PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69133396T2 30.06.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000724241
Titel Warenauszahlsystem
Anmelder Kipp, Ludwig, Palm Beach, Fla., US
Erfinder Kipp, Ludwig, Palm Beach, Fla., US
Vertreter Uexküll & Stolberg, 22607 Hamburg
DE-Aktenzeichen 69133396
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.10.1991
EP-Aktenzeichen 961046422
EP-Offenlegungsdatum 31.07.1996
EP date of grant 16.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.06.2005
IPC-Hauptklasse G07G 1/00
IPC-Nebenklasse G07G 3/00   A47F 9/04   G08B 13/24   G07F 7/02   G06K 7/10   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Kassiersysteme, und insbesondere das Kassieren ohne Bedienungsperson für zufällig angeordnete Artikel in einem Behälter in einem Kassierbereich eines Supermarkts oder dergleichen, ohne mit den Artikeln in dem Behälter direkt in Kontakt zu kommen.

Seit dem US-Patent Nr. 2,919,851 wurden eine Vielzahl von Kassiersystemen patentiert in der Absicht, die in Supermärkten, Warenhäusern und dergleichen verwendeten Kassiersysteme zu automatisieren und zu beschleunigen. In dem Umfang, in dem ein solches Kassiersystem automatisiert und auf die Unterstützung einer Bedienungsperson verzichtet werden kann, (außer in ungewöhnlichen Fällen, in denen die ohne Personalunterstützung arbeitende Prozedur aus irgendeinem Grund fehlschlägt), gibt es ein enormes Potential für reduzierte Arbeitskosten. In dem Ausmaß, in dem ein automatisiertes System schneller als ein manuelles System arbeiten kann, profitiert der Laden dadurch, dass weniger Kassierbahnen benötigt werden, und der Kunde profitiert von einem schnelleren Kassieren. Andere Vorteile entspringen ebenfalls einem automatisierten Kassiersystem, einschließlich größerer Genauigkeit, besserer Inventurkontrolle und dergleichen.

Das zuvor erwähnte US-Patent Nr. 2,919,851 offenbart zwei Ausführungsformen eines automatisierten Kassiersystems. In einer Ausführungsform muss ein jedem Artikel zugeordnetes Etikett in einen Kartenleser gebracht werden, um so die erforderliche Information, die auf dem Etikett enthalten ist, dem Kassiersystem mitzuteilen. Eine solche aufeinanderfolgende manuelle Handhabung der Artikel, die verkauft werden sollen, führt zu einem langsamen und arbeitsreichen Kassierprozess, egal ob er von dem Kunden oder durch einen Ladenangestellten duchgeführt wird. In einer zweiten Ausführungsform werden jedoch die Artikel, die die Etiketten aufweisen, einfach gemischt in einem Behälter platziert (wie etwa einem Einkaufswagen), und das System verwendet eine Metalldetektoreinheit, um die Anhänger lesen zu können. Wenn einige der Etiketten nicht in einer günstigen Position zum Lesen durch die Metalldetektoreinheit sind, muss der Behälter sooft wie notwendig neu positioniert werden, so dass alle Anhänger zu einem Zeitpunkt günstig zum Lesen positioniert sind. In dem Fall, dass das System irgendeine Widersprüchlichkeit bemerkt, z. B. weil vielleicht eines der Etiketten nicht gelesen worden ist, muss ein Ladenmitarbeiter aufgesucht werden, um festzustellen, welcher der verschiedenen Artikel in dem Behälter nicht richtig gelesen worden ist.

Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System zum Kassieren ohne Bedienungsassistenz von zufällig in einem Behälter angeordneten Artikeln in einem Kassierbereich zu schaffen.

Es ist eine andere Aufgabe, ein solches System zu schaffen, das arbeitet, ohne direkt in Kontakt mit den Artikeln in dem Behälter zu kommen.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein solches System zu schaffen, das die Artikel in dem Behälter unterscheidet, um festzustellen, für welche nicht richtig kassiert worden sind.

