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Dokumentenidentifikation DE60103864T2 07.07.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0001266585
Titel Schuh mit Belüftungs- oder Transpirationsvorrichtung, und entsprechendes Herstellungsverfahren
Anmelder Diadora-Invicta S.p.A., Caerano di San Marco, IT
Erfinder Lico, Giandomenico, 31031 Caerano di S. Marco (Treviso), IT
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Bardehle, Pagenberg, Dost, Altenburg, Geissler, 81679 München
DE-Aktenzeichen 60103864
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.11.2001
EP-Aktenzeichen 011277118
EP-Offenlegungsdatum 18.12.2002
EP date of grant 16.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.07.2005
IPC-Hauptklasse A43B 7/06
IPC-Nebenklasse A43B 9/18   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Schuh der Art, wie er im Oberbegriff des beigefügten Anspruchs 1 beschrieben ist, sowie auf das entsprechende Herstellungsverfahren.

Gegenwärtig sind im Stand der Technik verschiedene Systeme bekannt, die dazu entworfen sind, Luftaustausch innerhalb eines Schuhs zu ermöglichen und/oder Fußbekleidung davon abzuhalten, von innen mit Schweiß gesättigt zu werden.

In den einfachsten Lösungen werden derartige Systeme erhalten, indem Belüftungsdurchlässe im Obermaterial des Schuhs vorgesehen sind. Die Durchlässe können in der Form von einfachen Löchern vorliegen, die wie benötigt im Obermaterial eingebracht sind, oder sonst Löcher sein, die Bestandteil des Aufbaus eines speziellen luftdurchlässigen Materials sind, aus dem das Obermaterial wenigstens teilweise hergestellt ist.

In anderen bekannten Lösungen ist stattdessen die Fußbekleidung mit einem geeigneten Schweißabsonderungs- oder Belüftungssystem versehen, welches einen integralen Bestandteil der Außensohle darstellt.

In einer ersten Art dieser Lösungen beabsichtigt das System die Verwendung einer speziellen Membran, die gewöhnlich aus Goretex (eingetragenes Warenzeichen) oder aus ähnlichem Material hergestellt ist, die zwischen einer Gummiaußensohle und einer Innensohle oder einer Einlage eingebracht ist, um den Schuh aufzubauen. Im Einzelnen weist die Sohle eine Reihe von Durchlasslöchern auf, unterhalb derer die Membran eingebracht ist, wobei sich letztere in einer Lage befindet, die einem Eindruck oder einem durchlöcherten Sitz entspricht, welcher in der oberen Oberfläche der Außensohle vorgegeben ist.

Die voranstehende Membran kann auf diese Art und Weise Feuchtigkeit innerhalb des Schuhs durch die Löcher der Einlagensohle absorbieren und dann nach außen durch die Löcher, die im Abdruck der Außensohle vorhanden sind, abgeben. Auf Grund der Wirkung und der Eigenschaften des Materials, was die Membran ausmacht, verhindert letztere ebenso den Eintritt von Wasser in das Innere des Schuhs durch die Löcher, welche die Außensohle aufweist.

Aus WO 99/26504 ist ein Schuh mit einem Schweißabsonderungssystem der obigen Bauart bekannt, welcher eine spezielle Membran enthält, der die Merkmale des Oberbegriffs von Anspruch 1 aufweist.

In einer zweiten Art von bekannten Lösungen, fasst das System eine Reihe von Kanälen ins Auge, die nach oben offen sind und die im Gummi vorgegeben sind, welcher die Außensohle des Schuhs bildet. Oberhalb der Außensohle ist eine perforierte Einlagensohle bereitgestellt, um den Schuh aufzubauen, und die Außensohle weist auf einer Seite ein Einwegventil auf, welches dazu bestimmt ist, die voranstehenden Kanäle in Verbindung mit der Außenumgebung zu bringen.

Die Luft, die innerhalb des Schuhs vorliegt, kann auf diesem Weg durch die Löcher in der Einlagensohle, die Kanäle, die in der Außensohle vorgegeben sind, erreichen und dann nach außen durch das vorstehende Ventil abgegeben werden. In diesem Fall wird die extrahierte Luft ebenso durch frische Luft, die vom Oberteil des Schuhs her eindringt, ersetzt.

