PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102004021878A1 14.07.2005
Titel Kontaktfolienwickler für linksdrehendes Aufwickeln mit Leitwalzen-Positioniersystem
Anmelder Plamex Maschinenbau GmbH, 53539 Kelberg, DE
Erfinder Herchenbach, Heinz-Joachim, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, DE;
Schlier, Heinrich, 53773 Hennef, DE
Vertreter Patentanwälte Brandenburg, Dunkelberg & Franke, 53773 Hennef
DE-Anmeldedatum 30.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004021878
Offenlegungstag 14.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.07.2005
IPC-Hauptklasse B65H 19/22
IPC-Nebenklasse B65H 19/30   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Leitwalzen-Positioniersystem, eine Kontaktwalzenwickelmaschine mit kontinuierlich zulaufenden bahnförmigen Kunststofffolien, die beim linksdrehenden Aufwickeln auf auswechselbare Wickelwellen mit einer antreibbaren Kontaktwalze, einer um die Drehwalze der Kontaktwalze von einer Ruheposition A befindlichen Leitwalze, die im Uhrzeigersinn in eine Anwickelposition, eine Zwischenposition, eine Ausweichposition und wieder in die Ruheposition bewegt wird, eine Quertrenneinrichtung zur Trennung der Kunststofffolie unmittelbar von unten an der Kontaktwalze und in einer Einlegegabel, die die leere neue Wickelwelle in eine Wickelwellenübergabe oberhalb der Kontaktwalze führt, wobei beim Schneidvorgang der Kunststofffolie die Schnittkante der Kunststofffolie über ein Führungselement an die Kontaktwalze gedrückt wird, die ein Vakuum aufbaut, das unterstützt durch eine angetriebene Gummiwalze die Kunststofffolie schlupffrei zur Anwickelstation führt und die angedrückte Kunststofffolie zur leeren Wickelwelle transportiert, wobei mit mindestens einer Photozelle die Schnittkante der Kunststofffolie erkannt wird, durch eine Steuerung mittels der Photozelle die Wickelvorbeschleunigung erfolgt und die leere Wickelwelle auf die Kontaktwalze aufgelegt wird, mit der die Wickelwelle die Kunststofffolie schlupffrei aufnimmt und umschlagfrei aufwickelt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Leitwalzen-Positioniersystem, und einen Kontaktfolienwickler, zum Aufwickeln kontinuierlich zulaufender bahnförmiger Kunststofffolien, mit- bzw. ohne Zentralantrieb auf auswechselbare Wickelwellen, insbesondere beim linksdrehenden Aufwickeln, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Aus dem Stand der Technik sind Kontaktwalzenwickelmaschinen zum rechts- und linksdrehenden Aufwickeln einer bahnförmigen Kunststofffolie bekannt. Bei diesen bekannten Systemen erfolgt das Aufwickeln der bahnförmigen Kunststofffolie zu einer aufgewickelten Rolle mit einer vorgegebenen Drehrichtung.

So beschreibt die DE 42 13 712 C2 eine Kontaktwalzenwickelmaschine, die einen beidseitigen Drehsinn aufweist, so daß neben der eigentlichen Aufwickelstation diese Wickelmaschine eine mit unterschiedlichem Drehsinn antreibbare Kontaktwalze aufweist und bei einem gleichbleibenden Drehsinn ein in der Aufwickelstation der Maschine auf der Wickelwelle zum Sollmaß aufgewickelter Folienrolle entsteht, die zusammen mit der Wickelwelle aus einer Aufwickelstation abgeführt wird und wobei im Takt des Aufwickelvorganges eine neue Wickelwelle in die Anwickelstation der Maschine eingelegt werden kann, so daß die Bahn zwischen einer fertigen Folienrolle und einer neuen Wickelwelle getrennt wird, diese neue Wickelwelle angewickelt und nach Überführung in die Aufwickelstation zu einer Folienrolle mit Sollmaß fertiggestellt wird. Die Übergabevorrichtung schwenkt um eine Drehachse zur Kontaktwalze von einer Ruheposition über eine Anwickelposition und eine Wickelposition wieder in eine Ruheposition und weist Zuführeinrichtungen zum Zuführen der Wickelwellen in die Anwickelposition auf. Hierbei befindet sich sowohl beim rechtsdrehenden als auch beim linksdrehenden Aufwickeln die Übergabeeinrichtung in einer Ruheposition unterhalb der Kontaktwalze, während sie sich in der Anwickelposition oberhalb der Kontaktwalze befindet.

