfindung die Prüflingsverifizierungs-, Testübermittlungs- Überwachungs-, und Testvalidierungsverfahren. Es schließt den Bedarf an Personal vor Ort zur Unterstützung des Systems aus und stellt eine sichere und private Testumgebung bereit. Es macht das computerisierte Testen viel leichter verfügbar für die potentiellen Prüflinge und erlaubt es ihnen, sich selbst zu einer passenden Zeit zu registrieren und einzuplanen bzw. zu terminieren. Es erlaubt auch den Aufgabenstellern, seien dies Arbeitgeber oder qualifizierende Organisationen, sichere verifizierte Tests anzuwenden, mit einem Minimum an Zusatzaufwand und anderen Ausgaben.

Die Aufgaben, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden leicht jenen ersichtlich werden, die ein durchschnittliches Fachkönnen in dem Gebiet besitzen, nachdem sie die detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen, welche folgt, durchsehen, wenn diese im Lichte der angehängten Zeichnungen betrachtet wird.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

1 ist ein Blockdiagramm der Hardware des Systems gemäß der vorliegenden Erfindung.

2 ist ein Flussdiagamm einer Ausführungsform des Registierungsverfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung

3 ist ein Flussdiagramm einer Ausführungsform des Testablegeverfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung, in welchem der Testvorgang während des Vorgangs verifiziert wird.

4 ist ein Flussdiagramm der Zentralstellenaktivität während der Registrierung und Prüfung in der Ausführungsform von 3 und 4.

Detaillierte Beschreibung

1 ist ein Blockdiagramm, das die Hardware eines Systems gemäß der vorliegenden Erfindung zum Kontrollieren und Durchführen von fern überwachten geschützten Prüfungen an einer entfernt liegenden Prüfungsstelle zeigt. Die Zentralstation umfasst einen Datenprozessor 10. Ein Display 11 ist bereitgestellt, um es dem Personal zu erlauben, die Durchführung von Tests an entfernt liegenden Stellen sowie das Funktionieren des Systems im Allgemeinen zu überwachen. Eine Eingabe 12, wie beispielsweise eine Tastatur, wird bereitgestellt, um es zu erlauben, das System zu kontrollieren bzw. zu steuern, zu aktualisieren und zu verwalten. Ein Drucker 14 wird bereitgestellt für jene Ausführungsformen der Erfindung, in welchen die Testergebnisse nach dem Testvorgang verifiziert werden und verifizierte Testergebnisse an den Prüfling von der Zentralstation 1 gesendet werden. Die Zentralstation 1 ist verbunden, um mit einer Registrierungsstelle 2 zu kommunizieren. Jede beliebige geeignete Datenverbindung kann verwendet werden, um die Zentralstation 1 mit der Registrierungsstation 2 zu verbinden. Die Registrierungsstelle 2 beinhaltet einen Datenprozessor 20, verbunden mit einem Display 24 und einem Speichergerät 23. Eine Eingabe 25, wie beispielsweise eine Tastatur, Kartenleser, Strichcode-Leser etc., wird bereitgestellt, um die Eingabe von Registrantendaten zu erlauben, welche dann mit gespeicherten Daten verglichen werden, um zu bestimmen, ob der Registrant sich qualifiziert, für eine spezielle Prüfung registriert zu werden. Eine optionale Kreditkarteneingabe 27 kann bereitgestellt werden, um eine Kreditzahlung für die Registrierung zu erlauben. Ein biometrisches Messgerät 26 wird bereitgestellt, um biometrische Daten, wie beispielsweise ein Bild des Fingerabdrucks des Kandidaten, ein Retinalbild, eine Sprachkopie, die Handgeometrie oder andere biometrische Daten aufzuzeichnen, die geeignet sind, ein Individuum zu identifizieren, einschließlich Fotografien oder digitalen Bildern. Wie unten diskutiert wird, werden im Registrierungsverfahren die verifizierten biometrischen Daten an die Zentralstation 1 übermittelt und von ihr gespeichert, für einen späteren Vergleich mit Prüflings-Biometriedaten, um zu verifizieren, dass der Prüfling für eine spezielle Prüfung richtig registriert worden ist.

Die entfernt liegende Prüfungsstelle 3 umfasst einen Datenprozessor 30, derart verbunden, dass er mit der Zentralstation 1 kommunizieren kann. Die Kommunikationsmittel können ein Modem und eine Telefonleitung, eine ISDN-Verbindung, eine Satelliten-Verbindung oder irgendeine andere geeignete Datenverbindung sein. Wenn die Verbindung Rundfunk ist oder eine Datenverbindung über das Internet, dann wäre spezielle Verschlüsselungs- und Entschlüsselungssoftware nötig, um die Sicherheit der übertragenen Daten sicherzustellen. Ein Speichergerät 31 wird bereitgestellt für das Speichern der Daten, die für die Initiierung des Testvorgangs erforderlich sind. Ein Display 32 wird bereitgestellt, um die Prüfungsfragendaten, die von der Zentralstation 1 empfangen werden, darzustellen, und eine Eingabe 33, wie beispielsweise ein Touchscreen, eine Tastatur, eine Stifteinrichtung oder eine andere Eingabe, etc. wird bereitgestellt für die Eingabe von Registrierungsdaten und Test- bzw. Prüfungsantwortdaten durch den Prüfling. In einer Ausführungsform, wo Registrierungsdaten mittels einer Registrierungskarte, eines Strichcode-Lesers oder dergleichen (nicht in 1 gezeigt) eingegeben werden, wird ebenfalls bereitgestellt. Ein biometrisches Messgerät 34 wird bereitgestellt, um es dem Prüfling zu erlauben, Prüflingsbiometriedaten einzugeben. Wie unten beschrieben, werden die Prüflingsbiometriedaten an die Zentralstation 1 übermittelt und mit verifizierten Biometriedaten verglichen, die in dem Speichergerät 13 gespeichert sind, bevor der Testvorgang begonnen wird.

