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Dokumentenidentifikation DE10352320B3 23.06.2005
Titel Kupplung
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Ochsenknecht, Daniel, 53721 Siegburg, DE;
Ossendorf, Heinz, 53797 Lohmar, DE;
Kohnen, Gottfried, 50969 Köln, DE;
Sarfert, Andreas, 53225 Bonn, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 06.11.2003
DE-Aktenzeichen 10352320
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.06.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.06.2005
IPC-Hauptklasse F16D 25/063
IPC-Nebenklasse F16D 7/02   F16D 25/0638   
Zusammenfassung Kupplung, insbesondere zum Einsatz in Antriebssträngen in oder zum Antrieb von landwirtschaftlichen Geräten, umfassend ein erstes Kupplungselement 1 und ein zweites Kupplungselement 2, die um eine Drehachse Z drehbar zueinander angeordnet sind, einer Reibanordnung 3, die zum Übertragen von Drehmoment zwischen dem ersten Kupplungselement 1 und dem zweiten Kupplungselement 2 zur Einnahme einer Drehmomentübertragungsposition beaufschlagbar ist, ein Betätigungselement 4, das relativ zum ersten Kupplungselement 1 zwischen einer Einschaltposition, in der die Reibanordnung 3 zur Einnahme der Drehmomentübertragungsposition beaufschlagt ist, und einer Abschaltposition axial verschiebbar ist, eine Kraftantrieb 5 zum Verschieben des Betätigungselements 4, der das Betätigungselement 4 in der Einschaltposition mit Kraft gegen Anschlagmittel 31, 36, die den Verstellweg des Betätigungselements 4 begrenzen, beaufschlagt und in der Einschaltposition hält, sowie erste Federmittel 6, die in der Einschaltposition des Betätigungselements 4 die Reibanordnung 3 zur Einnahme der Drehmomentübertragungsposition mit Kraft beaufschalgen und durch das Betätigungselement 4 um einen durch die Einschaltposition des Betätigungselements 4 definierten Vorspannweg vorgespannt sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kupplung, insbesondere zum Einsatz in Antriebssträngen in oder zum Antrieb von landwirtschaftlichen Geräten, mit einem ersten Kupplungselement und einem zweiten Kupplungselement, die um eine Drehachse drehbar zueinander angeordnet sind. Die Kupplung weist eine Reibanordnung zum Übertragen von Drehmomenten zwischen dem ersten Kupplungselement und dem zweiten Kupplungselement auf. Die Reibanordnung ist mittels eines Betätigungselement in eine Drehmomentübertragungsposition überführbar, wobei zum Verstellen des Betätigungselements ein Kraftantrieb vorgesehen ist.

Eine solche Kupplung ist aus der DE 25 40 191 C3 bekannt. Die Kupplung weist als Kraftantrieb einen doppelt wirkenden Hydraulikzylinder mit einem kreisringförmigen Zylinderraum auf. Mittels des Hydraulikzylinders ist ein Betätigungselement in Form einer Scheibe axial verstellbar. In derjenigen Position des Betätigungselements, in der die Reibanordnung in ihre Drehmomentübertragungsposition überführt ist, wird eine Tellerfeder zwischen der Reibanordnung und dem Betätigungselement vorgespannt. Zum Überführen des Betätigungselements in die Einschaltposition wird ein Hydraulikimpuls ausgelöst. Nach Erreichen der Einschaltposition fällt der Hydraulikdruck im Hydraulikzylinder wieder ab, wobei das Betätigungselement durch eine Rastvorrichtung in der Einschaltposition gehalten ist. Die Kupplung wird durch Beaufschlagen des doppelt wirkenden Hydraulikzylinders in entgegengesetzte Richtung geöffnet. Nachteil ist jedoch, dass bei Überführen des Betätigungselementes in Richtung zur Einschaltposition mittels des Hydraulikzylinders der Hydraulikzylinder das Betätigungselement über die Einschaltposition hinaus in Richtung auf die Reibanordnung zu bewegt wird und erst nach Abfall des Hydraulikdrucks die endgültige Einschaltposition erreicht, in der ein vordefiniertes drehmoment der Reibanordnung eingestellt ist. Ferner ist die Kupplung nicht bei sicherheitsrelevanten Anwendungen einsetzbar, bei denen bei Abfall des Drucks im Hydrauliksystem die Kupplung abschalten muss. Zudem ist aufgrund des kreisringförmigen Zylinderraums ein hoher Druck erforderlich, um das Betätigungselement zu verschieben.

