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Dokumentenidentifikation DE202005003765U1 23.06.2005
Titel Zahntechnische Klemme
Anmelder Schweiger, Josef, 83346 Bergen, DE
DE-Aktenzeichen 202005003765
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 23.06.2005
Registration date 19.05.2005
Application date from patent application 09.03.2005
IPC-Hauptklasse A61C 13/38
IPC-Nebenklasse A61C 13/00   

Beschreibung[de]

Die Neuerung bezieht sich auf eine Halteklemme für vollkeramische Kronen und Brücken.

Bei der Herstellung von vollkeramischen Kronen und Brücken müssen diese Teile zu verschiedensten Bearbeitungsvorgängen festgehalten werden. Diese Vorgänge sind beispielsweise das Säubern der Kronen und Brücken mittels Dampfstrahler und das Auftragen von verblendkeramischen Materialien aus Feldspatkeramik. Es können sowohl vollkeramische Gerüste aus Feldspatkeramik, als auch aus Glaskeramik und aus Oxidkeramik festgehalten werden. Bei vollanatomischen Kronen können diese ebenfalls zum Auftragen von Malfarbe und sogenannter Glasurmasse festgehalten werden.

Stand der Technik

Es gibt selbstverständlich bereits Haltevorrichtungen, um derartige Vollkeramikarbeiten festzuhalten. Jedoch haben diese Klemmen den Nachteil, dass beispielsweise das Werkstück aufgrund der glatten Oberfläche der Keramik nicht exakt in Position gehalten werden kann oder dass sie so große Flächen auf der Außenseite der Restauration abdecken, dass ein sauberes und nahezu komplettes Beschichten bzw. Bemalen der Krone oder Brücke nicht möglich ist. Des weiteren ist es bei keiner Klemme für Vollkeramische Restaurationen bisher möglich, eine definierte und veränderbare Kraft auf das Keramikgerüst auszuüben, ohne dass dieses geschädigt werden kann. Es gibt zahntechnische Halteklemmen, die die Haltekraft über einen gezahnten Arretierungssteg schrittweise abgestuft regeln, mit der Konsequenz, dass es bei Vollkeramikarbeiten zur Überlastung des Keramikmaterials kommen kann.

Aufgabe der Neuerung

Die Neuerung hat sich zur Aufgabe gemacht, eine zahntechnische Haltezange für vollkeramische Restaurationen zu schaffen, welche diese bei allen Bearbeitungsschritten sicher und materialschonend hält. Diese Aufgabe wird durch die nachfolgend beschriebene Haltezange erfüllt.

Lösung dieser Aufgabe durch folgende Merkmale

Nach der Neuerung sind die Halteklemme für vollkeramische Kronen und die Halteklemme für vollkeramische Brücken durch zwei sich kreuzende Metallbacken gekennzeichnet, deren kurze Hebelarme mit diamantierten Haltevorrichtungen versehen sind. Diese bestehen bei der Version für vollkeramische Kronen aus einem diamantierten konischen Stift, dem ein diamantierter, konkaver Teller gegenüber liegt und welche sind in der Ruhelage berühren. Bei der Version für vollkeramische Brücken besteht die Haltevorrichtung auf der einen Seite aus zwei diamantierten konischen Stiften, denen zwei abgerundete, diamantierte Zylinder um 90 Grad gedreht gegenüber liegen. Die Halteelemente beider Seiten übergreifen sich dabei um 2 bis 4 mm in Ruhelage. Der Abstand der Mittelpunkte der konischen Stifte beträgt 4 bis 5 mm, der Abstand der Mittelpunkte der abgerundeten Diamantzylinder beträgt 2 bis 4 mm. An den langen Hebelarmen der Klemme befinden sich zwei Halteösen mit einem inneren Durchmesser von 22 bis 25 mm, durch welche beim Auseinanderdrücken mit Daumen und Mittelfinger die Klemme geöffnet wird. Ausgehend von einem der langen Hebelarme der Klemme reicht ein Federelement zu einem der kurzen Hebelarme. Das Federelement besteht aus zwei (Version Krone) oder drei (Version Brücke) zusammengeschweißten Runddrähten aus federhartem Stahl mit einem Durchmesser von 0,7 bis 2,0 mm. Das Federelement ist am langen Hebelarm angeschweißt, am kurzen Hebelarm liegt es durch eine zum Halbkreis geformte Führung aus rundem federharten Draht (Durchmesser ebenfalls von 0,7 bis 2,0 mm) unter einer definierten Vorspannung an. Diese Spannung drückt die diamantierten Halteelemente zusammen (Version Vollkeramikkronen) bzw. übereinander (Version Vollkeramikbrücke). Um die Halteklemme auf dem Tisch abstellen zu können, befindet sich auf der Unterseite der Klemme ein Drahtdreieck, das im rechten Winkel im Bereich des Drehpunktes der Klemme an einen Klemmenschenkel angeschweißt ist und durch sich kreuzende Streben im 45 Grad Winkel gegen Verbiegung abgestützt ist. Die Rotationsachse der Klemme kann verdeckt oder zugänglich gestaltet sein.