Zuletzt umfasst die entfernte Stelle 3 Mittel zum Aufzeichnen und Eingeben von Überwachungsdaten 35. In der bevorzugten Ausführungsform sind die Überwachungsdaten eine Audio-/visuelle Aufzeichnung, insbesondere eine Aufzeichnung der Eingabe der Prüflingsbiometriedaten und der Eingabe von Prüfungsantwortdaten während des Testvorgangs. In einem Beispiel wird eine Videokamera in einer Ecke eines unabhängigen Testkiosks plaziert und erzeugt eine Audio-/visuelle Aufzeichnung des gesamten Testvorgangs. Wie die Überwachungsdaten verwendet werden, um einen Testvorgang zu validieren oder für ungültig zu erklären, wird unten diskutiert. Kurz gesagt jedoch können die Überwachungsdaten während des Testvorgangs, nach dem Testvorgang oder sowohl während und danach beurteilt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die entfernt liegende Teststelle 3 ein Kiosk oder eine freistehende Struktur, derart entworfen, dass sie in bestehende öffentlich zugängliche Gebäude installiert wird. Der Kiosk könnte in der Lobby eines öffentlichen Gebäudes in einer Einkaufspassage oder in einem Flughafen oder in einem Bahnhof sein. Der Kiosk in dieser Ausführungsform zapft die elektrischen, Telefon- und HVAC-Systeme der Gastgebereinrichtung an. Die Registrierungsstation 2 kann entfernt oder naheliegend sein zu dem Kiosk, welcher die Fernteststation 3 umfasst. Wenn die Registrierung und Prüfung an derselben Stelle durchgeführt werden, müssen Eingabegeräte bereitgestellt werden sowohl für die Eingabe von (1) Informationen, die für die Registrierung benötigt werden, einschließlich z. B. Identifizierungsinformation, demografische Information, Bezahlungsinformation und Testauswahl; sowie (2) Informationen für den Testvorgang, einschließlich z. B. Registrierung, biometrische und Testantwortdaten.

In der Kioskausführungsform ist die Struktur eine freistehende leichtgewichtige Einheit; entworfen, um in Freiraumbereichen von öffentlich zugänglichen Einrichtungen installiert zu werden. Es ist eine semipermanente Anlage, welche in kurzer Zeit aufgebaut werden kann, und welche keine größeren Ausbaumodifikationen an ihrer Gastgebereinrichtung erfordert. Elektrische und Telefonleitungen werden in die Einheit nach Bedarf von der Infrastruktur der Gastgebereinrichtung geleitet. Wenn notwendig, kann die Gastgebereinrichtung verwendet werden, um irgendwelche beliebigen HVAC-Anforderungen des Kiosks zu erfüllen. Eine ergänzende HVAC-Versorgung kann, falls notwendig, ebenfalls verwendet werden. Wenn ein kleinerer, stärker kontrollierter Raum verfügbar ist, wie beispielsweise eine Ladeneinheit in einer Einkaufspassage, kann eine modifizierte Einheit installiert werden, welche das selbe Sicherheitsniveau erreicht.

In dem Kiosk kann die entfernt liegende Teststelle 3 eine einzelne Teststation oder eine Vielzahl von Stationen umfassen. Die Stationen wären jede mit einer Türe versehen, welche zu jeder Zeit verschlossen bleibt, gesichert mit einem elektronisch gesteuerten Schloss. Die Türe wird sich nur entriegeln, nachdem ein Prüfling die Registrierung erfolgreich vervollständigt hat und eingecheckt hat mittels der Eingabegeräte außerhalb der Station. Nachdem ein Prüfling die Teststation betreten hat, verbleibt die Türe von außen geschlossen, um die Sicherheit und Privatsphäre für den Prüfling sicher zu stellen. Die Türe ist nicht von innen verschlossen, was es dem Kandidaten erlaubt, zu jeder beliebigen Zeit diese zu verlassen, das Schloss würde jedoch ein Signal erzeugen, welches Teil der Überwachungsdaten werden würde. Jedes unautorisierte Öffnen der Türe während des Testverfahrens kann, sofern gewünscht, ein ungültig machendes Ereignis werden, welches den Testvorgang beenden oder ungültig machen würde.