Es ist auch eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein solches System zu schaffen, das kostengünstig und leicht herzustellen, zu warten und zu betreiben ist.

Aspekte der Erfindung sind in den unabhängigen Ansprüchen 1 und 9 offenbart.

Es wurde nun gefunden, dass die obigen und die damit in Zusammenhang stehenden Aufgaben der vorliegenden Erfindung in einem ohne Bedienunhgsunterstützung arbeitenden System zum Kassieren von zufällig in einem Behälter angeordneten Artikeln in einem Kassierbereich, ohne mit den Artikeln in dem Behälter in Kontakt zu kommen, gelöst werden können. Jedem Artikel ist ein jeweiliges Sendermittel zugeordnet, um auf seine Aktivierung hin produktidentifizierende Daten zu senden und sich dann selbst abzuschalten. Zu dem Kassierbereich gehören Aktivierungsmittel, um alle Sendemittel in dem Behälter zu aktivieren. In dem Kassierbereich sind außerdem Empfängermittel vorhanden zum Empfangen der produktidentifizierenden Daten von jedem Artikel in dem Behälter und zum Identifizieren von Informationen in Bezug auf die Artikel in dem Behälter, wie etwa deren Gesamtpreis.

In einer bevorzugten Ausführungsform sendet, wenn ein bestimmtes Sendermittel auf Aktivierung hin nicht dazu in der Lage ist, produktidentifizierende Daten erfolgreich zu den Empfängermitteln zu senden, das betroffene Sendermittel ein Notfallsignal. Das System enthält zusätzlich Einrichtungen, die in dem Kassierbereich vorhanden sind, um jeden Artikel, der ein Notfallsignal sendet, zu detektieren, so dass jeder solcher Artikel identifiziert werden kann, um ihn mit Unterstützung einer Bedienung zu kassieren.

In einer anderen bevorzugten Ausführungsformm enthält das jeweilige Sendermittel Mittel zum Aussenden, auf Aktivierung hin, eines Startsignals auf einer Stufe und dann zugehöriger Einzelziffersignale auf unterschiedlicher Stufe als die produktidentifizierenden Daten. Die Empfängermittel umfassen Mittel zum Empfangen eines Startsignals und dann zugehöriger produktidentifizierender Daten, bevor ein anderes Startsignal empfangen wird. Vorzugsweise senden die Aussendemittel eindeutige senderidentifizierende Daten als Teil des Startsignals, und die Empfängermittel umfassen Mittel zum Senden, einer Empfangsbestätigung des Startsignals zu dem Sendermittel, das durch die eindeutigen senderidentifizierenden Daten identifiziert ist. Die Aussendemittel senden die zugeordneten produktidentifizierenden Daten nur nach Empfang der Empfangsbestätigung von dem Empfängermittel durch die Sendermittel.

Die obigen und diesbezügliche Merkmale, Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden besser durch Bezugnahme auf die folgende detaillierte Beschreibung der gegenwärtig bevorzugten, wenngleich rein illustrativen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung besser verständlich, wenn sie in Verbindung mit den zugehörigen Zeichnungen aufgenommen werden, in denen:

1 eine schematische Draufsicht von oben eines Kassiersystems gemäß der vorliegenden Erfindung ist,

2 eine perspektivische Ansicht eines Produkts in vergrößertem Maßstab, das einen Kennungssender enthält, und

3 eine Draufsicht von oben eines Teils des Kennungssenders in stark vergrößertem Maßstab zeigt.

