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Dokumentenidentifikation DE69632742T2 07.07.2005
EP-Veröffentlichungsnummer 0000889694
Titel Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen
Anmelder Bush Boake Allen Inc., Montvale, N.J., US
Erfinder SOKOLIK, Linda, Clifton, US;
LEWIS, James A., Park Ridge, US;
CHALUPSA, William F., Chestnut Ridge, US
Vertreter Vossius & Partner, 81675 München
DE-Aktenzeichen 69632742
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.10.1996
EP-Aktenzeichen 969368620
WO-Anmeldetag 23.10.1996
PCT-Aktenzeichen PCT/US96/16947
WO-Veröffentlichungsnummer 0097015200
WO-Veröffentlichungsdatum 01.05.1997
EP-Offenlegungsdatum 13.01.1999
EP date of grant 16.06.2004
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.07.2005
IPC-Hauptklasse A23L 1/05
IPC-Nebenklasse A23L 1/054   A23L 2/64   C12G 3/04   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft allgemein Einschlüsse in flüssigen Zusammensetzungen und speziell ein Verfahren zum Suspendieren derartiger Einschlüsse in einer flüssigen Zusammensetzung.

Einschlüsse in einer flüssigen Zusammensetzung sind visuell attraktiver, wenn die Einschlüsse durchgehend in der flüssigen Zusammensetzung suspendiert sind. Es ist beispielsweise oft erwünscht, teilchenförmiges Material oder Einschlüsse in Getränke einzubringen. Derartige Einschlüsse neigen jedoch dazu, auf den Boden des Getränks zu sinken oder zur Oberfläche des Getränks zu schweben. Das trifft insbesondere zu, wenn die Einschlüsse größer als etwa 1 mm3 sind.

Verfahren nach dem Stand der Technik, die Einschlüsse daran hindern, auf den Boden eines Getränks zu sinken oder zur Oberfläche eines Getränks zu schweben, hatten nur begrenzten Erfolg. Ein Standardverfahren zur Herstellung von Getränke aromatisierenden oder trübenden Emulsionen ist beispielsweise, die Dichte der Einschlüsse oder Teilchen gleich der Dichte der umgebenden flüssigen wässrigen Phase zu machen. Das erfordert jedoch, dass zugelassene gewichtseinstellende Mittel (engl. „weighting agents") in der Ölphase der Emulsion gelöst werden müssen. Demzufolge ist dieses Verfahren nur für kleine Einschlüsse der Größenordnung von etwa 3 bis 10 &mgr;m nützlich.

Für größere Teilchen kann ein Gravitationsgleichgewicht erzielt werden, aber nur für eine Gruppe von Bedingungen, z. B. Feststoffgehalt des Getränks, Feststoffgehalt der Teilchen oder Einschlüsse, Größe der Teilchen oder Einschlüsse und Temperatur. Das Abweichen von dieser festgelegten Gruppe von Bedingungen führt unweigerlich zur Trennung.

Das Erhöhen der Viskosität der flüssigen Zusammensetzung unter Verwendung bestimmten Gummis und bestimmter Stärken ist ein Verfahren, das verwendet werden kann, um die Trennung zu verzögern, es führt aber zu einem unangenehmen Mundgefühl beim Endprodukt.

Ein Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen in einer sauren oder alkoholischen flüssigen Zusammensetzung wird in der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung Serien-Nr. 08/406,211, eingereicht am 27. Januar 1995, offenbart und beansprucht. In dem darin offenbarten Verfahren wird eine Gelvorläufer-Lösung, die zwischen etwa 0,2 und 1,5 Gew.-% Gellangummi in Wasser enthält, hergestellt, wird eine saure oder alkoholische flüssige Zusammensetzung mit Einschlüssen bereitgestellt, wird die Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung eingebracht, um eine suspendierende Lösung zu bilden, wird die suspendierende Lösung über einen vorgegebenen Zeitraum ruhen gelassen, und wird die geruhte suspendierende Lösung anschließend gerührt, um die Einschlüsse zu suspendieren.