Vorzugsweise umfassen die Wände des Kiosks ein Schall absorbierendes Material, um den Prüfling mit einem ruhigen, ungestörten Testvorgang zu versorgen. „Weißes Rauschen"-Generatoren können implementiert werden, wenn Umgebungsgeräusche von der Gastgebereinrichtung eine Quelle der Ablenkung sind. Lautsprecher, angeordnet in jeder Teststation, betrieben durch einen üblichen Verstärker, stellen ein Niederpegelgeräusch bereit, welches irgendwelche ablenkenden Geräusche maskiert.

Das Innere des Kiosks besteht aus einem Regal, auf welchem die verschiedenen benötigten Eingabegeräte und das Display angeordnet sind. Es wird eine Ablage bereitgestellt für die persönlichen Besitztümer des Prüflings. Beleuchtung, geeignet für computerisiertes Testen, ist in jeder Teststation installiert. Ein Computer, wie beispielsweise ein Personalcomputer, einschließend einen Datenprozessor 30 und ein Speichergerät 31, wird vorzugsweise in einem verschlossenen Abteil innerhalb der Station gehalten. In der bevorzugten Ausführungsform ist das Gerät 35 für die Aufzeichnung der Überwachungsdaten eine Videokamera, die verwendet wird, um den Testvorgang zu überwachen und aufzuzeichnen, die in einer Ecke der Teststation montiert ist. Die Audio-/visuelle Aufzeichnung der Sitzung wird verwendet, um die Eingabe von biometrischen Daten und Testantwortdaten zu dokumentieren, irgendwelche Probleme oder Abnormalitäten aufzuzeichnen, die während des Testvorgangs auftreten können, und um den Prüfling vom Betrügen abzuhalten.

In einer Ausführungsform kann die Überprüfung der Überwachungsdaten während des Testvorgangs stattfinden. In dieser Ausführungsform können die Audio-/visuellen Überwachungsdaten an die Zentralstation 1 übermittelt werden und auf einem Display 11 abgebildet werden, so dass ein Administrator den Testverlauf sehen kann, das Ereignis, wenn nötig beenden oder für ungültig erklären kann oder auf irgendwelche Probleme während des Testvorgangs antworten kann. Die Audio-/visuellen Überwachungsdaten werden auch vorzugsweise digital aufgezeichnet, an die Zentralstation 1 übermittelt und für die Verwendung in einer späteren Validierung des Testvorgangs gespeichert. Das Gerät 35 wird auch verwendet, um ein Standbildporträt des Prüflings aufzunehmen. Dieses Bild wird Teil der Überwachungsdaten werden und wird für die Identifizierung des Kandidaten oder für Testvalidierungszwecke gespeichert.

Die biometrische Messeinrichtung 34 wird ausgewählt von einer breiten Vielfalt verfügbarer Geräte, einschließend: Fingerabdruckaufzeichnungsgeräte, die ein digitales Bild des Fingerabdrucks des Kandidaten erfassen; Retinalbildaufzeichnunggeräte, Stimmenabdruckgeräte, Handgeometrieaufzeichnungsgeräte und andere. Wie oben diskutiert, kann das biometrische Messgerät 34 mit einer Kamera kombiniert werden, so dass eine Fotografie oder ein digitales Bild Teil der Biometriedaten wird.

Es ist wünschenswert, dass ein Eingabegerät ein Mikrofon oder ein Handapparat ist, das vom Prüfling verwendet werden kann, um mit der Zentralstation 1 zu kommunizieren. Eine Zweiwegvideokommunikation ist ebenfalls unter bestimmten Umständen wünschenswert.

Die Testfragedaten werden an der Zentralstation 1 für Sicherheitszwecke gespeichert und an die Teststation 3 zu einem geeigneten Punkt während des Testverfahrens kommuniziert, wie unten diskutiert werden wird. Die Zentralstation 1 speichert auch die verifizierten Biometriedaten des Registranten, die für die Prüflingsverifizierung und die Validierung der Prüflingsdaten verwendet werden sollen. Testantwortdaten werden an die Zentralstation 1 zum Speichern und, in einer Ausführungsform, für die spätere Validierung der Prüflingsdaten übermittelt.

Online-Administratoren und -Techniker stellen betriebliche und technische Unterstützung an die entfernt liegende Teststationen 3 von der Zentralstation 1 bereit, mittels egal welchem Kommunikationsverfahren (Daten, Stimmen oder Zweiwegvideo), notwendig, um die Maßnahme zu erfüllen. Alle Softwareaufrüstungen und -überarbeitungen des Systems werden von der Zentralstation 1 mittels der Kommunikationsleitungen durchgeführt, die die Zentralstation 1 mit der Registrierstation 2 und der entfernt liegenden Teststation 3 verbinden.

Registrierung

Die Registrierung für den Test wird nun beschrieben mit Referenz auf die bevorzugte Ausführungsform, die im Flussdiagramm von 2 gezeigt ist.

