PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69917903T2 09.06.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001093415
Titel TINTENSTRAHLEMPFANGSMEDIUM MIT EINEM TINTENMIGRATIONSINHIBITOR, UND VERFAHREN ZU DESSEN HERSTELLUNG
Anmelder Minnesota Mining & Manufacturing Company, St. Paul, Minn., US
Erfinder WALLER, P., Clinton, Saint Paul, US;
FAROOQ, Omar, Saint Paul, US;
MROZINSKI, S., James, Saint Paul, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69917903
Vertragsstaaten DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 17.02.1999
EP-Aktenzeichen 999070634
WO-Anmeldetag 17.02.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/03263
WO-Veröffentlichungsnummer 0099065701
WO-Veröffentlichungsdatum 23.12.1999
EP-Offenlegungsdatum 25.04.2001
EP date of grant 09.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.06.2005
IPC-Hauptklasse B41M 5/00
IPC-Nebenklasse C09D 11/00   

Beschreibung[de]

Diese Patentakte enthält mindestens eine Zeichnung in Farbe. Kopien dieses Patents mit Farbzeichnungen werden vom Patent- und Markenamt auf Anfrage und gegen Entrichtung der erforderlichen Gebühr bereitgestellt.

Diese Erfindung betrifft einen mikroporösen Tintenstrahlrezeptor, der ausgezeichnete Bilder mit Pigmenttinten liefert, die darauf derart abgeschieden sind, dass die Pigmenttinten bei Kontakt mit Wasser an einer Wanderung gehindert werden. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Verwendung eines Wanderungsinhibitors für pigmentierte Tinte.

Tintenstrahlabbildungstechniken sind im Gewerbe und bei Konsumenten ziemlich beliebt geworden. Die Möglichkeit, einen Personal-Computer und einen Tischdrucker zum Drucken eines Farbbildes auf Papier oder anderen Rezeptormedien zu verwenden, hat sich von Tinten auf Farbstoffbasis zu Tinten auf Pigmentbasis ausgeweitet. Die letzteren liefern brillante Farben und dauerhafterer Bilder, da Pigmentpartikel in einer Dispersion enthalten sind, bevor sie mit Hilfe eines Thermo-Tintenstrahldruckkopfes, wie zum Beispiel jenen, die im Handel von Hewlett Packard Corporation oder LexMark Corporation erhältlich sind, in Tintenstrahldruckern, die im Handel von Hewlett Packard Corporation, Encad Inc., Mikaki Corporation und anderen erhältlich sind, abgegeben werden.

Tintenstrahldrucker werden allgemein für einen elektronischen Druck im Breitformat für Anwendungen wie Maschinen- und Architekturzeichnungen verwendet. Wegen des einfachen Betriebs, der Wirtschaftlichkeit von Tintenstrahldruckern und Verbesserungen in der Tintentechnologie verspricht der Tintenstrahlabbildungsprozess ein hohes Wachstumspotenzial für die Druckindustrie, um dauerhafte Graphiken im Breitformat, mit Bild nach Bedarf, in Präsentationsqualität herzustellen.

Die Komponenten eines Tintenstrahlsystems, das zur Herstellung von Graphiken verwendet wird, können in drei Hauptkategorien unterteilt werden:

  • 1. Computer, Software, Drucker
  • 2. Tinte
  • 3. Rezeptorblatt

Der Computer, die Software und der Drucker steuern die Größe, Anzahl und Anordnung der Tintentropfen und transportieren die Rezeptorfolie. Die Tinte enthält den Farbstoff oder die Pigmente, die das Bild bilden, und die Rezeptorfolie stellt das Medium bereit, das die Tinte aufnimmt und hält. Die Qualität des Tintenstrahlbildes ist vom gesamten System abhängig. Die Zusammensetzung und Wechselwirkung zwischen der Tinte und der Rezeptorfolie sind in einem Tintenstrahlsystem am wichtigsten.

Die Bildqualität ist das, was die betrachtende Öffentlichkeit und die zahlenden Kunden sehen wollen und verlangen. Druckereien stellen viele andere Anforderungen an das Tintenstrahlmedien/Tintensystem, wie rasches Trocknen, Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit, längere Haltbarkeit, Wasserfestigkeit und insgesamt einfache Handhabung. Die Umweltbelastung kann zusätzliche Anforderungen an die Medien und die Tinte stellen (abhängig von der Anwendung der Graphik).

Eine poröse Membran ist eine natürliche Wahl für die Verwendung als tintenstrahlaufnehmendes Medium, da die Kapillarwirkung der porösen Membran die Tinte viel rascher in die Poren saugen kann als der Absorptionsmechanismus von folienbildenden, wasserlöslichen Beschichtungen. Wenn in der Vergangenheit jedoch eine poröse Beschichtung oder Folie verwendet wurde, um eine gewünschte rasche Trocknung zu erreichen, war die optische Dichte stark beeinträchtigt, da der Farbstoff zu tief in das poröse Netz eindringt. Diese Art von Problem wird durch Drucker verschärft, die hohe Tintenvolumen pro Tropfen abgeben, da eine zusätzliche Foliendicke erforderlich sein könnte, um die gesamte Tinte zu halten. Wenn die Porengröße und das Porenvolumen der Membran offen sind, damit Pigmente eindringen können, können die Pigmente in der Membran schichtenförmig verteilt sein. Dies bedeutet, dass sich Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb vorwiegend in verschiedenen Tiefen befinden, abhängig von der Reihenfolge des Auftrags. Somit wird etwas von der (den) Farbe(n), die als erste aufgetragen wird (werden) optisch in dem Bild durch das folgende Auftragen einer anderen pigmentierten Tinte eingeschlossen. Ferner kann eine seitliche Diffusion der Tinte auch ein Problem bedeuten, das porösen Membranen eigen ist, die als Aufnahmemedien verwendet werden. Wenn pigmentierte Tinten auf eine poröse Folie ausgestoßen werden, die eine zu geringe Porengröße hat, werden Farbpigmente an der Oberseite der Membran gefiltert, wodurch eine hohe Bilddichte erhalten wird, aber die Pigmente könnten leicht verschmieren und den Effekt zeigen, dass sie niemals trocknen. Ebenso kann überschüssige Flüssigkeit von der Tinte zusammenlaufen oder, was noch schlimmer ist, sich auf dem Bild ansammeln und verlaufen, bevor der Wasser/Glykol-Träger abgesaugt wird.

Die chemische Formulierung der pigmentierten Tintenstrahltinte ist wegen der Anforderung einer anhaltenden Dispersion der Pigmentpartikel in den Rest der Tinte und während des Tintenausstoßes äußerst komplex.

