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Dokumentenidentifikation DE102004042993A1 09.06.2005
Titel Verfahren und Vorrichtung zur automatischen Änderung des Anstellwinkels von Geräten, die an einem Kran, insbesondere mit einem Teleskopausleger, besfestigt sind
Anmelder Maier, Florian, 82205 Gilching, DE
Erfinder Maier, Florian, 82205 Gilching, DE
DE-Anmeldedatum 06.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004042993
Offenlegungstag 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse F16M 11/12
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einem Gerät bestückten Gerätestandfläche, die an einem aus Basisteil und Kranausleger bestehenden Kran neigbar befestigt ist. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einer Kamera bestückten Kameramontageplatte, die an einem aus Basisteil und Kameraarm bestehenden Kamerakran neigbar befestigt ist.
Um von elektrischen Strom unabhängig zu sein, wird die Lösung mittels einer hydraulischen oder mechanischen Ausgleichsvorrichtung vorgesehen, die insbesondere an teleskopisch ausfahrbaren Kranauslegern eingesetzt werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einem Gerät bestückten Gerätestandfläche, die an einem aus Basisteil und Kranausleger bestehenden Kran neigbar befestigt ist.

Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einer Kamera bestückten Kameramontageplatte, die an einem aus Basisteil und Kameraarm bestehenden Kamerakran neigbar befestigt ist.

Bekannt ist aus der DE 299 16 255 U1 eine Vorrichtung zur Änderung eines Anstellwinkels einer Kamera, die es ermöglicht, eine automatische Veränderung des Anstellwinkels der Geräteplattform durch eine feste mechanische Verbindung in Form einer Führungsverbindung parallel zum Kranausleger zu bewirken, wobei die Führungsverbindung und der Kranausleger zusammen mit den vertikalen Verbindungsstücken ein exaktes Parallelogramm bilden. Diese Technik kann nur bei Kranen mit starren, vergleichsweise kurzen Auslegern, nicht jedoch bei Kranen mit teleskopisch ausfahrbaren Auslegern, verwendet werden.

Bekannt ist ebenfalls ein Kamerakran, dessen Ausleger teleskopisch mit variabler Geschwindigkeit ein- und ausfahrbar ist, während sein Gegengewicht proportional so mitverstellt wird, dass der Kran immer ausbalanciert bleibt (DE 38 15 342 C1). Zur Änderung des Anstellwinkels der Kameramontageplatte wird bei dieser Art von Kranen üblicherweise eine elektronisch gesteuerte Ausgleichsbewegung über elektrisch betriebene Motoren realisiert (s. Prospekt der Fa. MAT „Specialized Remote Camera Systems", Hamburg, Köln, München, 6/98).

Problem und Aufgabe:

Nachteilig bei dem genannten mechanischen Ausgleich des Geräteanstellwinkels nach DE 299 16 255 U1 ist die Beschränkung auf starre Kranausleger. Bei den bekannten teleskopierbaren Auslegern (z.B. DE 38 15 342 C1) ist der elektronische Aufwand und insbesondere die Abhängigkeit von Elektrizität von Nachteil.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die vorgenannten Nachteile des Standes der Technik auf einfache Art zu beseitigen und dabei, insbesondere für den mobilen Einsatz des Kranes, unabhängig von Elektrizität zu sein.

Problemlösung:

Als Lösung hierfür schlägt die Erfindung ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1, 4 oder 6 bzw. eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9, 12 oder 15 vor.

Vorteilhafte Maßnahmen sind in den Ansprüchen 2, 3, 5, 7 und 8 angeführt. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Vorrichtung sind in den Ansprüchen 10, 11, 13, 14, und 16 bis 21 angegeben.

In der ersten Lösungsvariante für das Verfahren bzw. die Vorrichtung, wird zur Änderung des Anstellwinkels einer mit einem Gerät (insbesondere mit einer Kamera) bestückten Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte), die an einem aus Basisteil (bzw. Stativ) und Kranausleger (bzw. Kameraarm) bestehenden Kran neigbar befestigt ist, die Ausgleichsbewegung der Gerätestandfläche in Anhängigkeit vom Winkel zwischen Kranausleger und Basisteil durch eine hydraulische Druckverbindung realisiert. Hierbei ist ein Hydraulikzylinder (sog. Basiszylinder) zwischen Kranausleger und Basisteil einerseits und ein weiterer (sog. Ausgleichszylinder) zwischen Kranausleger und Gerätestandfläche andererseits vorgesehen. Die Druckverbindung zwischen den beiden Zylindern erfolgt über eine flexible Hydraulikleitung, die beide Arbeitskammern der Hydraulikzylinder miteinander verbindet. Die Druckverbindung zwischen den beiden Zylindern ist in sich geschlossen, so dass ein Druckausgleich stattfindet.

