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Dokumentenidentifikation DE10130855B4 14.07.2005
Titel Längenveränderbare, insbesondere teleskopierbare Fixiervorrichtung für Schalungszwecke
Anmelder Weidner, Georg, 97854 Steinfeld, DE
Erfinder Weidner, Georg, 97854 Steinfeld, DE
Vertreter GÖTZ Patent- und Rechtsanwälte, 90402 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 28.06.2001
DE-Aktenzeichen 10130855
Offenlegungstag 12.09.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.07.2005
IPC-Hauptklasse B28B 7/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine längenveränderbare, insbesondere teleskopierbare Fixiervorrichtung für Schalungszwecke, die ein oder mehrere erste, wandartige Form- oder Profilelemente und einen oder mehrere erste, mit den Profilelementen verbundene Haftmagnetkörper besitzt, welcher oder welche einer gegenüberliegenden Schalungsunterlage zugeordnet sind. Auf diese oder von dieser sind der oder die ersten Haftmagnetkörper, insbesondere je nach ihrer Stellung gegenüber dem oder den ersten Profilelementen, aufsetzbar bzw. lösbar. Ferner weist die Fixiervorrichtung einen gegenüber dem oder den ersten Profilelementen teleskopartig verstellbaren und arretierbaren Ausleger auf, der mit einem oder mehreren zweiten, wandartigen Profilelementen verbunden oder verbindbar ist.

Teleskopierbare Modul-Schalungssysteme etwa dieser Art sind bekannt (vgl. Firmenprospekt „Modul-Schalungen auf der Basis des RATEC Automatiksystems" der Firma RATEC GmbH & Co., Karlsruher Straße 32, D-68766 Hockenheim). Solche Abschalsysteme zum Abschalen von Betonfertigteilen bestehen üblicherweise aus Schalungswandelementen (Form- oder Profilelemente), die über Magneten auf der Schalungsunterlage fixierbar sind. Zur Schalungsverlängerung ist eine Teleskopiereinrichtung mit ausziehbarem Auslegerteil ausgebildet, woran ein Brett oder sonstiges Schalungs- oder Profilelement befestigt werden kann, um die durch die Verlängerung vorher entstandene Öffnung für den weiteren Schalungsvorgang zu schließen. Dabei besteht die Anforderung, die Schalungsseite der Profilwand der Telekopiereinrichtung mit den sonstigen Schalungsseiten beziehungsweise Profilwandungen der Fixiervorrichtung möglichst formschlüssig oder flächenbündig auszurichten, um hohen Ansprüchen an Maßtreue und Oberflächenbeschaffenheit zu genügen. Dazu wird der teleskopartig ausgefahrene bzw. teleskopierte Ausleger an der sonstigen Profil- oder Schalungswandung verschraubt und/oder dort mit einem Stift gegen Verstellen gesichert. Dies mag zur Festlegung der Schalungs-Gesamtlänge, welche die Fixiervorrichtung ergibt, ausreichen. Jedoch treten im Fertigungsprozeß, insbesondere bei Rüttelvorgängen zur Bildung des Betonfertigteils, starke Vibrationen auf, wodurch die Formgenauigkeit und Schalungspräzision beim vorbekannten Abschalsystem beeinträchtigt wird. Dieser Nachteil wird mit zunehmender Ausfahrlänge des teleskopierten Auslegers immer gravierender.

