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Dokumentenidentifikation DE102004010923B3 09.06.2005
Titel Leiter für Audiokabel
Anmelder Maso-Camenen, André Ruben Dal, 56068 Koblenz, DE
Erfinder Maso-Camenen, André Ruben Dal, 56068 Koblenz, DE
Vertreter Hentschel, P., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 56068 Koblenz
DE-Anmeldedatum 06.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004010923
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse H01B 7/02
IPC-Nebenklasse H04R 1/00   H01B 11/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen signalführenden Leiter für Audiokabel.
Um in einem Audiokabel den signalführenden Leiter hinsichtlich seines Übertragungsverhaltens und seiner Anfälligkeit gegenüber Störeinflüssen zu verbessern, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Leiter (6) aus Reinsilberdraht besteht und mit einem von Glimmer bedeckten Gewebe (7) ummantelt ist (Fig. 2).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen signalführenden Leiter (Ader) für Audiokabel.

Es ist bekannt, dass Audiokabel in der Regel aus einer und mehr Leitern bestehen und dass diese isoliert und gegebenenfalls geschirmt werden. Diese Audiokabel werden zur Übertragung von Schallinformationen in Form von elektrischen Spannungen zwischen Audiogeräten (Verstärker o. dgl.) und Schallabstrahlern (Lautsprecher o. dgl.) eingesetzt. Die Isolation dient zur Verhinderung von Kontakt zwischen dem Leiter und einem zweiten, stromführenden Leiter.

Herkömmliche Audio-Lautsprecherkabel sind meist als 2-adrige Stegleitungen ausgelegt, wobei der Steg dazu dient, einen gewissen räumlichen Abstand zu den Leitungen herzustellen. Aufgrund der meist einfachen Isolationswerkstoffe bedient man sich dieser Methode, um die Kapazität der Leitung nicht zu groß werden zu lassen. Eine enge, induktionsarme Verseilung der Plus- und Minusadern stellt bei solchen Leitungen ab einer gewissen Länge, aufgrund der durch die Topologie hervorgerufenen, hohen kapazitiven Last, ein ernsthaftes Problem dar. Dies kann bei Audio-Verstärkern mit starker Gegenkopplung, die eine sogenannte Schwingneigung besitzen, zur Überhitzung, zum Defekt der Endstufe oder zum häufigen Ansprechen der Schutzschaltung führen.

Des weiteren besteht bei größeren Kabellängen die Gefahr von Dämpfungen hoher, mitunter im Hörbereich liegender Frequenzen.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Signalübertragung des Leiters (der Ader) in einem Audiokabel hinsichtlich seines (ihres) Übertragungsverhaltens und seiner (ihrer) Anfälligkeit gegenüber Störeinflüssen zu verbessern und eine hohe Übertragungsbandbreite auch bei großen Längen zu gewährleisten.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der signalführende Leiter eines Audiokabels aus Reinsilberdraht besteht, der mit einem von Glimmer bedeckten Gewebe ummantelt ist. Der Reinsilberdraht kann vorzugsweise ein Massiv-Draht sein, oder auch aus Einzel-Litzen bestehen.

Zwar ist die Verwendung von hochreinem Silber für die signalführenden Leiter von Audiokabeln bekannt (s. z. B. US 5 900 589 A, US 2002/0129968 A1, DE 298 02 010 U1), und auch die Ummantelung singnalführender Kabel mit Glimmer (DE 299 13 737 U1) oder eine vergleichbare Leiterummantelung (DE 100 51 962 A1), DE 102 03 900 A1) ist nicht neu. Jedoch dienen die bekannten Glimmerummantelungen der Leiter in erster Linie der Temperaturbeständigkeit und dem Funktionserhalt im Brandfall.

