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Dokumentenidentifikation DE202005002930U1 09.06.2005
Titel Schneideisenhalter zum Nachschneiden
Anmelder Schmieg, Rainer, 99444 Blankenhain, DE;
Gille, Mario, 99831 Schnellmannshausen, DE
DE-Aktenzeichen 202005002930
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 09.06.2005
Registration date 04.05.2005
Application date from patent application 19.02.2005
IPC-Hauptklasse B23G 1/26

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen einfach herstellbaren und universell verwendbaren Schneideisenhalter für Gewindeschneideisen der in den gezeigten Varianten zum Nachschneiden von Gewinden an schwer zugänglichen Stellen und/oder in räumlich begrenzter Umgebung geeignet ist.

Bekannt sind eine Vielzahl von Konstruktionen an Haltern für Schneideisen. Gemeinsamer Nachteil dieser Konstruktionen ist, daß die Außengeometrie, (Durchmesser), größer ist als der Außendurchmesser der Schneideisen und damit den Einsatz in räumlich beengter Umgebung einschränkt. Lösungen, die den Einsatz von Sonderschneideisen erfordern sind kostspielig in der Herstellung und Beschaffung.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einfach und kostengünstig herstellbare Halter für Gewindeschneideisen anzugeben, deren Außendurchmesser gleich oder vorzugsweise kleiner ist als der Außendurchmesser des Schneideisens und der geeignet ist, mittels dieses Schneideisens Gewinde an schwer zugänglichen Stellen und/oder räumlich begrenzter Umgebung nachzuschneiden.

Die erfindungsgemäße Lösung soll den Einsatz normierter Schneideisen ohne Änderung derselben ermöglichen und den Raumbedarf in der Fläche auf den Durchmesser des Schneideisens beschränken.

Die erfindungsgemäße Aufgabe ist dadurch gelöst, daß Schneideisen, (6), in den Öffnungen ihres Spanraums, (6.1) aufgenommen werden und daß diese Aufnahme mit Hilfe von, mit diesem Spanraum korrespondierenden Mitnehmern, (1.2, 2.2, 3.2, 4.2, und 7.2), erfolgt, welche so dimensioniert sind, daß der, zum nachschneiden von Gewinden erforderliche, reduzierte Spanraum erhalten bleibt und die Abführung des abgetragenen Werkstoffs ermöglicht.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung liegen insbesondere darin, daß der Schneideisenhalter einfach bedienbar ist, für das Scheideisen einen sicheren Halt gewährleistet, den Abfluß des abgetragenen Materials entweder in den Innenraum des Halters oder nach außen ermöglicht.

Das Gerät soll dem Anwender zum Ansetzen eine sichere Führung und Richtungsanzeige geben und das nachzuschneidende Gewinde auch bei größeren Längen nicht beschädigen. Durch die seitlichen, / rückwärtigen Öffnungen kann Kühl-, beziehungsweise Schmiermittel zugeführt werden.

Da die Belastung des Schneideisenhalters beim Nachschneiden geringer ist als bei der Herstellung eines vollständigen Gewindes, kann die Dimensionierung für die Aufnahme von kleineren Kräften ausgelegt werden.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist anhand verschiedener vorteilhafter Ausführungsbeispiele beschreiben und dargestellt.

Die Darstellung erfolgt anhand eines Schneideisens mit 5 Schneiden/ Spanräumen, (6.1). Für Schneideisen mit hiervon abweichenden Teilungen ist die Dimensionierung und Teilung der Mitnehmer, (1.2, 2.2, 3.2 und 4.2), korrespondierend zu Anzahl und Größe der Spanräume auszulegen.

Das gleiche gilt bei unterschiedlicher Länge der Schneideisen sinngemäß, - für die Position der Nuten auf den Mitnehmern, (1.21, und 4.21), zum Übergang auf das Rohr beziehungsweise den Abstand der Nuten, (2.21 zu 2.22, und 3.21 zu 3.22) untereinander, – für den/die Seegerring (e), (5.1, 5.2), beziehungsweise die Ringfeder.

Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht durch die Herstellung weniger Varianten die Anpassung auf normierte Schneideisen ohne Änderung derselben und ist auch bei nachgeschärften Schneideisen problemlos einsetzbar. Der Raumbedarf in der Fläche ist auf den Durchmesser des verwendeten Schneideisens beschränkt.