Nach der Ankunft an der Registrierungsstation 2 präsentiert ein Registrant eine Identifikation in Schritt 40, welche in Schritt 41 in den Prozessor 20 mittels der Eingabe 25 eingegeben wird. Andere Qualifizierungsinformationen werden dann in Schritt 43 erfragt und in Schritt 42 eingegeben. Abhängig vom Testtyp, für welchen der Registrant registriert werden möchte, wie in Schritt 44 eingegeben, bestimmt entweder der Prozessor 20 der Registrierungsstelle oder der Prozessor 10 der Zentralstation, ob der Registrant qualifiziert ist, in Schritt 47. Wenn bestimmt wird, dass der Test ein Test vom Berechtigungstyp ist, bei Schritt 45, werden die Registrantendaten an die Zentralstation vor Schritt 47 kommuniziert. Wenn der Registrant nicht qualifiziert ist, wird die Registrierung bei Schritt 48 gestoppt. Wenn der Test kein Berechtigungstest ist, dann wird der Prozessor 20 der Registrierungsstelle 2 angewiesen, den Registranten bei Schritt 47 zu qualifizieren.

Wenn der Registrant qualifiziert ist, wird die Eingabe von biometrischen Daten in Schritt 49 angefordert. Nach der Eingabe der biometrischen Daten wird eine Bezahlung in den Schritten 50, 51 und 52 einkassiert. Wenn die Bezahlung durch Kredit erfolgt, muss eine Genehmigung in Schritt 51 erhalten werden. Wenn die Bezahlung bar erfolgt, dann wird Bargeld oder ein Scheck in Schritt 52 vereinnahmt. Wenn die Bezahlungsannahme bei Schritt 53 bestätigt wird, dann wird ein Testvorgang bei Schritt 54 eingeplant, und die biometrischen und anderen persönlichen Daten des Registranten werden an die Zentralstation 1 bei Schritt 55 gesendet. Die Schritte 54 und 55 können auch in umgekehrter Reihenfolge, wenn gewünscht, stattfinden. Der Terminierschritt 54 wird auch typischerweise die Eingabe von Daten, wie beispielsweise der bevorzugten Zeit und Ort beinhalten, zu welcher und wo der Registrant wünscht, den Test abzulegen. Wenn der Test derart eingeplant ist, direkt nach der Registrierung stattzufinden, bei Schritt 56 dann geht der Registrant direkt zu Schritt 62 des in 3 gezeigten Testvorgangs. Wenn der Test zu einer späteren Zeit abgelegt wird, wird eine Registrierungskarte gedruckt oder eine Registrierungsnummer ausgegeben, bei Schritt 57, und die Registrierung bei Schritt 58 vervollständigt. Die Registrierungskarte oder -nummer kann in dem Check-In-Verfahren beim Start des in 3 veranschaulichten Testvorgangs verwendet werden. Wenn die Bezahlung nicht kassiert wurde, bei Schritt 53, dann wird die Registrierung bei Schritt 48 beendet.

In einer Ausführungsform, bei der die Registrierungsstation 2 nahe der oder integriert in die Teststation 2 ist, ist es möglich, dass das Testen direkt der Registrierung an der selben Stelle folgt, in der Annahme, dass eine Teststation 3 frei ist.

Andere Registrierungsverfahren sind vorgesehen, solange sie in der Erfassung von verifzierten biometrischen Daten und der Kommunikation der verifizierten Daten an die Zentralstation 1 resultieren.

Wie aus dem Flussdiagramm von 2 ersichtlich sein sollte, ist das Registrierungsverfahren vollständig oder zumindest im Wesentlichen automatisiert.

Der Testvorgang

Der Testvorgang wird mit Referenz auf die bevorzugte Ausführungsform von 3 beschrieben werden.

Der Testvorgang startet nach der Ankunft des Prüflings an der entfernt liegenden Teststation 3 mit einer Aufforderung an den Prüfling, eine Registrierungskarte zu präsentieren, die während des Registrierungsverfahrens gedruckt wurde, oder eine Registrierungsnummer einzugeben. In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Anfrage nach einer Registrierungskarte oder einer auf der Karte angegebenen Registrierungsnummer an einem Display außerhalb eines Kiosks durchgeführt, um die Türe zu öffnen. Zu diesem Zweck werden ein Display und ein Kartenleser außerhalb des Kiosks bereitgestellt. Andernfalls wird auf dem Display 32 der entfernt liegenden Teststation 3 die Anzeige ausgegeben, und Karteninformationen können entweder durch den Registranten mit der Eingabe 33 eingegeben werden, oder eine spezielle Eingabe wie beispielsweise ein Kartenleser können zu diesem Zweck bereitgestellt werden.

Wenn bestimmt wurde, dass die Karte gültig ist, bei Schritt 61, und der Prüfling als gültiger Registrant verifiziert ist, dann startet die Aufzeichnung der Audio-/visuellen Überwachungsdaten bei Schritt 62 und der Prüfling wird gebeten, biometrische Daten bei Schritt 63 einzugeben. Beispielsweise wird der Prüfling gebeten, eine Videokamera für die Aufnahme eines Standbilds anzusehen, oder der Teilnehmer wird gebeten, seine Hand oder seinen Finger in ein geeignetes Aufnahmegerät zu platzieren.