Bei der Erfindung dagegen wird ein synergetischer Effekt erzielt. Dieser besteht darin, dass durch die Verwendung des Reinsilbers als Leiter in Verbindung mit der Glimmerisolierung ein größtmöglicher Isolationswiderstand und geringstmögliche Kapazität gewährleistet wird sowie dadurch eine nahezu verfälschungsfreie Signalübertragung bezüglich des Frequenzbereichs und der Amplitude des Schallereignisses erreicht wird. Da Silber das bestleitende, irdisch verfügbare Material überhaupt ist, führt dies a) kaum. zu einer Abschwächung der Amplitude und b) kaum zu Dämpfungen bis zu einer Grenzfrequenz von ca. 60 kHz. Die ist. Das Band besteht aus einem Kunststoffgewebe, auf dem eine durchgehende Glimmerschicht aufgebracht ist. Die Isolationseigenschaft von Glimmer ist optimal. Der Einsatz der Glimmerisolierung stellt sicher, das die Kapazitäten so gering wie möglich sind, selbst bei dichtestem Verlegen der +/-Einzelleitungen aneinander zum Schutz vor Induktivitäten. Das Ergebnis ist eine Signalübertragung, die sicherstellt, das ein qualitativ hochwertiges Klangereignis mit nahezu vollständiger Resistenz gegenüber störender Gleichspannungsanteilen gewährleistet ist.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Ansprüchen 2 bis 11 zu entnehmen.

Dadurch, dass gemäß Anspruch 2 das Gewebe, auf dem die Glimmerschicht aufgebracht ist, aus Kunststoff besteht, wird erreicht, dass die Glimmerisolierung leicht einbau- und anbringbar ist. Die Glimmerschicht ist dadurch dauerhaft befestigt und kann nicht abblättern oder sich ablösen, so dass eine durchgehende Isolierung auch bei mechanischer Einwirkung gewährleistet ist.

Des weiteren ist vorteilhaft, dass gemäß Anspruch 3 der Glimmer als Folie ausgebildet ist und dass diese auf der dem Reinsilberdraht zugewandten Seite der Kunststoff-Faser angebracht ist. Hierdurch wird erreicht, dass eine optimale Isolierung/Abgeschlossenheit des Leiters (Ader) sowie das schon genannte Synergieverhalten durch direkten Kontakt zwischen Silber und Glimmer gewährleistet ist.

Als ein weiterer Vorteil ist zu nennen, dass gemäß den Ansprüchen 4 und 5 die Glimmerfolie aus Phlogopit beziehungsweise Muskovit besteht. Beide Glimmersorten haben hervorragende Isoliereigenschaften. Der Einsatz des aus Indien stammenden Glimmers Phlogopit ist jedoch dem aus Russland stammenden Muskovit vorzuziehen, da er eine höhere Unempfindlichkeit gegenüber hohen Temperaturen aufweist.

Dadurch, dass gemäß Anspruch 6 die Ummantelung des Reinsilberdrahtes mit Überlappung aufgewickelt ist, wird ermöglicht, das eine stabile Isolierung um den Leiter vorherrscht und Perforationen in der Isolierungsschicht durch etwaige Produktionsfehler ausgeschlossen werden.

Ein weiterer Vorteil besteht gemäß Anspruch 7 dergestalt, dass der mit Glimmer umwickelte Reinsilberdraht mit einem Mantel aus weichem und flexiblen Kunststoff umgeben ist. Ein Einsatz dieses Kunststoffs bezweckt eine, bis zu einem hohen Grad mögliche, Auffangfähigkeit gegenüber physikalischen Stößen. Durch Biegsamkeit des Kunststoffmantels bleibt außerdem die Flexibilität des Leiters samt Isolation erhalten.

Dadurch, das gemäß Anspruch 8 mehrere der durch Ummantelung mit transparentem PVC-Kunststoff und einer Glimmerschichtisolierten Leiter aus Reinsilberdraht um eine zentrische durch Silikon isolierte, geschirmte Kupferleitung gleichmäßig verteilt angeordnet sind und dass die Gesamtanordnung von einem nach außen gerichteten Glimmerschicht und darüber einem transparentem PVC-Mantel umgeben ist, ergibt sich der Vorteil einer hohen Temperaturbeständigkeit sowie eine enorme Spannungsdurchschlagsfestigkeit bei größtmöglicher Flexibilität der Gesamtleitung.