Mit Bezugnahme auf die Zeichnungen und insbesondere auf 1 ist ein nicht durch eine Bedienungsperson unterstütztes Kassiersystem für zufällig in einem Behälter angeordnete Artikel im Kassierbereich illustriert, wie etwa im Kassierbereich eines Supermarkts, eines Warenhauses, eines Lebensmittelgeschäfts oder irgendeinem anderen Einzelhändler oder Großhändler, wobei das Kassieren ohne Kontaktaufnahme mit den Artikeln in dem Behälter erfolgt. Der Behälter 10, der dazu verwendet wird, um die gekauften Artikel 12 durch den Kassierbereich 14 zu bringen, kann ein herkömmlicher Wagen mit Rädern (wie dargestellt), ein Einkaufskorb oder irgend etwas anderes sein, was für diesen Zweck geeignet ist, d. h. er ist groß genug, um eine Vielzahl von Artikeln 12 zu tragen, aber klein genug, um den Kassierbereich 14 passieren zu können. Wo mehrere Kassierbereiche 14 vorhanden sind, ist vorzugsweise eine Abschirmung 15, die für Radiofrequenzsendungen undurchlässig ist, zwischen benachbarten Kassierbereichen angeordnet. Die Artikel 12 sind zufällig in dem Behälter 10 angeordnet, was daran liegen kann, dass ein Käufer die Artikel 12 zufällig in dem Behälter 10 verteilt, während er/sie durch die Supermarktgänge geht, ohne den Versuch zu machen, die Artikel zu ordnen oder in einer Folge innerhalb des Behälters 10 anzuordnen.

Mit Bezugnahme besonders auf 2 sind jedem Artikel 12 jeweils Sendermittel 20 zugeordnet, um auf Aktivierung hin produktidentifizierende Daten zu senden und sich dann wieder selbst zu deaktivieren. Der Sender 20 kann in Form eines Etiketts vorliegen, das dem Artikel zugeordnet ist und daran sicher befestigt ist, um eine unbeabsichtigte Trennung (oder sogar eine nicht autorisierte beabsichtigte Trennung) zu verhindern, oder in Form eines Schilds, das an den Artikel 12, beispielsweise durch einen druckempfindlichen Klebstoff, wie dargestellt angeklebt ist. Der Sender 20 umfasst eine Energiequelle 22, was entweder eine kleine flache Batterie mit begrenzter Lebensdauer (die die Bevorratungszeit jedes Artikels innerhalb des Supermarkts übersteigt) oder eine induktive Energieversorgung sein kann, die dazu angepasst ist, um durch eine externe Energieversorgung mit Energie versorgt zu werden, wobei die externe Energieversorgung in dem Kassierbereich 14 untergebracht ist. Da der maximale Abstand zwischen dem Behälter und dem Empfänger in dem Kassierbereich 14 relativ klein sein wird, ist ein Sendesignal mit relativ geringer Leistung ausreichend.

Nun mit besonderem Bezug auf 3 umfasst der Sender 20 weiter einen Signalauslöser 24, der bei Aktivierung durch geeignete Aktivierungsmittel, die in dem Kassiergebiet 14 angeordnet sind, den Sender dazu veranlasst, die produktidentifizierenden Daten zu senden. Die produktidentifizierenden Daten werden vorzugsweise durch eine Kette von einstelligen Signalen 26 dargestellt. Die produktidentifizierenden Daten können ein Universal Product Code (UPC), der üblicherweise zum Identifizieren eines Produkts in den Vereinigten Staaten verwendet wirt, die europäische Arktikelnummer (EAN), die typischerweise in Europa dem gleichen Zweck dient, oder dergleichen sein.

Abhängig von der besonderen Implementierung des Systems können andere wichtige Informationen in Bezug auf den Artikel gesendet werden, wie etwa der Preis, das Volumen oder Gewicht des Arktikels. Das Vorsehen eines Preises für den Artikel ist jedoch nicht empfehlenswert, da dies bei jeder Preisänderung die Anbringung eines neuen Senders an dem Artikel erfordern würde. Es ist viel einfacher, wenn ein Computer im Kassierbereich den richtigen Preis für einen gegebenen Artikel aus einer Tabelle von Artikelpreisen bestimmt, die in dem Computer-Speicher bereitgehalten wird und daher leichter änderbar ist, um Preisänderungen wiederzugeben. Das Gewicht des Artikels kann vorgesehen sein, so dass das Gesamtgewicht all der Artikel in dem Behälter durch den Computer im Kassierbereich aufsummiert und mit dem tatsächlichen Gewicht des Behälters, der die Artikel enthält, minus dem Taragewicht des leeren Behälters verglichen wird. Dies bietet eine einfache Methode, um sicherzustellen, dass alle Artikel in dem Behälter berücksichtigt worden sind und dass keiner undetektiert auf Grund eines gestörten, defekten oder abgeschalteten Senders das Kassiersystem passiert. Solche Sicherheitsmaßnahmen sind im Stand der Technik wohlbekannt und brauchen hier nicht in weiterem Detail diskutiert zu werden. Außerdem kann der Sender sogar Daten bezüglich des Volumens des Artikels liefern, um so das Kassiersystem in die Lage zu versetzen, automatisch eine Tüte, eine Schachtel oder dergleichen mit geeigneter Größe bereitzustellen, in die die gekauften Artikel von dem Käufer zum einfacheren Abtransport aus dem Laden eingepackt werden können.

