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Dokumentenidentifikation DE10100833B4 14.07.2005
Titel Piezoelektrischer Resonator
Anmelder Murata Mfg. Co., Ltd., Nagaokakyo, Kyoto, JP
Erfinder Sawai, Kazuhiro, Nagaokakyo, JP;
Yoshida, Ryuhei, Nagaokakyo, JP
Vertreter Rechts- und Patentanwälte Lorenz Seidler Gossel, 80538 München
DE-Anmeldedatum 10.01.2001
DE-Aktenzeichen 10100833
Offenlegungstag 09.08.2001
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.07.2005
IPC-Hauptklasse H03H 9/17

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft einen piezoelektrischen Resonator der energieeinfangenden Art und insbesondere einen derartigen piezoelektrischen Resonator, der eine im wesentlichen rechtwinklige piezoelektrische Platte enthält und unter Nutzung einer Grundschwingung im Dickenscherungs-Vibrationsmodus vibriert.

Piezoelektrische Resonatoren der energieeinfangenden Art, die im Dickenscherungs-Vibrationsmodus vibrieren, wurden bereits als Resonatoren und in Filtern verwendet. In den 6A und 6B ist ein bekannter piezoelektrischer Resonator jeweils in perspektivischer und in einer vertikalen Schnittansicht dargestellt.

Der piezoelektrische Resonator 51 enthält eine lange und schmale rechtwinklige piezoelektrische Platte 52. Die piezoelektrische Platte 52 besteht aus einer piezoelektrischen Keramik, z.B. einer auf Bleizirkonat-Titanat beruhenden Keramik, und ist in ihrer Längsrichtung polarisiert.

Eine Resonanzelektrode 53 und eine Resonanzelektrode 54 liegen jeweils auf der Ober- und Unterseite der piezoelektrischen Platte 52. Die Resonanzelektroden 53 und 54 liegen im mittleren Teil der dazwischenliegenden piezoelektrischen Platte 52 in deren Längsrichtung einander gegenüber. Die Resonanzelektrode 53 erstreckt sich in Längsrichtung bis zum einen Ende der piezoelektrischen Platte 52, während sich die andere Resonanzelektrode 54 in Längsrichtung bis zum anderen Ende der piezoelektrischen Platte 52 erstreckt.

In dem bekannten piezoelektrischen Resonator 51 wird durch Anlegen eines elektrischen Wechselfeldes zwischen den Resonanzelektroden 53 und 54 eine Grundschwingung im Dickenscherungsvibrationsmodus angeregt, und diese Grundschwingung wird in einem Vibrationsabschnitt, dort, wo sich die Resonanzelektroden 53 und 54 einander gegenüberliegen und überlappen, eingegrenzt oder gefangen.

In dem bekannten piezoelektrischen Resonator 51 liegt der Vibrationsabschnitt in der geometrischen Mitte in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 52.

Es gibt Fälle, wo der piezoelektrische Resonator 51 die Struktur eines piezoelektrischen Bauelements hat, bei dem Leitungsanschlüsse mit den Resonanzelektroden 53 und 54 verbunden sind, und das piezoelektrische Bauelement ist zusammen mit den daran angebrachten Leitungsanschlüssen mit einem die Spitzen derselben freilassenden Abdeckharz bedeckt. Außerdem gibt es Fälle, wo der piezoelektrische Resonator 51 die Struktur eines piezoelektrischen Bauelements hat, bei dem der piezoelektrische Resonator 51 mit einem Gehäusesubstrat verbunden ist, das einen freien Raum über dem Substrat vorsieht, der die Vibration des Vibrationsabschnitts nicht behindert und bei dem der piezoelektrische Resonator von einer Metallkappe bedeckt ist.

In jeder dieser Strukturen wird der piezoelektrische Resonator 51 mit den Leitungsanschlüssen oder den Elektroden auf dem Gehäusesubstrat verlötet. Entsprechend kann während des Häusens oder während des Aushärtens und Zusammenziehens des Abdeckharzes eine äußere Spannung auf die piezoelektrische Platte 52 in ihrer Längsrichtung einwirken. Als Ergebnis wird die Polarisationsachse der piezoelektrischen Platte 52 gebogen, und dementsprechend entstehen im Frequenzband zwischen der Resonanzfrequenz und der Gegenresonanzfrequenz unerwünschte Welligkeiten.

