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Dokumentenidentifikation DE102004047982A1 09.06.2005
Titel Erzeugen eines Scannmusters über multiple Oberflächen symboltragender Objekte, die durch einen Flachbettleser hindurchlaufen
Anmelder Symbol Technologies, Inc., Holtsville, N.Y., US
Erfinder Barkan, Edward, Miller Place, N.Y., US;
Shepard, Howard, Great River, N.Y., US
Vertreter WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 01.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004047982
Offenlegungstag 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse G06K 7/10
Zusammenfassung Scannlinien werden durch ein einzelnes horizontales Fenster eines Schlitzscanners und auf multiple Oberflächen eines Produkts projiziert, das ein Strichcodesymbol trägt, das elektro-optisch gelesen werden soll. Das Symbol kann in irgendeiner Ausrichtung und auf irgendeiner vertikalen Oberfläche des Produkts sein, als auch auf der Unterfläche des Produkts.

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf einen Flachbettleser zum elektro-optischen Lesen von (Kenn-)Zeichen, die mit Objekten verbunden sind, die durch den Leser hindurchlaufen und insbesondere auf das Erzeugen eines Scannmusters über multiple Oberflächen jedes Objekts, um das zuverlässige Lesen der verbundenen (Kenn-)Zeichen sicherzustellen.

BESCHREIBUNG DER VERWANDTEN TECHNIK

Flachbettlaserlesegeräte, auch als horizontale Schlitzscanner bekannt, sind seit vielen Jahren verwendet worden, um elektro-optisch Strichcodesymbole einzulesen, insbesondere vom Typ des UPC-Strichcodes, in einer Verkaufsstelleneinrichtung bzw. -arbeitsstation in Supermärkten, Großhandelsverkaufhäusern, Kaufhäusern und in anderen Arten von Einzelhandelsgeschäften. Wie durch die U.S. Patent Nr. 5,059,779; Nr. 5,124,539 und Nr. 5,200,599 beispielhaft dargestellt, wird ein einzelnes, horizontales Fenster bündig in einer horizontalen Arbeitsplatte der Arbeitsstation eingebaut. Produkte, die gekauft werden sollen, tragen ein kennzeichnendes Symbol und werden über das horizontale Fenster hinweg geschoben, durch das eine Vielzahl von Scannlinien in einer im Allgemeinen aufwärts gerichteten Richtung projiziert wird.

Das Symbol selbst kann relativ zu dem Fenster in irgendeiner Ausrichtung ausgerichtet sein, beispielsweise einer sogenannten „Lattenzaun"-Ausrichtung, in der die langgestreckten parallelen Striche des Symbols vertikal sind, oder in einer sogenannten „Leiter"-Ausrichtung, in der die Striche horizontal sind, oder in einer geneigten Ausrichtung, in der die Striche mit einem Winkel relativ zu der Vertikalen und der Horizontalen geneigt sind. Das Symbol kann auch irgendwo auf dem Produkt gelegen sein, beispielsweise auf einer Bodenfläche, die zu dem Fenster weist, oder auf irgendeiner aufrechten Oberfläche, die im Allgemeinen senkrecht zu dem Fenster ist, oder auf einer oberen Oberfläche, die im Allgemeinen parallel zu dem Fenster ist. Damit das Symbol gelesen wird, muss zumindest eine der Scannlinien über das Symbol in einer Richtung hinweg gehen, die im Allgemeinen senkrecht zu den Strichen des Symbols ist, und zwar ungeachtet der Ausrichtung des Symbols relativ zu dem Fenster oder der Platzierung des Symbols relativ zu dem Produkt.

Typischer Weise wird eine Drehspiegelkomponente unterhalb des Fensters des horizontalen Schlitzscanners gedreht und scannt einen einfallenden Laserstrahl über eine Vielzahl von stationären Spiegeln zur Reflektion davon durch das Fenster als ein Scannmuster aus Scannlinien, die ausgelegt sind, um ein Symbol auf der Bodenfläche des Produkts oder auf der Vorderfläche (d.h. der Oberfläche, die in die Vorwärtsrichtung der Beförderung des Produkts durch den Schlitzscanner weist) des Produkts abzutasten. Ein Bediener ist geschult, um das Symbol an den Boden- oder Vorderflächen des Produkts während des Betriebs zu positionieren.

