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Dokumentenidentifikation DE202005004059U1 30.06.2005
Titel Führungssystem für eine Schiebetür
Anmelder Edscha AG, 42855 Remscheid, DE
Vertreter Bonnekamp & Sparing, 40211 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202005004059
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.06.2005
Registration date 25.05.2005
Application date from patent application 14.03.2005
IPC-Hauptklasse E05D 15/10
IPC-Nebenklasse E05D 15/06   B60J 5/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Führungssystem nach Anspruch 1 für eine Schiebetür.

Zur Führung einer Schiebetür ist bekannt, mindestens eine Führungsrolle vorzusehen, deren Drehachse vertikal ausgerichtet ist, wobei die Führungsrolle an einer Fläche einer Führungsschiene abrollt und damit die Schiebetür seitlich führt. Es ist ferner bekannt, mindestens zwei Führungsrollen mittels eines starren Steges schwenkbar miteinander zu verbinden, wobei jede der mindestens zwei Führungsrollen an einer anderen Seite der Führungsschiene abrollt. Die mindestens zwei Führungsrollen können dazu zu einem Rollenwagen zusammengefaßt sein, der um eine Rollenwagenachse schwenkbar an der Schiebetür angelenkt ist. Schwierigkeiten ergeben sich hierbei, wenn sicherzustellen ist, daß die Führungsrollen eine an der Führungsschiene fest anliegende, aber leichtgängige Führung der Schiebetür bieten sollen. Liegen die Führungsrollen an der Führungsschiene nicht fest genug an, ergibt sich eine nur schwergängige, ggf. hakende Bewegung der Schiebetür unter Bildung unerwünschter Klappergeräusche.

DE 736 966 C1 beschreibt ein Führungssystem für eine Schiebetür, das eine erste Führungsrolle und eine zweite Führungsrollen umfaßt, wobei die beiden Führungsrollen zu einem Rollenpaar zusammengefaßt sind und auf einem Steg angeordnet sind. Der Steg ist mittels eines Bolzens über eine Grundplatte an einer Schiebetür schwenkbar gelagert. Die Führungsschiene ist als flächiger Profilabschnitt ausgebildet, an dessen beiden Flächen je eine der Führungsrollen abrollt. Das Führungssystem umfaßt weiter eine Schraubenfeder, die an dem Rollenpaar angreift und dieses gegen die Führungsschiene verspannt. Nachteilig ist, daß die Feder einen hohen Platz beansprucht, so daß das Führungssystem unter beengten Verhältnissen, beispielsweise in einer C- oder U-förmigen Führungsschiene, kaum unterzubringen ist. Die Feder ist insbesondere gegen Verschleiß bzw.

Verschmutzung aufwendig zu schützen. Nachteilig ist auch, daß das beschriebene Führungssystem nur für gerade Führungsschienen geeignet ist; liegt nämlich eine Krümmung vor, bewirkt die Feder, daß die die Führungsrollen gegen die Führungsschiene andrückende Kraft nur noch unter einem flachen Winkel gegen die Führungsschiene gerichtet ist, insbesondere, wenn eine der beiden Führungsrollen in den gekrümmten Abschnitt eingelaufen ist. Dabei verliert das Führungssystem seine sichere Führungseigenschaften. Nachteilig ist weiter, daß im Fall einer Störung, beipielsweise eines störenden Gegenstandes, gegen den eine der Führungsrollen anstößt, die Führungsrolle aufgrund der Feder gegen die Führungsschiene hin- und herschwingt, dabei den Kontakt zu der Führungsschiene verliert, so daß Klappergeräusche entstehen und das Führungssystem seine Führungseigenschaften verliert.

DE 848 763 C1 beschreibt ein Führungssystem für eine Schiebetür, wobei eine erste und eine zweite Führungsrolle vorgesehen sind, die zu einem Rollenpaar miteinander über einen Steg zusammengefaßt sind. Dabei rollen die erste und die zweite Führungsrolle an einander gegenüberliegenden Seitenwände einer Führungsschiene ab. Das Führungssystem umfaßt weiter ein Federelement, das eine der Führungsrollen gegen die Führungsschiene beaufschlagt, wozu dem Federelement ein an der Karosserie schwenkbar angelenkter T-förmiger Traghebel zugeordnet ist. Nachteilig ist auch hierbei, daß die beschriebene Anordnung einen hohen Platzbedarf aufweist und insbesondere aufgrund des Traghebels nicht ausschließlich der Schiebetür zuzuordnen ist. Es ist ebenfalls ungünstig, daß die beschriebene Anordnung nicht für gekrümmte Führungsschienen geeignet ist.

Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Führungssystem anzugeben, das auf einfache Weise eine sichere Führung der Schiebetür auch bei gekrümmter Führungsschiene ermöglicht.

Diese Aufgabe wird für das Führungssystem nach dem Oberbegriff von Anspruch 1 erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Lagerung der ersten Führungsrolle an dem Steg mittels eines Exzenterbolzens bietet den Vorteil, daß der Exzenterbolzen sowohl die erste Führungsrolle an dem Steg befestigt wie auch, daß mittels des Exzenterbolzens die erste Führungsrolle derart gegen die Führungsschiene verspannbar ist, daß die erste Führungsrolle an der Führungsschiene mit definierter, einstellbarer und ggf. nachstellbarer Kraft anliegt und damit auf einfache Weise eine kontrollierte Führung der Schiebetür erreichbar ist.

Da der Exzenterbolzen nur wenig Platz beansprucht und beispielsweise in dem Rollenwagen versenkt angeordnet sein kann, ist es möglich, den Rollenwagen auch unter räumlich beengten Verhältnissen, beispielsweise in einer C- oder U-förmigen Führungsschiene, zu führen.

Der Exzenterbolzen bewirkt insbesondere eine ständige Anlage der ersten Führungsrolle an die Führungsschiene mit einstellbarer Kraft, so daß es möglich ist, den Rollenwagen an gekrümmten Abschnitten der Führungsschiene vorzusehen, ohne daß die erste Führungsrolle den Kontakt mit der Führungsschiene in den Bereichen der Krümmung verliert. Auch Klappergeräusche lassen sich derart vermeiden.

Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die erste Führungsrolle um eine erste Rollenachse drehbar ist, daß die zweite Führungsrolle um eine zweite Rollenachse drehbar ist, und daß der Steg um eine Stegachse schwenkbar ist, wobei die Stegachse in einer Verlängerung einer gedachten Verbindungslinie der ersten Rollenachse und der zweiten Rollenachse angeordnet ist. Dabei kann insbesondere in einem gekrümmten Abschnitt der Führungsschiene der Steg gegenüber der Schiebetür schwenken, so daß der Rollenwagen in den gekrümmten Abschnitt einlaufen kann.

Vorzugsweise umfaßt der Rollenwagen zusätzlich zu dem ersten Steg mit der ersten und der zweiten Führungsrolle einen zweiten Steg mit einer um eine dritte Rollenachse an dem zweiten Steg schwenkbar angebrachten dritten Führungsrolle und einer an dem zweiten Steg um eine vierte Rollenachse drehbar angelenkten vierten Führungsrollen, wobei der zweite Steg um eine zweite Stegachse schwenkbar an dem Rollenwagen angelenkt ist. Dabei laufen insgesamt vier Führungsrollen an der Führungsschiene paarweise in Verschieberichtung der Schiebetür versetzt ab, so daß sich eine besonders sichere Führung der Schiebetür ergibt.

Sind zwei Stege mit je zwei Führungsrollen vorgesehen, ist es günstig, wenn die jeweilige Stegachse zwischen den beiden Rollenachsen vorgesehen ist, so daß das jeweilige Rollenpaar eine Drehbewegung um die Stegachse ausführen kann. Insbesondere ist vorteilhaft, wenn die Rollenwagenachse jeweils beabstandet zu der Verlängerung der ersten Rollenachse und der zweiten Rollenachse und der Verlängerung der dritten Rollenachse und der vierten Rollenachse angeordnet ist, so daß die vier Führungsrollen insgesamt um die Rollenwagenachse schwenken können, wobei aufgrund der Drehbarkeit um die jeweilige Stegachse eine jede der Führungsrollen sich so einstellen kann, daß diese an der Führungsschiene anliegt und eine sichere Führung der Schiebetür gewährleistet wird.

Vorzugsweise umfaßt der Rollenwagen eine Tragrollen, deren Drehachse im wesentlichen horizontal ausgerichtet ist, so daß die Tragrolle das Gewicht der Schiebetür abstützt und die Führungsrollen ausschließlich die seitliche Führung der Schiebetür bewirken können.

