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Dokumentenidentifikation DE10350540A1 09.06.2005
Titel Grab- bzw.Greifwerkzeug
Anmelder Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, 88457 Kirchdorf, DE
Erfinder Asam, Dirk, 89081 Ulm, DE;
Mieger, Rolf, 88457 Kirchdorf, DE;
Wager, Bernd, 88457 Kirchdorf, DE
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Anmeldedatum 29.10.2003
DE-Aktenzeichen 10350540
Offenlegungstag 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse E02F 9/28
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Grabwerkzeug bzw. Greifwerkzeug mit einer Greiferschalte, an die mindestens eine Zahnspitze angesetzt ist. Erfindungsgemäß ist an dem Grabwerkzeug bzw. an dem Greifwerkzeug mindestens ein Zahnhalter angeordnet, in dem die mindestens eine Zahnspitze einsteckbar, in der Länge nachführbar und sicherbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Grabwerkzeug, wie beispielsweise ein Löffel oder eine Schaufel, bzw. Greifwerkzeug mit einer Greiferschale, an die mindestens eine Zahnspitze angesetzt ist.

Insbesondere sind hier Mehrschalengreifer für den Materialumschlag betroffen. Diese dienen insbesondere der Verladung von Schüttgütern, Fein- und Grobschrott, Abbruchmaterial oder auch zum Verladen von VA-Stählen. Speziell bei Mehrschalengreifern für einen derartigen Materialumschlag ist es bei der Anmelderin bislang üblich, dass verschlissene Greiferschalenspitzen abgetrennt und neue Greiferschalenspitzen aufgeschweißt werden müssen. Es sind andere Mehrschalengreifer bekannt, bei denen es schraub- oder steckbare Zahnspitzen gibt, die nach Erreichen der Verschleißgrenze gegen neue Spitzen ersetzt werden.

Das Auswechseln verschlissener Zahnspitzen ist aufwendig und kostenintensiv.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Grab- bzw. Greifwerkzeuge mit einer Greiferschale, bei der mindestens eine Zahnspitze angesetzt ist, derart weiterzubilden, dass das Auswechseln der mindestens einen Zahnspitze kostengünstig und einfach erfolgt.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass ein gattungsgemäßes Grab- bzw. Greifwerkzeug die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 aufweist. Demnach ist an dem Grabwerkzeug bzw. an dem Greifwerkzeug mindestens ein Zahnhalter angeordnet, in dem die mindestens eine Zahnspitze einsteckbar, in der Länge nachführbar und sicherbar ist. Es wird also am unteren Ende der Greiferschale eine lange Zahnspitze vorgesehen, die in einem beispielsweise aufgeschweißten Zahnhalter geführt ist und gegen Ausfallen gesichert ist. Der Zahnhalter ist dabei in einer günstigen Form gestaltet, so dass das Eindringverhalten nicht gestört ist. Durch die vordere Öffnung des Zahnhalters ragt die Zahnspitze soweit nach außen hervor, dass der Greifer gut schließt. Erfindungsgemäß ist die Zahnspitze derart ausgestaltet, dass sie in ihrer Länge nachführbar und nach entsprechender Nachführung festlegbar, das heißt sicherbar ist.

Somit kann bei fortgeschrittenem Verschleiß die Zahnspitze gelöst werden, ein Lochraster weiter herausgezogen werden und wieder gesichert werden. Ein kostenaufwendiges und umständliches Wechseln der Zahnspitzen ist damit wesentlich seltener notwendig.

Besondere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.

Demnach kann der Zahnhalter und/oder die Zahnspitze aus verschleißfestem Material, beispielsweise Stahlguss, bestehen.

Besonders vorteilhaft kann die Zahnspitze auf einer Seite mehrere treppenartig angeordnete Taschen aufweisen, wobei im Zahnhalter an entsprechender Stelle ein Durchbruch vorgesehen ist, so dass die Taschen von außen zugänglich sind. Hierdurch kann nach entsprechendem Lösen der Sicherungsstifte durch ein Einsetzen eines entsprechenden Werkzeuges und einem zugehörigen Hammer die Zahnspitze ausgeschlagen, das heißt gelockert und nach vorne hin bewegt werden.

Weiterhin kann vorteilhaft über den Zahnhalter eine Verschleißplatte aus verschleißfestem Material aufgebracht sein. Die Zahnspitze kann seitlich mehrere Bohrungen aufweisen, die ein Lochraster zur Aufnahme von Sicherungselementen bildet.

Als Sicherungselemente können vorteilhaft Schwerspannstifte verwendet werden.

Zur Sicherung können allerdings auch Schraub- oder Klemmelemente, wie Keile, Spannzungen oder dergleichen verwendet werden.

