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Anlenkung für eine Türhaltestange - Dokument DE202005003456U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202005003456U1 23.06.2005
Titel Anlenkung für eine Türhaltestange
Anmelder Edscha AG, 42855 Remscheid, DE
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202005003456
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.06.2005
Registration date 19.05.2005
Application date from patent application 01.03.2005
IPC-Hauptklasse E05C 17/22

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Türhaltestange nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 für einen Türfeststeller einer Tür, insbesondere eines Kraftfahrzeugs.

Für Türhaltestangen, die ein Lagerauge aufweisen, dessen Lageraugenachse die Türhaltestange durchsetzt, ist aus der Praxis bekannt, die Türhaltestange mittels des Lagerauges zweischnittig zu lagern, wobei das Lagerauge zwischen zwei gabelartigen Auslegern aufgenommen ist, wozu zur Festlegung der Türhaltestange ein Bolzen, Stift oder ein Schaft eines Niets die beiden Ausleger und das Lagerauge durchsetzt. Bei dieser zweischnittigen Lagerung der Türhaltestange ist eine erste Anlagefläche der Türhaltestange einem ersten Flächenabschnitt des ersten Auslegers und eine zweite Anlagefläche der Türhaltestange einem zweiten Flächenabschnitt des zweiten Auslegers der gabelartigen Lagerung zugeordnet. Es erweist sich dabei als schwierig, eine sichere, insbesondere gegen ein Verkippen bzw. Verkanten der zwischen den gabelartigen Auslegern aufgenommene Türhaltestange dauerhaft sicherzustellen. Es ist zwar bekannt, dass eine Kunststoffbeschichtung eine sichere Lagerung der Türhaltestange, insbesondere im Fall einer zweischnittigen Lagerung, vereinfacht, allerdings ist die Kunststoffbeschichtung teuer, verschleißanfällig und nur aufwendig anzubringen. Es ist weiter bekannt, eine Türhaltestange nur einschnittig zu lagern, wobei das Lagerauge an einem ersten Ende an einem ersten starren Ausleger anliegt und ein zweites Ende des Lagerendes durch ein geeignetes Befestigungsmittel, beispielsweise ein Niet, festgelegt wird, wobei ein Schaft des Niets das Lagerauge und eine entsprechende Bohrung des ersten Auslegers durchsetzt. Das zweite Ende des Lagerauges wird dann durch eine geeignete Fläche des Nietkopfes festgelegt. Diese einschnittige Lagerung der Türhaltestange ist – unabhängig davon, ob das Lagerauge eine Kunststoffbeschichtung aufweist oder als einfacher Metallkern ausgebildet ist – nicht einfach derart auszubilden, dass eine sichere, insbesondere gegen Verkanten und Verkippen in der Türhaltestange in der Lagerung gesicherte drehbare Festlegung der Türhaltestange sicherzustellen ist.