Das typische Verbrauchermedium für die Aufnahme von Tintenstrahltinten auf Farbstoffbasis ist Papier oder besonders beschichtetes Papier. Bei zuviel Tintenstrahltinte in einer bestimmten Fläche des Papiers ist jedoch die Übersättigung des Papiers mit der wässerigen Tinte, in der Farbstoff aufgelöst wurde, erkennbar.

Da Tintenstrahltinten stärker gewerblich ausgerichtet wurden und Tinten auf Pigmentbasis vorherrschen, wurden verschiedene Medien in dem Bemühen erprobt, die Handhabung von Flüssigkeiten in der Tinte zu steuern.

Das Japanische Patent JP 61-041585 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Druckmaterial unter Verwendung eines Verhältnisses von PVA/PVP. Der Nachteil sind unangemessene Wasserfestigkeits- und Nassabriebseigenschaften.

Das Japanische Patent JP61-261089 offenbart ein transparentes Material mit einem kationischen leitenden Harz zusätzlich zu einem Gemisch aus PVA/PVP. Das Material ist wasserfest und gegen ein Verschmieren beständig, aber die Nassabriebeigenschaften sind schlecht.

Die Europäische Patentschrift EP 0 716 931 A1 offenbart ein System, das einen Farbstoff verwendet, der zur koordinierten Bindung mit einem Metallion in zwei oder mehr Positionen imstande ist. Auch hier werden Binderharze mit anorganischen Pigmenten in dem Papier oder der Folie verwendet. Das Metallion wurde vorzugsweise vor der Bilderzeugung ausgestoßen und zur Vollendung der Reaktion ist eine zusätzliche Erwärmung notwendig. Das System beanspruchte nicht, wasserfest zu sein; der Schwerpunkt war die langfristige Lagerung ohne Verblassen durch Wärme oder Licht.

US Patent Nr. 5,537,137 offenbart ein System zum Erreichen einer Wasserfestigkeit durch Härten mit Wärme oder UV-Licht. In der Patentschrift enthielten Beispiele für ihre Beschichtungen Ca++ von CaCl2. Diese wurden hinzugefügt, um reaktionsfähige Spezies für die Säuregruppen an dem dispergierten Polymer bereitzustellen. Die Beschichtung bleibt bis zur UV- oder Wärmehärtung nach der Bilderzeugung wasserlöslich.

Somit verwenden die gegenwärtigen speziellen Tintenstrahlmedien absorptionsfähige Trägerkomponenten und manchmal wahlweise Zusatzstoffe zur Bindung der Tinten an die Medien. Dadurch sind derzeitige Medien an sich feuchtigkeitsempfindlich, können heikel in der Handhabung sein und leicht mit dem Finger verschmiert werden. Ferner bestehen die absorptionsfähigen Trägerkomponenten für gewöhnlich aus wasserlöslichen (oder aufquellenden) Polymeren, was geringere Druckgeschwindigkeiten und Trocknungszeiten zur Folge hat.

Pigmenttintenabgabesysteme haben sich auch mit Pigmentmanagementsystemen beschäftigt, wobei die Verweilstelle der Pigmentpartikel gemanagt wird, um die bestmögliche Bildgraphik zu erhalten. Zum Beispiel offenbart US Patent 5,747,148 (Warner et al.) ein Pigmentmanagementsystem, in dem eine geeignete Trägerschicht (die in einer Auflistung eine mikroporöse Schicht enthält) ein zweischichtiges Flüssigkeitsmanagementsystem, eine schützende Penetrationsschicht und eine Rezeptorschicht, hat, wobei beide Schichten Füllpartikel enthalten, um zwei verschiedene Arten von Erhebungen an der obersten schützenden Penetrationsschicht bereitzustellen. Elektronenmikrophotographien bei dieser Anwendung zeigen, wie die Pigmentpartikel der Tinte auf glatte Erhebungen treffen, die eine geeignete Topographie für ein "Einnisten" von Pigmentpartikeln bereitstellen, und auf kantige Erhebungen, die die Medienhandhabung und dergleichen unterstützen.

Andere Tintenrezeptoren wurden offenbart, wie in US Patent Nr. 5,342,688 (Kitchin); 5,389,723 und 4,935,307 (beide Iqbal et al.); 5,208,092 (Iqbal), 5,302,437 (Idei et al.); US Patent Nr. 5,206,071 (Atherton et al.) und in der EPO Patentschrift 0 484 016 A1.

WO-A-96/18496 beschreibt ein wässeriges Tintenstrahlrezeptormedium, das einen wasserbeständigen Tintenstrahldruck liefert, und ein Verfahren zur Bereitstellung eines wasserbeständigen Tintenstrahldrucks. Das wasserbeständige Tintenstrahlrezeptormedium umfasst eine tintenaufnehmende Schicht aus einem statistischen Copolymerisat aus vernetztem Vinylamid-Acrylsäure oder Methacrylsäure, oder einem Ester davon, und einem kationischen Harz.

Es hat sich gezeigt, dass ein Tintenstrahlrezeptormedium eine Haltbarkeit bei Belastung mit Wasser in Form von Feuchtigkeit, Regen, Tau, Schnee und dergleichen benötigt.

Es hat sich auch gezeigt, dass Pigmentpartikel in wässrigen Tintenstrahltintenformulierungen Zeit benötigen, um ein stabiles Verhältnis mit dem Medium herzustellen, auf dem sie während des Tintenstrahldrucks abgeschieden wurden.

Es hat sich gezeigt, dass Pigmentpartikel zur Wanderung in Poren eines porösen Tintenstrahlrezeptormediums imstande sind, selbst wenn ein solches Rezeptormedium sowohl über ein Flüssigkeitsmanagementsystem wie auch ein Pigmentmanagementsystem verfügt.

Die Technik braucht daher ein Tintenstrahlrezeptormedium, das eine rasche Herstellung eines stabilen Verhältnisses zwischen Pigmentpartikeln (und ihren Dispersionsmitteln) und dem Tintenstrahlrezeptormedium garantiert, insbesondere, wenn das bedruckte Medium kurz nach dem Druck wahrscheinlich Wasser oder anderen Lösemitteln ausgesetzt wird.

Die vorliegende Erfindung beschreibt einen Wanderungsinhibitor für Pigmenttinten, umfassend ein Copolymerisat mindestens zweier verschiedener hydrophilen Monomere, wobei die jeweiligen Homopolymerisate hydrophil sind, das aus den verschiedenen hydrophilen Monomeren hervorgehende Copolymerisat jedoch in Wasser wenig löslich ist.

