Warning: fopen(111data/log202009242120.log): failed to open stream: No space left on device in /home/pde321/public_html/header.php on line 107

Warning: flock() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 108

Warning: fclose() expects parameter 1 to be resource, boolean given in /home/pde321/public_html/header.php on line 113
Induktive Sensoreinheit - Dokument DE202004019489U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004019489U1 30.06.2005
Titel Induktive Sensoreinheit
Anmelder Cherry GmbH, 91275 Auerbach, DE
Vertreter FROHWITTER Patent- und Rechtsanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 202004019489
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.06.2005
Registration date 25.05.2005
Application date from patent application 17.12.2004
IPC-Hauptklasse G01B 7/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine induktive Sensoreinheit, die insbesondere für die Positionserkennung eines Fahrzeugsitzes oder für eine Kulissenschaltung eines automatischen Getriebes geeignet ist. Die induktive Sensoreinheit weist eine Mehrzahl von Sensorspulen auf, die planar auf einer Leiterplatte aufgebracht sind. Diese Sensorspulen arbeiten mit einem leitfähigen Betätigungselement zusammen, das beabstandet auf einer vorgegebenen Bahn über die Sensorspulen hinweggeführt wird. Das leitfähige Betätigungselement löst aufgrund von Wirbelstromeffekten Induktivitätsänderungen in den Sensorspulen aus. Die Induktivität einer Sensorspule wird durch die Wirbelströme umso stärker vermindert, je benachbarter das Betätigungselement an der Sensorspule liegt. Zu der induktiven Sensoreinheit gehört demnach auch eine elektrische Auswerteschaltung, die diese Induktivitätsänderungen der Sensorspulen entsprechend der Bahnposition und entsprechend dem Abstand des Betätigungselements von der Sensorspule erfasst und in elektrische Signale ummünzt. Die elektrischen Signale sind insbesondere Sitzpositionssignale oder Gangschaltsignale für die Kulissenschalteinheit eines automatischen Getriebes.

Eine derartige Sensoreinheit, von der die Erfindung im Oberbegriff der Patentansprüche 1, 13 und 16 ausgeht, ist aus der Offenlegungsschrift WO 2004/027994 A1 bekannt.

Aus diesem Stand der Technik ist es ferner bekannt, dass die Wegmesssignale abstandsabhängig sind, d. h. wenn das Betätigungselement auf einer gekrümmten Bahn geführt wird oder wenn die Leiterplatte nicht eben ist, dann gehen Abstandsänderungen in die Messsignale ein. Die Leiterplatte kann in vorgegebener Weise gekrümmt sein oder eine große, ebene Leiterplatte kann unbeabsichtigte Krümmungen aufweisen. Im Stand der Technik wird die Abstandsabhängigkeit durch eine Normierung und Kalibrierung in der elektrischen Auswerteschaltung ausgeglichen. Ferner ist im Stand der Technik die Positionserfassung des elektrischen Betätigungselements längs der Bahn, die über die Mehrzahl der Sensorspulen führt, so realisiert, dass die Induktivitätsänderungen jeweils benachbarter Sensorspulen miteinander verglichen werden. Diese Auswertung erlaubt lediglich eine Positionsauflösung gemäß dem Raster der benachbarten Sensorspulen.

Aus der Offenlegungsschrift US 2003/0169033 A1 ist ferner ein Sensorfeld zur berührungsfreien Positionsmessung bekannt. Dieses Sensorfeld wird zur Bestimmung der Wegposition eines Fahrzeugssitzes genutzt. Jedes Sensorelement erzeugt ein Ausgangssignal, das mit einer Position aus der Menge der möglichen Sitzpositionen korreliert. Für die Sensoren wird der Hall-Effekt genutzt. Zur Steuerung der Hall-Sensoren ist entweder ein Magnet vorgesehen, der an den Sensoren vorbeigeführt wird, oder es ist ein magnetisches Abschirmelement vorgesehen, das durch ein die Sensoren beaufschlagendes Magnetfeld geführt wird. Auch hier erlaubt die Signalauswertung nur eine beschränkte Positionsauflösung gemäss dem Raster der benachbarten Sensoren.

