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Verfahren und Vorrichtung zur Kontrolle der Leistungsfähigkeit einer Waschanlage - Dokument DE69729348T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69729348T2 16.06.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000816832
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Kontrolle der Leistungsfähigkeit einer Waschanlage
Anmelder Scientifics Ltd., Derby, GB
Erfinder Savage, Stuart, Doncaster, Yorks, GB
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69729348
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, IT, LI, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.06.1997
EP-Aktenzeichen 973044597
EP-Offenlegungsdatum 07.01.1998
EP date of grant 02.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.06.2005
IPC-Hauptklasse G01N 21/88
IPC-Nebenklasse B60S 3/00   B60S 3/04   

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren für die Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Waschmaschine. Sie ist besonders bei der Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Fahrzeugwaschanlage anwendbar, wie beispielsweise jener, die für das Waschen der Außenseite des Eisenbahnwagenparks eingesetzt wird, ist aber in keiner Weise darauf beschränkt.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Eine Fahrzeugwaschanlage wird jetzt umfassend in bestimmten Industriezweigen eingesetzt und es besteht eine seit langem empfundene Notwendigkeit, die Effektivität dieser Art von Anlage zu kontrollieren. Ein Beispiel für diese Art von Waschanlage ist die Anlage, die verwendet wird, um den Eisenbahnwagenpark zu reinigen. Die stark spezialisierte und technisch moderne Anlage ist strategisch im Land hier und da angeordnet, und von Zeit zu Zeit wird der Wagenpark zu dieser hin und durch diese hindurch als Teil eines organisierten Waschprogrammes gefahren. Diese Art von Anlage ist energie- und wasserintensiv und nutzt ebenfalls eine Vielzahl von Reinigungschemikalien, die sowohl kostspielig als auch umweltunfreundlich sind, wenn sie übermäßig verwendet werden. Es ist daher am wichtigsten, die Leistungsfähigkeit einer derartigen Anlage zu kontrollieren, um ein Vergeuden dieser Ressourcen zu vermeiden.

Historisch gesehen wurden derartige Anlagen vom Hersteller entsprechend ihren Spezifikationen hergestellt, aber die Kontrolle ihrer Effektivität mit der Zeit tendiert dahin, daß es ein empirischer Prozeß ist, bei dem einer der Arbeiter, die die gesamte Reinheit der Züge beobachten, am Ende der Waschanlage auftaucht. Das zeigt eine Anzahl von spezifischen Nachteilen:

  • – Es stellt kein zuverlässiges Eichverfahren bereit, mittels dessen die Effektivität der Waschanlage über die Zeit kontrolliert wird.
  • – Die Züge müssen sofort in den Dienst zurückgestellt werden, selbst wenn eine gewisse Form der Messung möglich wäre; das würde zu Verzögerungen führen.
  • – Die Schmutzmaterialien, die von den Zügen aufgenommen werden, variieren in einer Weise, die ihre Arbeitsumgebung widerspiegelt, wie beispielsweise den Bereich oder den Industriezweig, in dem sie eingesetzt werden. Die Effektivität der Waschanlage beim Abwaschen der spezifischen Arten von Schmutz kann gegenwärtig nicht kontrolliert werden.
  • – Es gibt kein Verfahren, mittels dessen die Leistung über der Zeit kontrolliert werden kann, um das kostenwirksamste Wartungsprogramm für eine spezielle Installation durchzuführen.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung für und ein Verfahren zur Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Waschmaschine bereitzustellen, die ein oder mehrere der vorangehend umrissenen Probleme überwindet.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Entsprechend einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung bereitgestellt, die für die Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Fahrzeugwaschanlage geeignet ist, wobei die Vorrichtung eine Testtafel aufweist, die so ausgeführt ist, daß sie zeitweilig am Äußeren eines Fahrzeuges gesichert werden kann, während es durch die Waschanlage gelangt, wie es im JP 61175533 A offenbart wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Testfläche der Testtafel eine bekannte Schmutzbelastung aufweist.

Eine oder mehrere derartige Testtafeln können an einem geeigneten Bereich am zu waschenden Fahrzeug befestigt werden. Die Testtafeln werden danach vom Fahrzeug entfernt, während es die Anlage verläßt, und sie werden für eine spätere Analyse zurückgehalten.

