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Dokumentenidentifikation DE10044581B4 09.06.2005
Titel Verfahren zur Herstellung von mittel- oder langkettigen Dialkylethern
Anmelder DHW Deutsche Hydrierwerke GmbH Rodleben, 06862 Rodleben, DE
Erfinder Schröter, Jörg, Dipl.-Chem.Dr.rer.nat., 06862 Roßlau, DE;
Weidemann, Frank, Dipl.-Chem., 06862 Roßlau, DE;
Konetzke, Gerhard, Dipl.-Chem.Dr.rer.nat., 06847 Dessau, DE
Vertreter Tragsdorf, B., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., Pat.-Anw., 06844 Dessau
DE-Anmeldedatum 08.09.2000
DE-Aktenzeichen 10044581
Offenlegungstag 04.04.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse C07C 41/09
IPC-Nebenklasse C07C 43/04   C07B 41/04   B01J 31/02  

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mittel- und langkettigen Dialkylethern, bei dem man lineare und/oder verzweigte, gesättigte und/oder ungesättigte, ein- und/oder mehrwertige Alkohole mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen bei erhöhter Temperatur in Gegenwart eines Katalysators dehydratisiert, das entstehende Reaktionswasser kontinuierlich abtrennt und das Rohprodukt nach der Katalysatorabtrennung in an sich bekannter Weise reinigt.

Dialkylether finden auf Grund ihrer speziellen chemisch-physikalischen Eigenschaften ein breites Anwendungsgebiet. Bekannt sind beispielsweise der Einsatz als Wärmeübertragungsmittel, als Additiv in Schmierstoffen oder besonders als Ölkomponente in kosmetischen Formulierungen, wobei die beiden letztgenannten Anwendungsgebiete von besonderem Interesse sind.

Diese Anwendungen erfordern jedoch hochreine und qualitativ hochwertige Produkte mit einer ausgezeichneten Farb- und Geruchsqualität, die auch nach längerer Lagerung erhalten bleiben soll.

Vor allem Spuren an Carbonylverbindungen, wie Aldehyde, Ketone, Carbonsäuren oder Lactone, die noch in den Produkten enthalten sind bzw. während der Lagerung entstehen können, beeinträchtigen die Farbe und den Geruch.

Bei den bisher bekannten Verfahren zur Herstellung der Dialkylether kommt es jedoch aufgrund der hohen Reaktionstemperaturen zur Bildung unerwünschter Nebenprodukte, wie Olefine, Carbonylverbindungen, Polymere, welche sowohl den unangenehmen Geruch als auch Beeinträchtigungen der Farbe verursachen.

Aus der Literatur sind verschiedene Varianten bekannt, um Carbonylverbindungen, wie Aldehyde, Ketone, welche schon in geringsten Spuren den Geruch eines Produktes stark beeinflussen können, zu reduzieren. So kann beispielsweise eine Desodorierung, eine Behandlung mit Bleicherde oder der Einsatz unterschiedlichster Reduktionsmittel den Carbonyl-Gehalt absenken. Desweiteren ist es auch möglich, Carbonylverbindungen in Gegenwart von Zinn-Verbindungen zu den entsprechenden Aldol-Kondensaten umzusetzen (Mukaiyama, J. Organomet. Chem., 1990, 382, 39 – 52).

Neben der klassischen Williamson-Ethersynthese werden zur Herstellung der Dialkylether saure Katalysatoren eingesetzt (Ullmann, 5. Aufl., A10, 23 – 34), wie Mineralsäuren, z. B. Schwefelsäure, organische Sulfonsäuren oder saure Feststoffkatalysatoren.

Aus der DE-41 27 230 A1 ist ein Verfahren zur halbkontinuierlichen Herstellung von symmetrischen Dialkylethern mittels organischer Sulfonsäuren bekannt. Um hohe Umsätze an Dialkylethern zu erhalten, muß die Sulfonsäure, beispielsweise Methansulfonsäure, Sulfobernsteinsäure, p-Toluolsulfonsäure oder &agr;-Naphthalin-sulfonsäure, in Konzentrationen bis zu 5 Gew.-%, bezogen auf die verwendeten Alkohole, eingesetzt werden. Die Sulfonsäuren werden bei der destillativen Reinigung der Dialkylether in Form ihrer Sulfonsäureester teilweise zurückgewonnen bzw. verbleiben im Destillationsrückstand.