Aus FR-A-2 519 521 ist ein Schuh mit einem Schweißabsonderungssystem der Bauart, welche ein Ventil enthält, ebenso bekannt, welcher eine zusammengesetzte Sohle aufweist, die eine Außensohle enthält, eine komprimierbare Mittelsohle und eine innere Abdecksohle. Ein Netzwerk von Luftzirkulations- und Belüftungskanälen ist in der Mittelsohle ausgebildet, welche eine Verbindung bildet zwischen dem Raum innerhalb des Schuhs und der Außenseite mittels eines Ventils, welches in einem Loch beheimatet ist, das in der Außensohle vorgegeben ist, wobei die letztere die Mittelsohle abdeckt und mit dem Obermaterial des Schuhs verklebt ist.

Um Schuhbekleidung herzustellen, welche mit dem vorstehenden Schweißabsonderungs- oder Belüftungssystem der Ventilbauart versehen ist, muss die Außensohle zuvor in Form eines separaten Bauteils hergestellt werden und dann mit dem Obermaterial des Schuhs verklebt oder vernäht werden, und kann daher nicht durch Spritzgießen auf das Obermaterial erhalten werden, gemäß einer bisher gebräuchlichen Technik auf dem Gebiet der Herstellung von Fußbekleidung.

Die obige Art des Aufbaus verkompliziert entscheidend den Herstellungsprozess zur Herstellung der Fußbekleidung, weil dieser Prozess notwendigerweise einen speziellen Arbeitsschritt zur Klebung oder Vernähung der vorgeformten Außensohle an das Obermaterial benötigt; folglich zieht dies auch höhere Kosten des Endprodukts nach sich.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, den oben erwähnten Nachteil zu überwinden.

Im obigen Gefüge ist das Ziel der vorliegenden Erfindung einen Schuh mit einem Belüftungs- oder Schweißabsonderungssystem vorzuschlagen, das innerhalb der Außensohle integriert ist, in welchem die Außensohle selbst direkt auf das Obermaterial aufgespritzt oder -gegossen werden kann.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen Schuh der obigen Bauart vorzuschlagen, der einfach und kostengünstig herzustellen ist.

Es ist noch ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Herstellungsverfahren vorzuschlagen, um einen Schuh der obigen Bauart auf einfache und kostengünstige Weise herzustellen.

Die obigen und noch weitere Ziele werden gemäß der vorliegenden Erfindung erreicht durch Fußbekleidungsartikel und ein Verfahren, welche die Eigenschaften aufweisen, die jeweils in den beigefügten Ansprüchen 1 bis 10 angegeben sind, von denen es beabsichtigt ist, dass sie einen integralen Bestandteil der vorliegenden Beschreibung bilden.

Weitere Ziele, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung im Einzelnen ersichtlich werden und aus den beigefügten Zeichnungen, welche lediglich als erklärende und nicht beschränkende Beispiele beigefügt sind und in welchen:

1 eine schematische Seitenansicht eines Schuhs zeigt, der gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt ist;

2 eine schematische Seitenansicht eines inneren Bauteils des Schuhs aus 1 zeigt;

3 eine schematische Schnittansicht eines Bauteils aus 2 zeigt, entlang einer Linie II-II aus 2;

4 eine schematische Schnittansicht des Bauteils von 2 entlang der Linie IV-IV aus 3 zeigt;

5 eine schematische Schnittansicht eines Bauteils aus 2 entlang der Linie V-V aus 3 zeigt;

6 eine schematische Draufsicht einer Einlagensohle des Schuhs aus 1 zeigt;

7 eine schematische Schnittansicht eines Schuhs aus 1 entlang der Linie VII-VII aus der besagten Figur zeigt;

8 eine schematische Schnittansicht eines Schuhs aus 1 entlang der Linie VIII-VIII aus 7 zeigt; und

9 eine schematische Schnittansicht des Schuhs aus 1 entlang der Linie IX-IX aus 7 zeigt.

1 zeigt eine schematische Seitenansicht eines Schuhs, der gemäß den Lehren der vorliegenden Erfindung hergestellt ist.

Der Schuh wird insgesamt durch das Bezugszeichen 1 angegeben, umfasst ein Obermaterial 2, welches in einer an sich bekannten Weise erhalten wird, das einen Schnürsenkel 3 zum Binden des Schuhs aufweist, und eine Außensohle 4, die eine Lauffläche 4a aufweist.

Wie im Folgenden in größerem Detail beschrieben werden wird, integriert die Außensohle 4 ein Belüftungs- oder Schweißabsonderungssystem und ist zu diesem Zweck mit einem Luftauslassventil 5 versehen, welches in einer an sich bekannten Weise hergestellt ist.

