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Dokumentenidentifikation DE102004012780B3 14.07.2005
Titel Welle-Nabe-Verbindung
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Gevers, Frank, Dipl.-Ing., 48703 Stadtlohn, DE;
Sarfert, Andreas, Dipl.-Ing., 53225 Bonn, DE;
Coenen, Herbert, Dipl.-Ing., 53639 Königswinter, DE;
Herchenbach, Paul, 53809 Ruppichteroth, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 15.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012780
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.07.2005
IPC-Hauptklasse F16D 1/08
Zusammenfassung Eine Welle-Nabe-Verbindung 6 umfasst eine Welle 7, die eine Längsachse 8 bildet, die einen mit zur Längsachse 8 parallelen Zähnen 9 versehenen Außenverzahnungsabschnitt 10 aufweist, welcher von einer Stirnfläche 11 der Welle 7 ausgeht, die der Stirnfläche 11 entfernt an den Außenverzahnungsabschnitt 10 anschließend eine erste Spannfläche 12 bildet, die eine Sitzfläche 13 aufweist, welche in Richtung von der Stirnfläche 11 weg hinter der ersten Spannfläche 12 angeordnet ist. Sie umfasst eine Nabe 16, die eine Bohrung mit einem zum Außenverzahnungsabschnitt 10 der Welle 7 passenden Innenververzahnungsabschnitt 17 aufweist, die umfangsverteilt und parallel zur Längsachse 8 verlaufend Gewindebohrungen 20 aufweist und die eine zweite Spannfläche 18 aufweist, die gegen die erste Spannfläche 12 der Welle 7 in Anlage bringbar ist. Ferner umfasst sie Schrauben 22, die einen Kopf 25 aufweisen, von denen jeweils eine mit einem Gewindeschaft 23 in einer Gewindebohrung 20 der Nabe 16 sitzt. Schließlich umfasst sie eine Stützscheibe 29, die auf der Sitzfläche 13 der Welle 7 um die Längsachse 8 schwenkbeweglich und entlang der Längsachse 8 unbeweglich gehalten ist, die in einer ersten Schwenkposition eine Abstützbasis für den Schraubenkopf 25 zur Vespannung der Nabe 16 mit ihrer zweiten Spannfläche 18 gegen die erste Spannfläche 12 der Welle 7 durch die Schrauben 22 bildet, und die in eine zweite Schwenkposition überführbar ist, in der der Schraubenkopf 25 außer Wirkverbindung zur ...

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Welle-Nabe-Verbindung.

In der DE 198 36 259 C2 ist eine Welle-Nabe-Verbindung beschrieben. Diese umfasst eine Welle mit einer Längsachse. Die Welle weist einen mit zur Längsachse parallelen Zähnen versehenen Außenverzahnungsabschnitt auf. Dieser ist im Abstand zur Stirnfläche der Welle angeordnet. Ein dem Außenverzahnungsabschnitt zur Stirnfläche hin vorgeschalteter zylindrischer Absatz dient zur Zentrierung. Ein weiterer zylindrischer Absatz ist der Verzahnung nachgeschaltet. Die Nabe weist eine Bohrung mit einem zum Außenverzahnungsabschnitt der Welle passenden Innenverzahnungsabschnitt auf. Ferner weist die Bohrung einen Bohrungsabschnitt auf, der zu dem dem Außenverzahnungsabschnitt vorgeschalteten zylindrischen Wellenabschnitt passt. Sie weist ferner einen den auf den Außenverzahnungsabschnitt folgenden Zentrierabschnitt aufnehmenden weiteren Bohrungsabschnitt auf. Koaxial um die beiden verzahnten Abschnitte sitzt auf der Außenfläche der Nabe eine Hülse mit gegenläufigen konischen Spannflächen. Auf diesen Spannflächen sitzt jeweils ein Spannring. Die Spannringe weisen jeweils zu der zugehörigen kegelflächigen Spannfläche eine gegengleich gestaltete Bohrung auf. Die Spannringe sind axial gegeneinander verspannbar, so dass ein radiales Verspannen der beiden ineinander greifenden Verzahnungsabschnitte erfolgt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Welle-Nabe-Verbindung zu schaffen, bei der die Nabe einfach mit der Welle verbindbar und von dieser lösbar ist und bei der die ineinander greifenden Verzahnungsabschnitte selbst keiner Verformung unterworfen sind.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Welle-Nabe-Verbindung umfassend

