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Dokumentenidentifikation DE10350769A1 09.06.2005
Titel Manueller Gefahrenmelder
Anmelder Novar GmbH, 41469 Neuss, DE
Erfinder Goulet, Thomas, 40699 Erkrath, DE;
Menzel, Carsten, 47137 Duisburg, DE;
Niehmeyer, Peter, 44287 Dortmund, DE;
Ollik, Waldemar, 47495 Rheinberg, DE;
Schnitzler, Klaus, 47228 Duisburg, DE
Vertreter Prietsch, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 80687 München
DE-Anmeldedatum 30.10.2003
DE-Aktenzeichen 10350769
Offenlegungstag 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse G08B 25/12
IPC-Nebenklasse H01H 3/04   G08B 29/12   G05G 1/04   
Zusammenfassung Ein manueller Gefahrenmelder umfasst ein Gehäuse (1.6) mit mindestens einer fensterartigen Öffnung (6.1), hinter welcher eine eindrückbare Platte (5) sitzt. Diese steht in Wirkverbindung mit einem mechanischen Schaltorgan in Form einer langgestreckten Wippe (2), die um ihre zu einer Großfläche des Gehäuses parallele, lange Achse zwischen ihrer Ruhelage und ihrer Arbeitslage kippbar ist. Die Wippe (2) geht nach dem Eindrücken der Platte (5) in ihre Arbeitslage, in der sie den Schalter (10.1, 10.2) betätigt, so dass dieser seinen Schaltzustand wechselt. Dadurch wird ein elektrisches Signal ausgelöst.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen manuellen Gefahrenmelder, mit einem Gehäuse, das mindestens eine fensterartige Öffnung hat, in welcher eine eindrückbare Platte sitzt, die in Wirkverbindung mit einem mechanischen Schaltorgan steht, das auf einen Schalter einwirkt und nach dem Eindrücken der Platte aus einer Ruhelage in eine Arbeitslage geht, in welcher der Schalter seinen Schaltzustand wechselt und damit die Erzeugung eines elektrischen Signals auslöst.

Derartige Gefahrenmelder, die häufig als Feuermelder oder als Druckknopfmelder bezeichnet werden, sind bekannt. Die eindrückbare Platte in der fensterartigen Öffnung des Gehäuses kann aus einer leicht zerstörbaren Glasscheibe oder aus einer elastischen Kunststoffscheibe bestehen. Während im ersteren Fall die zerstörte Glasscheibe erneuert werden muss, kann in letzterem Fall die elastische Kunststoffscheibe in ihre Ausgangslage entweder selbsttätig zurückspringen oder durch einen manuellen Rückstellvorgang zurückgebracht werden. Das mechanische Schaltorgan kann ein zur Auslösung des Melders manuell einzudrückender Druckknopf sein, der in Wirkverbindung mit dem Drücker eines Mikroschalters steht. Alternativ kann der Drücker eines Mikroschalters selbst das mechanische Schaltorgan sein und durch einen Rand der eindrückbaren Platte in einer vorgespannten Ruhelage gehalten werden, aus welcher er beim Eindrücken der Platte in seine Arbeitslage wechselt. Die Art der Betätigung bzw. Auslösung des Melders ist in der Regel durch lokale, regionale oder nationale, öffentlich-rechtliche Vorschriften festgelegt. Der Hersteller ist deshalb gezwungen, Melder ganz unterschiedlicher Konstruktion zu fertigen und bereitzuhalten, um den für den jeweiligen Montage- bzw. Einsatzort geltenden Vorschriften Genüge zu tun. Zudem ist es bei diesen Meldern schwierig, Umgebungseinflüsse, insbesondere Staub und Schmutzpartikel, von dem Inneren des Melders fernzuhalten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Melder der einleitend angegebenen Gattung zu schaffen, der bei gleichem oder ähnlichem Auslöseverhalten durch relativ geringe Modifikationen den jeweiligen örtlichen Vorschriften angepasst werden kann.