Nachteilig bei dieser und ähnlichen aus dem Stand der Technik bekannten Ausführungsformen von Wickelmaschinen ist, dass bei dem linksdrehenden Aufwickeln der Kunststofffolie zum Anwickeln einer neuen Wickelwelle die Kunststofffolie schlaufenförmig um die Quertrenneinrichtung herumgeführt werden muß. Nachteilig ist zudem, dass eine umlaufende Quertrennung sowie Preßwalzen bei Vorrichtungen mit Linkslauf vorhanden sein müssen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb gewesen, ein Leitwalzen-Positioniersystem für linksdrehendes Anwickeln und eine linksdrehende kontinuierlich arbeitende Wickelmaschine und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, bei der das Aufwickeln der Kunststofffolie, insbesondere das linksdrehende Aufwickeln, auf eine auswechselbare Wickelwelle beim linksdrehenden Aufwickeln einfach und problemlos erfolgt, ohne die Nachteile des Standes der Technik aufzuweisen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.

Das erfindungsgemäße Leitwalzen-Positioniersystem für auswechselbare Wickelwellen besteht aus einer Kontaktwalze, einer um die Drehachse dieser Kontaktwalze in lösbaren definierten Positionen befindlichen Leitwalze, die von einer Ruheposition A dieser Leitwalze im Uhrzeigersinn in eine Anwickelposition, eine Zwischenposition, eine Ausweichposition und wieder in die Ruheposition im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird, einer Quertrenneinrichtung zur Trennung der Kunststofffolie, einer Walze, die von unten an die Kontaktwalze bewegt und einer Einlegegabel, die die leere Wickelwelle in eine Wickelwellenübergabe oberhalb der Kontaktwalze führt, einem Führungselement, das während des Schneidvorganges der Kunststofffolie, die Schnittkante der Kunststofffolie an die Kontaktwalze drückt, wobei die Kontaktwalze, die ein Vakuum aufbaut, durch eine synchron angetriebene Walze unterstützt wird, die die Kunststofffolie schlupffrei zur Anwickelposition führt, und die Kunststofffolie, zur leeren Wickelwelle transportiert, wobei mit mindestens einer Photozelle die Schnittkante der Kunststofffolie erkannt und durch eine Steuerung mittels der Photozelle eine Wickelwellenvorbeschleunigung betätigt wird, die die Wickelwelle auf die Kontaktwalze auflegt und die Kunststofffolie von einer Wickelwelle aufnimmt und die in der Anwickelposition oberhalb der Kontaktwalze angeordnet ist und in die Ruheposition bewegt wird In einer bevorzugten Ausführungsform ist die synchron angetriebene Walze, die die Kunststofffolie schlupffrei zur Anwickelposition führt als Gummiwalze oder silikonbeschichtete Walze, oder einem ähnlichen Material mit dem die Walze elastisch beschichtet werden kann.

Vorteilhafterweise wird mit dem erfindungsgemäßen Leitwalzen-Positioniersystem ein System zur Verfügung gestellt, bei dem als Gesamtantrieb die Kontaktwalze bzw. der Antrieb, der die Kontaktwalze und die Wickellwellenvorbeschleunigung antreibt, dient. So kann auf einem weiterem Antrieb der nur die Folienrollen, die die Laufmeter bezüglich der Kunststofffolie erreicht haben, verzichtet werden.

Hierdurch kann sowohl eine Platzersparnis als auch ein Kostenreduktion für die Kontaktwalzenwickelmaschinen erzielt werden.

Das erfindungsgemäße Leitwalzen-Positioniersystem wird in einer Kontaktwalzenwickelmaschine mit kontinuierlich zulaufenden bahnförmigen linksdrehenden Kunststofffolien, auf auswechselbare Wickelwellen, eingesetzt. Unter dem Begriff Kontaktfolienwickler sind die oben erwähnten Kontaktwalzenwickelmaschinen zu verstehen.

Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Kontaktwalzenwickelmaschine mit kontinuierlich zulaufenden bahnförmigen linksdrehenden Kunststofffolien, die beim Aufwickeln, auf auswechselbare Wickelwellen, mit dem erfindungsgemäßen Leitwalzen-Positioniersystem ausgestaltet ist.

Hierbei wird um die Drehachse einer Kontaktwalze eine, in definierten Positionen fixierbare und wieder lösbare, Leitwalze bewegt, die von einer Ruheposition A im Uhrzeigersinn in eine Anwickelposition eine Zwischenposition, eine Ausweichposition und wieder in die Ruheposition im Gegenuhrzeigersinn geführt, eine Quertrenneinrichtung zur Trennung der Kunststofffolie mit einer Walze von unten an die Kontaktwalze geführt wird und hieran anschließend die Wickelwelle über eine Einlegegabel oberhalb der Kontaktwalze in eine Wickelwellenübergabe überführt wird die in der Anwickelposition oberhalb der Kontaktwalze angeordnet ist, während des Schneidvorgang der Kunststofffolie wird die Schnittkante der Kunststofffolie über ein Führungselement an die Kontaktwalze gedrückt, die ein Vakuum aufbaut, das unterstützt durch eine synchron angetriebene Walze die Kunststofffolie schlupffrei zur Anwickelstation führt, und die Kunststofffolie, zur leeren Wickelwelle transportiert, wobei mit Photozellen die Schnittkante der Kunststofffolie erkannt wird und durch eine Steuerung mittels der Photozelle eine Wickelwellenvorbeschleunigung betätigt, die die Wickelwelle auf die Kontaktwalze auflegt und die Kunststofffolie von einer Wickelwelle aufgenommen wird.

Die Kontaktwalze 1 treibt die Wickelwelle 7 mit dem aufzurollenden Coil 8 an. Die Wickelwellenübergabe 2 ist in der Ruheposition II. Die Leitwalze 28 und der Dreharm 29 befinden sich in Position A. Der unterhalb der Kontaktwalze 1 befindliche Schwenkarm 20, der eine Gummiwalze und eine Quertrennung 22 enthält, ist abgeschwenkt. Vorteilhafterweise kann die erfindungsgemäße Kontaktwalzenwickelmaschine, insbesondere für linksdrehendes Aufwickeln, mit ihrem Drehsinn die Kunststofffolien umschlagfrei aufwickeln. Für diese beschriebenen Maschinenteile sind besondere Positionen vorgegeben, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung über römische Positionen (I–VI) bzw. mit lateinischen Großbuchstaben (A, B, C) versehene Positionen definiert sind, so daß erfindungsgemäß in der angegebenen Weise das Quertrennmesser (Schneideinrichtung) die Schneidfunktion erfüllt.

In einer Ausführungsform handelt es sich bei der Kontaktwalze um eine Vakuumwalze, an der am vollen Umfang des Walzendurchmessers ein Vakuum anliegt. In einer besonderen Ausführung arbeitet nur ein Sektor der Kontaktwalze mit einem Vakuum, das bei der Rotation der Walze, an einem definierten Sektor der Walze diskontinuierlich angelegt werden kann.

Hinsichtlich weiterer Einzelheiten und Vorteile der Erfindung wird auf die folgende Beschreibung und die Zeichnungen verwiesen, in der die erfindungsgemäße Vorrichtung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher veranschaulicht ist, ohne jedoch auf diese Ausführung begrenzt zu sein.

In den Figuren zeigen:

1 eine Seitenansicht einer mit zwei Wickelwellen, mit unterschiedlichen Befüllungsgrad, bestückten erfindungsgemäßen Leitwalzenpositioniersystem,

2 eine Seitenansicht beim Schneiden und dem dadurch auszulösenden Rollenwechsel, wobei die Maschinenteile in der Anwickelposition stehen,

3 eine Seitenansicht nach dem Schneiden und Verfahren der beladenen Wickelwelle mit dem Coil,

4 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach dem Anwickeln, bei der die fertige Wickelwelle mit dem Coil aus der Kontaktwickelwellenmaschine entnommen worden ist

5 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach dem Verfahren der Leitwalze in die Ausweichposition und der angewickelten Wickelwelle in die Wickelposition III

6 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung während die Leitwalze wieder in den Dreharm gelegt wird und

7 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung in die Grundposition der einzelnen Maschinenteile.