In dieser Ausführungsform, wenn ein ungültig machendes Ereignis auftritt, während die biometrischen Daten gemessen werden (Schritt 64), wird der Testvorgang für ungültig erklärt und der Test gestoppt. Ein ungültig machendes Ereignis könnte beispielsweise die Anwesenheit von zwei Personen in der entfernt liegenden Teststation, oder ein Versuch, unvorschriftsmäßig oder betrügerisch biometrische Daten einzugeben, sein. Typischerweise würden die Typen der Vorfälle oder Daten, welche ungültig machende Ereignisse darstellen würden, variieren, abhängig vom speziellen Test und Grad der erforderlichen Sicherheit. Die Überwachungsdaten können mehr als die Audio-/visuellen Daten beinhalten, wie beispielsweise ein Signal von einem elektronischen Türschloss etc., in welchem Fall ein ungültig machendes Ereignis ein Signal einer unverschlossenen oder geöffneten Tür sein könnte. Wenn es kein ungültig machendes Ereignis gibt, dann werden die biometrischen Daten an die Zentralstation 1 in Schritt 65 kommuniziert, und bei Schritt 66 mit verifizierten biometrischen Daten verglichen, die im Speichergerät 13 gespeichert sind.

Wenn die übermittelten Prüflingsbiometriedaten mit den verifizierten Biometriedaten, korrespondierend zum richtigen Registranten (Schritt 67) übereinstimmen, dann werden Testfragendaten an die entfernt liegende Teststelle 3 übermittelt. Die Schritte 70, 71 und 73 repräsentieren die Eingabe der Testantwortdaten durch den Prüfling in Antwort auf Fragedaten, die im Display 32 dargestellt werden. Wenn zu einem beliebigen Punkt während der Eingabe der Testantwortdaten ein ungültig machendes Ereignis auftritt (Schritt 72), wie durch die Analyse der Überwachungsdaten bestimmt, dann wird der Testvorgang gestoppt und/oder für ungültig erklärt (Schritt 68). Wie oben offenbart, würden ungültig machende Ereignisse das Öffnen der Kiosktür durch den Bewerber, nicht autorisierte Verwendung von Notizen oder Referenzmaterialien oder nicht autorisierte Kommunikation zwischen dem Prüfling und jemandem außerhalb des Kiosks beinhalten.

Nachdem alle Fragen beantwortet wurden (Schritt 73), wird dem Prüfling die Option gegeben, die Fragen durchzusehen (Schritt 74) oder den Test zu komplettieren (Schritt 76). In Schritt 77 wird ein eindeutiger Identifikator dem Testvorgang zugewiesen, für die Verwendung in der Koordination der Testantwortdaten und Überwachungsdaten für den Testvorgang. Danach werden die Testantwortdaten an die Zentralstation 1 bei Schritt 78 übermittelt.

Eine Aufzeichnung des Testvorgangs wird dann für den Prüfling bei Schritt 79 gedruckt. In einer Ausführungsform kann, da die Überwachungsdaten verwendet werden, um den Testvorgang während des Vorgangs zu validieren, ein verifiziertes Testergebnis bei Schritt 79 an den Prüfling ausgegeben werden.

In einer weiteren Ausführungsform werden die Überwachungsdaten analysiert und der Testvorgang nach dem Vorgang validiert, in welchem Fall dem Prüfling nur eine Aufzeichnung gegeben wird, dass er den Testvorgang komplettiert hat, bei Schritt 79, und ihm ein validiertes Testergebnis nach dem Ende des Tests bei Schritt 80 gegeben wird, wie beispielsweise durch Drucken eines offiziellen Punktzahlberichtformulars.

Während es hier nicht speziell beschrieben ist, ist es auch möglich, die Registrierung nach dem Testvorgang stattfinden zu lassen, zur selben Zeit wie oder in Verbindung mit der Validierung.

In einer weiteren Ausführungsform wird eine Zweiwegekommunikation zwischen dem Prüfling und der Zentralstation 1 bereitgestellt. Diese Zweiwegekommunikation würde auch aufgezeichnet und als Überwachungsdaten gespeichert werden. Solch eine Kommunikationsverbindung erlaubt es dem Prüfling beispielsweise, eine Pause im Testvorgang für eine Toilettenunterbrechung anzufragen, oder technische Probleme oder Fragen bezüglich des Systems zu kommunizieren. In besonders sicheren Tests kann es erforderlich sein, dass die Schritte 60 bis 67 wiederholt werden, selbst nach einer autorisierten Unterbrechung.

Eine Anleitung kann auch bereitgestellt werden, entweder vor dem oder während des Testvorgangs, um es dem Prüfling zu ermöglichen, mit der Funktionsweise des Systems vertraut zu werden.

Zum Abschluss des Testverfahrens werden die Daten zurück an die Zentralstation 1 übermittelt. Diese Daten würden manche oder alle der folgenden beinhalten: die Testantwortdaten, Audio-/visuelle Überwachungsdaten, ein Standbild des Prüflings, sowie Registrierungsdaten. Wenn, wie oben beschrieben, der Testvorgang während des Vorgangs validiert wird, werden die Ergebnisse dann verarbeitet und eine gedruckte Aufzeichnung wird erzeugt.