In dem in der gleichzeitig anhängigen Anmeldung beschriebenen Verfahren ist es manchmal notwendig, die Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung bei einer erhöhten Temperatur einzubringen. In der Praxis wird das als unerwünscht betrachtet, da erhöhte Temperaturen einen erhöhten Energieverbrauch bedingen und zu gesteigerten Verarbeitungskosten führen.

Es wäre deshalb wünschenswert, ein verbessertes Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen in einer flüssigen Zusammensetzung zur Verfügung zu stellen.

US 5,376,396 offenbart ein Gemisch zur Getränkestabilisierung, welches das Suspendieren von Materialien in dem Getränk erlaubt, und das aus Carboxymethylcellulose und Gellangummi in spezifischen Gewichtsverhältnissen besteht.

Es ist ein Ziel der Erfindung, ein verbessertes Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen oder Teilchen in einer flüssigen Zusammensetzung zur Verfügung zu stellen.

Es ist ein weiteres Ziel der Erfindung, ein Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen oder Teilchen in einer flüssigen Zusammensetzung oder einem Getränk unter Verwendung minimaler Energie zur Verfügung zu stellen.

Noch andere Ziele und Vorteile der Erfindung werden teilweise naheliegend sein und werden teilweise aus der Beschreibung offensichtlich sein.

Ein Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen in einer flüssigen Zusammensetzung wird zur Verfügung gestellt. Das Verfahren schließt die folgenden Schritte ein: Herstellen einer Gelvorläufer-Lösung, die zwischen 0,2 und 1,5 Gew.-% Gellangummi in Wasser enthält, Bereitstellen einer flüssigen Zusammensetzung mit Einschlüssen bei einem im Wesentlichen neutralen pH-Wert, Einbringen der Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung, um eine flüssige Zusammensetzung mit eingebrachtem Gelvorläufer (suspendierende Lösung) zu bilden, und Ansäuern der flüssigen Zusammensetzung mit eingebrachtem Gelvorläufer, um ein Getränk zu ergeben und die Einschlüsse zu suspendieren. In einer anderen Ausführungsform kann die flüssige Zusammensetzung ohne Einschlüsse bereitgestellt werden, und die Einschlüsse können zugesetzt werden, nachdem die Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung eingebracht ist.

Die Erfindung umfasst folglich mehrere Schritte und die Beziehung eines oder mehrerer derartiger Schritte in Bezug auf jeden der anderen davon, welche in dem nachstehend offenbarten Verfahren beispielhaft angegeben werden, und der Umfang der Erfindung wird in den Ansprüchen gezeigt.

Der erste Schritt in dem Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen in einer flüssigen Zusammensetzung mit einem sauren pH-Wert ist das Bereitstellen einer Gelvorläufer-Lösung. Die Gelvorläufer-Lösung ist eine nicht gelierende Lösung, die Gellangummi in Wasser enthält. In einer anderen Ausführungsform können andere Gummiarten, wie Xanthangummi, Carrageenan, Carboxymethylcellulose, Johannisbrotkernmehl, Pektin und dergleichen und Gemische davon, zusätzlich zu dem Gellangummi verwendet werden.

Gellangummi ist ein von Kelco Corp., San Diego, Kalifornien hergestelltes Fermentationshydrokolloid und wird in einer Menge zwischen 0,2 und 1,5 Gew.-% der Lösung, bevorzugt in einer Menge zwischen 0,5 und 0,75 Gew.-%, verwendet. Andere Gummiarten können zusätzlich zu dem Gellangummi in Mengen zwischen 0,10 und 1,0 Gew.-% der Lösung, bevorzugt in Mengen zwischen 0,15 und 0,70 Gew.-%, verwendet werden.

