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Dokumentenidentifikation DE202005002041U1 14.07.2005
Titel Kegel für das Kegel- und Bowlingspiel
Anmelder Gummi-Jäger GmbH, 30625 Hannover, DE
Vertreter Depmeyer, J., Rechtsanw., 18055 Rostock
DE-Aktenzeichen 202005002041
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.07.2005
Registration date 09.06.2005
Application date from patent application 08.02.2005
IPC-Hauptklasse A63D 9/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kegel für das Bowling- oder Kegelspiel. Solche Kegel bestehen heutzutage entweder überwiegend aus Kunststoff oder aus Holz. Kegel im Sinne dieser Anmeldung sind auch so genannte Bowling-Pins.

Kunststoffkegel haben eine höhere Lebensdauer als solche aus Holz, da Kunststoff eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen die Stöße der Kegel- oder Bowlingkugel und von den anderen Kegeln besitzt. Kunststoffkegel bestehen regelmäßig aus einer äußeren Schale aus einem härterem Kunststoff. Die Schale wird zumeist mit einem zelligen Kunststoff ausgeschäumt.

Um die Oberfläche eines Holzkegels widerstandsfähiger zu machen, wird der Holzkern des Kegels mit Kunststoff beschichtet. Lediglich die Bodenfläche des Kegels besteht aus unbeschichtetem Holz.

Die Kegel werden in vorbestimmter Anzahl und Anordnung an einem Ende der Bowling- oder Kegelbahn aufgestellt. Die Oberfläche der Kegel- oder Bowlingbahn selbst besteht regelmäßig aus Holz oder synthetischen Materialien. Um eine gleichbleibende Beschaffenheit der Oberfläche der Bahn und ein bestimmtes Abroll- bzw. Gleitverhalten der Kegel- bzw. Bowlingkugel zu gewährleisten, wird die Oberfläche mit einem Film aus pflegenden und/oder schützenden Flüssigkeiten, insbesondere mit speziell für diesen Zweck hergestellten Ölen, versehen. Hieraus ergeben sich besonders hohe Anforderungen an die Beschaffenheit der Bodenfläche des Kegels. Zum einen darf der Kegel beim Aufsetzen auf die Bahn nicht den vorgeschriebenen Standort verlassen, indem er etwa auf dem Flüssigkeitsfilm verrutscht. Zum anderen soll der Kegel umfallen, wenn er von der Kegel- oder Bowlingkugel oder von einem anderen Kegel getroffen wird. Unerwünscht ist, dass der Kegel lediglich auf dem Film seitlich verrutscht – ohne umzufallen. Es hat sich gezeigt, dass ganz oder überwiegend aus Holz hergestellte Kegel diesen Anforderungen gerecht werden. Deren Bodenflächen sind – wie bereits erwähnt – aus Holz. Es ist sehr aufwendig, den Boden eines Kegels aus Kunststoff so auszugestalten, dass dessen Eigenschaften denen des Bodens eines Holzkegels insbesondere hinsichtlich seiner Gleiteigenschaften auf einer eingeölten Oberfläche gleicht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kegel zur Verfügung zu stellen, der zum einem die Lebensdauer eines Kunststoffkegels aufweist und sich zum anderen hinsichtlich seiner Haftung auf der Kegel- oder Bowlingbahn wie ein Holzkegel verhält.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Bodenfläche der Kunststoffkegels aus Holz ist.

Durch die Erfindung ergibt sich die Möglichkeit, die geschilderten Vorteile des Kunststoffkegels mit den erwähnten vorteilhaften Eigenschaften der Bodenfläche eines Holzkegels zu verbinden. Dort, wo es auf hohe Widerstandsfähigkeit gegen Stöße ankommt, ist der Kegel aus Kunststoff. Nahezu der gesamte Körper des erfindungsgemäßen Kegels ist so ausgebildet wie ein herkömmlicher Kunststoffkegel. Aus Holz ist lediglich die Bodenfläche des Kegels.

