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Dokumentenidentifikation DE10351750A1 09.06.2005
Titel Selbstschreitende Überfahreinrichtung mit integriertem Brecher
Anmelder Adam, Udo, 44879 Bochum, DE
Erfinder Krohm, Reinold, 44623 Herne, DE
Vertreter Schulte & Schulte, 45219 Essen
DE-Anmeldedatum 06.11.2003
DE-Aktenzeichen 10351750
Offenlegungstag 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse B65G 21/10
Zusammenfassung Eine Überfahreinrichtung 1 für den untertägigen Bergbau besteht aus dem Bandförderer 3 mit Bandkehre 4, dem in Streckenlängsrichtung 5 verschieblich angeordneten und auf den Bandförderer 3 Kettenförderer 6 mit integriertem Brecher 7 sowie dem von einer Teilschnittmaschine bewegten Brückenförderer 10. Der zwischen Brückenförderer 10 und Bandförderer 3 angeordnete Kettenförderer 6 wird mit seinen seitlich angeordneten Laufrädern 12, 13 bestückt und kann dann auf einem aus einzelnen Schienenplatten 16, 17 bestehenden Schienenplattenstrang 15 in Streckenlängsrichtung auf der Streckensohle 14 verfahren werden, und zwar über einen einzigen Vorrückzylinder 26, der hierzu so angeordnet ist, dass der ganze Streckenförderer gezogen werden kann. Geringe einzuleitende Kräfte sind ein wesentlicher Vorteil dieser Lösung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Überfahreinrichtung für den Massenguttransport im untertägigen Berg- und Tunnelbau, mit dem in der Strecke verlegten Bandförderer mit Bandkehre, einem in Streckenlängsrichtung verschieblich angeordneten und auf den Bandförderer übergebenden Kettenförderer mit integriertem Brecher, sowie einem mit einer Teilschnittmaschine verbundenen und auf dem Kettenförderer verfahrbaren Brückenförderer. Die Erfindung betrifft außerdem einen entsprechend ausgebildeten Kettenkratzförderer, der mit seitlich vorstehenden Laufrädern und einer Laufschiene ausgerüstet ist, die das Gewicht des Kettenförderers aufnehmend und mit einem Bandförderer und einem Brückenförderer verbindbar ausgebildet ist.

Überfahreinrichtungen oder Übergabeeinrichtungen sind im untertägigen Bergbau häufig eingesetzte maschinelle Einrichtungen. Aus der DE-OS 36 41 098 ist eine Überfahreinrichtung bekannt, bei der die hereingewonnene Kohle an einen in der Strecke befindlichen Bandförderer über einen Kettenförderer übergeben wird. Der Kettenförderer ist dort mit dem Strebförderer verbunden, wobei es auch möglich ist, einen sogenannten Brückenförderer dazwischenzuschalten, um so eine möglichst große Überfahrlänge zu erreichen. Beim Auffahren einer Strecke ist mit der Teilschnittmaschine oder dem sonstigen Gewinnungsgerät zunächst einmal der Brückenförderer verbunden, der mit der Teilschnittmaschine kardanisch verbunden die Bewegungen der Streckenvortriebsmaschine bzw. Teilschnittmaschine mit vollziehen muss. Er ist daher auf einem stabilen Tragrahmen als endseitiger Bestandteil des Kettenförderers gelagert und hierauf rollend geführt. Er kann über eine Länge von 6 m oder mehr auf dem Kettenförderer verfahren werden, bevor ein Nachziehen des Kettenförderers erforderlich wird. In den Kettenförderer seinerseits integriert ist ein Brecher, über den das von der Teilschnittmaschine hereingewonnene Material nachgebrochen wird, um es problemlos auf dem nachfolgenden Bandförderer weiter transportieren zu können. Der Bandförderer ist in der Regel an die Übergabe des Kettenförderers gefesselt, sodass die Bandkehre die Bewegungen des Kettenförderers mitvollziehen muss. Eine kontinuierliche Verlängerung über einen Bandspeicher ist in gewissen Grenzen dabei möglich. Bei den bekannten Überfahreinrichtungen muss der Kettenförderer an den Streckenstößen abgespannt werden, um so ein schrittweises Nachziehen oder Vorziehen des Kettenförderers über entsprechende Hydraulikaggregate zu ermöglichen. Die Hydraulikaggregate sind dabei einmal mit dem Kettenförderer bzw. dessen Rinnenschüsse verbunden und zum anderen der besagten Spreize. Der Aufwand ist entsprechend groß, zumal es nicht immer zu vermeiden ist, dass beim Vorschieben über die Hydraulikaggregate der Kettenförderer aus der Richtung gerät und dann mit Hilfe anderer Aggregate ein Nachziehen und Geraderichten des Kettenförderers erforderlich wird. Dabei darf man nicht vergessen, dass der Brückenförderer eine Länge von 35 m aufweist, der Kettenförderer dagegen eine Länge von 80 m. Die zu bewegenden Gewichte sind erheblich.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Überfahreinrichtung zu schaffen, die unter Vermeidung aufwendiger Zug- und Stützaggregate gleichmäßig und sicher in Streckenlängsrichtung verfahrbar ist.

Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass der Kettenförderer mit beidseitig seitlich angeordneten und über seine Länge im Abstand zueinander positionierten Laufrädern ausgerüstet ist, die auf einem auf der Streckensohle verlegten Schienenplattenstrang seitlich geführt abrollend angeordnet sind, wobei der Schienenplattenstrang aus kammgelenkartig und lösbar miteinander verbundenen Schienenplatten besteht.

Bei einer derart ausgebildeten Überfahreinrichtung ist es möglich, den Kettenförderer mit geringst möglichem Aufwand auf der Streckensohle zu verfahren und zwar aufgrund der geringen rollenden Reibung mit relativ geringen Kräften. Hierzu sind dem Kettenförderer bzw. seinen Rinnenschüssen seitliche Laufräder zugeordnet, die auf Schienenplatten abrollen, die auf der Sohle so verlegt sind, dass sie auch gewissen Unebenheiten im Streckenverlauf genügen können. Es bleibt dabei, dass der Schienenplattenstrang für die Laufräder des Kettenförderers gleichzeitig als Führung und als Schiene dienen, sodass mit relativ geringem Kraftaufwand ein Verfahren in Streckenlängsrichtung möglich ist. Da aufgrund der besonderen Ausbildung die Möglichkeit gegeben ist, die Vorschubzylinder an praktisch beliebiger Stelle anzuordnen, kann der gesamte Kettenförderer mit Hilfe eines solchen Vorschub- oder Vorrückzylinders in Streckenlängsrichtung auf dem Schienenplattenstrang verschoben werden. Dabei wird wie schon erwähnt die Bandkehre, die an die Übergabe des Kettenförderers gebunden ist, gleich mit verschoben und zwar immer im gleichen Schrittmaß. Aufgrund der relativ geringen Belastung und gleichzeitig der geschickten und einfachen Führung des Kettenförderers an dem auf der Streckensohle verlegten Schienenplattenstrang ist es möglich auch 80 und mehr Meter lange Kettenförderer in einem Arbeitsgang insgesamt zu bewegen.

Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Laufräder mit Laufkränzen versehen sind, die eine Führung an den Seitenkanten der entsprechend dick ausgebildeten Schienenplatten ermöglichend ausgebildet sind. Da eine Vielzahl von solchen Laufrädern vorgesehen ist, beispielsweise ein oder zwei Laufräder pro Rinnenschuss ist auf jeden Fall sichergestellt, dass ein derartiger Zug aus einzelnen Rinnenschüssen, der den Kettenförderer bildet, sicher entlang der Führungskanten bzw. Seitenkanten über den Vorrückzylinder verfahren wird. Die Laufräder weisen die entsprechenden Laufkränze an den Außenseiten auf, sodass die Laufräder auf den jeweiligen Schienenplatten laufend an deren Seitenkanten geführt werden.

Es zeigt sich als besonders zweckmäßig, wenn die Bandkehre und der Kettenförderer aneinander gefesselt sind oder wenn der Bandförderer mit einem Übergangsteleskop ausgerüstet ist. Dieses Übergangsteleskop, wie es beispielsweise der DE 199 57 266 entnommen werden kann, stellt sicher, dass das Gurtband beim Auseinanderziehen des Gurtförderers immer sicher abgestützt bleibt, also auch die notwendige Beladung aufnehmen kann, ohne dass irgendwelche Gefährdungen eintreten können. Auch andere Ausführungen sind denkbar, bei denen das Band entsprechend abgestützt wird, wenn die Bandkehre zusammen mit dem Kettenförderer in Streckenlängsrichtung verfahren wird. Hierbei ist gemäß der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass auch die Bandkehre über entsprechende Laufräder verfügt, die eine sichere Führung und ein gutes Abrollen auf den Schienenplatten sicherstellen.