Vorzugsweise ist die Testtafel an einem Halter montiert, der eine Vielzahl von Saugbechern enthält.

Bei Benutzung dieses Typs von Halter kann die Testtafel leicht an Fenstern, Türen oder dem Aufbau des Fahrzeuges befestigt werden, wie es gefordert wird.

Vorzugsweise weist die Testtafel eine Selbstklebefolie auf, die so ausgeführt ist, daß sie direkt am Fahrzeug haftet.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung weist die Testtafel eine Magnetplatte auf, die so ausgeführt ist, daß sie direkt am Fahrzeug haftet.

Die Verwendung von Magnetmaterial bedeutet, daß es nicht absolut wichtig ist, jenen Teil des Fahrzeuges abzuwaschen, damit die Testtafel haften kann.

Vorzugsweise ist die Testfläche der Testtafel von gleichmäßiger Farbe und Reflexion, wobei Reflexionsmessungen, die vor und nach dem Waschen vorgenommen werden, benutzt werden, um die Schmutzbelastung zu ermitteln, die nach dem Waschen verbleibt und wodurch eine Kennziffer für die Leistungsfähigkeit der Waschanlage geliefert wird.

Die Versuchsdurchführung hat gezeigt, daß die Reflexion eine besonders geeignete und zweckmäßige Messung ist, die zur Anwendung kommt, um das Beseitigen von Schmutz von einer Fläche zu verfolgen.

Vorzugsweise weist die Testtafel ein gleichmäßiges Verbundmaterial auf, wie beispielsweise weißes DECAMEL®.

Die Versuchsdurchführung zeigte ebenfalls, daß diese Art von weißem Laminat ein besonders geeigneter Träger für diese Testtafeln ist.

Bei einer bevorzugten Ausführung weist die Schmutzbelastung Feststoffpartikel auf, die in einem Gelatinierungsmittel/Emulgierungsmittel aufgeschlämmt sind. Diese Mischung ahmt angehäuften Schmutz nach, der an einem Fahrzeug mit der Zeit anhaftet. Vorzugsweise sind die Feststoffpartikel farbig oder schwarz.

Bei einer besonders bevorzugten Ausführung weist die Schmutzbelastung Rußpulver auf, das in Tapetenkleister oder einem anderen geeigneten Gelatinierungsmittel aufgeschlämmt ist, wobei die Mischung gleichmäßig über die Fläche der Testtafeln aufgebracht wird und trocknen darf.

Eine breite Vielzahl von Schmutzbelastungen, wie beispielsweise Split, Salz, Fett unter anderen, kann in Tapetenkleister aufgeschlämmt werden, um eine Vielzahl von Verunreinigungen zu simulieren, die von einem Fahrzeug während unterschiedlicher Betriebsverhältnisse aufgenommen werden.

Vorzugsweise wird ein Abschnitt der Testtafel von einer Schmutzbelastung als eine innere Eichung freigelassen.

Bei einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird in ihrem breitesten Sinn ein Verfahren zur Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Fahrzeugwaschanlage bereitgestellt, das die folgenden Schritte aufweist:

  • (a) Bereitstellen einer oder mehrerer Testtafeln, die so ausgeführt sind, daß sie zeitweilig am Äußeren eines Fahrzeuges gesichert werden;
  • (b) Aufbringen von Testschmutz auf die eine oder mehreren Testtafeln in einer gleichmäßigen Weise und Zulassen, daß die eine oder mehreren Testtafeln trocknen;
  • (c) Befestigen der verschmutzten einen oder mehreren Testtafeln am Äußeren eines Fahrzeuges vor dessen Durchgang durch die Waschanlage;
  • (d) Entfernen der einen oder mehreren Testtafeln nach dem Abschluß des Waschzyklusses;
  • (e) Abtropfen lassen und Trocknen der einen oder mehreren Testtafeln;
  • (f) Analysieren der einen oder mehreren Testtafeln, um den Anteil des durch den Waschvorgang entfernten Testschmutzes zu ermitteln.