  • – eine Welle,
  • – die eine Längsachse bildet,
  • – die einen mit zur Längsachse parallelen Zähnen versehenen Außenverzahnungsabschnitt aufweist, welcher von einer Stirnfläche der Welle ausgeht,
  • – die der Stirnfläche entfernt an den Außenverzahnungsabschnitt anschließend eine erste Spannfläche bildet,
  • – die eine Sitzfläche aufweist, welche in Richtung von der Stirnfläche weg hinter der ersten Spannfläche angeordnet ist,
  • – eine Nabe,
  • – die eine Bohrung mit einem zum Außenverzahnungsabschnitt der Welle passenden Innenverzahnungsabschnitt aufweist,
  • – die umfangsverteilt und parallel zur Längsachse verlaufende Gewindebohrungen aufweist,
  • – die eine zweite Spannfläche aufweist, die gegen die erste Spannfläche der Welle in Anlage bringbar ist,
  • – Schrauben,
  • – die einen Kopf aufweisen,
  • – von denen jeweils eine mit einem Gewindeschaft in einer Gewindebohrung der Nabe sitzt,
  • – eine Stützscheibe,
  • – die auf der Sitzfläche der Welle um die Längsachse schwenkbeweglich und entlang der Längsachse unbeweglich gehalten ist,
  • – die in einer ersten Schwenkposition eine Abstützbasis für den Schraubenkopf zur Verspannung der Nabe mit ihrer zweiten Spannfläche gegen die erste Spannfläche der Welle durch die Schrauben bildet,
  • – die in eine zweite Schwenkposition überführbar ist, in der der Schraubenkopf außer Wirkverbindung zur Stützscheibe ist.

Von Vorteil bei dieser Ausbildung ist, dass die Nabe relativ steif gestaltet sein kann, da die Verspannung axial und nicht radial erfolgt. Darüber hinaus sind in einfacher Weise ein Verspannen und ein Lösen möglich, ohne dass die zur Verbindung erforderlichen Schrauben vollständig von der Nabe gelöst werden müssen. Eine Spielfreiheit wird im wesentlichen durch die axiale Verspannung der beiden Spannflächen zueinander erreicht.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Sitzfläche der Welle kreiszylindrisch gestaltet ist und dass die Stützscheibe mit einer entsprechend bemessenen kreiszylindrischen Lagerbohrung auf der Sitzfläche um die Längsachse schwenkbeweglich angeordnet ist. Ergänzend ist hierzu vorgesehen, dass die Stützscheibe durch mindestens einen Sicherungsring auf der Sitzfläche der Welle entlang der Längsachse unbeweglich gehalten ist. Vorzugsweise sind zwei Sicherungsringe vorgesehen, die beidseitig die Stützscheibe einschließen.

Bei einer besonders günstigen ersten Ausgestaltungsform ist vorgesehen, dass die Stützscheibe eine der Anzahl der Schrauben entsprechende Anzahl von bogenartigen Umfangsschlitzen aufweist, dass jeweils eine Schraube im verbundenen Zustand der Nabe mit der Welle den zugehörigen Umfangsschlitz durchgreift, so dass der Kopf sich hinter der von der Nabe wegweisenden Rückfläche der Stützscheibe befindet und dass sich die Schraube mit dem Kopf in der zweiten Schwenkposition außerhalb des Umfangsschlitzes befindet. Das Lösen bzw. Außereingriffbringen der Schrauben von der Stützscheibe erfolgt ausschließlich durch das Verschwenken der Stützscheibe. In der zweiten Schwenkposition befinden sich die Schrauben mit ihren Köpfen außer Eingriff zu den Schlitzen, so dass ein axiales Demontieren bzw. Montieren der Nabe auf der Welle möglich ist.