Einen Vorteil stellt die gemäß Anspruch 9 dargestellte Umschließung des Silikonmantels und der Anordnung des in der Mitte liegenden Kupferleiters inklusive der acht Reinsilberdrähten mit deren eben genannten Ummantelungen mit jeweils einer Lage Ölpapier dar. Die 2 Lagen Ölpapier wirken dämpfend auf externen Mikrophonie-Schall und geben zusätzlichen Halt gegen mechanischen Einwirkungen.

Es erweist sich, gemäß Anspruch 10, weiterhin als vorteilhaft, dass sich in den acht Hohlräumen zwischen den acht ummantelten Reinsilberdrähten und der Lage Ölpapier in gleichem Abstand acht Baumwollfäden befinden, da diese einen zusätzlichen Schutz gegen äußere physische Einwirkungen gewährleisten.

Dadurch, dass sich gemäß Anspruch 11 um das Ölpapier herum zwei Lagen gereckte Teflon©-Folie befinden, ergibt sich der Vorteil, dass das Audiokabel beim Anbringen von Steckverbindungen leichter zu konfektionieren ist, da der Abmantelungsvorgang einfacher vonstatten geht. Teflon© besitzt einen geringen Reibungswiderstand sowie sehr gute Isolationseigenschaften.

Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen schematisch in den Zeichnungen dargestellt und nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:

1: einen Querschnitt durch den erfindungsgemäßen Leiter in starker Vergrößerung,

2: eine räumliche Ansicht des Teilstücks eines erfindungsgemäßen Leiters in stark vergrößerter Darstellung und

3: den Aufbau eines gesamten Audiokabels im Querschnitt in stark vergrößerter Darstellung.

In 1 ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen, elektrischen Leiters im Querschnitt und in starker Vergrößerung gezeigt. Im Inneren liegt der massive Reinsilberdraht 6. Um diesen Reinsilberdraht ist die Glimmerisolation 7 angebracht. Diese besitzt die Form eines Bandes, das um den Reinsilberdraht 6 herumgewickelt ist. Das Band besteht aus einem Kunststoffgewebe, auf dem eine durchgehende Glimmerschicht aufgebracht ist.

2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Leiters (Ader) in der Seitenansicht. Auch hier ist der Reinsilberdraht 6 von der Glimmerisolation 7 der vorher beschriebenen Art umgeben, wobei die Glimmerfolie auf der dem Reinsilberdraht 6 zugewandten Seite der Kunststoff-Faser angeordnet ist.

In 3 ist ein Ausführungsbeispiel des gesamten Audiokabels im Querschnitt und starker Vergrößerung dargestellt. Im Zentrum des Kabels liegt eine blanke Litze Kupfer 1 (30 × 0,25 mm = 1,5 mm2). Um diese Litze Kupfer ist eine dunkelblaue Isolation aus Silikon 2 mit der Wanddicke von 0,6 mm angebracht. Um die Isolation sitzt nun ein blankes Kupfergeflecht 3 (0,127 mm, 86% Bedeckung ca. 1 mm2). Das Kupfergeflecht wird von einem dunkelblauen Mantel aus Silikon 4 umschlossen. Seine Wanddicke beträgt 0,7 mm. Eine Lage Ölpapier 5 umschließt diesen Silikonmantel.

Um diesen Kern, bestehend aus der Kupferlitze 1, der Silkon-Isolation 2, des Kupfergeflechts 3, dem Silikonmantel 4 und der Lage Ölpapier 5, sind nun acht Reinsilberdrähte 6 mit dem Durchmesser von 0,8 mm in gleichem Abstand angebracht. Jeder dieser Reinsilberdrähte 6 wird umschlossen von einer Lage Glimmerband 7. Über der Lage Glimmerband 7 befindet sich ein transparenter PVC-Mantel 8 mit der Wanddicke 0,9 mm.