Vorzugsweise wird der Testschmutz durch Mischen von 10 g Rußpulver (z.B. Neo Spectra ® MK II), 1 g Tapetenkleister nicht auf PVA-Basis, dispergiert in 200 g Wasser, hergestellt, und die resultierende Mischung wird mittels einer Bürste gleichmäßig über die Fläche der 16 Testtafeln aufgebracht, wobei jede Testtafel eine Fläche von 420 mm × 340 mm aufweist.

Bei einem bevorzugten Verfahren werden die Testtafeln bei Verwendung eines Reflektometers analysiert, sobald sie vom Fahrzeug entfernt wurden:

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Ausführungen der vorliegenden Erfindung werden jetzt spezieller nur als Beispiel und mit Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, die zeigen:

1 eine Draufsicht eines Testtafelhalters;

2 eine Schnittdarstellung durch den Testtafelhalter aus 1;

3 eine Draufsicht einer Testtafel.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGEN

Die vorliegenden Ausführungen verkörpern gegenwärtig die besten Möglichkeiten, die dem Anmelder bekannt sind, um die Erfindung in die Praxis umzusetzen; aber sie sind nicht die einzigen Möglichkeiten, mittels denen das erreicht werden könnte. Sie werden veranschaulicht, und sie werden jetzt nur als Beispiel beschrieben.

1 bis 3 veranschaulichen eine typische Testtafelvorrichtung, die einen Halter, wie in 1 und 2 gezeigt wird, und eine Testtafel 11 aufweist, wie in 3 gezeigt wird. Der Halter weist einen Aluminiumrahmen 15, 16, 17 mit einer Trägerplatte 14 auf, die eine starre Fassung bereitstellt, in der eine Testtafel 11 positioniert werden kann. Der Rahmen ist auf zwei Doppelbechersaughebeeinrichtungen 12 von industrieller Qualität montiert. Die hebebetätigten Saugbecher sind an jeder Ecke positioniert. Diese Saugbecher sind per se aus dem Gebiet der Glastransporttechnologie bekannt und werden routinemäßig verwendet, damit Arbeiter Glasscheiben, Terassentüren oder dergleichen heben können. In diesem Zusammenhang werden sie verwendet, um den Halter an Ort und Stelle auf einer glatten Fläche zu halten.

Indem beispielsweise der Halter an einem Zugfenster angeordnet und die Hebel an jedem Becher gedreht werden, um ein Vakuum zu erzeugen, wird daher der Halter vorübergehend fest am Fensterglas befestigt.

Diese Verfahrensweise funktioniert gleichermaßen gut bei einer relativ sauberen, glatten Fläche, wie sie an der Seite eines Zuges vorgefunden wird. Die Saugbecherbetätigungshebel sind mit Sperrstiften versehen, so daß sie nicht zufällig durch die Funktion der Waschanlage verrückt werden. Die Sperrstifte können die Form eines tatsächlichen Stiftes annehmen, der in ausgerichtete Löcher eingesetzt wird, oder vielleicht eine Kunststoffklemme oder eine Schelle, wie beispielsweise ein „SECURITAB"®, die entfernt werden muß, bevor der Saugbecher freigegeben werden kann.

Aussparungen 13 sind im Halter vorhanden, um die Testtafel 11 aufzunehmen, und diese wird wiederum an Ort und Stelle durch Klemmen, Verbinder oder irgendeine andere zweckmäßige Methode gesichert. Es ist einfach erforderlich, die Testtafel an Ort und Stelle gegen den heftigen Waschvorgang dieses Typs von Maschine zu halten.

Es wird daher erkannt, daß die Vorrichtung eine entfernbare Testtafel bereitstellt, die leicht und umkehrbar an einem Zug oder einem anderen Fahrzeug unmittelbar vor seinem Durchgang durch die Waschanlage befestigt wird, deren Leistung kontrolliert werden soll. Die Testtafel 11 kann an Ort und Stelle geschoben werden, vor oder nach der Befestigung des Halters am Fahrzeug.

Die Zusammensetzung der Testtafel ist ein wichtiges charakteristisches Merkmal der Erfindung. Eine bestimmte physikalische Messung ist erforderlich, um die Effektivität der Anlage zu messen, und es wurde entdeckt, daß die Reflexion eine besonders geeignete Eigenschaft für eine Messung ist. Die Reflexion einer speziellen Fläche wird durch das Vorhandensein von Schmutz auf jener Fläche verringert.