Stark eingeschränkt wird dieses Verfahren durch die Siedebereiche der Sulfonsäuren, Alkohole und Dialkylether. Trotz der Destillation der Rohprodukte enthalten diese Dialkylether einen anwendungstechnisch störenden Schwefel-Gehalt, welcher von verbliebenen Katalysatorspuren bzw. deren Zersetzungsprodukten stammt.

Um die Produktqualität hinsichtlich Farbe, Geruch und Lagerstabilität zu verbessern, wird ein Verfahren unter Anwendung üblicher Katalysatoren, wie z.B. Sulfonsäuren oder Schwefelsäure, vorgeschlagen (DE 195 17 049 A1), wonach der hohe Schwefel-Gehalt durch eine zusätzliche und intensive Nachbehandlung mit Natriummethylat bzw. Alkali- oder Erdalkalihydroxid auf Werte von 25 ppm S in den Produkten abgesenkt wird.

Weiterhin sind Verfahren zur Herstellung von Dialkylethern bekannt (DE 195 11 668 A1 und DE 19 740 450 A1), in denen die säurekatalysierte Dehydratisierung der Alkohole mit Halogenalkansulfonsäuren allein oder unter Zusatz von Tocopherol bzw. Tocopherolderivaten als Co-Katalysatoren durchgeführt wird. Mit der Wahl dieser stark aciden Halogenalkansulfonsäuren als Veretherungskatalysator können zwar die Katalysatoreinsatzmengen reduziert werden, jedoch verläuft die Dehydratisierung nicht selektiv genug, um die Nebenproduktbildung deutlich zu unterdrücken. So soll erst ein Zusatz von Tocopherol bzw. Tocopherolderivaten in einer Menge bis 5 Gew.-% in der Synthese zu einer Reduzierung der Olefinbildung führen. Weiterhin nachteilig bei beiden Verfahren ist, daß nach der Umsetzung die hochwertige Halogenalkansulfonsäure mit Alkali neutralisiert und als Abwasser entsorgt werden muß.

Der Einsatz eines Co-Katalysators verursacht zudem zusätzliche Kosten.

Bekannt ist auch die Nutzung saurer Feststoffkatalysatoren zur Darstellung der Dialkylether (Park, Catal. Lett., 1997, 46, 1 bis 4). Beschrieben ist der Einsatz von sauren Kationenaustauschern, auf der Basis von Polystyren, Organopolysiloxanen oder vorzugsweise perfluorierten Polymeren. Um kurze Reaktionszeiten zu erzielen, muß aufgrund der geringen Acidität dieser heterogenen Katalysatoren bei der Synthese mit Mengen von bis zu 20 % gearbeitet werden. Das Erreichen eines hohen Umsatzes erfordert hohe Reaktionstemperaturen von 150 bis 250 °C, wodurch der heterogene Katalysator stark geschädigt wird und sich Zersetzungsprodukte bilden. Dadurch wird die Möglichkeit der Abtrennung des Katalysators und dessen Wiedereinsatz erheblich eingeschränkt.

Auch eine mit hohem Aufwand betriebene Regenerierung des abgetrennten Katalysators (SU 170 047) steht einer technischen Verwertung dieses Verfahrens entgegen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von mittel- und langkettigen hochreinen Dialkylethern zu schaffen.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Geeignete Ausgestaltungsvarianten der Verfahrensweise sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 8.

Durch den Einsatz von Zinnhalogenalkansulfonaten als Katalysator ist es möglich, lineare und/oder verzweigte, gesättigte und/oder ungesättigte, ein- und/oder mehrwertige Alkohole mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen bei erhöhter Temperatur zu hochreinen, mittel- und langkettigen Dialkylethern in hohen Ausbeuten umzusetzen. Die Umsetzung ist nur mit einer geringen Bildung an Nebenprodukten und deren polymeren Folgeprodukten verbunden. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht in der einfachen Rückgewinnung des hochwertigen Katalysators in der Aufarbeitungsstufe des Verfahrens und in dem anschließenden mehrmaligen Wiedereinsatz des aufgearbeiteten Katalysators in weiteren Veretherungen.