Die Schienenplatten müssen beim Verfahren bzw. nach dem Verfahren des Kettenförderers am bandseitigen Ende gelöst und am gegenüberliegenden Ende wieder angelegt und festgelegt werden. Um die dabei zu bewegenden Gewichte in Grenzen zu halten, sieht die Erfindung vor, dass die Schienenplatten eine Länge von 2–4, vorzugsweise 3 m und eine Breite aufweisen, die beidseitig einen Überstand zum Kettenförderer und damit eine ausreichende Laufbahn sicherstellt. Diese Ausbildung bringt den Vorteil, dass sowohl gut zu transportierende Schienenplatten vorgegeben werden und zwar durch ihre Länge, wie auch durch ihre Breite, indem die Breite vorgegeben wird, die auch wirklich notwendig ist. Nicht 1 cm mehr ist veranschlagt, um die zu transportierenden Einheiten gut transportabel zu halten.

Die kammgelenkartig miteinander verbundenen Schienenplatten weisen eine Verbindung auf, wie sie vom Schwertplattenhobel bekannt ist. Es gibt also keine aufgeschweißten Erhöhungen, sodass ein gleichmäßiges Laufen der Laufräder auf der vorgesehenen Laufbahn sichergestellt ist. Um das Angreifen der notwendigen Vorrückzylinder sicherzustellen, sieht die Erfindung dabei vor, dass die Schienenplatten in Förderermitte Rasterlöcher für Vorrückzylinder aufweisen. Diese Rasterlöcher dienen dazu, den Vorschubzylinder die notwendige Abstützung zu erleichtern und ihnen dabei die Möglichkeit zu geben, entsprechend abgestützt den Kettenförderer zu ziehen bzw. zu drücken. Dabei kann das entsprechende Schreitwerk aus lediglich einem solchen Vorrückzylinder bestehen, der an der Fördererkehre gelenkig befestigt ist und den Förderer vorteilhafterweise zieht und nicht verschiebt. Das Ziehen des Kettenförderers verhindert als solches schon das Ausbilden von Verklankungen bzw. das Ausweichen des Kettenförderers zu einem der Stöße hin oder gar nacheinander auch zu beiden Streckenstößen hin. Die Erfahrung zeigt, dass man gar nicht so verquer denken kann, wie sich der Kettenförderer in der Wirklichkeit beim Verschieben bewegen kann. Auch ein Aufbäumen ist nicht immer ausgeschlossen, was beim Ziehen des Kettenförderers dagegen sicher unterbunden werden kann.

Eine sichere Lagerung der Laufräder ist gemäß der Erfindung gegeben, wenn der Kettenförderer beidseitig U-Profilansätze aufweist, die mit den Flanschen zur Streckensohle weisend am Rinnenschuss befestigt sind, wobei in den Flanschen die Achse der Laufräder gelagert ist. Hier zeigt es sich als vorteilhaft, dass entsprechend große und ausreichende Laufflächen aufweisende Laufräder zum Einsatz kommen können, die dennoch immer sicher an den Seitenkanten der einzelnen Schienenplatten geführt sind. Diese Laufräder sind sicher in den Profilansätzen gelagert und stellen dabei auch sicher, dass die entsprechenden Gewichte und Kräfte sicher übertragen werden.

Während der eigentliche Kettenförderer rollend auf den Schienenplatten bzw. dem Schienenplattenstrang verschoben wird, ist es von Vorteil, wenn der Brecher auf dem Schienenplattenstrang schleifend angeordnet ist. Dadurch ist es möglich, die Schlagkräfte und Schwingungen, die vom Brecher ausgehen, sicher aufzufangen, wobei der gesamte Brecher schleifend auf dem Schienenplattenstrang verschoben wird. Bei einem Reibwert von 0,3 bei Stahl auf Stahl im Bergbau ist bei einem Brechergewicht von 15 t bei voller Ladung nur eine zusätzliche Zugkraft von 4,5 t erforderlich, während für den restlichen auf rollender Reibung basierenden Teil des Kettenförderers bei einem Gewicht von 150 t bei voller Ladung, aufladendem Ausleger des Brückenförderers, Hebelarm der rollenden Reibung Schiene/Rad und einem Raddurchmesser von 20 cm nur ein Fahrwiderstand von ungefähr 0,75 t bei horizontaler Sohlenlage zu überwinden ist, sodass bei zehnfacher Sicherheit nur eine erforderliche Rückkraft von rund 50 t zu erzeugen ist.