Dieses wird erreicht, indem die Bodenfläche des Kegels aus Holz besteht, welches in den Kegel eingelassen ist, so dass eine ebene Bodenfläche erreicht wird. Die Bodenfläche des Kegels weist an seinem Rand eine umlaufende Abrundung auf, die von der äußeren Form des Kegels gebildet wird. Die Abrundung hält den starken Belastungen in diesem Bereich des Kegels besser stand als ein scharfkantiger Rand. Auch wird durch diese Ausgestaltung des Randes das gewollte Umkippen des Kegels beim Aufprall der Kegel- bzw. Bowlingkugel begünstigt.

In einer vorteilhaften Ausführungsform hat das Holz einen das Holz umfassenden Ring. Dieser Ring ist aus Kunststoff und bildet gleichzeitig den erwähnte abgerundeten Rand des Kegelbodens.

Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnungen erläutert, in denen Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind.

Es zeigen:

1 den Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Kunststoffkegel

2 die Draufsicht auf die Bodenfläche eines Kegels gemäß 1

3 den Längsschnitt im Bereich des Bodens eines Kunststoffkegels in einer besonderen Ausführungsform der Erfindung

4 eine Ansicht wie in 3 auf eine weitere erfindungsgemäße Alternative

1 zeigt den Längsschnitt durch einen heute üblicherweise verwendeten Kunststoffkegel. Der Körper des Kegels 1 besteht aus zwei Teilen, nämlich aus der äußeren Form 4 mit vorgegebener Wandstärke. Die Form 4 wurde mit einen zelligen Kunststoff 5 ausgeschäumt. Der äußere Abschluss der flachen Bodenfläche 2 ist nicht kantig ausgeführt, sondern als abgerundeter Rand 6. Die Bodenfläche 2 selbst ist nicht aus Kunststoff, sondern wird im wesentlichen durch das Holz 3 gebildet.

Die Bodenfläche 2 hat den Durchmesser zwischen A und B. Es versteht sich von selbst, dass sich das Holz 3' auch über die gesamte Bodenfläche 2 erstrecken kann, wie in 1 und 2 dargestellt.

2 zeigt die Ansicht auf die Bodenfläche eines Kegels gemäß 1.

Mit 3 folgt eine besondere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kegels im Längsschnitt, und zwar im hier besonders interessierenden unteren Bereich des Kegels.

Das die Bodenfläche 2 wesentlich bildende Holz 3 hat vorteilhaft eine zylindrische Form mit runder Grundfläche. Es können aber auch Hölzer mit anderen, insbesondere mehreckige Grundflächenformen zum Einsatz kommen. Das Holz 3 ist umfänglich von dem Ring 7 umgeben.

Die Verwendung des Rings 7 empfiehlt sich insbesondere dann, wenn die Herstellung der Bodenfläche 2 erst nach der Fertigung des Kegels 1 erfolgen soll. Zu diesem Zweck wird bei der Herstellung des Kegels 1 der im Bereich des Bodens der für das Holz 3 und den Ring 7 notwendige Raum ausgespart. Möglich ist aber auch, den erforderlichen Raum nachträglich in den Kegel einzufräsen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Umfang der Aussparung geringfügig kleiner zu wählen als den Außenumfang des Rings 7.

Der Ring 7 bildet hier auch den umlaufenden Rand 6 des Bodens 2. Der Rand ist vorteilhaft abgerundet ausgebildet und schließt außen bündig mit der Außenform 4 des Kegels 1 ab, wodurch ein Verhaken etwa mit anderen Kegeln verhindert wird.

