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Dokumentenidentifikation DE19838306B4 16.06.2005
Titel Waage
Anmelder Beurer GmbH & Co, 89077 Ulm, DE
Erfinder Wanner, Reinhold A., Dipl.-Ing., 89420 Höchstädt, DE
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 24.08.1998
DE-Aktenzeichen 19838306
Offenlegungstag 29.04.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.06.2005
IPC-Hauptklasse G01G 5/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Waage mit einem eine Anzeige aufweisenden Oberteil, einer auf einer Unterlage aufstellbaren Stützvorrichtung und einer unter dem Oberteil angeordneten, auf eine Gewichtskraft reagierenden Umsetzvorrichtung, die mit der Anzeige gekoppelt ist und mehrere mit einem Fluid gefüllte, durch die Gewichtskraft komprimierbare, fluiddicht umschlossene Druckräume sowie eine Auswerteeinrichtung aufweist, mit der der durch die Gewichtskraft erzeugte Druck erfassbar und als eine in eine Gewichtsangabe umgeformte Größe zur Anzeige bringbar ist, wobei die Druckräume über Leitungen mit einer Druck-Additionseinrichtung verbunden sind, die als weiteren Druckraum eine Kolben-/Zylindereinheit aufweist, und zum Erfassen des in der Additionseinrichtung gebildeten Drucks ein Messwertaufnehmer vorgesehen ist.

Eine derartige Waage ist in der CH 597 595 A5 angegeben. Bei dieser bekannten Waage sind mehrere mit einem Fluid gefüllte, druch die Gewichtskraft komprimierbare Druckräume vorgesehen, die über Leitungen mit einem eine Kolben-/Zylindereinheit aufweisenden weiteren Druckraum verbunden sind, der die Summe der Flüssigkeitsmenge der durch die Gewichtskraft aus den Räumen verdrängten Flüssigkeit bildet. Damit die verdrängte Flüssigkeitsmenge und damit das Gewicht zuverlässig angezeigt wird, ist es wünschenswert, den Kolben über eine nicht zu geringe Strecke zu bewegen, wobei sich andererseits eine ungenaue Führung des Kolbens nachteilig auf die Genauigkeit des Messergebnisses auswirken kann.

In der DE-PS 704 129 ist eine hydraulische Wiegeeinrichtung gezeigt, die im Wesentlichen aus zwei Baueinheiten besteht, wobei die eine die eigentliche Wiegeeinheit mit dem das Gewicht aufnehmenden Oberteil und die andere Baueinheit eine Druck-Additionseinrichtung mit einer vorgeschalteten Zwischenstufe umfasst. In der Wiegeeinheit sind mehrere, die Hydraulik-Flüssigkeit aufnehmende Räume gebildet, die über Leitungen mit einer entsprechenden Anzahl von Druckräumen in der Zwischenstufe verbunden sind. Die Druckräume der Zwischenstufe wirken ihrerseits über Scheiben und Zugstangen auf die Membran einer gemeinsamen Druckkammer ein, die mit einer Anzeige in Verbindung steht. Sowohl die die Hydraulik-Flüssigkeit aufnehmenden Räume der Wiegeeinheit als auch die Druckräume und die gemeinsame Druckkammer der Baueinheit sind als in besonderer Weise aufgebaute Membranfaltenbälge ausgebildet. In der Beschreibungseinleitung dieser Druckschrift (Seite 1, Zeile 20) ist auch erwähnt, dass bei einer Bauweise Hilfsmembranen über Hilfskolben auf eine darüberliegende Hilfsmessdose wirken; eine derartige Ausführung wird aber als nachteilig bezeichnet, da dabei Reibungsverluste zu Fehlanzeigen führen können. Auch die in der DE-PS 704 129 stattdessen vorgeschlagene Lösung mit den Membranfaltenbälgen und den in der separaten Baueinheit angeordneten Druckräumen und den auf Membranen einwirkenden Zugstangen sowie Trage- und Führungselementen ist aufwändig und für eine Waage ungünstig.