Bei doppelt wirkenden Hydraulikzylindern, die vorteilhafterweise zur Vermeidung der Saugwirkung eingesetzt werden können, ist geeigneterweise eine Hydraulik-Doppelleitung vorgesehen.

Bewegt sich also der Kranausleger mit seiner Gerätestandfläche in Richtung Erdboden – der Winkel zwischen Basisteil und Kranausleger bzw. dem Erdboden verringert sich – , wird der Basiszylinder zusammengepresst. Der dadurch im Basiszylinder entstehende Überdruck zwingt den Ausgleichszylinder über eine druckdichte, flexible Leitungsverbindung zum Ausfahren. Durch das Ausfahren des Ausgleichszylinders erfährt die Gerätestandfläche, auf der das Gerät montiert ist, automatisch eine Ausgleichsbewegung, die zur Anpassung des Anstellwinkels führt und somit das Gerät bei einer Höhenverlagerung in einer z.B. stetig parallelen Position zum Erdboden hält. Es versteht sich, dass die Anlenkpunkte der beiden Druckzylinder in geeigneter Weise angeordnet sein müssen.

Vorteilhafterweise ist es möglich, zusätzlich einen hydraulischen Zwischenspeicher vorzusehen, der über ein einstellbares Ventil in die Druckleitung zwischen den beiden Hydraulikzylindern mündet, um den Anstellwinkel der Gerätestandfläche zusätzlich oder unabhängig von dem Neigungswinkel des Kranauslegers beeinflussen zu können, wobei die Gerätestandfläche durch den Druckausgleich nun nicht mehr parallel zum Erdboden ausgerichtet ist, sondern eine Nickbewegung in Richtung Erde respektive Richtung Himmel vollführen kann. Das Ventil kann hierzu bedarfsweise auch Druck ablassen.

Diese zusätzliche Beeinflussung des Anstellwinkels lässt sich auch mechanisch alternativ oder unterstützend zur vorgenannten Einrichtung durchführen. Hierbei wird das Ende eines der beiden Zylinder mit einem geeigneten Hebelmechanismus verschoben. Dieser vorgewählte Anstellwinkel kann durch eine fixierte Hebeleinstellung über den gesamten Hubbereich des Kranauslegers beibehalten werden bzw. dynamisch verstellt werden. Diese Verstellung kann auch zum Ausgleich von Druckverlusten im an sich geschlossenen Druckleitungssystem genutzt werden.

Grundsätzlich lässt sich die hydraulische Druckverbindung z.B. zur besseren Abfederung durch eine pneumatische Druckverbindung realisieren, wobei die hydraulische im Allgemeinen einer pneumatischen Druckverbindung vorzuziehen ist, da bei einer pneumatischen Realisation das Problem der Kompression des benutzen Gases besteht.

In der zweiten Lösungsvariante wird die Änderung des Anstellwinkels zwischen der Gerätestandfläche und dem Kranausleger in Abhängigkeit vom Winkel des Kranauslegers zum Basisteil durch eine hinsichtlich auf Zug- und Druckkräfte starre jedoch biegsame mechanische Verbindung zwischen Kranausleger und Gerätestandfläche realisiert, die die Translationskräfte überträgt.

Diese starre, biegsame mechanische Verbindung wird in einer längsstabilen und ebenfalls biegsamen Hülle geführt. Dabei ist das eine Ende der Hülle am Basisteil und das andere Ende der Hülle am oberen Kranausleger befestigt, wobei die längsstarre, biegsame Verbindung, die sich beweglich in der Hülle befindet, entsprechend am unteren Teil des Kranauslegers und an der Gerätestandfläche befestigt ist. Eine derartige mechanische Verbindung ist beispielsweise als sog. Bowdenzug bekannt.