Mit der Halteklemme nach der Neuerung ist es möglich alle Arten von vollkeramischen Arbeiten fest und sicher, und dabei schonend zu halten. So können beispielsweise alle vollkeramischen Kronen- und Brückengerüste zu allen Verfahrensschritten der keramischen Verblendung festgehalten werden, da die Auflagepunkte auf der Außenseite der Gerüste nur ganz kleine Punkte darstellen, welche beim Absetzen der Arbeiten auf dem Brenngutträger nur geringfügig mit Verblendkeramik aufgefüllt werden müssen. Auch für das Festhalten von vollanatomischen Kronen und Brücken, von vollkeramischen Füllungen und von vollkeramischen Verblendschalten zum Zweck des Malfarben- und Glasurmassebrandes und zum Zwecke der Reinigung ist die Klemme in idealer Weise geeignet. Durch den Dreiecksstandfuß ist ein gesichertes Ablegen der Klemme mit der vollkeramischen Restauration gegeben, ohne dass ein Berühren der Ablagefläche durch die Restauration zu befürchten ist (Gefahr der Verschmutzung). Die Stärke der Haltekraft kann an der Doppeldrahtfeder einfach dadurch eingestellt werden, dass sie mittels Dreispitzzange entweder zu den Metallbacken gebogen wird, wodurch sich die Haltekraft erhöht, oder dass sie von den Metallbacken weggebogen wird, wodurch sich die Haltekraft verringert.

Die Neuerung wird nachstehend anhand von fünf Zeichnungen erläutert

Zeichnung 1: Aufsicht auf zahntechnische Klemme für vollkeramische Kronen

Zeichnung 2: Seitenansicht auf zahntechnische Klemme für vollkeramische Kronen

Zeichnung 3: Perspektivische Ansicht von zahntechnischer Klemme für vollkeramische Kronen

Zeichnung 4: Perspektivische Detailansicht von zahntechnischer Klemme für vollkeramische Kronen

Zeichnung 5: Perspektivische Detailansicht von zahntechnischer Klemme für vollkeramische Brücken