Eine weitere Waage ist in der FR 2 574 539 A1 bekannt ausgewiesen. Bei dieser bekannten Waage mit einem hydraulischen System sind drei Stützfüße vorgesehen, die das Fluid aufnehmen und miteinander über Leitungen in Verbindung stehen sowie an eine Anzeigevorrichtung angeschlossen sind. Bei einem derartigen Aufbau können sich jedoch ungenaue Messungen ergeben.

Bei einer in der US 4,219,090 A1 angegebenen Waage ist ein einziger balgartiger komprimierbarer Körper zwischen einer Bodenplatte und einer Oberplatte angeordnet. In den Eckpunkten der Waage sind die Oberplatte und die Bodenplatte mittels eines Hebelmechanismus miteinander verbunden. Auch mit derartigen Bälgen ist es schwierig, genaue Meßergebnisse zu erreichen.

Die EP 0 221 736 A2 zeigt eine Waage, bei der ein Fluiddruck in einem flüssigkeitsgefüllten Gehäuse mittels eines Druckaufnehmers umgesetzt und von einem Mikroprozessor ausgewertet wird. Über den inneren Aufbau der Waage an sich sind keine näheren Angaben gemacht.

Bei einer in der US 4,056,156 A offenbarten Waage auf der Grundlage des Hydraulikprinzips sind vier Behälter in den Ecken der Waage angeordnet und mit Leitungen verbunden. Auch bei diesem Aufbau tritt die Schwierigkeit auf, zuverlässige Meßergebnisse zu erzielen.

In der DE 89 10 957 U1 ist eine Waage mit einem oder mehreren Druckzylindern angegeben, deren Drücke jeweils mit zugeordneten Messumformern erfasst und in elektrische Signale umgewandelt werden. Anschließend erfolgt eine Addition dieser elektrischen Signale. Insbesondere für kleinere Waagen ist dieser Aufbau mit der zugehörigen Auswertung aufwändig.

Eine weitere Waage ist in der DE 41 25 210 A1 angegeben. Bei dieser Waage ist das Innere gegen das Äußere flüssigkeitsdicht beispielsweise mittels einer Balgdichtung abgedichtet. Zwischen einer als Unterteil ausgebildeten Stützvorrichtung und einem Oberteil ist eine Umsetzvorrichtung angeordnet, mit der eine Gewichtskraft in eine Gewichtsangabe umgeformt und zur Anzeige gebracht wird. Die Umsetzvorrichtung weist eine Auswerteeinrichtung mit Kraftsensoren und einem Prozessor auf. Ein derartiger mechanischer Aufbau besitzt zur Kraftübertragung in der Regel relativ viele Einzelteile, wodurch Messungenauigkeiten z.B. infolge Reibung oder Verschiebung der Einzelteile relativ zueinander auftreten können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Waage der eingangs angegebenen Art bereitzustellen, die bei einfachem, kompaktem und robustem Aufbau zuverlässige Messergebnisse liefert.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Hiernach ist vorgesehen, dass die Umsetzvorrichtung und die Additionseinrichtung pneumatisch arbeitend ausgebildet sind, dass die Additionseinrichtung weiterhin eine dem weiteren Druckraum vorgeschaltete Zwischenstufe mit einer der Anzahl der Druckräume entsprechenden Anzahl von weiteren Kolben-/Zylindereinheiten aufweist, die an ihrem Ausgang zusammengefasst sind und mit dem weiteren Druckraum zusammenwirken, dass die Zwischenstufe und der weitere Druckraum als Einheit ausgebildet und in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind und dass die Druckräume und/oder der weitere Druckraum und/oder die Zwischenstufe über eine jeweilige Ventilvorrichtung mit der äußeren Atmosphäre in Verbindung stehen, wobei jeweilige Ausgleichsöffnungen in Form von Kanälen nach außen führen.