Gemäß einem ersten Hauptaspekt der Erfindung wird die Außensohle 4, obwohl sie das vorstehende Belüftungssystem integriert, durch direktes Aufspritzen von Material auf das Obermaterial erhalten, ungleich dem, was gemäß dem Stand der Technik, der zuvor erwähnt wurde, geschieht.

Die obige Möglichkeit wird gemäß der vorliegenden Erfindung Dank einer speziellen Verbindungsstruktur der Außensohle 4 geschaffen und im Einzelnen durch die Tatsache, dass die Einlage oder das innere Bauteil innerhalb der Außensohle selbst vorgesehen ist, wobei dieser Einsatz selbst in der Folge durch den Begriff Mittelsohle bezeichnet wird. Die Mittelsohle ist schematisch in den 2 bis 5 dargestellt, wo sie als Gesamtes durch das Bezugszeichen 6 bezeichnet wird.

Die Mittelsohle 6, die z. B. aus spritzgegossenem Kunststoffmaterial hergestellt wird, weist einen Hauptkörper auf, der ausgeformt ist, um eine Reihe von internen Kanälen vorzugeben, welche durch 7a in 3 bis 5 bezeichnet sind, welche miteinander verbunden sind. Im Einzelnen weist in der Ausführungsform, welche beispielhaft in den Figuren dargestellt ist, die Mittelsohle grundlegend eine einzelne Aushöhlung auf, die durch 7 bezeichnet ist, welche nach oben geöffnet ist.

Innerhalb dieser Aushöhlung 7 ist eine Vielzahl von Vorsprüngen vorgesehen, von denen einige als 8, 9, 10 bezeichnet sind, und wenigstens eine längliche Wand, die mit 11 bezeichnet ist, wobei die Vorsprünge und die Wand so entworfen sind, um eine labyrinthartige oder matrixartige Bahn zu formen, welche die Kanäle 7a bilden.

Wie aus 2 erkannt werden kann und aus einem Vergleich zwischen den 4 und 5, ist die Dicke der Mittelsohle 6 größer in einem hinteren Abschnitt der letzteren, nämlich in einem, der dazu bestimmt ist, im Fersenbereich des Schuhs 1 zu arbeiten. Folglich ist auch die Tiefe der Kanäle 7a in diesem hinteren Abschnitt der Mittesohle 6 größer.

Das Bezugszeichen 12 bezeichnet ein Durchgangsloch, das in einer Seite der Mittelsohle 6 eingebracht ist, welches dazu bestimmt ist, einen Teil des Ventils 5 aus 1 aufzunehmen.

Schließlich bezeichnet das Bezugszeichen 13 in 3 bis 5 einen umfänglichen Grundabschnitt, der die Aushöhlung 7 umrundet und welcher dazu bestimmt ist, eine Oberfläche zum Kleben oder Vernähen der Mittelsohle 6 darzustellen, an eine Einlagensohle zum Aufbau des Schuhs, auf welcher das Obermaterial angebracht wird, wobei die Einlagensohle als gesamtes durch 14 in 6 bezeichnet wird.

In dem Fall, der beispielhaft in den Figuren dargestellt ist, weist die Einlagensohle 14 eine Reihe von Löchern zur Belüftung und zum Ablass von Feuchtigkeit auf, welche durch 15 und 16 bezeichnet werden, und die jeweils im Frontabschnitt und im hinteren Abschnitt der Einlagensohle 14 vorliegen.

In 7 bis 9 wird der Schuh 1 gemäß der vorliegenden Erfindung mittels verschiedener Schnittansichten dargestellt.

Aus den obigen Zeichnungen kann klar erkannt werden, wie die seitlichen Abmessungen der Mittelsohle 6 im Vergleich zu jenen der Außensohle 4 kleiner sind, auf eine solche Weise, dass das Material, welches letztere ausmacht, vollständig den äußeren Umfang der letzteren umschließt. Aus den Figuren ist es ebenso möglich festzustellen, wie das Ventil 5 als Gesamtes und als Teil in dem Loch 12 (siehe 3 und 5) der Mittelsohle 6 und als Teil direkt in der Außensohle 4 aufgenommen wird.