Bei Kettenkratzförderern, die in der Strecke verlegt sind und die an den Strebförderer gefesselt werden ist es bekannt, seitliche Laufräder vorzusehen, die auf einer besonderen Laufschiene angeordnet bzw. abrollend angeordnet sind. Diese Laufschiene bietet die Möglichkeit, den Kettenförderer auf dem einen Laufschienenstrang zu verfahren und nach entsprechendem Bewegen und Absetzen des Förderers dann die Laufschiene an der anderen Bahn nachzuholen. Um eine 80 m langen Kettenförderer entsprechend mit dem Strebförderer zu verfahren ist eine Vielzahl von Hubstützen, Hubzylindern und von Laufrädern erforderlich, außerdem sind die Laufschienen sehr aufwendig und daher werden eine Vielzahl derartiger Teile benötigt, ganz davon abgesehen von der aufwendigen Verschlauchung der Hydraulikzylinder und der sonstigen Vorschubaggregate. Dies alles kann gemäß der Erfindung vermieden werden, wenn auch ein solcher Kettenförderer ähnlich aufgebaut wird, wie der weiter vorn Beschriebene. Die Erfindung sieht hierzu vor, dass die Laufschiene als auf der Streckensohle verlegter Schienenplattenstrang ausgeführt ist, der aus kammgelenkartig und lösbar miteinander verbundenen Schienenplatten besteht und die mit Laufkränzen versehenen Laufräder führende Seitenkanten aufweist. Es kann also hier auf die rund 50 Hubzylinder, die entsprechenden Einrichtungen und die gesamte hydraulische Verschlauchung verzichtet werden. Darüber hinaus kann auch die Laufschiene als solche wesentlich einfacher aufgeführt werden, weil nur die eine Schienenplatte benötigt wird, die zwar nicht am Kettenförderer verfahren werden kann, dafür aber stückweise mit entsprechenden Transportaggregaten in die neue Position verbringbar ist. Insgesamt gesehen ist hiermit also ein Kettenkratzförderer geschaffen, der mit wenig maschinellem Aufwand eine selbstschreitende Ausführung darstellt.

Die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass eine Überfahreinrichtung bzw. ein Kettenkratzförderer geschaffen ist, mit dem bei Vermeidung aufwendiger Stütz- und Vorschubeinheiten ein gleichmäßiges und ruhiges Verschieben bzw. Verfahren in Streckenlängsrichtung möglich ist. Der gesamte Kettenförderer wird über rollende Reibung vorwärtsbewegt, sodass der Kraftaufwand entsprechend gering ist. Da auch der aufwendige Brecher und der schwergewichtige Brecher mit dem Kettenförderer zusammen bewegt werden kann, indem er auf dem Schienenplattenstrang reibend verschoben wird, ist der gesamte Kraftaufwand ausgesprochen gering. Es zeigt sich, dass eine solche Ausführung des Kettenförderers sehr stabil ist und auch von den Abmaßen sehr günstig ist, weil quasi nur die jeweiligen Laufräder beidseitig überstehen, sodass annähernd die normalen Abmessungen des Streckenförderers bzw. Kettenförderers erhalten bleiben.

Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel mit den dazu notwendigen Einzelheiten und Einzelteilen dargestellt ist. Es zeigen:

1 eine entsprechende Überfahreinrichtung in Seitenansicht und

2 eine Detailansicht mit einem Kettenförderer und einem Laufrad.

1 zeigt eine Überfahreinrichtung 1, die in eine Strecke söhlig verlegt ist. Diese Überfahreinrichtung 1 besteht aus dem Bandförderer 3 mit der Bandkehre 4, die in Streckenlängsrichtung 5 praktisch durch den Kettenförderer 6 verlängert ist. Kettenförderer 6 und Bandkehre 4 sind aneinander gefesselt, sodass sie die Bewegung in Streckenlängsrichtung gleichzeitig ausführen.