Vorzugsweise ist die Führungsschiene auf einfache Weise als Profilteil ausgebildet, auf dessen von einander weg weisenden Seitenflächen die erste bzw. die zweite Führungsrolle abrollen können.

Vorzugsweise umfaßt die Führungsschiene einen gebogenen Abschnitt mit einer Krümmung, insbesondere an einem Ende der Führungsschiene, so daß die Schiebetür, wenn diese die Endposition erreicht, durch den in den gebogenen Abschnitt einlaufenden Rollenwagen an Schwung verliert, weil die Bewegung der Schiebetür in Schließrichtung durch den gebogenen Abschnitt eine Komponente senkrecht zu der Schließrichtung erhält.

Vorzugsweise variiert der Krümmungsradius der Führungsschiene entlang des gebogenen Abschnitts, so daß die Schließcharakteristik der Schiebetür über die Biegung der Führungsschiene einstellbar wird.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen bzw. aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen näher beschrieben und erläutert.

1 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Führungssystems.

2 zeigt eine Draufsicht auf das Führungssystem aus 1 in einer ersten Stellung.

3 zeigt das Führungssystem aus 2 in einer zweiten Stellung.

4. zeigt eine schematische Seitenansicht des Führungssystems aus 1 bis 3.

5 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Abwandlung des Führungssystems aus 1 bis 4.

6 zeigt eine schematische Draufsicht auf einen Ausschnitt eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Führungssystems.

7 zeigt eine schematische Draufsicht auf das Führungssystem aus 6 in einer ersten Stellung.

8 zeigt eine schematische Draufsicht auf das Führungssystem aus 6 in einer zweiten Stellung.

9 zeigt eine schematische Seitenansicht des Führungssystems aus 6 bis 8.

10 zeigt eine Seitenansicht einer Abwandlung des Führungssystems aus 6 bis 9.

1 zeigt ein Führungssystem 1 für eine nicht dargestellte Schiebetür, wobei das Führungssystem 1 eine Führungsschiene 2 und einen mittels der Führungsschiene 2 geführten Rollenwagen 3 umfasst. Der Rollenwagen 3 umfasst eine erste Führungsrolle 4 und eine zweite Führungsrolle 5. Die erste Führungsrolle 4 und die zweite Führungsrolle 5 sind durch einen starren Steg 6 verbunden und an dem Steg 6 drehbar gelagert. An dem Steg 6 ist die erste Führungsrolle 4 mittels eines Exzenterbolzens 7 befestigt. Der Exzenterbolzen 7 weist zwei parallel zueinander versetzte Achsen 8 und 9 auf, wobei die erste Achse 8 des Exzenterbolzens 7 die erste Rollenachse der ersten Führungsrolle 4 ist. Ein Drehen des Exzenterbolzens 7 um die zweite Achse 9 bewirkt, dass ein Abstand 10 zwischen der ersten Achse 8 des Exzenterbolzens 7 und einer der ersten Führungsrolle 4 zugewandten Seite 10 der Führungsschiene 2 einstellbar ist, insbesondere ist die erste Führungsrolle 4 gegen die Führungsschiene 2 verspannbar, so daß die erste Führungsrolle 4 an der ersten Seite 11 der Führungsschiene 2 mit einem durch den Exzenterbolzen 7 einstellbaren Anpressdruck anliegt. Die zweite Führungsrolle 5 ist mittels eines einfachen Bolzens 12 an dem Steg 6 befestigt, wobei die zweite Führungsrolle 5 an der zweiten Seite 13 der Führungsschiene 2 anliegt. Der durch den Exzenterbolzen 7 auf die erste Führungsrolle 4 eingestellte und über den Steg 6 an die zweite Führungsrolle 5 übertragenen Anpressdruck wirkt dabei entlang einer gedachten Verbindungslinie 14 zwischen der ersten Rollenachse 8 der ersten Führungsrolle 4 und einer zweiten Rollenachse 15, die einer Zylinderachse des Bolzens 12 entspricht, so dass die erste Führungsrolle 4 und die zweite Führungsrolle 5 jeweils im Wesentlichen senkrecht auf die abschnittsweise geradeaus gebildete Führungsschiene 2 angedrückt werden.