Für den Zweck dieser Anmeldung bedeutet "in Wasser löslich" die Auflösung des Monomers in entionisiertem Wasser bei Raumtemperatur (etwa 15 bis 18°C) bei einer Rate von 50 bis 90 Gramm/100 g Wasser. Im Gegensatz dazu bedeutet "in Wasser wenig löslich", dass das Monomer in entionisiertem Wasser bei Raumtemperatur (etwa 15 bis 18°C) dispergiert werden kann, ohne im Wesentlichen in diesem entionisierten Wasser aufgelöst zu werden (nicht mehr als etwa 1 Gramm/100 Gramm Wasser), ungeachtet einer möglichen Löslichkeit in Mischungen aus Wasser und anderen hydrophilen Lösemitteln.

Die vorliegende Erfindung beschreibt ein Homopolymerisat oder Copolymerisat, das hydrophile Interaktionsstellen sowohl für Pigmentpartikel als auch ihre zugehörigen Dispersionsmittel und hydrophile Interaktionsstellen zur mehrwertigen Metallionenkoordination hat. "Hydrophile Interaktion" im vorliegenden Kontext bezeichnet ein physicochemisches Phänomen, wobei die funktionelle(n) Gruppe(n) im Homopolymerisat oder Copolymerisat Interaktionen mit den Dispersionsmitteln und den Metallionen im hydrophilen Medium erfährt (erfahren).

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass ein dispergierbares, co-lösliches, hydrophiles Homopolymerisat oder Copolymerisat, das in der vorliegenden Erfindung beschrieben ist, im Wesentlichen Pigmentpartikel und ihre zugehörigen Dispersionsmittel gegen eine Wanderung immobilisieren kann, wenn das bedruckte Tintenstrahlrezeptormedium mit Wasser in Kontakt kommt.

Die vorliegende Erfindung stellt ein Tintenstrahlrezeptormedium bereit, mit (a) einer zum Tintenstrahlbedrucken mit Pigmenttinte geeigneten porösen Membran oder porösen Folie, und (b) einem Pigmenttintenwandungsinhibitor innerhalb der porösen Membran oder porösen Folie, der ein Copolymerisat mindestens zweier verschiedener hydrophilen Monomere enthält, wobei die jeweiligen Homopolyersate hydrophil sind, das aus den verschiedenen hydrophilen Monomeren hervorgehende Copolymerisat jedoch in Wasser wenig löslich ist; wobei das zahlengemittelte Molekulargewicht des Copolymerisats im Bereich von 20.000 bis 200.000 liegt.

Ferner stellt die vorliegende Erfindung ein Tintenstrahlrezeptormedium bereit, mit (a) einer zum Tintenstrahlbedrucken mit Pigmenttinte geeigneten porösen Membran oder porösen Folie, und (b) einem Pigmenttintenwandungsinhibitor innerhalb der porösen Membran oder porösen Folie, der ein Copolymerisat mindestens zweier verschiedener hydrophilen Monomere enthält, wobei die jeweiligen Homopolyersate hydrophil sind, das aus den verschiedenen hydrophilen Monomeren hervorgehende Copolymerisat jedoch in Wasser wenig löslich ist; wobei die poröse Membran oder poröse Folie aus einer mit einem mikroporösen fluorierten Siliziumoxydagglomerat zusammen mit einem Bindemittel und einem Tensid oder einer Kombination von Tensiden getränkten mikroporösen Membran; und einer mit anorganischem mehrwertigem Metallsalz zusammen mit einem Tensid oder einer Kombination von Tensiden getränkten mikroporösen Membran gewählt wird.

Ferner stellt die vorliegende Erfindung ein Tintenstrahlrezeptormedium bereit, mit (a) einer zum Tintenstrahlbedrucken mit Pigmenttinte geeigneten porösen Membran oder porösen Folie, und (b) einem Pigmenttintenwandungsinhibitor innerhalb der porösen Membran oder porösen Folie, der ein Copolymerisat mindestens zweier verschiedener hydrophilen Monomere enthält, wobei die jeweiligen Homopolyersate hydrophil sind, das aus den verschiedenen hydrophilen Monomeren hervorgehende Copolymerisat jedoch in Wasser wenig löslich ist; wobei es sich bei der porösen Membran oder porösen Folie um eine thermisch induzierte phasengetrennte mikroporöse Membran handelt.

Zusätzlich stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Einsatz eines Pigmenttintenwanderungsinhibitors bereit mit dem Schritt des Aufbringens eines Copolymerisats wie oben definiert als Lösung auf und in eine Oberfläche einer porösen Membran oder Folie.

Andere Merkmale und Vorteile werden in Bezug auf die Ausführungsformen der Erfindung unter Verwendung der folgenden Beispiele offenbart.

1 ist eine Vergleichsfarbphotographie, die eine Pigmentwanderung zeigt, wenn bei dem Tintenstrahlrezeptormedium der Pigment-wanderungsinhibitor der vorliegenden Erfindung nicht verwendet wird.

2 ist eine Farbphotographie, die im Wesentlichen keine Pigmentwanderung unter denselben Bedingungen wie in 1 zeigt, mit der Ausnahme, dass bei dem Tintenstrahlrezeptormedium der Pigment-wanderungsinhibitor der vorliegenden Erfindung verwendet wird.

Tintenstrahlrezeptormedium

Das Tintenstrahlrezeptormedium kann jede poröse Membran oder Folie sein, die dem Fachmann bekannt ist, wobei es wünschenswert ist, Tintenstrahltinten auf mindestens eine Hauptoberfläche zu drucken. Vorzugsweise umfasst das Medium ein Tintenstrahlrezeptormedium mit einem porösen Substrat mit einem Flüssigkeitsmanagementsystem und mit einem Pigmentmanagementsystem in Kontakt mit Porenoberflächen des Substrates. Eine Ausführungsform dieses Mediums ist ein Tintenstrahlrezeptor mit einer mikroporösen Membran, die mit einem anorganischen mehrwertigen Metallsalz gemeinsam mit einem Tensid oder einer Kombination von Tensiden getränkt ist, die für die verwendete Tinte und Membran ausgewählt sind.

Eine andere Ausführungsform ist ein Tintenstrahlrezeptor mit einer mikroporösen Membran, die mit einem mikroporösen fluorierten Siliziumoxydagglomerat zusammen mit einem Bindemittel und einem Tensid oder einer Kombination von Tensiden für die verwendete Tinte und Membran getränkt ist.

Eine andere Ausführungsform ist ein Tintenstrahlrezeptor mit einer mikroporösen Membran, die mit einem mikroporösen fluorierten Siliziumoxydagglomerat zusammen mit einem Bindemittel und einem Tensid oder einer Kombination von Tensiden getränkt ist, wobei die Tenside ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus anionischen Tensiden auf Kohlenwasserstoffbasis, nichtionischen Tensiden auf Siliziumbasis oder nichtionischen Tensiden auf Fluorkohlenwasserstoffbasis oder einer Kombination davon.