Die Erfindung hat sich demgegenüber die Aufgabe gestellt, die Abstandsabhängigkeit der Wegmesssignale zu verringern und die Ortsauflösung längs der Messbahn zu verbessern.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt durch eine induktive Sensoreinheit, die neben den erwähnten Merkmalen des Oberbegriffs der Patentansprüche 1, 13 und 16 zusätzlich die kennzeichnenden Merkmale der Patentansprüche 1, 13 und 16 aufweist. Zweckmäßige Weiterbildungen gehen aus den jeweiligen Unteransprüchen hervor. Insbesondere kann die Mehrzahl von Sensorspulen auf nur einer oder auf beiden Seiten der Leiterplatte angeordnet sein.

Die Erfindung hat erstmals erkannt, dass durch eine Verdoppelung des (in der Regel rautenförmigen) Betätigungselements die Abstandsabhängigkeit der Messsignale deutlich verringert wird, wenn (i) eine Sensorspule gabelförmig durch den Betätiger überstrichen wird oder (ii) ein Spulenpaar gabelförmig überstrichen und in der Auswerteschaltung die Induktivitäten der gegenüberliegenden Sensorspulen seriell aneinandergereiht bzw. rechnerisch addiert werden. Durch diese Maßnahme wird die Normierung der Messsignale erleichtert und damit auch die Ortsauflösung zwischen benachbarten Sensorspulen präzisiert. Allein schon aufgrund dieser Maßnahme kann in der Auswerteschaltung sicherer entschieden werden, ob das leitfähige Betätigungselement eher die eine Sensorspule (das eine Spulenpaar) oder eher die andere Sensorspule (das benachbarte Spulenpaar) überdeckt.

Die Aufgabe kann gemäß der Erfindung aber auch dadurch gelöst werden, dass die Induktivitäten aller Sensorspulen -seriell im Zeitmultiplex oder auch parallel festgestellt- erfasst und mittels eines Algorithmus in eine aktuelle Bahnposition des Messelements umgesetzt werden. Der Algorithmus kann beispielsweise den örtlichen Schwerpunkt aller Induktivitätsänderungen ermitteln oder er kann in einer anderen Variante eine quadratische Interpolation längs der Spulenreihung berechnen. Bei beiden Varianten spiegelt das Maximum der Signalverteilung die Bahnposition des Betätigungselements genauer als im Stand der Technik wieder. Beispielsweise können mit 15 Spulen 300 Positionen eines Fahrzeugsitzes aufgelöst werden. Gleichzeitig wird durch solche Auswerte-Algorithmen auch die Abstandsabhängigkeit des erzeugten Positionssignals verringert, weil die unterschiedlichen, jeweils abstandsabhängigen Messwerte längs der Bahn durch die Verrechnung in ihrer Abstandsabhängigkeit weniger ins Gewicht fallen.

Aus dem Stand der Technik gemäss der deutschen Patentschrift DE 103 19 720 B3 ist eine Kulissenschalteinheit zur Erzeugung von Gangschaltsignalen für ein Automatik-Schaltgetriebe eines Kraftfahrzeugs bekannt. Bei dieser Kulissenschalteinheit ist in einem Schaltbock eine Schaltwelle mit einem Wählhebel gelagert. Der Wählhebel kann in einer ersten Ebene S, aber auch senkrecht dazu in einer zweiten Ebene T verschwenkt werden. Hierzu ist er gelenkig mit der Schaltwelle verbunden. Die Bewegung des Wählhebels entspricht häufig den Stellungen P, R, N und D für die Park-, Rückwärts-, Neutral- und Fahrstellung des Wählhebels. Der Wählhebel verschwenkt einen Rotor mit einem Schaltfinger, der in einem Modulgehäuse untergebracht ist. Der Schaltfinger schwenkt über eine Leiterplatte mit einer induktiven Sensoreinheit und stellt ein Ausführungsbeispiel dar, bei dem der Schaltfinger das gabelförmige Betätigungselement gemäß der vorliegenden Erfindung tragen kann. Andere räumliche Zuordnungen und andere Bahnen des leitfähigen Betätigungselements relativ zu der Leiterplatte sind ebenfalls möglich.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand von Figuren erläutert. Es zeigt:

1: eine Seitenansicht einer Leiterplatte mit einer Mehrzahl von Sensorspulen sowie eine Aufsicht auf ein gabelförmiges Betätigungselement nach der Erfindung;

2: eine perspektivische Darstellung der Leiterplatte, der Sensorspulen und des Betätigungselements gemäß 1;

3: eine graphische Darstellung eines normierten Dämpfungswertes eines von einer einzelnen Spule erzeugten Sensorsignals in Abhängigkeit von dem Überdeckungsgrad, mit dem die Sensorspule vom Betätigungselement überdeckt wird;

4: eine graphische Darstellung des normierten Dämpfungswertes des Sensorsignals von 3 in Abhängigkeit vom Abstand zwischen der Sensorspule und dem Betätigungselement;

5: ein Hardwarekonzept zur Messung des induktiven Widerstands (Reaktanzmessung) von beispielsweise vier benachbarten Sensorspulen;

6: eine perspektivische Darstellung eines Schaltungsträgers (insbesondere einer Leiterplatte) und der Aufbau einer doppelseitig planar aufgebrachten und beispielsweise in Serie geschalteten Spule;

7: in perspektivischer Darstellung den Aufbau einer induktiven Sensoreinheit gemäß der Erfindung mit beispielsweise 15 doppelseitigen Spulen und dem gabelförmigen Doppelbetätiger gemäß der Erfindung;

8: eine graphische Darstellung der Spannungssignalwerte der 15 Spulen gemäß 7 in Abhängigkeit vom Index der 15 Spulen bzw. in Abhängigkeit von der Wegstrecke des Betätigungselements längs der 15 Spulen;

9: eine graphische Darstellung, in der die Spannungswerte gemäß 9 auf eine Nullnormierung umgerechnet wurden in Werte, die sich für die Anwendung einer Schwerpunktformel eignen;

10: alternativ zu der Schwerpunktsberechnung gemäß 10 eine quadratische Interpolation der normierten Signale mit Hilfe einer Parabel;

11a: eine induktive Sensoreinheit gemäß der Erfindung, bei der die Sensorinduktivitäten auf einer Plattenseite angebracht sind;

11b: eine induktive Sensoreinheit gemäß der Erfindung, bei der zwei planare Sensorinduktivitäten auf gegenüberliegenden Seiten einer Leiterplatte untergebracht und in Serie geschaltet sind; und

11c: eine induktive Sensoreinheit gemäß der Erfindung, bei der gegenüberliegende Sensorspulen bzgl. ihrer Induktivität getrennt ausgewertet werden.

In 1 ist die Ansicht einer induktiven Sensoreinheit 1 gemäß der Erfindung dargestellt. Sie dient der genauen Positionsbestimmung bei induktiven Sensoren Li. Ein induktiver Sensor L ist eine Spule, die aus mehreren Windungen einer Leiterbahn auf einer Leiterplatte 3 besteht. Zur Erhöhung der Induktivität kann eine Leiterplatte 3 mit mehreren Schichten verwendet werden. Die Induktivität wird mit einer passenden elektronischen Schaltung wie beispielsweise in 5 dargestellt gemessen. Ein Mikrocontroller 5 wertet die gemessenen Spannungen aus und berechnet daraus eine Weginformation. Legt man ein leitfähiges Betätigungselement 7, insbesondere eine Metallplatte, auf den Sensor L, so wird eine niedrigere Spannung ausgegeben als für den Fall, in dem sich keine Metallplatte 7 in der Nähe befindet. Die Spannungen können so normiert werden, dass die hohe Spannung einem Dämpfungswert von 0% und die niedrige Spannung einem Dämpfungswert von 100% entspricht (vgl. 3).