Der Stand der Technik hat ebenfalls das Hinzufügen eines vertikalen Fensters zu der Arbeitsstation vorgeschlagen, um noch weitere Scannlinien zu dem Produkt zu zusätzlichen aufrechten Oberflächen davon zu projizieren. Diese Doppelfensterleser liefern eine hohe Leistungsfähigkeit und ermöglichen es, dass viele Produkte schnell abgewickelt werden, da sie zu einem großen Teil die Erfordernis beseitigen, das Symbol auf jedem Produkt visuell zu lokalisieren und das Produkt zu drehen, so dass das Symbol zu dem einzelnen Fenster des horizontalen Schlitzscanners weist. Alles war der Bediener machen muss, ist das Produkt derart zu halten, dass seine oder ihre Hand das Symbol nicht verdeckt.

So vorteilhaft wie die Doppelfensterleser sind, ihre große Größe und die hohen Kosten machen sie ungeeignet für Anwendungen, bei denen ungenügend Platz verfügbar ist, um das zusätzliche Fenster unterzubringen, und wo die hohen Kosten nicht gerechtfertigt sind. Nichtsdestotrotz können selbst kleine Arbeitsstationen von einem produktiveren Leser profitieren, der die Zeit verringert, die die Kunden für das Abwickeln der Transaktionen warten müssen, und der die Anzahl der Bediener verringert, die angestellt werden müssen, um einen annehmbaren Kassenservice zu liefern.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG ZIELE DER ERFINDUNG

Ein Ziel dieser Erfindung ist es, Scannlinien auf multiple Oberflächen eines Produkts zu projizieren, das durch einen horizontalen Schlitzscanner mit einem einzelnen horizontalen Fenster hindurchläuft.

Ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist es, Scannlinien sowohl auf die Vorder- als auch Rückseite eines Produkts zu projizieren, das durch einen horizontalen Schlitzscanner mit einem einzelnen horizontalen Fenster hindurchläuft.

Noch ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist es, einen Einzelfensterschlitzscanner mit einer Produktivität äquivalent zu Doppelfensterschlitzscannern vorzusehen.

Und noch ein weiteres Ziel dieser Erfindung ist es, einen kompakten, kostengünstigen Schlitzscanner mit hoher Leistungsfähigkeit und Effizienz vorzusehen.

MERKMALE DER ERFINDUNG

Um diese Ziele und andere, die im Folgenden deutlich werden, zu erfüllen, besteht ein Merkmal dieser Erfindung, kurz gesagt, in einer Anordnung für und in einem Verfahren zum Scannen von (Kenn-)Zeichen, wie beispielsweise eindimensionalen Strichcodesymbolen, die mit Produkten oder Objekten verbunden sind, die in einer Vorschubbewegung über ein einzelnen horizontales Fenster einer Verkaufsstellen-Arbeitsstation hinweg gehen, z.B. einen horizontalen Schlitzscanner, bei dem die (Kenn-)Zeichen elektro-optisch gelesen werden sollen.

Gemäß der Erfindung ist eine Drehspiegelkomponenten um eine Achse drehbar und eine Vielzahl von stationären Faltspiegeln ist um die Achse angeordnet. Eine Lichtquelle, vorzugsweise ein Laser, erzeugt und richtet einen Lichtstrahl auf die Drehkomponente zur Reflektion davon auf die stationären Spiegel zur Reflektion davon durch das Fenster auf multiple Oberflächen jedes Objekts. Ein Antrieb, beispielsweise ein Motor, dreht Drehkomponente, um den Lichtstrahl über die stationären Spiegel hinweg streichen zu lassen und um ein Scannmuster aus Scannlinien bei und hinter dem Fenster und auf den multiplen Oberflächen jedes Objekts zu bilden. Zumindest einer der stationären Spiegel ist hinter der Drehkomponente gelegen, also abwärts bezüglich der Bewegungsrichtung betrachtet, und zwar zur Reflektion von zumindest einer der Scannlinien auf die Rückfläche jedes Objekts. Folglich liefert diese Erfindung eine erhöhte Produktivität, indem sie die Fähigkeit besitzt, (Kenn-)Zeichen zu lesen, selbst wenn diese auf der Rückfläche eines Objekts gelegen sind.