Diese Aufgabe ist bei einem Melder der einleitend angegebenen Gattung erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Schaltorgan aus einer langgestreckten Wippe besteht, die um ihre zu einer Großfläche des Gehäuses parallele, lange Achse zwischen ihrer Ruhelage und ihrer Arbeitslage kippbar ist.

Diese Lösung hat folgende Vorteile: Die Wippe benötigt nur wenig Platz, so dass der übrige Raum des Gehäuses zur Aufnahme von je nach geforderter Funktionalität unterschiedlichen elektrischen Komponenten bzw. Schaltungsplatinen zur Verfügung steht. Die Wippe ist außerdem das einzige beweglich gelagerte mechanische Teil des Melders und lässt sich zu dem so anordnen, dass sie bereits beim Eindrücken der eindrückbaren Platte in ihre Arbeitslage kippt, unabhängig davon, ob nach örtlichen Vorschriften noch ein "virtueller Druckknopf" vorgesehen ist. Die Wippe kann Schalter bzw. Mikroschalter unterschiedlicher Konstruktion betätigen. Sie läßt sich des Weiteren so anordnen, dass die empfindlichen Komponenten des Melders in dem Gehäuse gegen Umgebungseinflüsse geschützt untergebracht werden können.

Vorzugsweise hat die Wippe an einem ihrer Enden einen auf den Schalter einwirkenden Exzenternocken (Anspruch 2). Der von dem jeweiligen Schalter bzw. Mikroschalter benötigte Schaltweg läßt sich auf diese Weise leicht durch entsprechende konstruktive Gestaltung des Exzenternockens verwirklichen.

Die Wippe kann an ihrem anderen Ende einen weiteren Exzenternocken haben, der auf einen weiteren Schalter einwirkt (Anspruch 3). Durch einen derartigen weiteren Schalter können dem Melder weitere Funktionalitäten verliehen werden. Insbesondere ermöglicht der weitere Schalter die unmittelbare, von der Melderelektronik unabhängige Erzeugung eines Alarmsignal an den Anschlüssen des Melders, alternativ bestimmte, zusätzliche Melderüberwachungen und/oder die Auslösung zusätzlicher, auch optischer Signalisierungen in Abhängigkeit von dem Melderzustand.

Eine einfache Montage ist gewährleistet, wenn die Wippe an jedem ihrer beiden Enden einen Lagerzapfen hat, der in eine als Drehlager dienende Ausnehmung in der gleichseitigen Wand des Gehäuses eingreift (Anspruch 4). Eine derartige Wippe läßt sich leicht als Kunststoffspritzgießteil herstellen.

Bevorzugt ist die Wippe in ein unterhalb der fensterartigen Öffnung des Gehäuses ausgebildetes Gehäusefach werkzeuglos einsetzbar ausgebildet (Anspruch 5). Die wippe ist dann einerseits von außen nicht sichtbar und andererseits platzsparend so angeordnet, dass der überwiegende Teil des Gehäuseinnenraums zur Aufnahme der übrigen Komponenten des Melders zur Verfügung steht und mit einer Abdeckung zum Schutz gegen Verschmutzungen und mechanische Beschädigungen versehen werden kann.

Die Wippe kann eine Fläche haben, die in der Ruhelage der Wippe zumindest im wesentlichen außerhalb des Umrisses der fensterartigen Öffnung im Gehäuse des Melders und in der Arbeitslage der Wippe innerhalb dieser fensterartigen Öffnung liegt (Anspruch 6). Wenn diese Fläche, die in einer Signalfarbe gehalten sein kann, von außen sichtbar ist, zeigt dies an, dass der Melder ausgelöst worden ist.

Die Wippe kann durch mindestens eine vorgespannte Feder in Richtung ihrer Arbeitslage belastet sein (Anspruch 7), so dass sie mit dem Wegfall der sie in ihrer Ruhelage haltenden Kraft selbsttätig in ihre Arbeitslage geht.