Durch die Bewegung des Kranauslegers wird die längsstarre, biegsame mechanische Verbindung in die Hülle gedrückt bzw. aus der Hülle gezogen, was die umgekehrte Wirkung am anderen Ende der Hülle zur Folge hat. Durch diese mechanische, translatorische Kraftübertragung wird die Ausgleichsbewegung der Gerätestandfläche realisiert, die wie in der ersten Lösungsvariante zusätzlich durch eine fixierte Hebeleinstellung beeinflusst werden kann.

In der dritten Lösungsvariante wird die Änderung des Anstellwinkels zwischen der Gerätestandfläche und dem Kranausleger in Abhängigkeit vom Winkel des Kranauslegers zum Basisteil durch eine mechanische Verbindung herbeigeführt, die die Winkelbewegung zwischen Basisteil und Kranausleger über Längsrotationskräfte auf die Winkelbewegung zwischen Kranausleger und Gerätestandfläche überträgt.

Vorrichtungsmäßig wird dies durch eine im oder am Kranausleger drehbeweglich gelagerte, ggf. teleskopisch ausfahrbare Stange bewirkt, die die Winkelbewegung zwischen Basisteil und Kranausleger sowohl über ein am Drehpunkt Basisteil/Kranausleger als auch über ein an am Drehpunkt Kranausleger/Gerätestandfläche angeordnetes Getriebe auf die Winkelbewegung zwischen Kranausleger und Gerätestandfläche überträgt. In dem Begriff Getriebe ist auch eine Einrichtung einbezogen, die ohne Drehzahlübersetzung die Drehbewegung lediglich in ihrer Achsenrichtung umsetzt.

Bei der teleskopisch ausfahrbaren Stange wird eine drehfixierte, jedoch nicht längenfixierte Verbindung, also eine formschlüssige Verbindung, zwischen den einzelnen Stangenelementen eingesetzt. Dies kann beispielsweise durch einen Schlitz im Basisstangenelement realisiert werden, in den ein Führungsstift des darauf folgenden Stangenelements greift. Denkbar sind auch Verbindungen mit nicht rotationssymmetrischen Querschnitten. Zur Justierung bzw. Voreinstellung der Nickbewegung der Gerätestandfläche kann vorzugsweise das Getriebe am Drehpunkt Basisteil/Kranausleger durch eine manuelle Verstellmöglichkeit zusätzlich beeinflusst werden.

Durch die Verstellbarkeit eines Gegengewichtes, das an der der Gerätestandfläche entgegengesetzten Seite des Kranauslegers in geeigneter Weise angeordnet ist, kann neben dem groben Gewichtsausgleich für den teleskopisch ausgefahrenen Zustand des Kranauslegers auch eine Feinjustierung bei unterschiedlichen Winkeln zwischen Kranausleger und Basisteil automatisch vorgenommen werden, und zwar vorzugsweise ebenfalls hydraulisch oder mechanisch nach den vorgenannten Prinzipien des automatischen Ausgleichs.

Erreichte Vorteile:

Allen drei Lösungsvarianten ist gemeinsam, dass das Verfahren bzw. die Vorrichtung zur automatischen Änderung des Anstellwinkels, insbesondere bei teleskopischen Kranen, auf rein hydraulischem oder mechanischem Wege realisiert werden kann und somit unabhängig von einer elektronischen Ausgleichsvorrichtung und von elektrischem Strom funktioniert. Dies prädestiniert die Vorrichtung insbesondere für kostengünstige (Kamera-)Kranlösungen, die trotz ihrer einfachen und leichten Konstruktion nicht auf einen teleskopierbaren Kranausleger verzichten wollen. Aufgrund der einfachen Maßnahmen kann diese Vorrichtung auch an starren Kranauslegern anstelle der bekannten Ausgleichsverfahren montiert werden, was einen universellen Einsatz auch bei dieser Art von Kranen fernab jeglichen elektrischen Stromes ermöglicht.

Die kostengünstige Produktion macht die Vorrichtung insbesondere im semiprofessionellen Markt attraktiv.