Die DE 34 25 346 A1 zeigt eine Reibungskupplung, bei der eine Kupplungsvorrichtung mittels Druckfedern betätigt ist. Durch eine Verstellmöglichkeit von Schrauben kann die Federkraft, die auf die Kupplungsvorrichtung wirkt, eingestellt werden. Zum Öffnen der Kupplung ist ein Ringraum vorgesehen, der als hydraulischer Zylinder dient und druckbeaufschlagbar ist.

Die DE 299 04 108 U1 zeigt ein Kupplungsaggregat mit einer Druckmittelbetätigten Kupplungsvorrichtung, bei der zwischen einem Betätigungskolben und der Kupplungsvorrichtung Federmittel zwischengeschaltet sind. Die Kupplungskraft, die durch die Federmittel auf die Kupplungsvorrichtung einwirkt, wird über den Druckmitteldruck eingestellt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine eingangs genannte Kupplung bereit zu stellen, bei der das übertragbare Drehmoment der Reibanordnung unabhängig von der Schaltkraft des Kraftantriebs ist und die bei Abfall der Schaltkraft gelöst wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Kupplung, insbesondere zum Einsatz in Antriebssträngen in oder zum Antrieb von landwirtschaftlichen Geräten, umfassend ein erstes Kupplungselement und ein zweites Kupplungselement, die um eine Drehachse drehbar zueinander angeordnet sind, eine Reibanordnung, die zum Übertragen von Drehmoment zwischen dem ersten Kupplungselement und dem zweiten Kupplungselement zur Einnahme einer Drehmomentübertragungsposition beaufschlagbar ist, ein Betätigungselement, das relativ zum ersten Kupplungselement zwischen einer Einschaltposition, in der die Reibanordnung zur Einnahme der Drehmomentübertragungsposition beaufschlagt ist, und einer Abschaltposition axial verschiebbar ist, ein Kraftantrieb zum Verschieben des Betätigungselements, der das Betätigungselement in der Einschaltposition mit Kraft gegen Anschlagmittel, die den Verstellweg des Betätigungselements begrenzen, beaufschlagt und in der Einschaltposition hält, sowie erste Federmittel, die in der Einschaltposition des Betätigungselements die Reibanordnung zur Einnahme der Drehmomentübertragungsposition mit Kraft beaufschlagen und durch das Betätigungselement um einen durch die Einschaltposition des Betätigungselements definierten Vorspannweg vorgespannt sind gelöst.

In der Einschaltposition des Betätigungselements ist diese durch den Kraftantrieb mit Kraft beaufschlagt und in der Einschaltposition gehalten, so dass bei Druckabfall gewährleistet ist, dass die Reibanordnung kein Drehmoment mehr überträgt. In der Einschaltposition des Betätigungselements ist dieses durch den Kraftantrieb gegen Anschlagmittel beaufschlagt, so dass eine definierte Vorspannung der ersten Federmittel erzielt wird. Somit wird gewährleistet, dass die Reibanordnung mit einer vorbestimmten Kraft in Richtung zur Drehmomentübertragungsposition beaufschlagt ist, wodurch ein definiertes maximales Reibmoment erzielt wird.

Die ersten Federmittel können in der Einschaltposition des Betätigungselements gegen das Betätigungselement und gegen die Reibanordnung abgestützt sein. Die ersten Federmittel können auch beispielsweise zwischen den ersten Kupplungselement und der Reibanordnung abgestützt sein.

Der Kraftantrieb ist vorzugsweise durch eine hydraulisch wirkende Schalteinheit mit einem ersten Schaltelement und einem zweiten Schaltelement dargestellt, wobei das erste Schaltelement Bestandteil des Betätigungselements ist. Das erste Schaltelement und das zweite Schaltelement bilden einen gemeinsamen Druckraum, wobei das zweite Schaltelement mit dem ersten Kupplungselement fest verbunden ist und mit diesem eine Baueinheit bildet.