Vorzugsweise verriegelt sich die Wippe in ihrer Arbeitslage selbsttätig (Anspruch 8). Dadurch wird sowohl unbefugten Manipulationen, die insbesondere bei einer selbsttätig rückstellenden, eindrückbaren Platte denkbar sind, vorgebeugt als auch sichergestellt, dass die Wippe auch bei auf das Meldergehäuse einwirkende Erschütterungen nicht wieder in ihren Ruhezustand zurückkehren kann.

Zweckmäßig hält die eindrückbare Platte, solange sie nicht eingedrückt ist, mit einem ihrer Ränder die Wippe in ihrer Ruhelage (Anspruch 9). Dabei spielt es keine Rolle, ob die eindrückbare Platte eine zerstörbare Glasscheibe oder eine rückstellbare oder sich selbst in ihre Ausgangslage rückstellende Kunststoffplatte ist. Im letzteren Fall muss die Form und die Einspannung der eindrückbaren Platte lediglich so gewählt sein, dass sie beim Eindrücken z.B. aus einem konvex vorgespannten Zustand in einen konkav vorgespannten Zustand mit ihrem die Wippe belastenden Rand so weit auswandert, dass die Wippe frei wird.

Die Wippe kann mittels eines von außen in das Gehäuse des Melders einführbaren Stiftes von ihrer Arbeitslage in ihre Ruhelage rücksetzbar sein (Anspruch 10). Diese Ausführungsform ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die eindrückbare Platte als zerstörungsfrei in ihre Ausgangslage rückführbare Kunststoffplatte ausgebildet ist, denn dann erübrigt es sich, das Gehäuse zu öffnen, um den Melder aus dem ausgelösten oder Alarmzustand wieder in den Ruhestand zurückzusetzen.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des Melder besteht darin, dass die Wippe mittels eines von außen in das Gehäuse des Melders einführbaren Stiftes aus ihrer Ruhelage in eine zweite Arbeitslage kippbar ist (Anspruch 11). Vorzugsweise dient diese zweite Arbeitslage dazu, den Melder einem Funktionstest unterziehen zu können, ohne hierzu auf die eindrückbare Scheibe einwirken zu müssen. Letzteres ist insbesondere dann wichtig, wenn die eindrückbare Scheibe aus einer zerstörbaren, also beim Eindrücken brechenden Glasscheibe besteht.

Die Exzenternocken der Wippe und/oder die von ersteren je nach Stellung der Wippe betätigten Schalter können derart gegeneinander versetzt sein, dass die Schaltzustände oder deren Kombination in der ersten Arbeitslage der Wippe verschieden von denjenigen in der zweiten Arbeitslage der Wippe sind. (Anspruch 12).

Die Stellung der Wippe in ihrer zweiten Arbeitslage kann, bezogen auf die Ruhestellung der Wippe, symmetrisch zu der Stellung der Wippe in ihrer ersten Arbeitslage sein (Anspruch 13). Das hat den Vorteil, dass der gleiche Stift, der zur Rückstellung der Wippe aus ihrer ersten Arbeitslage in die Ruhelage in das Gehäuse eingeführt wird, beim weiteren Einführen die Wippe in ihre dem Funktionstest entsprechende, zweite Arbeitslage bringt.

