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Kleinlift für Gebäude - Dokument DE20221128U1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE20221128U1 14.07.2005
Titel Kleinlift für Gebäude
Anmelder Uhlenbusch, Karlheinz, 32361 Preußisch Oldendorf, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 20221128
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 14.07.2005
Registration date 09.06.2005
Application date from patent application 04.10.2002
File number of patent application claimed 102 46 487.1
IPC-Hauptklasse B66B 9/00
IPC-Nebenklasse B66B 7/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fördervorrichtung (oder Kleinlift) zur Verwendung in oder an Gebäuden, vorzugsweise zwischen Ober- und Dachgeschoss von Gebäuden, mit einer Förderplattform, einer mit der Förderplattform verbundenen Antriebsvorrichtung zum Auf- und/oder Abbewegen der Förderplattform und einer Führungsvorrichtung zum Führen der Förderplattform entlang einer vorbestimmten Förderstrecke.

Bekannte Fördervorrichtungen der vorgenannten Art werden beispielsweise eingesetzt, um den Transport von Baumaterialien, Baugeräten oder Ähnlichem zwischen den verschiedenen Geschossen von in Bau befindlichen Gebäuden zu erleichtern. Ein anderer Verwendungszweck der vorgenannten Fördervorrichtungen ist die rollstuhlgerechte Verbindung von Geschossen in Gebäuden. Weiterhin werden die vorgenannten Fördervorrichtungen für eine Reihe anderer Beförderungsaufgaben zwischen übereinander liegenden Geschossen in Gebäuden universell verwendet.

Bei den vorgenannten Einsatzzwecken verbinden die bekannten Fördervorrichtungen mindestens zwei, regelmäßig auch mehr als zwei Etagen.

Der zunehmende Wunsch nach größter Gestaltungsfreiheit bei der Planung von Gebäuden und der angestrebte, möglichst große freie Arbeitsraum beim Bau von Gebäuden bringt das Erfordernis mit sich, dass funktionale Bauelemente, wie die zuvor beschriebenen Fördervorrichtungen, möglichst wenig Bauraum einnehmen. Dabei ist unbeachtlich, ob diese Fördervorrichtung nur vorübergehend – z.B. nur während der Bauphase – oder dauerhaft in/an den Gebäuden eingesetzt werden.

Bekannte Fördervorrichtungen weisen den Nachteil auf, dass sie eine aufwendige Führungs- und Antriebsmechanik aufweisen, die sowohl in der Ruhestellung – wobei es dahingestellt sei, ob diese am oberen oder unterem Ende der Förderstrecke definiert ist – als auch in einer beliebigen Betriebsstellung erheblichen Platzbedarf unterhalb der Förderplattform aufweisen. Der Raum unterhalb der Förderplattform ist dadurch nicht oder nur eingeschränkt nutzbar.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Fördervorrichtung bereitzustellen, welche eine bessere Raumnutzung ermöglicht als die bekannten Fördervorrichtungen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Fördervorrichtung der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass die Führungsvorrichtung nur im Bereich des oberen Endes der Förderstrecke am Gebäude befestigt ist, also nur im Bereich des oberen Endes der Förderstrecke Befestigungsmittel zur Fixierung am Gebäude aufweist.

Durch diese Gestaltung der Fördervorrichtung werden in einer Ruhestellung, wenn sich die Förderplattform am oberen Ende der Förderstrecke befindet, Befestigungsstellen der Führungsvorrichtung im Bereich unter der Unterseite der Förderplattform vermieden. Die Fördervorrichtung „hängt" also im eingebauten Zustand an der Geschossdecke. Hierdurch wird der Raum unter der Unterseite der Förderplattform weniger eingeschränkt als bei bekannten Fördervorrichtungen. Das heisst, die Stellfläche unterhalb der Förderplattform wird nicht durch Teile der Fördervorrichtung verstellt, wie bei bekannten Fördervorrichtungen, sondern ist völlig frei, wenn die Förderplattform am oberen Ende der Förderstrecke ist. Das obere Ende der Förderstrecke wird dabei regelmäßig definiert durch das Ende der Förderstrecke, an dem sich die Förderplattform befindet, wenn sie in das oberste Geschoss der Geschosse, welche durch die Fördervorrichtung miteinander verbunden werden, eingefahren ist. Dabei liegt die das Fördergut aufnehmende Fläche der Förderplattform vorzugsweise in der Ebene der Bodenfläche dieser Geschossdecke, sie kann aber auch gegenüber dieser Bodenfläche nach oben oder unten versetzt sein.