Als Ausgangsprodukte zur Herstellung der Dialkylether können lineare und/oder verzweigte, gesättigte und/oder ungesättigte, ein- und/oder mehrwertige Alkoholen eingesetzt werden, so daß je nach Wahl des eingesetzten Alkoholes symmetrische oder unsymmetrische Dialkylether gebildet werden. Geeignete Ausgangsprodukte sind: Fettalkohole aus der Roelenschen Oxo-Synthese, Ziegler-Alkohole oder bevorzugt native Fettalkohole, wie beispielsweise Capronylalkohol, Önanthalkohol, Caprylalkohol, 2-Ethylhexanol, Pelargonalkohol, Caprinalkohol, Laurylalkohol, Isotridecylalkohol, Myristylalkohol, Cetylalkohol, Palmoleylalkohol, Stearylalkohol, Isostearylalkohol, Oleylalkohol, Elaidylalkohol, Petroselinylalkohol, Linolylalkohol, Linolenylalkohol, Elaeostearylalkohol, Arachylalkohol, Gadoleylalkohol, Behenylalkohol, Erucylalkohol und Brassidylalkohol, sowie deren technische Mischungen. Desweiteren können auch Dimer- und Trimeralkohole sowie verzweigte, mehrwertige Polyole, wie TMP, eingesetzt werden.

Die Dehydratisierung der Alkohole zum Dialkylether verläuft in Gegenwart von Zinnhalogenalkansulfonaten. Bei den Halogenalkansulfonsäuren, die in der Zinn-Verbindung als Anion gebunden vorliegen, handelt es sich um organische Sulfonsäuren, mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen und mindestens einem Halogenatom im organischen Rest. Bevorzugt sind vollständig perfluorierte Alkansulfonsäuren, wie Perfluorbutansulfonsäure oder Perfluoroctansulfonsäure.

Als besonders geeigneter Katalysator wird Zinn-(II)-trifluormethansulfonat eingesetzt. Hohe Umsetzungen zum Dialkylether werden hierbei mit Katalysatormengen von 0,01 bis 1 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 0,5 Gew.-%, bezogen auf die Alkoholmenge erreicht.

Die Dehydratisierungsreaktion wird bei erhöhter Temperatur durchgeführt. Zur Erzielung hoher Ausbeuten an Dialkylether, verbunden mit ausreichenden Reaktionsgeschwindigkeiten und sehr geringer Nebenproduktbildung, sind Reaktionstemperaturen von 150 °C bis 250 °C zu empfehlen.

Neben der Reaktionstemperatur ist die Katalysatorkonzentration bestimmend für die Reaktionsdauer, welche üblicherweise in einem Bereich von 1 bis 15 Stunden, vorzugsweise 3 bis 7 Stunden liegt.

Es hat sich während der Umsetzung zum Dialkylether als Vorteil erwiesen, das gebildete Reaktionswasser durch Inertgas unterstützt aus dem Reaktionsansatz auszutragen. Der Verlauf bzw. das Ende der Reaktion kann anhand des gebildeten Reaktionswassers oder chromatographisch verfolgt werden.

Abschließend wird der im Reaktionsgemisch verbliebene Katalysator abfiltriert bzw. kann durch eine einfache Wasserwäsche abgetrennt werden. Das so zurückgewonnene Zinnhalogenalkansulfonat kann als Feststoff, meist jedoch in Form wäßriger Lösungen als vollwertiger Katalysator wieder eingesetzt werden.

Die weitere Aufarbeitung des Rohproduktes kann je nach dem gewünschten Verwendungszweck des Dialkylethers durch Waschen bzw. destillativ erfolgen.

Beispiel 1: Herstellunq von Di-n-octyl-ether

Zur Herstellung des Dioctylethers wird ein 11-Vierhalsrundkolben eingesetzt, welcher mit einer dosierbaren N2-Einleitung, einem KPG-Rührer und mit einem Wasserabscheider ausgestattet ist. Zur Kondensation der gasförmigen Reaktionskomponenten schließt sich an den Wasserabscheider ein Rückflußkühler an. Nach der Phasentrennung des kondensierten Octanol/Wasser-Gemisches fließt die organische Phase stetig in den Reaktionsansatz zurück.