Mit dem erfindungsgemäßen Grab- bzw. Greifwerkzeug erübrigt sich ein Abschneiden und Aufschweißen einer neuen Zahnspitze. Der Wechsel der Zahnspitze ist einfach und schnell durchzuführen. Die Lösung führt zu einer deutlichen Verlängerung der Regenerierungsintervalle. Das große Verschleißvolumen ist insbesondere wichtig beim Verladen von VA-Stählen. Insgesamt werden die Betriebskosten deutlich gesenkt. Als Zahnspitzen lassen sich hochverschleißfeste Stähle verwenden, da es hier aufgrund der erfindungsgemäßen Lösung nicht darauf ankommt, dass diese Stähle verschweißbar sein müssten.

Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der in der Zeichnung dargestellten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:

1: eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Greiferschale mit eingesetzter Zahnspitze,

2: eine Draufsicht von vorne auf die Zahnspitze gemäß 1,

3: eine Schnittdarstellung entsprechend der Schnittlinie A-A gemäß 2 und

4: einen Schnitt entlang der Schnittlinie B-B gemäß 1.

In 1 ist eine bauübliche Greiferschale 10 gezeigt, deren Spitze abgelängt ist. Anstelle der abgelängten Spitze ist ein Zahnhalter 12 an die Greiferschale 10 geschweißt, der eine Aufnahmebohrung zur Aufnahme einer Zahnspitze 14 aufweist. Die Zahnspitze 14 besteht aus verschleißfestem Stahlguss.

Die Formgebung der Zahnspitze ergibt sich insbesondere aus den Schnittdarstellungen gemäß der 3 und 4. Hier zeigt sich, dass die Zahnspitze eine Reihe von nebeneinander liegenden Bohrungen 16 aufweist, die ein Lochraster zur Aufnahme von Sicherungsstiften bilden. Die Sicherungsstifte 18 können, wie in 4 dargestellt einerseits durch die Bohrungen in der Zahnspitze 14 und andererseits durch entsprechende Bohrungen im Zahnhalter 12 gesteckt werden. Vorzugsweise handelt es sich um sogenannte Connex-Schwerspannstifte. Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind, wie in den 1, 3 und 4 dargestellt zwei nebeneinanderliegende Sicherungsstifte 18 vorgesehen.

Ist die Zahnspitze 14 abgenutzt, können die Sicherungsstifte 18 entfernt werden und die Zahnspitze kann um ein Lochraster herausgezogen werden, so dass die Sicherungsstifte wieder eingeschlagen werden können.

Um die Zahnspitze 14 austreiben können, weist diese an einem Ende treppenartig angeordnete Taschen 20 auf, die eine Art Treppenverzahnung bilden. Durch eine entsprechende Öffnung 22 im Zahnhalter 12 kann ein Werkzeug zum Austreiben der Zahnspitze in die Treppenverzahnung eingreifen. Mittels dieses hier nicht näher dargestellten Werkzeugs, das ähnlich einem Meißel gestaltet sein kann, und eines Hammers kann die Zahnspitze 14 ausgetrieben werden.

Über dem Zahnhalter 12 kann noch zusätzlich eine Verschleißplatte 24 Verwendung finden.


Anspruch[de]
  1. Grabwerkzeug, wie Löffel oder Schaufel, bzw. Greifwerkzeug mit einer Greiferschale, an die mindestens eine Zahnspitze angesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Grab- oder Greifwerkzeug mindestens ein Zahnhalter angeordnet ist, in dem die mindestens eine Zahnspitze einsteckbar, in der Länge nachführbar und durch Sicherungselemente sicherbar ist.
  2. Grab- bzw. Greifwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Zahnhalter und/oder die Zahnspitze aus verschleißfestem Material besteht.
  3. Grab- bzw. Greifwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnspitze auf einer Seite mehrere treppenartig angeordnete Taschen aufweist und dass im Zahnhalter an entsprechender Stelle ein Durchbruch vorgesehen ist, so dass die Taschen von außen zugänglich sind.
  4. Grab- bzw. Greifwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass über dem Zahnhalter eine Verschleißplatte aus verschleißfestem Material aufgebracht ist.
  5. Grab- bzw. Greifwerkzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnspitze seitlich mehrere Bohrungen aufweist, die ein Lochraster zur Aufnahme von Sicherungselementen bilden.
  6. Grab- bzw. Greifwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Sicherungselemente Schwerspannstifte verwendet werden.
  7. Grab- bzw. Greifwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung ebenso Schraub- oder Klemmelemente, wie Keile, Spannzungen oder dergleichen verwendet werden.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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