Es ergibt sich die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe, eine teleskopierbare Fixiervorrichtung so weiterzuentwickeln, dass während des Betonteil-Fertigungsprozesses trotz dabei auftretender starker Vibrationen insbesondere aufgrund Rüttelns die Formgenauigkeit und -stabilität mit hoher Zuverlässigkeit bei einfacher Handhabung verbessert ist. Zur Lösung wird die im Patentanspruch 1 angegebene Fixiervorrichtung vorgeschlagen. Zweckmäßige, vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Indem erfindungsgemäß der Ausleger der Teleskopiereinrichtung nun eigens auf der Schalungsunterlage magnetisch befestigt bzw. festgelegt ist, ist die Anfälligkeit des Schalungssystems gegenüber während des Betonteil-Fertigungsprozesses auftretender Rüttelbewegungen und sonstiger Vibrationen wesentlich vermindert. Eine Quelle für Schalungs-Formungenauigkeiten läßt sich so weitgehend beseitigen. Die als Fixiermittel für den Teleskop-Ausleger dienenden, zweiten Haftmagnetkörper können – ebenso wie die ersten Haftmagnetkörper für die ersten Profilelemente – in vielfältigen Formen (vgl. z. B. EP 1 086 792 A1, DE 195 07 506 C2, DE 92 18 032 U1, DE 299 20 866 U1 oder WO97/06324) ausgebildet sein. Aus Gründen einer rationellen Herstellungsweise und effizienter Lagerhaltung empfiehlt es sich, für die ersten und zweiten Haftmagnetkörper bzw. Haftmagnetsysteme gleichartige Typen einzusetzen.

Über die erfindungsgemäße Arretierung des Auslegers mittels eigens zugeordneter, ein oder mehrfach vorgesehener, zweiter Haftmagnetkörper ist eine Sicherung des Auslegers vor jeder Art von Bewegung oder Vibration gegenüber bzw. relativ zum Schalungsuntergrund gegeben, was die Formgenauigkeit und -stabilität für den Schalungsvorgang außerordentlich erhöht. Denn es wird eine starre Verbindung des einen oder der mehreren zweiten Profilelemente mit dem Schalungsuntergrund über die magnetisch fixierten bzw. arretierten Teleskopausleger bewirkt.

Erfindungsgemäß bewegen sich der oder die zweiten Haftmagnetkörper mit dem teleskopierbaren Ausleger mit. Zu diesem Zweck ist nach einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung vorgesehen, dass der oder die zweiten Haftmagnetkörper direkt am Ausleger befestigt oder angebracht sind.

Um beim Teleskopieren bzw. Verlängern die an sich auf der Schalungsseite entstehende Öffnung zu schließen bzw. geschlossen zu halten, ist nach einer vorteilhaften Erfindungsausbildung vorgesehen, dass wenigstens ein wandartiges, drittes Profilelement an der oder den Innenseiten des oder der zweiten Profilelemente (verbunden mit dem Ausleger) befestigt ist. Dabei springen die dritten Profilelemente in einer Richtung parallel zu der Innenseite des ersten Profilelements derart vor, dass im eingefahrenen Zustand der Teleskopiereinrichtung das dritte Profilelement die Innenseite des ersten Profilelements überdeckt. Mit dieser Ausbildung wird erreicht, dass beim Verlängern bzw. Teleskopieren zumindest für einen bestimmten Ausfahrweg die an sich entstehende Öffnung selbsttätig geschlossen gehalten wird. Man erhält eine Teleskopiereinrichtung, bei der beim Herausziehen bzw. Ausfahren des Auslegers Öffnungen nicht mehr auftreten.

Nach einer anderen Ausbildung der Erfindung werden ein oder mehrere vierte, wandartige Profilelemente eingesetzt, die als separate, lose Teile hergestellt und zum formgerechten (formschlüssigen und/oder form- und/oder flächenbündigen) Einfügen zwischen einem ersten und einem zweiten Profilelement gestaltet sind. Dabei kann es gegebenenfalls zum Überdecken oder zum Aufsetzen des vierten Profilelements von außen auf das oben erörterte, dritte Profilelement kommen. Mit dieser Ausbildung ist es möglich, bei der Schalungsverlängerung bzw. beim Teleskopieren entstandene Vertiefungen oder Unebenheiten in der Profilwandung nachträglich in einfacher- Weise zu schließen. Die Halterung bzw. Fixierung der zweiten, dritten und/oder vierten Profilelemente kann zweckmäßig ebenfalls mit eigens zugeordneten Haftmagnetkörpern in lösbarer Weise erfolgen. Dazu sind diese – dritten – Haftmagnetkörper nach einer konstruktiven Erfindungsausbildung entweder gegen das Fixiervorrichtungsgestell oder direkt gegen den zweiten Haftmagnetkörper der Teleskopiereinrichtung abgestützt bzw. daran angebracht.