Untersuchungen der Erfinder haben ergeben, dass mittels der so aufgebauten Additionseinrichtung bei kostengünstigem Aufbau zuverlässige Messergebnisse erzielt werden. Aus der pneumatisch arbeitenden Ausbildung ergeben sich Vorteile für den Aufbau. Die Ausbildung als Einheit, insbesondere die Unterbringung in dem gemeinsamen Gehäuse trägt zu einem dichten und kompakten Aufbau bei, der eine eindeutige Zuordnung der Räume der Zwischenstufe mit den weiteren Kolben-/Zylindereinheiten zu dem gemeinsamen Druckraum bei präzisem Aufbau und dadurch sicherer Funktionsfähigkeit ergibt, wobei auch die Abdichtung begünstigt wird. Die Druckräume und/oder der weitere Druckraum und/oder die Zwischenstufe stehen über eine jeweilige Ventilvorrichtung mit der äußeren Atmosphäre in Verbindung, wobei jeweilige Ausgleichsöffnungen in Form von Kanälen nach außen führen. Mit diesen Maßnahmen wird sichergestellt, dass Druckverluste ausgeglichen werden und eine zuverlässige Funktion gewährleistet ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungsmöglichkeiten bestehen z.B. darin, dass die Räume mittels eines Kissens oder einer Blase oder eines Balges gebildet sind oder einen durch die Gewichtskraft verstellbaren Kolben aufweisen, wobei das Kissen, die Blase oder der Balg leicht an die jeweilige gewünschte Form angepasst werden können. Ein Raum mit verstellbarem Kolben kann beispielsweise als übliche Kolben-/Zylindereinheit ausgeführt sein.

Zur Aufnahme des Kissens, der Blase oder des Balges oder des mit dem verstellbaren Kolben versehenen Raumes ist eine Ausführung geeignet, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Stützvorrichtung als plattenförmiges oder wannenförmiges Unterteil mit an seiner Unterseite angeordneten Füßen ausgebildet ist und dass die Druckräume zwischen dem Oberteil und dem Unterteil angeordnet sind.

Eine Umsetzung der Gewichtskräfte über den Druck in die anzuzeigenden Gewichtsangaben kann vorteilhaft in der Weise erfolgen, dass in der Auswerteeinrichtung den Fluiddrücken entsprechende Gewichtsangaben zur Ausgabe über die Anzeige gespeichert sind oder der Fluiddruck mittels eines Manometers angezeigt wird, das in Gewichtsangaben kalibriert ist. Mittels eines Mikrocontrollers, in dem die Kalibrierwerte gespeichert werden können, können auch weitere Einflussgrößen, wie z.B. Temperatur oder Kompressibilität mit geeigneten Programmen zur Erhöhung der Meßgenauigkeit berücksichtigt werden.

Für eine stabile Lagerung und eine genaue Führung sind weiterhin die Maßnahmen günstig, dass das Oberteil und das Unterteil mittels vertikaler Führungselemente miteinander verbunden sind. Weitere geeignete Führungselemente sind in den Ansprüchen 9 und 10 angegeben.

Bei einer Ausführung der Räume mit verstellbaren Kolben ist auch eine Ausführung in der Weise günstig, dass die Räume in im Umfangsbereich unter dem Oberteil angeordneten, teleskopartig verstellbaren Füßen gebildet sind, die die Stützvorrichtung darstellen. Hierdurch erübrigt sich ein separates Unterteil, da die z.B. stempelartigen Füße unmittelbar unter dem Oberteil angebracht werden können.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1A und 1B ein erstes Ausführungsbeispiel der Waage in Draufsicht und in geschnittener Vorderansicht,

2A und 2B ein zweites Ausführungsbeispiel der Waage in Draufsicht und Vorderansicht,

3A und 3B ein weiteres Ausführungsbeispiel der Waage in Draufsicht und Vorderansicht,

4 eine Scherenführung für eine Waage nach den 1A bis 2B,

5 eine mechanische Additionsanordnung für die Drücke,

6A eine weitere mechanische Additionsanordnung für die Drücke, teilweise in geschnittener Seitenansicht,

6B einen Ausschnitt der Additionsanordnung nach 6A in Draufsicht,

6C eine Detailansicht einer Druckkammer,

7 eine Prinzipdarstellung einer Additionsanordnung, die auch elektrisch ausgeführt sein kann, und

8A und 8B eine Blattfederverbindung zwischen dem Oberteil und dem Unterteil der Waage.