In den 8 und 9 bezeichnet das Bezugszeichen 17 als Gesamtes eine Stahlplatte, die unterhalb der Mittelsohle 6 angeordnet ist. Die Platte 17 stellt ein Schutzelement dar, welches dazu bestimmt ist, Fremdkörper, wie Nägel oder ähnliche scharfe Objekte daran zu hindern, in Kontakt mit dem Fuß des Benutzers zu kommen, nachdem sie die Außensohle des Schuhs 1 durchdrungen haben. Es sollte auf jeden Fall in Erinnerung behalten werden, dass die Schutzplatte 17 lediglich als optional hinsichtlich der Durchführung der vorliegenden Erfindung betrachtet werden sollte.

Der Herstellungsprozess zur Herstellung des Fußbekleidungsartikels gemäß der Erfindung wird gemäß der im Folgenden beschriebenen Bedingungen ausgeführt.

Die Mittelsohle 6 ist zuvor aus einem separaten Bauelement hergestellt, z. B. aus thermoplastischem Material, mittels eines Spritzgießarbeitsschrittes, der unter bekannten Bedingungen ausgeführt wird.

Das Obermaterial 2 wird unter bekannten Bedingungen vorgefertigt, durch Zusammenfügung aller verschiedenen benötigten Komponenten (Futter, Grenzen, Zunge, Ösen für die Schnürsenkel usw.).

Ebenso wird die Einlagensohle 14 zum Aufbau des Schuhs mit Löchern 15 und 16 ausgestattet, und unter an sich bekannten Bedingungen gebildet.

Die Einlagensohle 14 wird dann am unteren Abschnitt des Obermaterials 2 auf solche Art befestigt, dass sie integral mit letzterem ist. Die Befestigung kann mit jeder bekannten Technologie erfolgen, wie z. B. Verkleben, Tackern oder Nähen.

Die Mittelsohle 6, an deren Loch 12 das Ventil 5 zuvor angebracht wurde, wird dann mit der unteren Oberfläche der Einlagensohle 14 verklebt. In der Praxis wird das Verkleben derart durchgeführt, dass eine Lage von Klebstoff wenigstens entlang des umfänglichen Grundabschnittes 13 der Mittelsohle 6 angebracht wird und diese dann auf die untere Oberfläche der Einlagensohle 14 gepresst wird, so dass eine Verklebung zwischen den Teilen erreicht wird.

Möglicherweise, falls es als notwendig erachtet wird, um die Verklebung der Mittelsohle 6 mit der Einlagensohle 14 zu verbessern, kann ebenso eine Lage von Klebstoff auf der oberen Oberfläche der verschiedenen Vorsprünge 8, 9 und 10 und der Wand 11 der Mittelsohle angebracht werden.

Im Anschluss an das Verkleben wird die Reihe von Löchern 15 und 16 der Einlagensohle 14 in einer Lage zu liegen kommen, die den untenliegenden Kanälen 7a der Mittelsohle 6 entspricht.

Das halbgefertigte Produkt, das derart erhalten wird, bestehend aus dem Obermaterial 2 der Einlagensohle 14 und der Mittelsohle 6, wird dann in eine entsprechende Gießform eingebracht, die einen Teil des Herstellungsgeräts ausbildet, von einer Art, die an sich bekannt ist, dazu entworfen Spritzgießen oder direktes Aufgießen auf das halbfertige Produkt selbst durchzuführen, von dem Material, das die Außensohle 4 bilden soll, z. B. Gummi.

Im Fall, bei dem der Schuh 1 mit dem Schutzelement 17 ausgestattet werden soll, kann das letztere auf die Bodenoberfläche der Mittelsohle auf derartige Weise geklebt werden, dass in die Gießform ein halbfertiges Produkt eingebracht wird, das ebenso das Schutzelement beinhaltet.

Die Arbeitsweise des Belüftungs- und Schweißabsonderungssystems des Schuhs 1 ist insgesamt ähnlich zu denjenigen, die zuvor im einleitenden Teil der vorliegenden Beschreibung erwähnt wurden.

Kurz gesagt kann die im Schuh 1 vorhandene Luft durch die Löcher 15 und 16 der Einlagensohle 14 die Kanäle 7a, die in der Mittelsohle 6 vorgegeben sind, ereichen. Die Luft wird dann nach außen durch das Ventil 5 abgegeben. Ebenso wird in diesem Fall die extrahierte Luft durch frische Luft ersetzt, die den oberen Teil des Schuhs 1 durchdringt.

Die Eigenschaften des Schuhs gemäß der vorliegenden Erfindung und des entsprechenden Herstellungsverfahrens treten klar ersichtlich aus der vorangegangenen Beschreibung zu Tage, wobei die Eigenschaften weiter im Einzelnen in den beigefügten Ansprüchen spezifiziert werden.