Die gedruckte Aufzeichnung beinhaltet manche oder alle der folgenden: die persönlichen Informations- und Qualifikationsdaten des Prüflings, das Standbild des Prüflings sowie alle beliebigen anderen aufgezeichneten physikalischen Charakteristiken, die Testantwortdaten, der bestanden/nicht bestanden-Status und die Prozentpunktzahl. Wenn an der entfernt liegenden Station 3 oder an der Zentralstation 1 gedruckt wird, wird die Aufzeichnung auf ein offizielles Punktzahlberichtsformular gedruckt, welches auf speziell zusammengesetztem Sicherheitspapier gedruckt ist. Dieses Sicherheitspapier verwendet Sicherheitsmaßnahmen, um einer Änderung oder Vervielfältigung durch den Studenten vorzubeugen. Das Papier trägt ein unterscheidungskräftiges Logo als ein Wasserzeichen wird ist auf gefärbtem Papier gedruckt.

Die Aufzeichnung beinhaltet ferner vorzugsweise den Identifikator, der dem Testvorgang und den Testdaten zugewiesen ist. Dieser Identifikator ist vorzugsweise eine anscheinend zufällige Nummer, die durch einen einzigartigen Algorithmus erzeugt wird. Der Algorithmus verwendet Eingabevariablen, welche u. a. abgeleitet sind von den Registrierungs-/und Qualifikationsdaten, den Daten und der Zeit des Testvorgangs, dem abgelegten Test und den Antwortdaten oder der Punktzahl. Folglich ist der Identifikator eindeutig für den Testvorgang und kann verwendet werden, um einen gültigen Punktzahlbericht zu authentifizieren, was folglich den Prüfling oder irgend jemand anderen davon abhält, einen gefälschten Bericht zu erstellen.

In einer weiteren Ausführungsform, in der der Bericht an der Zentralstation 1 erzeugt wird, wird der vorläufig validierte Bericht zuerst an den Prüfling geschickt. Danach muss der Kandidat, um die Validierung des Testvorgangs und die Punktzahl zu vervollständigen, das Dokument durch einen offiziellen Notar (der Vereinigten Staaten) beglaubigen lassen. Anweisungen auf dem Dokument informieren den Notar, dass er zuerst verifizieren muss, dass die persönlichen Daten und das Bild auf dem Dokument tatsächlich mit der tatsächlichen Person übereinstimmen. Eine Liste von akzeptablen Formen der Identifizierung ist auf dem Punktzahlbericht enthalten. Sobald die Identität des Prüflings bestätigt wurde, platziert der Notar das offizielle Beglaubigungssiegel auf dem Dokument, wobei er darauf achtet, dass Teile des Siegels auf das Bild des Prüflings überlappen.

In dieser Ausführungsform muss das Punktzahlergebnis dann zurück an die Zentralstation 1 geschickt werden. Sobald das Dokument durch die Zentralstation 1 inspiziert und authentifiziert worden ist, gilt der Test als vollständig validiert. Die Ergebnisse werden dann an den Prüfling und die Prüfungsorganisation, die für den Test verantwortlich ist, weitergegeben.

Um das Zusammenspiel der Zentralstation und der entfernt liegenden Registrierung-/Teststellen besser zu verstehen, sind die Schritte, welche an der Zentralstation in 2 und 3 ausgeführt werden können, in 4 dargestellt. Gleiche Verfahrensschritte in 4 tragen gleiche Referenznummern. Daten werden von der Registrierungsstelle bei Schritt 46 empfangen, und die Zentralstelle kann bestimmen, ob der Registrant qualifiziert ist, bei Schritt 49. Falls notwendig, kann die Zentralstelle die Registrierung bei Schritt 48 stoppen. Der Einzug der Zahlung wird in Schritt 53 verifiziert, der Test wird in Schritt 54 terminiert, und die biometrischen Daten werden bei Schritt 55 von der Registrierungsstelle empfangen.

Wenn die Zentralstelle bestimmt, dass der Test nun abgelegt wird, bei Schritt 56, dann kann sie die Aufzeichnung der Überwachungsdaten für den Testvorgang bei Schritt 62 beginnen. Wenn der Test nicht direkt nach der Registrierung abgelegt wird, wird eine Registrierungskarte gedruckt oder eine Nummer ausgegeben bei Schritt 57. In Fällen, in denen der Test zu einer Zeit entfernt vom Registrierungsvorgang abgelegt wird, ist der erste Schritt der Zentralstation, zu bestimmen, ob die Registrierungskarte oder -Numer, die an der Teststelle eingegeben wird, gültig ist, bei Schritt 61.

In Ausführungsformen, in denen die Verifizierung während des Testvorgangs stattfindet, kann die Zentralstation dann bestimmen, ob ein ungültig machendes Ereignis bei den Schritten 64, 72 vorlag, und falls dies der Fall war, fortfahren, den Testvorgang bei Schritt 68 zu stoppen.

Die Zentralstation empfängt, vergleicht und verifiziert die biometrischen Daten in den Schritten 65 bis 67, und wenn die Daten übereinstimmen, werden die Testdaten bei Schritt 69 an die Teststation übermittelt.

