Warning: fopen(111data/log202008121735.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
EMPFÄNGER ZUR ERKENNUNG VON NACHBARKANALINTERFERENZEN - Dokument DE69632725T2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69632725T2 23.06.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000815652
Titel EMPFÄNGER ZUR ERKENNUNG VON NACHBARKANALINTERFERENZEN
Anmelder Koninklijke Philips Electronics N.V., Eindhoven, NL
Erfinder BIJKER, Wolter, NL-5656 AA Eindhoven, NL;
KASPERKOVITZ, Georg, Wolfdietrich, NL-5656 AA Eindhoven, NL
Vertreter Volmer, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 52066 Aachen
DE-Aktenzeichen 69632725
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 04.12.1996
EP-Aktenzeichen 969384270
WO-Anmeldetag 04.12.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/IB96/01343
WO-Veröffentlichungsnummer 0097023959
WO-Veröffentlichungsdatum 03.07.1997
EP-Offenlegungsdatum 07.01.1998
EP date of grant 16.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.06.2005
IPC-Hauptklasse H04B 1/00

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Empfänger, der die nachfolgende Elemente umfasst:

  • – Empfangsmittel zum Empfangen eines HF-Signals,
  • – Mittel zum Demodulieren von Phasen/Frequenzinformation des HF-Signals,
  • – Mittel zum Demodulieren von Amplitudeninformation des HF-Signals,
  • – Detektionsmittel, die mit dem Ausgang der Mittel zum Demodulieren von Phasen/Frequenzinformation gekoppelt sind, wobei die Detektionsmittel vorgesehen sind zum Empfangen der Phasen/Frequenzinformation und zum Liefern eines Ausgangssignals, das ein Maß der Nachbarkanalinterferenz in dem HF-Signal ist.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Anordnung zum Detektieren von Nachbarkanalinterferenz, wobei die Anordnung vorgesehen ist zum Empfangen von Phasen-/Frequenzinformation eines HF-Signals und zum Liefern eines Ausgangssignals, das ein Maß der Nachbarkanalinterferenz in dem HF-Signal ist.

Ein derartiger Empfänger und eine derartige Anordnung sind aus EP 0 653 850 A2 bekannt. Der Empfänger und die Anordnung, wie hier beschrieben, benutzen nur Phasen-/Frequenzinformation zum Erhalten eines Maßes der Nachbarkanalinterferenz. Dies geschieht u. a. durch Detektion von Spektralanteilen mit Frequenzen über 60 kHz in der Phasen-/Frequenzinformation. Dadurch ist es nicht möglich, Nachbarkanalinterferenz mit Spektralanteilen unter 60 kHz zu detektieren. Weiterhin liefert die von den Detektionsmitteln bei dem bekannten Empfänger gelieferte Information nur Information über die Größe der Nachbarkanalinformation, da insbesondere nur die Nachbarkanalinterferenz einen Beitrag zu dem DC-Anteil liefern wird, ungeachtet des spektralen Inhaltes.

Es ist nun u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Empfänger und eine verbesserte Anordnung zum Detektieren von Nachbarkanalinterferenz zu schaffen.

Ein Empfänger nach der vorliegenden Erfindung weist dazu das Kennzeichen auf dass die Detektionsmittel weiterhin mit dem Ausgang der Mittel zum Demodulieren von Amplitudeninformation gekoppelt sind, wobei die Detektionsmittel dazu vorgesehen sind, die Amplitudeninformation zu empfangen und Multipliziermittel aufweisen zum Multiplizieren der Amplitudeninformation mit der Phasen/Frequenzinformation, wobei die Detektionsmittel vorgesehen sind zum Herleiten des Ausgangssignals von einem Ausgangssignal der Multipliziermittel.