DE 43 25 551 A1 beschreibt eine Türhaltestange für einen Türfeststeller einer Tür eines Kraftfahrzeugs, wobei die Türhaltestange ein diese durchsetzendes Lagerauge mit einer Lageraugenachse aufweist, wobei das Lagerauge auf einer ersten Seite der Türhaltestange eine ersten Ausformung aufweist, die über eine benachbarten Fläche der ersten Seite der Türhaltestange übersteht und eine erste Anlagefläche aufweist. Die Türhaltestange weist an einer zweiten, der ersten abgekehrten Seite der Türhaltestange an dem Lagerauge eine zweite Ausformung auf, wobei die zweite Ausformung über der dem Lagerauge benachbarten Fläche der zweiten Seite der Türhaltestange übersteht. Die ersten Ausformung ist im wesentlichen annähernd konisch ausgebildet und weist einen ersten Innendurchmesser auf, der einem Innendurchmesser des Lagerauges entspricht. Die zweite Ausformung ist im wesentlichen zylindrisch ausgebildet und weist einen Innendurchmesser auf, der ebenfalls dem Innendurchmesser des Lagerauges entspricht. Ein Außendurchmesser der zweiten Ausformung ist deutlich geringer als ein Außendurchmesser der ersten Ausformung, so dass in einer Draufsicht auf die Türhaltestange entlang der Lageraugenachse die Projektion der ersten Führungsfläche eine Projektion der zweiten Führungsfläche vollständig überdeckt, insbesondere ist, weil der Innendurchmesser der ersten Ausformung dem Innendurchmesser der zweiten Ausformung entspricht, die zweite Anlagefläche ganz innerhalb der ersten Anlagefläche angeordnet. Nachteilig ist, dass die erste Ausformung keinen scharf definierten seitlichen Rand aufweist, sondern im wesentlichen annähernd linear abfällt, so dass die erste Anlagefläche einen – im Vergleich zu ihrer Projektion auf die Türhaltestange in Draufsicht entlang der Lageraugenachse – geringen Flächenabschnitt aufweist. Nachteilig ist ferner, dass die Dicke des Materials der Türhaltestange an der Kontur der ersten Ausformung deutlich herabgesetzt ist, so dass das Lagerauge keine hohen Belastungen aufnehmen kann. Ungünstig ist ferner, dass die zweite Ausformung nur dünnwandig ausgebildet ist, wobei die zweite Anlagefläche eine noch geringere Fläche aufweist, mit der die zweite Anlagefläche an der Lagerung anliegen kann. Die zweite Anlagefläche der zweiten Ausformung kann die hohe Kräfte, die bei der Lagerung an der Türhaltestange auftreten, auf Dauer kaum aufnehmen. Insgesamt ist die Türhaltestange im Bereich des Lagerauges aufwendig ausgestaltet, dabei wenig stabil ausgebildet, so dass diese – sofern sie für eine aus einem Metallzuschnitt hergestellte Türhaltestange vorgesehen sein sollte – kaum brauchbar ist. Die Türhaltestange setzt eine Kunststoffummantelung voraus, die die erste Ausformung und die zweite Ausformung umgibt und damit stabilisiert. Die benötigte Kunststoffummantelung macht jedoch die Herstellung einer Türhaltestange mit einem derartigen Lagerauge technisch aufwendig und teuer.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine Türhaltestange anzugeben, die auf einfache Weise herzustellen ist und eine sichere Lagerung der Türhaltestange ermöglicht.

Diese Aufgabe wird für die eingangs genannte Türhaltestange erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Anordnung der ersten Anlagefläche relativ zu der zweiten Anlagefläche derart, daß in der Draufsicht auf die Türhaltestange entlang der Lageraugenachse die erste Anlagefläche mindestens abschnittsweise innerhalb eines von der zweiten Anlagefläche umschlossenen Bereiches angeordnet ist, bietet die Möglichkeit, beide Anlageflächen jeweils so großflächig auszugestalten, so dass insbesondere im Fall der zweischnittigen Lagerung der Türhaltestange jede der beiden Anlageflächen flächig an den zugeordneten Stirnseiten des Lagers anliegen, so daß die Türhaltestange insgesamt sicher, insbesondere gegen ein Verkanten bzw. Verkippen relativ zu der Lageraugenachse, gehalten ist.

Die flächige Ausbildung der ersten Anlagefläche und der zweiten Anlagefläche ermöglicht weiter, beide Anlageflächen als Führungsflächen vorzusehen, die bei der Montage der Türhaltestange an die dieser zugeordneten Lagerung mit den Flächen der Stirnseiten der Lagerung nach Art von Führungsflächen zusammenwirken. Die Montage der Türhaltestange vereinfacht sich dabei derart, daß je zwei Führungsflächen vorgesehen sind, so daß ein paßgenaues Einfügen der Türhaltestange erzielt werden kann. Es ist dabei insbesondere nicht mehr erforderlich, direkten Zugriff auf das Lagerauge zu haben, so daß ein Monteur die Stellung des in das Lager eingeführten Lagerauges ggf. von Hand nachstellen muß. Es ist vielmehr ausreichend, das sich durch die flächige Ausgestaltung beider Anlageflächen im Zusammenspiel mit den Stirnseiten des Lagers nach Art von Führungsflächen im wesentlichen von selbst in dem Lager ausrichtende Lagerauge nur noch festzustellen. Insbesondere ist es möglich, die Türhaltestange als im wesentlichen geraden Flachmaterialzuschnitt auszubilden, wobei auf eine kompliziertere Geometrie, insbesondere auf eine Ausbildung eines gekrümmten Flachmaterialzuschnittes als Türhaltestange zum alleinigen Zweck der Erstmontage, verzichtet werden kann.