Vorzugsweise sind die stationären Spiegel angeordnet, um Scannlinien über jede aufrechte Oberfläche des Objekts streichen zu lassen, sowie über die Bodenfläche des Objekts. Die Scannlinien sind geneigt und angeordnet, um Symbole in Lattenzaun-Ausrichtung oder in Leiter-Ausrichtung oder irgendeiner dazwischen geneigten Ausrichtung zu lesen. Symbole irgendeiner Ausrichtung können auf diese Weise an jeder Seite des Objekts gelesen werden, mit Ausnahme der Oberseitenfläche. Der Bediener kann einfach geschult werden, das Objekt nahe der Oberseite zu greifen, während das Objekt durch die Arbeitsstation hindurch bewegt wird, wodurch alle anderen Oberflächen den Scannlinien ausgesetzt werden, die durch das einzelne Fenster projiziert werden, und die Produktivität in etwa der gleichen Art und Weise erhöht wird wie bei den größeren, teureren Doppelfensterlesern.

Die neuartigen Merkmale, die als kennzeichnend für die Erfindung angesehen werden, werden insbesondere in den beigefügten Ansprüchen dargelegt. Die Erfindung selbst wird jedoch, sowohl hinsichtlich ihres Aufbaus als auch hinsichtlich ihres Betriebsverfahrens, gemeinsam mit ihren zusätzlichen Zielen und Vorteilen, am besten durch die folgende Beschreibung spezieller Ausführungsbeispiele verstanden werden, wenn sie in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen gelesen wird.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Draufsicht, die nach unten auf ein Fenster eines horizontalen Schlitzscanners schaut und eine Vielzahl von Scannlinien abbildet, die gemäß dieser Erfindung erzeugt werden.

2 ist eine weggebrochene Draufsicht einer Anordnung zum Erzeugen des Scannmusters der 1; und

3 ist eine Schnittansicht, die entlang der Linie 3-3 der 2 genommen ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Das Bezugszeichen 10 bezeichnet im Allgemeinen eine Arbeitsstation, und zwar wie von oben gesehen, um Transaktionen abzuwickeln und insbesondere eine Kassentheke in einem Einzelhandelsgeschäft, bei der Produkte, beispielsweise eine Schachtel 38, die Nahrungsmittel enthält, für den Verkauf abgewickelt werden. Jedes Produkt trägt ein Strichcodesymbol. Die Theke umfasst eine Arbeitsplatte 12 über die hinweg Produkte 38 in einer Vorwärtsrichtung geschoben werden, wie durch den Pfeil A anzeigt, und zwar über oder an einem horizontalen Fenster eines horizontalen Schlitzscanners vorbei, das bündig mit und eingebaut in die Arbeitsplatte 12 ist. Eine Kassenkraft oder ein Bediener befindet sich auf der einen Seite der Arbeitsplatte zum Vorwärtsbewegen der Produkte 38.

Wie unten im Detail beschrieben, erzeugt ein Scannmustergenerator unterhalb des Fenster in der Theke ein Scannmuster bei dem Fenster 14 und projiziert das Scannmuster nach oben in den Raum weg von dem Leser. Das Scannmuster besteht aus einer Vielzahl von Scannlinien, wie in 1 gezeigt. Zumindest eine der Scannlinien soll über zumindest einen Teil eines Symbols streichen, das verbunden mit und typischer Weise auf die Verpackung eines Produkts 38, das gekauft werden soll, gedruckt ist. Sobald das Symbol abgetastet worden ist, wird das Licht, das von dem Symbol zerstreut wird, detektiert, digitalisiert und in einer Art und Weise dekodiert, die in dieser Technik gut bekannt ist, um das Produkt zu identifizieren. Sobald es identifiziert ist, kann auf eine Nachschlagetabelle in einer Datenbank zugegriffen werden, um Information abzurufen, wie beispielsweise einen Preis für das Produkt, und diese abgerufene Information kann dann in bekannter Art und Weise verarbeitet werden, um eine Kauftransaktion an der Arbeitsstation zu komplettieren.