Das erste oder Startdatum 26' der Daten, die als produktidentifizierende Daten 26 dienen, hat eine gegenüber den übrigen Daten 26 verschiedene Stufe, so dass die zu den Kassiersystemen 14 gehörigen Empfängermittel zwischen dem ersten oder Startsignal 26' und den übrigen Signalen 26 unterscheiden können. Die Unterscheidung der Stufe kann durch Verwendung einer bestimmten Frequenz, Amplitude oder dergleichen realisiert werden, wie Fachleuten auf dem Gebiet der Elektronik wohlbekannt ist. In 3 wird das Startdatum 26' schematisch durch Verwendung von drei Datenpunkten anstelle von nur einem repräsentiert, wie sie für die restlichen der produktidentifizierenden Daten 26 verwendet werden. Ferner wird anzuerkennen sein, dass es möglich ist, dass das erste oder Startsignal 26' keine andere nützliche Information überträgt, als dass die folgenden Signale 26 die produktidentifizierenden Daten repräsentieren. Es wird anzuerkennen sein, dass sobald der Signalauslöser 24 aktiviert ist, der die folgenden einstelligen Signale 26 entweder in seriellem oder parallelem Format übertragen werden können.

Sobald der Sender 20 erfolgreich alle produktidentifizierenden Daten 26 gesendet hat, liest er ein Annulierungssignal 30, das die Deaktivierung des Signalauslösers 24 veranlasst, so dass der Sender 20 inaktiviert ist, vorzugsweise dauerhaft. Sobald der Sender 20 dieses Artikels 12 sich selbst abschaltet, werden die verbleibenden Artikel 12 in dem Behälter 10 in einer Reihenfolge ausgelesen, die durch den Empfang des Startsignals 26' dafür durch den Empfänger in dem Kassierbereich 14 bestimmt ist.

Es wird anerkannt werden, dass das Annulierungssignal 30 nur dann ausgeführt wird, nachdem die produktidentifizierenden Daten 26 erfolgreich gelesen und gesendet sind. In dem Fall, dass der Sender 20 nicht in der Lage war, die produktidentifizierenden Daten 26 erfolgreich zu lesen und zu senden (beispielsweise wegen einer Beschädigung des Senders 20 oder der Daten 26 darauf), deaktiviert der Empfänger 20 auf das Lesen des Annulierungssignals 30 immer noch den Signalauslöser 24, aber aktiviert gleichzeitig (oder kurz zuvor) die Übersendung eines Notfallsignals 32. (Wenn erwünscht, kann der Sender 20 eine vorgegebene Anzahl von Versuchen unternehmen, die produktidentifizierenden Daten 26 zu senden, bevor er das Notfallsignal 32 aktiviert). Wenn das gesendete Notfallsignal 32 von dem Empfänger in dem Kassierbereich 20 empfangen wird, wird ein Ladenmitarbeiter alarmiert. Der Ladenmitarbeiter kann leicht feststellen, welcher der verschiedenen Artikel das Notfallsignal 32 aussendet (durch Benutzung eines Abstandsdetektors oder eines Signalstärkedetektors, der auf das Notfallsignal allein eingestellt ist) und kann den das Notfallsignal 32 aussendenden Artikel 12 aus dem Behälter 10 entnehmen und diesen manuell abarbeiten, indem die erforderlichen produktidentifizierenden Daten in den Computer im Kassierbereich 14 eingegeben werden, und dann die weitere Aussendung des Notfallsignals 32 am Sender 20 deaktiviert wird.