Es wurde entdeckt, daß eine weiße Platte, die aus dem Verbundmaterial DECAMEL® hergestellt wird, ein idealer Träger ist. Sie nutzt sich kaum ab und kann leicht bei Verwendung kommerzieller Reinigungsmittel gereinigt werden. Gleichermaßen wird sie eine Vielzahl von Test „schmutz" akzeptieren, der auf vielerei Weise aufgebracht werden kann (siehe nachfolgend). Am wichtigsten ist, daß sich ihre Fläche in einer gleichen Weise wie lackiertes Metall und Glas verhält, und sie stellt daher ein gutes Modell für äußere Oberflächenbeschaffenheiten bereit, die man bei einem Wagenpark und anderen Fahrzeugen vorfindet.

DECAMEL® ist jedoch nur eine Art von geeigneter Fläche, die verwendet werden kann. Im Prinzip wird jede gleichmäßige hell gefärbte Fläche zufriedenstellend sein. Alternative Kunststoffmaterialien können verwendet werden oder Kunststoffe oder Metalle, die beschichtet sind, um eine Oberflächenbeschaffenheit gleich der Oberflächenbeschaffenheit bei dem Objekt zu liefern, das durch die Waschmaschine geführt wird.

In Verbindung mit dieser speziellen Art von Material steht ein neuartiges Verfahren zum Simulieren von verschiedenen Arten von Testschmutz. Es wurde entdeckt, daß eine Suspension von Ruß in Tapetenkleister leicht auf diese Testtafeln aufgebracht werden kann (siehe nachfolgend) und den auf Zügen vorgefundenen Schmutz genau nachahmt. Die Verwendung von Tapetenkleister ist nicht eine Vorbedingung. Weitere Verdickungsmittel und Gelatinierungsmittel, wie beispielsweise Polysaccharide, können verwendet werden, wie es bei einer speziellen Anwendung gefordert wird. Es wird jedoch erkannt, daß Tapetenkleister billig, leicht verfügbar und von gleichbleibender Qualität ist.

Wo man speziellen Arten von Schmutz begegnet, beispielsweise, wenn der Wagenpark in Verbindung mit einer speziellen industriellen Umgebung eingesetzt wird, kann das ebenfalls in einer gleichen Weise simuliert werden. Daher können Salz, Fett, Chemikalien, Bremsstaub, usw. alle in die Emulsion vor der Aufbringung auf die Testtafel eingebracht werden.

Im Prinzip kann eine breite Vielzahl von dunkel- oder hellfarbigen Feststoffpartikeln verwendet werden, um Schmutzbelastungen zu simulieren. Diese Feststoffpartikel können in einem geeigneten Gel, Gelatinierungsmittel, Emulsion oder Emulgierungsmittel aufgeschlämmt und auf die Testtafel aufgebracht werden. Diese Erfindung soll alle möglichen Schmutzbelastungen einschließen. Die einzige Forderung der Schmutzbelastung ist, daß sie auf eine Testtafel aufgebracht werden kann, und daß sie vollständig oder teilweise während des Waschvorganges entfernt wird.

Die Vorrichtung und die Verfahrensweise werden jetzt detaillierter beschrieben.

ALLGEMEINE BESCHREIBUNG

Das Verfahren schließt drei Stufen ein:

  • 1. Eine spezielle Testtafel wird im Labor unter kontrollierten Bedingungen hergestellt. Diese wird zur Stelle transportiert und zwischen 4 und 72 Stunden nach der Herstellung in einer sorgfältig kontrollierten Weise so eingesetzt, daß die Fläche der Testtafel nicht beeinflußt wird.
  • 2. Die Testtafel wird an der Seite eines Fahrzeuges befestigt und durch eine Waschanlage geführt. Das Befestigungsverfahren wird betriebseigen entwickelt. Die Testtafel und die Befestigungsvorrichtung werden entfernt, und die Testtafel wird sorgfältig zum Labor zurück transportiert.
  • 3. Die Testtafel wird bei Benutzung eines Reflektometers bewertet, um die Schmutzbelastung zu identifizieren, die darauf verblieben ist, und das wird zu einer Kennziffermessung für die Anlage entwickelt. Die Messungen können an strategischen Punkten über die gesamte Testtafel vorgenommen werden, und die Messungen werden gemittelt.