Wenn in der Nähe eines gewünschten Trägers ein Träger vorhanden ist, führt dies zu einer Taktnote in der Phasen-/Frequenzinformation sowie in der Amplitudeninformation des empfangenen HF-Signals. Diese Taktnote wird in der Amplitudeninformation sowie in der Phasen-/Frequenzinformation dieselbe Frequenz haben. Aber nur die Phasen-/Frequenzinformation enthält gewünschte Modulation, während die Amplitudeninformation dies nicht hat, die aber Harmonische der Spektralkomponenten der Modulation haben kann, und zwar wegen einer begrenzten Bandbreite des Empfängers. Beim Multiplizieren der Phasen-/Frequenzinformation mit der Amplitudeninformation werden die Taktnoten an dem Ausgang des Multiplizierers einen DC-Anteil schaffen, dessen Größe ein Maß der relativen Stärke des Nachbarträgers ist und dessen Vorzeichen angibt, ob der Nachbarträger eine höhere Frequenz (positives Vorzeichen) oder eine niedrigere Frequenz (negatives Vorzeichen) als der gewünschte Träger hat. Die Modulationsanteile in der Phasen-/Frequenzinformation und der Amplitudenmodulation werden aber keine DC-Information erzeugen, weil sie nicht alle identische Frequenzanteile enthalten. Dies bedeutet, dass sogar Spektralanteile der Nachbarkanalinterferenz unterhalb 60 kHz detektiert werden kann.

Eine Ausführungsform des Empfängers nach der vorliegenden Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass die Detektionsmittel Tiefpassfiltermittel enthalten zum Filtern eines Ausgangssignals der Multipliziermittel.

Durch diese Maßnahme wird nur die den DC-Anteil enthaltende Information über die Nachbarkanalinterferenz vorhanden sein, was die Verarbeitung der Information in einem späteren Stadium vereinfacht.

Eine Ausführungsform des Empfängers nach der vorliegenden Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass die Detektionsmittel Gleichrichtermittel enthalten zum Liefern eines gleichgerichteten Ausgangssignals als Ausgangssignal der Detektionsmittel.

In denjenigen Fällen, in denen die Stelle des Nachbarträgers nicht wichtig ist, kann die Vorzeicheninformation in dem Ausgangssignal der Multipliziermittel dadurch unterdrückt werden, dass Gleichrichtermittel vorgesehen werden zum Gleichrichten des Ausgangssignals der Detektionsmittel.

Eine Ausführungsform des Empfängers nach der vorliegenden Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass die Detektionsmittel Verarbeitungsmittel enthalten zum Verarbeiten der Amplitudeninformation, die den Multipliziermitteln zugeführt wird. Durch Verarbeitung der Amplitudeninformation vor Zuführung derselben zu den Multipliziermitteln wird ein besserer Unterschied geschaffen zwischen Nachbarkanalinterferenz und den anderen Signalen in der Amplitudeninformation, wie Modulationsreste usw.

Eine Ausführungsform des Empfängers nach der vorliegenden Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass die Verarbeitungsmittel Hochpassfiltermittel enthalten. Ein Beispiel einer derartigen Verarbeitung ist die Verwendung eines Hochpassfilters zum Unterdrücken von NF-Anteilen, die durch die Modulation verursacht werden können.

Eine Ausführungsform des Empfängers nach der vorliegenden Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass die Verarbeitungsmittel Begrenzungsmittel enthalten. Einfügung von Begrenzungsmitteln in die Strecke der Amplitudeninformation mach die Amplitude der dem zweiten Eingang zugeführten Taktnote unabhängig von dem Verhältnis zwischen den Amplituden des gewünschten Trägers und des Nachbarträgers. Auf diese Weise wird das Ausgangssignal der Multipliziermittel nur zu diesem Verhältnis proportional sein, statt proportional zu dem Quadrat dieses Verhältnisses.

Eine Ausführungsform des Empfängers nach der vorliegenden Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass die verarbeitungsmittel eine nicht lineare Anordnung aufweisen.