Insbesondere können die oben erwähnten Welligkeiten dann leicht entstehen, wenn die Dicke und die Breite der piezoelektrischen Platte 52 zur Herstellung eines miniaturisierten piezoelektrischen Resonators 51 verringert werden. Bedingt durch diesen Fehler ließ sich der piezoelektrische Resonator 51 nicht weiter miniaturisieren.

Aus der US 4588918 A ist ein piezoelektrischer Resonator nach dem Oberbegriff des Anpruchs 1 bekannt.

Die DE 19922146 A1 beschreibt einen piezoelektrischen Resonator, bei welchem der energieeinfangende Vibrationsabschnitt asymmetrisch in Bezug auf die Mitte in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte ist. Der hier bechriebene piezoelektrische Resonator ist dazu angepaßt, in der dritten Oberwelle der Dickendehungsvibration zu schwingen, so dass die piezoelektrische Platte zwangsläufig in Dickenrichtung polarisiert ist.

Um die oben beschriebenen Schwierigkeiten zu überwinden, geben bevorzugte Ausführungsformen dieser Erfindung einen piezoelektrischen Resonator an, der so aufgebaut ist, dass er in der Grundschwingung im Dickenscherungsvibrationsmodus vibriert und der selbst dann, wenn eine äußere mechanische Spannung auf die piezoelektrische Platte des Resonators einwirkt, keine unerwünschten Welligkeiten zwischen der Resonanzfrequenz und der Gegenresonanzfrequenz erzeugt, und der viel kleiner hergestellt werden kann als bekannte Resonatoren.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung enthält ein energieeinfangender piezoelektrischer Resonator, der eine Grundschwingung im Dickenscherungsvibrationsmodus nutzt, eine im wesentlichen rechtwinklige piezoelektrische Platte, die in ihrer Längsrichtung polarisiert ist und die auf einer ersten und zweiten Hauptfläche eine erste und zweite Resonanzelektrode trägt, die zusammen so angeordnet sind, dass sie einen energieeinfangenden Vibrationsabschnitt bilden und einander mit der dazwischenliegenden piezoelektrischen Platte gegenüberliegen, wobei der energieeinfangende Vibrationsabschnitt, wo sich die Resonanzelektroden überlappen, in Bezug auf die in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte definierte geometrische Mitte der piezoelektrischen Platte asymmetrisch angeordnet ist.

Bei dem verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung entsprechenden piezoelektrischen Resonator ist bevorzugt eine Beziehung 3t ≤ &Dgr;L ≤ 5t erfüllt, worin L die Länge der piezoelektrischen Platte, t deren Dicke und &Dgr;L der Abstand zwischen der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte definierten geometrischen Mitte und der Mitte des Vibrationsabschnitts, die ebenfalls in Längsrichtung definiert ist, sind.

In dem verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen entsprechenden piezoelektrischen Resonator ist die erste Resonanzelektrode so angeordnet, dass sie sich in Längsrichtung bis zu einem Ende der piezoelektrischen Platte erstreckt, während die zweite Resonanzelektrode so angeordnet ist, dass sie sich in Längsrichtung bis zum anderen Ende der piezoelektrischen Platte erstreckt.

In dem verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung entsprechenden piezoelektrischen Resonator sind ein erster und zweiter Leitungsanschluss jeweils mit herausgeführten Teilen der ersten und zweiten Resonanzelektrode elektrisch verbunden, und mit Ausnahme der Spitzen des ersten und zweiten Leitungsanschlusses ist der Rest des piezoelektrischen Resonators von einem Abdeckharz bedeckt, und zwar so, dass um den Vibrationsabschnitt des Resonators ein Freiraum verbleibt, so dass die Vibration des Vibrationsabschnitts nicht behindert ist.

Weitere Merkmale, Elemente, Eigenschaften und Vorteile dieser Erfindung werden aus der detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen, die sich auf die Zeichnungen bezieht, noch deutlicher.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen:

Die 1A und 1B zeigen jeweils in perspektivischer und vertikaler Schnittansicht einen einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung entsprechenden piezoelektrischen Resonator;

2 zeigt schematisch in einer perspektivische Ansicht die Verzerrung der Polarisationsachse, wenn eine mechanische Spannung in Längsrichtung des piezoelektrischen Resonators einwirkt;

3 zeigt perspektivisch ein piezoelektrisches Resonatorbauelement mit Leitungsanschlüssen, das einen einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung entsprechenden piezoelektrischen Resonator verwendet;