Ein anderer, vorzugsweise jedoch der gleiche Stift in einer im Verhältnis zu seiner Orientierung zur Rückstellung und/oder zur Durchführung eines Funktionstests um die Stiftlängsachse gedrehten Orientierung kann beim Einführen in die Gehäuseöffnung eine elastische Verrastung zwischen dem Oberteil und dem Unterteil des Gehäuses aufheben, so dass das Gehäuse durch Abnehmen des Gehäuseoberteils geöffnet werden kann (Anspruch 14). Diese Doppel- bzw. Dreifachfunktion des Stiftes, der auch als Schlüssel bezeichnet werden kann, sowie die Trennung der Öffnungsfunktion von den beiden anderen Funktionen, lässt sich insbesondere durch passende Profilierungen einerseits der Gehäuseöffnung, andererseits des Stiftes sicherstellen, wodurch gleichzeitig ein höherer Sabotageschutz erzielt wird.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines manuellen Gefahrenmelders nach der Erfindung dargestellt. Es zeigt:

1 eine Explosionsansicht der wesentlichen Teile des Melders,

2 das Gehäuseunterteil,

3 die Wippe als Einzelteil,

4 eine andere Ausführungsform der Wippe,

5 einen Ausschnitt aus 2, jedoch mit eindrückbarer Platte und der Wippe in Ruhestellung,

6 die zugehörige, teilweise geschnittene Seitenansicht,

7 den gleichen Ausschnitt wie 5, jedoch nach dem Eindrücken der Platte und mit der Wippe in Alarmstellung,

8 die zugehörige, teilweise geschnittene Seitenansicht,

9 eine Seitenansicht entsprechend 8, jedoch mit Schlüssel und der Wippe in Teststellung,

10 einen Ausschnitt des zusammengebauten Melders in einer perspektivischen Ansicht auf dessen Rückseite (zur Erläuterung einer der Funktionen des Stiftes bzw. Schlüssels),

11 eine perspektivische, teilweise im Schnitt gehaltene Ansicht des Melders von unten und

12 eine Ansicht ähnlich 11, jedoch unter einem anderen Sichtwinkel.

Der in 1 dargestellte, manuell auslösbare Gefahrenmelder umfasst ein wandmontierbares Gehäuseunterteil 1 mit einer unteren Kammer 1.1 zur Aufnahme einer Wippe 2 und einer etwa mittig ausgebildeten Kammer 1.2 zur Aufnahme einer Schaltungsplatine 3. Die Wippe 2 ist über endseitige Zapfen 2.1 in korrespondierenden Aufnahmen 1.3 des Gehäuseunterteils 1 schwenkbar gelagert. Wie noch näher erläutert werden wird, dient die Wippe 2 zur Betätigung von mindestens einem, im Ausführungsbeispiel jedoch von zwei Mikroschaltern 10.1 und 10.2, von denen der eine mit der Schaltungsplatine 3, der andere unmittelbar mit den Leitungen verbunden sein kann, über die der Melder gespeist wird und mit einer Meldezentrale üblicher Bauart kommuniziert.

Auf das Gehäuseunterteil 1 ist eine Abdeckplatte 4 mittels Rastzungen 4.1 aufschnappbar, die in Eingriffe 1.4 des Gehäuseunterteils 1 elastisch eingreifen. Die Abdeckplatte 4 hat Befestigungslöcher 4.2, die mit entsprechenden Löchern 1.5 des Unterteils 1 fluchten. Des weiteren hat die Abdeckplatte 4 eine Anzahl von Lichtleitzapfen 4.3 sowie in den Ecken vier angeformte Halterungen 4.4 für eine eindrückbare Platte 5. Die eindrückbare Platte 5 kann eine dünne, zerstörbare Glasplatte oder eine dünne, transparente und elastische Kunststoffplatte sein. Damit die Platte 5 sich eindrücken läßt, ist die ihr zugewandte Fläche der Abdeckplatte 4 konkav ausgebildet.

Im zusammengebauten Zustand werden das Gehäuseunterteil 1 und die weiteren vorstehend erläuterten Teile von einem Gehäuseoberteil 6 abgedeckt, das auf das Gehäuseunterteil 1 aufschnappbar ist. Das Gehäuseoberteil 6 hat ein oberes, transparentes Fenster 6.1, in dessen Ausschnitt die Lichtleitzapfen 4.3 enden und ein etwa mittig angeordnetes, großes Fenster 6.2, durch welches hindurch die eindrückbare Platte 5 von außen zugänglich ist. Weiter umfasst das Gehäuseoberteil 6 nahe seinem Unterrand eine Einführöffnung 6.3 für eine später näher erläuterten Stift oder Schlüssel und einen Abdeckschieber 6.4 für diese Öffnung.