Bei Empfängern, die nicht lineare Mittel enthalten zum Demodulieren von Amplitudeninformation, kann diese Nicht-Linearität zu Verzerrungsanteilen führen, die in dem Ausgang der Multipliziermittel auftreten. Durch Ausgleich dieser Nicht-Linearität durch Einfügung einer nicht-linearen Anordnung mit einer invertierten Nicht-Linearität kann dies ausgeglichen werden.

Eine Ausführungsform nach der vorliegenden Erfindung weist das Kennzeichen auf, dass die Detektionsmittel weitere Hochpassfiltermittel aufweisen zum Verarbeiten der den Multipliziermitteln zugeführten Phasen-/Frequenzinformation.

Anordnung weiterer Hochpassfiltermittel zum Filtern der den Multipliziermitteln zugeführten Phasen-/Frequenzinformation steigert die Reinheit des Ausgangssignals der Multipliziermittel dadurch, dass weniger Modulationsanteile in diesem Ausgangssignal vorhanden sein werden.

Eine Ausführungsform des Empfängers, wobei einstellbare Mittel vorhanden sind zum Reduzieren von Nachbarkanalinterferenz, weist nach der vorliegenden Erfindung das Kennzeichen auf, dass der Ausgang der Detektionsmittel mit den Einstellmitteln gekoppelt ist.

Bei dieser Ausführungsform wird die Nachbarkanalinterferenzinformation, wie diese an dem Ausgang der Detektionsmittel vorhanden ist, auf vorteilhafte Weise benutzt zum Steuern der Einstellmittel auf eine Art und Weise zum Reduzieren der Nachbarkanalinterferenz. Die einstellbaren Mittel können beispielsweise Filtermittel in dem Empfangsmitteln enthalten, wobei die Bandbreite und/oder die Abstimmfrequenz der Filtermittel einstellbar sind, oder Abstimmmittel, die verstimmt werden können, oder sogar Audioverarbeitungsmittel, wobei das Audiovolumen oder die Bandbreite einstellbar sein können.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im vorliegenden Fall näher beschrieben. Es zeigen:

1 eine Ausführungsform eines Empfängers nach der vorliegenden Erfindung,

2 eine Ausführungsform einer Anordnung nach der vorliegenden Erfindung.

In den Figuren sind entsprechende Teile mit denselben Bezugszeichen angegeben.

1 zeigt eine Ausführungsform eines Empfängers nach der vorliegenden Erfindung. Der Empfänger umfasst:

– Empfangsmittel 1 zum Empfangen eines HF-Signals,

– Verstärkungs-/Begrenzungsmittel 105, die mit den Mitteln 1 zum Empfangen eines HF-Signals gekoppelt sind, wobei die Verstärkungs-/Begrenzungsmittel Mittel enthalten zum Demodulieren von Amplitudeninformation 107,

– Mittel zum Demodulieren von Phasen-/Frequenzinformation 106, die mit den Verstärkungs-/Begrenzungsmitteln 105 gekoppelt sind.

Die integrierte Schaltung TEA 6100 von Philips ist eine Darstellung einer Schaltungsanordnung mit allen drei Mitteln 105, 106 und 107, ist aber nicht die einzige Möglichkeit diese drei Mittel zu verwirklichen. Es ist auch möglich, die Mittel zum Demodulieren von Amplitudeninformation 105 separat aus den Verstärkungs-/Begrenzungsmitteln 105 zu verwirklichen. Die Mittel zum Empfangen eines HF-Signals 1 können eine Eingangsstufe 101 enthalten, die mit einer Mischstufe 102 gekoppelt ist, die ihrerseits mit einer ZF-Filterstufe 104 gekoppelt ist, die ZF-Selektivität schafft. Die Mischstufe 102 ist ebenfalls mit Abstimmmitteln 103 gekoppelt, die ein Signal mit einer variablen Frequenz liefern zur Abstimmung des Empfängers zum Empfangen des gewünschten HF-Signals. Die Abstimmmittel 103 können einen durchstimmbaren Oszillator enthalten, der auf eine gewünschte Frequenz abgestimmt werden kann. In dem dargestellten Empfänger, der ein FM-Empfänger ist, ist ein Ausgang der Mittel 106 mit Audioverarbeitungsmitteln 3 gekoppelt, und zwar zur Weiterverarbeitung der demodulierten Phasen-/Frequenzinformation. In einem (nicht dargestellten) AM-Empfänger würde ein Ausgang der Mittel zum Demodulieren von Amplitudeninformation 107 mit den Audioverarbeitungsmitteln 3 gekoppelt sein.