FUNKTION DER VORRICHTUNG UND VERFAHREN
  • (a) Halter: Dieser umfaßt einen Aluminiumrahmen, der auf zwei Doppelbechersaughebeeinrichtungen von industrieller Qualität montiert ist (siehe 1 ).
  • (b) Testtafeln: Diese werden aus 3000 mm × 1200 mm (10' × 4') Platten des weißen DECAMEL® ausgeschnitten. Jede einzelne Testtafel mißt 420 mm × 340 mm.
  • (c) Testschmutz: Dieser weist eine Mischung von Neo Spectra® MKII Rußpulver, Tapetenkleister nicht auf PVA-Basis und destilliertes Wasser auf, die mechanisch zu einer gleichmäßigen Konsistenz gemischt sind:

    5,0 % Ruß

    0,5 % Kleber

    94,5 % Wasser
HERSTELLUNG DER TESTTAFELN
  • 1. Gründliches Waschen der weißen Seite der Testtafel bei Verwendung eines nichtscheuernden Aufrahmungsreinigungsmittels und eines weißen Mehrzweckreinigungskissens, „T" Qualität von 3M®. Alle Spuren des Aufrahmungsreinigungsmittels sind durch Spülen mit reichlichen Mengen an Wasser zu entfernen. Es ist zu sichern, daß die Hinterseite der Testtafel gespült wird. Alle Testtafeln muß man natürlich trocknen lassen, indem sie auf ihren Enden stehen und abtropfen. Die gereinigte Fläche darf nicht berührt werden.
  • 2. Herstellen des Testschmutzes. Für bis zu 16 Testtafeln sind 10 g Ruß, 1 g Tapetenkleister nicht auf PVA-Basis abzuwiegen, und es ist destilliertes Wasser bis zu einem Gesamtgewicht von 200 g zuzusetzen. Mit einem Glasstab ist leicht umzurühren, um die Bestandteile zu dispergieren und sie danach über 1 Minute miteinander sofort zu vermischen, wobei ein Braun® Multipractice-Handmischer verwendet wird. Es ist zu gestatten, daß der Testschmutz 30 Minuten vor der Benutzung stehenbleibt.
  • 3. Eine Testtafel ist auf eine flache Fläche zu legen, und bei Benutzung einer Farbbürste mit 50 mm Borsten von guter Qualität ist der Testschmutz aufzubringen. Die Bürste ist zu füllen, und durch leichte Rückwärts- und Vorwärtsarbeitstakte ist die Hälfte der Testtafel zu bestreichen. Die Bürste ist erneut zu füllen, und die andere Hälfte der Testtafel ist zu streichen. Jetzt ist die Testtafel um 90° zu wenden und die gesamte Testtafel ist quer zu streichen. Die Testtafel ist um weitere 90° zu drehen, und durch Streichen in einer Richtung fertigzustellen, wobei nur ein gleichmäßiges Aussehen der gestrichenen Testtafel zu sichern ist. Es ist zu gestatten, daß die Testtafel natürlich trocknet. Die Testtafeln werden normalerweise für ein Testen nach 4 Stunden bereit sein und weiterhin für eine Verwendung bis zu 72 Stunden geeignet sein.
  • 4. Die Rückseite der Testtafeln ist unauslöschlich mit einer eindeutigen Identifikationsnummer zu markieren.
  • 5. Die Testtafeln sind in einzelne Kunststoffsäcke sorgfältig zu verpacken, um die präparierten Flächen beim Transport zu schützen.