2 zeigt den Rollenwagen 3 des Führungssystems 1 mit der ersten Führungsrolle 4, dem Steg 6 und der zweiten Führungsrolle 5, wobei der Rollenwagen 3 um eine Rollenwagenachse 16 schwenkbar an der nur andeutungsweise dargestellten Schiebetür 17 angelenkt ist. Die Rollenwagenachse 16 ist als Achse des Steges 6 ausgebildet und in einer Verlängerung der gedachten Verbindungslinie 14 (1) der ersten Rollenachse 8 und der zweiten Rollenachse 15 angeordnet. In 2 befindet sich der Rollenwagen 3 in einem geraden Abschnitt 18 der Führungsschiene 2, wobei die Führungsschiene 2 ebenfalls einen gebogenen Abschnitt 19 umfasst, an dessen Ende sich ein kurzer gerader Abschnitt 20 anschließt.

In 3 befindet sich der Rollenwagen 3 in dem zweiten geraden Abschnitt 20 an dem Ende der Führungsschiene 2. Der Steg 6 ist bezüglich der Schiebetür 17 um die Rollenwagenachse (Stegachse) 16 geschwenkt ausgerichtet. Die Schiebetür 17 befindet sich annähernd fluchtend zu dem ersten geraden Abschnitt 18 der Führungsschiene 2. Sowohl die erste Führungsrolle 4, die mittels des Exzenterbolzens 7 gegen die erste Seite 11 der Führungsschiene 2 verspannt ist, wie auch die zweite Führungsrolle 5, die mit der ersten Führungsrolle 4 durch den starren Steg 6 gekoppelt ist, liegen sowohl in dem geraden Abschnitt 20 wie auch in dem gebogenen Abschnitt 19 an der Führungsschiene 2 ständig an.

In 4 sind die erste Führungsrolle 4, die zweite Führungsrolle 5, der Steg 6 sowie die Rollenwagenachse (Stegachse) 16 und der Abschnitt der Schiebetür 17 in einer Seitenansicht dargestellt. Es ist erkennbar, dass die erste Führungsrolle 4 und die zweite Führungsrolle 5 im Wesentlichen in einer Ebene angeordnet sind, wobei die Führungsschiene 2 als Profilteil ausgebildet ist, an dessen erster Seite 11 eine im Querschnitt annähernd V-förmige Einkerbung 21 vorgesehen ist, in der das im Querschnitt annähernd kreissegmentförmige Profil der ersten Führungsrolle 4 geführt wird. Die Führungsschiene 2 weist an ihrer der zweiten Führungsrolle 5 zugekehrten Seite 13 eine weitere Einkerbung 22 auf, die ebenfalls V-förmig ausgebildet ist, in die die Führungsrolle 5 eingreift. Die Einkerbungen 21, 22 bewirken dabei insbesondere eine Abstützung der ersten Führungsrolle 4 und der zweiten Führungsrolle 5 in einer senkrechten Richtung.

5 zeigt eine Abwandlung des in 1 bis 4 dargestellten Führungssystems 1, wobei – insbesondere im Vergleich zu 4 – zusätzlich eine Tragrolle 23 an dem Rollenwagen 3 vorgesehen ist. Die Tragrolle 23 ist um eine im Wesentlichen horizontale Achse 24 an einem nach unten, in Verlängerung einer der beiden Rollenachsen ausgerichteten Vorsprung des Steges 6 befestigt. Im Gegensatz zu der Ausführung in 4 weist die Führungsschiene 2' ein annähernd C-förmiges Profil auf, das einen kurzen vertikalen ersten Abschnitt 26, einen horizontalen Abschnitt 27, einen langen vertikalen Abschnitt 28 und einen horizontalen Abschnitt 29 umfasst. Die erste Führungsrolle 4 rollt dabei an der ersten Seite 11, die zweite Führungsrolle 5 an der von der ersten Seite 11 weg weisenden zweiten Seite 13 des vertikalen Abschnitts 26 der Führungsschiene 2' ab, während die Tragrolle 23 an dem horizontalen Abschnitt 29 auf der Seite 30 abrollt. Zu beachten ist, dass der die erste Rollenachse 8 der ersten Führungsrolle 4 umfassende, nur angedeutet dargestellte Exzenterbolzen 7 im Wesentlichen außerhalb der Führungsschiene 2' angeordnet ist, so dass es einfach möglich ist, durch den Exzenterbolzen 7, der frei zugänglich ist, die erste Führungsrolle 4 und die mit dieser über den Steg 6 gekoppelte zweite Führungsrolle 5 gegen den vertikalen Abschnitt 26 vorzuspannen bzw. die Spannung gegebenenfalls nachzustellen.