Der Empfänger umfasst weiterhin Detektionsmittel 2. Die Detektionsmittel 2 sind eine Anordnung zum Detektieren von Nachbarkanalinterferenz. Die Detektionsmittel 2 umfassen einen ersten Eingang 20 zum Empfangen der demodulierten Phasen-/Frequenzinformation, einen zweiten Eingang 21 zum Empfangen der Amplitudenmodulation und einen Ausgang zum Liefern eines Ausgangssignals, das ein Maß der Nachbarkanalinterferenz ist. Die Detektionsmittel 2 umfassen weiterhin Multipliziermittel 205, von denen ein erster Eingang mit dem ersten Eingang 20 der Detektionsmittel 2 gekoppelt ist, von denen ein zweiter Eingang mit dem zweiten Eingang 21 der Detektionsmittel 2 gekoppelt ist und von denen ein Ausgang mit dem Ausgang 22 der Detektionsmittel 2 gekoppelt ist. In dem Empfänger, bekannt aus EP 0 653 850 A2, detektieren Detektionsmittel in der demodulierten Frequenz Information, wenn es spektrale Anteile über 600 kHz gibt. Dies ist ein Zeichen dafür, dass es Nachbarkanalinterferenz gibt. Diese Filterung aber von Spektralanteilen unterhalb 60 kHz ermöglicht nicht die Detektion von Nachbarkanalinterferenz mit Spektralanteilen hauptsächlich unterhalb 60 kHz, die durch einen Nachbarträger in einem Abstand von weniger als 60 kHz verursacht wird. Ein Grund für diese 60 kHz-Grenze ist, dass das Audiospektrum in der demodulierten Phasen-/Frequenzinformation meistens bis 53 kHz läuft und nahe bei 60 kHz, wenn ein FM-Signal auch RDS-Information enthält. Dies macht das Unterscheiden zwischen Modulation und Nachbarkanalinterferenz unterhalb 60 kHz schwer, wo nicht unmöglich. Wenn der Empfänger einen Träger mit der gewünschten Frequenz empfängt, wenn es gleichzeitig einen Nachbarträger gibt, wird in der Amplitudeninformation sowie in der Phasen-/Frequenzinformation eine Taktnote erzeugt. Diese Taktnote hat eine Frequenz gleich der Differenz in der Frequenz zwischen dem gewünschten Träger und dem Nachbarträger, wobei die Amplitude der Taktnote abhängig ist von einem Verhältnis A der Amplituden des Trägers. Wenn die Träger von nahezu gleicher Größe sind (Verhältnis A ≈ 1) ist die Amplitude der Taktnote maximal. Wenn eine der Trägeramplituden relativ klein ist im Vergleich zu der anderen Trägeramplitude (Verhältnis A << 1 oder A >> 1), dann wird die Amplitude der Taktnote ebenfalls klein sein. Wenn die Amplitudeninformation und die Phasen-/Frequenzinformation multipliziert werden, führt dies zu einem DC-Anteil an dem Ausgang der Multipliziermittel 205, verursacht durch die Taktnoten, die durch Multiplikation zu DC heruntergemischt werden. Das Vorzeichen des DC-Anteils gibt an, wenn der Nachbarträger eine höhere Frequenz (positives Vorzeichen) oder eine niedrigere Frequenz (negatives Vorzeichen) hat als der gewünschte Träger. Die Größe des DC-Anteils ist eine Funktion des Amplitudenverhältnisses der zwei Träger.