4 zeigt graphisch die Beziehung zwischen der relativen Häufigkeit erzeugter Welligkeiten und einem mechanischen Gütefaktor Qm bezogen auf die Größe eines Elektrodenversatzes, der den Abstand eines piezoelektrischen Vibrationsabschnitts von der geometrischen Mitte in Längsrichtung einer piezoelektrischen Platte angibt;

5 ist ein Diagramm, das im Frequenzbereich zwischen der Resonanzfrequenz und der Gegenresonanzfrequenz in einem piezoelektrischen Resonator erzeugte Welligkeiten veranschaulicht; und die 6A und 6B zeigen jeweils perspektivisch und in vertikaler Schnittansicht ein Beispiel des bekannten energieeinfangenden piezoelektrischen Resonators.

Nachstehend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen, bezogen auf die beiliegenden Zeichnungen, mehr im einzelnen beschrieben.

Die 1A und 1B zeigen jeweils perspektivisch und in einem vertikalen Schnitt einen einer bevorzugten Ausführungsform dieser Erfindung entsprechenden piezoelektrischen Resonator.

Ein als energieeinfangender Typ konzipierter piezoelektrischer Resonator 1 nutzt eine Grundschwingung im Dickenscherungs-Vibrationsmodus.

Der piezoelektrische Resonator 1 enthält bevorzugt eine piezoelektrische Platte 2, die bevorzugt eine lange und schmale, im wesentlichen rechtwinklige Form hat. Die piezoelektrische Platte 2 besteht bevorzugt aus piezoelektrischer Keramik, z.B. einer auf Bleizirkonat-Titanat basierenden Keramik, und ist in der P-Richtung polarisiert, d.h. im wesentlichen parallel zu ihrer Längsrichtung.

Eine erste Resonanzelektrode 3 liegt auf der Oberseite 2a der piezoelektrischen Platte 2. Eine zweite Resonanzelektrode 4 liegt auf der Unterseite 2b der piezoelektrischen Platte 2. Die erste und zweite Resonanzelektrode 3 und 4 liegen einander gegenüber und überlappen sich mit der dazwischenliegenden piezoelektrischen Platte 2. Der Abschnitt der Platte 2, wo sich die Resonanzelektroden 3 und 4 mit der dazwischenliegenden Platte 2 überlappen, bildet einen energieeinfangenden Vibrationsabschnitt.

Die erste Resonanzelektrode 3 erstreckt sich in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2 vom oben erwähnten Vibrationsabschnitt auf der Oberseite 2a bis zum Ende der piezoelektrischen Platte 2. Andererseits erstreckt sich die zweite Resonanzelektrode 4 auf der Unterseite 2b vom Vibrationsabschnitt in Längsrichtung bis zum anderen Ende der piezoelektrischen Platte 2.

Die Resonanzelektroden 3 und 4 bestehen aus einem geeigneten Metall, wie z.B. Ag, einer Ag-Pd-Legierung, Al, Cu oder einem anderen geeigneten Stoff.

Der piezoelektrische Resonator 1 der hier bevorzugten Ausführungsform ist einheitlich so aufgebaut, dass der energieeinfangende Vibrationsabschnitt asymmetrisch in Bezug auf die in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2a definierte geometrische Mitte liegt. D.h., dass sich der mittlere Abschnitt des Resonators, wo sich die erste und zweite Resonanzelektrode 3 und 4 unter Bildung des Resonanzabschnitts überlappen, einem Ende in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2 näher liegt als ihre in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2 definierte geometrische Mitte.

In dem dieser Ausführungsform entsprechenden piezoelektrischen Resonator sind unerwünschte Welligkeiten, die im Frequenzbereich zwischen der Resonanzfrequenz und der Gegenresonanzfrequenz eines als Ausgangsprodukt hergestellten piezoelektrischen Resonatorbauelements wirksam unterdrückt und verhindert, selbst wenn beim Häusen eine äußere Kraft auf den piezoelektrischen Resonator 1 einwirkt oder wenn das Abdeckharz auf den mit den Leitungsanschlüssen versehenen piezoelektrischen Resonator 1 aufgebracht wird, da der energieeinfangende Vibrationsabschnitt von der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2 definierten Mitte zu einem Ende hin versetzt ist. Dies wird genauer bezogen auf die 2 bis 5 beschrieben.