Bezug nehmend auf 2 und 3 ist eine Lichtquelle, wie beispielsweise ein Laer 16 auf einem Bügel bzw. Tragarm 18 befestigt, der an einem Rahmen 20 angebracht ist, der innerhalb des Gehäuses 22, das unterhalb der Arbeitsplatte 12 der Arbeitsstation 10 installiert ist, befestigt ist. Der Laser 16 emittiert einen Laserstrahl zu einem schwenkbaren, Planaren Scannspiegel 24 zur Reflektion davon zu einer Drehspiegelkomponente 26, die auf dem Rahmen 20 zur Drehung um eine Achse 28 in Richtung des Pfeils B befestigt ist. Die Komponente 26 besitzt Drehhauptspiegel 30, 32, 34 an ihrem Umfang. Die Komponente 26 ist vorzugsweise ein gegossener, frusto-pyromidaler Block mit drei Planaren Außenwänden, auf denen drei Planare Spiegel befestigt sind, oder auf die eine spiegelnde Beschichtung aus Licht reflektierendem Material aufgetragen wird, um als Planare Spiegel zu dienen. Jeder Hauptspiegel 30, 32, 34 ist mit einem unterschiedlichen Neigungswinkel, von beispielsweise 10°, 11,5° und 13°, relativ zu der Achse 28 geneigt. Ein Antrieb, vorzugsweise eine elektrischer Motor 36, ist auf dem Rahmen 20 innerhalb eines hohlen Inneren der Komponente 26 angebracht, um die Komponente 26 zu drehen.

Wie am besten in 2 gesehen werden kann, ist eine Vielzahl von stationären, Licht faltenden, Planaren Spiegeln auf dem Rahmen 20 im Allgemeinen um die Achse 28 in einer Ringform angebracht. Die stationären Spiegel sind symmetrisch relativ zu einer Mittellinie, die die Arbeitsplatte in eine rechte und linke Hälfte teilt, wie entlang der Vorwärtsrichtung A betrachtet. Die stationären Spiegel umfassen einen ersten Satz von Spiegeln 40, 42; eine zweiten Satz von Spiegeln 44, 68 und 46, 70; einen dritten Satz von Spiegeln 48, 52 und 50, 54; einen vierten Satz von Spiegeln 56, 58; und einen fünften Satz von Spiegeln 60, 64 und 62, 66. Das Licht, das von den Hauptspiegeln 30, 32, 34 reflektiert wird, wird zu den Sätzen von stationären Spiegeln zur Reflektion davon und zu und durch das Fenster 14 gerichtet, über das das Produkt 38 hinweg bewegt wird.

Insbesondere während der Drehung der Komponente 26 reflektiert ein Teil des Hauptspiegels 30, der benachbart zu der Vorderkante 72 ist, den einfallenden Lichtstrahl von dem Scannspiegel 24 nacheinander auf den Spiegel 60 zur Reflektion davon auf den Spiegel 64, um die Scannlinie 64a zu erzeugen, auf den Spiegel 56, um die Scannlinie 56a zu erzeugen, auf den Spiegel 48 zur Reflektion davon auf den Spiegel 52, um die Scannlinie 52a zu erzeugen, auf den Spiegel 44 zur Reflektion davon auf den Spiegel 68, um die Scannlinie 68a zu erzeugen, und auf den Spiegel 40, um die Scannlinie 40a zu erzeugen, bis ihre Hinterkante 74 den einfallenden Lichtstrahl clears.

