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Dokumentenidentifikation DE202005004401U1 30.06.2005
Titel Element für Parkettfußböden
Anmelder Flasche, Thomas, 01307 Dresden, DE
DE-Aktenzeichen 202005004401
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 30.06.2005
Registration date 25.05.2005
Application date from patent application 15.03.2005
IPC-Hauptklasse E04F 15/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Element zur Herstellung von Parkettböden. Herkömmliche Parkettböden sind in der Regel aus Holz bzw. Holzwerkstoffen geschaffen. Durch die Entwicklung neuer Techniken und Werkstoffe entstehen völlig neue Möglichkeiten zur Kombination und Gestaltung von Fußböden. Probleme bei der Kombination dieser Werkstoffe breiten ihre unterschiedlichen Eigenschaften, insbesondere der Härtegrad der einzelnen Materialien. Dieser macht eine Aufarbeitung im Verband meist unmöglich. Somit konnten bisher nur Materialien im Verbund verlegt werden, welche annähernd die gleiche Härte aufweisen.

Da ein Parkettboden sehr langlebig ist, muss er dementsprechend zeitlos gestaltet sein. Farbliche Einfügungen im Boden sind eher eine Seltenheit, da sich mit der Änderung der Einrichtung im Raum auch meist die Farben im Raum ändern.

Aus der DE 19735088A1 ist bekannt, auf zu installierende Oberflächen, wie Betonstein oder Naturstein Muster einzubringen.

Die o.g. Erfindung sieht für Konturen, die ein gewünschtes Muster ergeben sollen, eine Verformung in der Weise vor, dass in die Platten eine Außenkontur gefräst wird, welche mit mindestens einem Muster gestalteten Material ausgefüllt wird. Die Schaffung einer Einfügung, beispielsweise im Betonwerkstein, erfolgt in nachstehenden Stufen:

  • – Herausfräsen der Außenkonturen bis auf eine definierte Tiefe
  • – Ausfüllen der Kontur mit einem anderen Werkstoff

Diese Erfindung hat den Nachteil, dass die Form der Konturen von der Form des Fräsers für die Herstellung der Außenkonturen abhängig ist. Es können keine scharfen Ecken oder Spitzen gefräst werden, da der Fräser stets einen Werkzeugradius besitzt. Somit sind nur runde oder geschwungene Konturen möglich.

Aufgabe der Erfindung ist es, Parkettelemente zu entwickeln, welche mit beliebig vielen unterschiedlichsten Mustern, gleichen oder verschiedenen Werkstoffelementen, kostengünstig herstellbar und verlegbar sind, wobei jedes Werkstoffelement werkstofftypisch oberflächenbehandelt ist. Des weiteren soll die Erfindung eine Lösung bieten, die Einlegeteile (1) im Sinne einer Neudekoration des Raumes auszutauschen und nur die Basiselemente zu erhalten bzw. aufzuarbeiten. Eine oder mehrere Platten werden mit verschiedenen oder gleichen in Form und Größe definierten Werkstoffen belegt, welche die Nutzschicht des Musters darstellen. Das Entstehen von Trocknungsfugen bei der Verwendung von Holz oder Holzwerkstoffen als Deckschicht soll durch eine leichte Untertrocknung der Musterteile beim Zusammenbau gewährleistet werden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale der Nebenansprüche gelöst.

Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gestellt. Die Erfindung weist des besonderen Vorteil auf, dass mit ihr die verschiedensten Muster für Flächen vorgefertigt werden können. Im Falle einer späteren Aufarbeitung der Nutzschicht können bestimmte Elemente dem Verband aufgrund einer lösbaren Klebeverbindung entnommen werden.

Die vorgefertigten Platten können mittels verschiedenster Verlegetechniken, beispielsweise Verlegung im Sandbett, im Kleberbett, schwimmend oder auf Stelzenlager verlegt werden. Durch die Vorfertigung wird die Verlegung vor Ort sehr vereinfacht.

Des weiteres kann auf den mit Elementen belegten Platten, die zusammengesetzt das gewünschte Muster bilden, die jeweilige Musterstruktur in der geforderten Farb- und Formgebung mit der geforderten Oberflächenstruktur hergestellt werden.

Vorteilhaft ausgebildet wird die Erfindung durch die Unteransprüche 3 bis 14.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in einer Zeichnung in vereinfachter Weise dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Dabei zeigt 1 einen Schnitt A–A durch ein Element sowie eine Einzelheit B und

2 eine schematische Darstellung eines Elementes mit Herausgelöstem, auswechselbarem Musterteil.