Fährt man ein einzelnes Betätigungselement 7 über die Sensoren Li und zeichnet die Dämpfungswerte über dem Weg auf, so erhält man die in 3 dargestellte Kurvenform. Es kann somit in einem gewissen Bereich jedem Dämpfungswert gemäß 3 ein Wegpunkt zugeordnet werden.

Die Kurvenform gilt aber nur, wenn der Abstand a des Betätigers 7 zum Sensor Li konstant ist. Verändert man den Abstand an einer bestimmten Position, so ändert sich der Dämpfungswert gemäß 4. Vergrößert man den Abstand a beispielsweise von 0 mm auf 0,1 mm, so ändert sich die normierte Dämpfung von 100% auf 91%.

Lässt man eine Abstandsänderung zu, die in der Praxis immer auftritt, so ist eine eindeutige Zuordnung zwischen Sensorsignal und Weg nicht mehr möglich. Um diesen Effekt zu eliminieren oder erheblich zu verkleinern, wird ein gabelförmiger Betätiger 7 gemäß 1 und 2 verwendet. In 1 und 2 ist auch dargestellt, dass die Leiterplatte 3 beidseitig mit Sensoren Li und Li' beschichtet ist. Das Prinzip des gabelförmigen Betätigungselementes 7 funktioniert jedoch auch mit einer einseitig beschichteten Leiterplatte 3 (vgl. 11a im Unterschied zu den 11b und 11c).

Wenn beispielsweise in 1 die Abstände a der beiden Flächen 9 und 9' des gabelförmigen Betätigers 7 zu den beiden Leiterplattenseiten einen Betrag von 0,1 mm haben, so zeigen beide Sensoren Li und Li' eine Dämpfung von 91%. Nähert sich nun der Betätiger 7 der einen Leiterplattenseite auf 0 mm (100% Dämpfung), so entfernt er sich auf der anderen Seite auf 0,2 mm (82% Dämpfung). Durch Addieren der Sensorsignale wird die Abstandsänderung kompensiert. In beiden Fällen ergibt sich ein Signalwert von 182%.

Das Addieren der Signale kann im Mikrocontroller 5 erfolgen (vgl. 11c). Die beiden Sensoren Li und Li' können aber auch in Reihe geschaltet sein, so dass nur ein Signal entsteht (vgl. 11b). Durch die Reihenschaltung gemäß 11b addieren sich die Induktivitäten, was den gleichen Effekt wie die Signaladdition hat.

5 zeigt ein Ausführungskonzept für die erfindungsgemäße Sensoreinheit 1. Ein Sinusoszillator 11 erzeugt einen Wechselstrom mit konstanter Amplitude und konstanter Frequenz (z.B. f = 12 MHz). Dieser hochfrequente Wechselstrom wird bei 13 verstärkt und nacheinander (Multiplexer 17) in je eine der Sensorspulen L1, L2, L3, L4 eingespeist. In 5 sind beispielsweise vier Sensorspulen L1 bis L4 gezeigt, während in 7, 8 und 9 beispielsweise 15 Sensorspulen L1 bis L15 dargestellt sind.

Bewegt man ein Betätigungselement 7, das aus gut leitfähigem Material wie z.B. Kupfer oder Messing besteht, über die Spulen L1 bis L4, so verringert sich durch Wirbelstromverluste die Induktivität L der Spulen. Dadurch verringert sich der induktive Widerstand (die Reaktanz) der Spulen proportional. Befindet sich der Betätiger 7 mit seinem Mittelpunkt über einer Spulenmitte, so weist die Spule Li eine maximale Dämpfung auf. Der minimale induktive Widerstand hat einen minimalen Spannungsabfall (bei eingeprägtem Strom) zur Folge.