Als nächstes reflektiert ein Teil des Hauptspiegels 32, der benachbart zu Kante 74 ist, den einfallenden Lichtstrahl auf die stationären Spiegel, wie oben beschrieben, und zwar bis die Hinterkante 76 den einfallenden Lichtstrahl clears, wodurch fünf weitere Scannlinien 64b, 56b, 52b, 68b und 40b erzeugt werden. Daraufhin erzeugt in analoger Art und Weise der Hauptspiegel 34 fünf weitere Scannlinien 64c, 56c, 52c, 68c und 40c. Die Gruppen der Scannlinien mit den Suffixen „a", „b" und „C" sind voneinander beabstandet, da, wie oben erwähnt, die Hauptspiegel 30, 32 und 34 bei unterschiedlichen Neigungswinkeln relativ zu Achse 28 liegen.

Wie bisher beschrieben, gibt es fünf Sätze von drei Scannlinien, die jeweils auf der rechten Seite des Fensters 14 in 1 aufgrund von Reflektionen von den stationären Spiegeln auf der linken Seite der Anordnung erzeugt werden. In analoger Art und Weise erzeugen die stationären Spiegel auf der rechten Seite der Anordnung fünf zusätzliche spiegelsymmetrische Sätze von jeweils drei Scannlinien auf der linken Seite des Fensters 14. Diese zusätzlichen Sätze wurden in 1 mit den gleichen Bezugszeichen wie die zuerst erwähnten Sätze bezeichnet, aber mit Hinzufügen eines Strichs. Auf diese Weise umfasst das Scannmuster bei der Ebene des Fensters 14 zehn sich überschneidende Sätze von Scannlinien, wobei jeder Satz drei im Allgemeinen parallele Scannlinien besitzt.

Die Scannlinien 64a, b, c werden nach oben von der unteren rechten Ecke des Fensters projiziert, sind mit Winkeln zu der Mitte des Fensters versehen und werden Scannlinien projizieren, die im Wesentlichen vertikal auf die aufrechte Oberfläche des Produkts 38 treffen, die zu der unteren rechte Ecke des Fensters weist, während das Produkt über das Fenster hinweg entlang der Vorwärtsbewegungsrichtung A bewegt wird. Folglich werden die Scannlinien 64a, b, c ein Symbol in einer Leiter-Ausrichtung lesen, das direkt in die Bewegungsrichtung der Vorwärtsbewegungsrichtung weist, oder das zu der rechten Seite des Fensters oder irgendwohin dazwischen weist.

In analoger Art und Weise werden die Scannlinien 61a', b', c' von der unteren linken Ecke des Fensters aus in einer Spiegelbildbeziehung zu den Scannlinien 64a, b, c nach oben projiziert und werden in Leiter-Ausrichtung befindliche Symbole lesen, die direkt in Bewegungsrichtung weisen, oder die zu der linken Seite des Fenster oder irgendwohin dazwischen weisen. Die Scannlinien 64a, b, c, a', b', c' werden daher in Leiter-Ausrichtung befindliche Symbole über 180° der Rückfläche des Produkts lesen, die eine Oberfläche ist, die bis dahin nicht durch einen horizontalen Einzelfensterschlitzscanner lesbar war.

Die Scannlinien 52a, b, c und ihre Spiegelbildscannlinien 52a', b', c' verhalten sich in etwa der gleichen Art und Weise wie die Scannlinien 62a, b, c, a', b', c', außer dass sie fast vertikale Scannlinien auf die Vorderseite des Produkts projizieren und daher in Leiter-Ausrichtung befindliche Symbole über 180° auf der Vorderseite des Produkts lesen werden. Auf diese Weise ermöglichen es die Scannlinien 64a, b, c, a', b', c' und 52a, b, c, a', b', c', dass in Leiter-Ausrichtung befindliche Symbole auf sämtlichen aufrechten Oberflächen, 360° um das Produkt herum, gelesen werden können, während das Produkt über das Fenster hinweg bewegt wird.