Beschreibung der Zeichnungen

Entsprechend Zeichnung 1 besteht die zahntechnische Halteklemme für vollkeramische Kronen und Brücken aus zwei sich am Verbindungsscharnier (1) kreuzende Backen, deren kurze Hebelarme (2 und 3) am Ende bei der Ausführung für Kronen einen diamantierten spitzen Kegel (7) (Durchmesser 1,0 bis 2,0 mm) und gegenüberliegend einen konkaven, diamantierten Teller (8) (Durchmesser 2 bis 4 mm) aufweisen. Die beiden Halteelemente (7 und 8) werden in Ruhelage durch eine Doppeldrahtfeder (9) aufeinandergedrückt. Die langen Hebelarme (4 und 5) der Klemme weisen an deren Enden ösenförmige Haltegriffe (6) auf. Die Klemme wird durch die Doppeldrahtfeder (9) mit halbkreisförmiger Führung (10) zusammengedrückt. Die Haltekraft lässt sich durch Biegung der Feder mittels Dreispitzzange individuell einstellen. Die Führung (10) besteht aus rundem, federhartem Draht, der halbkreisförmig geformt ist. Die Ausführung als zahntechnische Halteklemme für vollkeramische Brücken weist an den kurzen Hebelarmen anstelle von 7 und 8 auf einer Seite im Abstand von 2 bis 4 mm (Mittelpunkt zu Mittelpunkt) zwei diamantierte, abgerundete Zylinder (13) (Durchmesser von 1,0 bis 2,0 mm) auf, denen auf der anderen Seite zwei spitze diamantierte Kegel (14) (Durchmesser am dicken Ende 0,6 bis 1,5 mm) um 90 Grad gedreht gegenüber stehen. Der Abstand zwischen den Kegelmittelpunkten beträgt 4 bis 5 mm. Die Beiden Seiten greifen in Endposition der Klemme 2 bis 4 mm übereinander, sodass beim Festhalten einer vollkeramischen Brücke diese Klemme um den Betrag der Überlagerung plus Käppchenwandstärke auseinandergedrückt werden muss. Bei der Version für Brücken kann die Drahtfeder aus mehr als zwei zusammengeschweißten federharten Drähten bestehen. Die Drahtfederelemente sind an einem der beiden langen Hebelarme angeschweißt (4 oder 5) und reichen zu einem der beiden kurzen Hebelarme (2 oder 3), an dem sie durch die halbkreisförmige Führung (10) angedrückt werden.


Anspruch[de]
  1. Zahntechnische Halteklemme für vollkeramische Arbeiten, gekennzeichnet durch zwei sich am verdeckten Verbindungsscharnier (1) kreuzende Backen, deren kurze Hebelarme (2 und 3) am Ende mit Halteelementen versehen sind und deren lange Hebelarme (4 und 5) am Ende ösenförmige Haltegriffe (6) aufweisen, wobei die Klemme durch eine spezielle Drahtfeder (9) zusammengedrückt wird.
  2. Zahntechnische Halteklemme für vollkeramische Arbeiten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der kurzen Hebelarme (2 und 3) Halteelemente aufweisen, die aus einem diamantierten, konkaven Teller (8) und gegenüberliegend aus einem diamantierten spitzen Kegel (7) bestehen.
  3. Zahntechnische Halteklemme für vollkeramische Arbeiten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der kurzen Hebelarme (2 und 3) Halteelemente aufweisen, die aus zwei abgerundeten, diamantierten Zylindern (13) bestehen, denen um 90 Grad gedreht zwei spitze, diamantierte Kegel (14) gegenüberliegen und die sich durch die Kraft der Spezialfeder in Ruheposition überlappen.
  4. Zahntechnische Halteklemme für vollkeramische Arbeiten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Abstellen der Klemme auf Backen der Klemme in Höhe des versteckten Scharniers (1) ein aus Draht gebogenes Dreieck (11) angeschweißt ist und mit zwei sich kreuzenden Drahtstreben (12) versteift ist.
  5. Zahntechnische Halteklemme für vollkeramische Arbeiten nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemme eine Spezialfeder (9) aufweist die aus mehreren Drähten runden, federharten Drähten zusammengeschweißt ist, wobei diese an einem der beiden langen Hebelarme (4 oder 5) angeschweißt ist und von dort zu einem der beiden kurzen Hebelarme (2 oder 3) reicht und an diesem durch einen zum Halbkreis geformten Draht (10) beweglich geführt wird. Die Kraft des Federelementes ist durch Biegung mittels Dreispitzzange veränderbar.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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