Das erste Schaltelement kann in Form eines Kolbens und das zweite Schaltelement in Form eines Zylinders dargestellt sein.

Vorzugsweise ist der Druckraum zentral zur Drehachse angeordnet, so dass gegenüber kreisringförmigen Zylinderräumen eine größere Druckfläche am Kolben erzielbar ist, wodurch auch bei geringeren Hydraulikdrücken hohe Kräfte erzielt werden können.

Vorzugweise ist das zweite Schaltelement in Form eines Deckels gestaltet, in dem das erste Schaltelement in Form eines Kolbens verstellbar geführt ist. Der Deckel weist einen zentralen Anschluss für die Druckmittelzufuhr auf. Durch diese einfache Gestaltung kann die Schalteinheit bezüglich des Radius einfach an spezielle Anwendungen angepasst werden, wodurch die Kolbenfläche variierbar ist. Somit kann die Kolbenfläche an vorgegebene hydraulische Systemdrücke angepasst werden, um bestimmte Schaltkräfte zu erzielen.

Der Anschlag kann derart verstellbar sein, dass die Einschaltposition des Betätigungselements und damit der Vorspannweg der ersten Federmittel variiert werden kann. Somit kann eine bestehende Kupplung ohne großen Aufwand an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden, indem durch Verstellen der Einschaltposition die Vorspannung der ersten Federmittel und damit das übertragbare Drehmoment der Reibanordnung variiert wird.

Die Anschlagmittel können in Form von parallel zur Drehachse verlaufenden Bolzen vorgesehen sein, die mit einem ersten Ende mit dem Betätigungselement verbunden sind und sich in der Einschaltposition des Betätigungselements mit einem zweiten Ende axial zumindest mittelbar gegen das erste Kupplungselement abstützen.

Hierbei können Muttern zum Variieren der axialen Position der Einschaltposition vorgesehen sein, die jeweils auf ein Gewinde am zweiten Ende der Bolzen aufgeschraubt sind, und über die sich die Bolzen gegen das erste Kupplungselement abstützen.

Ferner können Rückstellmittel vorgesehen werden, die das Betätigungselement zur Einnahme der Abschaltposition beaufschlagen. Dies kann insbesondere bei hydraulischen Kraftantrieben erforderlich sein, wenn auch bei nicht hydraulisch beaufschlagten Kraftantrieb stets ein geringer Hydraulikdruck vorherrscht, der das Betätigungselement aus der Abschaltposition einen Teil des Weges zur Einschaltposition verlagern kann. Durch die Rückstellmittel wird das Betätigungselement in der Ausschaltposition gehalten.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Rückstellmittel in Form von parallel zur Drehachse verlaufende Bolzen vorgesehen ist, die mit einem ersten Ende mit dem Betätigungselement verbunden sind und sich in der Einschaltposition des Betätigungselements mit einem zweiten Ende axial über zweite Federmittel gegen das erste Kupplungselement abstützen. Die Rückstellmittel können gleichzeitig die Anschlagmittel darstellen, wodurch ein einfacher Aufbau erzielt wird.

Vorzugsweise ist das erste Kupplungselement in Form einer Kupplungshülse und das zweite Kupplungselement in Form einer Kupplungsnabe dargestellt.

Die Reibanordnung umfasst erste Lamellen, die gegen das zweite Kupplungselement drehfest abgestützt oder mit diesem drehfest verbunden sind, und zweite Reiblamellen, die gegen das erste Kupplungselement drehfest abgestützt oder mit diesem drehfest verbunden sind, auf.

