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Dokumentenidentifikation DE10361130A1 28.07.2005
Titel Sicherheitselement mit Beugungsstruktur und Verfahren zu seiner Herstellung
Anmelder Giesecke & Devrient GmbH, 81677 München, DE
Erfinder Heim, Manfred, Dr., 81379 München, DE
DE-Anmeldedatum 23.12.2003
DE-Aktenzeichen 10361130
Offenlegungstag 28.07.2005
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.07.2005
IPC-Hauptklasse B44F 1/12
IPC-Nebenklasse G06K 7/10   G07D 7/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und dergleichen mit einer flächigen Beugungsstruktur (22), bei dem die flächige Beugungsstruktur (22) erfindungsgemäß mit einer zumindest zwei Schichten umfassenden Schichtenfolge kombiniert ist, wobei die Schichtenfolge eine semitransparente Metallschicht (26) und eine hochbrechende Schicht (28) enthält.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und dergleichen mit einer flächigen Beugungsstruktur. Die Erfindung betrifft ferner ein Sicherheitspapier, ein Wertdokument und ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Sicherheitselements.

Hologramme, holographische Gitterbilder und andere hologrammähnliche Beugungsstrukturen werden vielfach zur Echtheitsabsicherung von Kreditkarten, Wertdokumenten, Produktverpackungen und dergleichen eingesetzt. Die Druckschrift US-A-4 856 857 beschreibt ein Hologramm vom Transparenttyp, das lediglich unter bestimmten Betrachtungswinkeln erkennbar ist und unter allen anderen Betrachtungswinkeln als transparente Schicht wirkt. Dadurch wird sowohl eine Betrachtung der Beugungsstrukturen in Reflexion als auch eine Betrachtung von unterhalb des Hologramms angebrachten Informationen ermöglicht.

Dazu umfasst das Hologramm eine Schicht mit einem die Beugungsstruktur wiedergebenden Oberflächenrelief, die mit einer weiteren, den holgraphischen Effekt verstärkenden Schicht versehen ist. Diese weitere Schicht kann entweder eine hochbrechende Schicht sein, deren Brechungsindex sich deutlich von dem Brechungsindex der hologrammbildenden Schicht unterscheidet, oder kann eine dünne reflektierende Metallschicht mit einer Dicke unterhalb von 20 nm sein, die einen großen Anteil des einfallenden Lichts transmittiert.

Eine derartige semitransparente Metallschicht darf eine gewisse Mindestdicke nicht unterschreiten, um den holographischen Effekt in Reflexion gut sichtbar zu machen. Mit dieser Mindestmenge an Metall erzeugen derartige Schichten auf einem opaken Untergrund im Auflicht allerdings bereits einen deutlich metallisch wirkenden optischen Eindruck.

Ist die hologrammbildende Schicht andererseits mit einer hochbrechenden Schicht versehen, so bringt sie den Hologrammeffekt sehr brillant und effektiv zum Vorschein, wenn das Holgramm auf eine dunkle, absorbierende Unterlage aufgebracht ist. Ist das Hologramm allerdings auf einer hellen, diffus reflektierenden Unterlage aufgebracht, wie sie die meisten Wertdokumente aufweisen, so erscheinen die holographischen Strukturen nur schwach und sind daher schwer prüfbar.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Sicherheitselement vorzuschlagen, das einen unverändert hohen Fälschungsschutz bietet und dabei die Nachteile des Stands der Technik vermeidet.

Diese Aufgabe wird durch das Sicherheitselement mit den Merkmalen des Hauptanspruchs gelöst. Ein Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheitsdokumenten, ein Wertdokument mit einem solchen Sicherheitselement, sowie ein Herstellungsverfahren für ein solches Sicherheitselement sind Gegenstand der nebengeordneten Ansprüche.

Das erfindungsgemäße Sicherheitselement zeichnet sich dadurch aus, dass die Schicht, in der die Beugungsstruktur vorliegt, mit einer zumindest zwei Schichten umfassenden Schichtenfolge kombiniert ist, wobei die Schichtenfolge eine semitransparente Metallschicht und eine hochbrechende Schicht enthält. Mit der hochbrechenden Schicht werden die Beugungsstrukturen wirkungsvoll zum Vorschein gebracht, mit der semitransparenten Metallschicht wird einerseits der Untergrund abgedunkelt und andererseits die Reflexionswirkung der hochbrechenden Beschichtung noch verstärkt.