Zu 520 g (4 mol) n-Octanol (n-Octanol 99,1 %; OHZ 431) werden unter Rühren und getauchter N2-Einleitung (2 l N2/h) bei Raumtemperatur als Katalysator 750 mg Zinn-(II)-trifluormethansulfonat (0,15 Gew.-% bezogen auf Octanol) hinzugefügt und der Reaktionsansatz auf eine Temperatur von 195 °C erwärmt. Kurz unterhalb des Siedepunktes vom n-Octanol setzt die Dehydratisierung ein. Der Verlauf der Reaktion wird gaschromatographisch verfolgt. Ab einem Umsatzgrad von ca. 70 % erhöht man die Reaktionstemperatur langsam auf 220 °C und behält diese bis zum Ende der Reaktion bei. Mit dem Erreichen von ca. 90 – 93 % Dioctylether im Reaktionsgemisch wird die Reaktion abgebrochen und der Ansatz wird unter Rühren und N2-Einleitung auf 90 °C abgekühlt. Anschließend wird das Rohprodukt dreimal mit je 15 ml destillierten Wasser unter N2-Atmosphäre gewaschen.

Die gesammelten Waschwässer enthalten den Katalysator und werden als wäßrige Lösung bei weiteren Synthesen wiedereingesetzt.

Das getrocknete Rohprodukt wird im Vakuum über eine Kolonne destillativ gereinigt, Spuren Octanol werden mit Wasserdampf aus dem Endprodukt entfernt.

Es wurde eine Ausbeute von 439 g (90,7 % d.Th.) an Di-n-octylether erhalten. Gehalt an Di-n-octyl-ether: 99,5 % (GC); APHA 2 OHZ: 0,5 VZ: 0,2 Peroxid-Gehalt: 0,05 mvalO2/kg Carbonyl-Gehalt: < 5 ppm Schwefel-Gehalt: < 1 ppm

Beispiel 2: Herstellung von Di-n-myristyl-ether

In der gleichen Apparatur analog dem Beispiel 1 werden bei einer Temperatur von 50 °C unter Stickstoff 645 g (3 mol) Myristylalkohol (Myristylalkohol 99,1 %; OHZ 261) und als Katalysator 645 mg Zinn-II-triflat (0,1 Gew.-% bezogen auf Myristylalkohol) unter Rühren vorgelegt und auf eine Temperatur von 200 °C erwärmt. Mit der Beendigung der Wasserabscheidung, d.h. einem Gehalt an ca. 90 % Dimyristylether im Reaktionsgemisch wird die Reaktion abgebrochen. Anschließend wird das Rohprodukt dreimal mit je 25 ml destillierten Wasser bei 80 °C unter N2-Atmosphäre gewaschen und so der Katalysator abgetrennt.

Die gesammelten Waschwässer enthalten den Katalysator, welcher als wäßrige Lösung bei weiteren Synthesen wiedereingesetzt werden kann.

Das getrocknete Rohprodukt wird im Vakuum über eine gut trennende Kolonne destillativ gereinigt, wobei der Dimyristylether als Hauptlauf (205 bis 207 °C/1mbar) abgetrennt wird.

Unter diesen Bedingungen wurde eine Ausbeute von 559 g (90,4 % d.Th.) an Dimyristylether erzielt. Gehalt an Di-n-myristyl-ether: 98,9 % (GC); APHA 23 OHZ: 0,8 VZ: 0,4 Peroxid-Gehalt: 0,1 mvalO2/kg Carbonyl-Gehalt: 15 ppm Schwefel-Gehalt: < 1 ppm mp. 43 – 45 °C