Um geringe Federwege zu ermöglichen, sind die ersten Federmittel in Form mindestens einer Tellerfeder dargestellt. Zudem weisen Tellerfedern eine flache Federkennlinie auf, so dass auch bei geringem Verschleiß der Reibanordnung und eine damit verbundene Veränderung des Vorspannweges der Tellerfeder annähernd die selbe Vorspannkraft wie im Zustand ohne Verschleiß herrscht.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele werden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Hierin zeigt

1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kupplung,

2 einen Längsschnitt durch die Kupplung gemäß 1 im abgeschalteten Zustand,

3 einen Längsschnitt der Kupplung gemäß 1 im eingeschalteten Zustand,

4 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Kupplung und

5 einen Längsschnitt durch die Kupplung gemäß 4.

Die 1 bis 3 betreffen dieselbe Ausführungsform und werden daher im folgenden zusammen beschrieben. Gezeigt ist ein ersten Kupplungselement in Form einer Kupplungshülse 1 sowie ein zweites Kupplungselement in Form einer Kupplungsnabe 2, wobei die Kupplungshülse 1 um die Kupplungsnabe 2 angeordnet ist und die beiden Kupplungselemente 1,2 um eine Drehachse Z drehbar zueinander angeordet sind. Um Drehmoment zwischen der Kupplungshülse 1 und der Kupplungsnabe 2 übertragen zu können, ist eine Reibanordnung 3 vorgesehen, die mittels eines Betätigungselements 4, das relativ zur Kupplungshülse 1 und zur Kupplungsnabe 2 zwischen einer Einschaltposition und einer Abschaltposition axial verschiebbar ist, betätigt wird. In der Einschaltposition ist die Reibanordnung 3 zur Einnahme einer Drehmomentübertragungsposition beaufschlagt, in der Drehmoment zwischen der Kupplungshülse 1 und der Kupplungsnabe 2 übertragbar ist. Ferner ist ein Kraftantrieb in Form einer hydraulischen Schalteinheit 5 vorgesehen, mittels der das Betätigungselement 4 axial verschiebbar ist. Zwischen dem Betätigungselement 4 und der Reibanordnung 3 sind erste Federmittel in Form einer Tellerfeder 6 vorgesehen, so dass beim Verstellen des Betätigungselements 4 die Reibanordnung 3 mit der Vorspannkraft der Tellerfeder 6 mit Kraft beaufschlagt wird.

Die Kupplungshülse 1 umfasst einen Anschlussflansch 7, eine Mehrzahl an Verbindungsbolzen 9 sowie einen Zylinder 10. Der Anschlussflansch 7 weist Gewindebohrungen 8 auf, mittels derer ein Antriebsbauteil eines Antriebsstranges verbunden werden kann. Die Verbindungsbolzen 9 sind jeweils an einem ihrer Enden mit dem Anschlussflansch 7 verbunden und verlaufen parallel zu Drehachse Z. An ihren dem Anschlussflansch 7 angewandten Ende sind sie mit dem Zylinder 10 verbunden. Der Zylinder 10 ist somit Bestandteil der Kupplungshülse 1 als auch der hydraulischen Schalteinheit 5.

Die Kupplungsnabe 2 weist eine zentrale und koaxial zur Drehachse Z angeordnete Bohrung 11 mit einer Längsverzahnung auf. Diese dient zum Verbinden der Kupplungsnabe 2 mit einem Abtriebsbauteil des Antriebstrangs. Die Kupplungsnabe 2 bildet eine erste Innenlamelle 12, welche kreisringförmig gestaltet und um die Drehachse Z angeordnet. Zweite Innenlamellen 13 sind relativ zur ersten Innenlamelle 12 axial verschiebbar auf der Kupplungsnabe 2 angeordnet. Hierzu weist die Kupplungsnabe auf einem Teil ihres Außenumfangs Längsnuten 14 auf, auf die die zweiten Innenlamellen 13 mit entsprechend gestalteten Bohrungen 15 drehfest aufgeschoben sind. Somit könne die zweiten Innenlamellen 13 mit der Kupplungsnabe 2 gedreht werden und relativ zu dieser axial verschoben werden. Die ersten Innenlamellen 12 und die zweiten Innenlamellen 13 bilden einen Satz erster Lamellen.