Wenn auf diesen Rezeptoren in einem Tintenstrahldrucker ein Bild erzeugt wird, liefern sie Bilder mit sehr hoher Dichte und sehr hoher Qualität, die nicht klebrig und sofort trocken für eine Berührung sind.

Der Tintenfarbstoff ist für gewöhnlich eine Pigmentdispersion mit einem Dispersionsmittel, das an das Pigment bindet und die Pigmente bei Kontakt mit der Mediumkomponente destabilisiert, flockt, agglomeriert oder koaguliert. Die Abgabe jeder Farbe an oder unmittelbar unterhalb der Oberfläche der Membran ermöglicht das Einsaugen der Trägerflüssigkeit in die Membran, wo das Flüssigkeitsmanagementsystem übernehmen kann, während eine geschützte Stelle für die Pigmente bereitgestellt wird, die durch das Pigmentmanagementsystem geregelt wird.

Besonders bevorzugt verwendet das Tintenstrahlrezeptormedium eine thermisch induzierte phasengetrennte ("Thermally Induced Phase Separated" – T. I. P. S.) mikroporöse Membran, die in US Patent Nr. 4,539,256 (Shipman) offenbart und von 3 M erhältlich ist. Zur Optimierung können die Porengröße und das Porenvolumen der porösen Folie für das Modell oder die Art des Tintenstrahldruckers angepasst werden, um das Tintenvolumen, das von dem Drucker abgegeben wird, korrekt zu halten, wodurch die höchstmögliche Bildqualität garantiert wird. Die Beschichtung auf dem bevorzugten Medium/Tinten-Satz hat besondere Nützlichkeit bei den anspruchsvollen Tintenstrahldruckanwendungen, die beim gewerblichen Druck vorzufinden sind. Somit können die Eigenschaften dieser Rezeptoren "feinabgestimmt" werden, um auf die Unterschiede der Tintenstrahltintenabgabe einzugehen, umfassend, ohne darauf beschränkt zu sein: Porosität der Medien, Porengröße, Oberflächenbenetzungsenergie und andere Kapazitätsfaktoren für Medien zur Aufnahme von Tinte verschiedener Formulierungen und Tropfenvolumina. Ferner weisen diese Medien eine komplexe Porosität in ihrem porösen Material auf, die sowohl einen gewundenen Wegverlauf für das Flüssigkeitsmanagement als auch einen gewundenen Wegverlauf bereitstellt, der das Pigment anfangs und kontinuierlich während der Tintenabgabe führt.

Pigmentwanderungsinhibitor

Pigmentwanderungsinhibitoren, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, können Homopolymerisate oder Copolymerisate mit einer beliebigen Anzahl hydrophiler Monomere sein, wobei die jeweiligen Homopolymerisate hydrophil sind, solange das hervorgehende Copolymerisat in Wasser wenig löslich ist, wie oben definiert.

Nicht einschränkende Beispiel für hydrophile Monomere sind Methacryl-, Ethacrylsäuren, Acrylsäure, N-Vinylphthalimid, Vinylimidazol, Vinylpyridin und N-Vniyl-2-pyrrolidinon, wobei letztgenanntes und Acrylsäure gegenwärtig bevorzugt sind. Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Homopolymerisat ist ein Polyvinylpyrrolidinon (PVP) mit relativ hohem Molekulargewicht, das von gewerblichen Quellen erhältlich ist.

Es hat sich gezeigt, dass das Molekulargewicht (Zahlenmittel) für die Leistung des Inhibitor-Homopolymerisats oder der Copolymerisate der vorliegenden Erfindung signifikant ist. Das Molekulargewicht des Homopolymerisats kann von etwa 10.000 bis etwa 2.000.000 reichen, und vorzugsweise von etwa 500.000 bis etwa 1.500.000. Das Molekulargewicht des Copolymerisats kann von etwa 10.000 bis etwa 300.000 und vorzugsweise von etwa 20.000 bis etwa 200.000 reichen und insbesondere von etwa 30.000 bis etwa 100.000 (größer etwa 35.000). Ein Copolymerisat mit sehr hohem Molekulargewicht neigt dazu, in der Beschichtungszusammensetzung nicht löslich zu sein. Das Copolymerisat mit mittlerem Molekulargewicht, z. B. von 30.000 bis 100.000, wie in der vorliegenden Erfindung verwendet, ist unter einer Heißwasserbehandlung mäßig löslich und daher verarbeitbar.

Sobald die Monomere gewählt sind, ist die Polymerisation weniger kompliziert. Das Mischen der Monomere in einem geeigneten Lösemittel mit der richtigen Menge an Initiator und das schwache Erwärmen der Mischung ermöglicht den Ablauf einer Polymerisationsreaktion in einem vernünftigen Zeitrahmen. Die Initiatorkonzentration muss derart eingestellt werden, dass bei einer bestimmten Gruppe von Monomerkonzentrationen das Copolymerisat mit dem gewünschten Molekulargewicht mit 95 bis 99 Umsetzung erhalten wird.

Die Verwendung eines geeigneten Lösemittels für die Copolymerisation ist ein weiterer wichtiger Aspekt in der Herstellung des Copolymerisats. In einem ätherischen Lösemittel, wie THF, ist die Reaktion sehr exotherm, wie auch in verwandten Kohlenwasserstofflösemitteln. In solchen Lösemitteln wird das Polymer als Niederschlag gebildet, der anschließend durch Filtration über eine bevorzugte Behandlung in einem Nicht-Lösemittel gewonnen wird. Wegen der hohen Wärmeabgabe ist die Verwendung eines solchen Lösemittels weniger erwünscht.

Es ist jedoch eher erwünscht, ein Lösemittel wie einen Alkohol, z. B. ein Ethanol, zu verwenden, das ein integraler Teil der Beschichtungszusammensetzung ist. Das Copolymerisat wurde in Methanol, Ethanol und Isopropanol hergestellt. In Methanol ist das erhaltene Copolymerisat relativ löslicher und in Isopropylalkohol ist es weniger löslich. In Ethanol wurde das Copolymerisat als teilweise lösliches und teilweise unlösliches Material erhalten; am Ende der Reaktion wurde das Material durch Zugabe der erforderlichen Menge Wasser aufgelöst, um eine klare Lösung zu erhalten. Die zugegebene Wassermenge ist derart, dass eine definitiv verarbeitbare Konzentration des Copolymerisats in dem gemischten Lösemittel erhalten werden kann.