Figurenbeschreibung:

Die Erfindung wird anhand der Figuren beispielhaft erläutert. Es zeigen:

1 einen teleskopisch ausfahrbaren Kamerakran im eingefahrenen Zustand mit hydraulischem Ausgleich des Anstellwinkels der Kameramontageplatte

2 Kamerakran entsprechend der Ausführung nach 1 im teleskopisch ausgefahrenen Zustand

3 einen teleskopisch ausfahrbaren Kamerakran mit mechanischem Ausgleich des Anstellwinkels der Kameramontageplatte

4 eine weitere Ausführung eines teleskopisch ausfahrbaren Kamerakrans mit mechanischem Ausgleich des Anstellwinkels der Kameramontageplatte

5 Beispiel für drehfixierte aber nicht längenfixierte teleskopisch ausfahrbare Verbindung

In der 1 ist als erste Lösungsvariante ein teleskopisch ausfahrbarer Kamerakran 1 mit hydraulischem Ausgleich des Anstellwinkels einer Kameramontageplatte 2 gezeigt. Der Kamerakran 1 besteht aus einem Stativ 3, einem teleskopisch ausfahrbaren Kameraarm 4 und der daran neigbar befestigten Kameramontageplatte 2, auf der eine Kamera 5 montiert ist. Der Kameraarm 4 weist auf der der Kameramontageplatte 2 entgegengesetzen Armseite ein verstellbares Gegengewicht 6 auf.

Zwischen Stativ 3 und Kameraarm 4 ist ein erster Hydraulikzylinder, der sog. Basiszylinder 7, angeordnet und zwischen Kameraarm 4 und Kameramontageplatte 2 ist ein weiterer Hydraulikzylinder, der sog. Ausgleichszylinder 8, vorgesehen. Die Arbeitskammern der beiden Hydraulikzylinder 7 und 8 sind über eine flexible Hydraulikleitung 9 miteinander verbunden, durch die der Druckausgleich stattfindet. Die Hydraulikleitung 9 ist so lang bemessen, dass sie auch in ausgefahrener Stellung des Kameraarms 4 den Druckausgleich knickfrei übermitteln kann.

2 zeigt den vorbeschriebenen Kamerakran 1 mit teleskopisch ausgefahrenem Kameraarm 4, der überdies zum Stativ 3 – und somit zum Erdboden – einen vergrößerten Winkel &agr; einnimmt. Die in erhöhter Position auf der Montageplatte 2 angeordnete Kamera 5 ist trotz des vergrößerten Winkels parallel zum Erdboden ausgerichtet.

Eine zweite Lösungsvariante ist in 3 dargestellt. Bei dieser Vorrichtung wird die Änderung des Anstellwinkels zwischen der Kameramontageplatte 2 und dem Kameraarm 4 in Abhängigkeit vom Winkel &agr; zwischen Kameraarm 4 und Stativ 3 mechanisch bewerkstelligt. Hierzu ist die Seele 10a eines Bowdenzugs 10 einerseits am unteren Teil des Kameraarms 4 und andererseits an der Kameramontageplatte 2 befestigt. Die die Seele 10a umgebende Hülle 10b ist an ihrem einen Ende am Stativ 3 und am anderen Ende oben am Kameraarm 4 befestigt. Bei einer Winkeländerung zwischen der Kameramontageplatte 2 und dem Kameraarm 4 werden über die Seele 10a die Zug- und Druckkräfte derart auf die Kameramontageplatte 2 übertragen, dass ein Winkelausgleich stattfindet und sich die Kamera 5 weiterhin in einer zum Erdboden parallelen Lage befindet.

Eine dritte Lösungsvariante ist in 4 dargestellt. Bei dieser Vorrichtung wird die Änderung des Anstellwinkels zwischen der Kameramontageplatte 2 und dem Kameraarm 4 in Abhängigkeit vom Winkel &agr; zwischen Kameraarm 4 und Stativ 3 ebenfalls mechanisch bewerkstelligt.

Hierzu ist am Kameraarm 4 eine teleskopisch ausfahrbare Stange 11 drehbeweglich gelagert, die zwischen einem Basisgetriebe 12 und einem Ausgleichsgetriebe 13 angeordnet ist. Das Basisgetriebe 12 befindet sich am Drehpunkt zwischen Stativ 3 und Kameraarm 4, das Ausgleichsgetriebe 13 am Drehpunkt zwischen Kameraarm 4 und Kameramontageplatte 2. Hierdurch wird die Winkelbewegung zwischen Stativ 3 und Kameraarm 4 durch eine Rotationsbewegung der Stange 11 ausgleichend auf den Anstellwinkel zwischen Kameraarm 4 und Kameramontageplatte 2 übertragen.