Ferner sind im wesentlichen kreisringförmig gestaltete zweite Lamellen in Form von Außenlamellen 16 vorgesehen, die sich mit radial nach außen verlaufenden Stützabschnitten 17 in Drehrichtung gegen die Verbindungsbolzen 9 abstützen, so dass die Außenlamellen 16 drehfest zur Kupplungshülse 1 gehalten sind. Axial sind die Außenlamellen 16 verschiebbar zur Kupplungshülse 1 angeordnet. Die Außenlammellen 16 sind in axialer Richtung wechselweise mit den Innenlamellen 12, 13 angeordnet, wobei zwischen den Lamellen 12,13, 16 Reibbeläge 18 vorsehen sind, die an den Außenlamellen 16 befestigt sind.

Die Lamellen 12, 13, 16 stützen sich axial in einer Richtung gegen den Anschlussflansch 7 ab. Auf der dem Anschlussflansch 7 abgewandten Seite ist eine Druckplatte 19 vorgesehen, welche gegen die Lamellen 12, 13, 16 mit Druck in Richtung zum Anschlussflansch 7 zur Einnahme einer Drehmomentübertragungsposition beaufschlagbar ist, um die Lamellen 12, 13, 16 gegeneinander zu drücken und eine Drehmomentübertragung zwischen der Kupplungshülse 1 und der Kupplungsnabe 2 zu gewährleisten. Die Lamellen 12, 13, 16 sowie die Druckplatte 19 sind Bestandteil der Reibanordnung 3.

Die hydraulische Schalteinheit 5 umfasst ein erstes Schaltelement in Form eines Kolbens 20 und zweites Schaltelement in Form des Zylinders 10. Der Zylinder 10 ist dem Anschlussflansch 7 verbunden und somit ortsfest zu diesem gehalten. Ferner bildet der Zylinder 10 einen Zylinderraum 21, der koaxial zur Drehachse Z angeordnet ist. Der Kolben 20 ist mit einer zylindrischen Außenfläche 23 im Zylinderraum 21 des Zylinders 10 axial verstellbar geführt. In der Außenfläche 23 ist eine Umfangsnut 24 vorgesehen, in der ein Dichtring 25 sitzt, der in dichtender Anlage zu einer Innenumfangsfläche 26 des Zylinderraums 21 steht.

Der Kolben 20 weist eine zum Zylinder 10 gerichtete Druckfläche 27 auf, die einen Druckraum 28 im Zylinderraum 21 begrenzt. Durch beaufschlagen des Druckraums 28 mit Hydraulikflüssigkeit wird der Kolben 20 in Richtung zur Reibanordnung 3 verschoben.

Zentral und koaxial zur Drehachse Z ist eine Durchgangsbohrung 29 in dem Zylinder 10 vorgesehen, über die eine Drehdurchführung 30 mit dem Zylinderraum 21 und somit auch mit dem Druckraum 28 verbunden ist. Mittels der Drehdurchführung 30 lässt sich der Druckraum 28 mit einer hydraulischen Druckquelle verbinden.

Das Befestigungselement 4 umfasst den Kolben 20 und eine Druckscheibe 22, die fest mit dem Kolben 20 verbunden ist. In der Druckscheibe 22 sind Bohrungen 32 vorgesehen, durch die die Verbindungsbolzen 9 hindurchgeführt sind, so dass der Kolben 20 drehfest und axial verschiebbar zur Kupplungshülse 1 angeordnet ist. Das Betätigungselement 4 ist mittels des Kolbens 20 zwischen der in 2 gezeigten Ausschaltposition und der in 3 gezeigten Einschaltposition axial bewegbar. In der Einschaltposition ist das Betätigungselement 4 gegen Anschlagmittel axial abgestützt, so dass es nicht über die Einschaltposition axial bewegt werden kann.