In den Kettenförderer 6 integriert ist ein Brecher 7, der wie später noch näher erläutert wird, direkt auf dem Schienenplattenstrang 15 ruht. Der Kettenförderer 6 besteht aus miteinander verbundenen Rinnenschüssen 8, 9, wobei das der Bandkehre 4 gegenüberliegende Ende 11 eine Laufbahn 18 aufweist, auf der der Laufwagen 18' des Brückenförderers 10 rollend geführt ist. Erkennbar ist, dass dieser Brückenförderer 10 der hier nicht dargestellten Teilschnittmaschine für die Länge der Laufbahn 18 folgen kann, ohne dass ein entsprechender Umbau notwendig ist. Erreicht der Laufwagen 18' das entsprechende Ende der Laufbahn 18, muss dann der Kettenförderer 6 nachgeholt werden.

Um das Nachholen des Kettenförderers 6 bzw. sein Verfahren in Streckenlängsrichtung 5 zu erleichtern, ist er mit entsprechenden Laufrädern 12, 13 ausgerüstet, die wie 2 zu entnehmen ist, seitlich über den Rinnenschuss 8, 9 übersteht. Diese Laufräder 12, 13 rollen auf einem Schienenplattenstrang 15, der auf der Streckensohle 14 verlegt ist. Der Schienenplattenstrang 15 besteht aus einer Vielzahl von kammgelenkartig miteinander verbundenen Schienenplatten 16, 17, die jeweils beim Verlängern des Schienenplattenstranges 15 umgelagert werden.

Die einzelnen Laufräder 12, 13 verfügen über einen Laufkranz 19 wie 2 zeigt, damit die Laufräder 12, 13 an der Seitenkante 20 der Schienenplatten 16, 17 quasi automatisch zwangsgeführt werden. Da auf der anderen Seite das hier nicht gezeigte Laufrad ebenfalls entsprechend geführt wird, ergibt sich eine entsprechend sichere und einfache Führung des gesamten Kettenförderers 6 bei seiner Bewegung in Streckenlängsrichtung 5. Die notwendige Laufbahn 22 für die Laufräder 12, 13 wird durch den Überstand 21 vorgegeben, der so bemessen ist, dass die Laufbahn 22 ausreichend breit ist.

Die Laufräder 12, 13 sind U-Profilansätzen 29 zugeordnet, die einen entsprechend kräftigen Steg 30 aufweisen und in Richtung Streckensohle 14 weisende Flansche 31, 32. In diesen Flanschen 31, 32 ist eine Achse 33 gelagert, die die Laufräder 12, 13 aufnimmt. Über eine entsprechende Verstärkung 34 können die aufzunehmenden Kräfte sicher in den Kettenförderer 6 eingeleitet werden.

Wenn der auf dem Kettenförderer 6 rollend auflastende Brückenförderer 10 von der Teilschnittmaschine über den gesamten Überfahrbereich von rund 6 m vorgezogen worden ist, wird der Kettenförderer 6 selbst mit der gefesselten Bandkehre 4 auf einem vorgelagerten Schienenplattenabschnitt von 6 m Länge in Etappen von 4 mal 1,5 m rollend vorgezogen. Die abwurfseitig freiwerdende Schienenplatte 16 von ebenfalls 6 m Länge wird danach an den Kammgelenken gelöst, nach vorne transportiert und vorgelagert wieder angeordnet und befestigt.

Zum Vorwärtsbewegen des Kettenförderers 6 dient der in 1 wiedergegebene Vorrückzylinder 26, der einmal an der Fördererkehre 27 und zum anderen an der jeweiligen Schienenplatte 16 bzw. 17 festgelegt ist. Hierzu weisen die einzelnen Schienenplatten 16, 17 in der Förderermitte 24 Rasterlöcher 25 auf, in die die Vorschubzylinder bzw. Vorrückzylinder 26 eingreifen und entsprechend abzustecken sind. Das Schreitwerk besteht hier wie schon erwähnt lediglich aus dem Vorrückzylinder 26, der an der Fördererkehre 27 gelenkig befestigt ist und den Kettenförderer 6 vorteilhafterweise zieht und nicht schiebt.