Der Spannungsabfall an den Spulen L1 bis L4 wird bei 15 gleichgerichtet und einem Mikrocontroller 5 zur Weiterverarbeitung zugeführt.

Ein Beispiel für den Aufbau einer Sensorspule L ist in 6 dargestellt. Die gewählten Parameter sind keine festen Größen und dienen rein der Veranschaulichung. Die Spulen L und L' befinden sich auf einem Schaltungsträger (z.B. einer Platine oder einer Leiterplatte 3) und sind doppelseitig planar angeordnet. Sie sind miteinander verbunden (vgl. 11b) und besitzen einen schneckenförmigen Wicklungssinn. Durch diese Anordnung erhöht sich die Windungszahl, was eine höhere Induktivität zur Folge hat.

Aus diesem Element kann eine induktive Sensoreinheit 1 gemäß 7 gebaut werden. In diesem Ausführungsbeispiel befinden sich 15 Spulen L1 bis L15 auf dem Schaltungsträger 3. Die geometrischen Abmessungen der Spulen hängen von der gewünschten Induktivität und vom Material ab. Bei einer 25 mm × 10 mm großen, rechteckigen Spule L mit 40 Windungen erhält man ungefähr eine Induktivität von 14 &mgr;H. Die Spulen Li sind nebeneinander angeordnet und besitzen einen Abstand von 25 mm. Bedämpft werden die Spulen von einem rautenförmigen Doppelbetätiger 7 gemäß 7 (vgl. auch 2).

Ist ein Sensor Li nicht vom Betätiger 7 bedeckt, so beträgt die Dämpfung 0%; bei voll bedecktem Sensor Li beträgt sie 100% (vgl. 3). Die Dämpfung ist auch noch vom Abstand a des Betätigers 7 von den Sensorspulen Li abhängig; bei größerem Abstand a verringert sich die maximale Dämpfung, wie in 4 zu sehen ist.

Durch den Doppelbetätiger 7 gemäß 7 wird eine Abstandsabweichung kompensiert und die Dämpfung wird bei geeigneter Auswertung konstant gehalten.

Die Signalauswertung ist in den 8 und 9 dargestellt. Beispielhaft befindet sich der Betätiger 7 bei einer Wegmarke von 200 mm.

Der Mikrocontroller 5 misst zyklisch in festen Zeitabständen die Spannungen der Sensoren L1 bis L15, die proportional zu ihren Induktivitäten sind. Diese Spannungen werden im Mikrocontroller 5 in Binärwerte umgewandelt und in einem Speicher mit Laufindex 0 bis 14 gespeichert. In 8 sind die gemessenen Spannungen in Abhängigkeit vom Index 0 bis 14 dargestellt.

Im nächsten Schritt wird eine Nullnormierung gemäß 9 vorgenommen. Dies geschieht, indem der Mikrocontroller 5 aus den Punkten gemäß 8 das Sensorsignal mit der höchsten Spannung (dem höchsten Binärwert) ermittelt. Im Beispiel ist das die Binärzahl 1024. Danach wird die höchste Spannung von jedem der 15 Sensorwerte subtrahiert. Das normierte Diagramm ist in 9 zu sehen.

Aus den Zahlenwerten gemäß 9 lässt sich die Schwerpunktposition der Verteilung nach üblichen mathematischen Algorithmen berechnen. Im Beispiel ergibt sich für die Verteilung über 15 Spulen und einen Spulenabstand von 25 mm ein Schwerpunkt bei x = 200 mm.

In der Praxis tritt bei der Signalerfassung der Spulen Li ein Rauschen auf. Die Spulen Li ohne Dämpfung besitzen keinen ganz konstanten Wert. Dieses Rauschen kann unterdrückt werden, indem man beispielsweise nur die drei kleinsten Spannungswerte berücksichtigt und mit dem Maximum dieser drei Spannungen die Null-Normierung gemäß 9 durchführt.