Das Wasser ist trinkbar und kann vor der Verwendung behandelt oder entionisiert werden. Wenn das Wasser nicht behandelt oder entionisiert worden ist, ist es im Allgemeinen erwünscht, ein geeignetes Sequestrationsmittel einzubringen. Geeignete Sequestrationsmittel schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf, Natriumcitrat, Kaliumcitrat, Natriumhexametaphosphat, Natriumtripolyphosphat und Gemische davon in Mengen, im Bereich zwischen 0,1 und 0,5 Gew.-%, bevorzugt im Bereich zwischen 0,2 und 0,35 Gew.-%.

Der Gellangummi, gegebenenfalls andere Gummiarten, Wasser und gegebenenfalls Sequestrationsmittel werden bei Raumtemperatur vereinigt und auf eine Temperatur zwischen 49 und 94°C (120 und 200°F), bevorzugt zwischen 65 und 88°C (150 und 190°F), am meisten bevorzugt zwischen 82 und 88°C (180 und 190°F), erwärmt, wodurch sich eine erwärmte Gelvorläufer-Lösung ergibt. Die Lösung kann während des Erwärmungsschritts gerührt werden, und der Erwärmungsschritt wird fortgesetzt, bis die Lösung klar wird, wodurch angezeigt wird, dass der gesamte Gellangummi hydratisiert worden ist. Im Allgemeinen wird der Erwärmungsschritt über eine Zeitspanne zwischen etwa 2 und 5 Minuten, bevorzugt zwischen etwa 3 und 4 Minuten, fortgeführt. Die klare, erwärmte Gelvorläufer-Lösung wird abkühlen gelassen, wodurch sich eine Gelvorläufer-Lösung ergibt. Es ist wichtig, dass die Gelvorläufer-Lösung beim Abkühlen nicht geliert, sondern in einem fluiden, pumpfähigen Zustand bleibt. Die abgekühlte Gelvorläufer-Lösung hat die Konsistenz einer viskosen, sirupartigen Flüssigkeit.

Eine flüssige Zusammensetzung mit Einschlüssen wird zur Verfügung gestellt. Die flüssige Zusammensetzung hat einen im Wesentlichen neutralen pH-Wert und wird im Allgemeinen unter Verwendung von mindestens einem Süßungsmittel und Wasser hergestellt. Es ist jedoch selbstverständlich, dass die gemäß der Erfindung definierte "flüssige Zusammensetzung" Wasser, Mineralwasser, aromatisiertes Wasser, Selterswasser und dergleichen sein kann, auch wenn derartige "flüssige Zusammensetzungen" tatsächlich keine Zusammensetzungen sind.

Süßungsmittel schließen sowohl natürliche als auch künstliche Süßungsmittel ein und können aus der folgenden nicht begrenzenden Liste ausgewählt werden: Zucker, wie Sucrose, Glucose, (Mais)Sirup, Dextrose, Invertzucker, Fructose und Gemische davon; Saccharin und seine unterschiedlichen Salze, wie das Natrium- oder Calciumsalz; die Dipeptid-Süßungsmittel, wie Aspartam; Dihydrochalkon; Glycyrrhizin; Stevia rebaudiana (Steviosid); und Zuckeralkohole, wie Sorbit, Mannit, Xylit; und dergleichen. Als zusätzliches Süßungsmittel auch in Betracht zu ziehen ist der nicht fermentierbare Zuckeraustauschstoff (hydriertes Stärkehydrosylat), welcher in US-Patent Nr. 26,959 (Reissue) beschrieben ist. Ebenfalls in Betracht zu ziehen ist das synthetische Süßungsmittel 3,6-Dihydro-6-methyl-1-1,2,3-oxathiazin-4-on-2,2-dioxid, insbesondere die Kalium-(Acesulfam-K), Natrium- und Calciumsalze davon, wie in Deutsches Patent Nr. 2,001,017.7 beschrieben.