6 zeigt als zweites Ausführungsbeispiel ein Führungssystem 101 für eine nur andeutungsweise dargestellte Schiebetür 117, wobei das Führungssystem 101 einen Rollwagen 103 umfasst. An dem Rollenwagen 103 sind zwei Rollenpaare von Führungsrollen drehbar befestigt, wobei eine erste Führungsrolle 104a über einen ersten Steg 106a mit einer zweiten Führungsrolle 105a zu dem ersten Rollenpaar zusammengefaßt ist, während eine dritte Führungsrolle 104b mittels eines zweiten Stegs 106b mit einer vierten Führungsrolle 105b zusammengefaßt ist. Der ersten Steg 106a ist um eine erste Stegachse 116a, der zweite Steg 106b um eine zweite Stegachse 116b an einem Korpus 131 des Rollenwagens 103 drehbar befestigt. Die Stegachse 116a des ersten Rollenpaares ist im Wesentlichen mittig zwischen der ersten Führungsrolle 104a und der zweiten Führungsrolle 104b angeordnet, während die zweite Stegachse 116b ebenfalls im Wesentlichen mittig zwischen der dritten Führungsrolle 104b und der vierten Führungsrolle 105b angeordnet ist. Das Korpus 131 des Rollenwagens 103 ist um eine Rollenwagenachse 132 über einen Ausleger 133 an der Schiebetür 117 schwenkbar befestigt.

Im Gegensatz zu dem ersten Ausführungsbeispiel (1 bis 5), wo die Stegachse 16 mit der Rollenwagenachse zusammenfällt, sind bei dem zweiten Ausführungsbeispiel, wie in 6 erkennbar, die erste Stegachse 116a bzw. die zweite Stegachse 116b von der Rollenwagenachse 132 räumlich getrennt. Ebenfalls im Gegensatz zu dem ersten Ausführungsbeispiel ist die erste (zweite) Stegachse 116a (116b) zwischen den beiden zugeordneten Führungsrollen 104a, 105a (104b, 105b) angeordnet.

7 zeigt den Rollenwagen 103, wobei zur besseren Erkennbarkeit das Korpus 131 nicht dargestellt ist. Jede der Führungsrollen 104a, 104b bzw. 105a, 105b liegt an der Führungsschiene 102 an. Dazu ist jeweils einer von der ersten Führungsrolle 104a und der zweiten Führungsrolle 105a des ersten Rollenpaars ein Exzenterbolzen, der zwar nicht dargestellt ist, aber wie in 1 angedeutet ausgebildet ist, zugeordnet, so dass beide, die erste Führungsrolle 104a und die zweite Führungsrolle 105a, mittels des Exzenterbolzens gegen die Führungsschiene 102 einstellbar sind. Entsprechend ist mindestens einem von der dritten Führungsrolle 104b und der vierten Führungsrolle 105b des zweiten Rollenpaars ein ebenfalls nicht dargestellter Exzenterbolzen, wie in Zusammenhang mit 1 erläutert, zugeordnet, so dass die dritte Führungsrolle 104b und die vierte Führungsrolle 105b gegen die Führungsschiene 102 einstellbar sind. In 7 befindet sich der Rollenwagen 103 in einem geraden Abschnitt 118 der Führungsschiene 102, wobei die Führungsschiene 102 einen gebogenen Abschnitt 119 umfasst sowie an einem Ende einen weiteren geraden Abschnitt 120.