In den 1A und 1B ist beispielhaft eine Waage 1 mit einem Oberteil 2 und einem Unterteil 3 in Draufsicht und geschnittener Vorderansicht gezeigt. Zwischen dem Oberteil 2 und dem Unterteil 3 sind Blasen (Kissen) 4 angeordnet, die in ihrem Inneren einen mit einem Gas oder einer Flüssigkeit gefüllten Raum bildet. Das Oberteil 2 und das Unterteil 3 sind mittels vier in den Eckbereichen angeordneter Führungselemente 7 miteinander verbunden, die eine vertikale Verstellung des Oberteils 2 bezüglich des Unterteils 3 ermöglichen. Auf der Unterseite des Unterteils 3 sind Füße 5 angeordnet, die an einem jeweiligen Schaft der Führungselemente 7 angeschlossen sein können. Auf der Oberseite des Oberteils 2 ist eine Anzeige 6 angeordnet, über die das gemessene Gewicht sichtbar gemacht wird.

Bei dem in den 2A und 2B gezeigten Ausführungsbeispiel sind anstelle des Kissens 4 gemäß dem vorstehenden Ausführungsbeispiel etwa in den Eckbereichen vier Bälge 8 vorgesehen, um die fluidgefüllten Räume zu bilden. Die durch die Bälge 8 gebildeten Räume stehen über Leitungen 9, z.B. Schläuchen oder Rohren, miteinander in Verbindung, so dass ein pneumatisches System mit entsprechender Druckausbreitung gebildet wird. Die Messung des durch eine Gewichtskraft erzeugten Druckes kann an einer gewünschten Stelle mittels eines geeigneten Druckaufnehmers erfolgen. Innerhalb der Bälge 8 können Führungselemente für die vertikale Führung vorgesehen sein oder die vertikale Führung kann mittels separater Elemente erfolgen. Hierbei eignet sich z.B außer einer Linearführung auch eine Scherenführung 12 gemäß 4.

Eine stabile und dabei kostengünstige Führung ergibt sich auch durch die in den 8A und 8B gezeigten Blattfedern 13, die zum einen an dem Oberteil 2 fest und an dem Unterteil 3 lose und zum anderen an dem Unterteil 3 fest und dem Oberteil 2 lose angebunden und bei einer quadratischen oder rechteckförmigen Waage z.B. in den vier Eckbereichen der Waage 1 angeordnet sind.

Bei dem in den 3A und 3B dargestellten weiteren Ausführungsbeispiel ist das Oberteil unmittelbar mittels Füßen (Stempeln) 10 abgestützt, die aus zwei teleskopartig ineinander verschiebbaren Teilen bestehen und eine Art Kolben-/Zylindereinheit bilden, um die durch die Gewichtskraft veränderbaren Räume für das Fluid zu erzeugen. Eine Elektronik 11 der Auswerteeinrichtung ist unterhalb des Oberteils 2 angeordnet und kann auch eine Spannungsversorgungseinheit umfassen. Die Stempel 10 sind ebenfalls über Leitungen 9 miteinander verbunden, so dass auch bei diesem Ausführungsbeispiel ein hydraulisches System gebildet ist. An eine Leitung 9 ist ein Druckmesser in Form eines Manometers angeschlossen, das als Anzeige 6 dient und unmittelbar in Gewichtsangaben kalibriert ist. Ein derartiges Manometer kann auch bei den Waagen gemäß den vorstehenden Ausführungsbeispielen verwendet werden, wobei keine Elektronik erforderlich ist, wohl aber vorgesehen sein kann.

Die wenigen Einzelteile ermöglichen einen einfachen, robusten Aufbau, wobei die Anbindung zwischen den Kissen 4 oder den Bälgen 8 und dem Oberteil 2 sowie dem Unterteil 3 mittels eingelegter oder eingegossener Hartplastikscheiben oder Metallscheiben eine stabile Anbindung ergibt.