Der Ring 7 ist vorteilhaft aus einem zähharten Kunststoff und umschließt das Holz 3 in seinem Umfang. Die Verbindung zwischen Holz 3 und Ring 7 kann zum einen dadurch hergestellt werden, dass der Ring 7 an das Holz 3 in einem Formwerkzeug angespritzt wird. Aber auch ein nachträgliches Zusammenfügen von Holz 3 und Ring 7 ist möglich, in dem das Holz 3 in den Ring 7 eingepresst wird. Wichtig ist auf jeden Fall die Verbindung so herzustellen, dass ein Verschieben des Holzes in axialer Richtung des Kegels 1 verhindert wird. Zu diesem Zweck wird das Holz 3 an seiner Außenseite mit Vertiefungen 10 versehen, in die die Vorsprünge 9 des Ringes 7 eingreifen. Es versteht sich, dass die Vertiefungen 10 auch in Form einer oder mehrerer umlaufenden Nuten ausgebildet sein können.

Das Holz 3 weist ein (Sack-)Loch 8 auf, in welches ein in DE 203 08 993.6 beschriebenes Werkzeug zum Reinigen des Kegels eingeführt werden kann. Insbesondere beim Handhaben des Kegels während des Reinigens des Kegels wirken sowohl radiale als auch axiale Kräfte auf den Kegel 1. Es muss gewährleistet sein, dass sich das Holz 3 nicht aus dem Kegel 1 heraus verschieben kann.

Wie bereits erwähnt, ist es von Vorteil, die Aussparung im Bereich des Bodens des Kegels 1 geringfügig kleiner zu fertigen, wenn das Holz 3 mit dem Ring 7 in den Kegel 1 nach Fertigstellung des eigentlichen Kegelkörpers eingebracht werden soll. Der Ring 7 wird somit nach dem Einpressen in den Kegelkörper von der Form 4 und dem Kunststoff 5 fest umschlossen, womit einem Herauslösen des Ringes 7 aus dem Kegel 1 entgegengewirkt wird. Der Kunststoff 5 ist regelmäßig nicht so hart und somit nachgiebiger als die Form 4 des Kegels 1 und der Werkstoff des Ringes 7. Wenn bei der Herstellung des Kegels 1 der Ring 7 in den Kunststoff 5 gepresst wird, passt sich der Kunststoff 5 der äußeren Formgebung des Ringes 7 an. Um einem Herauslösen des Ringes 7 aus dem Kegel 1 nachhaltig entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, den Ring 7 im Bereich des Kunststoffes 5 mit Vorsprüngen 11 zu versehen. Besonders vorteilhaft ist es, die Vorsprünge 11 sägezahnförmig ausgebildet sind und den Ring 7 radial umlaufen.

In 4 ist der hier bedeutsame Bodenbereich einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kegels dargestellt. Hier wird gezeigt, dass nach der Erfindung der Ring 7' auch topfförmig ausgebildet sein kann, so dass dann nur die zur Bodenfläche 2 gehörende Seite des Holzes 3 von dem Ring 7' unbedeckt bleibt. Der Boden des „Topfes" ist in 4 mit 12 bezeichnet.


Anspruch[de]
  1. Zumindest zu 50 Volumenprozent aus Kunststoff bestehende Kegel für das Kegel- oder Bowlingspiel, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenfläche (2) des Kegels (1) zumindest im wesentlichen aus Holz (3) besteht.
  2. Kegel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz (3) in die Bodenfläche (2) des Kegels (1) eingelassen ist.
  3. Kegel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz (3) eine zylindrische Form hat.
  4. Kegel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz (3) von einem Ring (7) radial umschlossen ist.
  5. Kegel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring topfförmig (7', 12) ausgebildet ist.
  6. Kegel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (7) zugleich die Kante (6) der Bodenfläche (2) bildet.
  7. Kegel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (6) abgerundet ist.
  8. Kegel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring (7) im Bereich des Kunststoffes (5) Vorsprünge (11) aufweist.
  9. Kegel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorsprünge (11) sägezahnartig ausgebildet sind.
Es folgen 3 Blatt Zeichnungen






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