Die vergleichsweise großflächig ausgebildeten ersten und zweiten Anlageflächen gewährleisten in der montierten Stellung des Lagerauges in dem Lager durch das Zusammenwirken mit den zugeordneten Stirnseiten des Lagers eine sichere Lagerung der Türhaltestange, insbesondere im Hinblick auf ein Verkippen bzw. Verkanten der Türhaltestange um deren Längsachse. Dabei wird das Verkippen bzw. Verkanten der gelagerten Türhaltestange umso besser aufgenommen, je größer die in Kontakt stehenden ersten und zweiten Anlageflächen mit den diesen zugeordneten Stirnseiten der Lagerung sind.

Vorteilhaft ist weiter, daß zusätzliche Maßnahmen, wie insbesondere die Kunststoffbeschichtung zur Verbesserung der Lagerung der Türhaltestange, fortfallen können, so dass die Türhaltestange ausschließlich als Blechmaterialzuschnitt ausgebildet sein kann, der auch im Bereich der ersten Ausformung und der zweiten Ausformung mit einer metallischen Oberfläche versehen ist. Insbesondere kann die Türhaltestange durchgehend als vollständig metallisches Biegeteil bzw. Pressteil ausgebildet sein, was die Herstellungskosten der Türhaltestange deutliche herabsetzt, ohne den hohen Ansprüche an die Sicherheit der Lagerung, insbesondere im Fall der zweischnittigen Lagerung, nicht genügen zu können.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass sowohl die erste Anlagefläche als auch die zweite Anlagefläche jeweils ringförmig ausgebildet sind, dass die beiden Anlageflächen zueinander konzentrische angeordnet und zu der Lageraugenachse konzentrisch ausgerichtet sind. Eine derartige zu der Lageraugenachse rotationssymmetrische Ausgestaltung der beiden Anlageflächen ist insbesondere zur Aufnahme der bei der Drehung der Türhaltestange um die Lageraugenachse auftretenden Belastungen gut geeignet.

Bei der Ausgestaltung der ersten Anlagefläche und der zweiten Anlagefläche als jeweils ringförmige Flächen ist vorzugsweise insbesondere vorgesehen, dass die ersten Anlagefläche einen ersten Innendurchmesser aufweist, der einem Innendurchmesser des Lagerauges im wesentlichen entspricht, so dass die ersten Führungsfläche das Lagerauge über die dem Lagerauge benachbarte erste Seite der Türhaltestange hinweg fortsetzt und das Lagerauge in Richtung der Lageraugenachse verlängert wird. Es ergibt sich hierbei der Vorteil, dass das Lagerauge gegen ein Verkanten bzw. Verkippen bei der Bewegung der Türhaltestange um die Lageraugenachse besonders gesichert ist.

Es ist insbesondere vorteilhaft, wenn ein Innendurchmesser der zweiten Anlagefläche im wesentlichen einem Außendurchmesser der ersten Anlagefläche entspricht, so dass die erste Anlagefläche bezüglich der zweiten Anlagefläche in Richtung auf die Lageraugenachse versetzt an einer der ersten Seite der Türhaltestange abgekehrten, dieser gegenüberliegenden zweiten Seite der Türhaltestange angeordnet ist. Eine derartige gegenseitige Anordnung der ersten und der zweiten Anlagefläche läßt sich insbesondere dadurch leicht erreichen, dass mittels eines geeigneten Preßwerkzeugs durch Ausüben eines Drucks auf die erste Seite der Türhaltestange das Material der zweiten Seite derart fließt, dass sich die zweite Anlagefläche als über die zweite Seite vorstehender Überstand ausbildet, wobei an der zweiten Seite ein geeigneter Gegendruck die Ausbildung einer definierten, insbesondere flachen Anlagefläche ermöglicht, während in dem gleichen Prozeßschritt das Ausüben eines Drucks auf die zweite Seite der Türhaltestange das Material der gegenüberliegenden ersten Seite derart fließt, dass die erste Ausformung ausgebildet wird, während ein Gegendruck auf der ersten Seite eine definierte Ausbildung der ersten Ausformung sicherstellt, so daß die Türhaltestange durch einen Kaltpreßprozeß als Massenprodukt einfach herzustellen ist.