Die Comonomerverhältnisse, die die Zusammensetzung des Copolymerisats bestimmen, sind wichtig. Diese Verhältnisse geben nicht nur die Löslichkeit des Copolymerisats in einer Zusammensetzung auf Wasserbasis wieder, sondern bestimmen auch die Inhibitoreigenschaften der Copolymerisate gegenüber der Pigmentmobilität. Ein Copolymerisat aus Acrylsäure und (N-Vinyl-2-pyrrolidinon) liefert ausgewogene Eigenschaften für sowohl hohe Dichte als auch geringe Pigmentmobilität und beeinträchtigt andere Eigenschaften, wie das Flüssigkeitsmanagement und Pigmentmanagement, wie Flockung/Agglomeration der Pigmentpartikel, nicht nachteilig. Das Copolymerisat, das aus N-Vinyl-2-pyrrolidinon ("NVP") und Acrylsäure ("AA") im Verhältnis von 70 bis 80% zu etwa 30 bis 20% besteht, ist bevorzugt, und ist von 75 bis 90% zu etwa 25 bis 10% für die vorliegende Erfindung bevorzugter. Die Hemmung gegenüber der Bilddichte als Teil der Copolymerisateigenschaften ist in dem folgenden Profil dargestellt:

Mw = ≈ 44.000, Mn = ≈ 27.000, Pd = 1,63 ≈ 95% Umsetzung/4–6 h Reaktion

Die Copolymerisation kann nach einem anionischen Polymerisationsverfahren durchgeführt werden, wie in Hornby et al., Soap/Cosmetics/Chemical Specialties, Juni 1993, offenbart.

Sobald Monomere gewählt sind, hat sich gezeigt, dass ihre Polymerisation für die Leistung der Inhibitoren der vorliegenden Erfindung signifikant ist. Das Gewichtsprozentverhältnis von (in Wasser dispergierbarem Monomer, wie NVP): (in Wasser löslichem Monomer, wie AA) kann von etwa 65 : 35 bis etwa 90 : 10 reichen und ist vorzugsweise etwa 75 : 25.

Bei der Polymerisation hydrophiler Monomere zur Bildung eines Copolymerisats kann jede herkömmliche Polymerisationstechnik angewendet werden, unter anderen die Massepolymerisation, Emulsionspolymerisation, Lösungspolymerisation, wobei die letztgenannte gegenwärtig bevorzugt ist. Solche Polymersationsprozesse können durch herkömmliche Prozeduren durchgeführt werden, wie, unter anderen, anionische, radikalische Polymerisationen, wobei die letztgenannte gegenwärtig bevorzugt ist.

Nach der Polymerisation des Inhibitor-Copolymerisats wird das Inhibitor-Copolymerisat einer Beschichtungslösung zugegeben. Die Gewichtsprozente des Inhibitor-Homopolymerisats oder -Copolymerisats in der Beschichtungslösung können von etwa 0,1 bis etwa 5% reichen, um schädliche Wirkungen auf andere Druckeigenschaften zu minimieren, und vorzugsweise von etwa 0,3 bis etwa 3 Gewichtsprozent, und insbesondere von etwa 0,5 bis etwa 2 Gewichtsprozent.

Die Verwendung einiger hydrophiler Copolymerisate, die aus Monomeren bestehen, die stärker hydrophil und wasserlöslich sind, liefert eine verbesserte Bilddichte, ermöglicht aber keine signifikante Pigmenthemmung in der vorliegenden Zusammensetzung, oder sie können andere Flüssigkeitsmanagement- und Pigmentmanagementeigenschaften, wie die Trocknungszeit, die Schmierbeständigkeit und dergleichen, beeinträchtigen. Einige solcher hydrophiler Copolymerisate sind in der Folge angeführt.

Sulfonierter Styrol-Co-Maleinsäureanhydrid ("SSMA")

Dieses Copolymerisat wurde aus Styrol/Maleinsäureanhydrid (3 : 1) hergestellt, und dann wurde die aromatische Substanz sulfoniert. Die alkalische Hydrolyse des Materials ergab ein hydrophiles sulfoniertes Styrol-Maleinsäure-Copolymerisat in Natriumsalzform.

4-Komponenten-Copolymerisat

Dieses Copolymerisat, das aus NVP/HEMA/MEA/AA(NH3) im Verhältnis 60 : 20 : 10 : 10 besteht, erhöht die Tintendichten, hemmt aber die Pigmentwanderung nicht signifikant.

Pigmentwanderung 3-Komponenten-Copolymerisat

Dieses Copolymerisat, das aus NVP/DMAEMA/AA(NH4) im Verhältnis 70 : 20 : 10 besteht, erhöht die Tintendichten, hemmt aber die Pigmentwanderung nicht signifikant.

Copolymerisat 958

Dieses Material, das aus NVP/DMAEMA im Verhältnis 20 : 80 besteht, erhöht die Tintendichten, hemmt aber die Pigmentwanderung nicht signifikant.

Copolymerisat 845

Dieses Material, das aus NVP/DMAEMA im Verhältnis 80 : 20 besteht, erhöht die Tintendichte signifikant.

Dennoch hemmen einige Copolymerisate mit sowohl hydrophilen wie auch hydrophoben Monomeren die Polymermobilität in einem geringeren Ausmaß im Vergleich zu dem Homopolymersat oder Copolymerisat, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird. Einige dieser Copolymerisate sind in der Folge angeführt:

Acrylharz

Dieses Material, ein Acrylpolymer der Marke Carboset, das Styroleinheiten enthält (von B. F. Goodrich), trug dazu bei, die Mobilität des schwarzen Pigments auf dem Substrat in einem signifikanten Ausmaß zu verringern.

Vancryl-454

Dies ist eine Ethylacrylat-, Methylacrylat- und Methacrylsäure-Copolymerisat (von Air Products), das die Wanderung von schwarzem Pigment auf dem Substrat in signifikantem Ausmaß verringern half.

Latex

Einige Latizes, die sowohl aus hydrophilen als auch hydrophoben Monomeren bestanden, wurden auch zur Hemmung der Pigmentmobilität verwendet. Beispiele für solche Latizes sind Copolymerisate von Ethylen und Vinylacetat (Airflex) von Air Products, Copolymerisate von Styrol und NVP von ISP. Diese Copolymerisate bewirkten keine Pigmenthemmung aufgrund ihrer Latexeigenschaften – sie neigen zum Verstopfen der Poren in der porösen Folie.

Vernetzungsmittel

Durch die Verwendung bestimmter Vernetzungsmittel, z. B. Aziridinkoppler, in der Beschichtungszusammensetzung wurde versucht, eine Pigmenthemmung auf der porösen Folie herbeizuführen. CX-100 (von Zeneca), ein flüssiges, wasserlösliches Vernetzungsmittel, und XAMA-7 (von Ciba-Geigy), ein semiflüssiges Wasser-Ethanol lösliches Vernetzungsmittel wurden im Bereich von 0,5 bis 1% in der Beschichtungszusammensetzung verwendet. Die Verwendung dieser Vernetzungsmittel erbesserte die Fixierung des schwarzen Pigments auf dem Rezeptor bei Wasserbelastung.