Alternativ ist vorgesehen, dass die Stützscheibe eine der Anzahl der Schrauben entsprechende Anzahl von bogenartigen axialen Durchbrüchen aufweist, dass jeweils eine Schraube im verbundenen Zustand der Nabe mit der Welle den zugehörigen Durchbruch durchgreift, so dass deren Kopf sich hinter der von der Nabe wegweisenden Rückfläche der Stützscheibe befindet, und dass der Durchbruch für die zweite Schwenkposition der Stützscheibe einen Durchlass für den axial freien Durchtritt des Kopfes bildet. Von Vorteil ist hierbei, so dass die Stützscheibe insgesamt geschlossen bleibt, so dass besonders hohe Spannkräfte erzeugt werden können.

Um eine günstige Verbindung der Schraube mit der Scheibe zu erzielen, ist vorgesehen, dass der Kopf der Schraube eine kegelige oder gewölbte Anlagefläche in Richtung zur Nabe aufweist. Ergänzend hierzu ist bei einer Ausgestaltungsform, bei der je ein Umfangschlitz in der Stützscheibe je Schraube vorhanden ist, dass der Umfangsschlitz für die erste Schwenkposition mit einer Einsenkung im Bereich der Rückfläche versehen ist, in die der Kopf im verspannten Zustand von Nabe und Welle mit seiner Anlagefläche eingreift. Für die alternative Ausführungsform mit je einem sich bogenartig erstreckenden axialen Durchbruch in der Stützscheibe je Schraube ist vorgeschlagen, dass der Durchbruch für die erste Schwenkposition mit einer Einsenkung im Bereich der Rückfläche versehen ist, in die der Kopf der Schraube im verspannten Zustand von Nabe und Welle mit seiner Anlagefläche eingreift. Bei beiden Ausführungsformen wird durch die in die Einsenkung eingreifende Anlagefläche des Kopfes sichergestellt, dass die Stützscheibe im Betrieb nicht unabsichtlich ihre erste Schwenkposition verlassen kann. Durch den Eingriff der Anlagefläche in die Einsenkung wird die Stützscheibe gegen Drehen gesichert.

Besonders günstige Verhältnisse hinsichtlich der Spielunterdrückung zwischen der Nabe und Welle ergeben sich, wenn die erste Spannfläche durch eine Kegelfläche und die zweite Spannfläche durch eine entsprechende Kegelbohrung dargestellt ist.

Da je nach Bemessung des Kegelwinkels unter Wirkung der entsprechenden Spannkräfte über die Schrauben eine mehr oder weniger intensive Verspannung erzielbar ist, ist für das Lösen vorgesehen, dass die Schraube eine Abdrückfläche aufweist, die mit einer der Nabe zugewandten Vorderfläche der Stützscheibe oder einer weiteren Einsenkung in derselben in Kontakt bringbar ist. Hiermit kann die Schraube gleichzeitig genutzt werden um durch Abstützung gegen die Stützscheibe die Nabe von der Welle abzudrücken.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Es zeigt

1 eine Seitenansicht eines Gespanns mit einem Traktor und einem angehängten und von dessen Zapfwelle angetriebenen Gerät, bei dem hängten und von dessen Zapfwelle angetriebenen Gerät, bei dem die zum Antrieb dienende Gelenkwelle unter Zwischenschaltung einer Welle-Nabe-Verbindung gemäß der Erfindung mit einem Getriebeeingangszapfen des Gerätes verbunden ist,

2 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Ausführungsform der Welle-Nabe-Verbindung in Zuordnung zu einem Getriebe,

3 ein Detail X gemäß 1 im vergrößerten Maßstab,

4 eine perspektivische Darstellung der Welle-Nabe-Verbindung mit einer ersten Ausgestaltungsvariante der Stützscheibe,

5 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Welle-Nabe-Verbindung mit einer zweiten Ausführungsform der Stützscheibe und

6 ein Detail Y gemäß 2 im vergrößerten Maßstab, welches für beide Ausgestaltungsvarianten der Stützscheibe gemäß 4 bzw. 5 gilt.