Bei dieser gleichzeitigen Ausbildung der ersten Ausformung und der zweiten Ausformung besteht insbesondere jede der beiden Ausformungen aus verdrängtem Material der Türhaltestange, so daß die Ausformungen schnell herzustellen und materialschlüssig mit dem Material der Türhaltestange ausgebildet sind. Durch eine geeignete Geometrie des Preßwerkzeugs läßt sich ebenfalls einfach sicherstellen, dass die Kanten der ersten Ausformung und der zweiten Ausformung im wesentlichen parallel zu der Lageraugenachse ausgerichtet sind, so dass die erste Anlagefläche der ersten Ausformung und die zweite Anlagefläche der zweiten Ausformung jeweils einen möglichst großen Flächeninhalt aufweisen. Bei der beschriebenen Herstellung der ersten Ausformung und der zweiten Ausformung durch Anbringen eines geeigneten Preßwerkzeugs ist ebenfalls leicht zu bewirken, dass die erste Anlagefläche parallel zu der zweiten Anlagefläche ausgerichtet ist, wobei sowohl die erste Anlagefläche als auch die zweite Anlagefläche eine metallische Oberfläche aufweisen.

Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und in Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen näher beschrieben und erläutert.

1 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Türhaltestange.

2 zeigt eine Seitenansicht der Türhaltestange aus 1.

3a zeigt eine geschnittene Ansicht eines vergrößerten Ausschnitts eines Lagerauges der Türhaltestange aus 1 und 2.

3b zeigt den vergrößerten Ausschnitt aus 3a in einer Draufsicht auf eine erste Seite der Türhaltestange aus 1 und 2.

3c zeigt den vergrößerten Ausschnitt aus 3a in einer Draufsicht auf eine zweite Seite der Türhaltestange aus 1 und 2.

1 zeigt eine Türhaltestange 1, die an einem ersten Ende 2 eine im wesentlichen T-förmige beidseitigen Auskragung 3 aufweist, die als Endanschlag dient. Die Türhaltestange 1 weist an einem zweiten Ende 4 eine Bohrung eines Lagerauges 5 auf, wobei das Lagerauge 5 in Draufsicht kreisförmig und in Seitenansicht (3a) als zylindrische Bohrung ausgebildet ist. Das Lagerauge 5 definiert damit eine Lageraugenachse 6. Die in 1 dargestellte Türhaltestange 1 ist zumindest annähernd gerade ausgebildet. Die Türhaltestange 1 weist eine Profilierung 7 auf, wogegen im Bereich des Lagerauges 5 die in 1 gezeigte erste Seite 8 im wesentlichen eben ist. Wie 2 zeigt, ist eine zweite Seite 9 im Bereich des Lagerauges 5 ebenfalls im wesentlichen eben. Dabei ist die erste Seite 8 bezüglich der zweiten Seite 9 abgekehrt und liegt der zweiten Seite 9 gegenüber. Die erste Seite 8 und die zweite Seite 9 sind jeweils an flachen Seiten der als Blechmaterialzuschnitt ausgebildeten Türhaltestange 1 angeordnet.

An der ersten Seite 8 der Türhaltestange 1 ist eine erste Ausformung 10 in der Umgebung des Lagerauges 5 angeordnet, wobei die erste Ausformung 10, wie 2 zeigt, den an das Lagerauge 5 angrenzenden Bereich der ersten Seite 8 als Überstand in Richtung der Lageraugenachse 6 fortsetzt. Die erste Ausformung 10 bildet eine über die erste Seite 8 überstehende, zu dem benachbarten Bereich der ersten Seite 8 im wesentlichen parallele erste Anlagefläche 11 aus (2).

Die erste Anlagefläche 11 ist als Kreisring ausgebildet, der konzentrisch zu der Lageraugenachse 6 angeordnet ist. Die erste Ausformung 10 ist dabei im wesentlichen als flacher Hohlzylinder ausgebildet, so dass die erste Anlagefläche 11 einen Innendurchmesser D1 und einen Außendurchmesser D2 aufweist. Wie in 1 erkennbar, ist der Innendurchmesser D1 der ersten Anlagefläche 11 größer als ein Durchmesser D der Bohrung des Lagerauges 5. Eine innere Mantelfläche 10a und eine äußere Mantelfläche 10b der annähernd hohlzylindrischen ersten Ausformung 10 sind im wesentlichen parallel zu der Lageraugenachse 6 ausgerichtet und steht damit annähernd senkrecht sowohl auf der ersten Anlagefläche 11 wie auch auf der zu der ersten Anlagefläche 11 im wesentlichen parallelen ersten Seite 8 der Türhaltestange 1.