Andere tintenaufnehmende Copolymerisate, die in Wasser wenig löslich sind, enthalten ein Copolymerisat von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure und Trimethoxysilylethylmethacrylat (80/10/10); ein Copolymerisat von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure, Trimethoxysilylethylmethacrylat und Ethylenoxidacrylat (75/10/5/10); ein Copolymerisat von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure und N,N,N-Ethyloctylheptadecafluorsulfonylethylacrylat (MeFOSEA) (80/10/10); ein Copolymerisat von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure, Trimethoxysilylethylmethacrylat und N,N,N-Ethyloctylheptadecafluorsulfonylethylacrylat (MeFOSEA) (83/10/2/5), und ein Copolymerisat von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure und Natriumsalz von sulfoniertem Styrol (60/10/30).

Wahlweise Zusatzstoffe

Zusätzlich zur Hemmung der Wanderung, die in der vorliegenden Erfindung beschrieben ist, können andere Verbindungen zur Verbesserung der Bildqualität und Stabilität zugesetzt werden. Zum Beispiel kann ein Trocknungsmittel der Beschichtungslösung zugegeben werden, die ein poröses Medium mit einem Flüssigkeitsmanagementsystem und einem Pigmentmanagementsystem ausstattet, um das Vorhandensein von Rückständen zu vermeiden, die auf der freiliegenden Oberfläche eines porösen Tintenstrahlmediums vorhanden sind, wo angenommen wird, dass sich die Pigmentpartikel in die porösen Oberflächen des Mediums einnisten. Pigmenttrocknungsmittel, die in der vorliegenden Erfindung nützlich sind, können eine aromatische Substanz oder aliphatische Säuren mit Sulfon-, Carbon- Phenol- oder gemischten Funktionalitäten sein.

Nützlichkeit der Erfindung und Beispiele

Es hat sich gezeigt, dass die Tintenwanderung der Pigmentpartikel eintreten kann, wenn ein Teil eines bedruckten Tintenstrahlmediums, das durch ein Überlaminat geschützt ist, teilweise in Wasser getaucht wird und Kapillarkräfte einen kontinuierlichen Wasserfluss in dem überlaminierten bedruckten Medium in dem eingetauchten Teil zu anderen Stellen in dem eingetauchten Teil und manchmal zu dem nicht eingetauchten Teil bewirken. Dieser kontinuierliche Wasserfluss durch echte Kapillarwirkung transportiert Pigmentpartikel in verschiedenen Stellen innerhalb des untergetauchten Teils und manchmal zu dem nicht untergetauchten Teil, wodurch transportierte Pigmentpartikel an nicht beabsichtigten Stellen verbleiben, was das geplante Bild verzerrt. Dieses Phänomen kann innerhalb von Minuten erkennbar sein oder mehrere Stunden nach dem Eintauchen eines Teils der bedruckten Tinte eintreten. Diese erkennbare Tintenwanderung läuft ähnlich einer Dünnschichtchromatographie ab. Die Zusammensetzungen, die in der vorliegenden Erfindung beschrieben sind, hemmen diese Tintenwanderung, indem sie das Phänomen von Minuten auf Wochen oder mehr verzögern. Jede Kante eines laminierten gedruckten Tintenstrahlbildes oder eine Aufbrechen im Überlaminat kann eine Quelle für einen Wasserfluss oder eine Kapillarwirkung sein. Die Pigmentwanderung könnte stattfinden, wenn nicht die Zusammensetzungen der vorliegenden Erfindung verwendet werden, um eine Pigmentwanderung zu hemmen. Das Ausmaß des Wasserflusses durch Kapillarwirkung kann auch das Ausmaß der Wanderung festlegen, aber gedruckte Tintenstrahlbilder sollten für mögliche belastende Bedingungen ausgelegt sein und es sollte kein Risiko eines Verlustes an Bildqualität oder Bildgarantie eingegangen werden.

1 zeigt eine Farbphotographie aus mehreren Farben von Marken-Tintenstrahlpigmenttinten der HP2500 Serie (im Handel von Hewlett Packard Corporation, Palo Alto, Kalifornien, USA, erhältlich), die in einem Bild eines Testmusters auf ein Tintenstrahlrezeptormedium gedruckt wurden, nämlich eine Öl-in-mikroporösem Polypropylen-Membran, die nach den Offenbarungen von US Patent Nr. 4,539,256 (Shipman et al.), 4,726,989 (Mrozinski) und insbesondere 5,120,594 (Mrozinski) hergestellt und mit Aluminiumsulfat, Tetradecahydrat 4,1% Dioctylsulfosuccinat (Dos3) 7,0% 5-Sulfoisophthalsäure-Na(mono)-Salz 13,8% Ethanol/IPA 25% Entionisiertes Wasser 50,1%
behandelt wurde.

Diese Membran hatte die folgenden Eigenschaften: Bubble-Point ("Blasenpunkt") 0,9 &mgr;m Gurley 50 cm3 15 sec Porosität % Poren 38% Oberflächenbenetzungsenergie (vor der Behandlung) 30 Dyne/cm2 Dicke 0,178 mm (7 mil)

Die Zusammensetzung wurde auf das mikroporöse Tintenstrahlrezeptormedium mit einer Meyer-Rakel Nr. 4 aufgetragen. Das bedruckte Medium wurde mit 3 M Scotch Book Tape Nr. 845 laminiert und das laminierte Medium wurde an ein Stück eloxiertes Aluminium geheftet und etwa 75% wurden über einen Zeitraum von 4 Stunden in Wasser getaucht. Während dieser Eintauchperiode verschlechterte sich das Bild wegen der Pigmentwanderung. Ferner wurde das Pigment durch Kapillarwirkung auch über die Wasserlinie gesaugt, wie in 1 dargestellt.

2 zeigt eine Widerholung desselben Experiments wie dem in 1 dargestellten, mit der Ausnahme, dass die Formel verändert wurde und der Beschichtungslösung 2 Gewichtsprozent N-Vinyl-2-pyrrolidon-co-acrylsäure-Copolymerisat in einem Gewichtsverhältnis von 75 : 25 mit einem Molekulargewicht (MWn) von etwa 96.000 zugefügt wurde. Das Eintauchen führte im Wesentlichen weder zu einer Pigmentwanderung unter Wasser noch zum Hochsaugen einer Farbe über die Wasserlinie innerhalb von 4 Tagen bei Beobachtung mit dem nackten Auge. Ähnliche Experimente, die über 10 Tage durchgeführt wurden, zeigen auch die Eigenschaften dieser Erfindung, obwohl ein Versagen in der Prüfung auf Wanderung für gewöhnlich innerhalb der ersten 2 Tage eintritt. Es wird gegenwärtig angenommen, dass die Hemmung dieser Erfindung unbegrenzt und länger als jede erwartete Dauer einer Bilddarstellung in wasserhaltigen Umgebungen anhält.