Das Süßungsmittel kann in fester oder gelöster Form verwendet werden. Wenn Sucrose verwendet wird, ist sie im Allgemeinen in einer Menge zwischen 9 und 12 Gew.-% der flüssigen Zusammensetzung vorhanden. Andere Süßungsmittel können in zur Herstellung eines Getränks akzeptablen Mengen verwendet werden. Es ist selbstverständlich, dass diese Mengen von der Süßkraft des jeweiligen Süßungsmittels abhängig sind. Lebensmittelaromastoffe und -farbstoffe können außerdem in die flüssige Zusammensetzung eingebracht werden, und erwünschte Mengen derartiger Komponenten können durch einen Fachmann ohne weiteres bestimmt werden.

Wenn die flüssige Zusammensetzung mindestens Wasser und ein Süßungsmittel einschließt, wird sie im Allgemeinen bei Umgebungstemperatur, in der Regel zwischen 15 und 27°C (60 und 80°F) herstellt.

Die flüssige Zusammensetzung kann auch alkoholisch sein. Wenn die flüssige Zusammensetzung alkoholisch ist, liegt der Alkoholgehalt im Allgemeinen im Bereich zwischen 5 und 40 Vol.-% bewegen.

Die flüssige Zusammensetzung kann heiß oder kalt, kohlensäurehaltig oder kohlensäurefrei, alkoholisch oder alkoholfrei, koffeiniert oder koffeinfrei, klar oder trüb sein. Geeignete flüssige Zusammensetzungen schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf, Wasser, aromatisierte Getränke, Milch, Mundwasser und dergleichen, mit der Maßgabe, dass derartige Zusammensetzungen einen im Wesentlichen neutralen pH-Wert aufweisen.

Die flüssige Zusammensetzung kann Einschlüsse in einer Menge zwischen 1 und 10 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge zwischen 3 und 8 Gew.-%, haben. Derartige Einschlüsse sind, beispielsweise und ohne Beschränkung, Stückchen einer gallertartigen Substanz, wie in einer der gleichzeitig anhängigen US-Patentanmeldung Serien-Nr. 08/383,038, eingereicht am 3. Februar 1995, offenbart, Fruchtpulpezellen, Fruchtpulpeteilchen, Fruchtstückchen, Goldteilchen, Tröpfchen von Aromastoffen oder Trübungsmitteln und dergleichen.

In einer anderen gemäß der Erfindung zur Verfügung gestellten Ausführungsform wird die flüssige Zusammensetzung ohne Einschlüsse bereitgestellt. Wenn die flüssige Zusammensetzung ohne Einschlüsse bereitgestellt wird, können derartige Einschlüsse zugegeben werden, nachdem die Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung eingebracht wurde.

Die Gelvorläufer-Lösung wird in die flüssige Zusammensetzung in einer Menge zwischen 2 und 17,5 Vol.-% eingebracht, um eine suspendierende Lösung zu bilden. Die Gelvorläufer-Lösung kann in die flüssige Zusammensetzung bei einer Temperatur zwischen 4°C (40°F) (gekühlt) und 49°C (120°F) eingebracht werden. Es wird keine Scherung benötigt, um die Gelvorläufer-Lösung wird in die flüssige Zusammensetzung einzubringen. Die endgültige flüssige Zusammensetzung mit eingebrachtem Gelvorläufer oder suspendierende Lösung hat zwischen 0,02 und 0,05 Gew.-% Gellangummi. Wenn in der flüssigen Zusammensetzung keine Einschlüsse vorhanden sind, können sie der flüssigen Zusammensetzung mit eingebrachtem Gelvorläufer zugegeben werden.

Nachdem die suspendierende Lösung hergestellt worden ist, wird Säure zugesetzt, um den pH-Wert auf zwischen 2,5 und 6,0, bevorzugt zwischen 2,5 und 4,0, stärker bevorzugt zwischen 2,6 und 2,8, zu bringen. Das ist im Allgemeinen der pH-Wert-Bereich, von dem angenommen wird, dass flüssige Getränke einen erfrischenden Eindruck ergeben.