Die Maßhaltigkeit und Formgenauigkeit sowie die Bedien- und Handhabbarkeit werden noch durch eine Erfindungsausbildung weiter gefördert, nach der das Ausfahren bzw. Ausziehen oder Einschieben des Teleskopier-Auslegers aus bzw. in die Vorrichtung über Führungselemente bewerkstelligt wird. Diese können zur Teleskopiereinrichtung oder zu den ersten Profilelementen und/oder Haftmagnetkörpern gehören und derart gestaltet sein, dass Ausleger-Bewegungen parallel zum oder zu den Form- oder Profilelementen ermöglicht sind.

Eine erste Konstruktionsalternative für die Führungselemente besteht in der Verwendung von langgestreckten Strangkörpern insbesondere in der Form von Führungsstangen. So kann die Teleskopiereinrichtung ein oder mehrere Führungsstangen aufweisen, die mit den zweiten Profilelementen fest verbunden bzw. bewegungsmäßig gekoppelt sind. Diese Führungsstangen sind zum teleskopartigen Ausfahren in Führungsaufnahmen und/oder -durchgängen bewegbar gelagert, die sich beispielsweise in Quervorsprüngen an den Innenseiten der ersten Profilelemente befinden. Die Quervorsprünge können gleichzeitig die Funktion als Halterungselemente für die genannten Haftmagnetkörper ausfüllen, insbesondere wenn letztere zwischen oder an zwei solchen Quervorsprüngen befestigt, insbesondere angeschweißt sind.

Mit den genannten Quervorsprüngen für die Führungselemente ist die weitere, besonders vorteilhafte Ausbildung eröffnet, dass die Quervorsprünge zu Querabstellern weitergebildet sein können, über welche die Fixiervorrichtung sicher auf der Schalungsunterlage aufgesetzt und abgestützt werden kann. In diesem Zustand läßt sich zunächst – vor der Fixierung durch die Haftmagnetkörper – eine Ausrichtung der Fixiervorrichtung und Schalungskonfiguration herbeiführen. Derartige Querabsteller können zur Bildung einer Profilwand nur auf einer Seite oder auf beiden gegenüberliegenden Längsseiten vorteilhaft verwendet werden (vgl. Firmenveröffentlichung „BGW-Abschalsystemtyp HM13 – Sonderausführungen" der BGW-Bohr GmbH, 97854 Steinfeld unter www.bgw-bohr.de 09/00 oder 10/00).

Nach einer zusätzlichen oder alternativen Konstruktion für die Führungselemente, wobei von zwei an gegenüberliegenden Längsseiten Fixiervorrichtung verlaufenden Profilwänden ausgegangen wird, ist dazwischen das genannte dritte Profilelement (fest verbunden mit dem zweiten Profilelement bzw. dem Ausleger) schienenartig spurgeführt. Um Abweichungen in Querrichtung zu vermeiden, ist in weiterer Ausbildung wenigstens eine nutartige Vertiefung oder rippenartige Erhöhung in Längsrichtung auf der Innenseite des ersten Profilelements ausgebildet, womit ein komplementäres Führungselement (rippenartige Erhöhung oder nutartige Vertiefung) auf der gegenüberliegenden Außenseite des dritten Profilelements in Eingriff steht. Damit ist eine teleskopartige Verschiebung des ersten und dritten Profilelements in Vorrichtungs-Längsrichtung gegeneinander ermöglicht, gleichzeitig eine Festlegung bzw. Fixierung bzw. Spurführung in Querrichtung bewirkt. Eine solche Ausbildung eignet sich besonders zur Anwendung für Schalungssysteme, bei denen die Haftmagnetkörper durch haubenartige Profilelemente längs- und oberseitig umfaßt sind (vgl. EP 1 086 792 A1).