2 zeigt die Türhaltestange 1, wobei zusätzlich zu der auf der ersten Seite 8 vorgesehenen ersten Ausformung 10 mit der ersten Anlagefläche 2 auf der der Seite 8 gegenüberliegenden, von der Seite 8 abgekehrten Seite 9 eine zweite Ausformung 12 vorgesehen ist. Die zweite Ausformung 12 steht über die an diese angrenzende Fläche der zweiten Seite 9 nach Art eines Überstandes vor und erstreckt sich in Richtung der Lageraugenachse 6. Die zweite Ausformung definiert eine zweite Anlagefläche 13, die parallel zu der ersten Anlagefläche 11 und im wesentlichen parallel zu der ersten Seite 8 bzw. der zweiten Seite 9 der Türhaltestange 1 ausgerichtet ist. Die zweite Anlagefläche 13 ist, wie auch die erste Anlagefläche 11, relativ zu der Lageraugenachse 6 derart ausgerichtet, daß die Lageraugenachse 6 senkrecht auf der ersten Anlagefläche 11 und auf der zweiten Anlagefläche 13 steht.

Die zweite Ausformung 12 ist ebenfalls als zumindest annähernd hohlzylindrischer Fortsatz ausgebildet (3c). Dabei bilden eine innere Mantelfläche 12a und eine äußere Mantelfläche 12b der zweiten Ausformung 12 die zweite Anlagefläche 13 begrenzende Kanten aus, die im wesentlichen parallel zu der Lageraugenachse 6 ausgerichtet sind. Die zweite Anlagefläche 13 ist damit ringförmig ausgebildet und weist einen Innendurchmesser D3 sowie einen Außendurchmesser D4 auf, wobei der Innendurchmesser D3 im wesentlichen dem Innendurchmesser D der Bohrung des Lagerauges 5 entspricht. Im Gegensatz zu der ersten Ausformung 11, deren Innendurchmesser D1 größer als der Durchmesser D der Bohrung des Lagerauges 5 ist, verlängert die zweite Ausformung 13 das Lagerauge 5 in Richtung der Lageraugenachse 6. Der Außendurchmesser D4 der zweiten Anlagefläche 13 ist allerdings etwas geringer als der Innendurchmesser D1 der ersten Anlagefläche 11 auf der gegenüberliegenden ersten Seite 8 der Türhaltestange 1.

In einer Draufsicht entlang der Lageraugenachse 6 auf das Lagerauge 5 mit der ersten Ausformung 10 und der zweiten Ausformung 12 liegt dabei die zweite Anlagefläche 13 innerhalb des von der inneren Mantelfläche 10a der ersten Ausformung 10 mit einem Innendurchmesser D1 umschlossenen Bereiches. Die zweite Anlagefläche 13 ist zu der ersten Anlagefläche 11 konzentrisch ausgerichtet und bezüglich der ersten Anlagefläche 11 verkleinert und nach innen, auf die Lageraugenachse 6 hin verschoben. Dabei ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel der Innendurchmesser D1 der ersten Anlagefläche 11 nur etwas geringer als der Außendurchmesser D4 der zweiten Anlagefläche 13.

3a zeigt das Lagerauge 5 mit der ersten Ausformung 10 und der zweiten Ausformung 12 im Querschnitt, wobei in der Schnittebene A–A (1) die Lageraugenachse 6 liegt. Das Lagerauge 5 weist eine Wandung 5c sowie auf die erste Seite 8 hin eine erste Öffnung 5a und auf die zweite Seite hin eine zweite Öffnung 5b auf, wobei das Lagerauge 5 an jeder Stelle den Durchmesser D aufweist. Es ist erkennbar, daß die zweite Anlagefläche 13 über die zweite Seite 9 um einen Betrag x1 übersteht und die erste Anlagefläche 11 über die erste Seite 8 um einen Betrag x2, wobei die Beträge x1 und x2 jeweils in Richtung der Lageraugenachse 6 gemessen sind und annähernd betragsgleich sind. Der Betrag x1 bzw. x2 ist jeweils deutlich geringer, insbesondere ca. ein Drittel, einer Längserstreckung d1 des Lagerauges 5 entlang der Lageraugenachse 6 bzw. einer Dicke d2 der Türhaltestange 1.