Die Anschlagmittel sind durch Bolzen 31 gebildet, welche jeweils an einem ersten Ende 33 mit der Druckscheibe 22 verbunden sind. Die Bolzen 31 sind durch Bohrungen 34 des Zylinders 10 hindurchgeführt und weisen an zweiten Enden 35 Gewinde auf, auf die Muttern 36 aufgeschraubt sind. In der Einschaltposition des Betätigungselements 4 stützen sich die Muttern 36 gegen den Zylinder 10 an der von der Reibanordnung 3 abgewandten Seite des Zylinders 10 ab. In der Einschaltposition wird zudem die Tellerfeder 6 vorgespannt, wobei der Vorspannweg der Tellerfeder 6 durch die Anschlagmittel begrenzt ist. Somit wird die Reibanordnung 3 mit einer Federkraft der Tellerfeder 6 beaufschlagt, welche von dem Vorspannweg der Tellerfeder 6 abhängig ist, wobei der Vorspannweg wiederum durch die Anschlagmittel definiert ist. Somit lässt sich durch Einstellen der Muttern 36 die Vorspannung der Tellerfedern 6 variieren und ein maximal übertragbares Drehmoment der Kupplung bzw. der Reibanordnung 3 einstellen. Ferner ist durch die Anschlagmittel gewährleistet, dass die Kraft auf die Reibanordnung 3 unabhängig von dem Hydraulikdruck der hydraulischen Schalteinheit 5 bzw. von der Kraft, die durch den Kolben 20 erzeugt wird, ist.

Es kann jedoch bei dem Anschluss der hydraulischen Schalteinheit 5 an Hydrauliksysteme bestehender Geräte oder Maschinen vorkommen, dass beim Abschalten der Kupplung, d.h. beim Absenken des Hydraulikdrucks, weiterhin ein geringer Hydraulikdruck vorherrscht, wodurch das Betätigungselement 4 weiterhin die Tellerfeder 6 geringfügig vorspannen würden, so dass die Reibanordnung 3 leicht mit Kraft beaufschlagt wäre. Um eine solche Beaufschlagung der Reibanordnung 3 zu vermeiden, sind bei der Ausführungsform gemäß den 4 und 5 zweite Federmittel in Form von Druckfedern 37 vorgesehen, die das Betätigungselement 4 zur Einnahme der Ausschaltposition beaufschlagen. Hierzu sind Bolzen 38 vorgesehen, die parallel zur Drehachse Z verlaufen. Die Bolzen 38 sind mit der Druckscheibe 22 des Betätigungselements 4 verbunden und durch Bohrungen 39 des Zylinders 10 hindurchgeführt. Auf der dem Betätigungselement 4 abgewandten Seite es Zylinders 10 weisen Bolzen 38 Gewinde 40 auf, auf die Muttern 41 aufgeschraubt sind. Zwischen dem Zylinder 10 und den Muttern 41 sind die Druckfedern 37 angeordnet und vorgespannt, so dass das Betätigungselement 4 zur Einnahme der Ausschaltposition beaufschlagt ist.

ZDrehachse 1Kupplungshülse 2Kupplungsnabe 3Reibanordnung 4Betätigungselement 5hydraulische Schalteinheit 6Tellerfeder 7Anschlussflansch 8Gewindebohrung 9Verbindungsbolzen 10Zylinder 11Bohrung 12erste Innenlamelle 13zweite Innenlamelle 14Längsnut 15Bohrung 16Außenlamelle 17Stützabschnitt 18Reibbeläge 19Druckplatte 20Kolben 21Zylinderraum 22Druckscheibe 23Außenfläche 24Umfangsnut 25Dichtring 26Innenumfangsfläche 27Druckfläche 28Druckraum 29Durchgangsbohrung 30Drehdurchführung 31Bolzen 32Bohrung 33erstes Ende 34Bohrung 35zweites Ende 36Mutter 37Druckfeder 38Bolzen 39Bohrung 40Gewinde 41Mutter

Anspruch[de]
  1. Kupplung umfassend

    ein erstes Kupplungselement (1) und ein zweites Kupplungselement (2), die um eine Drehachse (Z) drehbar zueinander angeordnet sind,

    eine Reibanordnung (3), die zum Übertragen von Drehmoment zwischen dem ersten Kupplungselement (1) und dem zweiten Kupplungselement (2) zur Einnahme einer Drehmomentübertragungsposition beaufschlagbar ist,

    ein Betätigungselement (4), das relativ zum ersten Kupplungselement (1) zwischen einer Einschaltposition, in der die Reibanordnung (3) zur Einnahme der Drehmomentübertragungsposition beaufschlagt ist, und einer Abschaltposition axial verschiebbar ist,

