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Dokumentenidentifikation DE202005000483U1 30.06.2005
Titel Stromschienenträgerstützanordnung
Anmelder KKP Elektroanlagenbau GmbH, 12683 Berlin, DE
Vertreter Kietzmann, Vosseberg, Röhnicke Patentanwälte Rechtsanwalt Partnerschaft, 10117 Berlin
DE-Aktenzeichen 202005000483
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.06.2005
Registration date 25.05.2005
Application date from patent application 10.01.2005
IPC-Hauptklasse B60M 1/30

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Stromschienenträgerstützanordnung wie sie insbesondere bei der Berliner S-Bahn in Abschnitten mit lastverteilender Betonplatte bei fester Fahrbahn genutzt wird. Die Stromschiene befindet sich hier neben und oberhalb des Gleises, wobei die Abnehmer von unten auf die Stromschiene Zugriff haben.

Die Anordnung der Stromschienenträger erfolgt bei diesen Abschnitten mit lastverteilender Betonplatte auf zwischen den Gleisschwellen angeordneten und mit der Betonplatte verbundenen Fundamentwürfeln oder -quadern aus Beton.

Es hat sich nun gezeigt, dass diese Fundamentwürfel oder -quader infolge der Belastung und bedingt durch andere Umwelteinflüsse ihre Festigkeit verlieren, indem sie zur Rissbildung neigen und verwittern. Der ordnungsgemäße Fahrbetrieb ist so gefährdet.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Stromschienenträgerstützanordnung vorzuschlagen, die eine Sanierung des Istzustandes ermöglicht und eine lange Lebensdauer garantiert.

Beachtet werden muss dabei, dass die Sanierungsarbeiten unter den Bedingungen des laufenden Fahrbetriebes erfolgen sollen.

Die erfindungsgemäße Stromschienenträgerstützanordnung bestehend aus einem Stromschienenträger, der zwischen den Gleisschwellen oder nahe den Gleisschwellen mit der lastverteilenden Betonplatte der festen Fahrbahn verbunden ist, sieht vor, dass in die lastverteilende Betonplatte Railanker fest in Bohrlöchern angeordnet sind, die eine Adapterplatte, die auf der Betonplatte aufliegt, durchdringen und mittels derer unter Einsatz von Muttern ein Verspannen der Adapterplatte gegen die Betonplatte erfolgt. Auf der Adapterplatte sind oben senkrechte Gewindestäbe angeordnet, über die variable Ausgleichsplatten mit Bohrungen geschoben sind, beginnend direkt aufliegend auf der Adapterplatte oder auf einer vorher angeordneten Zwischenplatte und endend im Bereich der Anschlusshöhe für den Stromschienenträger, der ebenfalls über die Gewindestäbe geschoben wird. Das Verspannen des Stromschienenträgers sowie der Ausgleichsplatten, Zwischenplatte und der Adapterplatte erfolgt mittels mit den Gewindestäben verschraubten Muttern.

Zwischen der oberen Ausgleichsplatte und dem Stromschienenträger kann eine Zwischenplatte angeordnet sein, ebenso zwischen der Adapterplatte und der Betonplatte. Bei den Zwischenplatten handelt es sich vorzugsweise um PE-Platten.

Die Erfindung soll anhand der Zeichnungen dargestellt werden. Es zeigen:

1: die Stromschienenträgerstützanordnung und

2: die Adapterplatte.

In 1 ist in einem Schnitt das Gleisbett der Berliner S-Bahn in Abschnitten mit lastverteilender Betonplatte 1 bei fester Fahrbahn mit der erfindungsgemäßen Stromschienenträgerabstützung dargestellt.

In bzw. auf der Betonplatte 1 sind die Schwellen 2 für die Fahrbahnschienen 3 angeordnet. Zwischen den Schwellen 2, außerhalb des Gleises befindet sich der Stromschienenträger 4 mit der von unten abgreifbaren Stromschiene 5.

Der Stromschienenträger 4 stützt sich auf in der Höhe variablen Ausgleichsplatten 10 ab, wobei der Stromschienenträger 4 und die Ausgleichsplatten 10 mit einer auf der Betonplatte 1 befestigten Adapterplatte 7 verspannt sind. Dazu dienen Gewindestäbe 9 vorzugsweise vier an der Zahl, die mit der Adapterplatte 7 fest verbunden sind, die Ausgleichsplatten 10 und den Stromschienenträger 4 durchdringen und über letzterem mit Muttern 11 verschraubt werden.

Die Adapterplatte 7 wiederum ist mit der Betonplatte 1 verschraubt. Dazu dienen in Bohrungen in der Betonplatte 1 eingelassene Railanker 6. Diese werden bevorzugt eingeklebt, wobei die Railanker 6 keine elektrisch leitende Verbindung zur Betonplatte 1 haben. Bewährt haben sich Railanker 6 des Typs HILTI HRC M22 × 225 (26) und als Kleber HIT-RE 500/330/1.

Die Verschraubung und damit die Verspannung der Adapterplatte 7 mit der Betonlatte 1 erfolgt federelastisch. Dazu wird zwischen der Adapterplatte 7 und der jeweiligen Mutter 12 eine Spiralfeder 13 auf dem Railanker 6 angeordnet.