Aus 1 ist ein Traktor 1 schematisch ersichtlich, der die Zapfwelle 2 aufweist. An das Heck des Traktors 1 ist ein Gerät 3 angehängt, beispielsweise eine Presse oder dergleichen Maschine, bei dem einzelne Arbeitsfunktionen von der Zapfwelle 2 des Traktors 1 angetrieben werden sollen. Dieses Gerät weist ein Eingangsgetriebe 4 auf, aus dem eine Welle vorsteht, die über eine Gelenkwelle 5 mit der Zapfwelle 2 verbunden ist. Dabei ist zwischen dieser Welle und der Gelenkwelle 5 eine Welle-Nabe-Verbindung 6 entsprechend der Erfindung vorgesehen (die jedoch nur in 1 in Umrissen dargestellt ist). Eine solche Verbindung muss lösbar sein. Im übrigen soll sie möglichst spielfrei sein, um ein Lösen oder eine Beschädigung der an der Drehmomentübertragung von der Zapfwelle 2 auf das Getriebe 4 beteiligten Bauteile und insbesondere der Welle-Nabe-Verbindung 6 zu vermeiden.

Die 2 zeigt einen Längsschnitt durch eine Welle-Nabe-Verbindung 6, wobei das Getriebe 4 schematisch in Umrissen dargestellt ist, aus dem die Welle 7, die in die Welle-Nabe-Verbindung 6 einbezogen ist, vorsteht. Die Welle 7 bildet eine Längsachse 8, welche die Drehachse für die Welle-Nabe-Verbindung 6 darstellt. Ausgehend von der Stirnfläche 11 ist auf dem Außenumfang der Welle 7 ein Außenverzahnungsabschnitt 10 vorgesehen, dessen Zähne 9 parallel zur Längsachse 8 verlaufen. Von der Stirnfläche 11 weg schließt sich an den Außenverzahnungsabschnitt 10 eine erste Spannfläche 12 an, die als Kegelfläche gestaltet ist. Der halbe Kegelwinkel K (das ist der Winkel zwischen der Spannfläche 12 und der Längsachse 8) dieser Spannfläche 12 kann vorzugsweise in einem Bereich zwischen 6° und 16° liegen. An den größten Durchmesser dieser ersten Spannfläche 12 schließt sich dann von der Stirnfläche 11 weg mit Abstand eine kreiszylindrische Sitzfläche 13 an. In dieser befinden sich mit Abstand zueinander angeordnet ringförmige Nuten 14, 15.

Die Welle-Nabe-Verbindung 6 umfasst ferner die Nabe 16, welche nach außen einen im wesentlichen zylindrischen Abschnitt und einen davon nahe der Stirnfläche 11 ausgehenden und radial nach außen strebenden Flanschabschnitt 19 aufweist. Ferner weist die Nabe 16 eine auf der Längsachse 8 zentrierte durchgehende Bohrung auf, die ausgehend von der Stirnfläche 11 im montierten Zustand von Nabe 16 und Welle 7 einen Bohrungsabschnitt aufweist, der einen Innenverzahnungsabschnitt 17 bildet, der gegengleich zum Außenverzahnungsabschnitt 10 der Welle 7 ausgebildet ist und mit dieser im montierten Zustand in Eingriff ist, so dass zwischen beiden eine Drehmomentübertragung in Drehrichtung um die Längsachse 8 möglich ist. Die Bohrung der Nabe 16 umfasst ferner anschließend an den Innenverzahnungsabschnitt 17 eine zweite Spannfläche 18 in Form einer Kegelbohrung auf, die gegengleich zur ersten Spannfläche 12 gestaltet ist und sich entsprechend von dem Innenverzahnungsabschnitt 17 weg erweitert.

Im Flanschabschnitt 19 befinden sich umfangsverteilt angeordnet drei Gewindebohrungen 20, die parallel zur Längsachse 8 verlaufen. Ferner gehen von dem Flanschabschnitt 19 zwei Gabelarme 21 aus, von denen nur einer sichtbar ist und die ein Teil eines zur Gelenkwelle, wie sie in 1 dargestellt ist, gehörenden Gelenkes der Gelenkwelle gemäß 1 darstellen.