2 zeigt das Gehäuseunterteil 1 mit in dessen untere Kammer eingesetzter Wippe 2 und den an dem Gehäuseunterteil 1 festgelegten Mikroschaltern 10.1 und 10.2. Die Wippe 2 befindet sich in ihrer Ruhestellung, in der sie in der Ausführungsform gemäß 3 mit ihren in der gleichen Ebene liegenden Nocken 2.2 und 2.3 sowohl den Drücker des Mikroschalters 10.1 als auch denjenigen des Mikroschalters 10.2 in der eingedrückten Stellung hält, in der die jeweiligen Arbeitskontakte geschlossen und die jeweiligen Ruhekontakte geöffnet sind.

Je nach für den Melder geforderter Funktionalität kann die Wippe jedoch auch gemäß 4 ausgeführt sein, bei der der Nocken 2.4 um einen solchen Winkel gegenüber dem Nocken 2.2 versetzt ausgebildet ist, dass der Drücker 10.21 des Mikroschalters 10.2 in dem gezeichneten Ruhezustand der Wippe 2' seine Ruhelage einnimmt und erst bei einem Verschwenken der Wippe 2' um die durch ihre Zapfen oder Bolzen 2.1 definierte Achse gegen den Uhrzeigersinn durch den Nocken 2.4 eingedrückt wird, wodurch der Ruhekontakt des Mikroschalters 10.2 öffnet und sein Arbeitskontakt schließt.

Die 5 und 6 veranschaulichen in einer perspektivischen und einer Seitenansicht das Zusammenwirken der eindrückbaren Platte 5 mit der Wippe 2, und zwar in der Weise, dass in der gezeichneten Ruhelage die Wippe 2 mit einer in ihrem mittleren Abschnitt ausgebildeten Stufe 2.5 unter der Wirkung einer nicht dargestellten Feder gegen den Unterrand der Platte 5 anliegt. Der Übersichtlichkeit halber ist in dieser Darstellung die Abdeckplatte 4 weggelassen.

Das Gleiche gilt für die entsprechenden Darstellungen in den 7 und 8, in der die Platte 5 aus ihrer gestrichelt wiedergegebenen Planlage durch Eindrücken in die in ausgezogenen Linien dargestellte Auslösestellung gebracht worden ist, in welcher die Wippe 2 (in der Ausführungsform gemäß 3) unter der Wirkung der bereits genannten, nicht dargestellten Feder im Uhrzeigersinn in die Arbeitslage gekippt ist, in welcher der Nocken 2.3 den Drücker 10.2.1 des Mikroschalters 10.2 freigibt, so dass dessen Ruhekontakt schließt und dessen Arbeitskontakt öffnet. Dabei schwenkt der mittlere, etwa dreieckige Abschnitt 2.6 (vergl. auch 5) der Wippe 2 nach oben und gelangt so in den Bereich des großen Fensters 6.2 des Gehäuseoberteils 6 (vergl. 1), so dass von außen erkennbar ist, dass die Wippe 2 in die Arbeitslage gegangen und mithin der Melder einen Alarm ausgelöst hat.