Zum Zwecke einer stabileren Führung, insbesondere wenn die Fördervorrichtung für Förderaufgaben über längere Transportstrecken verwendet wird, kann die Fördervorrichtung so gestaltet sein, dass weitere Befestigungsstellen der Führungsvorrichtung an dem Gebäude ausgebildet werden, wenn sich die Transportplattform aus der Ruhestellung am oberen Ende wegbewegt. Insbesondere können dann Befestigungsstellen der Führungsvorrichtung am Gebäude ausgebildet werden, die unterhalb der vorgenannten Befestigungsstellen am oberen Ende der Förderstrecke liegen.

Bei einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung befindet sich die Führungsvorrichtung mit allen ihren Bestandteilen im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform, wenn sich die Förderplattform am oberen Ende der Förderstrecke befindet.

Mit dieser Ausführungsform wird im Wesentlichen vermieden,. dass sich Teile der Führungsvorrichtung unterhalb der Unterseite der Förderplattform befinden, wenn diese in ihrer Ruheposition am oberen Ende der Förderstrecke angeordnet ist. Hierdurch wird eine räumliche Einschränkung des Raumes, also des Arbeits- bzw. Wohnraumes, unterhalb der in Ruhestellung befindlichen Förderplattform vermieden. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn sich überhaupt keine Teile der Führungsvorrichtung unterhalb der Unterseite der Förderplattform befinden. Die durch die Erfindung erzielten Vorteile werden jedoch in nahezu gleicher Weise erreicht, wenn sich Teile der Führungsvorrichtung auch in einen nahe der Förderplattform angeordneten Bereich unterhalb der Unterseite der Förderplattform erstrecken oder darin befinden.

Die Erfindung kann weiter fortgebildet werden, indem sich die Führungsvorrichtung mit allen ihren Bestandteilen in jeder Position der Förderplattform im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform erstreckt.

Bei dieser bevorzugten Ausführungsform befinden sich auch in allen anderen Positionen der Förderplattform keine Bestandteile der Führungsvorrichtung unterhalb der Unterseite der Förderplattform. Hierdurch wird der Raum unterhalb der Förderplattform auch in anderen Positionen als der Ruheposition am oberen Ende der Förderstrecke nicht durch Bestandteile der Führungsvorrichtung eingeschränkt.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht vor, dass die Führungsvorrichtung Führungen aufweist, die in ihrer Wirklänge zwischen ihrem oberen Führungspunkt am Gebäude und ihrem Führungspunkt an der Förderplattform veränderbar sind.

Als Wirklänge soll hierbei die Länge der direkten Verbindungsstrecke zwischen dem Führungspunkt der Führung am Gebäude und dem Führungspunkt an der Förderplattform verstanden werden. Die Führungspunkte sind in der Regel die Befestigungsstellen der Führungsvorrichtung am Gebäude bzw. an der Förderplattform. Die veränderbare Wirklänge kann hierbei insbesondere durch mehrteilige Führungen erreicht werden, deren mehrere Teile beispielsweise zueinander verschwenk- oder verschiebbar sind.

Die vorgenannte Ausführungsform kann insbesondere fortgebildet werden, indem die Führungen teleskopierbare Führungsschienen sind.