Die erfindungsgemäße Kombination zweier unterschiedlicher Schichten in der mit der Beugungsstruktur kombinierten Schichtenfolge führt somit zu einer deutlich besseren Erkennbarkeit der Beugungsstrukturen auf hellem, diffus reflektierenden Untergrund, wobei wegen der hohen Transmission der Metallschicht der optische Eindruck der Transparenz des Sicherheitselements insgesamt nicht gestört wird. Das erfindungsgemäße Sicherheitselement ist daher besonders gut zur Absicherung von bedruckten Dokumenten geeignet, bei denen der visuelle Eindruck des Dokuments nicht von einem metallisch glänzenden Sicherheitselement dominiert werden soll.

In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sicherheitselements ist die semitransparente Metallschicht durch eine durchgehende dünne Metallschicht gebildet. Die Dicke der durchgehenden Metallschicht ist dabei mit Vorteil so gewählt, dass die semitransparente Metallschicht im sichtbaren Spektralbereich eine Transmission von 60 % oder mehr, vorzugsweise eine Transmission zwischen 70% und 90% aufweist.

Anstelle der durchgehenden Metallschicht kann die semitransparente Metallschicht auch durch ein Raster aus opaken metallischen Rasterelementen beliebiger Form gebildet sein. Insbesondere kommen dabei Raster aus Linienrasterelementen oder Punktrasterelementen in Betracht. Die Größe und der Flächenanteil der opaken Rasterelemente sind mit Vorteil so gewählt, dass die semitransparente Metallschicht im sichtbaren Spektralbereich eine Transmission von 60% oder mehr, vorzugsweise eine Transmission zwischen 70% und 90% aufweist. Dabei spielt die Größe der Rasterelemente nur bei sehr kleinen Elementen und Abständen eine Rolle, bei hinreichend großen Rasterelementen und Elementabständen ist die Transmission der Metallschicht dagegen im Wesentlichen nur durch das Verhältnis der nichtmetallisierten Flächen zur Gesamtfläche des Rasters gegeben.

In beiden genannten Ausführungsformen umfasst die semitransparente Metallschichtzweckmäßig Aluminium, Silber, Chrom, Eisen, Kupfer, oder eine Kombination dieser Metalle. Andere Metalle können jedoch auch eingesetzt werden.

Die hochbrechende Schicht des erfindungsgemäßen Sicherheitselements ist bevorzugt aus einer Schicht gebildet, die einen Brechungsindex größer 1,9 aufweist. Hierbei kann es sich um eine Lackschicht oder ein dünne, aufgedampfte Schicht handeln. Bevorzugt wird eine hochbrechende Schicht aus ZnS oder TiO2 verwendet. Die hochbrechende Schicht weist dabei zweckmäßig eine Schichtdicke zwischen 30 nm und 80 nm, vorzugsweise zwischen 40 nm und 70 nm auf. Zusätzliche Farbeffekte lassen sich mit dickeren hochbrechenden Schichten erzeugen. Im Rahmen der Erfindung weisen diese dickeren hochbrechenden Schichten eine Dicke zwischen 60 nm und 300 nm, vorzugsweise zwischen 70 nm und 250 nm auf.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Sicherheitselements ist die Beugungsstruktur durch eine Reliefstruktur gebildet.

Die semitransparente Metallschicht und/oder die hochbrechende Schicht können darüber hinaus Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen aufweisen. Im Bereich dieser Aussparungen ist der holographische Effekt dann nur schwach oder gar nicht erkennbar, so dass die Muster, Zeichen oder Codierungen mit den umgebenden Bereichen des Sicherheitselements kontrastieren.

Die Schichtenfolge kann neben der semitransparenten Metallschicht in einem Teilbereich zusätzlich eine opake Metallschicht aufweisen, welche vorzugsweise mit Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen versehen ist.

Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Sicherheitselements ist die Schichtenfolge mit einem oder mehreren weiteren Sicherheitsmerkmalen, insbesondere mit lumineszierenden, magnetischen, elektrischen oder optisch variablen Stoffen versehen.

Vorzugsweise ist die Schichtenfolge auf einem Substrat, insbesondere einem Foliensubstrat aufgebracht, das die Beugungsstruktur enthält. Alternativ ist die Schichtenfolge auf einem beschichteten Substrat, insbesondere einem beschichteten Foliensubstrat aufgebracht, wobei in diesem Fall die Beschichtung des Substrats die Beugungsstruktur enthält. Das beschichtete oder unbeschichtete Substrat stellt zweckmäßig eine Transferfolie oder eine Trägerfolie für das Sicherheitselement dar.

Das Sicherheitselement kann insbesondere ein Sicherheitsstreifen, ein Sicherheitsfaden, ein Etikett oder ein Transferelement zum Aufbringen auf ein Sicherheitspapier, Wertdokument und dergleichen sein.

Die Erfindung umfasst auch ein Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheitsdokumenten, wie Banknoten, Ausweiskarten oder dergleichen, das mit einem oben beschriebenen Sicherheitselement ausgestattet ist. Das Sicherheitspapier kann insbesondere wenigstens einen durchgehenden Fensterbereich oder ein Loch enthalten, das mit dem Sicherheitselement bedeckt ist. Die Erfindung enthält ferner ein mit einem oben beschriebenen Sicherheitselement ausgestattetes Wertdokument, beispielsweise eine Banknote. Das Wertdokument kann ebenfalls einen mit dem Sicherheitselement bedeckten Fensterbereich oder ein damit abgedecktes Loch enthalten.

Das Sicherheitspapier oder das Wertdokument können weiter einen von dem Sicherheitselement zumindest teilweise überdeckten und durch das Sicherheitselement hindurch erkennbaren Aufdruck aufweisen. Der Informationsgehalt dieses Aufdrucks kann mit dem Informationsgehalt von in das Sicherheitselement eingebrachten Aussparungen und/oder einem in der Beugungsstruktur kodierten Informationsgehalt in Beziehung stehen. Beispielsweise kann die Seriennummer oder eine andere individualisierte Kennzeichnung des Wertdokuments sich sowohl in dem überdeckten Aufdruck, als auch in dem Hologramm und/oder einer Negativschrift in einem opaken Teilbereich des Sicherheitselements finden.

Bei der Herstellung eines Sicherheitselements der beschriebenen Art wird in einer ersten Erfindungsvariante zunächst eine flächige Beugungsstruktur in ein Substrat, wie ein Foliensubstrat, eingeprägt, und das geprägte Substrat mit der Schichtenfolge kombiniert. Alternativ wird das Substrat, etwa ein Foliensubstrat, zunächst mit einer Beschichtung versehen, die entweder bereits eine Beugungsstruktur aufweist, oder in die nach dem Aufbringen auf das Substrat eine Beugungsstruktur eingeprägt wird. Dann wird das mit der geprägten Beschichtung versehene Substrat mit der Schichtenfolge kombiniert.

Bei einer weiteren Erfindungsvariante wird das Substrat, etwa ein Foliensubstrat, zunächst mit der Schichtenfolge kombiniert und erst danach wird eine Beugungsstruktur in die kombinierte Schichtenfolge eingeprägt.

Auf das beschichtete oder unbeschichtete Substrat kann zunächst die hochbrechende Schicht und danach die semitransparente Metallschicht aufgebracht werden. Bevorzugt ist allerdings, zunächst die semitransparente Metallschicht und danach die hochbrechende Schicht auf die semitransparente Metallschicht aufzubringen. Sowohl die semitransparente Metallschicht als auch die hochbrechende Schicht werden vorzugsweise mit einem Vakuumdampfverfahren aufgebracht.

Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.

Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Banknote mit einem aufgeklebten Sicherheitsstreifen nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung,

2 einen Querschnitt durch die Banknote von 1 im Bereich des Sicherheitsstreifens entlang der Linie II-II, und

3 und 4 Schnittdarstellungen von Sicherheitselementen nach weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung.