Wenn ein piezoelektrischer Resonator ein piezoelektrisches Resonatorelement enthält, an dem Leitungsanschlüsse angebracht sind, oder wenn ein piezoelektrischer Resonator auf einem Gehäusesubstrat montiert und anschließend mit einem Deckel unter Bildung eines piezoelektrischen Resonatorbauelements abgedeckt wird, verwirft sich im allgemeinen der piezoelektrische Resonator 1 wegen der beim Aushärten und Zusammenziehen des Harzes, der auf die Verbindungsabschnitte während des Häusens aufgebracht wird, ausgeübten mechanischen Spannung. Das bedeutet, dass, wie die 2 zeigt, Spannungskräfte F1 und F2 auftreten, die den piezoelektrischen Resonator 1 verbiegen, und in diesem Fall verwirft sich auch die durch Pfeile P dargestellte Polarisationsachse in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2.

In einem beispielhaft in 3 dargestellten piezoelektrischen Resonatorbauelement 11 sind mit einem piezoelektrischen Resonator 1 Leitungsanschlüsse 5 und 6 verbunden, und diese sind mit Ausnahme ihrer Endabschnitte und der Rest des piezoelektrischen Resonatorbauelements 11 von einem Abdeckharz 7 bedeckt. Als ein derartiges Abdeckharz wird im allgemeinen ein wärmehärtbares Harz, wie z.B. Epoxidharz, oder ein anderer geeigneter Stoff verwendet, und dieser Stoff zieht sich beim Härten zusammen. Dementsprechend entstehen beim Aushärten des Abdeckharzes 7 die auf den piezoelektrischen Resonator 1 einwirkenden, oben erwähnten mechanischen Spannungen F1 und F2.

Deshalb werden in dem bekannten piezoelektrischen Resonator 51, weil sich, wenn die oben erwähnten mechanischen Spannungen einwirken, auch die Polarisationsachse p verwirft, mit hoher Wahrscheinlichkeit unerwünschte Welligkeiten zwischen der Resonanzfrequenz und der Gegenresonanzfrequenz erzeugt, wie in 5 durch einen Pfeil A angedeutet ist.

Die Erfinder dieser Erfindung haben erkannt, dass, wenn man die Auswirkung der Spannungen, die während des oben erwähnten Härtens und Zusammenziehens des Abdeckharzes auftreten, auf das Gehäuse betrachtet, wenn in dem piezoelektrischen Resonator 1 der Vibrationsabschnitt so strukturiert ist, dass die durch die oben beschriebenen mechanischen Spannungen verursachte Verwerfung der Polarisationsachse unterdrückt und minimiert ist, die Erzeugung unerwünschter Welligkeiten verhindert werden kann, und diese Erkenntnis hat zur Entwicklung verschiedener bevorzugter Ausführungsformen dieser Erfindung geführt.

4 zeigt die Änderung von Qm und der relativen Häufigkeit der Erzeugung von Welligkeiten, wenn, beruhend auf dem eben erwähnten Prinzip, die Mitte des Vibrationsabschnitts von der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte des piezoelektrischen Resonators 1 definierten geometrischen Mittezur Seite hin, d.h. zu einem Ende der piezoelektrischen Platte 2 hin versetzt ist. Darüber hinaus zeigt 4 die Ergebnisse bei verschiedenen piezoelektrischen Resonatoren, bei denen die Resonanzelektroden 3 und 4 an unterschiedlichen Stellen auf der Ober- und Unterseite einer piezoelektrischen Platte 2 liegen, die ungefähr eine Abmessung von 5,4 mm Länge × 0,42 mm Breite × 0,12 mm Dicke hat und aus einer auf Bleizirkonat-Titanat beruhenden Keramik besteht. Das Maß des Elektrodenversatzes in der horizontalen Achse in 4 ist als Distanz &Dgr;L zwischen der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2 definierten geometrischen Mitte der piezoelektrischen Platte 2 und der Mitte des Vibrationsabschnitts, ebenfalls in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte, definiert.