Ebenso treten die Vorteile der vorliegenden Erfindung klar ersichtlich aus der weiterführenden Beschreibung zu Tage.

Im Einzelnen sollte betont werden, wie die beschriebene Lösung es ermöglicht, einen Schuh aufzubauen, der mit einem Belüftungs- oder Schweißabsonderungssystem, das in der Außensohle integriert ist, ausgestattet ist, wobei die letztere direkt aufgegossen oder eingespritzt wird auf das Obermaterial auf eine einfache Weise, und mit klarer Ersparnis von Zeit, Herstellungs- und Aufbaukosten im Vergleich zum Stand der Technik, der stattdessen eine speziellen Herstellungsprozess zur Herstellung der Außensohle vorsieht, in Form eines unabhängigen Bauteils, das in der Folge auf das Obermaterial aufgeklebt wird.

Natürlich können die Einzelheiten des Aufbaus und der Ausführungsformen ohne Beeinträchtigung der Erfindung in einem breiten Bereich variieren mit Bezug auf das, was hierin beschrieben und veranschaulicht wird, ohne dabei vom Schutzbereich der vorliegenden Erfindung, welcher in den beigefügten Ansprüchen festgelegt wird, abzuweichen.

Beispielsweise könnte es möglich sein, oberhalb der Einlagensohle 14 eine weitere Einlagensohle innerhalb des Schuhs anzubringen, wie z. B. eine anatomische Senkfußeinlage, welche Belüftungsdurchtritte in der Form von Löchern oder Durchtritte enthält, die der Struktur des Materials selbst innewohnen, welche die weitere Einlagensohle aufbaut.

Das Belüftungssystem könnte, falls es benötigt wird, eine Anzahl von Ventilen der Bauart, die zuvor mit 5 bezeichnet wurden, aufweisen, in welchem Fall die Mittelsohle mit einer entsprechenden Anzahl von Löchern 12 ausgestattet wird.

Das Ventil 5 könnte wenigstens zum Teil einstückig mit der Mittelsohle 6 ausgebildet sein.


Anspruch[de]
  1. Schuh, der ein Oberteil oder Obermaterial (2) aufweist, eine Einlagesohle (14), eine Außensohle (4, 4A) und ein Belüftungs- oder Schweißabsonderungssystem (516), aufweisend:

    – einen oder mehrere Belüftungsdurchlässe (15, 16) festgelegt in der Einlagesohle (14);

    – eine Bahn (7, 7A) zum Durchlass von Luft, die unterhalb der Einlagesohle (14) festgelegt ist und die es ermöglicht, die Belüftungsdurchlässe (15, 16) mit wenigstens einem Durchgang (512) in Verbindung zu setzen, der sich zwischen der Bahn (7A) und der Außenseite der Außensohle (4) erstreckt,

    wobei

    – wenigstens ein beträchtlicher Teil der Bahn (7, 7A) im Körper eines Einsatzes (6) festgelegt ist, der unterhalb der Einlagesohle (14) gesetzt ist und in Kontakt mit dieser steht, wobei der Einsatz (6) wenigstens teilweise umrundet ist von, oder eingeschlossen ist in, einem Material, das die Außensohle (4, 4A) ausmacht, wobei letztere wenigstens zum Teil aus einem Material hergestellt ist, welches direkt injiziert wird oder aufgegossen wird auf das Ensemble gebildet aus dem Obermaterial (2), der Einlagesohle (4) und dem Einsatz (6),

    – wenigstens ein erster Abschnitt (12) des Durchgangs (5, 12) innerhalb des Körpers des Einsatzes (6) festgelegt ist, wobei der erste Abschnitt ein Loch (12) aufweist, welches eine Wand des Körpers des Einsatzes (6) durchquert,