Zur Einsparung von Baukomponenten ist nach einer weiteren Erfindungsausbildung vorgesehen, dass wenigstens eines der Profilelemente direkt durch einen Haftmagnetkörper realisiert ist, welcher gleichzeitig die Fixierfunktion bzw. Festlegung auf der Schalungsunterlage bewerkstelligt. Es entsteht so ein Profilelement, das mit dem Haftmagnetkörper ein einziges Stück bildend integriert ist.

Weitere Einzelheiten, Merkmale, Wirkungen und Vorteile auf der Basis der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung und den Zeichnungen. Diese zeigen in jeweils schematisch-perspektivischer Darstellung:

1 und 2 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Fixiervorrichtung im ein- bzw. ausgefahrenen Zustand

3 und 4 ein zweites Ausführungsbeispiel im ein- und ausgefahrenen Zustand, und

5 und 6 ein drittes Ausführungsbeispiel im ein- und ausgefahrenen Zustand Gemäß 1 und 2 weist die Fixiervorrichtung eine erste Form- bzw. Profilwand 1 auf, welche als Befestigungsfläche für eine gesonderte Schalungswand oder als Form zur Aufnahme von Beton oder anderen erhärtenden Baustoffen bis zu deren Erhärtung dienen kann. Als Stütz- und Abstellwerk für die erste Profilwand 1 dienen mehrere von der Profilwand-Innenseite senkrecht vorspringende bzw. daran befestigte Querabsteller 2 mit im gezeichneten Beispiel viereckiger Grundform. Gemäß Ausführungsbeispiel sind fünf erste Querabsteller 2 vorgesehen, wobei zwischen den ersten beiden und den letzten beiden Querabstellern 2 jeweils ein erster Haftmagnetkörper 3 angeordnet ist. Für solchen Zweck geeignete Magnetsysteme sind an sich bekannt (vgl. beispielsweise oben genannte Veröffentlichungen WO97/06324 und EP 1 086 792). Im eingefahrenen Zustand gemäß 1 schließt sich eine Teleskopiereinrichtung 4 mit zwei zweiten Querabstellern 5, die ähnlich wie die ersten Querabsteller 2 voneinander beabstandet sind, an. Im eingefahrenen Zustand kann der innenliegende der beiden zweiten Querabsteller 5 direkt an dem innersten der fünf ersten Querabsteller 2 anliegen oder diesem nahe gegenüberliegen. Zwischen den beiden zweiten Querabstellern 5 ist ein einzelner, zweiter Haftmagnetkörper 6 eingefügt, ähnlich wie jeweils die beiden ersten Haftmagnetkörper 3. Sowohl die ersten Haftmagnetkörper 3 als auch der zweite Haftmagnetkörper 6 können jeweils mit ihrer Längsseite an einer gegenüberliegenden Profilwand 1 (wenn vorhanden) oder mit ihren beiden Stirnseiten an je einem gegenüberliegenden Querabsteller 2, 5 befestigt, beispielsweise angeschweißt sein.

