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Bogendruckmaschine - Dokument DE10351868A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10351868A1 09.06.2005
Titel Bogendruckmaschine
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Jentzsch, Arndt, Dipl.-Ing., 01640 Coswig, DE
DE-Anmeldedatum 06.11.2003
DE-Aktenzeichen 10351868
Offenlegungstag 09.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse B41F 19/02
IPC-Nebenklasse B41F 23/04   B41F 7/02   B41F 5/24   B41F 9/02   B41M 1/24   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Bogendruckmaschine mit mindestens einem Offsetdruckwerk, einem Flexodruckwerk oder einem Tiefdruckwerk sowie einem Veredlungswerk.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Druckmaschine so zu verändern, dass ihre Universalität und Effektivität erhöht wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Veredlungswerk als Prägefoliendruckwerk (3, 12) und das Prägefoliendruckwerk (3, 12) als Heißprägedruckwerk oder Kaltprägewerk ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bogendruckmaschine mit mindestens einem Offsetdruckwerk, einem Flexodruckwerk oder einem Tiefdruckwerk sowie einem Veredlungswerk.

Aus der DE 100 04 997 A1 ist es, um einen hohen Veredlungsgrad der Bedruckstoffe zu erreichen, was insbesondere beim Etiketten- oder Verpackungsdruck erforderlich sein kann, bekannt, den Bedruckstoff zuerst mit einer lösungsmittelbasierenden oder einer strahlungsinduziert härtbaren Farbe und danach mit einer oder verschiedenen Oftsetfarben zu bedrucken. Dazu sind Offsetdruckwerken ein Veredlungswerk sowie Flexodruckwerke mit Trocknern unterschiedlicher Konfiguration vorgeordnet und ein als Lackierwerk arbeitendes Flexodruckwerk mit Trockner nachgeordnet. Das Veredlungswerk besteht aus zwei Prägezylindern, auf die je ein Zylinderaufzug aufgespannt ist und welche einen Bearbeitungsspalt bilden, durch den der Bedruckstoff beim Rotationsprägen hindurchgeführt wird. Anstelle eines Prägezylinders können andere Rotationswerkzeuge zum Rillen, Perforieren oder Stanzen vorgesehen werden. Ein Veredeln des Bedruckstoffs durch einen Prägefoliendruck ist in einem Maschinendurchlauf nicht möglich.

Zur Realisierung eines Prägefoliendrucks sind Einzweckmaschinen bekannt, die aus einem Bogenanleger und einer Bogenanlage sowie einem oder zwei Prägefoliendruckwerken bestehen. Zum Veredeln eines Bedruckstoffs durch Prägefoliendruck ist ein zusätzlicher Maschinendurchlauf erforderlich.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Druckmaschine so zu verändern, dass ihre Universalität und Effektivität erhöht wird.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Druckmaschine nach den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es, in einem Maschinendurchgang Bogenmaterial zur Erzielung unterschiedlichster Effekte zu bedrucken und gleichzeitig durch Prägefoliendruck zu veredeln.

Die erfindungsgemäße Lösung wird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der Zeichnung ist eine Druckmaschine 1 mit einem Bogenanleger 2 dargestellt. Dem Bogenanleger 2 ist ein als Anlagedruckwerk ausgebildetes erstes Prägefoliendruckwerk 3 nachgeordnet. In einer Bogenlaufrichtung 4, in der Bogen 5 vom Bogenanleger 2 zu einer Bogenauslage 6 durch die Druckmaschine 1 gefördert werden, folgt dem ersten Prägefoliendruckwerk 3 ein erstes Tiefdruckwerk 7.1 mit einem ersten Trockner 8.1 und ein zweites Tiefdruckwerk 7.2 mit einem zweiten Trockner 8.2. Dem zweiten Tiefdruckwerk 7.2 ist ein erstes Flexodruckwerk 9.1 mit einem dritten Trockner 8.3 nachgeordnet, dem sich Offsetdruckwerke 10 anschließen. Im Ausführungsbeispiel sind fünf Offsetdruckwerke 10 vorgesehen, denen in beliebiger Position eine Bogenwendeeinrichtung 11 zugeordnet sein kann.

An die Offsetdruckwerke 10 schließt sich ein zweites bis sechstes Flexodruckwerk 9.2 bis 9.6 an, zwischen denen jeweils ein vierter bis achter Trockner 8.4 bis 8.8 vorgesehen sein kann. Die Flexodruckwerke 9.2 bis 9.6 und die Trockner 8.4 bis 8.8 können in unterschiedlichsten Bauformen ausgebildet sein. So kann ein Trockenwerk aus einem bis fünf Überführzylindern bestehen, die eingehaust und vorzugsweise mit Warmluft und/oder Strahlungstrocknern beheizt sind. Bei Verwendung von Lösemittelfarben sind starke Absaugungen notwendig, die mit nicht dargestellten Rückgewinnungs- oder Verbrennungsanlagen in Verbindung stehen. Dem sechsten Flexodruckwerk 9.6 ist als letztem Druckwerk der Flexodruckstrecke ein zweites Prägefoliendruckwerk 12 nachgeordnet, dem sich die Bogenauslage 6 anschließt.