3a bzw. 3c zeigt weiter, daß unmittelbar angrenzend an die äußere Mantelfläche 12b der zweiten Ausformung 12 eine Radialnut 14 mit einer ersten Bodenfläche 15 vorgesehen ist, die zwischen der im wesentlichen ebenen zweite Seite 9 und der zweiten Ausformung 12 als Vertiefung vorgesehen ist, deren Tiefe x3 bezogen auf die angrenzende zweite Seite 9 im wesentlichem dem Betrag x1 entspricht, um den die zweite Ausformung 12 über der zweiten Seite 9 übersteht. Die Radialnut 14 ist als hohlzylindrische Aussparung bzw. als Rille mit im wesentlichen rechteckigem Radialprofil ausgebildet und umläuft die zweite Ausformung 12 konzentrisch mit einem Innendurchmesser D5 und einem Außendurchmesser D6, wobei – aufgrund des steilen Abfalls der äußeren Mantelfläche 12b der zweiten Ausformung – der Innendurchmesser D5 im wesentlichen dem Außendurchmesser D4 der zweiten Anlagefläche 13 entspricht. Der Innendurchmesser D5 der Radialnut 14 ist geringer als der Innendurchmesser D1, aber größer als der Außendurchmesser D2 der ersten Anlagefläche 11, so daß in einer Draufsicht entlang der Lageraugenachse 6 die erste Bodenfläche 15 der Radialnut 14 die erste Anlagefläche 11 überdeckt.

3a bzw. 3b zeigt weiter, daß im Bereich der inneren Mantelfläche 10a der ersten Ausformung 10 die erste Anlagefläche 11 zwar um einen Betrag x2 über der angrenzenden Fläche der ersten Seite 8 übersteht, aber um einen zusätzlichen Betrag x4 von einer Ebene 16a einer Aufweitung 16 beabstandet und damit um den Summenbetrag von x2 + x4 von der ersten Öffnung 5a des Lagerauges 5 in Richtung der Lageraugenachse 6 – entfernt ist. Die Längserstreckung d1 des Lagerauges 5 in Richtung der Lageraugenachse 6 entspricht dabei im wesentlichen der Dicke d2 der Türhaltestange 1, die als Abstand der ersten Seite 8 und der zu dieser parallelen zweiten Seite 9 gemessen ist, wobei – ausgehend von der Dicke d1 der Türhaltestange 1 – diese an die erste Ausformung 10 angrenzend um den Betrag x4 reduziert wird, während die Längserstreckung d1 an der zweiten Ausformung 12 um den Betrag x1 vergrößert wird, wobei die Beträge x1 und x4 annähernd gleich sind.

Zusätzlich zu der Radialnut 14 auf der zweiten Seite 9 der Türhaltestange ist angrenzend an die erste Ausformung 10 der Aufweitung 16 vorgesehen, die sich um den Betrag x4 ausgehend von der Ebene der ersten Seite 8 in Richtung der Lageraugenachse 6 erstreckt, wobei die Aufweitung 16 als zu der Lageraugenachse 6 konzentrische zylindrische Bohrung ausgebildet ist, innerhalb der sich der Durchmesser D des Lagerauges 5 auf den Innendurchmesser D1 der ersten Ausformung 10 sprunghaft vergrößert, so daß zwischen der inneren Mantelfläche 10a der ersten Ausformung 10 und der Wandung 5c des Lagerauges 5 eine im wesentlichen senkrecht zu der Lageraugenachse 6 ausgerichtete zweite Bodenfläche 17 der Aufweitung 16 ausbildet.

Die in 3a bis 3c dargestellte Ausbildung des Lagerauges 5 mit der ersten Ausformung 10 und der zweiten Ausformung 12 sind durch einen Preßprozeß in einem einzelnen Prozeßschritt hergestellt worden.