Die Scannlinien 68a, b, c sind ausgerichtet, um im Wesentlichen horizontales Linien auf die Rückfläche des Produkts von der Unter- bis zur Oberseite auf der rechten Seite des Produkts zu erzeugen, um in Lattenzaun-Ausrichtung befindliche Symbole zu lesen, die in Bewegungsrichtung der Vorwärtsbewegungsrichtung weisen, oder die ungefähr 60° nach rechts oder zu irgendeinem Winkel dazwischen weisen. Die Scannlinien 68a', b', c' können in Lattenzaun-Ausrichtung befindliche Symbole lesen, die direkt in Bewegungsrichtung weisen, oder die ungefähr 60° nach links oder zu irgendeinem Winkel dazwischen weisen. Gemeinsam können die Scannlinien 68a, b, c, a', b', c' in Lattenzaun-Ausrichtung befindliche Symbole über ungefähr 120° der Rückfläche des Produkts, das sich über das Fenster hinweg bewegt, lesen.

Die Scannlinien 40a, b, c, a', b', c' sind ausgerichtet, um fast horizontale Linien auf die Vorderfläche des Produkts von der Unter- bis zur Oberseite der rechten und linken Seite des Produkts zu liefern, um in Lattenzaun-Ausrichtung befindliche Symbole über ungefähr 120° der Vorderfläche des Produkts, das sich über das Fenster hinweg bewegt, zu lesen.

Die Scannlinien 56a, b, c werden nach oben und zu der Mitte des Fensters projiziert, so dass sie als im Wesentlichen horizontale Linien über die rechte Seite streichen, wodurch sie es ermöglichen, dass in Lattenzaun-Ausrichtung befindliche Symbole auf der rechte Seite gelesen werden können. Die Scannlinien 56a, b, c füllen die Lücke zwischen den 120° auf der Vorderfläche des Produkts, die durch die Scannlinien 40a, b, c abgetastet werden, und den 120° auf der Rückfläche des Produkts, die durch die Scannlinien 68a, b, c abgetastet werden. Die Scannlinien 56a', b', c' ermöglichen es, das in Lattenzaun-Ausrichtung befindliche Symbole auf der linken Seite gelesen werden können.

Die Scannlinien 56a, b; c, a', b', c' besitzen ferner die Fähigkeit in Leiter-Ausrichtung befindliche Symbole auf der Unterfläche des Produkts abzutasten, während die Scannlinien 40a, b, c, a', b', c' und die 68a, b, c, a', b', c' in Lattenzaun-Ausrichtung befindliche Symbole auf der Unterfläche des Produkts abtasten.

Zusammenfassend ermöglichen es die hierin erzeugten Scannlinien, dass sowohl in Lattenzaun- als auch Leiter-Ausrichtung befindliche Symbole auf irgendeiner vertikalen Fläche des Produkts, als auch auf der Unterfläche des Produkts gelesen werden können. Die Symbole, die bei Ausrichtungen zwischen diesen beiden Ausrichtungen geneigt sind, können ebenfalls gelesen werden.

Die Bewegung der Scannlinien kann durch Oszillieren des Scannspiegels 24 erreicht werden. Wie in 3 gezeigt, ist der Scannspiegel 24 auf einem Lichtsammelspiegel 80 angebracht, der wiederum auf einem Spiegeltragarm 82 angebracht ist. Zumindest ein Permanentmagnet 84 ist auf einem Schenkel einer U-förmigen Halterung 86 angebracht, deren anderer Schenkel mit dem Spiegeltragarm 82 verbunden ist.

Eine elektromagnetische Spule 88 ist auf einem Spulenbügel 90 angebracht, der wiederum auf dem Gehäuse 22 angebracht ist. Ein Paar von Planaren Blattfedern 94, 86, die vorzugsweise aus einem 10 Mil dicken MylarTM-Material bestehen, ist zwischen dem Spulenbügel 90 und dem Spiegeltragarm 82 an gegenüberliegenden Seiten des Scannspiegels 24 angebracht.