Bei der teleskopisch ausfahrbaren Stange 11 wird eine drehfixierte, jedoch nicht längenfixierte Verbindung zwischen den einzelnen Stangenelementen eingesetzt. Dies ist in 5 durch einen Führungsschlitz 14 im Basisstangenelement 15 gezeigt, in den ein Führungsstift 16 des darauf folgenden Stangenelements 17 greift.

Bezugszeichenliste:

Anspruch[de]
  1. Verfahren zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einem Gerät bestückten Gerätestandfläche, die an einem aus Basisteil und Kranausleger bestehenden Kran neigbar befestigt ist,

    insbesondere zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einer Kamera bestückten Kameramontageplatte, die an einem aus Basisteil und Kameraarm bestehenden Kamerakran neigbar befestigt ist,

    in Abhängigkeit vom Winkel zwischen Basisteil und Kranausleger (bzw. Kameraarm),

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Anstellwinkel zwischen der Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) und dem Kranausleger (bzw. Kameraarm) in Abhängigkeit vom Winkel zwischen Kranausleger (bzw. Kameraarm) und Basisteil mittels einer geschlossenen hydraulischen oder pneumatischen Druckverbindung zwischen einem Basiszylinder und einem Ausgleichszylinder geändert wird,

    wobei der Basiszylinder sich zwischen dem Basisteil und dem damit drehbar verbundenen Kranausleger (bzw. Kameraarm) und der Ausgleichszylinder sich zwischen dem Kranausleger (bzw. Kameraarm) und der damit drehbar verbundenen Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) befindet, und

    wobei die Druckverbindung dem mechanischen Druckausgleichsprinzip genügt.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel zusätzlich zum oder unabhängig vom Neigungswinkel des Kranauslegers (bzw. Kameraarms) mittels einer hydraulischen Zusatzquelle beeinflusst wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel zusätzlich zum oder unabhängig vom Neigungswinkel des Kranauslegers (bzw. Kameraarms) mittels einer mechanischen Zusatzeinrichtung beeinflusst wird.
  4. Verfahren zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einem Gerät bestückten Gerätestandfläche, die an einem aus Basisteil und Kranausleger bestehenden Kran neigbar befestigt ist,

    insbesondere zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einer Kamera bestückten Kameramontageplatte, die an einem aus Basisteil und Kameraarm bestehenden Kamerakran neigbar befestigt ist,

    in Abhängigkeit vom Winkel zwischen Basisteil und Kranausleger (bzw. Kameraarm),

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Anstellwinkel zwischen der Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) und dem Kranausleger (bzw. Kameraarm) in Abhängigkeit vom Winkel zwischen Kranausleger (bzw. Kameraarm) und Basisteil mittels einer hinsichtlich auf Zug- und Druckkräfte starren jedoch biegsamen mechanischen Verbindung zwischen Kranausleger (bzw. Kameraarm) und Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) über Translationskräfte geändert wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel zusätzlich zum oder unabhängig vom Neigungswinkel des Kranauslegers (bzw. Kameraarms) mittels einer mechanischen Zusatzeinrichtung beeinflusst wird.
  6. Verfahren zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einem Gerät bestückten Gerätestandfläche, die an einem aus Basisteil und Kranausleger bestehenden Kran neigbar befestigt ist,

    insbesondere zur automatischen Änderung des Anstellwinkels einer mit einer Kamera bestückten Kameramontageplatte, die an einem aus Basisteil und Kameraarm bestehenden Kamerakran neigbar befestigt ist,

    in Abhängigkeit vom Winkel zwischen Basisteil und Kranausleger (bzw. Kameraarm),

    dadurch gekennzeichnet,

    dass der Anstellwinkel zwischen der Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) und dem Kranausleger (bzw. Kameraarm) in Abhängigkeit vom Winkel zwischen Kranausleger (bzw. Kameraarm) und Basisteil mittels einer mechanischen Verbindung, die die Winkelbewegung zwischen Basisteil und Kranausleger (bzw. Kameraarm) über Rotationskräfte auf die Winkelbewegung zwischen Kranausleger (bzw. Kameraarm) und Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) überträgt, geändert wird.
  7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Anstellwinkel zusätzlich zum oder unabhängig vom Neigungswinkel des Kranauslegers (bzw. Kameraarms) mittels einer mechanischen Zusatzeinrichtung beeinflusst wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gegengewicht, das an der der Gerätestandfläche entgegengesetzten Seite des Kranauslegers angeordnet ist und das gegebenenfalls in Abhängigkeit des ausgefahrenen Zustandes des Kranauslegers verstellt wird, bei unterschiedlichen Winkeln zwischen Kranausleger und Basisteil vorzugsweise hydraulisch oder mechanisch automatisch feinjustiert wird.
  9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1