1 und 1a zeigen den Schneideisenhalter in einsatzfertig montierter Ansicht, (1), und die Einzelteile auseinandergezogen, (1a). Der Schneideisenhalter, (1), ist hier mit Innenvierkant, (1.5), als Einsatz zur Verwendung auf dem Vierkantanschluß einer Knarre ausgebildet. In der Umfangsfläche sind Fenster, (1.41, 1.42), eingearbeitet, durch die das vom Schneideisen, (6), abgetragene Material herausfallen kann.

An den Träger des Schneideisenhalters sind Mitnehmerprofile, (1.2), angearbeitet auf welche das Schneideisen, (6), aufgesetzt wird.

Der Querschnitt und die Lage der Mitnehmerprofile, (1.2), ist so dimensioniert, daß nur der äußere Bereich des Spanraums, (6.1), der verwendeten Schneideisen ausgefüllt ist und das abgetragene Material durch den verbleibenden Raum abfließen kann.

Ein federnder Ring, zum Beispiel ein Seegerring, (5.1), der in die Nuten, (1.21), auf den Mitnehmern, (1.2) eingesetzt wird, sichert das Schneideisen, (6), gegen Längsverschiebung und herunterfallen.

Diese Bauform ist besonders zum Nachschneiden von Gewinden an Auspuffkrümmern in Kfz-Reparaturwerkstätten und im Anlagenbau geeignet.

2 und 2a zeigen eine Variante der in 1 und 1a gezeigten Schneideisenhalters in einsatzfertig montierter Ansicht, (2), und die Einzelteile auseinandergezogen, (2a). Der Schneideisenhalter, (2), als Einsatz zur Verwendung auf dem Vierkantanschluß einer Knarre ausgebildet.

An den Träger des Schneideisenhalters sind verlängerte Mitnehmerprofile, (2.2), angearbeitet in die zwei Nuten, (2.21 und 2.22), zur Montage von federnden Ringen, zum Beispiel Seegerringe, (5.1 und 5.2), eingearbeitet sind.

Mit zunehmender die Länge der Mitnehmerprofile wird der Effekt einer Torsionsfeder erreicht, welcher dem Anwender bei der Arbeit an problematischen Werkstoffen, zum Beispiel solche, die zur Kaltverschweißung neigen frühzeitig die Gefahr eines Bruchs, beziehungsweise die Notwendigkeit Kühlschmiermittel zuzuführen, signalisiert.

Nach Montage des Seegerrings, (5.2), in die Nut, (2.22), wird das Schneideisen, (6), auf die Mitnehmer, (2.2), aufgesetzt und durch die Montage des zweiten Seegerrings, (5.1), in die Nut, (2.21), gegen Verschiebung gesichert.

Der Querschnitt und die Lage der Mitnehmerprofile, (2.2), ist so dimensioniert, daß nur der äußere Bereich des Spanraums, (6.1), der verwendeten Schneideisen ausgefüllt ist und das abgetragene Material durch den verbleibenden Raum abfließen kann.

Das vom Schneideisen, (6), abgetragene Material fällt in diesem Fall durch die Fenster, (2.41), welche sich im montierten Zustand zwischen den Mitnehmern, (2.2) bilden heraus.

Diese Bauform ist besonders zum Nachschneiden von Gewinden an schwer zugänglichen Arbeitsorten geeignet.

3 und 3a zeigen eine Variante des Schneideisenhalters aus einem Rohr hergestellt, in einsatzfertig montierter Ansicht, (3), und die Einzelteile auseinandergezogen, (3a).

Der Schneideisenhalter, (3), ist innen hohl. Mit einer oder mehreren Bohrungen, (3.5), versehen, zur Verwendung mit einem Knebel, (8), ausgebildet.

An den Träger des Schneideisenhalters sind verlängerte Mitnehmerprofile, (3.2), angearbeitet in die zwei Nuten, (3.21 und 3.22), zur Montage von federnden Ringen, zum Beispiel Seegerringe, (5.1 und 5.2), eingearbeitet sind. Das vom Schneideisen, (6), abgetragene Material fällt in diesem Fall durch die Fenster, (3.41), welche sich im montierten Zustand zwischen den Mitnehmern, (3.2) bilden heraus.

Mit zunehmender die Länge der Mitnehmerprofile wird der Effekt einer Torsionsfeder erreicht, welcher dem Anwender bei der Arbeit an problematischen Werkstoffen frühzeitig die Gefahr eines Bruchs signalisiert.

Nach Montage des Seegerrings, (5.2), in die Nut, (3.22), wird das Schneideisen, (6), auf die Mitnehmer, (3.2), aufgesetzt und durch die Montage des zweiten Seegerrings, (5.1), in die Nut, (3.21), gegen Verschiebung gesichert.