Die oben beschriebene Anordnung des in der Mitte liegenden Kupferkerns mit seinen oben genannten Schichten und den acht Reinsilberdrähten 6 mit deren oben genannten Ummantelungen wird umgeben von einer Lage Ölpapier 9. In den acht Zwischenräumen der acht ummantelten Reinsilberdrähte 6 und der Lage Ölpapier 9 befinden sich in gleichem Abstand acht Baumwollfäden 13. Um das Ölpapier 9 herum befinden sich zwei Lagen gereckte Teflon©-Folie 10. Diese Folie wird wiederum von einer Lage Glimmerband 11 umschlossen, wobei die Glimmerfolie desselben außen liegend angeordnet ist. Die nächste Schicht besteht aus einem transparenten PVC-Außenmantel 12 mit der Wanddicke 1,3 mm.

1Litze Kupfer blank (= Kupferleiter oder Kupferleitung), 2Isolation Silikon dunkelblau, 3Geflecht Kupfer blank, 4Mantel Silikon dunkelblau, 5eine Lage Ölpapier, 6Reinsilberdrähte (= Adern oder Leiter), 7eine Lage Glimmerband, bestehend aus einem mit Glimmer bedeckten Gewebe, 8PVC-Mantel, 9eine Lage Ölpapier, 10zwei Lagen gereckter Teflon©-Folie, 11eine Lage Glimmerband, 12Außenmantel transparentes PVC, 13Baumwollfäden

Anspruch[de]
  1. Signalführender Leiter (Ader) (6) für Audiokabel, der aus Reinsilberdraht besteht und mit einem von Glimmer bedeckten Gewebe (7) ummantelt ist.
  2. Signalführender Leiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe (7), auf dem der Glimmer aufgebracht ist, aus Kunststoffasern besteht.
  3. Signalführender Leiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Glimmer als Folie ausgebildet ist und dass die Glimmerfolie (7) auf der dem Reinsilberdraht (6) zugewandten Seite der Kunststoffaser angebracht ist.
  4. Signalführender Leiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Glimmerfolie (7) aus Phlogopit besteht.
  5. Signalführender Leiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Glimmerfolie (7) aus Muskovit besteht.
  6. Signalführender Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummantelung (7) des Reinsilberdrahtes (6) mit Über-lappung aufgewickelt ist.
  7. Signalführender Leiter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mit Glimmer oder Glimmerfolie (7) umwickelte Reinsilberdraht (6) mit einem Mantel aus weichem und flexiblen Kunststoff (8) umgeben ist.
  8. Unter Verwendung des signalführenden Leiters nach Anspruch 1 bis 7 erstelltes Audiokabel dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der durch Ummantelung mit transparentem PVC-Kunststoff (8) und einer Glimmerschicht (7) isolierten Leiter aus Reinsilberdraht (6) um eine zentrische, durch Silikon (4) isolierte, geschirmte Kupferleitung (1) gleichmäßig verteilt angeordnet sind und dass die Gesamtanordnung von Glimmerband (11) mit einer nach außen gerichteten Glimmerschicht und darüber einem transparenten PVC-Mantel (12) umgeben ist.
  9. Unter Verwendung des signalführenden Leiters nach Anspruch 8 erstelltes Audiokabel dadurch gekennzeichnet, dass eine Lage Ölpapier (5) den Silikonmantel (4) der zentrisch angeordneten Kupferleitung (1) und eine weitere Lage Ölpapier (9) die Anordnung des in der Mitte liegenden Kupferleiters (1) inklusive der acht Reinsilberdrähten (6) mit deren oben genannten Ummantelungen umschließen.
  10. Unter Verwendung des signalführenden Leiters nach Anspruch 8 und 9 erstelltes Audiokabel dadurch gekennzeichnet, dass in den acht Zwischenräumen zwischen den acht ummantelten Reinsilberdrähte (6) und der Lage Ölpapier (9) sich in gleichem Abstand acht Baumwollfäden (13) befinden.
  11. Unter Verwendung des signalführenden Leiters nach Anspruch 8 bis 10 erstelltes Audiokabel dadurch gekennzeichnet, dass sich um das Ölpapier (9) herum zwei Lagen gereckte Teflon©-Folie (10) befinden.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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