In der 1 ist die Kontaktwalze (1) mit einer Leitwalze (28) und dem Dreharm (29) in Position A dargestellt. Unterhalb der Kontaktwalze (1) ist die Wickelwellenübergabe (2) in der Ruhestellung in Position II erkennbar. Der Schwenkarm (20) mit Gummiwalze (21) und der Quertrennung (22) befinden sich in der Ruheposition entsprechend der Ausgangsposition des abgeschwenkten Zustandes. Oberhalb der Kontaktwalze (1) befindet sich die Einlegegabel (6) in der Aufnahmeposition für die neue Wickelwelle (7). Der Greifarm (40) mit dem Greifer (41) befindet sich in der geschlossenen Ausgangsstellung und wird durch Pneumatikzylinder (43) und (44) in der Position IV gehalten. Die leere Wickelwelle (7) liegt in der Einlegegabel (6). Die Kontaktwalze (1) treibt die Wickelwelle (7) mit dem Coil (8), Kunststofffolie (4), an. Der Coil (8) befindet sich in der Aufwickelposition (III) entsprechend dem Rollendurchmesser.

In der 2 ist der Funktionsablauf für das Schneiden und den Rollenwechsel, der durch einen Vorkontakt ausgelöst wird, schematisch dargestellt. Die Wickelwellenübergabe (2) fährt durch den Positionierantrieb (27) aus der Ruheposition II in die Anwickelposition I im Gegenuhrzeigersinn. Die Leitwalze (28) wird im Uhrzeigersinn durch den Positionierantrieb (31) aus der Position A in die Position B gefahren Der Schwenkarm (20) fährt mit dem Quertrennzylinder (22) und der Gummiwalze (21) an die Kontaktwalze (1) heran. Gleichzeitig wird durch eine Kupplung (26) der Antrieb der Gummiwalze (21) eingeschaltet. Oberhalb der Kontaktwalze (1) wird die leere Wickelwelle durch die Einlegegabel (6) auf die Wickelwellenvorbeschleunigung (5) gebracht, ohne jedoch die Kontaktwalze (1) zu berühren. Der Abstand zwischen Kontaktwalze (1) und Wickelwelle (7) beträgt 2 bis 20 mm, bevorzugt 4 bis 10 mm. Nachfolgend senkt sich der Greifarm (40), der mindestens eine Photozelle (35) enthält, mittels der Pneumatikzylinder (43) und (44) aus der Position IV in die Position VI. Beim Erreichen der Laufmeterzahl erfolgt die Quertrennung der Kunststofffolie (4) durch das Quertrennmesser (23).

Gleichzeitig drückt das Führungselement (24) die Schnittkante der Folie (4) an die Kontaktwalze (1). Die Kontaktwalze (1) weist ein Vakuum auf, so daß die Kunststofffolie (4) an der Kontaktwalze (1) haften bleibt. Bevorzugt ist ein partielles Vakuum. Die Folie (4) wird von der Kontaktwalze (1) durch die angetriebene Gummiwalze (21) schlupffrei zur Anwickelposition I geführt. Die Photozelle (35) erkennt die Schnittkante der Kunsstoffolie (4) und betätigt zeitabhängig die Wickelwellenvorbeschleunigung (5). Die leere Wickelwelle (7) wird mit der vorgespannten Klammer auf die Kontaktwalze (1) aufgelegt. Die Folie wird nun umschlagsfrei auf die leere Wickelwelle (7) aufgewickelt.

In der 3 ist schematisch dargestellt, daß die Folienrolle von der Kontaktwalze (1) weggefahren ist. Das Führungselement (24) drückt die Schnittkante der Folie (4) an die Kontaktwalze (1). Die Folie (4) wird von der Kontaktwalze (1) durch die angetriebene Gummiwalze (21) zur Anwickelposition I geführt. Die angewickelte Wickelwelle (7) liegt noch auf der Kontaktwalze (1) auf. Die Quertrenneinrichtung ist noch in der Position an der Kontaktwalze, aber das Quertrennmesser (23) nicht mehr in der Trennschrittposition.