Gemäß 1 besitzt die noch eingefahrene Teleskopiereinrichtung 4 keine eigene Profilwandung, jedoch ist zu deren Befestigung bereits ein dritter Haftmagnetkörper 7 vorgesehen, beispielsweise ebenfalls zwischen den beiden zweiten Querabstellern 5 befestigt. Die Teleskopiereinrichtung 4 steht mit der sonstigen Vorrichtung über zwei Teleskop- bzw. Führungsstangen 8 in Verbindung, welche im eingefahrenen Zustand gemäß 1 mindestens vier der ersten Querabsteller 2 und den inneren der beiden zweiten Querabsteller 5 durchsetzen. Die beiden zweiten Querabsteller 5 sind mit den Führungsstangen 8 starr verbunden, beispielsweise der endseitige zweite Querabsteller 5 mit den Führungstangen-Stirnseiten und der innere zweite Querabsteller 5 mit den Führungsstangen-Umfangsmänteln verschweißt. In den der Teleskopiereinrichtung 4 nachfolgenden, wenigstens vier der ersten Querabsteller 2 sind die Führungsstangen 8 verschiebbar bzw. teleskopierbar in komplementär ausgebildeten Führungsdurchgängen 9 aufgenommen bzw. gelagert. Hierdurch ist, vom eingeschobenen Zustand in 1 ausgehend, eine Verlängerungsbewegung 10 für die Fixiervorrichtung möglich. Die stirnseitigen Enden der beiden Führungsstangen 8 sind einerseits an der Innenwandung des letzten der beiden zweiten Querabsteller 5, welcher das eine Ende der Vorrichtung bildet, befestigt, beispielsweise angeschweißt, und zum anderen beispielsweise an die Innenwandung des endseitigen der fünf ersten Querabsteller 2, welcher das andere Ende der Vorrichtung bildet, in Anlage gestoßen (eingefahrener Zustand gemäß 1). Alternativ kann auch der endseitige der ersten fünf Querabsteller 2 mit Führungsdurchgängen 9 versehen sein. Vor ihrer Verlängerung ist an die Teleskopiervorrichtung 4 noch keine eigene Profilwandung angebracht, so dass der dritte Haftmagnetkörper 7, der auch auf dem unmittelbar darunter liegenden zweiten Haftmagnetkörper 6 abgestützt sein kann, von außen frei zugänglich ist.

Die beiden zweiten Querabsteller 5 bilden in Verbindung einen über die Führungsstangen 8 verlängerbaren Ausleger 11, der im ausgefahrenen Zustand in 2 gezeigt ist. Durch die dem Ausleger 11 erteilte Verlängerungsbewegung 10 ist zwischen dem endseitigen der fünf ersten Querabsteller 2 und den Stirnenden der Führungsstangen 8 ein Abstand 12 entstanden. Der innere der beiden zweiten Querabsteller 5 ist vom innersten der fünf ersten Querabsteller 2 nun in deutlichem Abstand 12a aufgrund des Herausziehens 10 der Führungsstangen 8 aus den diese aufnehmenden Führungsdurchgängen 9 angeordnet, und der Ausleger 11 ist entsprechend verlängert. Zur Schließung der aufgrund dieser Schalungsverlängerung entstandenen Öffnung bzw. Lücke ist eine zweite Profilwand 13 nun mit Hilfe des dritten Haftmagnetkörpers 7 so an die Außenkanten der beiden zweiten Querabsteller 5 und des innersten der fünf ersten Querabsteller 2 angebracht, dass insgesamt eine flächenbündige Schalungswandung, gebildet aus der ersten Profilwand 1 und der zweiten Profilwand 13, entsteht. Durch eine entsprechende, an sich bekannte Ausbildung des Haftmagnetkörpers 7 mit geeigneten Magnetsystemen kann die zweite Profilwand 13 auch wieder leicht gelöst werden.