8 zeigt den Rollenwagen 103, wobei die dritte Führungsrolle 104b und die vierte Führungsrolle 105b des zweiten Rollenpaars in den geraden Abschnitt 120 eingelaufen sind, während die erste Führungsrolle 104a und die zweite Führungsrolle 105a des ersten Rollenpaares sich in dem gebogenen Abschnitt 119 der Führungsschiene 102 befinden. Es ist erkennbar, dass im Vergleich zu der Darstellung von 7 das zweite Rollenpaar mit der dritten Führungsrolle 104b und der vierten Führungsrolle 105b und dem Steg 116b um die Stegachse 106, während die erste Führungsrolle 104a und die zweite Führungsrolle 105a mit dem Steg 106a um die zweite Stegachse 116a geschwenkt sind, wobei aufgrund der räumlichen Trennung der Stegachsen 116a und 116b beider Rollenpaare um einen jeweils verschiedenen Winkel und damit unabhängig voneinander geschwenkt sind.

9 zeigt das erste Rollenpaar mit der ersten Führungsrolle 104a und der zweiten Führungsrolle 105a, wobei die erste Führungsrolle 104a um eine erste Rollenachse 108 drehbar an dem ersten Steg 106a und die zweite Führungsrolle 105a um eine zweite Rollenachse 115a drehbar an dem Steg 106a befestigt sind. Der Steg 106a ist um eine erste Stegachse 116a an dem Korpus 131 des Rollenwagens 103 um eine Rollenwagenachse 132 an dem Ausleger 133 der Schiebetür 117 schwenkbar befestigt. Zu beachten ist hierbei, dass die Rollenwagenachse 132 bezüglich der ersten Stegachse 116a seitlich und in Verschieberichtung (senkrecht zu der Papierebene von 9) versetzt angeordnet ist. Es ist erkennbar, dass die erste Führungsrolle 104a und die zweite Führungsrolle 105a im Wesentlichen in einer horizontalen Ebene angeordnet sind, sowie weiter, dass die Führungsschiene 102 als Profilteil ausgebildet ist, wobei das Profilteil an einer der ersten Führungsrolle 104a zugekehrten ersten Seite 111 eine erste Einkerbung 121 aufweist, in der die erste Führungsrolle 104a mit einem in der Querschnittsdarstellung erkennbaren kreisbogenförmigen Abschnitt geführt wird, während eine zweite, der zweiten Führungsrolle 105a zugekehrten Seite 113 der Führungsschiene 102 eine weiter, V-förmige Einkerbung 122 aufweist, in der die zweite Führungsrolle 105a geführt wird. Der ersten Führungsrolle 104a ist ein erster Exzenterbolzen 107a zugeordnet, mittels dessen die erste Führungsrolle 104a an dem ersten Steg 106a drehbar befestigt ist und mittels dessen die erste Führungsrolle 104a gegen die erste Seite 111 der Führungsschiene 102 verspannbar ist. Die zweite Führungsrolle 105a ist mittels eines einfachen Bolzens 112a an dem ersten Steg 106a drehbar befestigt, wird aber durch Einstellen des ersten Exzenterbolzens 107a und der durch den ersten Steg 106a vermittelten starren Kopplung bei der Einstellung der ersten Führungsrolle 104a gleichfalls gegen die Führungsschiene 102 verspannt. Zu beachten ist, dass die erste Führungsrolle 104a von der Schiebetür 117a beabstandet und im Wesentlichen frei zugänglich ist, so dass es insbesondere leicht möglich ist, durch Betätigung des Exzenterbolzens 107a das erste Rollenpaar 104a, 105a gegen die Führungsschiene 102 zu beaufschlagen und einzustellen. Es versteht sich, dass diese Ausführungen sinngemäß auch für das zweite Rollenpaar mit der dritten Führungsrolle 104b und der vierten Führungsrolle 105b gelten, wobei zu beachten ist, dass mindestens einer der Führungsrollen 104b, 105b mittels eines nicht dargestellten zweiten Exzenterbolzens einstellbar ist.

Die in 10 dargestellte Abwandlung des in 6 bis 9 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiels umfasst zusätzlich zu der ersten Führungsrollen 104a, dem ersten Steg 106a und der zweiten Führungsrolle 105a eine Tragrolle 123, die an einem Vorsprung 125 des Auslegers 133 der Schiebetür 117 um eine horizontale Achse 124 drehbar befestigt ist. Der Steg 106a ist an dem Ausleger 133 um eine erste Stegachse 116a drehbar befestigt. Die Führungsschiene 102' weist ein im Wesentlichen C-förmiges Profil auf, wobei ein vertikaler Abschnitt 126, ein horizontaler Abschnitt 127, ein vertikaler Abschnitt 128 und ein horizontaler Abschnitt 129 vorgesehen sind. An einer ersten Seite 111' läuft dabei die erste Führungsrolle 104a ab, während an einer von der ersten Seite 111' abgewandten Seite 113' die zweite Führungsrolle 105a abrollt. Die Tragrolle 124 rollt dabei an einer Seite 130 des horizontalen Abschnitts 129 ab.