Wie 4 klar zeigt, überschreitet die relative Häufigkeit von Welligkeiten 6%, wenn der Vibrationsabschnitt in der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2 definierten geometrischen Mitte liegt, d.h., wenn der Elektrodenversatz &Dgr;L=0 ist. Andererseits macht 4 deutlich, dass sich die Häufigkeit der Welligkeiten verringert, wenn die Mitte des Vibrationsabschnitts von der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte definierten geometrischen Mitte zu einem Ende hin versetzt ist. Das bedeutet, dass in der hier bevorzugten Ausführungsform durch die Verschiebung der Mitte des Vibrationsabschnitts von der in Längsrichtung definierten geometrischen Mitte der piezoelektrischen Platte 2 zu einem ihrer Enden hin, d.h. durch den Aufbau des Vibrationsabschnitts so, dass er zur Mitte der piezoelektrischen Platte 2 asymmetrisch liegt, Welligkeiten, die beim bekannten piezoelektrischen Resonator im Frequenzbereich zwischen der Resonanzfrequenz und der Gegenresonanzfrequenz auftreten, wirksam unterdrückt sind, d.h. ihr Auftreten ist verhindert.

Weiterhin ist im Hinblick auf die Erzeugungshäufigkeit der Welligkeiten, wie sie auf der senkrechten Achse in 4 aufgetragen ist, wie auch in dem in 5 dargestellten Impedanz-Frequenzgang, z.B. in dem Frequenzbereich zwischen der Resonanzfrequenz Fr und der Gegenresonanzfrequenz Fa, wenn ein Abschnitt, wo die Kurve nicht glatt kontinuierlich ist, falls die Differenz zwischen dem Spitzenwert und einem unteren Wert größer als 0 dB ist, deutlich, dass eine Welligkeit erzeugt wird.

Darüber hinaus ist ein mechanischer Gütefaktor ebenfalls verringert, wenn das Maß des Elektrodenversatzes wie im obigen Beispiel größer als 0 ist.

Zusätzlich wurde in dem oben erwähnten experimentellen Beispiel ein Fall beschrieben, wo der Vibrationsabschnitt zu dem einen Ende in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte hin versetzt wurde. Statt dessen lässt sich auch in einem Fall, wo der Vibrationsabschnitt von der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte 2 definierten geometrischen Mitte zu ihrem anderen Ende hin versetzt ist, die Erzeugung der Welligkeiten in der gleichen Weise unterdrücken, und auch hier verringert sich der mechanische Gütefaktor.

Aus 4 erkennt man deutlich, dass, wenn die Beziehung 3t ≤ &Dgr;L erfüllt ist, worin L die Länge der piezoelektrischen Platte 2, t die Dicke der piezoelektrischen Platte 2 und &Dgr;L die Distanz zwischen der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte definierten geometrischen Mitte und der Mitte des Vibrationsabschnitt sind, die Erzeugungshäufigkeit der Welligkeiten etwa 4% oder weniger beträgt. Außerdem kann, wenn die Beziehung &Dgr;L ≤ 5t erfüllt ist, die Verringerung des mechanischen Gütefaktors Qm verhindert werden.

Deshalb ist bevorzugt die Beziehung 3t ≤ &Dgr;L ≤ 5t erfüllt.

In einem verschiedenen Ausführungsformen dieser Erfindung entsprechenden piezoelektrischen Resonator liegt, wie oben beschrieben, ein energieeinfangender Vibrationsabschnitt, der im Dickenscherungs-Vibrationsmodus schwingt, asymmetrisch, bezogen auf die in Längsrichtung einer im wesentlichen rechtwinkligen und in Längsrichtung polarisierten piezoelektrischen Platte definierte geometrische Mitte, und dementsprechend ist die Erzeugung unerwünschter Welligkeiten zwischen der Resonanzfrequenz und der Gegenresonanzfrequenz dann unterdrückt und verhindert. Deshalb lassen sich, wenn der den bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung entsprechende piezoelektrische Resonator z.B. als piezoelektrischer Oszillator verwendet wird, Erscheinungen wie Schwingungsfrequenzsprünge, Abreißen der Schwingung oder andere Fehler mit Sicherheit verhindern, so dass ein Oszillator mit überragender Zuverlässigkeit realisierbar ist.

Außerdem wurden bis heute die oben erwähnten piezoelektrischen Resonatoren, die Welligkeiten erzeugen, als Ausschussware angesehen. Deshalb lässt sich unter Verwendung der bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung, da bei ihnen die Erzeugung unerwünschter Welligkeiten, wie oben beschrieben, wirksam verhindert ist, die Rate akzeptierbarer Produkte stark steigern und demgemäß die Kosten der piezoelektrischen Resonatoren beträchtlich verringert.