Jede geeignete Säure für Lebensmittel oder Kombination von Säuren kann verwendet werden, um den pH-Wert in den gewünschten Bereich zu bringen. Geeignete Säuren für Lebensmittel schließen ein, sind aber nicht beschränkt auf, Citronensäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Milchsäure, Ascorbinsäure, Phosphorsäure und Gemische davon. In einer bevorzugten Ausführungsform wird Citronensäure verwendet. In einer anderen Ausführungsform kann der suspendierenden Lösung säurehaltiger Fruchtsaft zusätzlich zu oder anstelle der Säure für Lebensmittel oder Kombination von Säuren zugesetzt werden.

Die in der suspendierenden Lösung vorhandenen Einschlüsse werden in der Flüssigkeit nach Zusetzen der Säure und nachfolgendem Mischen suspendiert werden. Falls gewünscht, kann das ganze Getränk, das die Einschlüsse enthält, in Flaschen abgefüllt und bei einer Temperatur zwischen 82 und 88°C (180 und 190°F) über eine Zeitspanne zwischen etwa 3 und 4 Minuten pasteurisiert werden.

Der endgültige Gellangehalt des Getränks ist wichtig, weil Getränke erfrischend sein müssen. Das bedeutet, dass das Getränk nicht zu sirupartig oder dickflüssig im Geschmack sein darf. Das kann durch Bereitstellen eines Getränks mit Einschlüssen und einem Gellangummigehalt von weniger als 0,05 Gew.-% des Getränks, bevorzugt weniger als 0,035 Gew.-%, realisiert werden. Bei dieser Konzentration ist das Vorhandensein des Gellangummis so gut wie nicht bemerkbar, und dennoch ist seine suspendierende Wirkung die eines viel höheren Gehaltes anderer Gummiarten.

Die folgenden nicht beschränkenden Beispiele sind nur zum Zwecke der Veranschaulichung dargestellt und sind nicht in einem begrenzenden Sinne aufzufassen.

Referenzbeispiel

7,5 g Gellangummi wurden trocken mit 2,5 g Natriumcitrat vermischt. Das Gemisch wurde bei Raumtemperatur unter Rühren zu 1000 ml entionisiertem Wasser gegeben. Als das Gemisch gründlich dispergiert war, wurde unter Rühren die Temperatur auf zwischen 82 und 88°C (180 und 190°F) erhöht, und diese erhöhte Temperatur wurde über etwa 3 bis 4 Minuten aufrechterhalten, bis die vollständige Hydratisierung vollzogen war. Die Lösung wurde in einen geeigneten Behälter gegossen und auf Umgebungstemperatur (15–27°C) (60–80°F) abkühlen gelassen, um eine Gelvorläufer-Lösung herzustellen, welche eine viskose, sirupartige Flüssigkeit blieb.

Ein Sirup wurde durch Vereinigen von 120 g Hochfructose-Maissirup und Wasser hergestellt, wodurch sich 700 ml bei zwischen 15 und 27°C (60°F und 80°F) ergaben. 30 ml Gelvorläufer-Lösung wurden zu dem Sirup gegeben, und das Gemisch wurde in einem geeigneten Behälter gerührt, um eine flüssige Zusammensetzung oder suspendierende Lösung mit eingebrachtem Gelvorläufer zu liefern. Unter ständigem Rühren wurden 5,00 ml einer 50%igen Citronensäurelösung in Wasser langsam der suspendierenden Lösung zugesetzt. 30 g Grapefruitpulpezellen des von Bush Boake Allen Inc., Montvale, New Jersey erhältlichen Typs und Wasser wurden hinzugefügt, wodurch sich 1000 ml eines Getränks ergaben. Unter leichtem Rühren wurden die Grapefruitpulpezellen in dem Getränk suspendiert.