Dazu wurde an die erste Seite 8 ein Preßwerkzeug angelegt und teilweise in die Bohrung des Lagerauges 5 eingeführt, wobei das auf der Seite 8 anliegende Preßwerkzeug einen Zylinder mit einem Durchmesser aufweist, der dem Innendurchmesser D1 der ersten Ausformung 10 entspricht und eine anschließende Nut aufweist, deren Außendurchmesser dem Außendurchmesser D2 der ersten Ausformung 10 entspricht. Auf der gegenüberliegenden Seite 9 wurde ein Preßwerkzeug angelegt, das hohlzylindrisch ausgebildet war, wobei ein Innendurchmesser dem Außendurchmesser D4 der zweiten Ausformung 12 und ein Außendurchmesser des Preßwerkzeugs dem Außendurchmesser D6 der Radialnut 14 entspricht. Indem auf beide Preßwerkzeuge Druck aufgeübt wird, wird das Material der Türhaltestange 1 in dem Bereich des Lagerauges 5 verdrängt, wobei sich die beiden Preßwerkzeuge gegenseitig abstützen. Durch eine geeignete Profilierung der beiden Preßwerkzeuge entsteht das in 3 dargestellte radiale Querschnittsprofil.

Die Erfindung funktioniert derart, daß bei Einführen des Lagerauges 5 zwischen einen ersten Ausleger und einen zweiten Ausleger (nicht dargestellt) einer zwischnittigen, gabelartig ausgebildeten Lagerung die erste Anlagefläche 11 mit der zugeordneten Stirnseite des ersten Auslegers flächig aufliegt, während annähernd gleichzeitig die zweite Anlagefläche 13 mit der dieser zugeordneten Stirnseite des zweiten Auslegers flächig aufliegt, so daß die erste Anlagefläche 11 mit der Stirnseite des ersten Auslegers eine erste Führungsfläche ausbildet und die zweite Anlagefläche 13 mit der zweiten Stirnseite des Auslegers eine zweite Führungsfläche ausbildet. Zwischen den beiden entstehenden Führungsflächen ist eine einfache, leicht zu kontrollierende Ausrichtung des Lagerauges 5 zwischen den beiden Auslegern möglich. Ist das Lagerauge 5 in der Lagerung festgelegt, bleiben die beiden Führungsflächen erhalten und wirken einer Verkippung bzw. Verkantung der Türhaltestange 1 entgegen, wobei in diesem Fall je eine der Anlageflächen 11, 13 gegen die zugeordnete Stirnseite des Auslegers drücken. Insbesondere ist es möglich, die Punkte, an denen sich die Flächen der jeweiligen Führungsfläche aneinander abstützen, deutlich weiter als der Durchmesser D des Lagerauges 5 voneinander beabstandet vorzusehen, nämlich mindestens in einem Abstand, der dem Innendurchmesser D1 (D3) der ersten (zweiten) Anlagefläche 11 (13) entspricht. Eine sichere Lagerung der Türhaltestange 1 ist damit durch die Ausgestaltung der das Lagerauge 5 umgebenden Ausformungen 10, 12 zu erreichen, so daß beispielsweise auf eine Kunststoffummantelung der Türhaltestange 1 verzichtet werden kann und die Anlageflächen 11, 13 als metallische Oberflächen ausgebildet sind.

Die vorstehend beschriebene Funktionsweise gilt entsprechend für den Fall der einschnittigen Lagerung, wobei anstelle der Stirnseite des zweiten Auslegers der Lagerung beispielsweise die abgeflachte Unterseite eines Nietkopfes tritt, die das Lagerauge 5 in Richtung der Lageraugenachse 6 axial festlegt.

Die Erfindung wurde vorstehend anhand von Anlageflächen 11, 13 beschrieben, die jeweils ringförmig ausgebildet waren. Es versteht sich, daß auch andere Geometrien vorgesehen sein können; insbesondere im Hinblick darauf, daß bei der Drehung der Türhaltestange kein Vollkreis mit 360° beschrieben wird, kann es möglich sein, die Anlageflächen nur als Ringsegmente auszubilden. Auch kann der alternativ oder ergänzend hierzu der (Innen- oder Außen-) 'Durchmesser' der Anlageflächen in solchen Winkelbereichen der Türhaltestange 1, die häufig überstrichen werden, zunehmen, so daß die Anlageflächen in einer Draufsicht eine beispielsweise elliptische Kontur aufweisen. Der 'Durchmesser' entspricht dabei dem geringsten Länge einer Verbindungslinie zweier Punkte der die Anlagefläche umgrenzenden Kontur, wobei die Verbindungslinie die Lageraugenachse 6 schneidet.