Ein großer Vorteil ist auch, dass zwischen dem Druck und der Gewichtskraft bzw. Masse ein linearer Zusammenhang besteht. In Messungen der Erfinder hat sich dieser Zusammenhang auch bei den beschriebenen Ausführungsformen der Waage gezeigt.

Verschiedene andere Waagen, wie Babywaagen, Haushaltswaagen oder dgl. sind mit der angegebenen Umsetzeinrichtung aufbaubar.

In 4 ist als Führung zwischen dem Oberteil 2 und dem Unterteil 3 eine Scherenführung 12 gezeigt, die geringere Reibungen als eine vertikale Führung ergibt.

Eine noch günstigere Führung ohne nennenswerte Reibungsverluste wird durch die in den 9A und 9B gezeigte Aufhängung mit Biegefedern, insbesondere Blattfedern 13 erzielt. Die Blattfedern 13 sind vorzugsweise in den vier Eckbereichen der Waage angeordnet und können, wie 9A zeigt, an dem Oberteil 2 fest und an dem Unterteil 3 einsetzbar oder aber, wie 9B zeigt, an dem Unterteil 3 fest und an dem Oberteil 2 einsetzbar befestigt sein. Die eine Seite der Blattfedern 13 kann dabei auch z.B. an dem Oberteil 2 oder Unterteil 3 durch Ausstanzen einstückig mit diesem hergestellt sein.

Die 5 bis 8 zeigen verschiedene Ausführungsformen für eine mechanische, d.h. pneumatische Additionseinrichtung.

Gemäß 5 sind die unter dem Oberteil 2 angeordneten Umsetzeinrichtungen in Form einer Druckkammeranordnung 14 mit vier Druckräumen 14.1 über an den Druckräumen 14.1 angeschlossene Leitungen 9 mit der Additionseinrichtung 15 verbunden, die ihrerseits aus einer Zwischenstufe 15.1 und einer anschließenden Addierstufe 15.2 mit einem weiteren Druckraum 15.3 ausgerüstet ist. Die Zwischenstufe 15.1 weist ihrerseits eine der Anzahl der Druckräume 14.1 entsprechende Anzahl von Kolben-/Zylindereinheiten auf, die an ihrem Ausgang zusammengefasst sind und mit einer weiteren Kolben-/Zylindereinheit der Addierstufe 15.2 zusammenwirken. Wie die 6A und 6B zeigen, können die Zwischenstufe 15.1 und die nachgeschaltete Addierstufe 15.2 als Einheit in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sein, so dass sich nicht nur eine geringe Baugröße, sondern auch eine vorteilhafte Verbindung ohne nennenswerte Reibungsverluste ergibt. Die 6B zeigt dabei eine Draufsicht der Zwischenstufe 15.1.

Die 6A, 6B und 6C zeigen außerdem als Beispiel eine pneumatische Umsetzvorrichtung und Additionseinrichtung 15. Um Leckverluste zu vermeiden, stehen sowohl die Druckräume 14.1 der Umsetzvorrichtung als auch der weitere Druckraum 15.3 der Additionseinrichtung 15 mit der äußeren Atmosphäre über eine Ventileinrichtung in Verbindung, wobei jeweilige Ausgleichsöffnungen 14.2 bzw. 15.4 in Form von Kanälen nach außen führen. Die Kanäle sind an einen unteren Dichtrand des Kolbens der Umsetzvorrichtung bzw. Additionseinrichtung 15 angrenzend angeordnet, so dass die Druckräume 14.1 bzw. der weitere Druckraum 15.3 sogleich von der äußeren Atmosphäre abgetrennt werden, wenn sich die Kolben infolge eines Gewichts auf dem Oberteil 2 nach unten bewegen. Dichtmittel 14.3 am unteren Rand der Kolben vermeiden, dass beim Herabbewegen der Kolben ein Druckverlust in den Druckräumen auftritt.