Die Prägefoliendruckwerke 3,12 weisen einen Prägezylinder 13 auf, der mit einem Gegendruckzylinder 14 zusammenarbeitet. Auf dem Prägezylinder 13 sind Prägewerkzeuge positioniert, die z.B. als Wickelplatte oder als geätzte bzw. gravierte Platten ausgebildet sind. Die Gegendruckzylinder 14 sind im Ausführungsbeispiel doppeltgroß ausgebildet. Von den Prägefoliendruckwerken 3, 12 sind in der Zeichnung Folienvorratsrollen 15 und Folienaufwickelrollen 16 dargestellt. Auf den Folienvorratsrollen 15 ist eine Prägefolie aufgewickelt, auf der ein Druckbild, eine Farbschicht, ein Halogramm oder dgl. aufgebracht ist. Durch eine nicht dargestellte Transporteinrichtung wird die Prägefolie von den Folienvorratsrollen 15 abgezogen und durch den zwischen Prägezylinder 13 und den Gegendruckzylinder 14 gebildeten Spalt geführt sowie mittels einer Steuereinrichtung so beeinflusst, dass die auf der Prägefolie vorgesehenen Druckbilder beim Durchlaufen des Prägespaltes mit den auf dem Prägezylinder 13 vorgesehenen Prägebildern übereinstimmen, wobei die Geschwindigkeit der Prägefolie auch mit der Umfangsgeschwindigkeit der Prägewerkzeuge übereinstimmt. Damit kann positionsgenau ein auf dem Gegendruckzylinder geführter Bogen 5 geprägt und das auf der Prägefolie aufgebrachte Druckbild auf die Prägung übertragen werden. Mit Hilfe der Transport- und Steuereinrichtung wird nach der Druckbildübertragung die Prägefolie zum Stillstand gebracht und erst dann wieder auf Umfangsgeschwindigkeit sowie mit dieser synchronisiert, wenn das Prägemotiv wiederum den Prägespalt durchläuft. Die „abgedruckte" Prägefolie wird nachfolgend auf den Folienaufwickelrollen 16 aufgewickelt.

Die Prägefoliendruckwerke 3, 12 können als Heiß- oder Kaltprägedruckwerke ausgebildet sein. Im Ausführungsbeispiel ist das erste Prägefoliendruckwerk 3 ein Heißprägewerk, bei dem die Prägewerkzeuge beheizt werden, so dass die Prägeübertragung unter Druck- und Hitzeeinwirkung erfolgt. Das zweite Prägefoliendruckwerk 12 ist als Kaltprägedruckwerk ausgeführt. Um eine optimale Prägeübertragung lediglich unter Druckeinwirkung zu erreichen, ist es vorteilhaft, wenn der Bogen 5 insbesondere im Bereich der Prägeübertragung lackiert wurde. Deshalb ist dem als Kaltprägedruckwerk ausgebildeten zweiten Prägefoliendruckwerk 12 das als Lackwerk arbeitende sechste Flexodruckwerk 9.6 vorgeordnet.

Die im Bogenanleger 2 vereinzelten Bogen 5 werden in bekannter Weise dem als Anlagedruckwerk ausgebildeten ersten Prägefoliendruckwerk 3 zugeführt und heißgeprägt sowie ein Druckbild von einer Prägefolie übertragen. Danach werden die Bogen 5 in den Tiefdruckwerken 7.1, 7.2 bedruckt, zwischengetrocknet sowie im ersten Flexodruckwerk 9.1 lackiert und getrocknet. Anschließend erfolgt ein Bedrucken der Bogen 5 in den Offsetdruckwerken 10, wobei eine Bogenanwendung mittels der Bogenwendeeinrichtung 11 möglich ist. Danach werden die Bogen 5 in den Flexodruckwerken 9.1 bis 9.6 bedruckt, zwischengetrocknet und im als Kaltprägedruckwerk ausgebildeten zweiten Prägefoliendruckwerk 12 geprägt sowie ein Druckbild übertragen. Dabei ist das sechste Foliendruckwerk 9.6 als Lackwerk ausgeführt. Von dem zweiten Prägefoliendruckwerk 12 werden die Bogen 5 in die Bogenauslage 6 transportiert und dort abgelegt. Die Flexodruckwerke 9.1 bis 9.6 und die Trockner 8.1 bis 8.8 können in unterschiedlichsten Bauarten ausgebildet sein.

1Druckmaschine 2Bogenanleger 3erstes Prägefoliendruckwerk 4Bogenlaufrichtung 5Bogen 6Bogenauslage 7.1erstes Tiefdruckwerk 7.2zweites Tiefdruckwerk 8.1erster Trockner 8.2zweiter Trockner 8.3dritter Trockner 8.4achter Trockner 9.1erstes Flexodruckwerk 9.2zweites Flexodruckwerk 9.3drittes Flexodruckwerk 9.4viertes Flexodruckwerk 9.5fünftes Flexodruckwerk 9.6sechstes Flexodruckwerk 10Offsetdruckwerk 11Bogenwendeeinrichtung 12zweites Prägefoliendruckwerk 13Prägezylinder 14Gegendruckzylinder 15Folienvorratsrolle 16Folienaufwickelrolle

Anspruch[de]
  1. Druckmaschine mit mindestens einem Offsetdruckwerk, einem Flexodruckwerk oder einem Tiefdruckwerk sowie einem Veredlungswerk, dadurch gekennzeichnet, dass das Veredlungswerk als Prägefoliendruckwerk (3, 12) ausgebildet ist.
  2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Prägefoliendruckwerk (3, 12) als Heißprägedruckwerk ausgebildet ist.
  3. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Prägefoliendruckwerk (3, 12) als Kaltprägewerk ausgebildet ist.
  4. Druckmaschine nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem als Kaltprägewerk ausgebildeten Prägefoliendruckwerk (12) ein als Lackierwerk arbeitendes Flexodruckwerk (9.6) vorgeordnet ist.
  5. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bogenwendeeinrichtung (11) vorgesehen ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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