Es wird nun wieder auf 1 Bezug genommen, worin ein Kassierapparat, der allgemein mit 40 bezeichnet ist, Aktivierungsmittel 42, die in oder bei dem Kassierbereich 14 angeordnet sind, um alle Sender 20 zu aktivieren, die in dem Behälter 10 liegen oder auf andere Weise den Kassierbereich 14 passieren (sogar wenn sie an der Person des Einkäufers verborgen sind). Die Aktivierungsmittel 42 erreichen dies, indem sie den Signalauslöser 24 von jedem Sender 20 in ihrem Feld aktivieren. Der Kassierapparat 40 umfasst auch Mittel 44 zum Empfangen der gesendeten produktidentifizierenden Daten 26 (entweder in seriellem oder parallelem Format) von jedem Artikel 12 der in dem Behälter 10 ist oder auf andere Weise den Kassierbereich 14 passiert.

Die Empfängermittel 44 akzeptieren das Startsignal 26' als den Start der produktidentifizierenden Daten (egal ob das Startsignal 26' selbst produktidentifizierende Daten enthält oder nicht), und sobald sie ein Startsignal 26' von einem gegebenen Artikel 12 empfangen, empfangen sie nur noch die dazugehörigen produktidentifizierenden Daten 26. Fachleute auf dem Gebiet der Elektronik werden anerkennen, dass es eine Vielzahl von verschiedenen Algorithmen gibt, die verwendet werden können, um das sicherzustellen, obwohl eine Vielzahl von verschiedenen Sendern 20 auf verschiedenen Artikeln 12 gleichzeitig senden können, denn sobald ein bestimmtes Startsignal 26' von den Empfängermitteln 44 empfangen und erkannt wird, werden nur noch die dazu gehörigen produktidentifizierenden Daten 26 empfangen und erkannt.

Wenn auf Grund irgendeines Defekts in dem Kassierapparat 40 selbst die gesammelten produktidentifizierenden Daten 26 nicht empfangen und erkannt werden, wird der Kassierapparat 40 das Ladenpersonal in geeigneter Weise alarmieren, die dann die notwendigen Reparaturen durchführen können oder die Artikel 12 in dem Behälter 10 manuell kassieren können.

Der Kassierapparat 40 umfasst außerdem einen Decoder 46 und einen Computer 48 oder Mikroprozessor (z. B. eine zentrale Prozessiereinheit oder CPU), obwohl der Decoder 46 auch Teil des Computers 48 sein kann. Der Decoder 46 und der Computer 48 können angrenzend an den Kassierbereich 14 angeordnet sein (wie auch der Rest des Kassierapparates 40) oder auf Abstand dazu. Der Dekoder 46 konvertiert oder übersetzt die von den Empfängermitteln 44 empfangenen produktidentifizierenden Daten in ein gewünschtes Format (z. B. einen UPC oder EAN-Code), und der Computer 48 prozessiert dann diesen Code. In Fällen, in denen die produktidentifizierenden Daten Preisinformationen umfassen, ermittelt der Computer 48 die Gesamtkosten der verschiedenen Artikel. In Fällen, in denen der Preis nicht in den produktidentifizierenden Daten enthalten ist, sondern in einer Artikel-Preis-Tabelle, die in den Computer-Speicher gespeichert ist, enthalten ist, sucht der Computer 48 die richtigen Preisinformationen für die Artikel aus der Tabelle und summiert dann die Kosten der verschiedenen Artikel. Vorzugsweise umfasst der Computer 48 einen Drucker 50, der eine Quittung ausdruckt, in der alle gekauften Artikel einzeln aufgeführt sind (unter Verwendung eines von dem Verbraucher lesbaren Formats und/oder einer UPC- oder EAN-Nummer) und die Preise aufgeführt sind, wie auch der Gesamtpreis für alle Artikel, einschließlich jeglicher anzuwendenden Steuern und optional andere gewünschte Informationen wie etwa die Gesamtzahl von gekauften Artikeln.