Das die suspendierten Grapefruitpulpezellen enthaltende Getränk wurde in Flaschen abgefüllt und bei zwischen 82 und 88°C (180 und 190°F) 3 bis 4 Minuten pasteurisiert.

Beispiel 1

Ein Sirup wurde durch Vereinigen von 120 g Hochfructose-Maissirup und genügend Wasser hergestellt, wodurch sich 700 ml bei zwischen 15 und 27°C (60°F und 80°F) ergaben. 30 g von Stückchen einer roten gallertartigen Substanz und 1,5 ml Erdbeeraroma wurden zugesetzt, um eine flüssige Zusammensetzung mit Einschlüssen herzustellen. 30 ml Gelvorläufer-Lösung wurden wie in dem Referenzbeispiel beschrieben zu der flüssigen Zusammensetzung gegeben, um eine flüssige Zusammensetzung oder suspendierende Lösung mit eingebrachtem Gelvorläufer zu liefern. Unter ständigem Rühren wurden 5,00 ml einer 50%igen Citronensäurelösung in Wasser langsam der flüssigen Zusammensetzung zugesetzt, gefolgt von Zusetzen von genügend Wasser, um 1000 ml zu ergeben und um ein Getränk herzustellen. Unter leichtem Rühren wurden die rot gefärbten Einschlüsse in dem Getränk suspendiert.

Das Getränk mit den suspendierten Einschlüssen wurde in Flaschen abgefüllt und bei zwischen 82 und 88°C (180 und 190°F) 3 bis 4 Minuten pasteurisiert.

Beispiel 2

Ein Sirup wurde durch Vereinigen von 120 g Hochfructose-Maissirup und genügend Wasser hergestellt, wodurch sich 700 ml bei zwischen 15 und 27°C (60°F und 80°F) ergaben. 30 g Zitronenpulpezellen des von Bush Boake Allen Inc., Montvale, New Jersey erhältlichen Typs, 0,20 g natürlicher gelber Farbstoff, 1 ml Zitronenaroma und 30 ml Gelvorläufer-Lösung wurden wie in dem Referenzbeispiel beschrieben unter Rühren zu dem Sirup gegeben, um eine suspendierende Lösung zu liefern. Unter ständigem Rühren wurden 5,00 ml einer 50%igen Citronensäurelösung in Wasser langsam der suspendierenden Lösung zugesetzt, und genügend Wasser, um 1000 ml zu ergeben, wurde ebenfalls zugegeben, um ein Getränk herzustellen. Unter leichtem Rühren wurden die Zitronenpulpezellen in dem flüssigen Getränk suspendiert.

Das Getränk mit suspendierten Zitronenpulpezellen wurde in Flaschen abgefüllt und bei zwischen 82 und 88°C (180 und 190°F) 3 bis 4 Minuten pasteurisiert.

Wie ohne weiteres zu sehen ist, ist das gemäß der Erfindung zur Verfügung gestellte Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen beim Suspendieren von Teilchen in einer flüssigen Zusammensetzung wirksam. Das Verfahren verwendet minimale Energie und ist bei der Bulksuspension von Teilchen effizient.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen in einer Flüssigkeit, welches umfasst:

    Herstellen einer Gelvorläufer-Lösung, die zwischen 0,2 und 1,5 Gew.-% Gellangummi in Wasser enthält;

    Bereitstellen einer flüssigen Zusammensetzung mit Einschlüssen;

    Einbringen der Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung, um eine suspendierende Lösung zu bilden; und