Der Querschnitt und die Lage der Mitnehmerprofile, (3.2), ist so dimensioniert, daß nur der äußere Bereich des Spanraums, (6.1), der verwendeten Schneideisen ausgefüllt ist und das abgetragene Material durch den verbleibenden Raum abfließen kann.

4 und 4a zeigen eine Variante des Schneideisenhalters aus einem Rohr hergestellt, in einsatzfertig montierter Ansicht, (4), und die Einzelteile auseinandergezogen, (4a).

Der Schneideisenhalter, (4), ist innen hohl. Mit einer oder mehreren Bohrungen, (4.5), versehen, zur Verwendung mit einem Knebel, (8), ausgebildet.

An den Träger des Schneideisenhalters sind Mitnehmerprofile, (4.2), angearbeitet in die eine Nut, (4.21), zur Montage eines federnden Rings, zum Beispiel eines Seegerrings, (5.1), eingearbeitet ist.

Der Querschnitt und die Lage der Mitnehmerprofile, (4.2), ist so dimensioniert, daß nur der äußere Bereich des Spanraums, (6.1), der verwendeten Schneideisen ausgefüllt ist und das abgetragene Material durch den verbleibenden Raum abfließen kann.

Das Schneideisen, (6), wird auf die Mitnehmer, (4.2), aufgesetzt und durch die Montage des Seegerrings, (5.1), in die Nut, (4.21), gegen Verschiebung gesichert.

Das vom Schneideisen, (6), abgetragene Material fällt bei dieser Ausführung in den Innenraum des Schneideisenhalters und wird nach Ende der Bearbeitung daraus entfernt.

5 und 5a zeigen eine weitere Variante des Schneideisenhalters, (7) aus einem Rohr hergestellt, in einsatzfertig montierter Ansicht, (5), und die Einzelteile auseinandergezogen, (5a).

Der Schneideisenhalter, (5), ist innen hohl. Am rückwärtigen Ende ist ein Mehrkantprofil, (7.5), angeprägt auf oder in das ein Schlüssel, zum Beispiel ein Gabel-, Steck,- Ring,- oder Inbusschlüssel oder ein anderer Schlüssel auf- oder einsteckbar ist.

An den Träger des Schneideisenhalters sind Mitnehmerprofile, (7.2), angearbeitet in die eine Nut, (7.21), zur Montage eines federnden Rings, zum Beispiel eines Seegerrings, (5.1), eingearbeitet ist. Der Querschnitt und die Lage der Mitnehmerprofile, (7.2), ist so dimensioniert, daß nur der äußere Bereich des Spanraums, (6.1), der verwendeten Schneideisen, (6), ausgefüllt ist und das abgetragene Material durch den verbleibenden Raum abfließen kann.

Das Schneideisen, (6), wird auf die Mitnehmer, (7.2), aufgesetzt und durch die Montage des Seegerrings, (5.1), in die Nut, (7.21), gegen Verschiebung gesichert. Das vom Schneideisen, (6), abgetragene Material fällt bei dieser Ausführung in den Innenraum des Schneideisenhalters und wird nach Ende der Bearbeitung daraus entfernt.

Die Abdeckscheibe, (9), verschließt den Spanraum des Schneideisens, (6), zum Arbeitsort hin und bewirkt, daß der größte Teil des abgetragenen Werkstoffs beim zurückdrehen des Schneideisens nach der Bearbeitung im Innenraum des Schneideisenhalters, (7), abgelagert und mit diesem vom Ort der Bearbeitung entfernt wird. Durch Ihre Geometrie stützt die Abdeckscheibe die Mitnehmer, (7.2), gegen Deformation zur Mitte hin ab.

Bei Reparaturen an Fahrzeugen, Maschinen und Anlagen tritt oft das Problem auf, daß die Gewinde von Stehbolzen durch Korrosion, oder durch die Montagearbeiten beschädigt werden und nachgeschnitten werden müssen. In vielen Fällen ist eine Entfernung der Gewindebolzen, in schwer zugänglicher Umgebung nicht, oder wie zum Beispiel bei Auspuffanlagen oder anderen Flanschen nur unter Bruchgefahr möglich.

Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung können auch solche Gewinde nachgeschnitten werden, deren Umgebung den Durchlaß des Schneideisendurchmessers erlaubt.