Bei den verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung ist, wenn die Beziehung 3t ≤ &Dgr;L ≤ 5t erfüllt ist, die Erzeugung der Welligkeiten und gleichzeitig die Verringerung des mechanischen Gütefaktors Qm verhindert. Demgemäß können die Kennwerte des Resonators, z.B. im Einsatz als piezoelektrischer Oszillator, beibehalten und gleichzeitig die Erzeugung von Welligkeiten wirksam unterdrückt werden.

In verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen dieser Erfindung kann, wenn sich eine erste Resonanzelektrode bis zu einem Ende in der Längsrichtung der piezoelektrischen Platte und eine zweite Resonanzelektrode bis zum anderen Ende in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte erstreckt, in derselben Weise, wie bei dem bekannten piezoelektrischen Resonator, der einen Dickenscherungs-Vibrationsmodus nutzt, eine elektrische Verbindung und eine mechanische Halterung an beiden Enden des piezoelektrischen Resonators liegen. Dementsprechend kann ein piezoelektrisches Resonatorbauelement mit daran angebrachten Leitungen, auf denen eine Harzabdeckung liegt, und ein auf einem Gehäusesubstrat montiertes piezoelektrisches Resonatorbauelement, das mit einem Deckel abgedichtet ist, hergestellt werden.