Die Funktionsweise der Erfindung ist folgende:

Ausgehend von 1 wird bei der anfänglichen Einstellung des Rollenwagens 3 durch Drehen des Exzenterbolzens 7 die erste Führungsrolle 4 gegen die erste Seite 11 der Führungsschiene 2 verspannt. Aufgrund der starren Kopplung der ersten Führungsrolle 4 und der zweiten Führungsrolle 5 mittels des starren Steges 6 wird dabei auch die zweite Führungsrolle 5 gegen die zweite Seite 13 der Führungsschiene 2 gedrückt. Beide Führungsrollen 4, 5 drücken damit entlang der gedachten Verbindungslinie 14 gegen verschiedene Seiten 11, 13 der Führungsschiene. Dies gilt für den in 1 dargestellten geraden Abschnitt 18 der Führungsschiene 2, aber auch für den gekrümmten Abschnitt 19 der Führungsschiene 2, wobei in den gekrümmten Abschnitten 19 eine Wirkungslinie, entlang derer die Führungsrollen 4, 5 gegen die Führungsschiene 2 drücken und die im wesentlichen der gedachten Verbindungslinie 14 entspricht, jeweils entlang des aktuellen Krümmungsradius der Führungsschiene 2 ausgerichtet ist.

Aufgrund der drehbaren Anlenkung des Rollenwagens 3 um die Rollenwagenachse 16 an der Schiebetür 17 läuft der Rollenwagen 3 in den gekrümmten Abschnitt 19 der Führungsschiene 2 ein, während die Schiebetür 17 im wesentlichen parallel zu dem geraden Abschnitt 18 der Führungsschiene 2 ausgerichtet bleibt (2 bzw. 3), allerdings wird die Schiebetür 17 entlang des gekrümmten Abschnitts 19 versetzt, um beispielsweise in eine Schließstellung (3) einlaufen zu können.

Entsprechend verhält es sich für die Schiebetür 117 des zweiten Ausführungsbeispiels mit dem Rollenwagen 103, der zwei Paare von Führungsrollen 104a, 105a bzw. 104b, 105b aufweist, die jeweils auf einem eigenen Steg 106a bzw. 106b angeordnet sind. Wie in 8 erkennbar, schwenken die Stege 106a bzw. 106b in dem gekrümmten Abschnitt 119 der Führungsschiene 102 auch relativ zu einander um die jeweilige Stegachse 116a bzw. 116b. Die Stege 106a und 106b sind beide an dem Korpus 131 des Rollenwagens 103 angeordnet, so daß der Rollenwagen 103 insgesamt um die Rollenwagenachse 132 schwenken kann und dem gekrümmten Abschnitt 119 der Führungsschiene 102 entlang der Krümmung der Führungsschiene 102, während die Schiebetür 117 im wesentlichen parallel zu dem geraden Abschnitt 118 der Führungsschiene 102 ausgerichtet bleibt und entlang des gekrümmten Abschnitts 119 in eine Schließstellung geführt wird (8).

In dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel waren der Rollenwagen 3 bzw. 103 jeweils an einem Ende der Schiebetür 17, 117 angeordnet. Es versteht sich, daß die Schiebetür mehrere Rollenwagen aufweisen kann, die an jedem Ende vorgesehen sein können.

Vorstehend war die Führungsrolle 4, 5, 104a, 105a, 104b, 105b jeweils ein scheibenförmiges Teil nach Art eines Rades. Es versteht sich aber, daß eine Kugel, geeignet in beispielsweise einem Käfig geführt, ebenso als Führungsrolle im Rahmen dieser Erfindung angesehen werden kann.

Es ist ebenso möglich, beiden Führungsrollen eines Steges jeweils einen Exzenterbolzen zur Einstellung zuzuordnen, dabei vergrößert sich der einstellbare Abstand der Führungsrollen zu der Führungsschiene deutlich.

