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Dokumentenidentifikation DE19947702B4 07.07.2005
Titel Radiergummi
Anmelder EGT Erodier- und GalvanoTech GbR, Hommel & Müller, 09648 Mittweida, DE
Erfinder Hommel, Bernd, Prof. Dr.-Ing.habil., 09111 Chemnitz, DE;
Müller, Lutz, Dr.-Ing., 09569 Oederan, DE
Vertreter Rumrich, G., Dipl.-Ing. Pat.-Ing., Pat.-Anw., 09116 Chemnitz
DE-Anmeldedatum 04.10.1999
DE-Aktenzeichen 19947702
Offenlegungstag 23.05.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.07.2005
IPC-Hauptklasse B43L 19/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Radiergummi, bestehend aus einem Radiergummirand und einem von diesem umschlossenen integrierten Objekt.

Radiergummis dienen zum Entfernen von mittels Bleistift, Tinte, Kugelschreiber etc. Geschriebenem oder Gezeichnetem und sind seit langem in vielen Varianten bekannt. Dabei werden sowohl die unterschiedlichsten Materialien für Radiergummis verwendet als auch die Radiergummis mit den verschiedensten Gegenständen kombiniert. U.a. werden Radiergummis z.B. in Schreibgeräten, beispielsweise in Bleistiften, oder auch in Vielzweckmessern integriert.

Veränderungen am bekannten Stand der Technik dienten meist der Verbesserung der Handhabung der Radiergummis oder der Erhöhung der Radierleistung.

So werden z.B. in CH 361734 und DE 1841799 U Losungen offenbart, bei denen Magnete in die Radiergummis eingearbeitet sind.

Diese derart ausgestatteten Radiergummis können an Eisen- oder Stahlbestandteilen von Büromöbeln haften und dadurch nicht verlorengehen.

Um bei gleichbleibend guter Radierleistung einen hitzebeständigen, hochelastischen Radiergummi zu schaffen, wird oft bei seiner Herstellung die Zusammensetzung des Materials verändert (z.B. JP 1-204797 A).

Zur Erzielung einer hohen Stabilität ist weiterhin bekannt, den Radierer mit einem harten Kern zu versehen, an dem der weiche Radiergummi angebracht wird (DE 94 04 086 U1).

Diese bekannten Radiergummis haben den Nachteil, daß sie zum einen optisch nicht sehr attraktiv sind und zum anderen nur zum Radieren eingesetzt werden können.

Eine interessante Lösung, bei der auf die Oberfläche eines Radiergummis ein farbiges Bild aufgedruckt wird, offenbart dagegen die JP 10-278485 A.

Diese optisch sicher attraktive Variante der Ausführung eines Radiergummis weist aber den gleichen Nachteil wie die weiter oben angeführten Lösungen des Standes der Technik auf:

Sie können nur als Radiergummi benutzt werden, haben sonst kein weiteres Einsatzgebiet.

Es wurden auch Geräte entwickelt, die eine Kombination aus einem Radiergummi und einem Bleistiftspitzer vorsehen.

So ermöglicht das in DE 89 09 385 U1 dargestellte Kombinationsgerät aus Spitzer und Radiergummi den Einsatz sowohl zum Spitzen als auch zum Radieren. Dabei befindet sich der Spitzer in einem zusätzlichen Gehäuse und ist mit dem Radiergummi klemmbar oder klappbar verbunden. In einer Ausführungsform hat das den Spitzer aufnehmende Gehäuse die Form eines Rohrabschnittes mit drei radial abstehenden Armen, zwischen denen kreisscheibensegmentförmige Radiergummistücke herausnehmbar festgeklemmt sind. Um an die Spitzeröffnung zu gelangen, muss ein Radiergummistück entfernt werden. Daraus ist ein umständlicher Gebrauch des Kombinationsgerätes ersichtlich.

Die DE 19 04 929 U zeigt einen in eine Radiergummikappe integrierten Bleistiftspitzer. Der Spitzer wird hierbei von der umlaufenden Radiergummikappe umschlossen, die nur die Seite mit der Öffnung des Spitzers freigibt. Auf der Rückseite des Radiergummis befindet sich ein z.B. durch Stanzen oder Pressen aufgebrachtes Bild, das allerdings bei Benutzung des Radiergummis unkenntlich wird. Der Gebrauch dieses Kombinationsgerätes als Radiergummi und Bleistiftspitzer ist relativ einfach. Andere Einsatzmöglichkeiten gibt es aber nicht.

Es bestand die Aufgabe, einen Radiergummi so zu gestalten, dass er neben dem Radieren weitere Einsatzmöglichkeiten besitzt.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die Erfindung bezieht sich dabei auf einen Radiergummi, bestehend aus einem Radiergummirand und einem von diesem umschlossenen integrierten Objekt, wobei erfindungsgemäß das integrierte Objekt aus einem transparenten Werkstoff besteht und auf seiner Ober- und/oder Unterseite nach innen und/oder nach außen gerichtete Wölbungen besitzt und/oder mit Flüssigkeiten gefüllt ist und/oder optische Effekte in der Art von Interferenzmustern aufweist.

Das integrierte Objekt kann dabei Figuren, Zeichen und/oder Bilder wiedergeben. Es ist auch weiterhin möglich, daß sich in dem Objekt eine oder mehrere farblose oder gefärbte Flüssigkeiten mit oder ohne darin bewegbaren Figuren befinden.

In einer besonderen Ausführungsform ist das vorzugsweise aus transparentem Kunststoff gefertigte und integrierte Objekt als Lupe ausgebildet.

In einer weiteren Ausführungsform ist das eingesetzte Werkzeug zur Herstellung des integrierten Objektes mittels der LIGA-(Lithographie-Galvano) – Technik oder anderer geeigneter Techniken beschichtet worden, insbesondere zur Erzeugung von Interferenzmustern. Es ist auch möglich, in dem integrierten Objekt Hologramme zu erzeugen.