In den Gewindebohrungen 20 sitzen Schrauben 22, die einen Gewindeschaft 23 aufweisen, der in die Gewindebohrung 20 eingeschraubt ist. An diesen Gewindeschaft 23 schließt sich ein Schlüsselsechskant 24 an. Darauf folgen von dem Flanschabschnitt 19 weg ein im Durchmesser verringerter, d.h. abgesetzter Abschnitt 26 und anschließend ein wieder vergrößerter Abschnitt, der einen Kopf 25 bildet, der außen ebenfalls als Schlüsselsechskant gestaltet ist. In diesem Zusammenhang wird auf das zur Ausführungsform gehörende Detail gemäß 6 verwiesen, woraus ersichtlich ist, dass der Kopf 25 in Richtung zum Schlüsselsechskant 24 mit einer kegeligen Anlagefläche 27 versehen ist. Dieser liegt eine Abdrückfläche 28 gegenüber, die ebenfalls als Kegelfläche gestaltet ist. Die beiden kegeligen Flächen 27, 28 verlaufen gegensinnig.

Ihre Funktion wird nachfolgend, d.h. im Anschluss an die Beschreibung zu den 4 und 5 nochmals beschrieben werden.

Auf der kreiszylindrischen Sitzfläche 13 sitzt eine Stützscheibe 29 mit ihrer Lagerbohrung 30. Sie ist auf der Sitzfläche 13 schwenkbar gehalten. Sie ist jedoch entlang der Längsachse 8 durch Sicherungsringe 31, die in die beiden Nuten 14, 15 eingesetzt sind, unbeweglich gehalten.

Nachfolgend wird das Zusammenwirken der Schrauben 22 mit der Stützscheibe 29 insbesondere anhand der 6 für zwei Ausführungsbeispiele gemäß 4 und 5 beschrieben. Die Stützscheibe 29 bildet eine dem Außenverzahnungsabschnitt 10 bzw. dem Flanschabschnitt 19 der Nabe 16 zugewandte Vorderfläche 33 und eine dieser abgewandte Rückfläche 34. Die Rückfläche 34 ist also der Nabe 16 im montierten Zustand abgewandt, d.h., weist von dieser bzw. auch der Stirnfläche 11 der Welle 7 weg.

Bei der Ausführungsform gemäß 4 weist die Stützscheibe 29 entsprechend der Anzahl und entsprechend der Anordnung der Schrauben 22 umfangsverteilte Schlitze 32 auf, die an einem Ende zum Außenumfang der Stützscheibe 29 offen sind und einen Durchtritt der Schraube 22 ermöglichen, so dass die Schraube 22 mit ihrem Kopf 25, von der Stirnfläche 11 aus gesehen, hinter der Rückfläche 34 zu liegen kommt. Dies bedeutet, dass die Stützscheibe 29 in den abgesetzten Abschnitt 26 der Schraube 22 eingreift. Der Eingriff erfolgt mit axialem Spiel, so dass bei der Verspannung genügend axialer Freiraum vorhanden ist, damit der Kopf 25 mit seiner Anlagefläche 27, die kegelig gestaltet ist, in der ersten Schwenkposition, die die Spannposition bildet, in der die Nabe 16 mit der Welle 7 verspannt wird, in eine Einsenkung 34, so wie sie aus 6 ersichtlich ist, eingreifen kann. Hierdurch wird gleichzeitig eine Drehsicherung bewirkt, d.h. die Stützscheibe 29 kann auf der Sitzfläche 13 nicht um die Längsachse 8 drehverstellt werden. Es sind drei Umfangsschlitze 32 und drei Schrauben 22 vorgesehen, wobei die Schrauben 22 parallel zur Längsachse 8 verlaufen. Die Anzahl kann je nach Anwendungsfall ausgewählt werden.

Bei der Verspannung wird erreicht, dass die Nabe 16 in Richtung zur Stützscheibe 29 mit Hilfe der Spannschrauben 22 gezogen werden kann, so dass die beiden Spannflächen 12, 18 in eine intensive Anlage zueinander gelangen. Die Axialverstellung ist dadurch möglich, dass sowohl der Außenverzahnungsabschnitt 10 als auch der Innverzahnungsabschnitt 17 parallel zur Längsachse 8 ausgerichtete Zähne aufweisen.