Die teleskopierbaren Führungsschienen können dabei, je nachdem, über welche maximale Distanz eine Führung der Förderplattform gegenüber dem Gebäude erreicht werden soll, also insbesondere wie viele Etagen die Fördervorrichtung miteinander verbinden soll und welche Höhe diese Etagen haben, aus mindestens zwei ineinander schiebbaren Führungsschienenteilen oder mehreren zueinander verschiebbaren Führungsschienenteilen bestehen. Dabei können zum Zwecke einer sicheren Führung insbesondere zwei oder vier teleskopierbare Führungsschienen vorgesehen sein, die jeweils beabstandet voneinander im Randbereich der Förderplattform befestigt sind und aus zwei oder mehr zueinander verschiebbaren Führungsschienenteilen bestehen.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Antriebsvorrichtung Übertragungsmittel auf, welche die von den Antriebsmitteln erzeugten Antriebskräfte zwischen Förderplattform und Gebäude übertragen und welche sich mit allen ihren Bestandteilen im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform erstrecken, wenn sich die Förderplattform am oberen Ende der Förderstrecke befindet.

Die Übertragungsmittel können dabei beispielsweise mehrteilige, gegeneinander bewegliche Übertragungsstangen umfassen, die insbesondere gegeneinander verschwenkbar oder verschiebbar sind. Insbesondere Hydraulikzylinder sind als Übertragungsmittel verwendbar. Weiterhin können die Übertragungsmittel Seilzüge umfassen, insbesondere mit der Förderplattform verbundene Seilzüge, die auf eine oberhalb der Förderplattform am Gebäude befestigten und elektronisch gesteuerten Trommel aufgewickelt werden können. Alternativ können die Seilzüge auf eine an der Förderplattform befestigten und elektronisch gesteuerten Trommel aufgewickelt werden und ein Ende der Seilzüge mit dem Gebäude verbunden sein.

Die Anordnung der Übertragungsmittel oberhalb der Unterseite der Förderplattform gewährleistet, in gleicher Weise wie die Anordnung der zuvor beschriebenen Führungsvorrichtung, dass im Ruhezustand am oberen Ende der Förderstrecke keine Bestandteile der Übertragungsmittel über die Unterseite der Förderplattform nach unten hinausragen. Hierdurch wird eine Einschränkung des Raumes unterhalb der Förderplattform durch die Übertragungsmittel in dieser Stellung vermieden.

Die vorgenannte Ausführungsform kann in vorteilhafter Weise weitergebildet werden, indem sich die Übertragungsmittel mit allen ihren Bestandteilen in jeder Position der Förderplattform im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform erstrecken.

Hierdurch wird erreicht, dass auch in anderen Positionen, beispielsweise in einer Position, in der sich die Förderplattform in der Ebene eines mittleren von mehreren Geschossen, die sie miteinander verbindet, angeordnet ist, keine Bestandteile der Übertragungsmittel unterhalb der Unterseite der Förderplattform angeordnet sind. Diese Ausführungsform ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn sich in dieser Position auch keine Teile der Führungsvorrichtung unterhalb der Unterseite der Förderplattform erstrecken, so dass dann erreicht werden kann, dass sich alle für den Betrieb der Fördervorrichtung wesentlichen Mittel in jeder Position der Förderplattform im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform erstrecken und hierdurch eine im Hinblick auf den Raum unterhalb der Unterseite der Förderplattform besonders raumsparende Ausführungsform erreicht wird.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wirken die Antriebsmittel elektrisch.

Mittels eines elektrischen Antriebs kann ein kostengünstiger und leistungsfähiger Antrieb bereitgestellt werden. Dabei können insbesondere elektrisch angetrieben Seiltrommeln verwendet werden, auf die ein Seilzug aufgewickelt werden kann, der zwischen Gebäude und Transportplattform gespannt ist.

Alternativ kann auch ein hydraulisches Wirkungsprinzips realisiert werden, mit dem eine besonders hohe Kraftwirkung mit Antriebsmitteln, die besonders kompakt sind, erreicht wird. Die hydraulischen Antriebsmittel umfassen vorzugsweise eine Hydraulikpumpe, welche ein Hydraulikmedium unter Druck setzt und eine Steuereinheit, welche den Fluss des unter Druck gesetzten Mediums in einer Druckleitung regelt. Die Druckleitung kann dann insbesondere mit einem Hydraulikzylinder verbunden sein, der die Antriebskräfte zwischen Förderplattform und Gebäude überträgt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Antriebsmittel an der Förderplattform, vorzugsweise innerhalb einer als Förderplattformkörper ausgebildeten Förderplattform angeordnet.