In einem FM-Empfänger umfasst nur die Phasen-/Frequenzinformation Modulation. Die Amplitudeninformation aber kann Harmonische der Modulation enthalten, und zwar in dem Fall, dass bei großen Frequenzhüben der gewünschte Träger in einer Neigung der Filterkennlinie der ZF-Filterstufe 104 ist. In einem AM-Empfänger umfasst die Amplitudeninformation Modulation, aber nun kann die Phasen-/Frequenzinformation Harmonische der Modulation enthalten, und zwar durch Unzulänglichkeiten in dem Empfänger. Im Allgemeinen wird durch die Tatsache, dass nur eines der zwei den Detektionsmitteln 2 zugeführten Signale Modulation enthält und das andere Signal nur Harmonische der Modulation enthält, eine Multiplikation der beiden Signale kaum zu DC-Anteilen an dem Ausgang der Multipliziermittel 205 führen, wobei diese DC-Anteile durch die Modulation verursacht werden. Auf diese Weise kann, sogar wenn keine Filterung der den Detektionsmitteln 2 zugeführten Signale stattgefunden hat, die Nachbarkanalinterferenzinformation an dem Ausgang der Detektionsmittel 2 ohne viel Verschmutzung, verursacht durch die Modulation, wieder zurück gewonnen werden. Dies bedeutet, dass sogar Spektralanteile in der Nachbarkanalinterferenz mit Frequenzen unter 60 kHz genau detektiert werden können, da praktisch nur die Nachbarkanalinterferenz zu einer DC-Komponente an dem Ausgang der Multipliziermittel 205 führen wird. Weiterhin schafft das Ausgangssignal der Detektionsmittel 2 nicht nur Information über die Stärke der Nachbarkanalinformation, sondern auch darüber, ob der Nachbarträger, der die Interferenz verursacht, auf einer höheren oder niedrigeren Frequenz liegt als der gewünschte Träger, wobei der Empfänger auf den der gewünschte Träger abgestimmt ist.