Der Brecher 7 ist, wie in 1 angedeutet, zur Beherrschung der Schlagkräfte und der Schwingungen auf der Schienenplatte 16, 17 schleifend angeordnet. Er wird gleichzeitig mit dem gesamten Kettenförderer 6 in Streckenlängsrichtung über den Vorrückzylinder 26 bewegt.

Wird der hier gezeigte Kettenförderer 6 direkt mit dem Strebförderer verbunden und macht dessen Bewegungen mit, so erübrigt sich natürlich der Vorrückzylinder 26, der Kettenförderer 6 selbst kann aber auch auf den als Laufschiene 35 wirkenden Schienenplatten 16, 17 in Streckenlängsrichtung 5 verschoben bzw. verfahren werden. Auch hierbei werden jeweils die hintere Schienenplatte 16 vor die Schienenplatte 17 gelegt, wenn der Kettenförderer 6 einen entsprechenden Verfahrweg erreicht hat.

Alle genannten Merkmale, auf die den Zeichnungen allein zu entnehmenden, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen.


Anspruch[de]
  1. Überfahreinrichtung für den Massenguttransport im untertägigen Berg- und Tunnelbau, mit dem in der Strecke (2) verlegten Bandförderer (3) mit Bandkehre (4), einem in Streckenlängsrichtung (5) verschieblich angeordneten und auf den Bandförderer (3) übergebenden Kettenförderer (6) mit integriertem Brecher (7), sowie einem mit einer Teilschnittmaschine verbundenen und auf dem Kettenförderer (6) verfahrbaren Brückenförderer (10), dadurch gekennzeichnet, dass der Kettenförderer (6) mit beidseitig seitlich angeordneten und über seine Länge im Abstand zueinander positionierten Laufrädern (12, 13) ausgerüstet ist, die auf einem auf der Streckensohle (14) verlegten Schienenplattenstrang (15) seitlich geführt abrollend angeordnet sind, wobei der Schienenplattenstrang (15) aus kammgelenkartig und lösbar miteinander verbundenen Schienenplatten (16, 17) besteht.
  2. Überfahreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufräder (12, 13) mit Laufkränzen (19) versehen sind, die eine Führung an den Seitenkanten (20) der entsprechend dick ausgebildeten Schienenplatten (16, 17) ermöglichend ausgebildet sind.
  3. Überfahreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandkehre (4) und der Kettenförderer (6) aneinander gefesselt sind oder dass der Bandförderer (3) mit einem Übergangsteleskop ausgerüstet ist.
  4. Überfahreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenplatten (16, 17) eine Länge von 2–4, vorzugsweise 3 m und eine Breite aufweisen, die beidseitig einen Überstand (21) zum Kettenförderer (6) und damit eine ausreichende Laufbahn (22) sicherstellt.
  5. Überfahreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schienenplatten (16, 17) in Förderermitte (24) Rasterlöcher (25) für Vorrückzylinder (26) aufweisen.
  6. Überfahreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorrückzylinder (26) ziehend angeordnet und mit der Schienenplatte (16, 17) und mit der Fördererkehre (27) gelenkig verbunden ist.
  7. Überfahreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kettenförderer (6) beidseitig U-Profilansätze (29) aufweist, die mit den Flanschen (31, 32) zur Streckensohle (14) weisend am Rinnenschuss (8, 9) befestigt sind, wobei in den Flanschen (31, 32) die Achse (33) der Laufräder (12, 13) gelagert ist.
  8. Überfahreinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Brecher (7) auf dem Schienenplattenstrang (15) schleifend angeordnet ist.
  9. Kettenkratzförderer, der mit seitlich vorstehenden Laufrädern (12, 13) und einer Laufschiene (35) ausgerüstet ist, die das Gewicht des Kettenförderers (6) aufnehmend und mit einem Bandförderer (3) und einem Brückenförderer (10) verbindbar ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufschiene (35) als auf der Streckensohle (14) verlegter Schienenplattenstrang (15) ausgeführt ist, der aus kammgelenkartig und lösbar miteinander verbundenen Schienenplatten (16, 17) besteht und die mit Laufkränzen (19) versehenen Laufräder (12, 13) führende Seitenkanten (20) aufweist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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