Hierdurch wird ein besonders kompakter Aufbau der Fördervorrichtung erreicht. Weiterhin wird mit dieser Ausführungsform eine besonders einfache Installation der Fördervorrichtung in oder an einem Gebäude ermöglicht, da mit dieser Ausführungsform erreicht werden kann, dass sämtliche für den Betrieb der Fördervorrichtung erforderlichen, wesentlichen Mittel, insbesondere für den Antrieb und die Steuerung erforderliche Mittel und Sicherheitseinrichtungen, im Wesentlichen innerhalb des Förderplattformkörpers angeordnet sind und als kompakte Einheit vormontiert bereitgestellt werden. Die so vormontierte Fördervorrichtung muss vor Inbetriebnahme nur noch mit Befestigungsmitteln am Gebäude befestigt werden. Insbesondere eignet sich eine hydraulische oder elektrische Betätigung für diese Ausführungsform, da die dann erforderlichen kompakten Aggregate in besonders platzsparender Weise in einem entsprechend kompakt dimensionierbaren Förderplattformkörper angeordnet werden können.

Eine weitere vorteilte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass die von den Antriebsmitteln erzeugten Antriebskräfte zwischen Förderplattform und Gebäude mittels Übertragungsmitteln übertragen werden, die zugleich als Führungsvorrichtung dienen.

Bei dieser Ausführungsform sind keine separaten Führungsvorrichtungen und Übertragungsmittel zwischen der Förderplattform und dem Gebäude angeordnet sind, sondern es wird lediglich ein einziges – ggf. mehrteiliges – Übertragungsmittel vorgesehen, welches zusätzlich die erforderliche Führungsfunktion übernehmen kann. Als solches Übertragungsmittel eignet sich insbesondere ein Hydraulikzylinder, der bei entsprechender Dimensionierung die im Betrieb auftretenden Querkräfte aufnehmen kann und hierdurch eine Führungsfunktion ausüben kann. Es sind jedoch auch – je nach Einsatzzweck – andere Übertragungsmittel vorteilhaft verwendbar, wie beispielsweise gegeneinander verschwenkbare Führungsstangen oder Ähnliches.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, dass die Antriebsmittel hydraulisch betätigt werden und die von den Antriebsmitteln erzeugten Antriebskräfte zwischen Förderplattform und Gebäude mittels teleskopierbarer Übertragungs- und Führungsmittel übertragen werden.

Diese Ausführungsform ist insbesondere vorteilhaft, wenn Übertragungs- und Führungsmittel in einem konstruktiven Mittel zusammenfallen, wie zuvor beschrieben.

Schließlich sieht eine letzte vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung vor, dass die Abmessungen der Förderplattform rollstuhlgerecht sind.

Diese Fortbildung der Erfindung beinhaltet insbesondere die Maßnahme, dass die Förderplattform entsprechend der einschlägigen Vorschriften ausgebildet ist, insbesondere hinsichtlich ihrer Breite und Länge so bemessen ist, dass sie einen Rollstuhl aufnehmen kann. Weiterhin sollte die Dicke der Förderplattform möglichst gering sein und die Förderplattform mittels geeignet geneigter Rampen einfach zu befahren sein. So wird eine Alternative zum Treppenlift für Rollstuhlfahrer bereitgestellt, die in vielen Gebäuden besonders vorteilhaft eingesetzt werden kann, wenn eine unscheinbare und platzsparende Anordnung angestrebt wird.

Durch die Erfindung wird eine als Kleinlift o. Ä. einsetzbare Fördervorrichtung bereitgestellt, welche die Vorteile aufweist, dass unterhalb der Unterseite der Förderplattform weniger Bauteile als bei bekannten Fördervorrichtungen angeordnet sind. Hierdurch wird der Raum unterhalb der Unterseite der Förderplattform weniger eingeschränkt als bei bekannten Fördervorrichtungen und somit Wohn- und Arbeitsraum in diesem Bereich gewonnen. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung vermeiden die Anordnung von Bauteilen der Fördervorrichtung unterhalb der Unterseite der Förderplattform vollständig, wodurch ein zusätzlicher Raumgewinn erzielt wird.