Die Erfindung wird nun am Beispiel einer Banknote erläutert. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Banknote 10, die mit einem aufgeklebten Sicherheitsstreifen 12 versehen ist. In einem ersten Teilbereich 14 enthält der Sicherheitsstreifen 12 ein transparentes Hologramm, das, wie nachfolgend im Detail erläutert, eine hohe Lichtreflexion in bestimmte Richtungen mit einer hohen optischen Transparenz vereint.

Im Ausführungsbeispiel überdeckt der erste Teilbereich 14 einen Teil eines Untergrunddrucks 16 der Banknote, beispielsweise einen Teil einer Seriennummer. Aufgrund der hohen Transparenz des Sicherheitsstreifens 12 in diesem Teilbereich kann die Seriennummer auch in dem überdeckten Bereich problemlos erkannt und gelesen werden.

In einem zweiten Teilbereich 18 enthält der Sicherheitsstreifen 12 ein opakes Hologramm, in das informationshaltige Aussparungen 20 in Form einer Negativschrift eingebracht sind. Im Ausführungsbeispiel stellt die Negativschrift 20 ebenfalls die Seriennummer der Banknote dar, so dass durch Prüfung der Übereinstimmung der auf der Banknote aufgedruckten Information 16 mit der als Negativschrift in den Sicherheitsstreifen eingebrachten Information 20 die Echtheit der Banknote geprüft werden kann.

Alternativ oder zusätzlich kann auch der Informationsgehalt des Hologramms des Sicherheitsstreifens 20 typenspezifisch oder einzeln individualisiert sein, also beispielsweise die Denomination der Banknote und/oder ihre Seriennummer enthalten.

Um den Aufbau des Sicherheitsstreifens 12 näher zu erläutern, zeigt die 2 eine schematische Schnittdarstellung der Banknote 10 entlang der Linie II-II im ersten Teilbereich 14 des Sicherheitsstreifens. Der Sicherheitsstreifen 12 weist eine Prägelackschicht 22 auf, in die eine Reliefstruktur 24 eingeprägt ist, welche in Reflexion ein Hologramm, ein hologrammartiges Beugungsbild, ein reines Gitterbild oder Kombinationen hiervon erzeugt. Die Prägelackschicht 22 ist mit einer dünnen semitransparenten Metallschicht 26 beschichtet, im Ausführungsbeispiel mit einer aufgedampften Aluminiumschicht. Die Dicke der Metallschicht 26 ist dabei so gewählt, dass ihre Transmission im sichtbaren Spektralbereich etwa 80 % beträgt. Auf die semitransparente Metallschicht 26 ist weiter eine etwa 55 nm dicke, hochbrechende Beschichtung 28 aus ZnS aufgedampft.

Die Prägelackschicht 22 ist zusammen mit der Schichtenfolge aus semitransparenter Metallschicht 26 und hochbrechender Schicht 28 über eine Klebeschicht 30 auf dem bedruckten Banknotensubstrat 32 aufgebracht.

Insgesamt ist bei dem erfindungsgemäßen Sicherheitsstreifen die Reliefstruktur 24 mit einer Schichtenfolge aus zumindest zwei verschiedenartigen Teilschichten kombiniert, wodurch die Vorteile der beiden einzelnen Beschichtungen miteinander verbunden werden. Durch die hochbrechende Schicht 28 werden die geprägten Beugungsstrukturen 24 deutlich zum Vorschein gebracht, während die semitransparente Metallschicht 26 einerseits den Banknotenuntergrund abdunkelt und dadurch die beugungsoptische Wirksamkeit weiter erhöht und andererseits die Reflexionswirkung der hochbrechenden Beschichtung verstärkt. Dadurch wird die Erkennbarkeit der Beugungsstruktur auf einer hellen, diffus streuenden Unterlage, wie dem Banknotensubstrat 32 signifikant verbessert. Aufgrund der geringen Dicke der Metallschicht 26 ist das Hologramm trotz der hohen Lichtstärke in Reflexion zugleich hochtransparent, so dass der Untergrunddruck 16 auf dem Banknotensubstrat 32 gut lesbar ist.