    Ansäuern der suspendierenden Lösung, um ein Getränk herzustellen und die Einschlüsse im Getränk zu suspendieren.
  2. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 1, wobei die Gelvorläufer-Lösung ein Sequestrationsmittel, ausgewählt aus Natriumcitrat, Kaliumcitrat, Natriumhexametaphosphat, Nartiumtripolyphosphat und Gemischen davon, enthält.
  3. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 2, wobei das Sequestrationsmittel in einer Menge zwischen 0,1 und 0,5 Gew.-% der Gelvorläufer-Lösung vorhanden ist.
  4. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 1, wobei die flüssige Zusammensetzung einen neutralen pH-Wert aufweist.
  5. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 1, wobei die flüssige Zusammensetzung alkoholisch ist, und einen Alkoholgehalt zwischen 5 und 40 Vol.-% aufweist.
  6. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 1, wobei die flüssige Zusammensetzung Einschlüsse in einer Menge zwischen 1 und 10 Gew.-% der flüssigen Zusammensetzung aufweist.
  7. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 1, wobei die Einschlüsse ausgewählt sind aus Stückchen einer gallertartigen Substanz, Fruchtpulpezellen, Fruchtpulpeteilchen, Fruchtstückchen, Goldteilchen, Tröpfchen von Aromastoffen oder Trübungsmitteln und Kombinationen davon.
  8. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 1, wobei die Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung in einer Menge zwischen 2 und 17,5 Vol.-% eingebracht wird.
  9. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 1, wobei die Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung bei einer Temperatur zwischen 4,4 und 49°C (40 und 120°F) eingebracht wird.
  10. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen in einer sauren oder alkoholischen, flüssigen Zusammensetzung, welches umfasst:

    Herstellen einer Gelvorläufer-Lösung, die zwischen 0,2 und 1,5 Gew.-% Gellangummi in Wasser enthält;

    Bereitstellen einer flüssigen Zusammensetzung mit einem neutralen pH-Wert;

    Einbringen der Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung, um eine suspendierende Lösung zu bilden;

    Zugeben von Einschlüssen zu der suspendierenden Lösung; und

    Ansäuern der suspendierenden Lösung, um ein Getränk herzustellen und die Einschlüsse in dem Getränk zu suspendieren.
  11. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 10, wobei die Gelvorläufer-Lösung ein Sequestrationsmittel, ausgewählt aus Natriumcitrat, Kaliumcitrat, Natriumhexametaphosphat, Natriumtripolyphosphat und Gemischen davon, enthält.
  12. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 11, wobei das Sequestrationsmittel in einer Menge zwischen 0,1 und 0,5 Gew.-% der Gelvorläufer-Lösung vorhanden ist.
  13. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 10, wobei die flüssige Zusammensetzung alkoholisch ist und einen Alkoholgehalt zwischen 5 und 40 Vol.-% aufweist.
  14. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 10, wobei die flüssige Zusammensetzung Einschlüsse in einer Menge zwischen 1 und 10 Gew.-% der flüssigen Zusammensetzung aufweist.
  15. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 10, wobei die Einschlüsse ausgewählt sind aus Stückchen einer gallertartigen Substanz, Fruchtpulpezellen, Fruchtpulpeteilchen, Fruchtstückchen, Goldteilchen, Tröpfchen von Aromastoffen oder Trübungsmitteln und Kombinationen davon.
  16. Verfahren zum Suspendieren von Einschlüssen gemäß Anspruch 10, wobei die Gelvorläufer-Lösung in die flüssige Zusammensetzung in einer Menge zwischen 2 und 17,5 Vol.-% eingebracht wird.
  17. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Gelvorläufer-Lösung weiterhin einen zusätzlichen Gummi umfasst.
  18. Verfahren gemäß Anspruch 17, wobei der zusätzliche Gummi ausgewählt ist aus Xanthangummi, Carrageenan, Carboxymethylcellulose, Johannisbrotkernmehl und Pektin.
  19. Verfahren gemäß Anspruch 17, wobei der zusätzliche Gummi Xanthangummi ist.
  20. Verfahren gemäß Anspruch 18, wobei der zusätzliche Gummi Carrageenan ist.
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