Die erfindungsgemässe Fördervorrichtung ist besonders vorteilhaft im temporären Einsatz bei dem Bau von Gebäuden einsetzbar und dient dann als Transportmittel für Personen, Baumaterial und Werkzeug. Weiterhin kann die erfindungsgemässe Fördervorrichtung fest und dauerhaft installiert in/an Gebäuden als Aufzug zwischen zwei oder mehr Geschossen verwendet werden, insbesondere zur rollstuhlgerechten Verbindung der Geschosse.

Als weitere, unerwartete Verwendungsmöglichkeit hat sich die feste und dauerhafte Installation der erfindungsgemässen Fördervorrichtung in/an Gebäuden zur Verbindung des Dachgeschosses mit einem darunterliegenden Geschoss gezeigt. In dieser Verwendung wird die erfindungsgemässe Fördervorrichtung anstelle der bekannten ausziehbaren Bodentreppen eingebaut und dient aufgrund ihrer Gestaltung, insbesondere ihres Antriebs, als komfortabler Ersatz für diese Ausziehtreppen, Raumspartreppen, Bodeneinschubtreppen o.Ä. und erlaubt zugleich mehr Gestaltungsfreiheit bei der Planung von Gebäuden.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Figuren beschrieben. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fördervorrichtung von schräg oben,

2 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fördervorrichtung von schräg oben und

3 eine quergeschnittene Seitenansicht eines Ausschnitts der beiden Ausführungsformen.

Die in den 1 und 2 abgebildeten Ausführungsformen der Erfindung verbinden eine Dachgeschossebene 1 mit einer darunter liegenden Geschossebene 2. Die Dachgeschossebene 1 ist in den 1 und 2 zum Zwecke einer besseren Darstellbarkeit teilweise ausgeschnitten dargestellt.

Die in 1 gezeigte Ausführungsform ist in einen rechtwinkligen Bodenausschnitt in dem Dachgeschossboden 1 eingesetzt. Die Fördervorrichtung umfasst eine rechteckige Transportplattform 10, welche zwei lange Seitenkanten 11, 12 und zwei kurze Seitenkanten 13, 14 aufweist. Die Transportplattform hat die seitlichen Abmessungen 1,4m × 0,7 m. Im Bereich der kurzen Seitenkante 14 ist die Transportplattform 10 mit einer Führungsvorrichtung 2024 verbunden. Die Führungsvorrichtung 2025 umfasst zwei gleichartig aufgebaute Führungsschienen, die voneinander beabstandet an der Führungsplattform 10, benachbart zur langen Seitenkante 11 bzw. zur langen Seitenkante 12 befestigt sind.

Die Führungsschienen der Führungsvorrichtung 2025 umfassen jeweils drei teleskopierbare Führungsschienenteile, welche als im Querschnitt quadratische Rohre ausgebildet sind. Um die Teleskopierbarkeit zu erreichen sind die äußeren Querschnittsabmessungen des Führungsschienenteils 20 kleiner als die Querschnittsabmessungen des Rohrinnenteils des Führungsschienenteils 21. Das Führungsschienenteils 20 kann daher in das Führungsschienenteils 21 eingeschoben werden. In gleicher Weise sind die Querschnittsabmessungen des Rohrinnenhohlraums des Führungsschienenteils 22 größer als die äußeren Querschnittsabmessungen des Führungsschienenteils 21, so dass das Führungsschienenteils 21, ggf. mitsamt dem darin eingeschobenen Führungsschienenteils 20, in das Führungsschienenteils 22 eingeschoben werden kann.

In gleicher Weise ist die Führungsschiene 2325 aufgebaut, bei der das Führungsschienenteil 23 in das Führungsschienenteil 24 eingeschoben werden kann, welches wiederum seinerseits in das Führungsschienenteil 25 eingeschoben werden kann.