Diese Information kann dann benutzt werden zum Steuern von einstellbaren Mitteln zum Reduzieren von Nachbarkanalinterferenz. Diese einstellbaren Mittel können in den Audioverarbeitungsmitteln 3 (gestrichelte Linie mit dem Bezugszeichen A) in 1) einverleibt werden oder können die ZF-Filterstufe 104 enthalten (gestrichelte Linie mit dem Bezugszeichen B) in 1) oder die Abstimmmittel 103 (gestrichelte Linie mit dem Bezugszeichen C) in 1) enthalten. Auf eine Art und Weise, angegeben durch die gestrichelte Linie mit dem Bezugszeichen A) kann die von den Detektionsmitteln 2 gelieferte Information benutzt werden zum Steuern der Audioverarbeitungsmittel 3 auf eine Art und Weise, dass die hörbare Interferenz reduziert wird, beispielsweise durch Verringerung der Audio-Bandbreite oder durch Reduktion des Lautstärkepegels oder durch ähnliche Maßnahmen. In dieser Situation wird nur die Größe der Information verwendet, aber nicht das Vorzeichen des Ausgangssignals. Auf eine andere Weise, angegeben durch die gestrichelte Linie mit dem Bezugszeichen B), wird die ZF-Filterstufe derart gesteuert, dass der Nachbarträger mehr unterdrückt wird. Dies kann dadurch geschehen, dass die ZF-Filterbandbreite in Reaktion auf das Ausgangssignal der Detektionsmittel 2 verringert wird. Auch hier wird das Vorzeichen der Information nicht zur Bandbreitensteuerung verwendet. Eine andere Möglichkeit ist, das ZF-Filter zu verstimmen, weg von dem Nachbarträger, d. h. durch Verschiebung der zentralen Frequenz des ZF-Filters, weg von der Frequenz des Nachbarträgers. Auf diese Weise wird der Nachbarträger auf effektive Weise weiter in die Schräge der Filterkennlinie der ZF-Filterstufe 104 "gedrückt", wodurch er eine zusätzliche Dämpfung erfährt. Die beiden Maßnahmen führen zu einer Verringerung der Amplitude des Nachbarträgers, wodurch auf effektive Art und Weise die Nachbarkanalinterferenz reduziert wird. Nun wird das Vorzeichen verwendet zum Steuern der zentralen Frequenz der ZF-Filterstufe 104 in der guten Richtung (zu einer höheren Frequenz, wenn der Nachbarträger eine niedrigere Frequenz hat und umgekehrt). Ein Beispiel eines ZF-Filters mit einer steuerbaren Bandbreite und/oder einer steuerbaren Abstimmfrequenz lässt sich in US Patent 5.220.686 finden. Noch eine andere Art und Weise der Verwendung der von den Detektionsmitteln 2 gelieferten Information ist, die Abstimmfrequenz auf diese Weise zu ändern wie die zentrale Frequenz des ZF-Filters in dem vorhergehenden Beispiel. Dies ist durch die gestrichelte Linie mit dem Bezugszeichen C) bezeichnet. In diesem Fall wird wieder die Vorzeicheninformation in dem Ausgangssignal der Detektionsmittel 2 verwendet zum Steuern der Abstimmfrequenz in der guten Richtung, weg von dem Nachbarträger. Verstimmung der Abstimmmittel 103 ist im Endeffekt ähnlich einer Verstimmung der Abstimmfrequenz der ZF-Filterstufe 104, da in den beiden Fällen der Nachbarträger effektiv weiter in die Neigung der Filterkennlinie "gedrückt" wird, wie oben bereits erläutert. Diese beiden Maßnahmen konnten bisher mit den bestehenden Detektionsmitteln nicht verwirklicht werden, da diese Detektionsmittel keine Information über den Verbleib des Nachbarträgers. Ein weiterer Vorteil der Detektionsmittel nach der vorliegenden Erfindung ist, dass ein besserer Unterschied gemacht werden kann zwischen Nachbarkanalinterferenzinformation und anderen Signalen.