3 zeigt eine alternative Gestaltung eines Sicherheitselements nach der Erfindung. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist ein Foliensubstrat 40 mit einer Beschichtung 42 versehen, in der die Beugungsstrukturen vorliegen. Auf dieses beschichtete Substrat 40, 42 ist zunächst eine etwa 40 nm dicke hochbrechende TiO2- Schicht 44 aufgedampft und auf diese eine semitransparente Kupferschicht 46 mit einer optischen Transmission von etwa 90% aufgebracht. In einem Teilbereich ist eine optisch dichte Metallschicht 48 auf die dünne Metallschicht 46 aufgebracht, welche mit Aussparungen 50 in Form von Mustern, Zeichen, oder Codierungen versehen ist. Auch hier ist das beschichtete Substrat 40, 42 zusammen mit der Schichtenfolge 44, 46 und 48 über eine Klebeschicht 30 auf dem Banknotensubstrat 32 aufgebracht.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in 4 dargestellt. Dabei ist wie in Zusammenhang mit 2 beschrieben, einer Prägelackschicht 22 ein Beugungsmuster 24 eingeprägt. Anders als bei 2 wird auf die Prägelackschicht 22 jedoch keine durchgehende Metallschicht aufgebracht, sondern ein Raster 52 aus einer dickeren, opaken Metallschicht. Die einzelnen Rasterelemente 54 können linien- oder punktförmig ausgebildet sein.

Die Transmission des Metallrasters 52 im sichtbaren Spektralbereich ergibt sich aus der Größe der Rasterelemente und insbesondere aus dem mit Metall belegten Flächenanteil. Bei dieser Erfindungsvariante lassen sich semitransparente und opake Hologrammbereiche in einem einzigen Beschichtungsschritt aufbringen, indem die dicke Metallschicht in den ersteren Bereichen gerastert, in letzteren Bereichen vollflächig aufgebracht wird.

Durch die Verwendung dickerer hochbrechender Schichten, mit Schichtdicken von etwa 70 nm bis etwa 250 nm, können durch gezielten Einsatz von Interferenzeffekten zusätzliche Farbwirkungen in dem Sicherheitsstreifen erzeugt werden.