Entsprechend kann auch die Zwischenstufe 15.1 mit Verbindungen zur äußeren Atmosphäre über Ventile ausgestattet sein.

In 7 ist die Umsetzvorrichtung mit der Druckkammeranordnung 14 in Verbindung mit der Additionseinrichtung noch einmal schematisch dargestellt.

Mit der Additionseinrichtung werden unterschiedliche Belastungen auf dem Oberteil 2 der Waage kompensiert und stets zuverlässige, reproduzierbare Messergebnisse erzielt.


Anspruch[de]
  1. Waage mit einem eine Anzeige (6) aufweisenden Oberteil (2), einer auf einer Unterlage aufstellbaren Stützvorrichtung und einer unter dem Oberteil (2) angeordneten, auf eine Gewichtskraft reagierenden Umsetzvorrichtung, die mit der Anzeige gekoppelt ist und mehrere mit einem Fluid gefüllte, durch die Gewichtskraft komprimierbare, fluiddicht umschlossene Druckräume (14.1) sowie eine Auswerteeinrichtung aufweist, mit der der durch die Gewichtskraft erzeugte Druck erfassbar und als eine in eine Gewichtsangabe umgeformte Größe zur Anzeige (6) bringbar ist, wobei die Räume (14.1) über Leitungen (9) mit einer Druck-Additionseinrichtung (15) verbunden sind, die als weiteren Druckraum (15.3) eine Kolben-/Zylindereinheit aufweist, und zum Erfassen des in der Additionseinrichtung (15) gebildeten Drucks ein Meßwertaufnehmer vorgesehen ist,

    dadurch gekennzeichnet,

    dass die Umsetzvorrichtung und die Additionseinrichtung (15) pneumatisch arbeitend ausgebildet sind,

    dass die Additionseinrichtung (15) weiterhin eine dem weiteren Druckraum (15.3) vorgeschaltete Zwischenstufe (15.1) mit einer der Anzahl der Druckräume (14.1) entsprechenden Anzahl von weiteren Kolben-/Zylindereinheiten aufweist, die an ihrem Ausgang zusammengefasst sind und mit dem weiteren Druckraum (15.3) zusammenwirken,

    dass die Zwischenstufe (15.1) und der weitere Druckraum (15.3) als Einheit ausgebildet und in einem gemeinsamen Gehäuse untergebracht sind und

    dass die Druckräume (14.1) und/oder der weitere Druckraum (15.3) und/oder die Zwischenstufe (15.1) über eine jeweilige Ventilvorrichtung mit der äußeren Atmosphäre in Verbindung stehen, wobei jeweilige Ausgleichsöffnungen (14.2, 15.4) in Form von Kanälen nach außen führen.
  2. Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckräume (14.1) mittels eines Kissens oder einer Blase (4) oder eines Balges (8) gebildet sind oder einen durch die Gewichtskraft verstellbaren Kolben aufweisen.
  3. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

    dass die Stützvorrichtung als plattenförmiges oder wannenförmiges Unterteil (3) mit an seiner Unterseite angeordneten Füßen ausgebildet ist und

    dass die Druckräume (14.1) zwischen dem Oberteil (2) und dem Unterteil (3) angeordnet sind.
  4. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Auswerteeinrichtung den Fluiddrücken entsprechende Gewichtsangaben zur Ausgabe über die Anzeige (6) gespeichert sind oder die Fluiddrücke mittels eines an den weiteren Druckraum (15.3) angeschlossenen Manometers angezeigt werden, das in Gewichtsangaben kalibriert ist.
  5. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberteil (2) und das Unterteil (3) mittels vertikaler Führungselemente (7, 12, 13) miteinander verbunden sind.
  6. Waage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente eine Scherenführung (12) oder eine Anordnung von Biegefedern bilden.
  7. Waage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegefedern Blattfedern (13) sind.
  8. Waage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Räume in im Umfangsbereich unter dem Oberteil (2) angeordneten, teleskopartig verstellbaren Füßen (10) gebildet sind, die die Stützvorrichtung darstellen.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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