    mit einem aus Basisteil und Kranausleger (bzw. Kameraarm) bestehenden Kran, an dessen Kranausleger (bzw. Kameraarm) eine mit einem Gerät (bzw. Kamera) bestückte Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) neigbar befestigt ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass zwischen einem Basiszylinder (7), der sich zwischen dem Basisteil (3) und dem damit drehbar verbundenen Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4) befindet, und einem Ausgleichszylinder (8), der sich zwischen dem Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4) und der damit drehbar verbundenen Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) (2) befindet, eine geschlossene hydraulische oder pneumatische Druckverbindung (9) besteht.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspr. 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein hydraulischer Zwischenspeicher über ein einstellbares Ventil in die Druckleitung (9) zwischen den beiden Hydraulikzylindern (7, 8) mündet.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2 bzw. 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine mechanische Einstellvorrichtung, insbesondere ein verstellbarer Hebel, zur zusätzlichen Neigungsverstellung der Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) (2) vorgesehen ist.
  12. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 4

    mit einem aus Basisteil und Kranausleger (bzw. Kameraarm) bestehenden Kran, an dessen Kranausleger (bzw. Kameraarm) eine mit einem Gerät (bzw. Kamera) bestückte Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) neigbar befestigt ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass eine in einer längsstabilen, biegsamen Führungshülle (10b) geführte, hinsichtlich auf Zug- und Druckkräfte starre, jedoch biegsame mechanische Verbindung (10a) vorhanden ist, die einerseits am Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4) im Bereich des Basisteiles (3) und andererseits an der Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) (2) derart befestigt ist, dass zwischen den Befestigungspunkten Translationskräfte übertragen werden können.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Führungshülle (10b) geführte mechanische Verbindung (10a) als sog. Bowdenzug (10) ausgeführt ist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine mechanische Einstellvorrichtung, insbesondere ein verstellbarer Hebel, zur zusätzlichen Neigungsverstellung der Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) (2) vorgesehen ist.
  15. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 6

    mit einem aus Basisteil und Kranausleger (bzw. Kameraarm) bestehenden Kran, an dessen Kranausleger (bzw. Kameraarm) eine mit einem Gerät (bzw. Kamera) bestückte Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) neigbar befestigt ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass eine im oder am Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4) drehbeweglich gelagerte Stange (11) vorhanden ist, die die Drehbewegung am Drehpunkt Basisteil (3)/Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4) auf eine Drehbewegung am Drehpunkt Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4)/Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) (2) über jeweils an den Drehpunkten angeordnete Getriebe (12, 13) übertragen kann.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 15 zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine mechanische Einstellvorrichtung, insbesondere ein verstellbarer Hebel, zur zusätzlichen Neigungsverstellung der Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) (2) vorgesehen ist.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4) starr ausgebildet ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4) teleskopisch ausfahrbar ausgebildet ist, wobei die ineinandergreifenden Teile des Kranauslegers (bzw. Kameraarms) (4) formschlüssig, insbesondere in ihrem Querschnitt nicht rotationssymmetrisch, ausgebildet sind.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet,

    dass der Kranausleger (bzw. Kameraarm) (4) teleskopisch ausfahrbar ausgebildet ist,

    wobei die ineinandergreifenden Teile des Kranauslegers (bzw. Kameraarms) (4) formschlüssig, insbesondere in ihrem Querschnitt nicht rotationssymmetrisch, ausgebildet sind und

    wobei die drehbeweglich gelagerte Stange (11) ebenfalls teleskopisch unter Formschluss ausfahrbar ist.
  20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Basisteil (3) um ein Stativ handelt.
  21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gegengewicht (6) an der der Gerätestandfläche (bzw. Kameramontageplatte) (2) entgegengesetzten Seite des Kranauslegers (bzw. Kameraarms) (4) verstellbar angeordnet ist und ggf. Einrichtungen zur automatischen Feinjustage aufweist.
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