Auf diese Vorrichtung bezieht man sich als Scientific On-Board Assembly Panel (SOAP), und ihr Anwendungsverfahren am Ort ist das Folgende:

  • 1. Vorkehrungen für einen Zugang zu einem Fahrzeug treffen, das durch die Waschanlage gelangen wird.
  • 2. Einhalten aller Sicherheitsforderungen.
  • 3. Einrichten eines geeigneten Zuganges zum Fensterniveaus zum ausgewählten Fahrzeug.
  • 4. Abwischen des Fensters mit einem Papierhandtuch, um den gesamten Staub und das Wasser zu entfernen.
  • 5. Schieben einer vorbeschmutzten Testtafel auf den Testtafelhalter und Sichern mittels eines Kabelbinders.
  • 6. Positionieren des „beladenen" Halters am Fenster des Testfahrzeuges und Betätigen der Saugbecher.
  • 7. Anordnen von Sperrstangen durch den Halter, um ein zufälliges Freigeben des Saugmechanismus zu verhindern. Sichern der Sperrstangen mittels Kabelbindern.
  • 8. Wiederholen für ein Fenster auf der anderen Seite des Fahrzeuges.
  • 9. Sich mit dem Fahrer arrangieren, um die Waschanlage mit der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu passieren. (Messen der Zeit des Fahrzeuges durch die Waschanlage als Kontrolle.)
  • 10. Nach Abschluß des Waschzyklusses Entfernen der Testtafelhalter und Testtafeln.
  • 11. Wiederholen des Vorganges mit zwei neuen vorbeschmutzten Testtafeln.
  • 12. Sorgfältiges Abtropfenlassen der verwendeten Testtafeln; wieder Einpacken in ihre Schutzkunststoffsäcke und Rückführen zum Labor.

Die folgende Information kann wahlweise erhalten werden (durch direkte Messung, wo es möglich ist, oder anderweitig von Aufzeichnungen), um die Leistung der Waschanlage weiter zu bewerten:

  • 1. Die seitliche Störung der Bürsten oder Schlegel (Wickel).

    (a) Messen des Durchmessers der mittleren Welle des Rotors (Bürsten und Schlegel).

    (b) Messen des Abstandes von der mittleren Welle zur Außenseite des Schlegelträgers (nur Schlegelmaschinen).

    (c) Messen der Länge der Bürstenfasern und Schlegel. (Es sind mehrere Messungen bei unterschiedlichen Höhen vorzunehmen.)
  • 2. Wo es möglich ist (wenn die Maschine manuell betätigt werden kann), Messen der Rotordrehzahl. Das ist nur möglich, wenn die Wasser/Chemikalienpumpe abgeschaltet werden kann, um die Durchführung eines „Trocken"laufes zu ermöglichen.
  • 3. Erhalten einer Einschätzung der Testfahrzeuggeschwindigkeit durch die Waschanlage, d.h., die Zeit eines Fahrzeuges zwischen zwei Festpunkten.

Bei einer Variante kann eher als ein Streichen der gesamten Testtafel ein Teil angestrichen bleiben, wodurch eine innere Eichung für jene spezielle Testtafel bewirkt wird. Daher kann jeglicher Verschleiß bei der speziellen Testtafel, der sich als Verringerung der Reflexion zeigen würde, berücksichtigt werden.

Diese Erfindung stellt ebenfalls eine Vielzahl von unterschiedlichen Einrichtungen für das zeitweilige Befestigen der Testtafel an einem Fahrzeug bereit. Beispielsweise kann die Rückseite der Testtafel mit einer Klebebeschichtung versehen werden, die, sobald sie freigelegt wird, am Fahrzeug zum Haften gebracht werden kann. Alternativ kann die Testtafel die Form einer Magnetplatte annehmen, oder Magnetbefestigungen können auf der Rückseite der Testtafelplatte angebracht werden. Das wird unverkennbar wirksam sein, wenn die Platte am Eisenmetallaufbau eines Fahrzeuges angebracht wird, wird aber nicht das Anbringen der Testtafel an einem Fenster ermöglichen.

Es gab keinen Versuch, den Anmelder davon in Kenntnis zu setzen, daß ein gleiches Testprogramm bei einer Waschanlage durchgeführt wurde. Diese Verfahrensweise wurde durch gründliche Kenntnis des Waschens von Fahrzeugen entwickelt. Das Verfahren zum Verschmutzen der Testtafeln ist einmalig, und das Verfahren zur Befestigung am Fahrzeug ist ebenfalls einmalig. Indem man diese zusammengebracht hat, entstand ein System, das die Beziehung zwischen den Maschineneigentümern/betreibern und ihren Wartungsvertragspartnern/Kunden revolutionieren könnte, wobei erstmals eine reproduzierbare Bewertung der Effektivität gestattet wird.