Fig. 1 und 1a Schneideisenhalter kurz als Stecknuß für eine Knarre 1Stecknuß für Knarre kurz 1.2Mitnehmer kurz, Dimension und Lage korrespondierend mit 6.1 1.21Nut für Seegerring/Ringfeder 1.41Fenster für Spanabfluß/Kühlmittelzuführung 1.42Fenster für Spanabfluß/Kühlmittelzuführung 1.5Anschluß für Knarre 5.1Seegerring/Ringfeder 6Schneideisen 6.1Schneideisen Spanraum Fig. 2 und 2a Schneideisenhalter lang als Stecknuß für eine Knarre 2Stecknuß für Knarre lang 2.2Mitnehmer lang, Dimension und Lage korrespondierend mit 6.1 2.21Nut für Seegerring/Ringfeder 2.22Nut für Seegerring/Ringfeder 2.41Fenster für Spanabfluß/Kühlmittelzuführung 2.42Fenster für Spanabfluß/Kühlmittelzuführung 5.1Seegerring/Ringfeder 5.2Seegerring/Ringfeder 6Schneideisen 6.1Schneideisen Spanraum Fig. 3 und 3a Schneideisenhalter rohrförmig lang 3Schneideisenhalter rohrförmig lang 3.2Mitnehmer lang, Dimension und Lage korrespondierend mit 6.1 3.21Ringnut für Seegerring/Ringfeder 3.22Ringnut für Seegerring/Ringfeder 3.41Fenster für Spanabfluß/Kühlmittelzuführung 3.42Fenster für Spanabfluß/Kühlmittelzuführung 3.5Öffnung für Knebel 5.1Seegerring/Ringfeder 5.2Seegerring/Ringfeder 6Schneideisen 6.1Schneideisen Spanraum 8Knebel Fig. 4 und 4a Schneideisenhalter rohrförmig kurz 4Schneideisenhalter rohrförmig kurz 4.2Mitnehmer kurz, Dimension und Lage korrespondierend mit 6.1 4.21Ringnut für Seegerring/Ringfeder 4.5Öffnung für Knebel 5.1Seegerring/Ringfeder 6Schneideisen 6.1Schneideisen Spanraum 8Knebel Fig. 5 und 5a Schneideisenhalter rohrförmig mit Abdeckscheibe und Innen-/Außen-Sechskantadapter. 7Schneideisenhalter rohrförmig mit Außen-/Innensechskant 7.2Mitnehmer kurz, Dimension und Lage korrespondierend mit 6.1 und 9.2 7.21Ringnut für Seegerring/Ringfeder 7.5Mehrkantprofil innen/außen angeprägt 5.1Seegerring/Ringfeder 6Schneideisen 6.1Schneideisen Spanraum 9Abdeckscheibe 9.2Öffnungen, korrespondierend mit 4.2

Anspruch[de]
  1. Schneideisenhalter zum Nachschneiden eines Gewindes, dadurch gekennzeichnet daß, eine Aufnahme für ein Gewindeschneideisen

    – an ihrem größten Durchmesser einen gleichen oder vorzugsweise kleineren Außendurchmesser als das aufzunehmende Schneideisen besitzt,

    – dieses Schneideisen, (6), in den Öffnungen seines Spanraums, (6.1), auf, mit diesen Öffnungen korrespondierenden Mitnehmern, (1.2, 2.2, 3.2, 4.2, und 7.2), aufgenommen ist,

    – auf den Mitnehmern, (1.2, 2.2, 3.2, 4.2, und 7.2) durch Seegerringe /Ringfedern, (5.1, 5.2), in Nuten, (1.21, 2.21, 2.22, 3.21, 3.22, 4.21, und 7.21), gegen Längsverschiebung gesichert ist.
  2. Schneideisenhalter zum Nachschneiden eines Gewindes, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß, eine Aufnahme für ein Gewindeschneideisen so gestaltet ist daß

    – an der, dem Bearbeitungsort zugewandten Seite, eine Abdeckscheibe, (9), aufsetzbar ist, deren Innendurchmesser geringfügig größer als der äußere Durchmesser des nachgearbeiteten Gewindes ist, welche das beim Nachschneiden abgetragene Material im Innenraum des Schneideisens, (6), beziehungsweise des Schneideisenhalters zurückhält.

    – als sogenannte Stecknuß zum aufsetzen auf den Vierkant einer Knarre oder deren Verlängerung,

    – als rohrförmiger Schlüssel mit Öffnungen zum durchstecken eines Knebels oder mit Außen-, und/oder Innen-Mehrkantprofil versehen ist, das zum Einsatz mit einem weiteren Hilfswerkzeug, (Kurbel, Schraubenschlüssel, Steckschlüssel),

    geeignet ist.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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