PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202004006446U1 07.07.2005
Titel Bohrplatte für einen Vollbohrer
Anmelder Pokolm, Franz-Josef, 33428 Harsewinkel, DE
Vertreter Patentanwälte Meldau - Strauß - Flötotto, 33330 Gütersloh
DE-Aktenzeichen 202004006446
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 07.07.2005
Registration date 02.06.2005
Application date from patent application 23.04.2004
IPC-Hauptklasse B23B 27/16
IPC-Nebenklasse B23B 51/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Bohrplatte für einen Vollbohrer umfassend zwei unter einem stumpfen Winkel verlaufende Schneiden, deren Schneidkanten in der Bohrachse bündig aufeinander zulaufen, wobei die Bohrplatte in einem schlitzartigen Sitz an der Stirnseite des Bohrers festgelegt ist.

Aus dem Stand der Technik sind Bohrplatten für Vollbohrer bekannt, die in einem schlitzartigen Sitz an der Stirnseite eines Bohrers festgelegt sind. Dabei ist die Bohrplatte derart ausgebildet, dass sie quer zur Bohrrichtung stabil gehalten wird, wobei sie mit einer Ausnehmung versehen ist, die wiederum mit einem Ansatz im schlitzartigen Sitz zusammenwirkt, um auf diese Weise eine Halterung der Bohrplatte an dem Bohrer zu erreichen. Die Bohrplatte als solches wird dabei mittels einer Schraube, die ebenfalls quer zur Bohrachse angesetzt werden kann, befestigt.

Als nachteilig bei dieser Art der Festlegung wird es angesehen, dass insbesondere die Bohrplatte zwar formschlüssig in dem schlitzartigen Sitz festgelegt werden kann, jedoch ein Spannsitz nicht möglich ist.

Hieraus ergibt sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, eine Bohrplatte eines Vollbohrers derart weiter zu bilden, die insbesondere die Möglichkeit bereit stellt, die Bohrplatte mittels eines Spannsitzes an dem Bohrer festzulegen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Bohrplatte einen U-förmigen Haltebereich aufweist, der mit einem U-förmigen Sitz an der Stirnseite des Bohrers korrespondiert. Aufgrund dieser Ausbildung wird erreicht, dass infolge der Formgebung der Bohrplatte einerseits und des Sitzes andererseits ein sogenannter Passsitz erreicht wird. Der U-förmige Haltebereich umfasst unter einem stumpfen Winkel verlaufende Schenkel, die sich gegen den U-förmigen Sitz an der Stirnseite des Bohrers pressen. Um den Passsitz zu erreichen, befindet sich in der Bohrachse im Haltebereich der Bohrplatte eine Öffnung zur Befestigung der Bohrplatte an dem Bohrer. Hierzu wird die Bohrplatte in dem ausgebildeten Passsitz mittels einer Schraube verspannt. Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind im Bereich der Schneiden Spanbrechernuten eingekerbt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der nachstehenden 1 bis 4 näher erläutert; dabei zeigen:

1: Eine Bohrplatte gemäß der Erfindung in Seitenansicht,

2: Eine geschnittene Darstellung der Bohrplatte gemäß der Schnittlinie II–II in 1;

3: Eine Draufsicht auf eine Bohrplatte; und

4: Eine perspektivische Darstellung der Bohrplatte.

Die 1 zeigt in der Seitenansicht eine Bohrplatte 1 für einen nicht näher dargestellten Vollbohrer. Die Bohrplatte 1 umfasst dabei zwei unter einem stumpfen Winkel verlaufende Schneiden 2 und 3, deren Schneidkanten 4 und 5 in der Bohrachse 6 bündig aufeinander zulaufen. Dies ist insbesondere in der 3 zu erkennen, wo die Schneidkanten 4 und 5 in der Bohrachse 6 sich treffen, so dass sich ein Schneidkegel bildet. Die Bohrplatte 1 als solches wird dabei in einem nicht näher dargestellten schlitzartigen Sitz an der Stirnseite eines Bohrers festgelegt.

Erfindungsgemäß zeichnet sich die Bohrplatte 1 dadurch aus, dass sie einen V-förmigen Haltebereich 7 aufweist, der mit einem V-förmigen Sitz an der Stirnseite des Bohrers korrespondiert. Der V-förmige Haltebereich 7 umfasst dabei unter einem stumpfen Winkel verlaufende Schenkel 8 und 9. Wie aus der 1 deutlich zu erkennen ist, ist in der Bohrachse 6 im Haltebereich 7 der Bohrplatte 1 eine Öffnung 10 zur verspannenden Festlegung in dem entsprechend ausgebildeten Passsitz mittels einer ebenfalls nicht näher dargestellten Schraube vorgesehen.

Es versteht sich nun von selbst, dass, wenn die Bohrplatte 1 in einem V-förmigen Sitz an der Stirnseite des Bohrers eingesetzt ist, durch die Verschraubung sich die Bohrplatte 1 in den nicht näher dargestellten V-förmigen Sitz der Stirnseite des Bohrers reinzieht, und auf diese Weise die Bohrplatte 1 einen Presssitz erfährt. Wie aus den 1, 3 und 4 noch zu erkennen ist, sind im Bereich der Schneiden 2 und 3 Spanbrechernuten 11 eingekerbt.


Anspruch[de]
  1. Bohrplatte für einen Vollbohrer umfassend zwei unter einem stumpfen Winkel verlaufende Schneiden, deren Schneidkanten in der Bohrachse bündig aufeinander zulaufen, wobei die Bohrplatte in einem schlitzartigen Sitz an der Stirnseite des Bohrers festgelegt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrplatte (1) einen V-förmigen Haltebereich (7) aufweist, der mit einem V-förmigen Sitz an der Stirnseite des Bohrers korrespondiert.
  2. Bohrplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der V-förmige Haltebereich (7) unter einem stumpfen Winkel verlaufende Schenkel (8) und (9) umfasst.
  3. Bohrplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Bohrachse (6) im Haltebereich (7) der Bohrplatte (1) eine Öffnung (10) zur verspannenden Festlegung in dem entsprechend ausgebildeten Passsitz mittels einer Schraube vorgesehen ist.
  4. Bohrplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Schneiden (2) und (3) Spanbrechernuten (11) eingekerbt sind.
Es folgt ein Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com