Auf eine Trägerplatte, beispielsweise aus BFU, werden Elemente aus gleichen oder unterschiedlichen Materialien aufgebracht. Die Form und Größe dieser Elemente können beliebiger Art sein, beispielsweise kreisrund. So wird auf einer Trägerplatte von 550×550mm eine Glasplatte mittig orientiert, die von mehreren Formelementen umgeben ist. Die Elemente werden auf die Trägerplatte aufgeklebt oder zwischen geklebten Teilen verspannt. Ein Formschluss kann durch die Gestaltung der Teile erreicht werden.

Als Material dafür können alle möglichen Werkstoffe verwendet werden, beispielsweise ebenfalls BFU, Holz oder HWS, Naturstein, Marmor, Granit, Kunststein oder auch Kunststoff und Metall.

Im o.g. Beispiel können die Platten entweder auf Spitze oder parallel verlegt werden. Bei der Gestaltung unregelmäßige Muster werden die Platten jeweils um 90° gedreht, wobei verschiedenste Parkettmuster realisiert werden können. Durch den Einsatz von Glas ist es beispielsweise möglich, optische 3-D Effekte im Parkett entstehen zu lassen. Die Verwendung von eingebauten Licht- Emmitoren in der Tafel verstärkt diesen Effekt.

Des weiteren besteht die Möglichkeit, Elemente des Musters für die Aufarbeitung aus dem Verband zu entfernen, um das Aufarbeiten der Platten mit konventionellen Schleifmitteln zu gewährleisten. Die entfernten Elemente werden nach der Aufarbeitung wieder passgenau eingefügt.

Durch die Tafelverlegung besteht die Möglichkeit einer Sandbettverlegung. Es ist aber auch möglich, andere Verlegtechniken anzuwenden, beispielsweise Verlegungen im Kleberbett, schwimmend oder mittels Stelzenlager. Dabei sind verschiedene Verbindungen wie Klick-System oder Nut-Feder-Verband zwischen den Platten möglich.

Die Verwendung als Fassadenverkleidung wird möglich, da die vorgefertigten Platten aufgrund ihrer Größe eine Fassadenverankerung zulassen.

Durch die getrennte Herstellung der Nutzschichtelemente können alle Einzelteile getrennt oberflächenbehandelt werden, beispielsweise durch Sandstrahlen, Polieren oder Flammen, was im zusammengefügten Zustand meist nicht möglich ist.

Bei plattenübergreifenden Mustern ist es möglich, die Elemente durch entsprechende Software einzeln mittels CNC-Fertigung herzustellen.

Auf diese Weise ist es möglich, unterschiedlichste Muster, bestehend aus unterschiedlichen Werkstoffen herzustellen, wobei jeder Stoff einer anderen Oberflächenbehandlung unterzogen werden kann. Es ist aber auch möglich, Flächenmuster aus gleichen oder teilweise aus gleichen, unterschiedlich gefärbten oder strukturierten Werkstoffen herzustellen.

1Elemente die zur Aufarbeitung herausgenommen werden können 2Trägerplatte 3fest verklebte Elemente

Anspruch[de]
  1. Element für Parkettfußböden mit einer Mustergestaltenden Nutzschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Teile der Nutzschicht zum Zweck des Austauschens oder der Aufarbeitung der Elemente entnommen werden können.
  2. Flächenmuster, das aus Platten zusammengesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass in die Trägerplatte mit Elementen mindestens eines mustergestaltenden Materials in der Form des gewünschten Musters beklebt oder teils belegt wird.
  3. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte mit Elementen mindestens eines mustergestaltende Materials in der Form des gewünschten Musters beklebt oder teils belegt wird.
  4. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material eingelegt wird.
  5. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material eingeklebt wird.
  6. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Kunststoff ist.
  7. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Naturstoff ist.
  8. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Mosaiksteine sind.
  9. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Intarsien sind.
  10. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Einlegeteile sind.
  11. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Material durch lichtemmitierende Quellen ergänzt wird.
  12. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenbehandlung der Einzelteile erfolgt, bevor die Elemente auf der Trägerplatte verlegt werden.
  13. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, das Elemente im Sinne der Aufarbeitung dem Muster entnommen werden können.
  14. Flächenmuster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Muster plattenübergreifend sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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