Beispiel 3: Herstellung von Di-(2-Octyl-1-dodecyl)-ether

Zu 618 g (2 mol) technischen 2-Octyl-1-dodecanol (GC 98,5 %; OHZ 181,5) werden bei 60 °C als Katalysator 432 mg Zinn-(II)-trifluormethansulfonat (0,07 Gew.-% bezogen auf den verzweigten Alkohol) unter Rühren und getauchter N2-Einleitung (2 l N2/h) hinzugefügt und der Reaktionsansatz auf eine Temperatur von 180 °C erwärmt. Nach der Abtrennung von 18 ml Reaktionswasser wird die Dehydratisierung durch ein Abkühlen auf eine Temperatur von 60 °C beendet und der Katalysator unter Zusatz von Celite als Filterhilfsmittel vom Reaktionsprodukt abfiltriert. Unter Vakuum wurden nicht umgesetzter Alkohol und gebildete Olefine destillativ abgetrennt und abschließend das als Sumpf anfallende Produkt mit Bleicherde (Tonsil 411) aufgehellt. Es wurde ein klares Öl in einer Ausbeute von 521 g (86,8 % d.Th.) erhalten. OHZ 1,4 VZ 0,9 IZ 1,8 APHA 68 Peroxid-Gehalt: 0,8 mvalO2/kg Carbonyl-Gehalt: 23 ppm Schwefel-Gehalt: < 1 ppm

Beispiel 4: Herstellung von Di-n-octylether unter Wiederverwendung der abgetrennten Katalysatorlösung gemäß Beispiel 1

Analog dem Beispiel 1 werden in der gleichen Apparatur bei Raumtemperatur 520 g (4 mol) n-Octanol sowie die abgetrennte wäßrige Katalysator-Lösung (ca. 45 ml) gemäß dem Beispiel 1 unter Rühren und getauchter N2-Einleitung (2 l N2/h) auf 110 °C erwärmt.

Nach der Abtrennung von ca. 45 ml Wasser (aus der wäßrigen Katalysator-Lösung) erfolgt die Dehydratisierung und die Aufarbeitung in analoger Weise wie im Beispiel 1. Die abgetrennte wäßrige Katalysatorlösung wird wieder zur Herstellung von Di-n-octylether unter den gleichen Bedingungen eingesetzt (Beispiel 4a). Nachfolgend werden zwei weitere Versuche (Beispiele 4b und 4c) unter gleichen Bedingungen durchgeführt, wobei im Beispiel 4b die in Beispiel 4a abgetrennte Katalysatorlösung eingesetzt wird und im Beispiel 4c die in Beispiel 4b abgetrennte Katalysatorlösung. Die Qualität des abgetrennten Katalysators wurde vor dem jeweiligen Wiedereinsatz überprüft, wobei in der nachfolgenden Tabelle die ermittelten Ergebnisse angegebenen sind.

Wie die vorliegenden Ergebnisse zeigen, führte der mehrmalige Einsatz des Katalysators zu keinen Selektivitätsverlusten.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zur Herstellung von mittel- und langkettigen Dialkylethern, bei dem lineare und/oder verzweigte, gesättigte und/oder ungesättigte, ein- und/oder mehrwertige Alkohole mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen bei erhöhter Temperatur in Gegenwart von Zinnhalogenalkansulfonaten als Katalysator dehydratisiert werden, das entstehende Reaktionswasser kontinuierlich abgetrennt und das Rohprodukt nach der Katalysatorabtrennung gereinigt wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Zinnhalogenalkansulfonat Zinn-(II)-trifluormethansulfonat eingesetzt wird.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zinnhalogenalkansulfonat in einer Menge von 0,01 bis 1 Gew.-%, bezogen auf die Alkoholmenge, eingesetzt wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zinnhalogenalkansulfonat in einer Menge von 0,05 bis 0,5 Gew.-%, bezogen auf die Alkoholmenge, eingesetzt wird.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung bei einer Temperatur von 150 °C bis 250 °C durchgeführt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als synthetische Alkohole, Alkohole auf nativer Basis und/oder deren technische Gemische eingesetzt werden.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Zinnhalogenalkansulfonat als Feststoff oder als wäßrige Phase abgetrennt und als Katalysator ein- oder mehrmals wiederverwendet wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das während der Umsetzung gebildete Reaktionswasser durch Inertgas unterstützt aus dem Reaktionsansatz ausgetragen wird.
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