Eine andere Möglichkeit zur Positionserfassung ist ein Interpolieren mit einer quadratischen Funktion durch drei Punkte, wie es in 10 dargestellt ist.

Hierzu wird nach der Null-Normierung der maximale Wert der Parabel gesucht. Im Beispiel hat das Maximum den Zahlenwert 768 und liegt bei der Indexspule 8. Als zweiter und dritter Punkt wird der Wert links und rechts vom Maximum benötigt, um die Interpolation durchzuführen. Im Beispiel hat die Spannung links vom Maximum den Zahlenwert 256 und liegt bei Indexspule 7, während der Zahlenwert rechts vom Maximum mit 256 bei der Indexspule 9 liegt. Die Interpolation kann nach bekannten mathematischen Algorithmen erfolgen. Die drei Punkte im Diagramm gemäß 10 und die Interpolationsparabel zeigen, dass der Scheitelpunkt der Parabel die gesuchte Position des Betätigungselementes 7 ist.

Linduktiver Sensor L'gegenüberliegender induktiver Sensor L1erster induktiver Sensor Lii.induktiver Sensor iSpulenindex aAbstand xWegmarke des Schwerpunkts 1induktive Sensoreinheit 3Leiterplatte 5Microcontroller 7leitfähiges Betätigungselement, insbesondere gabelförmige Metallplatte 9, 9'rautenförmige Flächen 11Sinusoszillator 13Stromverstärker und Strom-Spannungswandler 15HF-Gleichrichter 17Multiplexer

Anspruch[de]
  1. Induktive Sensoreinheit (1), insbesondere für eine Positionserkennung eines Fahrzeugsitzes oder für eine Kulissenschalteinheit eines automatischen Getriebes,

    – mit einer Mehrzahl von Sensorspulen (L1...Li), die planar auf einer Leiterplatte (3) aufgebracht sind,

    – mit einem leitfähigen Betätigungselement (7), das beabstandet (a) auf einer Bahn über die Sensorspulen (L1...Li) geführt wird,

    – und mit einer elektrischen Auswerteschaltung (5, 1117), die Induktivitätssänderungen der Sensorspulen (L1...Li) entsprechend einer Bahnposition (x) des Betätigungselements (7) erfasst und in elektrische Signale -insbesondere in Sitzpositionssignale oder in Gangschaltsignale- umsetzt,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    – das Betätigungselement (7) beidseitig beabstandet (9, 9') über die Sensorspulen (L1...Li) geführt wird und

    – die elektrische Auswerteschaltung (5, 1117) die Induktivitäten aller Sensorspulen (L1...Li) erfasst und mittels eines Algorithmus in eine aktuelle Bahnposition (x) des Betätigungselements (7) umsetzt.
  2. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das leitfähige Betätigungselement (7) gabelförmig (9, 9') die Leiterplatte (3) übergreift.
  3. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das leitfähige Betätigungselement (7) auf einer Seite oder auf beiden Seiten der Leiterplatte (3) eine rautenförmige Grundfläche (9, 9') aufweist.
  4. Induktive Sensoreinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (3) mit den planar aufgebrachten Sensorspulen (L1...Li) eben ist.
  5. Induktive Sensoreinheit (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte (3) mit den planar aufgebrachten Sensorspulen (L1...Li) gekrümmt ist.
  6. Induktive Sensoreinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Auswerteschaltung einen oder mehrere Schwingkreise umfasst, deren Resonanzfrequenz durch die Induktivität der Sensorspulen mitbestimmt wird.
  7. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Auswerteschaltung (5, 1117) eine Reaktanzmessung der Sensorspulen (L1...Li) bei Stromeinprägung (11, 13) umfasst.
  8. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Auswerteschaltung eine Reaktanzmessung der Sensorspulen bei Spannungseinprägung umfasst.
  9. Induktive Sensoreinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl der planaren Sensorspulen (L1...Li) auf einer Seite (L) der Leiterplatte (3) angebracht ist (Bild 11a).
  10. Induktive Sensoreinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl der planaren Sensorspulen (L1...Li) auch auf der anderen Seite (L') der Leiterplatte (3) angebracht ist (Bilder 11b und 11c).
  11. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Sensorspulen (L, L'), die sich auf den beiden Seiten der Leiterplatte (3) planar gegenüberliegen, in Serie geschaltet sind (Bilder 6 und 11b).
  12. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Messsignale zweier Sensorspulen (L, L'), die sich auf den beiden Seiten der Leiterplatte (3) planar gegenüberliegen, in der Auswerteschaltung (5, 1117) addiert werden (Bild 11c).
  13. Induktive Sensoreinheit (1), insbesondere für eine Positionserkennung eines Fahrzeugsitzes oder für eine Kulissenschalteinheit eines automatischen Getriebes,