Um das Lösen der Verbindung zu erleichtern, wird die Schraube 22 mit ihrer Abdrückfläche 28 in Anlage zu einer weiteren Einsenkung 36, die in der Vorderfläche 33 der Stützscheibe 29 angeordnet ist, gebracht. Durch diese Abstützung ist es möglich, die Nabe 16 von der Stützscheibe 29 wegzudrücken. Hierdurch wird die intensive Verbindung der beiden Spannflächen 12, 18 zueinander aufgehoben. Danach ist es möglich, die Stützscheibe 33 in eine zweite Schwenkposition um die Längsachse 8 zu verschwenken, in der der Kopf 25 der Schrauben 22 jeweils außer Eingriff zum zugehörigen Schlitz 32, der zum Außenumfang der Stützscheibe 29 offen ist, gelangt. Danach kann die Nabe 16 zusammen mit den Schrauben 22 von der Welle 7 abgezogen werden.

Die zweite Ausführungsform gemäß 5 unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform gemäß 4 lediglich durch die Gestaltung der Stützscheibe. In 5 ist die Stützscheibe mit 129 bezeichnet. Es handelt sich um eine geschlossene Scheibe, in der anstelle der Schlitze 32 bei der Ausführungsform gemäß 4 sich bogenartig in Umfangsrichtung erstreckende und axial durch die Stützscheibe 129 hindurch verlaufende Durchbrüche 37 vorgesehen sind. Die Durchbrüche 37 bilden praktisch ein bogenartig verlaufendes Langloch, wobei ein Abschnitt jedes Durchbruches 37, wie insbesondere aus 6, die auch für die Ausführungsform gemäß 5 gilt, ersichtlich ist, in seinen Abmessungen in radialer Richtung dem Durchmesser jedes abgesetzten Abschnittes 26 der Schraube 22 angepasst ist. Hinsichtlich der Schwenkposition, in der die Nabe 16 zur Stützscheibe 129 axial verspannt ist, gilt die Beschreibung, wie sie im Zusammenhang mit der Ausführungsform gemäß 4 erfolgte. Für Bauteile und Abschnitte sind im Zusammenhang mit der Ausführung von 5 und 6 Bezugszeichen im Verhältnis zu gleichen oder ähnlichen Bauteile der Ausführungsform gemäß 4 gewählt, die um den Zahlenwert 100 zu denen aus 4 erhöht sind. Hinsichtlich deren Beschreibung wird auf die Beschreibung im Zusammenhang mit der Ausführungsform gemäß 4 verwiesen.

Der Durchbruch 37 weist an dem Ende, das von der Drehstellung her die zweite Schwenkposition der Stützscheibe 129 für das Lösen der Verbindung und für das Abziehen der Nabe 16 von der Welle 7 darstellt, einen erweiterten Durchlass 38 auf. Dieser ist so groß gestaltet, dass die Schraube 22 mit ihrem Kopf 25 frei durch ihn hindurchgeführt werden kann.

1Traktor 2Zapfwelle 3Gerät 4Getriebe 5Gelenkwelle 6Welle-Nabe-Verbindung 7Welle 8Längsachse 9Zahn 10Außenverzahnungsabschnitt 11Stirnfläche 12erste Spannfläche 13Sitzfläche 14Nut 15Nut 16Nabe 17Innenverzahnungsabschnitt 18zweite Sitzfläche 19Flanschabschnitt 20Gewindebohrung 21Gabelarm 22Schraube 23Gewindeschaft 24Schlüsselsechskant 25Kopf 26abgesetzter Abschnitt 27Anlagefläche 28Abdruckfläche 29, 129Stützscheibe 30Lagerbohrung 31Sicherungsring 32Umfangsschlitz 33, 133Vorderfläche 34, 134Rückfläche 35, 135Einsenkung 36, 136Einsenkung 37Durchbruch 38Durchlass KKegelwinkel

Anspruch[de]
  1. Welle-Nabe-Verbindung (6) umfassend

    – eine Welle (7),

    – die eine Längsachse (8) bildet,

    – die einen mit zur Längsachse (8) parallelen Zähnen (9) versehenen Außenverzahnungsabschnitt (10) aufweist, welcher von einer Stirnfläche (11) der Welle (7) ausgeht,

    – die der Stirnfläche (11) entfernt an den Außenverzahnungsabschnitt (10) anschließend eine erste Spannfläche (12) bildet,

    – die eine Sitzfläche (13) aufweist, welche in Richtung von der Stirnfläche (11) weg hinter der ersten Spannfläche (12) angeordnet ist,