Es wurde auch die NVP/AA-Copolymerisat-Beschichtung, die in dem in 2 dargestellten Beispiel verwendet wurde, durch Polyvinylpyrrolidon (PVP) mit einem Molekulargewicht von 1.300.000 (Zahlenmittel) in 0,6 Gewichtsprozent ersetzt, um ähnliche ausgezeichnete Ergebnisse zu erreichen.

Ein gutes Trocknen/Erwärmen des beschichteten Rezeptors vor der Bilderzeugung ist ein weiterer wichtiger Parameter in der Bildung und Entwicklung des vorliegenden mikroporösen Tintenrezeptors mit hohem Tintenvolumen. Es zeigte sich, dass beim Fehlen einer guten Trocknung die Tinte (das Pigment) im Unterwassertest wandern kann, selbst wenn alle anderen Bedingungen erfüllt sind. Es zeigte sich des Weiteren, dass von Hand gehaltene Heißpistolen eine unzureichende oder ungleichmäßige Trocknung des Rezeptors bewirken können. Eine gleichförmige Ofentrocknung des Rezeptors nach dem Beschichten von 90°C bis etwa 120°C für etwa 1 bis 3 Minuten und insbesondere für 1 bis 1,5 Minuten bietet eine ausreichende Trocknung, um eine chemische Fixierung der Inhaltsstoffe, Komponenten oder Verbindungen der Zusammensetzung in der porösen Folie zu erreichen. Dann kann die beschichtete, getrocknete Membran über einen beachtlichen Zeitraum (mindestens ein Jahr) vor dem Bedrucken gelagert werden. Die Prozedur lässt keine Pigmentwanderung in einem der beschriebenen Wassertests für eine unbegrenzte Zeitperiode zu.

Ein weiterer Test auf Pigmentbewegung oder Pigmentwanderung durch Wasser ist der folgende Wassersprühtest:

Wassersprühtest

Temperiertes Wasser von einem standardmäßigen 1,90 cm (3/4 Inch) belüfteten Leitungsahn wurde 0,61 Meter (2 Fuß) bei einer Rate von 6 Liter pro Minute 5 Minuten lang auf die beschichtete Folienprobe getropft, auf der ein Bild mit einem Testmuster (demselben Muster wie in 1 und 2) erzeugt worden war. Die Probe wurde herumbewegt, so dass jede Farbfläche den Wasserstrahl direkt aufnehmen konnte. Die Probe wurde aus dem Wasserstrahl entfernt, trocknen gelassen und auf Tintenbewegung beobachtet. Zur Erleichterung und Dokumentierung des Tests wurde jede Probe auf eine Aluminiumplatte geheftet und der Test wurde etwa 10 Minuten nach dem Bedrucken ausgeführt.

Mit Bildern versehene Membrane, die die vorliegende Erfindung nutzen, bestehen diesen Wassersprühtest.

Ohne sich auf eine bestimmte Theorie festlegen zu wollen wird angenommen, dass die Dispersionsmittel, die ein Pigmentpartikel umgeben, die noch nicht agglomeriert sind, dennoch mit dem Wanderungsinhibitor-Copolymerisat durch hydrophile Reaktion assoziiert werden. Ferner wird durch das Molekulargewicht des Wanderungsinhibitor-Copolymerisats eine Pigmentstabilität in dem Medium erreicht, da der gewundene Wegverlauf innerhalb des porösen Mediums eher keine Kapillarwirkung für ein Pigmentpartikel zulässt, das mit einem Homopolymerisat oder Copolymerisat mit einem solchen Molekulargewicht oder dem Copolymerisat mit verringerter Hydrophilie assoziiert ist.

Die Arbeit, die in 1 und 2 dargestellt ist, wurde unter Verwendung einer mikroporösen Membran erfolgreich wiederholt, die unter Verwendung der thermisch induzierten phasengetrennten Techniken nach den Offenbarungen von US Patent Nr. 4,539,256 (Shipman et al.), 4,726,989 (Mrozinski) und insbesondere 5,120,594 (Mrozinski) hergestellt wurde. Diese Membran hatte die folgenden Eigenschaften: Bubble-point 0,75 &mgr;m Gurley 50 cm3 20 sec Porosität % Poren 41% Oberflächenbenetzungsenergie (vor der Behandlung) 30 Dyne/cm2 Dicke 0,178 mm (7 mil)

Die Membran wurde mit folgender Beschichtung behandelt: Aluminiumsulfat, Tetradecahydrat 3,3% Dihexylsulfosuccinat 6,0% 5-Sulfoisophthalsäure-Na(mono)-Salz 7,0% Phthalsäure 4,0% Ethanol/IPA 26% Entionisiertes Wasser 53,7%

Das Beispiel wurde mit einem anderen Stück derselben Membran wiederholt, die auch mit einer anderen Beschichtungslösung getränkt wurde, bestehend aus: Aluminiumsulfat, Tetradecahydrat 5,0% Dicyclohexylsulfosuccinat 6,0% D,L-2-Pyrrolidon-5-carbonsäure 5,0% 5-Hydroxyisophthalsäure 4,0% Polyvinylpyrrolidon-co-acrylsäure 2,0% Isopropylalkohol 30% Entionisiertes Wasser 48%

Die trockene Membran wurde mit einem Drucker der HP 2500 Serie bedruckt um ein trockenes Bild sehr hoher Dichte und frei von Verschmierung zu erhalten, das unmittelbar nach dem Druck gegen Nassabrieb und Wasserwanderung beständig war.

Das Experiment wurde ohne Wanderungsinhibitor wiederholt, wobei folgende andere Beschichtungslösung verwendet wurde: Aluminiumsulfat, Tetradecahydrat 5,75% Dioctylnatriumsulfosuccinat 9,0% Silwet L 7607 0,75% Surfynol 104PA 2,25% Isopropylalkohol 25,0% Entionisiertes Wasser 57,25%

Nach dem Beschichten und Trocken wurde die Membran mit einem Encad Drucker, der mit 3 M Tinten ausgestattet wurde, bedruckt. Das Bild wurde mit einem Produkt von 3 M, dem sogenannten #8519, von der Commercial Graphics Division überlaminiert, und teilweise in Wasser getaucht. Die schwarzen und cyanfarbigen Pigmente begannen sich in weniger als 20 Minuten zu bewegen, während das Wasser durch die Membran wanderte.