Zum Flächenausgleich und auch um der Anordnung eine gewisse Elastizität zu verleihen, ist vorgesehen, dass Zwischenplatten 12 vorzugsweise aus PE angeordnet werden. Dies kann erfolgen zwischen der Betonplatte 1 und der Adapterplatte 7, der Adapterplatte 7 und der ersten Ausgleichsplatte 10 sowie der letzten Ausgleichsplatte 10 und dem Fuß des Stromschienenträgers 4.

Die Adapterplatte 7 ist aus Stahl, während die in der Höhe variablen Ausgleichsplatten 10 bevorzugt aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff bestehen. Durch die Variabilität der Ausgleichsplatten 10 in der Höhe ist es möglich, Höhenunterschiede zwischen Betonplatte 1 und Stromschiene 5 auszugleichen. Die ist auch besonders wichtig, wenn die Stromschienenträgerstützanordnungen nur punktuell, z. B. bei Teilsanierungen verwendet werden.

Eine Adapterplatte 7 ist in 2 in zwei Ansichten dargestellt. Sie besteht aus Stahl und weist vier Gewindestäbe 9 auf. Die Anordnung der Gewindestäbe 9 erfolgt analog der Lochanordnung im Fuß des Stromschienenträgers 4. Ihre Höhe ist ebenfalls variabel.

Weiter weist die Adapterplatte 7 die Bohrung für die Railanker 6 auf. Die beiden seitlich geöffneten Bohrungen lassen das notwendige Spiel zum Spannungsausgleich zu.

Bei den Sanierungsarbeiten wird zweckmäßigerweise wie folgt vorgegangen:

  • 1 Montage, eines Notträgers,
  • 2 Abtragen des zerstörten Fundamentes des Stromschienenträgers 4,
  • 3 Sanierung der Oberfläche der Betonplatte 1,
  • 4 Fräsen der Verankerungslöcher, vorzugsweise 4 an der Zahl,
  • 5 Planfräsen der Oberfläche der Betonplatte 1,
  • 6 Aufbringen einer Zwischenplatte 12 aus PE,
  • 7 Auflegen der Adapterplatte 7,
  • 8 Einkleben der HILT – Anker 6 mit Standardmörtel, HIT-C 11/HIT RE 500,
  • 9 Verschrauben der Adapterplatte 7 mit der Betonplatte 1,
  • 11 Auflegen einer Zwischenplatte 12,
  • 12 Anordnung des Fußes des Stromschienenträgers 4,
  • 13 Verschrauben des Stromschienenträgers 4, der Zwischenplatte 12, der Ausgleichsplatten 10 und de Adapterplatte 7 und
  • 14 Demontage des Notträgers.

Derartige Sanierungsarbeiten lassen sich über drei Betriebsruhen realisieren, ohne dass der Fahrbetrieb beeinträchtigt wird.

1Betonplatten 2Schwellen 3Fahrschiene 4Stromschienenträger 5Stromschiene 6Railanker 7Adapterplatte 8Muttern 9Gewindestäbe 10variable Ausgleichsplatten 11Muttern 12Zwischenplatte 13Spiralfeder 14Scheibe

Anspruch[de]
  1. Stromschienenträgerstützanordnung bestehend aus einem Stromschienenträger, der zwischen den Gleisschwellen oder nahe den Gleisschwellen mit der lastverteilenden Betonplatte der festen Fahrbahn verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass in die lastverteilende Betonplatte (1) Railanker (6) fest in Bohrlöchern angeordnet sind, die eine Adapterplatte (7), die auf der Betonplatte (1) aufliegt, durchdringen und mittels derer unter Einsatz von Muttern (8) ein Verspannen der Adapterplatte (7) gegen die Betonplatte (1) erfolgt, auf der Adapterplatte (7) oben senkrechte Gewindestäbe (9) angeordnet sind, über die variable Ausgleichsplatten (10) mit Bohrungen geschoben sind, beginnend direkt aufliegend auf der Adapterplatte (7) oder auf einer vorher angeordneten Zwischenplatte (12) und endend im Bereich der Anschlusshöhe für den Stromschienenträger (4), der ebenfalls über die Gewindestäbe (9) geschoben wird und das Verspannen des Stromschienenträgers (4) sowie der Ausgleichsplatten (10), Zwischenplatte (12) und der Adapterplatte (7) mittels mit den Gewindestäben (9) verschraubten Muttern (11) erfolgt.
  2. Stromschienenträgerstützanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der oberen Ausgleichsplatte (10) und dem Stromschienenträger (4) eine Zwischenplatte (12) angeordnet ist.
  3. Stromschienträgerstützanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Adapterplatte (7) und der Betonplatte (1) eine Zwischenplatte (12) angeordnet ist.
  4. Stromschienträgerstützanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenplatten (12) PE-Platten sind.
  5. Stromschienträgerstützanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschraubung zwischen der Mutter (8) und des Railankers (6) federelastisch erfolgt.
  6. Stromschienträgerstützanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Mutter (8) und der Adapterplatte (7) eine Spiralfeder (13) auf dem Railanker (6) angeordnet ist.
  7. Stromschienträgerstützanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgleichsplatten (10) glasfaserverstärkte Kunststoffplatten sind.
  8. Stromschienträgerstützanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die eingeklebten Railanker (6) keine elektrisch leitende Verbindung zur Betonplatte (1) aufweisen, sie somit gegenüber dieser isoliert sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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