    – eine Nabe (16),

    – die eine Bohrung mit einem zum Außenverzahnungsabschnitt (10) der Welle (7) passenden Innenverzahnungsabschnitt (17) aufweist,

    – die umfangsverteilt und parallel zur Längsachse (8) verlaufend Gewindebohrungen (20) aufweist,

    – die eine zweite Spannfläche (18) aufweist, die gegen die erste Spannfläche (12) der Welle (7) in Anlage bringbar ist,

    – Schrauben (22),

    – die einen Kopf (25) aufweisen,

    – von denen jeweils eine mit einem Gewindeschaft (23) in einer Gewindebohrung (20) der Nabe (16) sitzt,

    – eine Stützscheibe (29, 129),

    – die auf der Sitzfläche (13) der Welle (7) um die Längsachse (8) schwenkbeweglich und entlang der Längsachse (8) unbeweglich gehalten ist,

    – die in einer ersten Schwenkposition eine Abstützbasis für den Schraubenkopf (25) zur Verspannung der Nabe (16) mit ihrer zweiten Spannfläche (18) gegen die erste Spannfläche (12) der Welle (7) durch die Schrauben (22) bildet,

    – die in eine zweite Schwenkposition überführbar ist, in der der Schraubenkopf (25) außer Wirkverbindung zur Stützscheibe (29, 129) ist.
  2. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzfläche (13) der Welle (7) kreiszylindrisch gestaltet ist und dass die Stützscheibe (29, 129) mit einer entsprechend bemessenen kreiszylindrischen Lagerbohrung (30) auf der Sitzfläche (13) um die Längsachse (8) schwenkbeweglich angeordnet ist.
  3. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützscheibe (29, 129) durch mindestens einen Sicherungsring (31) auf der Sitzfläche (13) der Welle (7) entlang der Längsachse (8) unbeweglich gehalten ist.
  4. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützscheibe (129) eine der Anzahl der Schrauben (22) entsprechende Anzahl von bogenartigen Umfangsschlitzen (32) aufweist, dass jeweils eine Schraube (22) im verbundenen Zustand der Nabe (16) mit der Welle (7) den zugehörigen Umfangsschlitz (32) durchgreift, so dass der Kopf (25) sich hinter der von der Nabe (16) wegweisenden Rückfläche (34) der Stützscheibe (29) befindet, und dass sich die Schraube (22) mit dem Kopf (25) in der zweiten Schwenkposition außerhalb des Umfangsschlitzes (32) befindet.
  5. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützscheibe (129) eine der Anzahl der Schrauben (22) entsprechende Anzahl von bogenartigen axialen Durchbrüchen (37) aufweist, dass jeweils eine Schraube (22) im verbundenen Zustand der Nabe (16) mit der Welle (7) den zugehörigen Durchbruch (37) durchgreift, so dass deren Kopf (22) sich hinter der von der Nabe (16) wegweisenden Rückfläche (134) der Stützscheibe (129) befindet, und dass der Durchbruch (37) für die zweite Schwenkposition der Stützscheibe (129) einen Durchlass (38) für den axial freien durchtritt des Kopfes (25) bildet.
  6. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (25) der Schraube (22) eine kegelige oder gewölbte Anlagefläche (27) in Richtung zur Nabe (16) aufweist.
  7. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfangsschlitz (32) für die erste Schwenkposition mit einer Einsenkung im Bereich der Rückfläche (34) versehen ist, in die der Kopf (25) im verspannten Zustand von Nabe (16) und Welle (7) mit seiner Anlagefläche (27) eingreift.
  8. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchbruch (37) für die erste Schwenkposition mit einer Einsenkung im Bereich der Rückfläche (134) versehen ist, in die der Kopf (25) der Schraube (22) im verspannten Zustand von Nabe (16) und Welle (7) mit seiner Anlagefläche (27) eingreift.
  9. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Spannfläche (12) durch eine Kegelfläche und die zweite Spannfläche (18) durch eine entsprechende Kegelbohrung dargestellt ist.
  10. Welle-Nabe-Verbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (22) eine Abdrückfläche (28) aufweist, die mit einer der Nabe (16) zugewandten Vorderfläche (33, 131) der Stützscheibe (29, 129) oder zu einer dieser zugeordneten Einsenkung (36, 136) in Kontakt bringbar ist.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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