Anspruch[de]
  1. Piezoelektrischer Resonator der energieeinfangenden Art, der aufweist: eine piezoelektrische Platte (2), die in ihrer Längsrichtung polarisiert ist und eine erste und zweite Hauptfläche (2a, 2b) enthält und eine erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4), die jeweils auf der ersten und zweiten Hauptfläche (2a, 2b) der piezoelektrischen Platte (2) so angeordnet sind, dass sich die erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4) mit der zwischen ihnen angeordneten piezoelektrischen Platte (2) überlappen und so einen energieeinfangenden Vibrationsabschnitt bilden, dadurch gekennzeichnet, dass der energieeinfangende Vibrationsabschnitt in Bezug auf die Mitte in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte (2) asymmetrisch ist.
  2. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die piezoelektrische Platte (2) und die erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4) derart angeordnet sind, dass der Resonator unter Nutzung einer Grundschwingung im Dickenscherungs-Vibrationsmodus vibriert.
  3. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die piezoelektrische Platte (2) rechtwinklig ist.
  4. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beziehung 3t ≤ &Dgr;L ≤ 5t erfüllt ist, wobei L die Länge der piezoelektrischen Platte (2), t deren Dicke und &Dgr;L eine Distanz in Längsrichtung zwischen der geometrischen Mitte der piezoelektrischen Platte (2) und der in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte definierten Mitte des Vibrationsabschnitts sind.
  5. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Resonanzelektrode (3) so angeordnet ist, dass sie sich in Längsrichtung bis zum einen Ende der piezoelektrischen Platte erstreckt und die zweite Resonanzelektrode (4) so angeordnet ist, dass sie sich in Längsrichtung bis zum anderen Ende der piezoelektrischen Platte (2) erstreckt.
  6. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass ein erster und zweiter Leitungsanschluss (5, 6) elektrisch jeweils mit den herausgeführten Abschnitten der ersten und zweiten Resonanzelektrode (3, 4) verbunden sind und dass der verbleibende Teil des piezoelektrischen Resonators (1) mit Ausnahme der Spitzen des ersten und zweiten Leitungsanschlusses (5, 6) mit Harz so bedeckt ist, dass ein Freiraum um den Vibrationsabschnitt gebildet ist, der die Vibration des Vibrationsabschnitts nicht behindert.
  7. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die piezoelektrische Platte (2) aus piezoelektrischem Keramikmaterial besteht und in einer Richtung polarisiert ist, die parallel zur Längsrichtung der piezoelektrischen Platte (2) ist.
  8. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4) aus einem der Stoffe Ag, Ag-Pd-Legierung, Al und Cu gebildet sind.
  9. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittenabschnitt des Resonators (1), wo sich die erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4) überlappen, in Längsrichtung einem Ende der piezoelektrischen Platte (2) näher liegt, als die geometrische Mitte der piezoelektrischen Platte in ihrer Längsrichtung.
  10. Oszillator, der aufweist: wenigstens einen piezoelektrischen Resonator (1), der enthält: eine piezoelektrische Platte (2), die in Längsrichtung polarisiert ist und eine erste und zweite Hauptfläche (2a, 2b) enthält, und eine erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4), die jeweils auf der ersten und zweiten Hauptfläche (2a, 2b) der piezoelektrischen Platte (2) derart angeordnet sind, dass sie sich mit der zwischen ihnen angeordneten piezoelektrischen Platte überlappen und so einen energieeinfangenden Vibrationsabschnitt definieren, dadurch gekennzeichnet, dass der energieeinfangende Vibrationsabschnitt in Bezug auf die geometrische Mitte der piezoelektrischen Platte in ihrer Längsrichtung asymmetrisch ist und dass ein Gehäuse den wenigstens einen piezoelektrischen Resonator umgibt.
  11. Energieeinfangender piezoelektrischer Resonator, der aufweist: eine piezoelektrische Platte, die in Längsrichtung polarisiert ist und eine erste und zweite Hauptfläche (2a, 2b) enthält und eine erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4), die jeweils auf der ersten und zweiten Hauptfläche der piezoelektrischen Platte derart angeordnet sind, dass sie sich mit der zwischen ihnen liegenden piezoelektrischen Platte (2) überlappen und so einen energieeinfangenden Vibrationsabschnitt definieren, dadurch gekennzeichnet, dass der Mittelabschnitt des Resonators (1), wo sich die erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4) überlappen, in Längsrichtung einem Ende der piezoelektrischen Platte näher liegt, als die geometrische Mitte der piezoelektrischen Platte in ihrer Längsrichtung.
  12. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die piezoelektrische Platte (2) und die erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4) so angeordnet sind, dass der Resonator (1) unter Nutzung einer Grundschwingung im Dickenscherungs-Vibrationsmodus vibriert.
  13. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die piezoelektrische Platte (2) rechtwinklig ist.
  14. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Beziehung 3t ≤ &Dgr;L ≤ 5t erfüllt ist, worin L die Länge der piezoelektrischen Platte (2), t die Dicke der piezoelektrischen Platte (2) und &Dgr;L eine Distanz zwischen der geometrischen Mitte der piezoelektrischen Platte (2) in ihrer Längsrichtung und der Mitte des Vibrationsabschnitts in der Längsrichtung sind.
  15. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Resonanzelektrode (3) so angeordnet ist, dass sie sich zu einem Ende in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte (2) erstreckt, und die zweite Resonanzelektrode (4) so angeordnet ist, dass sie sich in Längsrichtung zum anderen Ende der piezoelektrischen Platte erstreckt.
  16. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster und zweiter Leitungsanschluss (5, 6) elektrisch jeweils mit den herausgeführten Abschnitten der ersten und zweiten Resonanzelektrode (3, 4) verbunden sind und dass der verbleibende Teil des piezoelektrischen Resonators mit Ausnahme der Spitzen des ersten und zweiten Leitungsanschlusses mit einem Harz so bedeckt ist, dass um den Vibrationsabschnitt ein Raum gebildet ist, der die Vibration des Vibrationsabschnitts nicht behindert.
  17. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die piezoelektrische Platte (2) aus einer piezoelektrischen Keramik besteht und in einer Richtung polarisiert ist, die parallel zur Längsrichtung der piezoelektrischen Platte (2) ist.
  18. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4) aus einem der Stoffe Ag, Ag-Pd-Legierung, Al, und Cu bestehen.
  19. Piezoelektrischer Resonator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der energieeinfangende Vibrationsabschnitt bezogen auf die geometrische Mitte der piezoelektrischen Platte (2) in ihrer Längsrichtung asymmetrisch ist.
  20. Oszillator, der aufweist: wenigstens einen piezoelektrischen Resonator (1), der enthält eine piezoelektrische Platte (2), die in ihrer Längsrichtung polarisiert ist und eine erste und zweite Hauptfläche enthält, und eine erste und zweite Resonanzelektrode (3, 4), die jeweils auf der ersten und zweiten Hauptfläche der piezoelektrischen Platte derart angeordnet sind, dass sie sich mit der zwischen ihnen liegenden piezoelektrischen Platte (2) überlappen und so einen energieeinfangenden Vibrationsabschnitt bilden, dadurch gekennzeichnet, dass

    der mittlere Abschnitt des Resonators (1), wo sich die erste und zweite Resonanzelektrode überlappen, einem Ende in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte (2) näher liegt als die geometrische Mitte in Längsrichtung der piezoelektrischen Platte (2), und dass

    ein Gehäuse den wenigstens einen piezoelektrischen Resonator umschließt.
Es folgen 4 Blatt Zeichnungen






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