Anspruch[de]
  1. Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente und dergleichen mit einer Beugungsstruktur, dadurch gekennzeichnet, dass die Beugungsstruktur mit einer zumindest zwei Schichten umfassenden Schichtenfolge kombiniert ist, wobei die Schichtenfolge eine semitransparente Metallschicht und eine hochbrechende Schicht enthält.
  2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die semitransparente Metallschicht durch eine durchgehende dünne Metallschicht gebildet ist.
  3. Sicherheitselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der durchgehenden Metallschicht so gewählt ist, dass sie im sichtbaren Spektralbereich eine Transmission von 60% oder mehr, vorzugsweise eine Transmission zwischen 70% und 90% aufweist.
  4. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die semitransparente Metallschicht durch ein Raster aus opaken metallischen Rasterelementen gebildet ist.
  5. Sicherheitselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Raster aus Linienrasterelementen und/oder Punktrasterelementen gebildet ist.
  6. Sicherheitselement nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe und der Flächenanteil der opaken Rasterelemente so gewählt ist, dass das Raster im sichtbaren Spektralbereich eine Transmission von 60% oder mehr, vorzugsweise eine Transmission zwischen 70 % und 90 % aufweist.
  7. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die semitransparente Metallschicht Aluminium, Silber, Chrom, Eisen, Kupfer, oder eine Kombination dieser Metalle umfasst.
  8. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die hochbrechende Schicht aus ZnS oder TiO2 gebildet ist.
  9. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die hochbrechende Schicht eine Schichtdicke zwischen 30 nm und 80 nm, vorzugsweise zwischen 40 nm und 70 nm aufweist.
  10. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die hochbrechende Schicht zur Erzielung zusätzlicher Farbeffekte eine Schichtdicke zwischen 60 nm und 300 nm, vorzugsweise zwischen 70 nm und 250 nm aufweist.
  11. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die semitransparente Metallschicht und/oder die hochbrechende Schicht Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen aufweist.
  12. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Beugungsstruktur durch eine Reliefstruktur gebildet ist.
  13. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtenfolge neben der semitransparenten Metallschicht in einem Teilbereich eine opake Metallschicht aufweist, die vorzugsweise mit Aussparungen in Form von Mustern, Zeichen oder Codierungen versehen ist.
  14. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtenfolge mit einem oder mehreren weiteren Sicherheitsmerkmalen, insbesondere mit lumineszierenden, magnetischen, elektrischen oder optisch variablen Stoffen versehen ist.
  15. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtenfolge auf einem Substrat, insbesondere einem Foliensubstrat aufgebracht ist, das die flächige Beugungsstruktur enthält.
  16. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichtenfolge auf einem beschichteten Substrat, insbesondere einem beschichteten Foliensubstrat aufgebracht ist, wobei die Beschichtung des Substrats die flächige Beugungsstruktur enthält.
  17. Sicherheitselement nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das beschichtete oder unbeschichtete Substrat eine Transferfolie oder Trägerfolie für das Sicherheitselement darstellt.
  18. Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherheitselement ein Sicherheitsstreifen, ein Sicherheitsfaden, ein Etikett oder ein Transferelement zum Aufbringen auf ein Sicherheitspapier, Wertdokument oder dergleichen ist.
  19. Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheitsdokumenten, wie Banknoten, Ausweiskarten oder dergleichen, das mit einem Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18 ausgestattet ist.
  20. Sicherheitspapier nach Anspruch 19 mit wenigstens einem mit dem Sicherheitselement bedeckten Fensterbereich oder Loch.
  21. Sicherheitspapier nach einem der Ansprüche 19 oder 20, mit einem von dem Sicherheitselement zumindest teilweise überdeckten und durch das Sicherheitselement hindurch erkennbaren Aufdruck.
  22. Wertdokument, wie Banknote, Scheck, Urkunde, Ausweiskarte oder dergleichen, das mit einem Sicherheitselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18 ausgestattet ist.
  23. Wertdokument nach Anspruch 22, mit wenigstens einem mit dem Sicherheitselement bedeckten Fensterbereich oder Loch.
  24. Wertdokument nach Anspruch 22 oder 23, mit einem von dem Sicherheitselement zumindest teilweise überdeckten und durch das Sicherheitselement hindurch erkennbaren Aufdruck.
  25. Verwendung eines Sicherheitselements nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18, eines Sicherheitspapiers nach einem der Ansprüche 19 bis 21, oder eines Wertdokuments nach einem der Ansprüche 22 bis 24 zur Sicherung von Waren beliebiger Art.
  26. Verfahren zur Herstellung eines Sicherheitselements nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 18, bei dem eine Beugungsstruktur mit einer zumindest zwei Schichten umfassenden Schichtenfolge kombiniert wird, wobei die Schichtenfolge eine semitransparente Metallschicht und eine hochbrechende Schicht enthält.
  27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass in ein Substrat, insbesondere ein Foliensubstrat, eine Beugungsstruktur eingeprägt wird, und das geprägte Substrat mit der Schichtenfolge kombiniert wird.
  28. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass ein Substrat, insbesondere ein Foliensubstrat, mit einer Beschichtung versehen wird, in die eine Beugungsstruktur eingeprägt ist oder wird, und dass das mit der geprägten Beschichtung versehene Substrat mit der Schichtenfolge kombiniert wird.
  29. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass ein Substrat, insbesondere ein Foliensubstrat, mit der Schichtenfolge kombiniert wird und nachfolgend eine Beugungsstruktur in die kombinierte Schichtenfolge eingeprägt wird.
  30. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass auf das beschichtete oder unbeschichtete Substrat zunächst die semitransparente Metallschicht und dann die hochbrechende Schicht aufgebracht wird.
  31. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 26 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die semitransparente Metallschicht und/oder die hochbrechende Schicht mit einem Vakuumdampfverfahren aufgedampft werden.
Es folgen 2 Blatt Zeichnungen






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