Es wird erkannt werden, daß diese Technologie bei einer breiten Vielzahl von Fahrzeugwaschanlagen zur Anwendung gebracht werden kann. Sie ist besonders beispielsweise für Autowäschen geeignet, wo das zufällige Auto eine Testtafel durch den Waschzyklus tragen könnte.

Es ist ebenfalls bei Nichtfahrzeugsystemen in bedeutendem Maß anwendbar. Derartige Testtafeln könnten in Produktions- und Verfahrensanlagen verwendet werden, wo ein spezifisches Niveau an Sauberkeit erforderlich ist, um bestimmte Forderungen zu erfüllen. Die Testtafeln könnten hergestellt werden, um Standards darauf zu prüfen, daß Fette, Öle, usw. oder andere Materialarten berücksichtigt werden.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung, die für die Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Fahrzeugwaschanlage geeignet ist, wobei die Vorrichtung eine Testtafel (11) aufweist, die so ausgeführt ist, daß sie zeitweilig am Äußeren eines Fahrzeuges gesichert werden kann, während es durch die Waschanlage gelangt; dadurch gekennzeichnet, daß eine Testfläche der Testtafel (11) eine bekannte Schmutzbelastung aufweist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, die außerdem einen Halter aufweist, der eine Vielzahl von Saugbechern (12) enthält, wobei die Testtafel (11) im Halter montiert wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Testtafel (11) eine Selbstklebefolie aufweist, die so ausgeführt ist, daß sie direkt am Fahrzeug haftet.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Testtafel eine Magnetplatte aufweist, die so ausgeführt ist, daß sie direkt am Fahrzeug haftet.
  5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Testfläche der Testtafel (11) eine gleichmäßige Farbe und Reflexion aufweist, wobei Reflexionsmessungen, die vor und nach dem Waschen vorgenommen werden, benutzt werden, um die Schmutzbelastung zu ermitteln, die nach dem Waschen verbleibt, und wodurch eine Kennziffer für die Leistungsfähigkeit der Waschanlage geliefert wird.
  6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Testtafel (11) ein gleichmäßiges Verbundmaterial aufweist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die Schmutzbelastung Rußpulver aufweist, das in Tapetenkleister oder einem anderen geeigneten Gelatinierungsmittel aufgeschlämmt ist, wobei die Mischung gleichmäßig über die Fläche der Testtafel (11) aufgebracht wird und trocknen darf.
  8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der ein Abschnitt der Testtafel (11) frei von einer Schmutzbelastung als eine innere Eichung belassen wird.
  9. Verfahren zur Kontrolle der Leistungsfähigkeit der Fahrzeugwaschanlage, das die folgenden Schritte aufweist:

    (a) Bereitstellen einer oder mehrerer Testtafeln (11), die so ausgeführt sind, daß sie zeitweilig am Äußeren eines Fahrzeuges gesichert werden;

    (b) Aufbringen von Testschmutz auf die eine oder mehreren Testtafeln (11) in einer gleichmäßigen Weise und Zulassen, daß die eine oder mehreren Testtafeln trocknen;

    (c) Befestigen der verschmutzten einen oder mehreren Testtafeln (11) am Äußeren eines Fahrzeuges vor dessen Durchgang durch die Waschanlage;

    (d) Entfernen der einen oder mehreren Testtafeln (11) nach dem Abschluß des Waschzyklusses;

    (e) Abtropfen lassen und Trocknen der einen oder mehreren Testtafeln (11);

    (f) Analysieren der einen oder mehreren Testtafeln (11), um den Anteil des durch den Waschvorgang entfernten Testschmutzes zu ermitteln.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, bei dem der Testschmutz durch Mischen von 10 g Rußpulver, 1 g Tapetenkleister nicht auf PVA-Basis, dispergiert in 200 g Wasser, hergestellt wird und die resultierende Mischung mittels einer Bürste gleichmäßig über die Fläche der 16 Testtafeln aufgebracht wird, wobei jede Testtafel eine Fläche von 420 mm × 340 mm aufweist.
  11. Verfahren nach Anspruch 9 oder Anspruch 10, bei dem die eine oder mehreren Testtafeln (11) bei Verwendung eines Reflektometers analysiert werden.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






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