    – wenigstens ein zweiter Abschnitt des Durchgangs (5, 12) innerhalb der Außensohle (4) festgelegt ist,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    der Durchgang (5, 12) ein Ventil (5) umfasst, welches teilweise in den ersten Abschnitt (12) eingefügt ist, wobei der zweite Abschnitt durch Material geformt wird, das die Außensohle (4, 4A) ausmacht, welches den Teil des Ventils (5) umschließt, der sich außerhalb des Körpers des Einsatzes (6) erstreckt.
  2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Einsatzes (6) und/oder die Tiefe der Durchführungen (7A) in jenem Abschnitt des Einsatzes größer ist, der entworfen ist im Absatzbereich des Schuhs (1) zu arbeiten, wobei der Durchgang (5, 12), der das Ventil (12) enthält, im Absatzbereich angeordnet ist.
  3. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (6) eine Vertiefung (7) aufweist, die sich in Richtung der Einlagesohle (14) öffnet, und dass in der Vertiefung (7) eine einzelne dazwischen liegende Längswand (11) ausgeformt ist, um zwei Längsdurchgänge (7A) zu begrenzen, in welchen eine Vielzahl von Vorsprüngen (8, 9) festgelegt ist.
  4. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (6) wenigstens eine Oberfläche (13) in Kontakt mit der Einlagesohle (14) aufweist.
  5. Schuh nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche eine umfängliche Basis aufweist, welche die Bahn (7A) umschließt.
  6. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin ein Schutzelement (17) im Wesentlichen in der Form eines Bleches vorgesehen ist, welches verhindern kann, dass irgendwelche möglichen Fremdkörper in Kontakt mit dem Fuß des Benutzers des Schuhs (1) gelangen, nachdem sie die Außensohle (4) des letzteren durchdrungen haben.
  7. Schuh nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzelement (17) unterhalb des Einsatzes (6) gesetzt wird und wenigstens teilweise vom Material der Außensohle umrundet wird.
  8. Schuh nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz (6) aus gegossenem thermoplastischem Material hergestellt ist und das Material, das die Außensohle (4) ausmacht, Gummi ist.
  9. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (5) wenigstens teilweise einstückig mit dem Einsatz (6) hergestellt ist.
  10. Verfahren zur Herstellung eines Schuhartikels (1), der ein Oberteil oder Obermaterial (2) aufweist, eine Einlagesohle (14), eine Außensohle (4) und ein Belüftungs- oder Schweißabsonderungssystem (516), umfassend:

    – einen oder mehrere Belüftungsdurchgänge (15, 16), die in der Einlagesohle (14) festgelegt sind;

    – eine Bahn (7A) zum Durchlass von Luft, die unterhalb der Einlagesohle (14) festgelegt ist und die in der Lage ist, die Belüftungsdurchgänge (15, 16) mit wenigstens einem Durchgang (512) in Verbindung zu setzen, der sich zwischen der Bahn (7A) und der Außenseite der Außensohle (4) erstreckt,

    wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

    a) Ausbildung des Obermaterials (2);

    b) Ausbildung der Einlagesohle (14);

    c) Verbinden der Einlagesohle (14) mit dem Obermaterial (2);

    d) Ausbildung einer oder mehrerer Vertiefungen oder Durchführungen (5, 7, 7A) im Körper einer weiteren Komponente (6) des Schuhs (1), entworfen, um wenigstens einen Teil der Bahn (7A) des Durchgangs (12) auszubilden, wenigstens einen Abschnitt (12) des Durchgangs (5, 12), ausgebildet innerhalb des Körpers des Einsatzes (6), wobei der erste Abschnitt ein Loch (12) aufweist, welches eine Wand der weiteren Komponente (6) durchquert;

    e) Setzen der weiteren Komponente (6) unterhalb der Einlagesohle (14) in Kontakt mit der letzteren in einer solchen Weise, dass die Vertiefung oder Vertiefungen oder Durchführungen (7, 7A) in Verbindung mit den Belüftungsdurchgängen (15, 16) der Einlagesohle (14) stehen,

    f) Zusammenfügen der Außensohle (4) mit dem Obermaterial (2), worin Schritt f) mittels Spritzgießen des Materials ausgeführt wird, das wenigstens einen Teil (4) der Außensohle (4, 4A) ausformt, direkt in einen Unterteil des Ensembles, gebildet aus dem Obermaterial (2), der Einlagesohle (14) und der weiteren Komponente (6) hinein, wobei wenigstens ein Teil des letzteren auf diese Art von diesem Material umringt oder eingeschlossen wird,

    dadurch gekennzeichnet, dass für die Zwecke der Erhaltung des Durchgangs (12)

    – ein Ventil (5) teilweise in den ersten Abschnitt (12) eingefügt wird,

    – wenigstens ein zweiter Abschnitt des Durchgangs (5, 12) durch ein Material ausgebildet wird, das die Außensohle (4, 4A) bildet, die jenen Teil des Ventils (5) umrundet, der sich außerhalb des Körpers des Einsatzes (6) erstreckt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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