In der 4 ist das Wegführen der Quertrennvorrichtung und das Umsetzen der Leitwalze (28) mit Dreharm (29) nach dem Anwickeln dargestellt. Der Schwenkarm (20) wird mit der Gummiwalze (21) und der Quertrennung (22) von der Kontaktwalze (1) weggeführt und in die abgeschwenkte Ruheposition gebracht. Gleichzeitig wird die Gummiwalze (21) aus der Kupplung (26) ausgekuppelt. Die Leitwalze (28) wird mit dem Dreharm (29) aus der Stellung B in die Stellung C, im Uhrzeigersinn, gefahren. Der Greifer (41) fixiert die Leitwalze (28) in der Stellung C.

5 zeigt schematisch den Übergang der gerade angewickelten Wickelrolle (7) in die Wickelwellenführung (15). Der Greifarm (40) wird durch den Pneumatikzylinder (43) so geführt, daß er die Leitwalze (28) aus dem Dreharm (29) entnimmt und in die Ausweichposition V bewegt. Hierbei wird die Leitwalze (28) von der Kontaktwalze (1) nach oben weggeführt. Gleichzeitig wird nun die Wickelwellenführung (15) an die Kontaktwalze (1) gefahren und der Dreharm (29) von der Position C in die Position A im Gegenuhrzeigersinn bewegt. Anschließend wird die Wickelwellenübergabe (2), mit der gerade angewickelte Wickelwelle (7) in die Wickelposition III gefahren. Hierbei wird die durch eine Klammer in der Wickelwellenübergabe (2) fixierte Wickelwelle (7) mit einem weiteren hier nicht dargestellten Mechanismus wieder gelöst. Die gerade angewickelte Wickelwelle (7) wird danach von der Wickelwellenführung (15) aufgenommen. Die Wickelwellenübergabe (2) fährt weiter in die Ausgangsposition (II), während der Aufwickelvorgang auf die Wickelwelle (7) weiter läuft.

In der 6 ist der Schritt der Rückführung der Leitwalze (28) schematisch dargestellt. Der Dreharm (29) fährt von der Position (A) in die Position (C) im Gegenuhrzeigersinn. Die Leitwalze (28) wird vom Greifarm (40) mit dem Greifer (41) durch den Pneumatikzylinder (43) von der Position (V) in die Position (VI) gebracht und durch die Feder (30) im Dreharm (29) arretiert.

Nachdem die Leitwalze (28) wieder in den Dreharm (29) eingelegt worden ist erfolgt gemäß 7 die Rückführung in die Grundposition bezüglich des Greifarms (40) und der Leitwalze (28) mit dem Dreharm (29). Hierbei wird die Einlegegabel (6) wieder in die Aufnahmeposition verfahren, und der Greifarm (40) schwenkt durch die Pneumatikzylinder (43) und (44) in die Position IV zurück. Gleichzeitig wird der Greifer (41) zugefahren. Alle Maschinenelemente sind nun wieder in der Ausgangsposition gemäß der 1 zurückgefahren worden.

Die Erfindung ist nicht auf das vorbeschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt. So können beispielhaft die Leitwalzen die Kontaktwalze mit Vakuumbereich und andere Teile direkt als Zuführeinrichtung verwendet werden. Vorteilhafterweise wird durch das erfindungsgemäße Leitwalzen-Positioniersystem, keine Presseurwalze beim Linkslauf mehr benötigt. Ebenfalls erfolgt keine umlaufende Quertrennung bei Linkslauf. Durch die Unterdruckkontaktwalze und die angetriebene Gummiwalze 21 wird die Kunststofffolienbahn von unten schlupffrei transportiert und ein umschlagfreies Anwickeln bei Linkslauf wird gewährleistet. Des weiteren ist vorteilhaft, daß der Folienweg spiegelbildlich zum Rechtslauf auf kürzestem Weg erfolgt.