Zusätzlich kann, wenn die produktidentifizierenden Daten 26 Gewicht, Volumen oder andere Informationen in Bezug auf die Artikel 12 umfassen, der Computer 48 diese Informationen in geeigneter Weise verwenden. Zum Beispiel kann immer, wenn Gewichtsinformation empfangen wird oder die Gewichtsinformation dem Computer anderweitig verfügbar ist, z. B. aus einer Artikel-Preis-Tabelle im Computerspeicher, der Computer auch das Gesamtgewicht der gekauften Artikel bestimmen und es mit dem Gesamtgewicht der Artikel in dem Behälter vergleichen, um festzustellen, ob das Kassiersystem jeden Artikel in dem Behälter erfasst hat. Wenn Volumeninformation empfangen wird, oder Volumeninformation dem Computer anderweitig verfügbar ist (z. B. aus der Artikel-Preis-Tabelle in den Computerspeicher), kann der Computer auch die Verwendung oder Erzeugung eines Einkaufsbeutels oder einer Schachtel mit geeigneter Größe veranlassen, in der der Käufer die Artikel bequem aus dem Laden herausbringen kann.

Der Computer 48 wird vorzugsweise auf das Vorhandensein eines gesendeten Notfallsignals 32 in geeigneter Weise deutlich machen – beispielsweise durch Drucken eines entsprechenden Symbols auf der Quittung oder in anderer Weise – um die Tatsache dem Ladenpersonal deutlich zu machen. Wenn erwünscht, kann der Computer automatisch verhindern, dass der Behälter 10 den Kassierbereich 14 verlässt, bis das Ladenpersonal diese Funktion außer Kraft setzt. Eine Sicherheitsschleuse kann unmittelbar hinter dem Ausgang aus dem Laden vorgesehen sein (oder alternativ am Ausgang jedes Kassierbereichs), um jeden Sender 20 zu detektieren, der immer noch entweder ein Auslösesignal 24 oder Notfallsignal 32 sendet.

Eine Vielzahl von unterschiedlichen Techniken kann angewendet werden, um die Zahlung der gekauften Artikel zu bewirken. Z. B. kann die Zahlung manuell von dem Kunden vorgenommen werden, der die gedruckte Quittung aus dem Drucker 50 entnimmt und sie einem Kassierer präsentiert. Alternativ kann unter Verwendung bekannter Techniken ein Zahlungskonto (entweder ein Ladenkonto oder eine Kreditkarte) belastet werden (entweder automatisch oder manuell) nach Maßgabe der von dem Computer 48 gelieferten Informationen, oder es können geeignete automatische Geräte verwendet werden, um Barzahlungen direkt von dem Kunden zu empfangen und sogar Wechselgeld ohne den Eingriff von Ladenpersonal auszugeben. Tatsächlich kann der Kassierbereich 14 auch Einrichtungen enthalten, die es dem Kunden ermöglichen, anzuzeigen und auszuwählen, welche aus einer Vielzahl von verschiedenen Zahlungsarten verwendet werden soll.

Es wird erwartet, dass die Kassiersysteme der vorliegenden Erfindung (von dem Eintritt des Einkaufswagens 10, der 50 Artikel enthält, in den Kassierbereich 40 bis zum Empfang einer gedruckten Quittung, aber vor Bezahlung der Artikel) etwa zehnmal schneller als gegenwärtig kommerziell eingesetzte Systeme sein wird.