Der Radiergummirand und/oder das integrierte Objekt werden vorzugsweise aus farblosem oder farbigem Kunststoff gefertigt.

In einer besonderen Ausführungsform bestehen Radiergummirand und integriertes Objekt aus identischem Material, vorzugsweise aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE).

In einer anderen Ausführungsform bestehen der Radiergummirand und das integrierte Objekt aus zwei unterschiedlichen Kunststoffen, bevorzugt besteht das integrierte Objekt aus PMMA (Polymethylmethacrylat).

Radiergummirand und/oder das integrierte Objekt werden insbesondere durch Spritzgießen hergestellt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von sechs Ausführungsbeispielen und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1: Draufsicht auf eine besondere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radiergummis

2: Seitenansicht des Radiergummis von 1.

3: Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radiergummis

4: Seitenansicht des Radiergummis von 3.

5: Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radiergummis

6: Seitenansicht des Radiergummis von 5.

7: Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radiergummis

8: Seitenansicht des Radiergummis von 7.

9: Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radiergummis

10: Seitenansicht des Radiergummis von 9.

11: Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radiergummis

12: Seitenansicht des Radiergummis von 11.

In 1 wird eine Draufsicht auf eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Radiergummis gezeigt, bei dem sich das integrierte Objekt 2 im Zentrum des Radiergummis befindet. Das integrierte Objekt ist vom Radiergummirand 1 umgeben. In der Seitenansicht des Radiergummis von 1, die in 2 gezeigt ist, sieht man die nach außen gerichteten Wölbungen 3. Die Wölbungen befinden sich auf beiden Seiten des Radiergummis, d.h. auf der Oberseite 7 und Unterseite 8.

In 3 ist die Draufsicht und in 4 die Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform aufgezeigt, bei der die Form der nach außen gerichteten Wölbungen 5 des integrierten Objekts 2, die sich auf der Oberseite 7 und Unterseite 8 des Radiergummis befinden, jeweils konkav ist. Insbesondere soll hier ein Radiergummi mit einer im Zentrum befindlichen Lupe dargestellt werden. Die Lupe ist vom Radiergummirand 1 umgeben.

In 5 wird die Draufsicht und in 6 die Seitenansicht einer Ausführungsform mit einem integrierten Objekt 2 gezeigt, das nur eine Innenwölbung 4 besitzt. Die Innenwölbung befindet sich auf der Oberseite 7 des Radiergummis.

In 7 ist die Draufsicht eines achteckigen Radiergummis mit einem sich im Zentrum befindenden Objekt 2 dargestellt. Die zu dieser Ausführungsform gehörende Seitenansicht ist in 8 zu sehen. Diese Figur zeigt die nach innen gerichteten Wölbungen 4 auf der Oberseite 7 und Unterseite 8 des Radiergummis.

Die gleichen Wölbungen 4 eines integrierten Objekts 2 einer weiteren Ausführungsform werden in 10 dargestellt, die die Seitenansicht eines in 9 gezeigten dreieckigen Radiergummis wiedergibt.

11 zeigt die Draufsicht und 12 die Seitenansicht einer Ausführungsform, bei der der Radiergummirand 1 eine sich auf zwei Seiten zum Zentrum des Radiergummis hin verjüngende Gestalt hat. Das integrierte Objekt 2 bildet dabei innerhalb des Radiergummis zwei nach innen gerichtete Wölbungen 6, jeweils eine auf der Oberseite 7 und eine auf der Unterseite 8 des Radiergummis.

Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung wird eine elegante Möglichkeit zur Verfügung gestellt, Radiergummis mit anderen Gegenständen zu kombinieren, wobei die integrierten Objekte sowohl optisch ansprechend als auch funktionell sind.


Anspruch[de]
  1. Radiergummi, bestehend aus einem Radiergummirand (1) und einem von diesem umschlossenen integrierten Objekt (2), dadurch gekennzeichnet, dass das integrierte Objekt (2) aus einem transparenten Werkstoff besteht und

    – auf seiner Ober- und/oder Unterseite nach innen und/oder nach außen gerichtete Wölbungen besitzt

    und/oder

    – mit Flüssigkeiten gefüllt ist

    und/oder

    – optische Effekte in der Art von Interferenzmustern aufweist.
  2. Radiergummi nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das integrierte Objekt (2) Figuren und/oder Zeichen und/oder Bilder wiedergibt.
  3. Radiergummi nach Anspruch 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das integrierte Objekt (2) eine oder mehrere farblose oder gefärbte Flüssigkeiten enthält.
  4. Radiergummi nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das integrierte Objekt (2) bei nach außen gerichteten, konkaven Wölbungen (5) eine Lupe ist.
  5. Radiergummi nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass das integrierte Objekt (2) ein Hologramm ist.
  6. Radiergummi nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Radiergummirand (1) und/oder das integrierte Objekt (2) aus farblosem oder farbigem Kunststoff bestehen.
  7. Radiergummi nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Radiergummirand (1) und das integrierte Objekt (2) aus identischem Material bestehen.
  8. Radiergummi nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Radiergummirand (1) und/oder das integrierte Objekt (2) aus einem thermoplastischen Elastomer (TPE) bestehen.
  9. Radiergummi nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Radiergummirand (1) und das integrierte Objekt (2) aus zwei unterschiedlichen Kunststoffen bestehen.
  10. Radiergummi nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das integrierte Objekt (2) aus PMMA (Polymethylmethacrylat) besteht.
  11. Radiergummi nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Radiergummirand (1) und das integrierte Objekt (2) durch Spritzgießen hergestellt werden.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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