Das Ausführungsbeispiel nach 3 und 4 unterscheidet sich von dem vorherigen vor allem dadurch, dass auf der Innenseite der zweiten Profilwand 13, und dort am inneren Stirnrand 14 eine dritte Profilwand 15 befestigt, beispielsweise angeschraubt, angenietet oder angeschweißt ist. Diese liegt somit etwa um die Dicke der zweiten Profilwand 13 in das Innere der Fixiervorrichtung versetzt und springt in Richtung zur ersten Profilwand 1 vor. Im nichtteleskopierten bzw. noch eingefahrenen Zustand nach 3 hinterdeckt die dritte Profilwand 14 einen innen bzw. mittig liegenden Endabschnitt 16 der ersten Profilwand 1 von deren Innenseite her. Die innere Endkante 17 der ersten Profilwand 1 ist in der Darstellung der 3 durch die davor liegende bzw. geschobene dritte Profilwand 15 verdeckt und deshalb nur gestrichelt angedeutet. Gemäß 4 ist der Teleskopier-Ausleger 11 im Vergleich zu 3 verlängert, indem die zweite Profilwand 13 nebst den daran starr befestigten, beiden zweiten Querabstellern 5, dem dazwischen angebrachten zweiten Haftmagnetkörper 6 und den beiden in den zweiten Querabstellern 5 starr aufgenommenen Führungsstangen 8 entsprechend der Verlängerungsbewegung 10 in Vorrichtungslängsrichtung ausgefahren bzw. herausgezogen worden sind. Dabei hat sich die Endkante 18 der dritten Profilwand 15, welche dem innersten der fünf ersten Querabsteller 2 am nächsten liegt, bis in den Bereich der Endkante 17 der ersten Profilwand 1 verschoben. Wegen des genannten Versatzes der dritten Profilwand 15 gegenüber der ersten und der zweiten Profilwand 1, 13 nach innen kann es zweckmäßig sein, eine lose, vierte Profilwand 19 auf die dritte, gemäß 4 nun freiliegende Profilwand 15 aufzusetzen, deren Dicke zur Herbeiführung eines flächenbündigen Gesamt-Schalungsprofils den Dicken der ersten und zweiten Profilwand 1, 13 entspricht. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel sind die ersten und zweiten Querabsteller 2, 5 deckungsgleich jeweils mit einem fünfeckigen Grundriß gestaltet. Dabei verläuft eine den Profilwänden 1, 13, 15 abgewandte Außenseite 20 gegenüber den Profilwänden 1, 13, 15 im schrägen Winkel. Die Führungsdurchgänge 9 sind (bezüglich eines gedachten Symmetrie-Vierecks für die jeweiligen Querabsteller) in einander diagonal gegenüberliegenden Eckbereichen angeordnet, so dass in Verbindung mit den dort aufgenommenen und verschiebbaren Führungsstangen 8 eine wirksame Stabilisierung in Quer- und Längsrichtung herbeigeführt ist. Durch die abgeschrägten Außenkanten 20 läßt sich ferner eine Material- und Gewichtsersparnis erzielen. Um mit einfachen Mitteln ein besonders effektives Halten der Führungsstangen 8 in deren Querrichtung zu bewirken, sind letztere im Querschnitt mit L-artigem Profil gestaltet. Entsprechend weisen die diesen zugeordneten Führungsdurchgänge 9 dieselbe Eckenform auf.

Die Erfindung ist nicht auf die beiden dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt. So ist es denkbar, an den kurzen, freien und parallel zu den Profilwänden verlaufenden Außenkanten 20a der Querabsteller 2, 5 weitere (nicht gezeichnete) Profilwände zur Bildung der zweiten Schalungslängsseite anzubringen, so dass ein Abschalsystem mit beidseitigem Profil entsteht.

Das Ausführungsbeispiel nach 5 und 6 unterscheidet sich von den vorherigen dadurch, dass keine Querabsteller ausgebildet und keine Führungsstangen angeordnet sind. Die ersten, zweiten und dritten Profilwände 1, 13, 15 sind als dreiseitige Schalungshauben ausgebildet (analog EP 1 086 792 A1), welche die ersten und zweiten Haftmagnetkörper 3, 6 von den beiden Längsseiten und von der Oberseite her umgeben (die dritte Profilwand bzw. -haube 15 ausgenommen). Die dritte, haubenförmige Profilwand 15 ist wiederum am inneren Stirnrand 14 der zweiten Profilwand 13 befestigt und in den Querabmessungen (vertikal und horizontal) derart kleiner ausgeführt, dass die dritte Profilwand 15 innerhalb der zweiten Profilwand 13 und innerhalb der ersten Profilwand 1 aufgenommen werden kann. Die Aufnahme der dritten Profilwand 15 innerhalb der ersten Profilwand 1 dient einer schienenartigen Spurführung dort und ermöglicht gegeneinander gleitende Längsbewegungen und insbesondere die Verlängerungsbewegung 10 zur Verlängerung des Auslegers 11 nach 6 im Vergleich zu 5. Gemäß letzterer stößt die Endkante 17 der ersten Profilwand 1 an den Stirnrand bzw. die Endkante 14 der zweiten Profilwand 13 an, wodurch eine Stoßnaht oder Stoßfuge entsteht. Im entsprechend Verlängerungsbewegung 10 ausgefahrenen Zustand des Auslegers 11 nach 6 weisen die beiden genannten, gegenüberliegenden Endkanten bzw. Stirnränder 14, 17 den Abstand 21 voneinander auf, welcher der Verlängerung bzw. gewünschten Teleskopierung entspricht. Im eingefahrenen Zustand kann die Endkante 18 der dritten Profilwand 15, die mit ihrem anderen Ende an der Innenseite der zweiten Profilwand 13 befestigt ist, an dem zweiten, innenliegenden der beiden ersten Haftmagnetkörper 3 zur Begrenzung einer Einfahrbewegung anschlagen. Zur erhöhten Stabilität der Teleskop-Führung von Ausleger 11 mit zweiter und dritter Profilwand 13, 15 relativ zur ersten Profilwand 1 ist die dritte Profilwand 15 auf ihrer einen oder ihren beiden Seitenwänden mit einer Führungsnut 22 versehen (in 5 gestrichelt angedeutet), worin eine rippenartige Erhöhung an der gegenüberliegenden Innenwandung der ersten Profilwand 1 in Längsrichtung gleitfähig in Eingriff steht.