    ein Kraftantrieb (5) zum Verschieben des Betätigungselements (4), der das Betätigungselement (4) in der Einschaltposition mit Kraft gegen Anschlagmittel (31, 36), die den Verstellweg des Betätigungselements (4) begrenzen, beaufschlagt und in der Einschaltposition hält, sowie

    erste Federmittel (6), die in der Einschaltposition des Betätigungselements (4) die Reibanordnung (3) zur Einnahme der Drehmomentübertragungsposition mit Kraft beaufschlagen und durch das Betätigungselement (4) um einen durch die Einschaltposition des Betätigungselements (4) definierten Vorspannweg vorgespannt sind.
  2. Kupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Federmittel (6) in der Einschaltposition des Betätigungselements (4) gegen das Betätigungselement (4) und gegen die Reibanordnung (3) abgestützt sind.
  3. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

    dass der Kraftantrieb durch eine hydraulisch wirkende Schalteinheit (5) mit einem ersten Schaltelement (20), das Bestandteil des Betätigungselements (4) ist, und einem zweiten Schaltelement (10), das mit dem ersten Kupplungselement (1) fest verbunden ist und mit diesem eine Baueinheit bildet, dargestellt ist und

    dass das erste Schaltelement (20) und das zweite Schaltelement (10) gemeinsam einen Druckraum (28) bilden.
  4. Kupplung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Schaltelement in Form eines Kolbens (20) und das zweite Schaltelement in Form eines Zylinders (10) dargestellt ist.
  5. Kupplung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckraum (28) zentral zur Drehachse (Z) angeordnet ist.
  6. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagmittel (31, 36) derart verstellbar sind, dass die Einschaltposition des Betätigungselements (4) und damit der Vorspannweg der Federmittel (6) variiert werden kann.
  7. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlagmittel in Form von parallel zur Drehachse verlaufende Bolzen (31) vorgesehen ist, die mit einem ersten Ende (33) mit dem Betätigungselement (4) verbunden sind und sich in der Einschaltposition des Betätigungselements (4) mit einem zweiten Ende (35) axial zumindest mittelbar gegen das erste Kupplungselement (1) abstützen.
  8. Kupplung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Muttern (36) zum Variieren der axialen Position der Einschaltposition vorgesehen ist, die jeweils auf ein Gewinde am zweiten Ende (35) der Bolzen (31) aufgeschraubt sind und über die sich die Bolzen (31) gegen das erste Kupplungselement (1) abstützen.
  9. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass Rückstellmittel (37, 38) vorgesehen sind, die das Betätigungselement (4) zur Einnahme der Abschaltposition beaufschlagen.
  10. Kupplung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellmittel in Form von parallel zur Drehachse verlaufende Bolzen (38) vorgesehen ist, die mit einem ersten Ende mit dem Betätigungselement (4) verbunden sind und sich in der Einschaltposition des Betätigungselements (4) mit einem zweiten Ende axial über zweite Federmittel (37) gegen das erste Kupplungselement (1) abstützen.
  11. Kupplung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellmittel in Form von parallel zur Drehachse verlaufende Bolzen (38) vorgesehen ist, die mit einem ersten Ende mit dem Betätigungselement (4) verbunden sind und sich in der Einschaltposition des Betätigungselements (4) mit einem zweiten Ende axial über zweite Federmittel (37) gegen das erste Kupplungselement (1) abstützen.
  12. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kupplungselement in Form einer Kupplungshülse (1) und das zweite Kupplungselement in Form einer Kupplungsnabe (2) dargestellt ist.
  13. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibanordnung (3) erste Lamellen (12, 13), die gegen das zweite Kupplungselement (2) drehfest abgestützt oder mit diesem drehfest verbunden sind, und zweite Reiblamellen (16), die gegen das erste Kupplungselement (1) drehfest abgestützt oder mit diesem drehfest verbunden sind, aufweist.
  14. Kupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Federmittel in Form mindestens einer Tellerfeder (6) dargestellt sind.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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