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Dokumentenidentifikation DE10100099B4 09.06.2005
Titel Behälterflansch
Anmelder Benecken, Ewald, 21079 Hamburg, DE
Erfinder Benecken, Ewald, 21079 Hamburg, DE
DE-Anmeldedatum 03.01.2001
DE-Aktenzeichen 10100099
Offenlegungstag 23.05.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse B65D 90/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Behälterflansch zum An- bzw. Einschweißen an bzw. in einem Behälter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Behälter, die mit Flüssigkeit oder Gas befüllt sind, weisen mehrere Öffnungen mit je nach Größe des Behälters an- oder eingeschweißten Anschlüssen (in der Regel vier bis sechs Anschlüsse) auf. Diese Anschlüsse dienen z. B. zum Befüllen des Behälters, zur Entnahme des Füllgutes, zur Druckanzeige oder bei großen Behältern als Mannloch für die Wartung und Überprüfung des Innenraumes.

Üblicherweise werden für diese Anschlüsse genormte Flansche aus dem Deutschen Flanschenkatalog mit dem erforderlichen Material und in der erforderlichen Qualität ausgewählt. Aufgrund einer Forderung des Technischen Überwachungsvereins dürfen diese Flansche aber nicht direkt am bzw. im Behälter an- bzw. eingeschweißt werden, da sonst der Abstand zwischen Flanschring und Behälterwand zu gering ist. Um den erforderlichen Abstand zu erhalten wird deshalb ein Rohrstutzen an bzw. in der Behälteröffnung an- bzw. eingeschweißt und an das andere Ende des Rohres wird dann der ausgewählte Flansch angeschweißt.

Schweißverbindungen sind jedoch zeitaufwendig und kostenintensiv. Sie haben zudem den Nachteil, dass sich während des Schweißvorganges das Werkstoffgefüge, sowohl des Rohrwerkstoffes als auch des Flanschwerkstoffes verändert. Diese Gefügeänderungen können zu Undichtigkeiten, Toleranzfehlern, Materialschwächungen oder ähnlichen Begleiterscheinungen führen. Nachteilig ist auch, dass infolge der Schweißnaht eine Kerbwirkung auftritt. Wegen dieser Begleiterscheinungen ist daher eine aufwendige Überwachung, insbesondere bei Druckbehältern, z. B. in Form von Röntgen erforderlich. Da die Schweißnähte in der Regel unterschiedlich ausfallen, ist unter Umständen auch eine zeit- und kostenintensive Nachbearbeitung der Schweißnaht erforderlich.

Aus der zum Fachgebiet der Flanschverbindungen zählenden DE 199 14 668 A1 sind zwar einstückige Flanschrohre bekannt, bei denen es aber um die Ausgestaltung der Flansche geht. Dabei sollen Vorsprünge an den Flanschflächen dafür sorgen, dass ein Anziehen der Befestigungsmittel ohne Beachtung eines maximalen Drehmomentes möglich ist, da die Vorsprünge am Gegenflansch zur Anlage kommen, und dass die eingelegte Dichtung dadurch nicht übermäßig zusammengedrückt wird.

Ausgehend von den o. a. Nachteilen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Behälterflansch zu schaffen, bei dem das zusätzliche teure Anschweißen eines Abstandsrohres am Flansch und damit auch die o. a. Nachteile entfallen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Anspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, dass die mit einer bestimmten Rohrlänge X einstückig hergestellten Behälterflansche vor dem An- bzw. Einschweißen am bzw. im Behälter nur noch auf die erforderliche Baulänge zugeschnitten werden müssen.

Gegenüber dem geschweißten Behälteranschluss nach dem Stand der Technik hat der erfindungsgemäße einstückige Behälterflansch den Vorteil, dass keine Gefügeänderungen im Rohr- und/oder im Flanschwerkstoff durch Temperaturbeeinflussung auftreten. Die mit der Schweißnaht einhergehenden festigkeitsmindernden Einflüsse werden somit durch die Erfindung eliminiert. Zusätzlich entfällt das Nacharbeiten der Schweißnähte und der Ausschuss infolge mangelhafter Schweißung wird vermieden. Derartige erfindungsgemäße Behälterflansche sind zudem automatisiert herstellbar und ein Schweißvorgang an jedem Behälteranschluss fällt weg; d. h. Produktionszeit und Produktionskosten werden eingespart.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen zu entnehmen.

Ein Ausführungsbeispiel wird anhand der 1 bis 3 erläutert. Es zeigen:

1 einen Behälter mit Behälteranschlüssen gemäß dem Stand der Technik,

2 den Behälter aus 1 mit erfindungsgemäßen Behälterflanschen im Längsschnitt,

3 einen erfindungsgemäßen Behälterflansch im Längsschnitt.

Die 1 zeigt einen Behälter mit vier Anschlüssen gemäß dem Stand der Technik. An bzw. in jede Anschlussöffung ist ein Rohrstutzen an- bzw. eingeschweißt. An das andere Ende eines jeden Rohrstutzens ist ein Flansch in der entsprechenden Größe angeschweißt.

2 zeigt im Längsschnitt den gleichen Behälter mit erfindungsgemäßen Behälterflanschen. An drei der vier Behälteröffnungen sind die einstückigen Behälterflansche angeschweißt und am vierten Anschluss ist der einstückige Behälterflansch in die Öffnung eingeschweißt.

3 zeigt einen erfindungsgemäßen Behälterflansch im Längsschnitt. Der mit einer Länge X hergestellte Behälterflansch muss lediglich auf die erforderliche Baulänge zugeschnitten werden und wird direkt am Behälter angeschweißt.


Anspruch[de]
  1. Behälterflansch zum An- bzw. Einschweißen an bzw. in Behälter mit einem über die gesamte Länge konstanten Innendurchmesser, einem Flanschring an dem einen Ende, mit einem rohrförmigen Teil am anderen Ende und mit einem konisch verlaufenden Übergangsbereich zwischen dem Flanschring und dem rohrförmigen Teil, dadurch gekennzeichnet dass der Behälterflansch einstückig ausgebildet ist.
  2. Behälterflansch nach Schutzanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälterflansch in variabler Länge hergestellt wird.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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