Zweckmäßig ist diese rippenartige Erhöhung durch eine längliche Sicke 23 an entsprechender Stelle auf der Außenseite der ersten Profilwand 1 erzeugt.

1erste Profilwand 2erste Querabsteller 3erster Haftmagnetkörper 4Teleskopiereinrichtung 5zweite Querabsteller 6zweiter Haftmagnetkörper 7dritter Haftmagnetkörper 8Führungsstange 9Führungsdurchgang 10Verlängerungsbewegung 11Ausleger 12Abstand 12aAbstand 13zweite Profilwand 14Stirnrand 15dritte Profilwand 16Endabschnitt 17Endkante der ersten Profilwand 1 18Endkante der dritten Profilwand 15 19vierte Profilwand 20schräge Außenseite 20akurze Außenkante 21Abstand 22Führungsnut 23Sicke 24Abdeckhaube 25Gummizugfeder 26Abziehorgang

Anspruch[de]
  1. Längenveränderbare, insbesondere teleskopierbare Fixiervorrichtung für Schalungszwecke, mit einem oder mehreren ersten, wandartigen Form- oder Profilelementen (1) und einem oder mehreren ersten, damit verbundenen Haftmagnetkörpern (2), der oder die einer gegenüberliegenden ferromagnetischen Schalungsunterlage zugeordnet sind, auf die oder von der der oder die ersten Haftmagnetkörper (3) aufsetzbar beziehungsweise lösbar sind, und mit einer der Längenveränderung (10) dienenden Teleskopiereinrichtung (4), die einen gegenüber dem oder den ersten Profilelementen (1) verstellbaren und arretierbaren Ausleger (11) aufweist, der mit einem oder mehreren zweiten, wandartigen Profilelementen (13) verbunden oder verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Teleskopiereinrichtung (4) eigens einen oder mehrere zweite Haftmagnetkörper (6) aufweist, welcher oder welche mit den Ausleger-Bewegungen (10) starr gekoppelt, der gegenüberliegenden Schalungsunterlage zugeordnet und darauf zur Fixierung und/oder Arretierung des Auslegers (11) aufsetzbar und davon wieder lösbar sind.
  2. Fixiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die zweiten Haftmagnetkörper (6) direkt am Ausleger (11) angebracht sind.
  3. Fixiervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere dritte, wandartige Profilelemente (15) an der oder den Innenseiten des oder der zweiten Profilelemente (13) befestigt sind und in einer Richtung parallel zu der oder den Innenseiten des oder der ersten Profilelemente (1) derart vorspringen, dass im eingefahrenen Zustand der Teleskopiereinrichtung (4;1,3,5) das oder die dritten Profilelemente (15) die eine oder mehreren Innenseiten des oder der ersten Profilelemente (1) überdecken.
  4. Fixiervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein oder mehrere vierte, wandartige Profilelemente (19), das oder die als separate, lose Teile hergestellt und zum formgerechten, insbesondere formschlüssigen und/oder form- und/oder flächenbündigen Einfügen zwischen dem jeweils nächstliegenden ersten und zweiten Profilelement (1,13), gegebenenfalls unter Überdecken des oder der dritten Profilelemente (15) und/oder Auflage darauf, gestaltet sind.
  5. Fixiervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die zweiten, dritten oder vierten Profilelemente (13,15,19) jeweils magnetisch, beispielsweise mittels jeweils eigens zugeordneter dritter Haftmagnetkörper (7), vorzugsweise lösbar befestigt beziehungsweise gehalten sind.