Es ist auch möglich, einem oder jedem der beiden Stege 106a, 106b des zweiten Ausführungsbeispiels eine Tragrolle zuzuordnen. Ist jedem der Stege 106a, 106b eine Tragrolle zugeordnet, so daß der Rollenwagen zwei Tragrollen umfaßt, laufen die Tragrollen möglichst an verschiedenen Seiten der Führungsrolle ab.

Es versteht sich ferner, daß anstelle der in 10 dargestellten Führungsschiene mit C-förmigen Profil auch eine solche mit U-förmigen Profil vorgesehen sein kann, wobei an den beiden Schenkeln des U die beiden Führungsrollen abrollen.


Anspruch[de]
  1. Führungssystem für eine Schiebetür (17; 117), umfassend

    eine Führungsschiene (2; 2'; 102; 102'), und

    einen mittels der Führungsschiene (2; 2'; 102; 102') geführten Rollenwagen (3; 103) mit einer ersten Führungsrolle (4; 104a, 104b) und einer zweiten, mit der ersten Führungsrolle (4; 104a, 104b) durch einen starren Steg (6, 106a, 106b) verbundene Führungsrolle (5; 105a, 105b), und

    wobei die erste Führungsrolle (4; 104a, 104b) und die zweite Führungsrolle (5; 105a, 105b) an dem Steg (6, 106a, 106b) drehbar gelagert sind, und

    wobei der Rollenwagen (3; 103) an der Schiebetür (17; 117) um eine Rollenwagenachse (16; 132) schwenkbar angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerung der ersten Führungsrolle (4; 104a, 104b) an dem Steg (6, 106a, 106b) einen Exzenterbolzen (7; 107) umfaßt, und daß mittels des Exzenterbolzens (7; 107) die erste Führungsrolle (4; 104a, 104b) gegen die Führungsschiene (2; 2'; 102; 102') anliegend einstellbar ist.
  2. Führungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, die erste Führungsrolle (4; 104a) um eine erste Rollenachse (8; 108a) drehbar ist, daß die zweite Führungsrolle (5; 105a) um eine zweite Rollenachse (15; 115a) drehbar ist, und daß der Steg (6) um eine Stegachse (16) schwenkbar ist, wobei die Stegachse (16) in einer Verlängerung der Verbindung der ersten Rollenachse (8) und der zweiten Rollenachse (15) angeordnet ist.
  3. Führungssystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rollenwagen (103) einen um eine zweite Stegachse (116b) an dem Rollenwagen (103) schwenkbar angelenkten zweiten Steg (106b) umfaßt, daß an dem zweiten Steg (106b) eine um eine dritte Rollenachse (108b) schwenkbare dritte Führungsrolle (104b) und eine um eine vierte Rollenachse (115b) schwenkbare vierte Führungsrolle (105b) angeordnet ist.
  4. Führungssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Stegachse (116a) zwischen der ersten Rollenachse (108a) und der zweiten Rollenachse (115a) und die zweite Stegachse (116b) zwischen der dritten Rollenachse (108b) und der vierten Rollenachse (115b) angeordnet ist.
  5. Führungssystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rollenwagenachse (132) jeweils beabstandet zu der Verlängerung der ersten Rollenachse (108a) und der zweiten Rollenachse (115a) und der Verlängerung der dritten Rollenachse (108b) und der vierten Rollenachse (115b) angeordnet ist.
  6. Führungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Rollenwagen (3; 103) eine Tragrolle (23; 123) umfaßt.
  7. Führungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (2; 2'; 102; 102') ein Profilteil umfaßt, daß die erste Führungsrolle (4; 104a, 104b) an einer ersten Seite (11; 111) des Profilteil abrollt, und daß die zweite Führungsrolle (5; 105a, 105b) an einer zweiten Seite (13; 113) des Profilteils abrollt, wobei die zweite Seite (13; 113) von der ersten Seite (11; 111) wegweist.
  8. Führungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (2; 2'; 102; 102') einen gebogenen Abschnitt (19; 119) aufweist.
  9. Führungssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der gebogene Abschnitt (19; 119) an einem Ende der Führungsschiene (2; 2'; 102; 102') ausgebildet ist.
  10. Führungssystem nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß entlang des gebogenen Abschnitts (19; 119) der Führungsschiene (2; 2'; 102; 102') der Krümmungsradius variiert.
Es folgen 5 Blatt Zeichnungen






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