Beim Anlegen eines periodischen, wechselnden Antriebssignals an die elektromagnetische Spule 88 wird ein wechselndes Magnetfeld erzeugt, welches mit dem permanenten Magnetfeld des Magneten 84 interagiert, wodurch der Magnet 84 angezogen und/oder abgestoßen wird, und zwar gemeinsam mit der Halterung 86, dem Spiegeltragarm 82 und den Spiegeln 24, 80, die alle die Blattfedern 94, 96 bei deren Mitten zu einer Endposition beugen. Daraufhin führen die Federn diese Komponenten zurück zu ihren Ausgangspositionen mit oder ohne Hilfe der interagierenden Magnetfelder. Ein typisches Oszillieren dieser Komponenten liegt in der Größenordnung von 1° bei einer Frequenz von ungefähr 40 Hz.

Das Oszillieren des Scannspiegels 24 verursacht, dass noch mehr Scannlinien in dem Scannmuster der 1 erzeugt werden, wodurch die Leistungsfähigkeit des Lesers weiter verbessert wird. Der oszillierende Sammelspiegel 80 sammelt Licht, das von dem Symbol zerstreut wird, und richtet das gestreute Licht an einen Photodetektor 90 über eine Sammellinse 92 zum Erzeugen eines analogen elektrischen Signals, das kennzeichnend für ein Symbol ist. Das elektrische Signal wird dann digitalisiert und in einer bekannten Art und Weise decodiert, um das Produkt, das mit dem Symbol verbunden ist, zu identifizieren. Der Photodetektor 90 und die Linse 92 sind auf einem Halterungsbrett 94, das mit dem Gehäuse 22 verbunden ist, angebracht.

Fast sämtliche in gegenwärtiger Verwendung befindliche Decodierer können ein Symbol decodieren selbst wenn keine einzelne Scannlinie das gesamte Symbol kreuzt, da zahlreiche Symbologien, d.h. UPC, EAN und JAN ausgelegt sind, um in Hälften decodiert zu werden. Mit anderen Worten kann eine Scannlinie nur die Hälfte des Symbols abdecken und eine andere Scannlinie, irgendwo in dem Scannmuster kann die andere Hälfte abdecken. Der Decodierer fügt dann die beiden Hälften zusammen und in einigen Fällen sind einige Decodierer imstande, sogar kleinere Bruchstücke des Symbols zusammenzufügen. Dies ist insbesondere erwünschenswert, wenn schräg abgeschnittene Symbole, oder beschädigte oder zerknitterte Symbole gelesen werden sollen, wo es nicht möglich ist, das gesamte Symbol mit einer einzelnen Scannlinie zu scannen.

Es wird verständlich sein, dass jedes der oben beschriebenen Elemente oder zwei oder mehr gemeinsam auch eine nützliche Anwendung in anderen Arten von Konstruktionen finden können, die von den oben beschriebenen Typen abweichen.

Während die Erfindung als in einem Leser zum elekto-optischen Lesen von (Kenn)Zeichen durch ein horizontales Fenster dargestellt und beschrieben wurde, bei dem ein Scannmuster erzeugt wird, ist sie nicht auf die gezeigten Details beschränkt, da verschiedene Modifikationen und strukturellen Veränderungen vorgenommen werden können, ohne in irgendeiner Art und Weise den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ohne weitere Analyse wird das Vorangehende derartig den Rahmen der vorliegenden Erfindung offenbaren, dass andere, durch Anwenden gegenwärtigen Wissens, diese leicht für verschiedene Anwendungen anpassen können, ohne Merkmale auszulassen, die aus dem Standpunkt des Standes der Technik wesentliche Charakteristika generische oder spezifische Aspekte dieser Erfindung darstellen und daher sind sollten derartige Anpassungen innerhalb der Bedeutung und des Reichweite des Äquivalents der folgenden Ansprüche enthalten sein.

Was als neu beansprucht und durch die Patenturkunde geschützt werden soll, wird in den beigefügten Ansprüchen festgestellt.