  6. Fixiervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Führungselemente der Teleskopiereinrichtung (4), denen komplementäre Führungselemente am oder an den ersten Profilelementen (1) und/oder Haftmagnetkörpern (3) zugeordnet sind, wobei die Führungselemente derart ausgebildet sind und zusammenwirken, dass ein teleskopartiges Ausfahren oder Verstellen (10) des Auslegers (11) parallel zum oder zu den ersten Form- oder Profilelementen (1) gewährleistet ist.
  7. Fixiervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente der Teleskopiereinrichtung (4) eine oder mehrere, mit dem oder den zweiten Profilelementen (13) starr verbundene Führungsstangen (8) aufweisen, die parallel zu den ersten oder gegebenenfalls dritten Profilelementen (1,15) in Führungsaufnahmen oder -durchgängen (9) verlaufen, welche in Quervorsprüngen ausgebildet sind, die an der oder den Innenseiten des oder der ersten Profilelemente (1) befestigt sind.
  8. Fixiervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Quervorsprünge als Querabsteller (2) zum Aufsetzen auf der Schalungsunterlage und zum Abstützen des oder der ersten Profilelemente (1) dagegen ausgebildet sind.
  9. Fixiervorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, gekennzeichnet durch zwei Führungsstangen (8), die zueinander beidseits einer Längsebene gegeneinander versetzt liegend angeordnet sind und/oder die Quervorsprünge in diagonal gegenüberliegend Eckbereichen durchsetzen.
  10. Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsstangen (8) und/oder die Führungsaufnahmen oder -durchgänge (9) im Querschnitt eckiges, insbesondere L-förmiges Profil aufweisen.
  11. Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass nur an einer ihrer beiden Längsseiten Profilelemente (1,13,15,19) angebracht sind, und zur anderen Längsseite hin die Quervorsprünge mit einer schräg verlaufenden Außenkante oder -seite (20) gestaltet sind.
  12. Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Quervorsprünge direkt an den Innenseiten der Profilelemente (1,13) befestigt, beispielsweise angeschweißt sind.
  13. Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den gegenüberliegenden Seiten zweier Quervorsprünge ein Haftmagnetkörper (3,6) befestigt, beispielsweise direkt an diesen gegenüberliegenden Seiten angeschweißt ist.
  14. Fixiervorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Profilelement (1) mit zwei an beiden Längsseiten verlaufenden Profilwänden gebildet ist, zwischen deren Innenseiten das dritte Profilelement (13) über seine zwei gegenüberliegenden Außenwandseiten spurgeführt und teleskopartig (4) verstellbar oder ein- oder ausfahrbar (10) ist.
  15. Fixiervorrichtung nach Ansprüche 6 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungselemente der Teleskopiereinrichtung (4) eine oder mehrere, in Längsrichtung der Vorrichtung verlaufende Rippenvorsprünge oder nutartige Vertiefungen (22) vorzugsweise am oder an den dritten Profilelementen (15) umfassen, mit denen gegenüberliegend komplementäre Vertiefungen (23) beziehungsweise Rippenvorsprünge am oder an den ersten Profilelementen (1) in Querrichtung begrenzend in Eingriff stehen und nur in Längsrichtung gegeneinander bewegbar sind.
  16. Fixiervorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Profilelemente (1,13,15) mit einem einstückig integrierten Haftmagnetkörper realisiert ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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