Das Experiment wurde mit derselben Beschichtungslösung wiederholt, mit der Ausnahme, dass 2,0% Polyvinylpyrrolidon-co-acrylsäure (75/25) der Rezeptorlösung hinzugefügt und das Wasser entsprechend verringert wurde. Nach der Bilderzeugung und dem Überlaminieren mit #8519 wurde das Bild 24 Stunden teilweise in Wasser getaucht, wobei beobachtet wurde, dass keine Tinte von der ursprünglichen Stelle abgewandert war.

Es wurde beobachtet, dass der Wanderungsinhibitor der vorliegenden Erfindung nicht nur die Pigmentwanderung minimiert, wenn Wasser in die mit Bild versehene Membran eindringt, sondern die Pigmentwanderung auch minimiert ist, wenn das Wasser zurückweicht. Somit wird das Bild soweit wie möglich erhalten, unabhängig von der Position des Wassers um die Membran und der Richtung, in die sich das Wasser bewegt.

Die Erfindung ist nicht auf die oben genannten Ausführungsformen beschränkt. Die Ansprüche folgen.


Anspruch[de]
  1. Tintenstrahlempfangsmedium, umfassend

    a) eine zum Tintenstrahlbedrucken mit Pigmenttinte geeignete poröse Membran oder poröse Folie, und

    b) einen Pigmenttintenmigrationsinhibitor innerhalb der porösen Membran oder porösen Folie, wobei der Migrationsinhibitor

    ein Copolymer mindestens zweier verschiedener hydrophiler Monomere umfasst, wobei die jeweiligen Homopolymere hydrophil sind, das aus den verschiedenen hydrophilen Monomeren hervorgehende Copolymer jedoch in Wasser wenig löslich ist;

    wobei das zahlenmittel des Molekulargewichts des Copolymers im Bereich von 20000 bis 200000 liegt.
  2. Medium nach Anspruch 1, wobei das Copolymer ein zahlenmittel des Molekulargewichts im Bereich von etwa 30000 bis etwa 100000 aufweist.
  3. Medium nach Anspruch 1, wobei das Gewichtsprozentverhältnis Monomer : Comonomer im Bereich von etwa 65 : 35 bis etwa 90 : 10 liegen kann.
  4. Medium nach Anspruch 1, wobei das Gewichtsprozentverhältnis Monomer : Comonomer etwa 75 : 25 beträgt.
  5. Medium nach Anspruch 1, wobei ein Monomer in Wasser dispergierbar ist und N-Vinyl-2-pyrrolidinon ist.
  6. Medium nach Anspruch 1, wobei ein Monomer in Wasser löslich ist und aus der Gruppe Methacrylsäure, Ethacrylsäure und Acrylsäure gewählt ist.
  7. Medium nach Anspruch 1, wobei das Copolymer eine N-Vinyl-2-pyrrolidinon-co-acrylsäure ist.
  8. Medium nach Anspruch 1, wobei das Copolymer in dem Pigmenttintenmigrationsinhibitor in einer Menge von etwa 1 Gewichtsprozent bis etwa 5 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht einer das Copolymer umfassenden Beschichtungslösung, eingesetzt wird.
  9. Medium nach Anspruch 1, wobei das Copolymer aus einem Copolymer von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure und Trimethoxysilylethylmethacrylat (80/10/10); einem Copolymer von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure, Trimethoxysilylethylmethacrylat und Ethylenoxidacrylat (75/10/5/10); einem Copolymer von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure und N,N,N-Methyloctylheptadecafluorsulfonylethylacrylat (MeFOSEA) (80/10/10); einem Copolymer von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure, Trimethoxysilylethylmethacrylat und N,N,N-Ethyloctylheptadecafluorsulfonylethylacrylat (EtFOSEA) (83/10/2/5); sowie einem Copolymer von N-Vinylpyrrolidon, Acrylsäure und dem Natriumsalz von sulfoniertem Styrol (60/10/30) ausgewählt ist.
  10. Tintenstrahlempfangsmedium nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die poröse Membran oder poröse Folie aus einer mit einem mikroporösen fluorierten Siliziumoxidagglomerat zusammen mit einem Bindemittel und einem grenzflächenaktiven Mittel oder einer Kombination von grenzflächenaktiven Mitteln imprägnierten mikroporösen Membran; und

    einer mit anorganischem mehrwertigem Metallsalz zusammen mit einem grenzflächenaktiven Mittel oder einer Kombination von grenzflächenaktiven Mitteln imprägnierten mikroporösen Membran

    ausgewählt ist.
  11. Tint-enstrahlempfangsmedium nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die poröse Membran oder poröse Folie eine mikroporöse Membran mit thermisch induzierter Phasentrennung mit gewundenen Wegverläufen ist.
  12. Verfahren zur Verwendung eines Pigmenttintenmigrationsinhibitors, umfassend den Schritt Beschichten eines Copolymers wie in einem der Ansprüche 1 bis 11 definiert als Lösung auf und in eine Oberfläche einer porösen Membran oder Folie.
  13. Tintenstrahlempfangsmedium, umfassend

    a) eine zum Tintenstrahlbedrucken mit Pigmenttinte geeignete poröse Membran oder poröse Folie, und

    b) einen Pigmenttintenmigrationsinhibitor innerhalb der porösen Membran oder porösen Folie, wobei der Migrationsinhibitor

    ein Copolymer mindestens zweier verschiedener hydrophiler Monomere umfasst, wobei die jeweiligen Homopolymere hydrophil sind, das aus den verschiedenen hydrophilen Monomeren hervorgehende Copolymer jedoch in Wasser wenig löslich ist;

    wobei die poröse Membran oder poröse Folie aus einer mit einem mikroporösen fluorierten Siliziumoxidagglomerat zusammen mit einem Bindemittel und einem grenzflächenaktiven Mittel oder einer Kombination von grenzflächenaktiven Mitteln imprägnierte mikroporösen Membran; und

    einer mit anorganischem mehrwertigem Metallsalz zusammen mit einem grenzflächenaktiven Mittel oder einer Kombination von grenzflächenaktiven Mitteln imprägnierten mikroporösen Membran ausgewählt ist.
  14. Tintenstrahlempfangsmedium, umfassend

    a) eine zum Tintenstrahlbedrucken mit Pigmenttinte geeignete poröse Membran oder poröse Folie, und

    b) einen Pigmenttintenmigrationsinhibitor innerhalb der porösen Membran oder porösen Folie, wobei der Migrationsinhibitor

    ein Copolymer mindestens zweier verschiedener hydrophiler Monomere umfasst, wobei die jeweiligen Homopolymere hydrophil sind, das aus den verschiedenen hydrophilen Monomeren hervorgehende Copolymer jedoch in Wasser wenig löslich ist;

    wobei die poröse Membran oder poröse Folie eine mikroporöse Membran mit thermisch induzierter Phasentrennung ist.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com