Die Führungsvorrichtung 2025 bewirkt eine Führung der Transportplattform 10 gegenüber Kräften, die quer zu der Richtung, in welcher die Führungsschienenteile 2025 ineinander geschoben werden können, einwirken.

Die Führungsvorrichtung 2025 dient weiterhin als Übertragungsvorrichtung für die Antriebskraft. Zu diesem Zweck ist die Führungsvorrichtung 2025 mit einer elektrischen Antriebseinheit 30 gekoppelt, welche auf dem Dachgeschoss 1 abgestützt ist. Die elektrische Antriebsvorrichtung 30 wirkt mit den Führungen der Führungsvorrichtung 2022 und 2325 über Seilzüge (nicht dargestellt) zusammen, welche in den quadratischen Führungsteilen laufen.

Diese Seilzüge sind an der Förderplattform 10 befestigt (nicht dargestellt) und können über eine mit der elektrischen Antriebsvorrichtung gekoppelte Trommel aufgewickelt werden.

Weiterhin ist die elektrische Antriebsvorrichtung 30 mit den oberen Führungsschienenteilen 22, 25 über eine Zahnrad/Zahnstangenkopplung (nicht dargestellt) verbunden, mittels derer diese Führungsschienenteile in vertikaler Richtung verschoben werden können, um die Transportplattform vollständig auf das Niveau des Dachgeschossbodens 1 anzuheben. Wenn sich diese Führungsschienenteile 22, 25 in der oberen, angehobenen Position befinden und die anderen Führungsschienenteile 20, 21, 23, 24 in diese eingeschoben sind, sind die Führungsschienen insgesamt oberhalb der Unterseite der Transportplattform 10 angeordnet.

Die Fördervorrichtung nach 1 weist weiterhin zwei jeweils vierteilige Seitenwände 4043 und 4447 auf. Die Seitenwände 4043 und 4447 bestehen aus jeweils vier Seitenwandteilen. Die Seitenwandteile sind ineinander schiebbar, indem die Abmessungen des an den Seitenkanten abgekanteten Seitenwandteils 40 in Richtung der Längskanten 11, 12 der Transportplattform kleiner sind als diejenigen des darüber liegenden Seitenwandteils 41. Das Seitenwandteil 40 kann sich daher parallel zu seiner Wandfläche vertikal verschieben, wenn über die Antriebsvorrichtung 30 die Transportplattform angehoben wird. Dabei schiebt sich das Seitenwandteil 40 neben das Seitenwandteil 41. Dieses Seitenwandteil ist wiederum in gleicher Weise so bemessen, dass es sich, wenn die Transportplattform 10 weiter angehoben wird, neben das Seitenwandteil 42 schieben kann, welches seinerseits wiederum neben das Seitenwandteil 44 passt. Auf diese Weise liegen in der (nicht dargestellten) oberen Ruheposition der Förderplattform die Seitenwandteile 4043 auf gleicher Höhe parallel nebeneinander und oberhalb der Unterseite der Transportplattform, während sie in der abgebildeten Position der Transportplattform in der unteren Stellung eine Wand aus aneinander anschließenden Wandabschnitten bilden, die sich entlang der Förderstrecke von oben nach unten erstreckt.

Die Seitenwandteile 4447 sind in gleicher Weise aufgebaut wie die Seitenwandteile 4043. Mittels der Seitenwandteile 4047 wird der oberhalb der Transportplattform 10 ausgebildete Raum für Fördergut seitlich begrenzt.

Die Seitenwandteile 4047 bilden gemeinsam mit Wandteilen (nicht dargestellt), die im Bereich der Führungsvorrichtung 2025 angeordnet sind, einen U-förmigen Schacht, wenn die Förderplattform in der unteren Position ist. Wird die Plattform nach oben bewegt, so schieben sich die Seitenwandteile 4146 in die obersten Seitenwandteile 40, 47, die als U-förmiges, hohles Brüstungsgeländer ausgebildet sind.