Anspruch[de]
  1. Eine Anordnung zum Scannen von (Kenn-)Zeichen, die mit Objekten verbunden ist, die sich in einer Vorwärtsbewegungsrichtung über ein einzelnes horizontales Fenster einer Verkaufsstellen-Arbeitsstation bewegen, bei der die (Kenn-)Zeichen elektro-optisch gelesen werden sollen, wobei die Anordnung Folgendes aufweist:

    a) eine Drehspiegelkomponente, die um eine Achse drehbar ist;

    b) eine Vielzahl von stationären, Faltspiegeln, die im Allgemeinen um die Achse angeordnet sind;

    c) eine Lichtquelle zum Erzeugen und Richten eines Lichtstrahls auf die Drehkomponente zur Reflektion davon zu den stationären Spiegeln zur Reflektion davon durch das Fenster auf multiple Oberflächen jedes Objekts;

    d) einen Antrieb zum Drehen der Drehkomponente, um den Lichtstrahl über die stationären Spiegel zu streichen und um ein Scannmuster aus Scannlinien bei und hinter dem Fenster und auf den multiplen Oberflächen jedes Objekts zu bilden; und

    e) zumindest einen der stationären Spiegel, die hinter der Drehkomponente angeordnet sind, und zwar in Bewegungsrichtung der Vorwärtsbewegungsrichtung betrachtet, zur Reflektion von zumindest einer der Scannlinien auf eine Rückfläche jedes Objekts.
  2. Die Anordnung gemäß Anspruch 1, wobei die Drehkomponente eine Vielzahl von planaren Spiegeln, die um die Achse angeordnet sind, besitzt.
  3. Die Anordnung gemäß Anspruch 1, wobei die (Kenn-)Zeichen Strichcodesymbole sind, die auf den Objekten zwischen gegenseitig orthogonalen Ausrichtungen ausrichtbar sind, und wobei zumindest ein stationärer Spiegel zumindest eine Scannlinie reflektiert, um ein Symbol, das in einer der Ausrichtungen ausgerichtet ist, abzutasten; und wobei zumindest ein weiterer der stationären Spiegel hinter der Drehkomponente gelegen ist, und zwar in Bewegungsrichtung der Vorwärtsbewegungsrichtung betrachtet, zur Reflektion einer weiteren der Scannlinien auf die Rückfläche jedes Objekts, um ein Symbol, das in der anderen der Ausrichtungen ausgerichtet ist, abzutasten.
  4. Die Anordnung gemäß Anspruch 1; und einen oszillierenden Spiegel, der zur Schwingung zwischen der Lichtquelle und der Drehkomponente befestigt ist, und einen Oszillator zum Oszillieren eines oszillierenden Spiegels, um das Scannmuster relativ zu dem Fenster zu bewegen.
  5. Die Anordnung gemäß Anspruch 4, wobei der Oszillator den oszillierenden Spiegel über eine gebogene Entfernung in der Größenordnung von 1 ° und mit einer Frequenz in der Größenordnung von 40 Hz oszilliert.
  6. Ein Verfahren zum Scannen von (Kenn-)Zeichen, die mit Objekten verbunden ist, die sich in einer Vorwärtsbewegungsrichtung über ein einzelnes horizontales Fenster einer Verkaufsstellen-Arbeitsstation bewegen, bei der die (Kenn-)Zeichen elektro-optisch gelesen werden sollen, wobei das Verfahren Folgendes aufweist:

    a) Befestigen einer Drehspiegelkomponente zum Drehen um eine Achse;

    b) Anordnen einer Vielzahl von stationären, Faltspiegeln im Allgemeinen um die Achse;

    c) Erzeugen und Richten eines Lichtstrahls auf die Drehkomponente zur Reflektion davon zu den stationären Spiegeln zur Reflektion davon durch das Fenster auf multiple Oberflächen jedes Objekts;

    d) Drehen der Drehkomponente, um den Lichtstrahl über die stationären Spiegel zu streichen und um ein Scannmuster aus Scannlinien bei und hinter dem Fenster und auf den multiplen Oberflächen jedes Objekts zu bilden; und

    e) Anordnen von zumindest einem der stationären Spiegel hinter der Drehkomponente, und zwar in Bewegungsrichtung der Vorwärtsbewegungsrichtung betrachtet, zur Reflektion von zumindest einer der Scannlinien auf einer Rückfläche jedes Objekts.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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