9 veranschaulicht in einer Darstellung ähnlich 8, dass die Wippe 2 mittels eines in die Öffnung 6.3 in dem Gehäuseoberteil 6 (vergl. 1, hier der Deutlichkeit halber weggelassen) einführbaren, schlüsselartigen Stiftes 7 in eine Teststellung gebracht werde kann, und zwar wahlweise aus ihrer in den 5 und 6 dargestellten Ruhelage oder aus ihrer in den 7 und 8 dargestellten Arbeitslage. Das vordere Ende des Stiftes 7 drückt hierzu gegen ein an der Wippe 2 unterseitig ausgebildetes Widerlager 2.7 (vergl. z.B. 3 und 8), so dass die Wippe gegen den Uhrzeigersinn und gegen die Kraft der sie belastenden Feder in die in 9 dargestellte Teststellung schwenkt. Auch in dieser Stellung gibt der Nocken 2.3 (und der nicht sichtbare Nocken 2.2) der Wippe 2 den Drücker 10.21 des jeweiligen Mikroschalters, hier des Mikroschalters 10.2 frei, so dass letzterer den Schaltzustand wechselt. Die Wippe kann statt in der Ausführungsform gemäß 3 auch in derjenigen gemäß 4 eingesetzt werden. In diesem Fall läßt sich die Testauslösung auf einfache Weise von einer Alarmauslösung unterscheiden, weil bei der Alarmauslösung lediglich der Mikroschalter 10.1 seinen Schaltzustand wechselt, hingegen bei der Testauslösung sowohl der Mikroschalter 10.1 als auch der Mikroschalter 10.2 ihre Schaltzustände wechseln.

Der gleiche Stift 7 dient auch dazu, nach erfolgter Auslösung die Wippe 2 aus ihrer Arbeits- wieder in ihre Ruhelage zurückzustellen, nachdem die Platte 5 aus ihrer konkav eingedrückten Stellung wieder in die Ausgangslage gebracht oder durch eine neue Platte ersetzt worden ist. Für diese Rückstellung wird der Stift 7 ähnlich weit wie in 9 dargestellt eingeführt. Wenn die Wippe 7 dabei zunächst über ihre Ruhelage hinaus kippt, wird sie durch die Feder in diese Ruhelage entsprechend 5 zurückgeführt.

Die 10 und 11 veranschaulichen, dass das Widerlager 2.7 an der Unterseite der Wippe 2 eine elastische Lamelle umfasst, deren Kopf 2.71 in der Ruhelage (10) elastisch in eine Ausnehmung 1.61 eines Führungskeils 1.6 (vergl. auch 5) des Gehäuseunterteils 1 einschnappt. Wenn die Wippe 2 in ihre Arbeitslage gegangen ist (11), verrastet der Kopf 2.71 der Lamelle hingegen mit der Stirnfläche des Führungskeils 1.6. Diese Verrastung wirkt wie eine mechanische Speicherung des herbeigeführten Alarmzustandes und verhindert damit, dass die Wippe 2 infolge von Erschütterungen oder durch eine unbefugte Manipulation an dem Melder wieder in ihre Ruhestellung zurückgelangen kann. Dies ist nur mit Hilfe des Stiftes 7 möglich, der hierzu an seinem Vorderende eine Anschrägung 7.2 hat, die die Lamelle aus ihrer Verrastung mit dem Führungskeil 1.6 aushebt.

Der Stift 7 dient des weiteren auch zum Öffnen des Melders. Hierzu wird der Stift 7 gemäß 12 in einer im Verhältnis zu den 9 bis 11 um 180° um seine Längsachse gedrehten Stellung über die Gehäuseöffnung 6.3 (vergl. 1) eingeführt. Dabei greift der Führungskeil 1.6 in eine Führungsnut 7.1 des Stiftes ein. Im Verhältnis zu seiner Lage in den 9 bis 11 liegt der Stift 7 deshalb um die Höhe des Führungskeils 1.6 tiefer, so dass er unter der Wippe 2 hindurch läuft, ohne mit dieser in Eingriff zu kommen. Am Ende seines Weges läuft der Stift 7 auf die Keilflächen der Köpfe von zwei an dem Oberteil 6 ausgebildeten Rastzungen 6.5 auf, die die Ränder einer korrespondierenden Ausnehmung in der Rückwand des Gehäuseunterteils 1 hintergreifen. Das vordere Ende des Stiftes 7 drängt die Köpfe über deren Keilflächen außer Eingriff mit der Rückwand des Gehäuseunterteils 1, so dass das Gehäuseoberteil 6 nach vorne abgezogen werden kann.