Mit der Förderplattform 10 verbunden ist eine elektrisch angetriebene Sicherungstür 50, welche den Förderraum zusätzlich oberhalb der kurzen Seitenkante 13 begrenzt.

Eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Fördervorrichtung gemäß 2 ist, ebenso wie die Ausführungsform der 1, in einem rechtwinkligen Bodenausschnitt in einem Dachgeschossboden 1 eingesetzt. Hierzu ist ein rechtwinkliger Rahmen 2, der in seiner Längs- und Querausrichtung größere Abmessungen aufweist als der Bodenausschnitt in dem Dachgeschossboden 1, auf den Dachgeschossboden 1 aufgelegt.

Am Tragrahmen 2 ist eine Führungsvorrichtung 6065 befestigt, die sechs sich in vertikaler Richtung erstreckende U-Profile 6065 umfasst.

Die unteren U-Profile 60, 63 sind an ihrem unteren Ende im Bereich einer Seitenkante 14 voneinander beabstandet an der Transportplattform 10 befestigt. Die unteren U-Profile 60, 63 sind mittels zweier Querstreben 70, 71, die senkrecht zu der Längserstreckung der U-Profile 60, 63 ausgerichtet sind, miteinander verbunden. Hierdurch werden die U-Profile 60, 63 in einem vorbestimmten Abstand d1 zueinander fixiert.

Die mittleren U-Profile 61, 64 sind ebenfalls mittels zweier Querstreben 72, 73 miteinander verbunden. Die Länge der Querstreben 72, 73 ist größer als diejenige der Querstreben 70, 71, wodurch die U-Profile 61, 64 in einem Abstand d2 zueinander fixiert werden, der größer als der Abstand d1 ist. Der Unterschied der Abstände d1 und d2 ist so bemessen, dass der aus den U-Profilen 60, 63 und den Querstreben 70, 71 gebildete Rahmen zwischen die U-Profile 61, 64 geschoben werden kann.

Die oberen U-Profile 62, 65 sind durch zwei Querstreben (75, zweite nicht sichtbar in 2) miteinander verbunden. Diese zwei Querstreben sind länger als die zwei Querstreben 72, 73, so dass die U-Profile 62, 65 in einem Abstand d3 zueinander fixiert werden, der größer ist als der Abstand d2 und so bemessen ist, dass der aus den U-Profilen 61, 64 und den Querstreben 72, 73 gebildete Rahmen zwischen die U-Profile 62, 65 geschoben werden kann.

Die aus den U-Profilen 6065 gebildete Führungsvorrichtung kann somit teleskopiert werden und weist im zusammengeschobenen, teleskopierten Zustand eine Länge auf, welche etwa derjenigen von einem einzigen U-Profil 6065 entspricht.

Die Transportplattform 10 beinhaltet einen Energiespeicher in Form eines Akkumulators 80. Der Akkumulator 80 kann beispielsweise als elektrischer Akkumulator oder als Druckluftspeicher ausgeführt werden.

Vorzugsweise kommt ein elektrischer 12 Volt-Akkumulator 80 zum Einsatz, der über einen Elektromotor 81 ein Getriebe 82 antreibt. Dieses Getriebe 82 treibt eine elektronisch gesteuerte Trommel (nicht dargestellt) an, auf der ein Seilzug (nicht dargestellt) aufgewickelt ist. Ein Ende dieses Seilzuges ist im Bereich des Dachgeschossbodens 1 am Gebäude befestigt. Die Seilzüge treiben die Transportplattform 10 an.

Die Fördervorrichtung gemäß 2 weist, analog zu der Fördervorrichtung der 1, ineinander schiebbare Seitenwände 4047 auf, die den oberhalb der Transportplattform 10 ausgebildeten Förderraum seitlich begrenzen.

Die Fördervorrichtung gemäß 2 weist weiterhin ein mit der Transportplattform verbundenes, elektrisch angetriebenes, verschwenkbares Absperrgitter 90 auf, welches ein seitliches Herunterfallen des auf der Transportplattform 10 geförderten Fördergutes verhindert. Zusätzlich weist die Fördervorrichtung ein verschwenkbares Absperrgitter 91 auf, welches mit den oberen Seitenwänden 43, 47 zusammenwirkt und den rechteckigen Ausschnitt in dem Dachgeschossboden 1 absichert, um zu verhindern, dass Gegenstände oder Personen durch diesen Ausschnitt fallen.