Der Kunde kann die gekauften Artikel selbst in Tüten oder Schachteln packen, oder Ladenpersonal kann für diese Funktion vorgesehen sein. Im letzten Fall kann als eine zusätzliche Überprüfung gegen Fehler das Ladenpersonal die Anzahl von verpackten Artikeln zählen und diese Anzahl mit einer Anzahl von gekauften Artikeln (wie sie durch eine Anzahl auf der gedruckten Quittung angezeigt wird) vergleichen, wobei eine Abweichung zeigt, dass aus dem einen oder anderen Grund ein Artikel in dem Behälter von dem System nicht erfasst worden ist – z. B. wegen einer Fehlfunktion des Senders, einer erschöpften Energiequelle, oder weil bei einem Artikel der Sender entweder zufällig oder absichtlich vor Betreten des Kassierbereichs entfernt worden ist.

Wo dies ökonomisch durchführbar ist, kann Redundanz vorgesehen sein, so dass, wenn z. B. ein primärer Sender oder eine primäre Energiequelle ausfällt, ein Ersatz- oder zweiter Sender oder zweite Batterie automatisch die Funktion übernehmen kann.

Zur Anwendung des Systems der vorliegenden Erfindung bringt der Käufer seinen Einkaufswagen 10 mit den darin zufällig angeordneten Artikeln 12 einfach in den Kassierbereich 14. Der Aktivierer 42 aktiviert jeden Signalauslöser 24 auf jedem Sender 20. Jeder der Sender 20, der einen aktivierten Signalauslöser 24 hat, beginnt sofort mit der Aussendung seines Startsignals 26'. Die Empfängermittel 40 innerhalb des Kassierapparats 40 empfängt dann ein Startsignals 26' und sendet dann zu dem Sender 20, der durch die eindeutigen senderidentifizierenden Daten, die im Startsignal 26' enthalten sind, identifiziert ist, eine Bestätigung, dass das Startsignal 26' empfangen worden ist. Auf den Empfang einer solchen Bestätigung hin sendet der Sender 20 die zugehörigen produktidentifizierenden Daten 26, die von den Empfängermitteln 44 empfangen werden und durch einen Decoder 46 und Computer 48 bearbeitet werden, wobei der Computer optional eine Quittung auf dem Drucker 50 ausdruckt. Dann, nach erfolgreicher Sendung aller produktidentifizierenden Daten 26, liest der Sender 20 als nächstes das Annulierungssignal 30. Wenn die Sendung erfolgreich war, deaktiviert sich der Sender 20 sofort selbst, aber wenn die Sendung nicht erfolgreich war (z. B. weil der Sender nicht in der Lage war, die produktidentifizierenden Daten 26 zu lesen) aktiviert er zuerst das Notfallsignal 32, das von den Empfängermitteln 44 erkannt wird und zur Folge hat, dass Ladenpersonal benachrichtigt wird, dass Hilfe benötigt wird.

Zusammenfassend schafft die vorliegende Erfindung ein ohne Personalunterstützung arbeitendes Kassiersystem für zufällig angeordnete Artikel in einem Behälter in einem Kassierbereich, ein System, das ohne direkten Kontakt der Artikel in dem Behälter arbeitet und zwischen den Artikeln in dem Behälter unterscheidet, um festzustellen, für welche nicht richtig kassiert worden ist. Das System der vorliegenden Erfindung ist kostengünstig und leicht herzustellen, zu warten und zu betreiben.

Da nun bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung gezeigt und im Detail beschrieben worden sind, werden Fachleuten verschiedene Modifikationen und Verbesserungen daran offensichtlich sein. Demgemäß soll der Umfang der vorliegenden Erfindung in breitem Sinne ausgelegt werden und nur durch die angefügten Patentansprüche beschränkt sein, aber nicht durch die vorhergehende Beschreibung.