In einer weiteren betrachteten Ausführungsform befinden sich die Testdaten bereits in dem Speichergerät 31 der Teststelle 3. In dieser Ausführungsform würden die im Speichergerät 31 befindlichen Testdaten bei Schritt 69 unter den Instruktionen von der Zentralstation 1 freigeschaltet werden.

In der in 4 gezeigten Ausführungsform ist es dem Prüfling erlaubt, Fragen an die Zentralstation bei Schritt 80 zu adressieren, und Antworten bei Schritt 81 zu empfangen. Die Zentralstation empfängt dann die Testantwortdaten bei Schritt 78 und druckt eine Aufzeichnung bei Schritt 79. Wie oben diskutiert, kann die Aufzeichnung auch an der entfernt liegenden Teststelle gedruckt werden, wenn der Test während des Vorgangs validiert wird.

Das vorliegende System wurde mit Bezug auf ein Paar bevorzugte Ausführungsformen verdeutlicht, jedoch wird jemand von durchschnittlichem Fachwissen erkennen, dass Streichungen, Ergänzungen, Ersetzungen und Verbesserungen durchgeführt werden können, während man innerhalb des Bereichs der vorliegenden Erfindung, wie durch die angehängten Ansprüche definiert, verbleibt.


Anspruch[de]
  1. System zum Kontrollieren der Durchführung von fernüberwachten, sicheren Prüfungen an einer entfernt liegenden Teststation, aufweisend:

    eine Zentralstation, aufweisend (a) Speichermittel zum Speichern von Daten, die Testfragedaten und verifizierte biometrische Daten aufweisen, und (b) einen Datenprozessor, der wirkungsmäßig mit den Speichermitteln gekoppelt ist, zum Vergleichen von Prüflingsbiometriedaten mit gespeicherten,

    verifizierten biometrischen Daten; und

    eine entfernt liegende Teststation aufweisend (a) einen Datenprozessor,(b) ein Datenspeichermittel, das wirkungsmäßig mit dem Datenprozessor gekoppelt ist, zum Speichern von Eingabedaten, (c) eine Vorrichtung zum Eingeben von Prüflingsbiometriedaten in den Prozessor, (d) Anzeigemittel zum Anzeigen von Testfragedaten, (e) einen Eingang zum Eingeben von Testantwortdaten in den Prozessor, (f) ein Mittel zum Aufzeichnen von Überwachungsdaten eines Testvorgangs und (g) Kommunikationsmittel zum Kommunizieren mit der Zentralstation, zum Erhalten von Testfragedaten von der Zentralstation und zum Kommunizieren von Prüflingsbiometriedaten, Testantwortdaten und Überwachungsdaten an die Zentralstation, dadurch charakterisiert, dass die Vorrichtung zum Eingeben von Prüflingsbiometriedaten eine biometrische Messvorrichtung ist.
  2. System gemäß Anspruch 1, wobei die Überwachungsdaten Audiodaten/visuelle Daten des Testvorgangs sind.
  3. System gemäß Anspruch 2, wobei die Überwachungsdaten eine Audioaufzeichnung/visuelle Aufzeichnung der (a) Eingabe der Prüflingsbiometriedaten und (b) der Eingabe der Testantwortdaten aufweisen.
  4. System gemäß Anspruch 3, wobei die Überwachungsdaten 5 ferner ein Standbild des Prüflings aufweisen.
  5. System gemäß Anspruch 1, ferner aufweisend eine Registrierstation, aufweisend:

    (a) einen Datenprozessor zum Verarbeiten und 10 Verifizieren von Registrantendaten;

    (b) wirkungsmäßig mit dem Prozessor gekoppelte Speichermittel zum Speichern von zum Verifizieren von Registrantendaten ausreichenden Daten;

    (c) eine biometrische Messvorrichtung zum Eingeben von 15 Registrantenbiometriedaten; und

    (d) Kommunikationsmittel zum Kommunizieren von verifizierten Testregistrierdaten, die verifizierte biometrische Daten aufweisen, an die Zentralstation.
  6. System gemäß Anspruch 5, wobei die Registrierstation und die Teststation am selben Ort sind.
  7. System gemäß Anspruch 1, wobei die Teststation eine in sich geschlossene Einheit ist, die ohne Eingabe von Testregistrierdaten unzugänglich ist.
  8. System gemäß Anspruch 7, wobei die Mittel zum Aufzeichnen von Überwachungsdaten eine Videokamera aufweisen, die im Innern der Einheit angeordnet ist.
  9. System gemäß Anspruch 7, ferner zweite Kommunikationsmittel aufweisend, die es dem Prüfling erlauben, mit der Zentralstation zu kommunizieren.
  10. Verfahren zum Kontrollieren der Durchführung von fernüberwachten, sicheren Prüfungen an einer entfernt liegenden Teststation, folgende Schritte aufweisend:

    (a) Speichern von verifizierten biometrischen Daten an 5 einer Zentralstation;

    (b) Speichern von Testfragedaten an der Zentralstation;