    – mit einer Mehrzahl von Sensorspulen (L1...Li), die planar auf einer Leiterplatte (3) aufgebracht sind,

    – mit einem leitfähigen Betätigungselement (7), das beabstandet (a) auf einer Bahn über die Sensorspulen (L1...Li) geführt wird,

    – und mit einer elektrischen Auswerteschaltung (5, 1117), die Induktivitätssänderungen der Sensorspulen entsprechend einer Bahnposition (x) des Betätigungselements (7) erfasst und in elektrische Signale -insbesondere in Sitzpositionssignale oder in Gangschaltsignale- umsetzt,

    dadurch gekennzeichnet, dass das leitfähige Betätigungselement (7) beidseitig (9, 9') beabstandet über die Sensorspulen (L1...Li) geführt wird.
  14. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von planaren Sensorspulen (L1...Li) auf beiden Seiten der Leiterplatte (3) aufgebracht ist.
  15. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Auswerteschaltung (5, 1117) die Induktivitäten aller Sensorspulen (L1...Li) erfasst und mittels eines Algorithmus in eine aktuelle Bahnposition (x) des Betätigungselements (7) umsetzt.
  16. Induktive Sensoreinheit (1), insbesondere für eine Positionserkennung eines Fahrzeugsitzes oder für eine Kulissenschalteinheit eines automatischen Getriebes,

    – mit einer Mehrzahl von Sensorspulen (L1...Li), die planar auf einer Leiterplatte (3) aufgebracht sind,

    – mit einem leitfähigen Betätigungselement (7), das beabstandet (a) auf einer Bahn über die Sensorspulen (L1...Li) geführt wird,

    – und mit einer elektrischen Auswerteschaltung (5, 1117), die Induktivitätssänderungen der Sensorspulen (L1...Li) entsprechend einer Bahnposition (x) des Betätigungselements (7) erfasst und in elektrische Signale -insbesondere in Sitzpositionssignale oder in Gangschaltsignale- umsetzt,

    dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Auswerteschaltung (5, 1117) die Induktivitäten aller Sensorspulen (L1...Li) erfasst und mittels eines Algorithmus in eine aktuelle Bahnposition (x) des Betätigungselements (7) umsetzt.
  17. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das leitfähige Betätigungselement (7) beidseits beabstandet (9, 9') über die Sensorspulen (L1...Li) geführt wird.
  18. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Mehrzahl von planaren Sensorspulen (L1...Li) auf beiden Seiten (L, L') der Leiterplatte (3) aufgebracht ist.
  19. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus den örtlichen Schwerpunkt (x) der verteilten Sensorsignale als Position berechnet.
  20. Induktive Sensoreinheit (1) nach Anspruch 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Algorithmus die verteilten Sensorsignale quadratisch interpoliert und den Extremwert der Parabel als Position (x) berechnet.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com