Bezugnehmend zu 3 ist ein in den 1 und 2 mit A gekennzeichnetes Detail in quer geschnittener Seitenansicht gezeigt, welches die Verbindungsweise der Seitenwände 4047 erläutert. Es kann erkannt werden, dass die Seitenwände 4043 bzw. 4447 im ausgefahrenen Zustand (wie in 1 und 2 gezeigt) untereinander verbunden sind, indem die jeweils obere Kante einer unteren Seitenwand (z.B. 45) rechtwinklig nach außen abgekantet ist und hierdurch eine Kontaktfläche 45a ausgebildet wird. Die untere Seitenkante einer oberen Seitenwand (z.B. 46) ist rechtwinklig nach innen abgekantet und somit wird eine parallel zu der Kontaktfläche 45a liegenden Kontaktfläche 46a ausgebildet. Über die Kontaktflächen 45a, 46a wird eine vertikal wirkende, in Richtung der Förderstrecke gerichtete Kraft übertragen.


Anspruch[de]
  1. Fördervorrichtung zur Verwendung in oder an Gebäuden, vorzugsweise zwischen Ober- und Dachgeschoss von Gebäuden, mit einer Förderplattform (10), einer mit der Förderplattform verbundenen Antriebsvorrichtung (30; 81, 82) zum Auf- und/oder Abbewegen der Förderplattform und einer Führungsvorrichtung (2025; 6065; 4047) zum Führen der Förderplattform entlang einer vorbestimmten Förderstrecke, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung nur im Bereich des oberen Endes der Förderstrecke Befestigungsmittel (2) zur Fixierung am Gebäude aufweist.
  2. Fördervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Führungsvorrichtung (6065; 4047) mit allen ihren Bestandteilen im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform erstreckt, wenn sich die Förderplattform am oberen Ende der Förderstrecke befindet.
  3. Fördervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Führungsvorrichtung mit allen ihren Bestandteilen in jeder Position der Förderplattform im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform erstreckt.
  4. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorrichtung Führungen aufweist, die in ihrer Wirklänge zwischen ihrem oberen Führungspunkt am Gebäude und ihrem Führungspunkt an der Förderplattform veränderbar sind.
  5. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen teleskopierbare Führungsschienen sind.
  6. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung Übertragungsmittel (2025; 6065) aufweist, welche die von den Antriebsmitteln erzeugten Antriebskräfte zwischen Förderplattform und Gebäude übertragen und welche sich mit allen ihren Bestandteilen im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform erstrecken, wenn sich die Förderplattform am oberen Ende der Förderstrecke befindet.
  7. Fördervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Übertragungsmittel mit allen ihren Bestandteilen in jeder Position der Förderplattform im Wesentlichen oberhalb der Unterseite der Förderplattform erstrecken.
  8. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (81, 82) elektrisch wirken.
  9. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Energiespeichermittel (80) zur Speicherung von Energie für die Antriebsmittel.
  10. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel (81, 82) und/oder die Energiespeichermittel (80) an der Förderplattform, vorzugsweise innerhalb einer als Förderplattformkörper ausgebildeten Förderplattform angeordnet sind.
  11. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von den Antriebsmitteln erzeugten Antriebskräfte zwischen Förderplattform und Gebäude mittels Übertragungsmitteln (2025; 6065) übertragen werden, die zugleich als Führungsvorrichtung wirken.
  12. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsmittel hydraulisch wirken und die von den Antriebsmitteln erzeugten Antriebskräfte zwischen Förderplattform und Gebäude mittels teleskopierbarer Übertragungsmittel (2025; 6065), die zugleich als – und Führungsvorrichtung wirken, übertragen werden.
  13. Fördervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen der Förderplattform rollstuhlgerecht sind.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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