Es ist ebenfalls nicht zwingend erforderlich, die Anlageflächen 11, 13 zueinander konzentrisch auszubilden. Auch muß nicht jede der Anlageflächen 11, 13 zu der Lageraugenachse 6 konzentrisch sein. Eine exzentrische Anordnung bietet die Möglichkeit, in dem Bereich der Anlagefläche, der von der Lageraugenachse 6 entfernt ist, einen größeren Flächenabschnitt vorzusehen, der eine fallweise wirksamere Führungsfläche bietet als die oben beschriebene um die Lageraugenachse 6 symmetrische Ausbildung der Anlageflächen 11, 13.

In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel war der Innendurchmesser D3 der zweiten Anlagefläche 13 im wesentlichen dem Durchmesser D des Lagerauges 5 gleich. Es versteht sich, daß die Durchmesser beider Anlageflächen jeweils größer als der Durchmesser des Lagerauges sein können, um besonders große Anlageflächen ausbilden zu können.

Es versteht sich weiter, daß zusätzlich zu den vorbeschriebenen Anlageflächen 11, 13 mit metallischer Oberfläche auch noch eine Kunststoffbeschichtung für die Türhaltestange 1 vorgesehen sein.


Anspruch[de]
  1. Türhaltestange für einen Türfeststeller einer Tür insbesondere eines Kraftfahrzeugs, umfassend

    ein Lagerauge (5), dessen Lageraugenachse (6) die Türhaltestange (1) durchsetzt,

    eine das Lagerauge (5) umgebende erste Ausformung (10) mit einer über einer benachbarten Fläche einer ersten Seite (8) der Türhaltestange (1) überstehenden ersten Anlagefläche (11), und

    eine das Lagerauge (5) umgebende zweite Ausformung (13) mit einer über einer benachbarten Fläche einer zweiten Seite (9) der Türhaltestange (1) überstehenden zweiten Anlagefläche (12),

    dadurch gekennzeichnet,

    daß in einer Draufsicht auf die Türhaltestange (1) entlang der Lageraugenachse (6) die zweite Anlagefläche (13) mindestens abschnittsweise innerhalb eines von der ersten Anlagefläche (11) umschlossenen Bereiches angeordnet ist.
  2. Türhaltestange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Anlagefläche (11) und die zweite Anlagefläche (13) jeweils ringförmig ausgebildet und konzentrisch zueinander sowie zu der Lageraugenachse (6) angeordnet sind.
  3. Türhaltestange nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Anlagefläche (13) einen Innendurchmesser (D3) aufweist, daß das Lagerauge (5) einen Durchmesser (D) aufweist, und daß der Innendurchmesser (D3) der zweiten Anlagefläche (13) im wesentlichen dem Durchmesser (D) des Lagerauges (5) entspricht.
  4. Türhaltestange nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Innendurchmesser (D1) der ersten Anlagefläche (11) annähernd einem Außendurchmesser (D4) der zweiten Anlagefläche (13) entspricht.
  5. Türhaltestange nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Ausformung (10) und die zweite Ausformung (12) im wesentlichen parallel zu der Lageraugenachse (6) abfallende Kanten (Mantelflächen 10a, 10b, 12a, 12b) aufweisen.
  6. Türhaltestange nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Ausformung (10) und die zweite Ausformung (12) aus verdrängten Material der Türhaltestange (1) ausgebildet sind.
  7. Türhaltestange nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Türhaltestange (1) aus Metall ausgebildet ist, und daß die erste Anlagefläche (11) und die zweite Anlagefläche (13) eine metallische Oberfläche aufweisen.
  8. Türhaltestange nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet; daß die erste Anlagefläche (11) parallel zu der zweiten Anlagefläche (13) ausgerichtet ist.
  9. Türhaltestange nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß eine von der ersten Anlagefläche (11) und der zweiten Anlagefläche (13) senkrecht zu der Lageraugenachse (6) angeordnet ist.
  10. Türhaltestange nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Seite (8) der zweiten Seite (9) abgekehrt gegenüberliegt, und daß die erste Seite (8) und die zweite Seite (9) an flachen Seiten der Türhaltestange (1) angeordnet sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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