Anspruch[de]
  1. System zum Erfassen zufällig angeordneter Artikel (12) ohne Bewegung der Artikel, wobei das System aufweist:

    (A) jedem Artikel zugeordnete jeweilige Sendermittel (20), um auf ihre Aktivierung hin produktidentifizierende Daten (26) zu senden,

    (B) Aktivierungsmittel (42), die nicht jedem Artikel zugeordnet sind, um alle Sendermittel zu aktivieren,

    (C) Empfängermittel (44), die nicht jedem Artikel zugeordnet sind, zum Empfangen der produktidentifizierenden Daten von jedem Artikel und zum Identifizieren von Informationen betreffend die Artikel, und

    dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Sendermittel dazu ausgestaltet sind, sich selbst nach der Übersendung der produktidentifizierenden Daten zu deaktivieren.
  2. System nach Anspruch 1, wobei, wenn die jeweiligen Sendermittel auf Aktivierung hin nicht in der Lage sind, produktidentifizierende Daten zu den Empfängermitteln erfolgreich zu senden, dass jeweilige Sendermittel dazu ausgestaltet ist, ein Notfallsignal (32) zu senden.
  3. System nach Anspruch 2, das zusätzlich Erfassungsmittel (42), die nicht jedem Artikel zugeordnet sind, zum Erfassen jedes Artikel, der ein Notfallsignal sendet, so dass jeder solche Artikel identifiziert wird, aufweist.
  4. System nach Anspruch 2, wobei die jeweiligen Sendermittel Mittel aufweisen, um auf Aktivierung hin ein Startsignal auf einer Stufe (26') und dann zugehörige Einzelziffersignale auf einer verschiedenen Stufe (26) als die produktidentifizierenden Daten auszusenden.
  5. System nach Anspruch 4, wobei die Empfangsmittel Mittel zum Empfangen eines Startsignals und dann der dazu gehörigen produktidentifizierenden Daten vor dem Empfang eines anderen Startsignals aufweist.
  6. System nach Anspruch 4, wobei die Aussendemittel eindeutige senderidentifizierenden Daten als Teil des Startsignals aussenden, und wobei die Empfängermittel Mittel zum Senden einer Empfangsbestätigung für das Startsignal zu den Sendermitteln aufweisen, die durch die eindeutigen senderidentifizierenden Daten identifiziert sind.
  7. System nach Anspruch 6, wobei die Aussendemittel die zugehörigen produktidentifizierenden Daten nur nach Empfang der Bestätigung der Empfängermittel durch die Sendemittel aussenden.
  8. System nach Anspruch 1, wobei die Sendermittel dazu ausgestaltet sind, sich permanent selbst zu deaktivieren.
  9. Verfahren zum Erfassen zufällig angeordneter Artikel (12) ohne Bewegung der Artikel, wobei

    (A) Sendermittel (20), die jedem Artikel zugeordnet sind, aktiviert werden, um produktidentifizierende Daten bezüglich jedes Artikels zu senden,

    (B) über Empfangsmittel (44) die gesendeten produktidentifizierenden Daten von jedem Artikel danach empfangen werden und Informationen betreffend die Artikel identifiziert werden, und

    dadurch gekennzeichnet, dass die Sendermittel nach Senden der produktidentifizierenden Daten sich selbst deaktivieren.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei, wenn jeweilige Sendermittel auf Aktivierung hin nicht in der Lage sind, empfangbare produktidentifizierende Daten erfolgreich zu senden, die jeweiligen Sendermittel ein Notfallsignal (32) senden, so dass jeder solche Artikel identifiziert werden kann.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die jeweiligen Sendermittel Mittel zum Aussenden, auf Aktivierung hin, eines Startsignals (26') auf einer Stufe und dann zugehöriger Einzelziffersignale (26) auf unterschiedlicher Stufe als die produktidentifizierenden Daten aufweisen.
  12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Empfangsmittel Mittel zum Empfangen eines Startsignals und dann dazugehöriger produktidentifizierender Daten vor Empfang eines anderen Startsignals aufweisen.
  13. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Aussendemittel eindeutige senderidentifizierende Daten als Teil des Startsignals aussenden und die Empfängermittel Mittel zum Senden einer Empfangsbestätigung für das Startsignal zu dem Sendermittel aufweist, die durch die eindeutigen, senderidentifizierenden Daten identifiziert werden.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei die Aussendemittel die zugehörigen produktidentifizierenden Daten nur nach Empfang der Bestätigung von den Empfängermitteln durch den Sender aussendet.
  15. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Sendermittel sich permanent selbst deaktivieren.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com