2 zeigt eine Ausführungsform einer Anordnung nach der vorliegenden Erfindung. Die Detektionsmittel 2, die auch als eine Anordnung zum Detektieren von Nachbarkanalinterferenz bezeichnet werden kann, kann Verarbeitungsmittel zum Verarbeiten der von den Multipliziermitteln gelieferten Amplitudeninformation enthalten. Diese Verarbeitungsmittel können Hochpassfiltermittel 202, eine nicht lineare Anordnung 203, und begrenzungsmittel 204 enthalten, die in Reihe zwischen dem Eingang 21 und dem zweiten Eingang der Multipliziermittel 205 vorgesehen sind. Es ist nicht notwendig alle diese Blöcke vorzusehen oder spezifisch in dieser Reihenfolge. Jeder dieser Blöcke kann einzeln oder in Kombination mit einem oder mehreren anderen Blöcken in der Anordnung 2 vorgesehen sein. Es ist ebenfalls möglich, weitere Verarbeitungsmittel zum Verarbeitung der Phasen-/Frequenzinformation vorzusehen. In 2 ist ein Beispiel eines derartigen weiteren Verarbeitungsmittels in Form weiterer Hochpassfiltermittel 201 gegeben, die zwischen dem Eingang 21 und dem ersten Eingang der Multipliziermittel 205 vorgesehen sind. Die Hochpassfiltermittel 201 dienen dem Zweck der Unterdrückung von NF-Anteilen in der Phasen-/Frequenzinformation, die höchstwahrscheinlich nicht das Ergebnis von Nachbarkanalinterferenz sind. In einem FM-Empfänger umfassen diese NF-Anteile hauptsächlich Audioinformation. Unterdrückung derselben wird zu einem Ausgangssignal der Multipliziermittel führen, die weniger Audioreste enthalten und wird auf diese Weise zu einer relativ "reineren" Information in der Nachbarkanalinterferenz führen. In einem AM-Empfänger können die NF-Anteile Audioreste enthalten, verursacht durch AM- zu PM-Umwandlung durch Unzulänglichkeiten des Empfängers. Auch hier ist es möglich, diese NF-Anteile zu unterdrücken. Hochpassfiltermittel 202 dienen einem ähnlichen Zweck, und zwar NF-Anteile zu unterdrücken, die kaum Spektralanteile der Nachbarkanalinterferenz enthalten. Selbstverständlich können die beiden Filtermittel in denselben Detektionsmitteln 2 angewandt werden. Das Abrollen der Filterkennlinie der Filtermittel 201 oder 202 braucht nicht so steil zu sein wie zum Entfernen der gesamten Modulation aus dem von den Multipliziermitteln 205 gelieferten Signal, da die Detektionsmittel 2 bereits inhärent eine Selektion zwischen Nachbarkanalinterferenz (die zu DC umgewandelt worden ist) und anderen Anteilen (die nicht zu DC umgewandelt worden sind) macht. Auf diese Weise ist es nun möglich, Nachbarkanalinterferenz zu detektieren, die Spektralanteile hat unterhalb 60 kHz und sogar unterhalb der Grenzfrequenz der Hochpassfiltermittel. Die nicht lineare Anordnung 203 kann zum Ausgleichen etwaiger Nicht-Linearitäten in den Mitteln zum Demodulieren von Amplitudeninformation 107 verwendet werden. So hat beispielsweise TEA 6100 Mittel 107, die eine logarithmische Distorsion haben. Durch Hinzufügung der nicht linearen Anordnung 203 mit einer invertierten (in diesem Fall exponentiellen) Verzerrung, kann die Verzerrung der nicht linearen Mittel 107 ausgeglichen werden. Dies führt zu weniger Harmonischen an dem Ausgang der Multipliziermittel und folglich wieder zu einem "reineren" oder weniger verschmutzten Ausgangssignal. Begrenzungsmittel 204 dienen dazu, die durch die Nachbarkanalinterferenz verursachte Taktnote auf einer festen Amplitude zu halten. Auf diese Weise ist nun die resultierende DC-Komponente an dem Ausgang der Multipliziermittel 205 nur proportional zu dem Verhältnis A und nicht länger proportional zu dem Quadrat des Verhältnisses A. Dies kann ein interessantes Item für Steuerzwecke sein. Es ist ebenfalls möglich, vor dem ersten Eingang der Multipliziermittel 205 Begrenzungsmittel und nicht Begrenzungsmittel 204 vorzusehen. In diesem Fall aber soll die Modulation in der Phasen-/Frequenzinformation mehr unterdrückt werden je nachdem die Begrenzungsmittel das Totalsignal: Taktnote und Modulation, begrenzen, was nicht erwünscht ist. In einem AM-Empfänger wäre es zu empfehlen, die Begrenzungsmittel in der Strecke der Phasen-/Frequenzinformation statt in der Strecke der Amplitudeninformation vorzusehen. In 1 wird das Ausgangssignal der Detektionsmittel 2 unmittelbar von dem Ausgangssignal der Multipliziermittel 205 hergeleitet. In 2 wird das Ausgangssignal der Detektionsmittel oder der Anordnung 2 von dem Ausgangssignal der Multipliziermittel 205 hergeleitet. Die Anordnung 2, wie in 2 dargestellt, umfasst Tiefpassfiltermittel 206, die zwischen einem Ausgang der Multipliziermittel 205 und dem Ausgang 22 vorgesehen sind. Dies schafft eine einfache Selektion der gewünschten DC-Komponente und entfernt andere Komponenten, die keinen Beitrag zu der Information über die Nachbarkanalinterferenz liefern. Es können Gleichrichtermittel 207 vorgesehen werden, die zwischen einem Ausgang der Tiefpassfiltermittel 206 und dem Ausgang 22 vorgesehen sind, und zwar für diejenigen Situationen, in denen in dem Ausgangssignal der Detektionsmittel 2 kein Gebrauch gemacht wird von der Vorzeicheninformation. Gewünschtenfalls können den Gleichrichtermitteln 207 (nicht dargestellte) zusätzliche Tiefpassfiltermittel folgen. Dies ist aber nicht wesentlich. In beiden Fällen können die Phasen-/Frequenzinformationsstrecken- oder die Amplitudeninformationsstreckenmittel vorgesehen werden zum Anpassen der Phasen der Taktnoten, und zwar zum Erhalten eines maximalen Wertes der DC-Komponente.