    (c) messen und Eingeben von Prüflingsbiometriedaten an der entfernt liegenden Teststation zum Beginnen eines Testvorgangs;

    (d) Kommunizieren der Prüflingsbiometriedaten an die Zentralstation und Vergleichen der Prüflingsbiometriedaten mit den verifizierten biometrischen Daten zum dabei Verifizieren der Prüflingsdaten;

    (e) Zugänglichmachen von Testfragedaten von der Zentralstation an der entfernt liegenden Teststation;

    (f) Speichern von Testantwortdaten, die als Antwort auf die Testfragedaten eingegeben werden;

    (g) Aufzeichnen und Speichern von Audio/Videoüberwachungsdaten des Testvorgangs,

    (h) Beenden des Testvorgangs; und

    (i) Validieren des Testvorgangs mittels Prüfen der Überwachungsdaten auf ungültig machende Ereignisse.
  11. Verfahren gemäß Anspruch 10, ferner den Schritt des Zuweisens eines eindeutigen Identifikators an den Testvorgang aufweisend.
  12. Verfahren gemäß Anspruch 10, wobei der Schritt (e) das Kommunizieren der Testdaten von der Zentralstation zu der entfernt liegenden Teststation aufweist.
  13. Verfahren gemäß Anspruch 10, wobei der Schritt (e) das Freischalten von Testdaten aufweist, die sich schon an der entfernt liegenden Teststelle befinden.
  14. Verfahren gemäß Anspruch 10, wobei der Schritt (c) ferner das Eingeben weiterer Registrantendaten aufweist.
  15. Verfahren gemäß Anspruch 10, wobei der Schritt (e) nur ausgeführt wird, falls die biometrischen Daten in Schritt (d) verifiziert werden.
  16. Verfahren gemäß Anspruch 11, wobei der Schritt (b) des Speicherns verifizierter biometrischer Daten ferner die Schritte des Berechtigens eines Registranten für einen speziellen Test, des Aufzeichnens biometrischer Daten, des Einkassierens von Zahlung und des Übermittelns der aufgezeichneten biometrischen Daten zu der Zentralstation aufweist.
  17. Verfahren gemäß Anspruch 16, ferner aufweisend den Schritt des Ausgebens einer Registrierkarte, die Registrierdaten enthält.
  18. Verfahren gemäß Anspruch 17, wobei Schritt (c) nicht ausgeführt werden kann, bis Registrierdaten an die Zentralstation gesendet werden.
  19. Verfahren gemäß Anspruch 17, ferner aufweisend den Schritt des Ausdruckens einer Aufzeichnung des Testvorgangs, die den Identifikator und Registrierdaten aufweist.
  20. Verfahren zum Kontrollieren der Durchführung von fernüberwachten, sicheren Prüfungen an einer entfernt liegenden Teststation, folgende Schritte aufweisend:

    (a) Speichern von verifizierten biometrischen Daten an einer Zentralstation;

    (b) Speichern von Testfragedaten an der Zentralstation;

    (c) Messen und Eingeben von Prüflingsbiometriedaten an der entfernt liegenden Teststation zum Beginnen eines Testvorgangs;

    (d) Kommunizieren der Prüflingsbiometriedaten an die Zentralstation und Vergleichen der Prüflingsbiometriedaten mit den verifizierten biometrischen Daten zum dabei Verifizieren der Prüflingsdaten;

    (e) Kommunizieren von Testfragedaten von der Zentralstation an die Teststelle;

    (f) Speichern von Testantwortdaten, die als Antwort auf die Testfragedaten eingegeben werden;

    (g) Aufzeichnen und Speichern von Audio/Videoüberwachungsdaten des Testvorgangs, Zuweisen des Identifikators an die Überwachungsdaten;

    (h) Prüfen der Überwachungsdaten während des Testvorgangs auf das Vorhandensein ungültig machender Ereignisse; und

    (i) Beenden des Testvorgangs.
  21. Verfahren gemäß Anspruch 20, ferner aufweisend den Schritt des Zuweisens eines eindeutigen Identifikators an den Testvorgang.
  22. Verfahren gemäß Anspruch 20, wobei die Schritte (e) und (i) nur ausgeführt werden, wenn die biometrischen Daten in Schritt (d) verifiziert werden.
  23. Verfahren gemäß Anspruch 21, wobei der Schritt (a) des Speicherns verifizierter biometrischer Daten ferner die Schritte des Berechtigens eines Registranten für einen speziellen Test, des Aufzeichnens biometrischer Daten, des Einkassierens von Zahlungen und des Übermittelns der aufgezeichneten biometrischen Daten zu der Zentralstation aufweist.
  24. Verfahren gemäß Anspruch 23, ferner aufweisend den Schritt des Ausgebens einer Registrierkarte, die Registrierdaten enthält.
  25. Verfahren gemäß Anspruch 24, wobei Schritt (c) nicht ausgeführt wird, bis Registrierdaten eingegeben und an die Zentralstation gesendet werden.
  26. Verfahren gemäß Anspruch 25, ferner aufweisend den Schritt des Ausdruckens einer Aufzeichnung des Testvorgangs, die den Identifikator und Registrierdaten aufweist.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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