1Kontaktwalze mit Vakuum 2Wickelwellenübergabe 4Kunststofffolie 5Wickelwellenvorbeschleunigung 6Einlegegabel 7Wickelwelle 8Coil 9Aufwickelposition 15Wickelwellenführung 20Schwenkarm 21Gummiwalze 22Quertrennung 23Quertrennmesser 24Führungselement 26Kupplung 27Positionsantrieb 28Leitwalze 29Dreharm 30Feder 31Positionsantrieb 35Photozelle 40Greifarm 41Greifer 43Pneumatikzylinder (kurzer Hub) 44Pneumatikzylinder IAnwickelposition der Wickelübergabe. IIRuheposition der Wickelwellenübergabe IIIÜbergabe der Wickelwelle auf die Wickelwellenführung IVGreifarm in Ruheposition VLeitwalze in Ausweichposition VILeitwalze im Greifarm AGrundposition der Leitwalze BPosition der Leitwalze vor dem Folienschnitt CPosition der Leitwalze bevor sie in die Ausweichposition geführt wird

Anspruch[de]
  1. Leitwalzen-Positioniersystem für auswechselbare Wickelwellen dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Kontaktwalze, einer um die Drehachse dieser Kontaktwalze in lösbaren definierten Positionen befindlichen Leitwalze, die von einer Ruheposition A dieser Leitwalze im Uhrzeigersinn in eine Anwickelposition, eine Zwischenposition, eine Ausweichposition und wieder in die Ruheposition im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird, einer Quertrenneinrichtung zur Trennung der Kunststofffolie mit einer Walze, die von unten an die Kontaktwalze bewegt und in einer Einlegegabel, die die leere neue Wickelwelle in eine Wickelwellenübergabe oberhalb der Kontaktwalze führt, einem Führungselement, das während des Schneidvorganges der Kunststofffolie, die Schnittkante der Kunststofffolie an die Kontaktwalze drückt, worin die Kontaktwalze, die ein Vakuum aufbaut, das unterstützt durch eine synchron angetriebene Walze die Kunststofffolie schlupffrei zur Anwickelposition führt, und die Kunststofffolie, zur leeren Wickelwelle transportiert, wobei mit mindestens einer Photozelle die Schnittkante der Kunststofffolie erkannt und durch eine Steuerung mittels der Photozelle eine Wickelwellenvorbeschleunigung betätigt wird, die die Wickelwelle auf die Kontaktwelle auflegt, wobei die Anwickelposition oberhalb der Kontaktwalze angeordnet ist.
  2. Leitwalzen-Positioniersystem für auswechselbare Wickelwellen nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Leitwalzen-Positioniersystem für das linksseitige Aufwickeln auf Wickelwellen ausgestaltet ist.
  3. Leitwalzen-Positioniersystem für auswechselbare Wickelwellen nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass das Leitwalzen-Positioniersystem keinen zentralen eigenständigen Antrieb der Folienrollen (Coil) aufweist.
  4. Kontaktwalzenwickelmaschine mit kontinuierlich zulaufenden bahnförmigen Kunststofffolien, beim linksdrehenden Aufwickeln, auf auswechselbare Wickelwellen, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer antreibbaren Kontaktwalze, einer um die Drehachse der Kontaktwalze von einer Ruheposition A befindlichen Leitwalze, die im Uhrzeigersinn in eine Anwickelposition, eine Zwischenposition, eine Ausweichposition und wieder in die Ruheposition im Gegenuhrzeigersinn bewegt wird, eine Quertrenneinrichtung zur Trennung der Kunststofffolie mit einer Gummiwalze von unten an die Kontaktwalze erfolgt, und eine Wickelwellenaufnahme, die die leere neue Wickelwelle in eine Wickelwellenübergabe oberhalb der Kontaktwalze führt; beim Schneidvorgang der Kunststofffolie wird die Schnittkante der Kunststofffolie über ein Führungselement an die Kontaktwalze drückt, wobei die Kontaktwalze ein Vakuum aufbaut, das unterstützt durch eine synchron angetriebene Gummiwalze die Kunststofffolie schlupffrei zur Anwickelstation führt, die angedrückte Kunststofffolie, zur leeren Wickelwelle transportiert, wobei mit Photozellen die Schnittkante der Kunststofffolie erkannt wird, durch eine Steuerung mittels der Photozelle eine Wickelwellenvorbeschleunigung erfolgt, und die Wickelwelle auf der Kontaktwalze aufliegt und die Kunststofffolie aufnimmt, wobei die Anwickelposition oberhalb der Kontaktwalze angeordnet ist.
  5. Kontaktwalzenwickelmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktwalze ein diskontinuierliches oder kontinuierliches steuerbares Vakuum aufweist.
Es folgen 7 Blatt Zeichnungen






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com