Die dargestellten Ausführungsformen sind vorwiegend als Illustration der vorliegenden Erfindung gegeben und haben keineswegs die Absicht, die vorliegende Erfindung zu begrenzen. So ist beispielsweise die Sequenz von Blöcken 202, 203 und 204 vorzugsweise wie in 2 dargestellt, aber nicht unbedingt notwendig. Weiterhin können die Empfangsmittel 1 verschiedenartig implementiert werden und die Konstruktion ist nicht Gegenstand der vorliegende Erfindung. Die jeweiligen Blöcke in den Figuren können mit diskreten oder integrierten Schaltungselementen implementiert werden, können aber auch digital implementiert werden, beispielsweise in einem digitalen Signalprozessor.


Anspruch[de]
  1. Empfänger, der die nachfolgende Elemente umfasst:

    – Empfangsmittel (1) zum Empfangen eines HF-Signals,

    – Mittel (106) zum Demodulieren von Phasen/Frequenzinformation des HF-Signals,

    – Mittel (107) zum Demodulieren von Amplitudeninformation des HF-Signals,

    – Detektionsmittel (2), die mit dem Ausgang der Mittel (106) zum Demodulieren von Phasen/Frequenzinformation gekoppelt sind, wobei die Detektionsmittel (2) vorgesehen sind zum Empfangen der Phasen/Frequenzinformation (20) und zum Liefern eines Ausgangssignals (22), das ein Maß der Nachbarkanalinterferenz in dem HF-Signal ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsmittel (2) weiterhin mit dem Ausgang der Mittel (107) zum Demodulieren von Amplitudeninformation gekoppelt sind, wobei die Detektionsmittel (107) dazu vorgesehen sind, die Amplitudeninformation (21) zu empfangen und Multipliziermittel (205) aufweisen zum Multiplizieren der Amplitudeninformation (21) mit der Phasen/Frequenzinformation (20), wobei die Detektionsmittel (2) vorgesehen sind zum Herleiten des Ausgangssignals (22) von einem Ausgangssignal der Multipliziermittel (205).
  2. Empfänger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsmittel (2) Tiefpassfiltermittel (206) aufweisen zum Filtern eines Ausgangssignals der Multipliziermittel (205).
  3. Empfänger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsmittel (2) Gleichrichtermittel (207) aufweisen zum Liefern eines gleichgerichteten Ausgangssignals der Detektionsmittel (2).
  4. Empfänger nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsmittel (2) Verarbeitungsmittel enthalten zum Verarbeiten der Amplitudeninformation (21), die den Multipliziermitteln (205) zugeführt wird.
  5. Empfänger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsmittel Hochpassfiltermittel (202) aufweisen.
  6. Empfänger nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsmittel Begrenzungsmittel (204) aufweisen.
  7. Empfänger nach Anspruch 4, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verarbeitungsmittel eine nicht lineare Anordnung (203) aufweisen.
  8. Empfänger nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionsmittel (2) weitere Hochpassfiltermittel (201) aufweisen zum Verarbeiten der Phasen/Frequenzinformation (20), die den Multipliziermitteln (205) zugeführt werden.
  9. Empfänger nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, mit einstellbaren Mitteln (3, 104, 103) zum Reduzieren von Nachbarkanalinterferenz, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang (A, B, C) der Detektionsmittel (2) mit den einstellbaren Mitteln (3, 104, 103) gekoppelt ist.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com