Anspruch[de]
  1. Manueller Gefahrenmelder, mit einem Gehäuse (1.6), das mindestens eine fensterartige Öffnung (6.2) hat, hinter welcher eine eindrückbare Platte (5) sitzt, die in Wirkverbindung mit einem mechanischen Schaltorgan steht, das auf mindestens einen Schalter (10.1, 10.2) einwirkt und nach dem Eindrücken der Platte (5) aus einer Ruhelage in eine Arbeitslage geht, in welcher der Schalter (10.1, 10.2) seinen Schaltzustand wechselt und damit die Erzeugung mindestens eines elektrischen Signals auslöst, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltorgan aus einer langgestreckten Wippe (2) besteht, die um ihre zu einer Großfläche des Gehäuses (1, 6) parallele, lange Achse zwischen ihrer Ruhelage und ihrer Arbeitslage kippbar ist.
  2. Gefahrenmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) an mindestens einem ihrer Enden einen auf den Schalter (10.1) einwirkenden Exzenternocken (2.2) hat.
  3. Gefahrenmelder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe an ihrem anderen Ende einen weiteren Exzenternocken (2.3; 2.4) hat, der auf einen weiteren Schalter (10.2) einwirkt.
  4. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) an jedem ihrer beiden Enden einen Lagerzapfen (2.1) hat, der in eine als Drehlager (1.3) dienende Ausnehmung in der gleichseitigen Wand des Gehäuses (1) eingreift.
  5. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) in ein unterhalb der fensterartigen Öffnung des Gehäuses ausgebildetes Gehäusefach (1.1) werkzeuglos einsetzbar ausgebildet ist.
  6. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) eine Fläche (2.5) hat, die in der Ruhelage der Wippe zumindest im wesentlichen außerhalb des Umrisses der fensterartigen Öffnung (6.2) im Gehäuse des Melders und in der Arbeitslage der Wippe innerhalb dieser fensterartigen Öffnung (6.2) liegt.
  7. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) durch mindestens eine vorgespannte Feder in Richtung ihrer Arbeitslage belastet ist.
  8. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) sich in ihrer Arbeitslage selbsttätig verriegelt.
  9. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die eindrückbare Platte (5), solange sie nicht eingedrückt ist, mit einem ihrer Ränder die Wippe (2) in ihrer Ruhelage hält.
  10. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) mittels eines von außen in das Gehäuse des Melders einführbaren Stifts (7) von ihrer Arbeitslage in ihre Ruhelage rücksetzbar ist.
  11. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wippe (2) mittels eines von außen in das Gehäuse des Melders einführbaren Stiftes (7) aus ihrer Ruhelage in eine zweite Arbeitslage kippbar ist.
  12. Gefahrenmelder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenternocken (2.2, 2.4) der Wippe (2) und/oder die von ersteren je nach Stellung der Wippe (2) betätigten Schalter (10.1, 10.2) derart gegeneinander versetzt sind, dass die Schaltzustände oder deren Kombination in der ersten Arbeitslage der Wippe (2) verschieden von denjenigen in der zweiten Arbeitslage der Wippe (2) sind.
  13. Gefahrenmelder nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellung der Wippe (2) in ihrer zweiten Arbeitslage, bezogen auf die Ruhestellung der Wippe, symmetrisch zu der Stellung der Wippe (2) in ihrer ersten Arbeitslage ist.
  14. Gefahrenmelder nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stift (7) durch Einführen in eine Gehäuseöffnung eine elastische Verrastung (vergl. 12) zwischen dem Oberteil (6) und dem Unterteil (1) des Gehäuses aufhebt, so dass das Gehäuse sich durch Abnehmen des Gehäuseoberteils (6) öffnen lässt.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






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